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DE19943408C2 - Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit - Google Patents

Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit

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DE19943408C2
DE19943408C2 DE1999143408 DE19943408A DE19943408C2 DE 19943408 C2 DE19943408 C2 DE 19943408C2 DE 1999143408 DE1999143408 DE 1999143408 DE 19943408 A DE19943408 A DE 19943408A DE 19943408 C2 DE19943408 C2 DE 19943408C2
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Germany
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hydraulic
elevator
cylinder
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piston
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Karl-Friedrich Schoeps
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Otis Elevator Co
Original Assignee
Otis Elevator Co
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Publication date
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    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B9/00Kinds or types of lifts in, or associated with, buildings or other structures
    • B66B9/04Kinds or types of lifts in, or associated with, buildings or other structures actuated pneumatically or hydraulically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Types And Forms Of Lifts (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hydraulikaufzug, aufweisend eine an einem Förderseil angeschlossene Aufzugskabine in einem Auf­ zugs-Förderbereich und eine im unteren Bereich des Aufzugs- Förderbereichs vorgesehene Hydraulikantriebseinheit mit einer Zylinder- Kolbenanordnung, einer Hydraulikpumpe und einer Ventilanordnung, wobei der Druckzylinder und ein Hydraulikflüssigkeitsbehälter der Hydraulikantriebseinheit in einem gemeinsamen Gehäuse vorgesehen sind. Ein derartiger Hydraulikaufzug mit einem Zugkolben, d. h. einem Kolben, der bei Druckbeaufschlagung in den Zylinder gezogen wird und dabei die Aufzugskabine anhebt, ist aus US-A-4,830,146 bekannt. Insbesondere zeigt diese Schrift, daß die Hydraulikkomponenten unten oder seitlich an der Zylinder-Kolbenanordnung oder von dieser abgesetzt angeordnet sein können.
Ein Problem bei derartigen Aufzügen ist die Zugänglichkeit der gesamten Hydraulikantriebseinheit und inbesondere der Hydraulikpumpe und der Ventilanordnung bei der Instandhaltung und insbesondere bei der Wartung bzw. der Instandsetzung, wenn die Hydraulikantriebseinheit drucklos geschaltet ist und die Aufzugskabine sich im Aufzugs- Förderbereich an ihrer tiefsten Position befindet, d. h. auf dem am Boden des Aufzugs-Förderbereichs befindlichen Dämpfungselement ruht und von diesem abgestützt ist. In einem solchen Fall ist es erforderlich, die Aufzugskabine im Aufzugsschacht anzuheben und in einer Position oberhalb der Hydraulikantriebseinheit mit geeigneten Hilfs- Befestigungsmitteln festzulegen. Erst dann kann das Wartungspersonal unter die Aufzugskabine treten und die erforderlichen Arbeiten an der Hydraulikantriebseinheit vornehmen.
Dieses Problem ist auch in US-A-4,830,146 angesprochen und zu dessen Lösung ist vorgeschlagen, bestimmte hydraulische Gerätschaften, beispielsweise die Hydraulikpumpe und Steuerventile separat von der eigentlichen Aufzugskonstruktion anzuordnen, um eine einfache Zugänglichkeit sicherzustellen. Das erleichtert zwar die Zugänglichkeit dieser speziellen Hydraulikgeräte und deren Wartung. Der Zugang zu diesen Hydraulikgeräten ist jedoch nicht in allen Fällen ausreichend, man denke nur an die Anschlüsse der Hydraulikleitungen an die Zylinder-Kolbenanordnung, so daß das Grundproblem der schlechten Zugänglichkeit auch dadurch nicht vollständig gelöst ist. Darüberhinaus erfordert diese separate Anordnung zusätzliche Leitungslängen, mit den entsprechend einhergehenden Leistungsverlusten und der erhöhten Störanfälligkeit.
Als weitere denkbare Möglichkeit zur Verbesserung der Zugänglichkeit bietet sich beispielsweise eine Wartungsöffnung in der Wand des Aufzugsschachts im Bereich der Hydraulikantriebseinheit an, durch welche der Zugang von außerhalb des Aufzugsschachts zu den Hydraulikgeräten ermöglicht wird. Aus räumlichen Gründen ist es jedoch häufig nicht möglich oder nicht wünschenswert, einen derartigen Zugang von außen in den Aufzugsschacht zu schaffen.
Es ist deshalb Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Hydraulikaufzug der vorangehend beschriebenen Art derart bereitzustellen, daß die Zugänglichkeit zu den wartungsrelevanten Teilen der Hydraulikantriebseinheit von innerhalb des Aufzugs-Förderbereichs auch dann gewährleistet ist, wenn die Aufzugskabine infolge eines Systemversagens der Hydraulikantriebseinheit bis in ihre tiefste Position auf dem Dämpfungselement am Boden des Aufzugs-Förderbereichs gesunken ist, ohne die Notwendigkeit, die Aufzugskabine anzuheben und mit Hilfs-Befestigungselementen in einer erhöhten Position im Aufzugsschacht festzulegen.
Erfindungsgemäß wird das realisiert, indem bei dem genannten Hydraulikaufzug die Hydraulikpumpe und die Ventilanordnung im wesentlichen oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung angebracht sind und die Zylinder/Kolbenanordnung derart in dem Aufzugs-Förderbereich angebracht ist, daß sich der Bereich der Zylinder/Kolbenanordnung mit Hydraulikpumpe und Ventilanordnung oberhalb der Aufzugskabine befindet, wenn diese an ihrer tiefsten Position im Aufzugs-Förderbereich ist. Insbesondere ist es günstig, die Zylinder/Kolbenanordnung so anzubringen, daß sich der Bereich der Zylinder/Kolbenanordnung mindestens so weit oberhalb des Dachs der Aufzugskabine befindet, daß ein Mechaniker Wartungsarbeiten daran in kniender Position problemlos erledigen kann.
Der bisher verwendete Begriff "Aufzugs-Förderbereich" bezeichnet in der Regel den Aufzugsschacht. Er soll jedoch auch die Möglichkeit offenlassen, daß der den Hydraulikaufzug frei stehend, beispielsweise in einer Halle, ohne von einer Wand umschlossen zu sein, angeordnet ist. Im folgenden wird anstelle des Begriffs Aufzugs-Förderbereich der Begriff Aufzugsschacht in diesem breiten Sinne verwendet.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung des Hydraulikaufzugs ist die platzsparende und hochbauende Konstruktion der Hydraulikantriebseinheit. Verglichen mit der Hydraulikantriebseinheit aus US-A-4,830,146, bei der der Pumpenbereich neben der Zylinder/Kolbenanordnung vorgesehen ist, ist eine höhere, dafür jedoch schlankere Hydraulikantriebseinheit durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt. Da bei Aufzugskonstruktionen zunehmend auf den erforderlichen Platzbedarf Wert gelegt wird, wobei das wesentliche Kriterium der Platzbedarf im Querschnitt des Aufzugsschachts ist, liegt darin ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung. Es ist insbesondere bevorzugt, die Hydraulikpumpe und die Ventilanordnung und eventuell weitere Bauteile so oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung vorzusehen, daß dadurch der Grundquerschnitt der Zylinder/Kolbenanordnung nicht oder nicht wesentlich vergrößert wird. Es kann jedoch auch günstig sein, Hydraulikbauteile im Bereich des oberen Rands der Zylinder/Kolbenanordnung vorzusehen, insbesondere dann, wenn diese den Platzbedarf der Hydraulikantriebseinheit im Querschnitt des Aufzugsschachts nicht oder nur unwesentlich vergrößern.
Vorzugsweise ist ein Entlüftungsventil der Zylinder/Kolbenanordnung im wesentlichen oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung vorgesehen.
Vorzugsweise sind sämtliche Hydraulikverbindungsleitungen zwischen dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter, dem Druckzylinder und der Hydraulikpumpe innerhalb des Gehäuses der Zylinder/Kolbenanordnung geführt. Sollte es zu einem Bruch in einer der Hydraulikleitungen kommen, so verbleibt die austretende Hydraulikflüssigkeit in dem gemeinsamen Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung und kann nicht in den Aufzugsschacht austreten. Das ist auch aus Umweltschutzgründen von Bedeutung. Auf diese Weise ist es möglich, auf Sicherheitsventile in den Hydraulikleitungen und insbesondere in den Hydraulikdruckleitungen zu verzichten. Es hat weiterhin den Vorteil, daß die ganze Anlage sehr kompakt ausgebildet sein kann. Die Leitungsverlegung, die bei üblichen Konstruktionen häufig erst an dem eigentlichen Montageort vorgenommen wird, wird bei der erfindungsgemäßen Lösung bereits in der Fabrik bei dem Zusammenbau der Hydraulikantriebseinheit vorgenommen, was zusätzliche Arbeiten an dem Montageort verringert. Es ist darüberhinaus auch möglich, bei der erfindungsgemäßen Konstruktion die Hydraulikantriebseinheit in der Fabrik komplett zu montieren und auch eine vollständige Funktionsprüfung vorzunehmen, was die erforderlichen Arbeiten am Montageort weiter deutlich vereinfacht und den Aufwand verringert. Darin liegt ein beträchtliches Kosteneinsparungspotential.
Vorzugsweise ist die Zylinder/Kolbenanordnung mit einem Druckkolben ausgebildet, d. h. der Kolben wird aus der Zylinder/Kolbenanordnung herausgedrückt und hebt bei dieser Bewegung die Aufzugskabine an, und an dem von der Zylinder/Kolbenanordnung entfernten Ende des Druckkolbens eine Seilscheibe angebracht, über die das Förderseil läuft, wobei das Verhältnis zwischen der Bewegungsstrecke der Aufzugskabine und der Bewegungsstrecke des Druckkolbens 2 : 1 beträgt.
Vorzugsweise ist die Hydraulikantriebseinheit auf einem Gestell montiert, das in dem Aufzugs-Förderbereich angeordnet ist. Generell ist es günstig, wenn die wartungsrelevanten Teile der Hydraulikantriebseinheit vom Dach der Aufzugskabine erreicht werden können, wenn sich die Aufzugskabine nicht in der absolut tiefsten Position im Aufzugsschacht befindet, sondern in der üblichen Weise an der Grundhaltestelle, d. h. der tiefsten regulären Haltestelle, steht. Es ist auch generell günstig, wenn der Monteur die wartungsrelevanten Teile an der Grundhaltestelle in knieender Position leicht erreichen kann. Bei dem typischen Größenverhältnissen von Hydraulikaufzügen mit 4 bis 5 Haltestellen, wie es in Europa üblich ist, kann diese Arbeitshöhe am besten realisiert werden, wenn die Hydraulikantriebseinheit ein Stück weit über dem Boden des Aufzugsschachts angebracht ist. Das kann einerseits ein separates auf dem Boden aufstehendes Gestell sein, alternativ ist es auch möglich, daß die Antriebseinheit an einem an den Führungsschienen oder anderen Aufzugskomponenten befestigten Gestell angebracht ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Hydraulikantriebseinheit zur Verwendung bei einem erfindungsgemäßen Hydraulikaufzug.
Die Erfindung und Ausgestaltung der Erfindungen werden nachfolgend anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels noch eingehend erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Hydraulikaufzug;
Fig. 2 eine Detailansicht von Fig. 1 mit der Ventilanordnung und der Hydraulikpumpe in vergrößerter Darstellung; und
Fig. 3 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Hydraulikantriebseinheit.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Hydraulikaufzug gezeigt. Man erkennt die Aufzugskabine 2, die an nicht gezeigten Führungsschienen in dem Aufzugsschacht geführt ist. Man erkennt ferner die Hydraulikantriebseinheit 4, an deren oberen Ende die Seilscheibe 6 angebracht ist, über die das Förderseil 8 geführt ist. Das Förderseil 8 ist an seinem in der Figur links unten gezeichneten Ende befestigt und die Aufzugskabine 2 ist an dem entgegengesetzten Ende befestigt. Unter der Aufzugskabine 2 befindet sich ein Dämpfungselement 10. Bei Normalbetrieb kommt die Aufzugskabine 2 mit dem Dämpfungselement 10 nicht in Kontakt. Lediglich bei einem Ausfall der Hydraulikantriebseinheit 4 oder bei einem anderen Versagen im Aufzugssystem sinkt die Aufzugskabine 2 bis auf das Dämpfungselement 10 ab. Die Grundhaltestelle befindet sich über dieser tiefsten Position.
Die Hydraulikantriebseinheit 4 hat in einem gemeinsamen Gehäuse 12 eine Zylinder/Kolbenanordnung. An dem oberen Ende des Gehäuses 12 befindet sich eine Hydraulikpumpe 14 und eine Ventilanordnung 16. Ein Kolben 18 ragt mit seinem oberen Ende aus dem gemeinsamen Gehäuse 12 heraus. Daran ist mittels einer geeigneten Befestigungseinrichtung 20 die Seilscheibe 6 drehbar befestigt.
Die Hydraulikantriebseinheit 4 ist so aufgebaut, daß der Kolben 18 druckbeaufschlagt aus dem Gehäuse 12 herausgedrückt wird. Dabei wird die Seilscheibe 6 nach oben gedrückt und die Aufzugskabine 2, die über das Förderseil 8 mit der Seilscheibe 6 zusammenwirkt, angehoben. Deshalb handelt es sich bei dem Kolben 18 um einen Druckkolben im Gegensatz zu einem Zugkolben, der bei Druckbeaufschlagung in das Gehäuse 12 hineingezogen wird.
Man erkennt ferner, daß das Gehäuse 12 einen Flansch 22 aufweist. Dort ist das Gehäuse 12 an einem Podest oder Gestell 23 aufgestellt und befestigt. Das Gestell 23 hat im wesentlichen die gleiche zylinderförmige Gestalt wie das Gehäuse 12d Hydraulikantriebseinheit 4. Sollte ein besonders geringer Querschnitt der Hydraulikantriebseinheit 4 angestrebt sein, ist es möglich den Hydraulikflüssigkeitsbehälter innerhalb des Gestells 23 vorzusehen. Gehäuse 12 und Gestell 23 können auch einstückig, d. h. ohne die Verbindung durch den Flansch 22, ausgebildet sein. Der Flansch 22 ist umfangsmäßig größer als der Umfang des Gehäuses 12, was aus fertigungstechnischen Gründen erforderlich ist. Der Bereich des Gehäuses 12, an dem die Ventilanordnung 16 und die Hydraulikpumpe 14 angebracht sind, sind so ausgebildet, daß sie diesen Durchmesser des Flansches 22 im wesentlichen nicht überschreiten. Damit ist eine sehr platzsparende Bauweise im Querschnitt der Hydraulikantriebseinheit 4 ermöglicht. Auch der Fuß 24 der Hydraulikantriebseinheit 4 besitzt im wesentlichen den gleichen Durchmesser wie der Flansch 22, was die Befestigung der Hydraulikantriebseinheit 4 am Boden des Aufzugsschachts wesentlich erleichtert.
In der Fig. 2 ist der Bereich der Hydraulikantriebseinheit 4, in dem sich die Hydraulikpumpe 14 und die Ventilanordnung 16 befindet vergrößert dargestellt. Die gezeigte Ventilanordnung 16 umfaßt vier einzelne Ventile 28, 30, 32 und 34. An dem oberen Ende der Ventile 28, 30, 32 und 34 sind die Steuerelemente 36 erkennbar. Steuerleitungen 38 führen beispielsweise von der Hydraulikpumpe 14 zu den einzelnen Ventilen.
Man erkennt ferner im oberen Bereich des Gehäuses 12 eine Entlüftungsschraube 26, mittels derer Luft aus dem Hydrauliksystem abgelassen werden kann.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Hydraulikantriebseinheit 4. Man erkennt, von außen nach innen, das Gehäuse 12, einen Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40, der ringförmig um den Zylinder 42 herum angeordnet ist. In dem Zylinder 42 ist der Druckkolben 18 in Längsrichtung beweglich gelagert. Eine Hydraulikleitung 44 führt von dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 zu der Hydraulikpumpe 14. Eine weitere Hydraulikleitung 46 geht von der Hydraulikpumpe 14 in den Hydraulikzylinder 42 und mündet dort im wesentlichen an dessen tiefster Stelle. Wenn die Hydraulikpumpe 14 betätigt wird, saugt sie Hydraulikflüssigkeit aus dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 durch die Hydraulikleitung 44 an und preßt sie durch die Hydraulikleitung 46 in den Hydraulikzylinder 42. Dadurch wird der Druckkolben 18 nach oben verlagert. Eine weitere nicht gezeigte Hydraulikleitung geht beispielsweise von dem Hydraulikzylinder 42 ebenfalls im wesentlichen von dessen tiefstem Ende ausgehend nach oben zu der Ventilanordnung 16, wo ein Ventil zum Öffnen und Schließen dieser Leitung vorgesehen ist, und führt dann zu dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40. Wird das Ventil dieser Leitung geöffnet, so kann Hydraulikflüssigkeit aus dem Zylinder, die sich infolge der Kraft, die der Kolben 18 darauf ausübt, auf einem erhöhten Druckniveau befindet, in den Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 abfließen. Dabei sinkt der Kolben 18 nach unten und die Aufzugskabine 2 wird ebenfalls abgesenkt.
Unterhalb der Ventilanordnung 16 erkennt man einen Abschlußdeckel 48 des Hydraulikflüssigkeitsbehälters 44, der gleichzeitig ein Dichtungselement 50 der Zylinder/Kolbenanordnung 42/18 trägt. Neben dem schematisch gezeigten Dichtungselement 50 sind weitere Dichtungselemente 52 mit dem Kolben 18 zusammenwirkend gezeigt.
Eine nicht gezeigte Steuereinheit ist ebenfalls vorgesehen, die an oder zusammen mit der Hydraulikeinheit 4 angeordnet sein kann oder an einem anderen Platz beispielsweise im Aufzugsschacht angeordnet sein kann.
Wie man insbesondere aus der Fig. 3 erkennt, ist die Hydraulikantriebseinheit 4 besonders kompakt und mit den wesentlichen Komponenten integriert aufgebaut. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen verlaufen bei der gezeigten Hydraulikantriebseinheiten 4 keinerlei Hydraulikleitungen außerhalb des Gehäuses 12. Das ermöglicht die Einsparung von Rohrbruchsicherungsventilen, die bisher bei derartigen Hydraulikantriebseinheiten 4 erforderlich waren. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß bei dieser kompakten Bauweise das Gehäuse 12 der Hydraulikantriebseinheit 4 relativ einfach aufgebaut sein kann und gleichzeitig ein Schutzgehäuse für die Hydraulikpumpe 14 und die Ventilanordnung 16 bildet. Damit können separate Gehäuse für diese Bauteile eingespart werden. Ein weiterer ganz besonderer Vorteil ist darin zu sehen, daß die komplette Hydraulikantriebseinheit 4 in der Fabrik vorgefertigt und getestet werden kann, so daß sie am Montageort lediglich aufgestellt werden muß und in das Aufzugssystem eingebaut werden muß. Auf diese Weise läßt sich beträchtliche Zeit bei der Montage der Hydraulikantriebseinheit 4 am Montageort einsparen. Im Falle eines Schadens an der Hydraulikantriebseinheit 4 ist es relativ einfach möglich, die gesamte Hydraulikantriebseinheit 4 gegen eine neue Hydraulikantriebseinheit 4 auszutauschen und die beschädigte Hydraulikantriebseinheit 4 in der Fabrik instandzusetzen.

Claims (6)

1. Hydraulikaufzug, aufweisend eine an einem Förderseil (8) ange­ schlossene Aufzugskabine (2) in einem Aufzugs-Förderbereich und eine im unteren Bereich des Aufzugs-Förderbereichs vorgesehene Hydraulikantriebseinheit (4) mit einer Zylinder/Kolbenanordnung (42/18), einer Hydraulikpumpe (14) und einer Ventilanordnung (16), wobei der Druckzylinder (18) und ein Hydraulikflüssigkeits­ behälter (40) der Hydraulikantriebseinheit (4) in einem gemein­ samen Gehäuse (12) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hydraulikpumpe (14) und die Ventilanordnung (16) im wesentlichen oben auf dem Gehäuse (12) der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) angebracht sind, und
daß die Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) derart in dem Aufzugs- Förderbereich angebracht ist, daß sich der Bereich der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) mit Hydraulikpumpe (14) und Ventilanordnung (16) oberhalb der Aufzugskabine (2) befindet, wenn diese an ihrer tiefsten Position im Aufzugs-Förderbereich ist.
2. Hydraulikaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entlüftungsventil (26) der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) im wesentlichen oben auf dem Gehäuse (12) der Zylinder/Kol­ benanordnung (42/18) vorgesehen ist.
3. Hydraulikaufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Hydraulikverbindungsleitungen (44; 46) zwischen dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter (40), dem Druckzylinder (42) und der Hydraulikpumpe (14) innerhalb des Gehäuses (12) der Zylinder/­ Kolbenanordnung (42/18) geführt sind.
4. Hydraulikaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) mit einem Druckkolben (18) ausgebildet ist und an dem von der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) entfernten Ende des Druckkol­ bens (18) eine Seilscheibe (6) angebracht ist, über die das Förderseil (8) läuft, wobei das Verhältnis zwischen der Bewegungsstrecke der Aufzugskabine (2) und der Bewegungsstrecke des Druckkolbens (18) 2 : 1 beträgt.
5. Hydraulikaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikantriebseinheit (4) auf einem Gestell (23) montiert ist, das in dem Aufzugs-Förderbereich an­ geordnet ist.
6. Hydraulikantriebseinheit (4) zur Verwendung bei einem Hydraulik­ aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
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