DE19943408C2 - Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit - Google Patents
Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger HydraulikantriebseinheitInfo
- Publication number
- DE19943408C2 DE19943408C2 DE1999143408 DE19943408A DE19943408C2 DE 19943408 C2 DE19943408 C2 DE 19943408C2 DE 1999143408 DE1999143408 DE 1999143408 DE 19943408 A DE19943408 A DE 19943408A DE 19943408 C2 DE19943408 C2 DE 19943408C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hydraulic
- elevator
- cylinder
- drive unit
- piston
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 title description 7
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 14
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 5
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 5
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 4
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 3
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000009435 building construction Methods 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000011990 functional testing Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B9/00—Kinds or types of lifts in, or associated with, buildings or other structures
- B66B9/04—Kinds or types of lifts in, or associated with, buildings or other structures actuated pneumatically or hydraulically
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Types And Forms Of Lifts (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hydraulikaufzug, aufweisend
eine an einem Förderseil angeschlossene Aufzugskabine in einem Auf
zugs-Förderbereich und eine im unteren Bereich des Aufzugs-
Förderbereichs vorgesehene Hydraulikantriebseinheit mit einer Zylinder-
Kolbenanordnung, einer Hydraulikpumpe und einer Ventilanordnung,
wobei der Druckzylinder und ein Hydraulikflüssigkeitsbehälter der
Hydraulikantriebseinheit in einem gemeinsamen Gehäuse vorgesehen
sind. Ein derartiger Hydraulikaufzug mit einem Zugkolben, d. h. einem
Kolben, der bei Druckbeaufschlagung in den Zylinder gezogen wird und
dabei die Aufzugskabine anhebt, ist aus US-A-4,830,146 bekannt.
Insbesondere zeigt diese Schrift, daß die Hydraulikkomponenten unten
oder seitlich an der Zylinder-Kolbenanordnung oder von dieser abgesetzt
angeordnet sein können.
Ein Problem bei derartigen Aufzügen ist die Zugänglichkeit der gesamten
Hydraulikantriebseinheit und inbesondere der Hydraulikpumpe und der
Ventilanordnung bei der Instandhaltung und insbesondere bei der
Wartung bzw. der Instandsetzung, wenn die Hydraulikantriebseinheit
drucklos geschaltet ist und die Aufzugskabine sich im Aufzugs-
Förderbereich an ihrer tiefsten Position befindet, d. h. auf dem am Boden
des Aufzugs-Förderbereichs befindlichen Dämpfungselement ruht und
von diesem abgestützt ist. In einem solchen Fall ist es erforderlich, die
Aufzugskabine im Aufzugsschacht anzuheben und in einer Position
oberhalb der Hydraulikantriebseinheit mit geeigneten Hilfs-
Befestigungsmitteln festzulegen. Erst dann kann das Wartungspersonal
unter die Aufzugskabine treten und die erforderlichen Arbeiten an der
Hydraulikantriebseinheit vornehmen.
Dieses Problem ist auch in US-A-4,830,146 angesprochen und zu dessen
Lösung ist vorgeschlagen, bestimmte hydraulische Gerätschaften,
beispielsweise die Hydraulikpumpe und Steuerventile separat von der
eigentlichen Aufzugskonstruktion anzuordnen, um eine einfache
Zugänglichkeit sicherzustellen. Das erleichtert zwar die Zugänglichkeit
dieser speziellen Hydraulikgeräte und deren Wartung. Der Zugang zu
diesen Hydraulikgeräten ist jedoch nicht in allen Fällen ausreichend,
man denke nur an die Anschlüsse der Hydraulikleitungen an die
Zylinder-Kolbenanordnung, so daß das Grundproblem der schlechten
Zugänglichkeit auch dadurch nicht vollständig gelöst ist. Darüberhinaus
erfordert diese separate Anordnung zusätzliche Leitungslängen, mit den
entsprechend einhergehenden Leistungsverlusten und der erhöhten
Störanfälligkeit.
Als weitere denkbare Möglichkeit zur Verbesserung der Zugänglichkeit
bietet sich beispielsweise eine Wartungsöffnung in der Wand des
Aufzugsschachts im Bereich der Hydraulikantriebseinheit an, durch
welche der Zugang von außerhalb des Aufzugsschachts zu den
Hydraulikgeräten ermöglicht wird. Aus räumlichen Gründen ist es
jedoch häufig nicht möglich oder nicht wünschenswert, einen derartigen
Zugang von außen in den Aufzugsschacht zu schaffen.
Es ist deshalb Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Hydraulikaufzug
der vorangehend beschriebenen Art derart bereitzustellen, daß die
Zugänglichkeit zu den wartungsrelevanten Teilen der
Hydraulikantriebseinheit von innerhalb des Aufzugs-Förderbereichs auch
dann gewährleistet ist, wenn die Aufzugskabine infolge eines
Systemversagens der Hydraulikantriebseinheit bis in ihre tiefste Position
auf dem Dämpfungselement am Boden des Aufzugs-Förderbereichs
gesunken ist, ohne die Notwendigkeit, die Aufzugskabine anzuheben und
mit Hilfs-Befestigungselementen in einer erhöhten Position im
Aufzugsschacht festzulegen.
Erfindungsgemäß wird das realisiert, indem bei dem genannten
Hydraulikaufzug die Hydraulikpumpe und die Ventilanordnung im
wesentlichen oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung
angebracht sind und die Zylinder/Kolbenanordnung derart in dem
Aufzugs-Förderbereich angebracht ist, daß sich der Bereich der
Zylinder/Kolbenanordnung mit Hydraulikpumpe und Ventilanordnung
oberhalb der Aufzugskabine befindet, wenn diese an ihrer tiefsten
Position im Aufzugs-Förderbereich ist. Insbesondere ist es günstig, die
Zylinder/Kolbenanordnung so anzubringen, daß sich der Bereich der
Zylinder/Kolbenanordnung mindestens so weit oberhalb des Dachs der
Aufzugskabine befindet, daß ein Mechaniker Wartungsarbeiten daran in
kniender Position problemlos erledigen kann.
Der bisher verwendete Begriff "Aufzugs-Förderbereich" bezeichnet in
der Regel den Aufzugsschacht. Er soll jedoch auch die Möglichkeit
offenlassen, daß der den Hydraulikaufzug frei stehend, beispielsweise in
einer Halle, ohne von einer Wand umschlossen zu sein, angeordnet ist.
Im folgenden wird anstelle des Begriffs Aufzugs-Förderbereich der
Begriff Aufzugsschacht in diesem breiten Sinne verwendet.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung des
Hydraulikaufzugs ist die platzsparende und hochbauende Konstruktion
der Hydraulikantriebseinheit. Verglichen mit der
Hydraulikantriebseinheit aus US-A-4,830,146, bei der der
Pumpenbereich neben der Zylinder/Kolbenanordnung vorgesehen ist, ist
eine höhere, dafür jedoch schlankere Hydraulikantriebseinheit durch die
vorliegende Erfindung bereitgestellt. Da bei Aufzugskonstruktionen
zunehmend auf den erforderlichen Platzbedarf Wert gelegt wird, wobei
das wesentliche Kriterium der Platzbedarf im Querschnitt des
Aufzugsschachts ist, liegt darin ein besonderer Vorteil der
erfindungsgemäßen Lösung. Es ist insbesondere bevorzugt, die
Hydraulikpumpe und die Ventilanordnung und eventuell weitere Bauteile
so oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung vorzusehen,
daß dadurch der Grundquerschnitt der Zylinder/Kolbenanordnung nicht
oder nicht wesentlich vergrößert wird. Es kann jedoch auch günstig sein,
Hydraulikbauteile im Bereich des oberen Rands der
Zylinder/Kolbenanordnung vorzusehen, insbesondere dann, wenn diese
den Platzbedarf der Hydraulikantriebseinheit im Querschnitt des
Aufzugsschachts nicht oder nur unwesentlich vergrößern.
Vorzugsweise ist ein Entlüftungsventil der Zylinder/Kolbenanordnung im
wesentlichen oben auf dem Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung
vorgesehen.
Vorzugsweise sind sämtliche Hydraulikverbindungsleitungen zwischen
dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter, dem Druckzylinder und der
Hydraulikpumpe innerhalb des Gehäuses der Zylinder/Kolbenanordnung
geführt. Sollte es zu einem Bruch in einer der Hydraulikleitungen
kommen, so verbleibt die austretende Hydraulikflüssigkeit in dem
gemeinsamen Gehäuse der Zylinder/Kolbenanordnung und kann nicht in
den Aufzugsschacht austreten. Das ist auch aus Umweltschutzgründen
von Bedeutung. Auf diese Weise ist es möglich, auf Sicherheitsventile in
den Hydraulikleitungen und insbesondere in den Hydraulikdruckleitungen
zu verzichten. Es hat weiterhin den Vorteil, daß die ganze Anlage sehr
kompakt ausgebildet sein kann. Die Leitungsverlegung, die bei üblichen
Konstruktionen häufig erst an dem eigentlichen Montageort
vorgenommen wird, wird bei der erfindungsgemäßen Lösung bereits in
der Fabrik bei dem Zusammenbau der Hydraulikantriebseinheit
vorgenommen, was zusätzliche Arbeiten an dem Montageort verringert.
Es ist darüberhinaus auch möglich, bei der erfindungsgemäßen
Konstruktion die Hydraulikantriebseinheit in der Fabrik komplett zu
montieren und auch eine vollständige Funktionsprüfung vorzunehmen,
was die erforderlichen Arbeiten am Montageort weiter deutlich
vereinfacht und den Aufwand verringert. Darin liegt ein beträchtliches
Kosteneinsparungspotential.
Vorzugsweise ist die Zylinder/Kolbenanordnung mit einem Druckkolben
ausgebildet, d. h. der Kolben wird aus der Zylinder/Kolbenanordnung
herausgedrückt und hebt bei dieser Bewegung die Aufzugskabine an, und
an dem von der Zylinder/Kolbenanordnung entfernten Ende des
Druckkolbens eine Seilscheibe angebracht, über die das Förderseil läuft,
wobei das Verhältnis zwischen der Bewegungsstrecke der Aufzugskabine
und der Bewegungsstrecke des Druckkolbens 2 : 1 beträgt.
Vorzugsweise ist die Hydraulikantriebseinheit auf einem Gestell
montiert, das in dem Aufzugs-Förderbereich angeordnet ist. Generell ist
es günstig, wenn die wartungsrelevanten Teile der
Hydraulikantriebseinheit vom Dach der Aufzugskabine erreicht werden
können, wenn sich die Aufzugskabine nicht in der absolut tiefsten
Position im Aufzugsschacht befindet, sondern in der üblichen Weise an
der Grundhaltestelle, d. h. der tiefsten regulären Haltestelle, steht. Es ist
auch generell günstig, wenn der Monteur die wartungsrelevanten Teile
an der Grundhaltestelle in knieender Position leicht erreichen kann. Bei
dem typischen Größenverhältnissen von Hydraulikaufzügen mit 4 bis 5
Haltestellen, wie es in Europa üblich ist, kann diese Arbeitshöhe am
besten realisiert werden, wenn die Hydraulikantriebseinheit ein Stück
weit über dem Boden des Aufzugsschachts angebracht ist. Das kann
einerseits ein separates auf dem Boden aufstehendes Gestell sein,
alternativ ist es auch möglich, daß die Antriebseinheit an einem an den
Führungsschienen oder anderen Aufzugskomponenten befestigten Gestell
angebracht ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Hydraulikantriebseinheit zur
Verwendung bei einem erfindungsgemäßen Hydraulikaufzug.
Die Erfindung und Ausgestaltung der Erfindungen werden nachfolgend
anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels noch
eingehend erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Hydraulikaufzug;
Fig. 2 eine Detailansicht von Fig. 1 mit der Ventilanordnung und der
Hydraulikpumpe in vergrößerter Darstellung; und
Fig. 3 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße
Hydraulikantriebseinheit.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Hydraulikaufzug gezeigt. Man
erkennt die Aufzugskabine 2, die an nicht gezeigten Führungsschienen in
dem Aufzugsschacht geführt ist. Man erkennt ferner die
Hydraulikantriebseinheit 4, an deren oberen Ende die Seilscheibe 6
angebracht ist, über die das Förderseil 8 geführt ist. Das Förderseil 8 ist
an seinem in der Figur links unten gezeichneten Ende befestigt und die
Aufzugskabine 2 ist an dem entgegengesetzten Ende befestigt. Unter der
Aufzugskabine 2 befindet sich ein Dämpfungselement 10. Bei
Normalbetrieb kommt die Aufzugskabine 2 mit dem Dämpfungselement
10 nicht in Kontakt. Lediglich bei einem Ausfall der
Hydraulikantriebseinheit 4 oder bei einem anderen Versagen im
Aufzugssystem sinkt die Aufzugskabine 2 bis auf das Dämpfungselement
10 ab. Die Grundhaltestelle befindet sich über dieser tiefsten Position.
Die Hydraulikantriebseinheit 4 hat in einem gemeinsamen Gehäuse 12
eine Zylinder/Kolbenanordnung. An dem oberen Ende des Gehäuses 12
befindet sich eine Hydraulikpumpe 14 und eine Ventilanordnung 16. Ein
Kolben 18 ragt mit seinem oberen Ende aus dem gemeinsamen Gehäuse
12 heraus. Daran ist mittels einer geeigneten Befestigungseinrichtung 20
die Seilscheibe 6 drehbar befestigt.
Die Hydraulikantriebseinheit 4 ist so aufgebaut, daß der Kolben 18
druckbeaufschlagt aus dem Gehäuse 12 herausgedrückt wird. Dabei wird
die Seilscheibe 6 nach oben gedrückt und die Aufzugskabine 2, die über
das Förderseil 8 mit der Seilscheibe 6 zusammenwirkt, angehoben.
Deshalb handelt es sich bei dem Kolben 18 um einen Druckkolben im
Gegensatz zu einem Zugkolben, der bei Druckbeaufschlagung in das
Gehäuse 12 hineingezogen wird.
Man erkennt ferner, daß das Gehäuse 12 einen Flansch 22 aufweist.
Dort ist das Gehäuse 12 an einem Podest oder Gestell 23 aufgestellt
und befestigt. Das Gestell 23 hat im wesentlichen die gleiche
zylinderförmige Gestalt wie das Gehäuse 12d Hydraulikantriebseinheit
4. Sollte ein besonders geringer Querschnitt der Hydraulikantriebseinheit
4 angestrebt sein, ist es möglich den Hydraulikflüssigkeitsbehälter
innerhalb des Gestells 23 vorzusehen. Gehäuse 12 und Gestell 23 können
auch einstückig, d. h. ohne die Verbindung durch den Flansch 22,
ausgebildet sein. Der Flansch 22 ist umfangsmäßig größer als der
Umfang des Gehäuses 12, was aus fertigungstechnischen Gründen
erforderlich ist. Der Bereich des Gehäuses 12, an dem die
Ventilanordnung 16 und die Hydraulikpumpe 14 angebracht sind, sind so
ausgebildet, daß sie diesen Durchmesser des Flansches 22 im
wesentlichen nicht überschreiten. Damit ist eine sehr platzsparende
Bauweise im Querschnitt der Hydraulikantriebseinheit 4 ermöglicht.
Auch der Fuß 24 der Hydraulikantriebseinheit 4 besitzt im wesentlichen
den gleichen Durchmesser wie der Flansch 22, was die Befestigung der
Hydraulikantriebseinheit 4 am Boden des Aufzugsschachts wesentlich
erleichtert.
In der Fig. 2 ist der Bereich der Hydraulikantriebseinheit 4, in dem sich
die Hydraulikpumpe 14 und die Ventilanordnung 16 befindet vergrößert
dargestellt. Die gezeigte Ventilanordnung 16 umfaßt vier einzelne
Ventile 28, 30, 32 und 34. An dem oberen Ende der Ventile 28, 30, 32
und 34 sind die Steuerelemente 36 erkennbar. Steuerleitungen 38 führen
beispielsweise von der Hydraulikpumpe 14 zu den einzelnen Ventilen.
Man erkennt ferner im oberen Bereich des Gehäuses 12 eine
Entlüftungsschraube 26, mittels derer Luft aus dem Hydrauliksystem
abgelassen werden kann.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Hydraulikantriebseinheit 4. Man
erkennt, von außen nach innen, das Gehäuse 12, einen
Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40, der ringförmig um den Zylinder 42
herum angeordnet ist. In dem Zylinder 42 ist der Druckkolben 18 in
Längsrichtung beweglich gelagert. Eine Hydraulikleitung 44 führt von
dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 zu der Hydraulikpumpe 14. Eine
weitere Hydraulikleitung 46 geht von der Hydraulikpumpe 14 in den
Hydraulikzylinder 42 und mündet dort im wesentlichen an dessen tiefster
Stelle. Wenn die Hydraulikpumpe 14 betätigt wird, saugt sie
Hydraulikflüssigkeit aus dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 durch die
Hydraulikleitung 44 an und preßt sie durch die Hydraulikleitung 46 in
den Hydraulikzylinder 42. Dadurch wird der Druckkolben 18 nach oben
verlagert. Eine weitere nicht gezeigte Hydraulikleitung geht
beispielsweise von dem Hydraulikzylinder 42 ebenfalls im wesentlichen
von dessen tiefstem Ende ausgehend nach oben zu der Ventilanordnung
16, wo ein Ventil zum Öffnen und Schließen dieser Leitung vorgesehen
ist, und führt dann zu dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40. Wird das
Ventil dieser Leitung geöffnet, so kann Hydraulikflüssigkeit aus dem
Zylinder, die sich infolge der Kraft, die der Kolben 18 darauf ausübt,
auf einem erhöhten Druckniveau befindet, in den
Hydraulikflüssigkeitsbehälter 40 abfließen. Dabei sinkt der Kolben 18
nach unten und die Aufzugskabine 2 wird ebenfalls abgesenkt.
Unterhalb der Ventilanordnung 16 erkennt man einen Abschlußdeckel 48
des Hydraulikflüssigkeitsbehälters 44, der gleichzeitig ein
Dichtungselement 50 der Zylinder/Kolbenanordnung 42/18 trägt. Neben
dem schematisch gezeigten Dichtungselement 50 sind weitere
Dichtungselemente 52 mit dem Kolben 18 zusammenwirkend gezeigt.
Eine nicht gezeigte Steuereinheit ist ebenfalls vorgesehen, die an oder
zusammen mit der Hydraulikeinheit 4 angeordnet sein kann oder an
einem anderen Platz beispielsweise im Aufzugsschacht angeordnet sein
kann.
Wie man insbesondere aus der Fig. 3 erkennt, ist die
Hydraulikantriebseinheit 4 besonders kompakt und mit den wesentlichen
Komponenten integriert aufgebaut. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen
verlaufen bei der gezeigten Hydraulikantriebseinheiten 4 keinerlei
Hydraulikleitungen außerhalb des Gehäuses 12. Das ermöglicht die
Einsparung von Rohrbruchsicherungsventilen, die bisher bei derartigen
Hydraulikantriebseinheiten 4 erforderlich waren. Ein weiterer Vorteil ist
darin zu sehen, daß bei dieser kompakten Bauweise das Gehäuse 12 der
Hydraulikantriebseinheit 4 relativ einfach aufgebaut sein kann und
gleichzeitig ein Schutzgehäuse für die Hydraulikpumpe 14 und die
Ventilanordnung 16 bildet. Damit können separate Gehäuse für diese
Bauteile eingespart werden. Ein weiterer ganz besonderer Vorteil ist
darin zu sehen, daß die komplette Hydraulikantriebseinheit 4 in der
Fabrik vorgefertigt und getestet werden kann, so daß sie am Montageort
lediglich aufgestellt werden muß und in das Aufzugssystem eingebaut
werden muß. Auf diese Weise läßt sich beträchtliche Zeit bei der
Montage der Hydraulikantriebseinheit 4 am Montageort einsparen. Im
Falle eines Schadens an der Hydraulikantriebseinheit 4 ist es relativ
einfach möglich, die gesamte Hydraulikantriebseinheit 4 gegen eine neue
Hydraulikantriebseinheit 4 auszutauschen und die beschädigte
Hydraulikantriebseinheit 4 in der Fabrik instandzusetzen.
Claims (6)
1. Hydraulikaufzug, aufweisend eine an einem Förderseil (8) ange
schlossene Aufzugskabine (2) in einem Aufzugs-Förderbereich und
eine im unteren Bereich des Aufzugs-Förderbereichs vorgesehene
Hydraulikantriebseinheit (4) mit einer Zylinder/Kolbenanordnung
(42/18), einer Hydraulikpumpe (14) und einer Ventilanordnung
(16), wobei der Druckzylinder (18) und ein Hydraulikflüssigkeits
behälter (40) der Hydraulikantriebseinheit (4) in einem gemein
samen Gehäuse (12) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hydraulikpumpe (14) und die Ventilanordnung (16) im wesentlichen oben auf dem Gehäuse (12) der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) angebracht sind, und
daß die Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) derart in dem Aufzugs- Förderbereich angebracht ist, daß sich der Bereich der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) mit Hydraulikpumpe (14) und Ventilanordnung (16) oberhalb der Aufzugskabine (2) befindet, wenn diese an ihrer tiefsten Position im Aufzugs-Förderbereich ist.
daß die Hydraulikpumpe (14) und die Ventilanordnung (16) im wesentlichen oben auf dem Gehäuse (12) der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) angebracht sind, und
daß die Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) derart in dem Aufzugs- Förderbereich angebracht ist, daß sich der Bereich der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) mit Hydraulikpumpe (14) und Ventilanordnung (16) oberhalb der Aufzugskabine (2) befindet, wenn diese an ihrer tiefsten Position im Aufzugs-Förderbereich ist.
2. Hydraulikaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Entlüftungsventil (26) der Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) im
wesentlichen oben auf dem Gehäuse (12) der Zylinder/Kol
benanordnung (42/18) vorgesehen ist.
3. Hydraulikaufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Hydraulikverbindungsleitungen (44; 46) zwischen dem
Hydraulikflüssigkeitsbehälter (40), dem Druckzylinder (42) und der
Hydraulikpumpe (14) innerhalb des Gehäuses (12) der Zylinder/
Kolbenanordnung (42/18) geführt sind.
4. Hydraulikaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) mit
einem Druckkolben (18) ausgebildet ist und an dem von der
Zylinder/Kolbenanordnung (42/18) entfernten Ende des Druckkol
bens (18) eine Seilscheibe (6) angebracht ist, über die das Förderseil
(8) läuft, wobei das Verhältnis zwischen der Bewegungsstrecke der
Aufzugskabine (2) und der Bewegungsstrecke des Druckkolbens
(18) 2 : 1 beträgt.
5. Hydraulikaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hydraulikantriebseinheit (4) auf einem
Gestell (23) montiert ist, das in dem Aufzugs-Förderbereich an
geordnet ist.
6. Hydraulikantriebseinheit (4) zur Verwendung bei einem Hydraulik
aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999143408 DE19943408C2 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit |
| EP00119579A EP1083141A3 (de) | 1999-09-10 | 2000-09-07 | Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebeinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999143408 DE19943408C2 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19943408A1 DE19943408A1 (de) | 2001-03-22 |
| DE19943408C2 true DE19943408C2 (de) | 2003-12-04 |
Family
ID=7921551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999143408 Expired - Fee Related DE19943408C2 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1083141A3 (de) |
| DE (1) | DE19943408C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITRM20030007A1 (it) * | 2003-01-10 | 2004-07-11 | Otis Elevator Co | Dispositivo di sollevamento a pistone, in particolare |
| US8640829B2 (en) * | 2008-07-16 | 2014-02-04 | William P. Block, JR. | Hydraulic elevator system |
| CN103900523B (zh) * | 2014-04-17 | 2016-05-18 | 上海江南长兴重工有限责任公司 | 液罐吊装变形测量方法 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4830146A (en) * | 1986-10-22 | 1989-05-16 | Hitachi, Ltd. | Fluid-pressure elevator |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1438727A (en) * | 1973-12-10 | 1976-06-09 | Sims A F | Hydraulically operated building hoist |
| FI82824C (fi) * | 1989-06-09 | 1991-04-25 | Kone Oy | Hydraulisk hiss. |
-
1999
- 1999-09-10 DE DE1999143408 patent/DE19943408C2/de not_active Expired - Fee Related
-
2000
- 2000-09-07 EP EP00119579A patent/EP1083141A3/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4830146A (en) * | 1986-10-22 | 1989-05-16 | Hitachi, Ltd. | Fluid-pressure elevator |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1083141A3 (de) | 2004-12-15 |
| DE19943408A1 (de) | 2001-03-22 |
| EP1083141A2 (de) | 2001-03-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0501140B1 (de) | In einem Aufzugsschacht verfahrbares Montagegerüst zur Montage von Schachtausrüstung | |
| DE69417202T2 (de) | Pufferstruktur | |
| EP3548413B1 (de) | Aufzugsanlage und verfahren zum errichten einer aufzugsanlage | |
| DE19806762B4 (de) | Betätigungseinrichtung für eine Schiebetür, insbesondere für Kraftfahrzeuge | |
| DE69805147T3 (de) | Hydraulischer Aufzug ohne Maschinenhaus | |
| DE69004382T2 (de) | Einstellung eines Treibers für einen Aufzug. | |
| EP2346771A1 (de) | Modernisierungsverfahren für aufzuganlagen | |
| WO2013050824A1 (de) | Antriebseinheit zum bewegen von lasten und personen sowie verrichtungen zum bewegen von personen und lasten mit derartigen antriebseinheiten | |
| DE19943408C2 (de) | Hydraulikaufzug mit wartungsgünstiger Hydraulikantriebseinheit | |
| EP1680603A1 (de) | Hydraulische 2-stempelhebebühne | |
| DE102012104987B4 (de) | Außentritt für den Führerstand von Schienenfahrzeugen | |
| CH674641A5 (de) | ||
| CH645580A5 (de) | Lastkraftwagen mit einer ladepritsche und einem aufbau. | |
| EP1760029A1 (de) | Aufzugskabine mit Wartungsplattform und Verfahren zur Wartung einer Aufzugsanlage | |
| DE10154171A1 (de) | Modernisierung von Hydraulikaufzügen | |
| EP2102088B1 (de) | Liftkabine für reduzierte liftschachtköpfe | |
| EP2006221B1 (de) | Unterflursammelbehälter | |
| DE19827497B4 (de) | Aufzug | |
| EP1910207A1 (de) | Maschinenraumloser hydraulischer aufzug | |
| EP0621228B1 (de) | Krantürme und Verfahren zu ihrer Montage | |
| CH687151A5 (de) | Zahnstangenaufzug | |
| DE102008018032B4 (de) | Hubgerüst für ein Flurförderzeug | |
| DE202006012861U1 (de) | In einem Unterflurschacht versenkbars Wandelement | |
| EP1312575B1 (de) | Aufzugsanlage mit im Aufzugsschacht angeordneter Antriebseinheit und Steuerungseinheit | |
| DE19915379C1 (de) | Verschlußvorrichtung für die Öffnung einer Abdeckung eines äußeren Zentralaufbaus für U-Boote |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20130403 |