DE19942040A1 - Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse - Google Patents
Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer ScheibenbremseInfo
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Abstract
Zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse weist diese entsprechend der Eigenschwingungsform verstimmende örtlich schwächende Widerstandsmomenten in den Reibringen der Bremsscheibe auf. Hierdurch wird die Eigenschwingungsform der Bremsscheibe soweit verändert, daß ein Bremsenquietschen unterbunden bzw. verhindert wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer
Scheibenbremse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 195 07 102 A1 ist eine Scheibenbremse bekannt, bei der die
Bremsscheibe so abgestimmt wird, daß Quietschgeräusche beim Bremsvorgang über
die anliegenden Bremsbelege aufgehoben bzw. vermindert werden. Dies erfolgt indem
ein bestimmtes Verhältnis von Bremsbelaglänge zum Bremsscheibenumfang
hergestellt wird. Desweiteren ist aus der DE 40 41 010 eine Vorrichtung zum
Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse bekannt, bei der die Reibbeläge
aus einem halbmetallischen oder asbestfreiem Material auf einem Scheibenrotor bzw.
auf eine Bremsscheibe zum Ausführen eines Bremsens gedrückt werden. Der Rotor ist
derart unterteilt, daß die Resonanzfrequenz zweiter Ordnung der Längsschwingung
des Rotors größer als 15 kHz ist. Die Unterteilung des Scheibenrotors erfolgt über
Schlitze, die innen- und außenseitig des Rotors angeordnet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Scheibenbremse zu schaffen, bei der das Auftreten
von Quietschgeräuschen durch eine Verstimmung der Eigenfrequenzform des
Bremssystems erfolgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, daß
insbesondere bestehende Bremsen bei einem Quietschverhalten in ihrem
Eigenschwingungsverhalten so verstimmt werden können, daß ein Bremsenquietschen
vermindert bzw. aufgehoben wird.
Dies wird nach der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, indem der Reibring
einer Voll-Bremsscheibe bzw. die Reibringe einer innenbelüfteten Bremsscheibe in
mindestens einem Flächenbereich der Reibfläche eine örtliche Schwächung des
Widerstandsmoments "W" derart aufweist, daß eine verstimmende Eigen-Schwingung
erzielbar ist, die ungleich der Eigenschwingungsform der Bremsscheibe mit den
Schwingungs-Knoten "W" ist.
Die örtliche Schwächung bzw. die Schwächungen des Widerstandsmoments in einem
oder beiden Reibringen der Bremsscheibe besteht vorzugsweise aus einem oder
mehreren Schlitzen, welche den oder die Reibringe durchtrennen und sich vom
Bremsscheibenzentrum bis etwa zum Außenrand der Reibringe erstrecken.
Zur Erzielung der örtlich reduzierten Widerstandsmomente in einem oder mehreren
Bereichen der Reibringe der Bremsscheibe wird eine hieraus resultierende
Verstimmung der Eigenschwingungsform der Bremsscheibe durch entsprechend
angeordnete und dimensionierte Schlitze in beiden Reibringen oder in einem Reibring
vorgesehen.
Nach einer Ausführung der Erfindung können die Schlitze sowohl zwischen den Rippen
der Kühlkanäle der Bremsscheibe als auch auf den Rippen angeordnet sein.
Desweiteren können die Schlitze im äußeren Reibring oder im inneren Reibring oder in
beiden Reibringen vorgesehen sein. Ferner sind die Schlitze auch in abwechselnder
Folge im äußeren und im inneren Reibring vorzusehen.
Da die Schlitze die Reibringe jeweils durchtrennen, können besondere Anbindungen
über beispielsweise dicht nebeneinanderliegende Rippen, wie beispielsweise
Doppelrippen erforderlich werden. Bei gegenüberliegenden Schlitzen in den
Bremsringen sind die nebeneinanderliegenden Rippen über einen Quersteg miteinander
verbunden.
Nach der Erfindung ist der Verlauf der Schlitze in den Reibringen an den Verlauf der
Rippen der Kühlkanäle anpaßbar, so daß radiale und schrägverlaufende Schlitze
verwendet werden, die sowohl auf der Rippe als auch zwischen den Rippen verlaufen.
Auch entgegengesetzt schräg zu den Rippen angeordnete und die Rippen
überkreuzende Schlitze sind möglich.
Wenn der Schlitz in der Rippe des Kühlkanals angeordnet ist, wird meist eine breite
Rippe erforderlich, damit die Rippe noch eine genügende Steifigkeit erbringt. Die
Anzahl der gegenüber den anderen Rippen breiteren Rippe wird entsprechend den
Erfordernissen zum Verhindern eines Bremsenquietschens gewählt. So kann eine
breitere Rippe oder aber es können auch mehrere breitere Rippen erforderlich sein.
Die Breite des Schlitzes soll möglichst schmal sein, damit keine unnötigen
Rubbeleffekte die Bremsscheibe belasten. Aus diesem Grund ist es auch von Vorteil,
wenn der Schlitz in der Reibfläche der Bremsscheibe Anschrägungen aufweist.
In jedem Fall kann durch ein örtlich reduziertes Widerstandsmoment ari den
Bremsscheiben bzw. in den Reibringen eine Verstimmung der ursprünglichen
Eigenschwingungsform der Bremsscheibe erzielt werden. Das ortsfeste reduzierte
Widerstandsmoment erzielbar durch die Schlitze wird vorzugsweise mit einem gleichen
Abstand zueinander angeordnet und ungleich der Knoten der Eigenschwingungsform
ausgelegt, so daß sich bei einer Sechsknotenschwingung beispielsweise eine
Schwächung der Bremsscheibe an vier Stellen ergibt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine Bremse mit Bremsscheibe, Reibring und Bremsbelägen in
schematischer Darstellung,
Fig. 2 eine innenbelüftete Bremsscheibe mit gleichförmigem Widerstandsmoment
dargestellt als Abwicklung über den Umfang der Bremsscheibe,
Fig. 3 die innenbelüftete Bremsscheibe als Abwicklung mit aufgezwungener
Schwingungsform mit n-Knoten (sechs Knoten),
Fig. 4 die innenbelüftete Bremsscheibe als Abwicklung mit örtlich reduziertem
Widerstandsmomenten W1 bis Wn an x-Stellen,
Fig. 5 die innenbelüftete Bremsscheibe gemäß Fig. 4 mit der verstimmten
Eigenschwingungsform, Vs,
Fig. 6 eine Bremsscheibe mit vier Schlitzen im inneren Bremsring,
Fig. 7 eine Bremsscheibe mit vier Schlitzen abwechselnd im äußeren und inneren
Bremsring,
Fig. 8 eine Bremse mit gegenüberliegenden Schlitzen im inneren und äußeren
Bremsring,
Fig. 9 eine Bremsscheibe mit beispielsweise fünf Schlitzen im inneren Bremsring,
Fig. 10 eine Bremsscheibe mit radialen Teilschlitzen im inneren Bremsring,
Fig. 11 ein Teil der Bremsscheibe mit einem Schlitz im Bremsring auf einer
gebogenen Rippe eines Kühlkanals,
Fig. 12 ein Teil der Bremsscheibe mit einem Schlitz im Bremsring auf einer
radialen Rippe eines Kühlkanals,
Fig. 13 ein schräg angestellter Schlitz im Bremsring zwischen zwei schräg bzw.
gebogen verlaufenden Rippen der Bremsscheibe,
Fig. 14 ein radial verlaufender Schlitz im Bremsring zwischen zwei radial
verlaufenden Rippen,
Fig. 15 eine schräg angestellte und die radiale Rippen der Kühlkanäle
überkreuzender Schlitz,
Fig. 16 eine schräg angestellte und die bogenförmig schräg verlaufenden Rippen
der Kühlkanäle überkreuzender Schlitz,
Fig. 17 eine Ausführung gemäß der Fig. 11 oder 12 mit einem in der Rippe
endenden Schlitz,
Fig. 18 eine weitere Ausführung mit einem in einer Doppelrippe endenden Schlitz,
Fig. 19 einen Schnitt durch die Bremsscheibe gemäß der Linie A-A der Fig. 6,
Fig. 20 einen Schnitt durch die Bremsscheibe gemäß der Linie B-B der Fig. 8,
Fig. 21 einen Schnitt durch eine Bremsscheibe mit einer Nut in jeder Reibfläche
des Reibringes,
Fig. 22 eine weitere Ausführung einer Bremsscheibe mit einem Luftkanal
sechseckigen Querschnitts,
Fig. 23 eine Draufsicht auf eine innenbelüftete Bremsscheibe mit einer im
aufgeschnittenen Zustand der Reibfläche dargestellten breiten Rippe mit
Schlitz,
Fig. 24 einen Schnitt durch die innenbelüftete Bremsscheibe im Bereich des
Schlitzes und
Fig. 25 einen Schnitt durch die Reibfläche der Bremsscheibe mit Anschrägungen
des Schlitzes.
Die Scheibenbremse 1 ist schematisch in Fig. 1 dargestellt und umfaßt im
wesentlichen eine innenbelüftete Bremsscheibe 2 mit zwei Reibringen 3, 4, welche
außenseitig Reibflächen R1 und R2 aufweisen, die von Bremsbelägen 5, 6
beaufschlagbar sind. Diese sind in einem Bremssattel gehalten und über Bremskolben
verschiebbar. Zwischen den beiden Reibringen 3, 4 werden Kühlkanäle 20 zwischen
Rippen 7 gebildet, welche die beiden Reibringen 3, 4 miteinander verbinden. In den
folgenden Fig. 2 bis 5 ist die Bremsscheibe 2 jeweils als Abwicklung über den
Umfang U gezeigt, damit eine Eigenschwingungsform Es, eine verstimmte
Schwingungsform Vs sowie die örtlich reduzierten Widerstandsmomente W1 bis Wn,
mit den daraus erzielten bestimmten Schwingungsformen der Bremsscheibe 2
darstellbar ist.
Die Eigenschwingungsform Es der Bremsscheibe 2 ist im wesentlichen abhängig von
dem Verhältnis des etwa mittleren Bremsscheibenumfangs U zur Bremsbelaglänge L.
Das heißt, wenn der Bremsscheibenumfang U z. B. n = 6mal so groß ist wie die
Belaglänge L, so wird der Bremsscheibe eine Eigenschwingungsform Es mit ebenfalls
sechs Knoten K1 bis K6 aufgezwungen, wie in Fig. 3 näher dargestellt ist.
Damit insbesondere bei bestehenden Bremssystemen, bei denen der
Bremsscheibenumfang U sowie die Belaglänge L nicht mehr geändert werden können,
einen bezüglich des Geräuschverhaltens (Quietschverhaltens) eine wesentliche
Beeinflussung erzielt werden kann, soll eine Verstimmung des Bremssystems
hinsichtlich seiner ursprünglichen Eigenschwingungsform Es erreicht werden.
Wenn z. B. bei einem Bremssystem, welches im quietschenden Zustand eine
Sechsknotenschwingung "n = 6" beschreibt, das Geräuschverhalten optimiert werden
soll, so erfolgt dies durch die Verwendung einer hinsichtlich des
Widerstandsmomentes geänderte Bremsscheibe. Diese wird aufgrund ihrer Bauart zu
einer anderen Schwingungsform gezwungen, das heißt die örtlichen
Widerstandsmomente "x = W1 bis Wn" (Fig. 4) der Bremsscheibe 2 sind ungleich der
Knoten "n = K1 bis K6" der Eigenschwingungsform "Es" der Bremsscheibe 2.
Hierdurch ist eine Verstimmung des Bremssystems möglich, da das
Widerstandsmoment der Bremsscheibe 2 gezielt geschwächt wird, wobei in jedem Fall
"x" ungleich "n" ist.
In Fig. 5 ist die Eigenschwingungsform Es einer Bremsscheibe 2 mit örtlich
reduziertem Widerstandsmoment W1 bis Wn dargestellt. Die Lage des reduzierten
Widerstandsmoments W1 bis Wn in den Reibringen 3, 4 ergibt sich aus der Wahl der
Anzahl "x" der örtlich geschwächten Widerstandsmomente W1 bis Wn (z. B. x = 4) wie
folgt.
Die örtlich reduzierten Widerstandsmomente W1 bis Wn werden insbesondere durch
Schlitze 10 in den Bremsringen 3 und/oder 4 gebildet. Die Schlitze 10 durchtrennen
nach einer Ausführung den Bremsring 3 und/oder 4, so daß sich bei "x = 4" vier
Teilsegmente S1 bis S4 ergeben.
In den Fig. 6 bis 10 sind mehrere Ausführungsbeispiele über die Anordnung der
Schlitze 10 dargestellt, wobei entsprechend der Eigenschwingungen für "Es" und der
hieraus resultierenden Knoten "K" auch eine entsprechende Anzahl von örtlich
reduzierten Widerstandsmomenten "W1 bis Wn" ergeben, wie beispielsweise Fig. 9 mit
fünf Segmenten S1 bis S4 zeigt.
Die Schlitze 10 sind gemäß Fig. 6 im inneren Reibring R1, gemäß Fig. 7 abwechselnd
im äußeren und inneren Reibring R2, R1, und gemäß Fig. 8 in beiden Reibringen R1
und R2 angeordnet.
Eine gleiche Anordnung gemäß Fig. 6 bis 8 der Schlitze 10 kann auch bei "x = 5" mit
fünf Segmenten S1 bis S5 vorgesehen werden.
Nach einer weiteren Ausführung gemäß Fig. 10 ist der innere und/oder der äußere
Reibring R1 und R2 mit einem Teilschlitz 11 versehen, der sich vom Außenrand 12
radial nach innen zum Zentrum Z erstreckt und etwa im mittleren Umfang U der
Bremsscheibe 2 endet.
Die Schlitze 10 können gemäß der Fig. 11, 12 unmittelbar auf der Rippe 7 der
Kühlkanäle 20 deren Verlauf folgend angeordnet sein oder die Schlitze 10 sind jeweils
zwischen den Rippen 7 der Kühlkanäle 20 angeordnet, wie die Fig. 13, 14 zeigen.
Die Schlitze 10 gemäß der Fig. 15, 16 in der Bremsscheibe 2 sind unter einem Winkel
α, α1 schräg zu den Rippen 7 angestellt. Die Schlitze 10 können erfindungsgemäß
auch entsprechend der Ausführung nach den Fig. 6 bis 10 angeordnet werden.
Bei einer Anordnung des Schlitzes 10 auf mindestens einer der Rippen 7 der
Bremsscheibe 2 kann diese entweder durchgehend sein oder mittig der Rippe 7
enden, wie Fig. 17 näher zeigt. Eine solche Anordnung der Schlitze 10 ist
beispielsweise abwechselnd im äußeren und inneren Reibring R2 und R1 möglich.
Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung gemäß Fig. 18 ist der Schlitz 10
zwischen zwei Rippen 7 und 7b angeordnet, die unmittelbar benachbart sind und
zwischen sich einen weiteren Kühlkanal 21 zu den vorhandenen Kühlkanälen 20
zwischen den Rippen 7 der Bremsscheibe 2 bilden.
Bei einer Anordnung der Schlitze 10 gemäß Fig. 8 mit gegenüberliegenden Schlitzen in
den Reibringen 3 und 4 sind die Rippen 7 über mindestens einen Quersteg 15
miteinander verbunden, wie in Fig. 5 näher dargestellt ist.
Gemäß der Ausführung Fig. 21 wird ein verringerter örtlicher Widerstandsmoment
durch Nuten 22 in den Reibflächen R1 und R2 in den Bremsringen erzielt, die sich vom
Zentrum Z bis zum Außenrand 12 erstrecken.
Desweiteren kann das verminderte Widerstandsmoment auch durch mindestens einen
im Querschnitt flächenmäßig vergrößerten Kühlkanal 24 gegenüber den weiteren
Kühlkanälen 20 erreicht werden. Die Wandung d des Bremsringes ist im Bereich des
Kühlkanals 24 geringer als die Wanddicke D im Bereich des Kühlkanals 20.
Wie in den Fig. 11 und 12 näher dargestellt, ist der Schlitz 10 etwa mittig der
Rippe 7 angeordnet. Die Rippen 7 sind in dieser Ausführung alle von gleicher Breite b.
Damit durch den Schlitz 10 keine Schwächung der Rippe eintritt, wird nach einer
weiteren Ausführung gemäß der Fig. 23 bis 25 eine gegenüber der Rippe 7
breitere Rippe 7a mit dem Maß b1 vorgesehen, in welcher der Schlitz 10 angeordnet
ist. Der Schlitz 10 weist vorzugsweise eine Breite von < 2 mm, insbesondere von
1,4 mm auf, wobei die Tiefe t des Schlitzes 10 etwa bis zur Hälfte der
Bremsscheibendicke a erfolgt. Der Schlitz 10 ist an der Reibringfläche 30 zu beiden
Seiten mit einer Anschrägung 31, 32 mit einer Breite c und einem Winkel α
vorgesehen. Der Schlitz 10 kann an der Außenreibringfläche und/oder an einer
Innenreibringfläche angeordnet sein. Es sind vorzugsweise fünf breitere Rippen 7a
vorgesehen, die gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet sind.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse, bei der die
Bremsbeläge eine im Verhältnis zum etwa mittleren Umfang der Bremsscheibe
stehenden Teilumfangslänge aufweisen und sich eine aufgezwungene
Eigenschwingungsform der Bremsscheibe mit n-Knoten ergibt und in den Bremsringen
Schlitze vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibringe (3, 4) der
Bremsscheibe (2) in mindestens einem Flächenbereich der Reibfläche (R1) und/oder
(R2) eine örtliche Schwächung des Widerstandsmoments (W1 bis Wn) derart aufweist,
daß eine verstimmende Knoten-Schwingung (Vs) erzielbar ist, die ungleich der
Eigenschwingungsform (Es) der Bremsscheibe (2) mit den Knoten (n) gebildet aus dem
Verhältnis
ist.
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die örtliche
Schwächung des Widerstandsmoments (W1 bis Wn) in den Reibringen (3, 4) der
Bremsscheibe (2) aus einem oder mehreren Schlitzen (10; 11) bestehen, welche den
Reibring (3) und/oder (4) auftrennen und die sich vom Bremsscheibenzentrum (Z) bis
zum Außenrand (12) der Reibringe (3, 4) erstrecken.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlitze (10) jeweils zwischen Rippen (7) der Kühlkanäle (20) der Bremsscheibe (2)
angeordnet sind.
4. Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse, bei der die
Bremsbeläge eine im Verhältnis zum etwa mittleren Umfang der Bremsscheibe
stehenden Teilumfangslänge aufweisen und sich eine aufgezwungene
Eigenschwingungsform der Bremsscheibe mit n-Knoten ergibt und in den Bremsringen
Schlitze vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (10) jeweils auf
den Rippen (7; 7a) der Kühlkanäle 20 verlaufend angeordnet sind und die Reibflächen
(R1, R2) der Reibringe (3, 4) durchdringen und in den Rippen (7; 7a) enden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Rippe
(7a) des Kühlkanals (20) eine größere Breite (b1) aufweist als die weiteren Rippen (7)
mit der Breite (b) und in diese Rippen (7a) größerer Breite (b1) der Schlitz (10)
vorgesehen ist, der dem Rippenverlauf folgend den Reibring durchdringt.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitz (10) eine Breite (b1) von < 2 mm aufweist und eine Tiefe (t) von etwa bis zur
Hälfte der Bremsscheibendicke (a) besitzt.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitz (10) an der Oberfläche (30) des Reibringes an beiden Seiten eine Anschrägung
(31, 32) mit der Breite (c) und dem Winkel (α) aufweist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitz (10) in der Rippe (7a) größerer Breite (b1) an der Innen- und/oder Außenseite
der Bremsscheibe angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens fünf Rippen (7a) mit der Breite (b1) über den Umfang der Bremsscheibe
gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlitze (10) unter einem Winkel (α oder α1) schräg verlaufend zu den Rippen (7) der
Kühlkanäle (20) in den Reibringen (3, 4) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere Schlitze (10) sowohl im äußeren als auch im inneren Reibring (3, 4) verteilt
angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein
oder mehrere Schlitze (10) nur im inneren Reibring (3) verteilt angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere Schlitze (10) nur im äußeren Reibring (4) verteilt angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlitze (10) abwechselnd im inneren und äußeren Reibring (3) und (4) der
Bremsscheibe (2) angeordnet sind.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlitze (10) jeweils zwischen zwei unmittelbar benachbarten
Doppelrippen (7a, 7b) der Reibringe (3, 4) angeordnet sind und im Abstand zu diesen
Doppelrippen (7a, 7b) jeweils zu beiden Seiten eine Einzelrippe (7) der Kühlkanäle (20)
angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Reibflächen (R1) und (R2) der Reibringe (3, 4) jeweils
gegenüberliegende Schlitze (10) angeordnet sind und die unmittelbar benachbart zu
diesen Schlitzen (10) angeordnete Rippe (7) zwischen den Reibringen (3, 4) über einen
Quersteg (15) miteinander verbunden sind.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest der innere Reibring (3) Teilschlitze aufweist, die sich
radial oder schräg vom Außenrand (12) Bremsscheibe (2) nach innen zum Zentrum (Z)
hin erstrecken.
18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Reibflächen (R1) und/oder (R2) zumindestens eine Nut (22, 23) angeordnet ist, die
sich vom Zentrum (Z) zum Außenrand (12) der Bremsscheibe (2) erstreckt.
19. Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse, bei der die
Bremsbeläge eine im Verhältnis zum etwa mittleren Umfang der Bremsscheibe
stehenden Teilumfangslänge aufweisen und sich eine aufgezwungene
Eigenschwingungsform der Bremsscheibe mit n-Knoten ergibt und in den Bremsringen
Schlitze vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß neben den viereckigen
Kühlkanälen (20) im Querschnitt flächenmäßig größere Kühlkanäle (24) in Form von
sechseckförmigen Kühlkanälen (24) vorgesehen sind, die eine verminderte
Reibringdicke (d) zur Reibringdicke (D) der Kühlkanäle (20) aufweisen.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942040A DE19942040A1 (de) | 1999-04-29 | 1999-09-03 | Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse |
| DE50004397T DE50004397D1 (de) | 1999-04-29 | 2000-04-06 | Verfahren zur Auslegung einer Scheibenbremse |
| EP00105293A EP1048872B1 (de) | 1999-04-29 | 2000-04-06 | Verfahren zur Auslegung einer Scheibenbremse |
| AT00105293T ATE254249T1 (de) | 1999-04-29 | 2000-04-06 | Verfahren zur auslegung einer scheibenbremse |
| US09/561,907 US6347691B1 (en) | 1999-04-29 | 2000-05-01 | Arrangement for preventing the squealing of a disk brake |
| US09/988,735 US6467590B2 (en) | 1999-04-29 | 2001-11-20 | Arrangement for preventing the squealing of a disk brake |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE19919437 | 1999-04-29 | ||
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Publications (1)
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| DE19942040A1 true DE19942040A1 (de) | 2000-11-16 |
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19942040A Withdrawn DE19942040A1 (de) | 1999-04-29 | 1999-09-03 | Vorrichtung zum Verhindern des Quietschens einer Scheibenbremse |
| DE50004397T Expired - Lifetime DE50004397D1 (de) | 1999-04-29 | 2000-04-06 | Verfahren zur Auslegung einer Scheibenbremse |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50004397T Expired - Lifetime DE50004397D1 (de) | 1999-04-29 | 2000-04-06 | Verfahren zur Auslegung einer Scheibenbremse |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (2) | DE19942040A1 (de) |
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP1221557A3 (de) * | 2001-01-03 | 2003-12-17 | Delphi Technologies, Inc. | Bremsscheibenrotor |
| DE102008024930A1 (de) | 2008-05-23 | 2009-11-26 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Verfahren zur Bearbeitung einer Bremsscheibe für ein Fahrzeug und Bremsscheibe |
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1999
- 1999-09-03 DE DE19942040A patent/DE19942040A1/de not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-04-06 DE DE50004397T patent/DE50004397D1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1221557A3 (de) * | 2001-01-03 | 2003-12-17 | Delphi Technologies, Inc. | Bremsscheibenrotor |
| DE102008024930A1 (de) | 2008-05-23 | 2009-11-26 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Verfahren zur Bearbeitung einer Bremsscheibe für ein Fahrzeug und Bremsscheibe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50004397D1 (de) | 2003-12-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |