DE19942910A1 - Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators - Google Patents
Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-GasgeneratorsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators in einem Kraftfahrzeug. Das Gehäuse weist ein mit einem ersten Befestigungsmittel versehenes erstes Gehäuseteil auf, das mindestens eine mit dem Luftsack verbindbare Austrittsöffnung hat und in das der Gasgenerator derart einführbar ist, daß sein Gasaustritt in seiner Einbaulage im ersten Gehäuseteil mit der Austrittsöffnung des ersten Gehäuseteils in Strömungsverbindung steht. Der Gasgenerator wird mit Hilfe eines mit einem zweiten Befestigungsmittel versehenen zweiten Gehäuseteils in seiner Einbaulage im ersten Gehäuseteil gehalten, wobei das zweite Gehäuseteil bei eingesetztem Gasgenerator zur Vormontage in einer definierten Position mit dem ersten Gehäuseteil verbindbar ist und die beiden Gehäuseteile zur endgültigen Montage des Gehäuses im Kraftfahrzeug mit ihren Befestigungsmitteln am Kraftfahrzeug befestigbar sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgene
rators in einem Kraftfahrzeug, mit einem mit einem Befestigungsmittel
versehenen ersten Gehäuseteil, das eine mit dem Luftsack verbindbare
Austrittsöffnung aufweist und in das der Gasgenerator derart einführbar
ist, daß sein Gasaustritt in seiner Einbaulage im ersten Gehäuseteil mit
der Austrittsöffnung des ersten Gehäuseteils in Strömungsverbindung
steht, wobei das erste Gehäuseteil zum Halten des Gasgenerators in des
sen Einbaulage mit einem zweiten Gehäuseteil verbindbar ist.
Ein Gehäuse der eingangs genannten Art wird häufig bei Kraftfahrzeugen
zur Aufnahme eines Gasgenerators eingesetzt, mit dem ein Luftsack eines
Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems beispielsweise während eines Unfalls
aufgeblasen werden soll. Das Gehäuse weist üblicherweise einen ersten
Gehäuseteil auf, der eine mit dem Luftsack verbindbare Austrittsöffnung
hat. In das erste Gehäuseteil ist der Gasgenerator einsetzbar, dessen Gas
austritt, aus dem das zum Aufblasen des Luftsacks dienende Gas aus
strömt, in der Einbaulage des Gasgenerators im ersten Gehäuseteil mit
dessen Austrittsöffnung in Strömungsverbindung steht. Der im ersten
Gehäuseteil aufgenommene Gasgenerator wird durch ein zweites Gehäu
seteil, das am ersten Gehäuseteil befestigbar ist, in seiner Einbaulage im
ersten Gehäuseteil gehalten. Üblicherweise wird das Gehäuse mit Hilfe des
am ersten Gehäuseteil vorgesehenen Befestigungsmittels am Kraftfahr
zeug befestigt, um eine sichere Verbindung zwischen dem Luftsack und
dem ersten Gehäuseteil zu gewährleisten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Gehäuse der eingangs genannten Art so
weiterzubilden, daß das Gehäuse einerseits ohne großen Aufwand mon
tierbar ist und andererseits in seinem endgültig montierten Zustand die
beim Auslösen des Gasgenerators entstehenden Kräfte sicher aufnehmen
kann.
Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Gehäuse mit den Merkmalen
nach Anspruch 1 und insbesondere dadurch, daß das gleichfalls mit ei
nem Befestigungsmittel versehene zweite Gehäuseteil bei eingesetztem
Gasgenerator zur Vormontage in einer definierten Position mit dem ersten
Gehäuseteil verbindbar ist und die beiden Gehäuseteile zur endgültigen
Montage des Gehäuses im Kraftfahrzeug mit ihren Befestigungsmitteln am
Kraftfahrzeug befestigbar sind.
Bei der Erfindung werden die beiden Gehäuseteile nach dem Einsetzen
des Gasgenerators lösbar miteinander verbunden, wobei die beiden Ge
häuseteile definiert zueinander positioniert sind. Das so vormontierte Ge
häuse wird anschließend mit Hilfe der an den beiden Gehäuseteilen vorge
sehenen Befestigungsmittel in seiner Montageposition im Kraftfahrzeug
befestigt, wobei durch die definierte Anordnung der beiden Gehäuseteile
einerseits die Befestigungsstellen im Kraftfahrzeug eindeutig vorgegeben
werden können und andererseits die Montage des Gehäuses vereinfacht
ist. Ferner werden die während des Aufblasens des Luftsacks durch den
Gasgenerator auf die Gehäuseteile aufgebrachten Kräfte von beiden Ge
häuseteilen aufgenommen und von ihren Befestigungsmittel an das Halte
punkte im Kraftfahrzeug übertragen. Dabei werden die am Gehäuse an
greifenden Kräfte vorrangig von den mit dem Kraftfahrzeug verbundenen
Befestigungsmitteln aufgenommen, während allenfalls ein geringer
Kraftanteil an der Verbindungsstelle zwischen den beiden Gehäuseteilen
wirkt. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß das Gehäuse auch bei ho
hen Kräften geschlossen bleibt.
Weiter vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung sowie den Unteransprüchen.
So wird bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gehäuses vorgeschlagen, die beiden Gehäuseteile so auszubilden, daß ei
nes der beiden Gehäuseteile in das andere Gehäuseteil einführbar ist und
die beiden Gehäuseteile durch einen Preßsitz lösbar miteinander verbind
bar sind. Auf diese Weise wird eine sichere Verbindung zwischen den bei
den Gehäuseteilen gebildet, die ohne großen Aufwand geschlossen oder
gegebenenfalls auch wieder geöffnet werden kann, wobei sich das so vor
montierte Gehäuse auch durch beispielsweise während des Transportes
an ihm angreifende Kräfte nicht öffnet.
Ferner ist es möglich, die beiden Gehäuseteile durch mindestens eine
Rastverbindung lösbar miteinander zu verbinden, wodurch eine besonders
exakte Positionierung der beiden Gehäuseteile zueinander nach der Vor
montage sichergestellt ist. Alternativ kann die Rastverbindungen auch
gemeinsam mit dem Preßsitz am Gehäuse vorgesehen werden.
Um nach dem Zünden des Gasgenerators ein unbeabsichtigtes Ausströ
men von Gas aus dem Gehäuse zu verhindern, wird ferner vorgeschlagen,
das Gehäuse durch mindestens ein zwischen dem ersten und dem zweiten
Gehäuseteil geklemmtes elastisches Dichtungsmittel nach außen hin ab
zudichten, wobei das zweite Gehäuseteil durch das Dichtungsmittel ent
gegengesetzt zu seiner Verbindungsrichtung derart elastisch vorspannbar
ist, daß die lösbare Verbindung zwischen den beiden Gehäuseteilen bei
vormontiertem Gehäuse mechanisch vorgespannt ist. Bei dieser Ausfüh
rungsform erfüllt das Dichtungsmittel neben seiner Dichtungsfunktion
zusätzlich die Funktion eines Spannelementes, mit dem das zweite Ge
häuseteil gegen das erste Gehäuseteil vorgespannt wird, um die lösbare
Verbindung zwischen beiden zusätzlich durch die mechanische Vorspan
nung zu sichern.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses
ist das erste Gehäuseteil durch eine Trennwand in eine mit der Austritts
öffnung in Verbindung stehenden Kammer sowie eine Aufnahme für den
Gasgenerator untergliedert. In seiner Einbaulage ragt der Gasgenerator
mit seinem Gasaustritt durch eine in der Trennwand ausgebildete Durch
gangsöffnung in die Kammer. Durch die Untergliederung des ersten Ge
häuseteils mit Hilfe der Trennwand wird ein Zurückströmen von aus dem
Gasaustritt strömenden Gases in die Aufnahme des Gasgenerators wirk
sam verhindert.
Auch bei dieser Ausführungsform, bei der das erste Gehäuseteil durch die
Trennwand untergliedert ist, wird vorgeschlagen, den Übergang zwischen
der Trennwand und dem Gasgenerator abzudichten. Zu diesem Zweck
kann zwischen der Trennwand und dem Gasgenerator ein Dichtungsmittel
angeordnet sein, das den Übergang abdichtet.
Alternativ ist es möglich, zum Abdichten des Übergangs zwischen der
Trennwand und dem Gasgenerator an der Umlaufkante der Durchgangs
öffnung eine Dichtfläche auszubilden, an der sich der Gasgenerator in
seiner Einbaulage dichtend anschmiegt. Durch die Ausbildung einer
Dichtfläche an der Durchgangsöffnung kann auf zusätzliche separate Teile
verzichtet werden, wodurch die Montage des Gehäuses weiter vereinfacht
ist.
Zum Befestigen des ersten und zweiten Gehäuseteils ist als Befestigungs
mittel an jedem Gehäuseteil jeweils mindestens ein Befestigungsflansch
mit einer durchgehenden Öffnung für ein Befestigungselement zum Befe
stigen des Gehäuses am Kraftfahrzeug ausgebildet. In vormontiertem Zu
stand des Gehäuses fluchten die beiden Öffnung der an den beiden Ge
häuseteilen ausgebildeten Befestigungsflansche miteinander, so daß ein
gemeinsames Befestigungselement, das durch die beiden Öffnungen ragt,
zum Befestigen des ersten und zweiten Gehäuseteils verwendet werden
kann. Auf diese Weise ist das vormontierte Gehäuse nach seiner endgülti
gen Montage im Kraftfahrzeug gesichert und ein unbeabsichtigtes Öffnen
der lösbaren Verbindung nach dem Betätigen des Gasgenerators verhin
dert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles un
ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Gehäuse zur Auf
nahme eines Luftsack-Gasgenerators,
Fig. 2 eine Schnittansicht des Gehäuses nach Fig. 1 entlang der
Schnittlinie A-A, und
Fig. 3 eine Schnittansicht zweier an dem Gehäuse ausgebildeter Be
festigungsflansche entlang der Schnittlinie B-B in Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein vorzugsweise aus einem Kunststoff ge
fertigtes Gehäuse 10, in dem ein Gasgenerator 12 aufgenommen ist (vgl.
Fig. 2), der einen nicht dargestellten Luftsack für ein Seitenaufprall-
Schutzsystem in einem Kraftfahrzeug während eines Unfalls innerhalb
weniger Millisekunden aufblasen kann. Das Gehäuse 10 weist einen An
schlußgehäuseteil 14 auf, dessen in Fig. 1 links dargestelltes freies Ende
in eine einstückig mit dem Anschlußgehäuseteil 14 ausgebildete Gaslan
ze 16 übergeht. Die Gaslanze 16, von der aus Übersichtlichkeitsgründen
nur der unmittelbar in das Anschlußgehäuseteil 14 übergehende Ab
schnitt dargestellt ist, ist in endgültig montiertem Zustand des Gehäuses
10 an den nicht dargestellten Luftsack des Seitenaufprall-Schutzsystems
angeschlossen. In das andere Ende des hülsenförmigen Anschlußgehäu
seteils 14 ist ein gleichfalls hülsenförmiges Verschlußgehäuseteil 18 ein
geführt, das, wie später noch erläutert wird, lösbar mit dem Anschlußge
häuseteil 14 verbunden ist. In das in Fig. 1 rechts dargestellte Ende des
Verschlußgehäuseteils 18 ist ein Stecker 20 eingeführt, der an den Gas
generator 12 angeschlossen ist und zum Auslösen einer nicht dargestell
ten Zündeinrichtung des Gasgenerators 12 dient.
Wie Fig. 2 zeigt, ist das Anschlußgehäuseteil 14 durch eine quer zu dessen
Längsrichtung verlaufende Trennwand 22 in eine Kammer 24 und eine
Aufnahme 26 untergliedert. Die Kammer 24 steht durch eine Austrittsöff
nung 25 mit der Gaslanze 16 in Verbindung, während in der Aufnahme 26
der Gasgenerator 12 gehalten ist. In der Trennwand 22 ist konzentrisch
zum hülsenförmigen Anschlußgehäuseteil 14 eine Durchgangsöffnung 28
ausgebildet, durch die ein an der einen Stirnseite des als Zylinder ausge
bildeten Gasgenerators 12 vorgesehener Gasaustritt 30 ragt. Der gleich
falls zylinderförmige Gasaustritt 30, dessen Außendurchmesser geringer
ist als der des Gasgenerators 12, ist so bemessen, daß er durch die
Durchgangsöffnung 28 geführt werden kann und mit seiner Mantelfläche
allenfalls mit geringer Vorspannung an der Innenfläche der Durchgangs
öffnung 28 anliegt.
Die Aufnahme 26 weist einen sich unmittelbar an die Trennwand 22 an
schließenden Aufnahmeabschnitt 32 kleineren Durchmessers auf, der in
einen Verbindungsabschnitt 34 größeren Durchmessers übergeht. Der In
nendurchmesser des Aufnahmeabschnitts 32 ist etwas größer als der Au
ßendurchmesser des Gasgenerators 12, so daß dieser ohne großen Wider
stand in den Aufnahmeabschnitt 32 einführbar ist. In den Aufnahmeab
schnitt 32 ist ferner ein O-Ring 36 als Dichtungselement eingesetzt, der
am Innenumfang des Aufnahmeabschnitts 32 und an der Trennwand 22
anliegt. Im in die Aufnahme 26 eingesetzten Zustand des Gasgenerators
12 liegt dieser mit seiner in den Gasaustritt 30 übergehenden Stirnseite
unter leichter Vorspannung an dem O-Ring 36 an, wodurch . der Übergang
zwischen der Trennwand 22 und dem Gasgenerator 12 zumindest annä
hernd gasdicht abgedichtet ist.
Alternativ ist es auch denkbar, anstelle des O-Rings 36 oder auch zusätz
lich zu dem O-Ring 36 an der dem Gasgenerator 12 zugewandten Umlauf
kante der Durchgangsöffnung 28 an der Trennwand 22 eine Dichtfläche
auszubilden, an der der Gasgenerator 12 im in die Aufnahme 26 einge
setzten Zustand unter leichter Vorspannung anliegt, wodurch die Dich
tungsfläche zumindest elastisch leicht verformt wird und der Übergang
zwischen der Trennwand 22 und dem Gasgenerator 12 zumindest annä
hernd gasdicht abgedichtet ist.
Der Innendurchmesser des Verbindungsabschnitts 34 ist so bemessen,
daß das gleichfalls als Hülse ausgebildete Verschlußgehäuseteil 18 in den
Verbindungsabschnitt 34 eingeführt werden kann und mit diesem einen
Preßsitz ausbildet. An dem als Absatz ausgebildeten Übergang des Auf
nahmeabschnitts 32 in den Verbindungsabschnitt 34 ist ein zweiter O-
Ring 38 gehalten, der sich an den Innenumfang des Verbindungsab
schnitts 34 anschmiegt und an dem die Stirnseite des nach vorne offenen
Verschlußgehäuseteils 18 unter Vorspannung anliegt. Der Innendurch
messer des Verschlußgehäuseteils 18 entspricht im wesentlichen dem In
nendurchmesser des Aufnahmeabschnittes 32 der Aufnahme 26, so daß
auch hier das Verschlußgehäuseteil 18 ohne großen Widerstand auf den
Gasgenerator 12 aufgeschoben werden kann. An seinem in Fig. 2 rechts
dargestellten geschlossenen Ende ist eine konzentrisch zum Verschlußge
häuseteil 18 ausgebildete Steckeraufnahme 40 ausgebildet, in die der
Stecker 20 eingesetzt ist, der in die Anschlußbuchse der Zündeinrichtung
des Gasgenerators 12 eingesteckt und mit einer nicht dargestellten elek
tronischen Zündsteuerung verbunden ist.
Wie Fig. 1 ferner zeigt, sind an dem Anschlußgehäuseteil 14 zwei Befesti
gungsflanschpaare 42 und 44 vorgesehen, wobei das erste Befestigungs
flanschpaar 42 zwischen dem Verbindungsabschnitt 34 und dem Über
gang in die Gaslanze 16 ausgebildet ist. Das zweite Befestigungsflansch
paar 44 ist nahe dem offenen Ende des Verbindungsabschnitts 34 an die
sem angeformt. Die Befestigungsflansche jedes Befestigungsflanschpaares
42 und 44 sind jeweils in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, wobei die
Befestigungsflansche des ersten Befestigungsflanschpaares 42 bezüglich
der des zweiten Befestigungsflanschpaares 44 versetzt angeordnet sind,
wie später noch erläutert wird.
An jedem Befestigungsflansch der beiden Befestigungsflanschpaare 42
und 44 ist jeweils eine Befestigungsöffnung 46 bzw. 48 ausgebildet, wobei
die am ersten Befestigungsflanschpaar 42 ausgebildeten Befestigungsöff
nungen 46 als Langlöcher gestaltet sind, die sich in Längsrichtung des
Gehäuses 10 erstrecken, während die am zweiten Befestigungsflanschpaar
44 vorgesehenen Befestigungsöffnungen 48 dagegen als Durchgangsboh
rungen ausgebildet sind. Wie Fig. 3 zeigt, in der eine Schnittansicht des in
Fig. 1 unten dargestellten Befestigungsflansches des zweiten Befesti
gungsflanschpaares 44 dargestellt ist, ist an der Unterseite jedes Befesti
gungsflansches des zweiten Befestigungsflanschpaares 44 nahe der Befe
stigungsöffnung 48 eine Rastvertiefung 50 ausgebildet, deren Zweck spä
ter noch erläutert wird.
Am Verschlußgehäuseteil 18 ist gleichfalls ein Befestigungsflanschpaar 52
ausgebildet, das im wesentlichen die Gestalt des zweiten Befestigungs
flanschpaares 44 aufweist. Das Befestigungsflanschpaar 52 steht wie die
Befestigungsflanschpaare 42 und 44 des Anschlußgehäuseteils 14 etwa
tangential vom Verschlußgehäuseteil 18 ab, wobei die Unterseiten der
gleichfalls in einer Ebene angeordneten Befestigungsflansche des dritten
Befestigungsflanschpaares 52 etwa in einer Ebene mit den Unterseiten der
Befestigungsflansche des Befestigungsflanschpaares 42 angeordnet sind,
wenn das Verschlußgehäuseteil 18 in den Verbindungsabschnitt 32 des
Anschlußgehäuseteils 14 eingeführt ist. Wie Fig. 3 weiter zeigt, ist an der
Oberseite jedes Befestigungsflansches des dritten Befestigungsflanschpaa
res 52 jeweils eine Rasterhebung 54 vorgesehen, die bei eingesetztem Ver
schlußgehäuseteil 18 mit den an dem zweiten Befestigungsflanschpaar 44
ausgebildeten Rastvertiefungen 50 in Eingriff stehen, während die gleich
falls am dritten Befestigungsflanschpaar 52 ausgebildeten Befestigungs
öffnungen 56 mit den diesen zugeordneten Befestigungsöffnung 48 des
jeweiligen Befestigungsflansches des zweiten Befestigungsflanschpaares
44 fluchten.
Zur Montage des Gehäuses 10 werden zunächst die O-Ring 36 und 38 in
die Aufnahme 26 eingelegt. Anschließend wird der Gasgenerator 12 in die
Aufnahme 26 so weit eingeführt, bis er mit seinem Gasaustritt 30 durch
die Durchgangsöffnung 28 in die Kammer 24 ragt und gleichzeitig mit sei
ner Schulter an dem O-Ring 36 anliegt. Danach wird das Verschlußge
häuseteil 18 auf den Gasgenerator 12 aufgeschoben und in den Verbin
dungsabschnitt 34 eingeführt, bis es mit seiner Stirnseite an dem O-Ring
38 anliegt, wobei sich zwischen der Innenumfangsfläche des Verbindungs
abschnitts 34 und der Mantelfläche des Verschlußgehäuseteils 18 ein
Preßsitz ausbildet. Anschließend wird das Verschlußgehäuseteil 18 gegen
den sich elastisch verformenden O-Ring 38 gedrückt, wobei die Rasterhe
bungen 54 an dem dritten Befestigungsflanschpaar 52 mit den Rastver
tiefungen 50 an dem zweiten Befestigungsflanschpaar 44 in Eingriff kom
men (vgl. Fig. 3).
Auf diese Weise ist das Verschlußgehäuseteil 18 lösbar mit dem An
schlußgehäuseteil 14 verbunden und kann in diesem vormontierten Zu
stand in das Kraftfahrzeug eingebaut werden. Durch die Rastverbindung
zwischen den Rasterhebungen 54 und den Rastvertiefungen 50 einerseits
und durch den Preßsitz zwischen der Mantelfläche des Verschlußgehäu
seteils 18 und der Innenumfangsfläche des Verbindungsabschnitts 34 des
Anschlußgehäuseteils 14 andererseits wird das Verschlußgehäuseteil 18
in einer definierten Position relativ zum Anschlußgehäuseteil 14 gehalten.
Dabei erzeugt der elastisch vorgespannte O-Ring 38 entgegen der Einführ
richtung des Verschlußgehäuseteils 18 eine Vorspannkraft, durch die die
Rastverbindung zusätzlich mechanisch vorgespannt ist.
Zur Montage des Gehäuses 10 wird die Gaslanze 16 an den nicht darge
stellten Luftsack des Seitenaufprall-Schutzsystems angeschlossen und
das aus dem Luftsack und dem Gehäuse 10 mit Gasgenerator 12 gebildete
Luftsackmodul im Kraftfahrzeug befestigt, wobei durch die Befestigungs
öffnungen 46, 48 und 56 an den Befestigungsflanschpaaren 42, 44 und
52 Befestigungselemente wie beispielsweise Schrauben gesteckt werden,
mit deren Hilfe das Gehäuse 10 am Kraftfahrzeug befestigt wird.
Aufgrund der verglichen mit herkömmlichen Gehäusen für Luftsack-
Gasgeneratoren geringen Anzahl an Bauteilen des erfindungsgemäßen
Gehäuses 10 ist dessen Vormontage deutlich vereinfacht. Darüber hinaus
kann das Gehäuse 10 aufgrund seiner Konstruktion nur in einer vorbe
stimmten Art und Weise zusammengesetzt werden, wodurch sich eine für
den Monteur eindeutige Vorgehensweise bei der Montage ergibt, durch die
die Montage gleichfalls vereinfacht ist. Des weiteren sind für die Vormon
tage des Gehäuses 10 keine zusätzlichen Werkzeuge erforderlich.
In im Kraftfahrzeug montiertem Zustand ist das Gehäuse 10 sowohl mit
seinem Anschlußgehäuseteil 14 als auch mit seinem Verschlußgehäuse
teil 18 fest mit dem Kraftfahrzeug verbunden, so daß beim Auslösen des
Gasgenerators 12 die in Längsrichtung des Gehäuses 10 wirkenden Kräfte
nicht von der Verbindung zwischen den beiden Gehäuseteilen 14 und 18
aufgenommen wird, sondern vielmehr durch die mit den Befestigungs
flanschpaaren 42, 44 und 52 in Wirkverbindung stehenden Befestigungs
elemente, so daß das Gehäuse 10 auch bei hohen auftretenden Kräften
beim Ausströmen des Gases aus dem Gasgenerator 12 nach außen hin
nach wie vor gasdicht bleibt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wurde die Rastverbindung zwi
schen den beiden Befestigungsflanschpaaren 44 und 52 ausgebildet. Al
ternativ ist es auch möglich, die Rastverbindung beispielsweise zwischen
dem Verbindungsabschnitt 34 und der Mantelfläche des Verschlußgehäu
seteils 18 vorzusehen. Anstelle der als Dichtungselemente verwendeten
O-Ringe 36 und 38 kann durch eine entsprechende Gestaltung der Anla
geflächen zwischen dem Gasgenerator 12 bzw. dem Verschlußgehäuse
teil 18 und dem Anschlußgehäuseteil 14 als Dichtungsflächen auf die
Verwendung zusätzlicher Dichtungselemente verzichtet werden, wie zuvor
bereits erläutert wurde. Des weiteren ist es möglich, anstelle der Gaslanze
16 ein anders gestaltetes Verbindungselement an dem Gehäuse 10 vorzu
sehen, das mit der Kammer 24 in Strömungsverbindung steht und durch
das der aufzublasenden Luftsack mit Gas versorgt wird.
10
Gehäuse
12
Gasgenerator
14
Anschlußgehäuseteil
16
Gaslanze
18
Verschlußgehäuseteil
20
Stecker
2
2
Trennwand
24
Kammer
25
Austrittsöffnung
26
Aufnahme
28
Durchgangsöffnung
30
Gasaustritt
32
Aufnahmeabschnitt
34
Verbindungsabschnitt
36
erster O-Ring
38
zweiter O-Ring
40
Steckeraufnahme
42
erstes Befestigungsflanschpaar
44
zweites Befestigungsflanschpaar
46
Befestigungsöffnungen
48
Befestigungsöffnungen
50
Rastvertiefungen
52
drittes Befestigungsflanschpaar
54
Rasterhebungen
56
Befestigungsöffnungen
Claims (11)
1. Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators in einem
Kraftfahrzeug,
mit einem mit einem ersten Befestigungsmittel (44) versehenen er
sten Gehäuseteil (14), das mindestens eine mit dem Luftsack ver
bindbare Austrittsöffnung (25) aufweist und in das der Gasgenerator
(12) derart einführbar ist, daß sein Gasaustritt (30) in seiner Ein
baulage im ersten Gehäuseteil (14) mit der Austrittsöffnung (25) des
ersten Gehäuseteils (14) in Strömungsverbindung steht, und
mit einem mit einem zweiten Befestigungsmittel (52) versehenen
zweiten Gehäuseteil (18) zum Halten des Gasgenerators (12) in des
sen Einbaulage, das bei eingesetztem Gasgenerator (12) zur Vor
montage in einer definierten Position mit dem ersten Gehäuseteil
(14) verbindbar ist, wobei die beiden Gehäuseteile (14, 18) zur end
gültigen Montage des Gehäuses (10) im Kraftfahrzeug mit ihren Be
festigungsmitteln (44, 52) am Kraftfahrzeug befestigbar sind.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, wobei eines der beiden Gehäuseteile (18)
in das andere Gehäuseteil (14) einführbar ist und die beiden Gehäu
seteile (14, 18) durch einen Preßsitz lösbar miteinander verbindbar
sind.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, wobei die beiden Gehäuseteile
(14, 18) durch eine Rastverbindung (50, 54) lösbar miteinander ver
bindbar sind.
4. Gehäuse nach Anspruch 1, das durch mindestens ein zwischen dem
ersten und dem zweiten Gehäuseteil (14, 18) geklemmtes elastisches
Dichtungsmittel (38), vorzugsweise einen elastischen O-Ring, nach
außen hin abdichtbar ist, wobei das zweite Gehäuseteil (18) durch
das Dichtungsmittel (38) entgegengesetzt zu seiner Verbindungs
richtung derart elastisch vorspannbar ist, daß die lösbare Verbin
dung (50, 54) zwischen den beiden Gehäuseteilen (14, 18) bei vor
montiertem Gehäuse (10) mechanisch vorgespannt ist.
5. Gehäuse nach Anspruch 1, wobei das erste Gehäuseteil (14) durch
eine Trennwand (22) in eine mit der Austrittsöffnung in Verbindung
stehende Kammer (24) und eine Aufnahme (26) für den Gasgenera
tor (12) untergliedert ist und der Gasgenerator (12) in seiner Ein
baulage mit seinem Gasaustritt (30) durch eine in der Trennwand
(22) ausgebildete Durchgangsöffnung (28) in die Kammer (24) ragt.
6. Gehäuse nach Anspruch 5, wobei der Übergang zwischen der
Trennwand (22) und dem Gasgenerator (12) abgedichtet ist.
7. Gehäuse nach Anspruch 6, wobei der Übergang durch mindestens
ein zwischen der Trennwand (22) und dem Gasgenerator (12) ange
ordnetes Dichtungsmittel (36), vorzugsweise einen O-Ring, abge
dichtet ist.
8. Gehäuse nach Anspruch 6, wobei zum Abdichten des Überganges
zwischen der Trennwand (22) und dem Gasgenerator (12) an der
Umlaufkante der Durchgangsöffnung (28) eine Dichtfläche ausgebil
det ist, an der sich der Gasgenerator (12) in seiner Einbaulage
dichtend anschmiegt.
9. Gehäuse nach Anspruch 1, wobei am ersten und am zweiten Ge
häuseteil (14, 18) als Befestigungsmittel jeweils mindestens ein Be
festigungsflansch (42, 44, 52) mit einer durchgehenden Öffnung (46,
48, 56) für ein Befestigungselement zum Befestigen des Gehäuses
(10) am Kraftfahrzeug ausgebildet ist, und wobei die beiden Öffnun
gen (48, 56) der Befestigungsflansche (44, 52) bei am Kraftfahrzeug
montiertem Gehäuse (12) miteinander fluchten und das Befesti
gungselement durch die beiden Öffnungen (48, 56) ragt.
10. Gehäuse nach Anspruch 9, wobei die beiden Befestigungsflansche
(44, 52) der beiden Gehäuseteile (14, 18) durch eine Rastverbindung
(50, 54) miteinander lösbar verbindbar sind.
11. Gehäuse nach Anspruch 1, wobei die Austrittsöffnung (25) in ein
Verbindungselement (16), vorzugsweise in eine Gaslanze, mündet,
an das der Luftsack anschließbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999142910 DE19942910A1 (de) | 1999-09-08 | 1999-09-08 | Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999142910 DE19942910A1 (de) | 1999-09-08 | 1999-09-08 | Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942910A1 true DE19942910A1 (de) | 2001-03-15 |
Family
ID=7921233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999142910 Ceased DE19942910A1 (de) | 1999-09-08 | 1999-09-08 | Gehäuse zur Aufnahme eines Luftsack-Gasgenerators |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942910A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20308650U1 (de) | 2003-06-03 | 2003-10-16 | TRW Occupant Restraint Systems GmbH & Co. KG, 73553 Alfdorf | Baugruppe für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem mit einem Gasgenerator und einem Kunststoffgehäuse |
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| DE3832120C2 (de) * | 1988-09-21 | 1991-07-11 | Bayern-Chemie Gesellschaft Fuer Flugchemische Antriebe Mbh, 8261 Aschau, De | |
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| DE29823008U1 (de) * | 1998-12-17 | 1999-03-11 | Petri Ag, 63743 Aschaffenburg | Einrichtung zum Einblasen von Gas aus einem Gasgenerator in einen Gassack einer Airbageinheit für Kraftfahrzeuge |
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