DE19942638A1 - Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen - Google Patents
Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in FahrzeugenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung (2) für Behälter (4), insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen, mit einer Halterung (14), die mindestens eine Aufnahme (16) für einen Behälter (4) aufweist, wobei die Halterung (14) zwischen einer Nichtgebrauchsstellung, in der sie eine Öffnung (12) eines die Halterung (14) aufnehmenden Hohlraums (8) verschließt, und einer Gebrauchsstellung verschwenkbar ist, in der sich der Behälter (4) in die nach oben offene Aufnahme (16) einführen läßt. Um zu erreichen, daß die Halterung (14) auch in der Gebrauchsstellung nicht über eine die Öffnung (12) umgebende Oberfläche übersteht und um eine komplizierte Mechanik zum Bewegen der Halterung (14) zwischen der Gebrauchsstellung und der Nichtgebrauchsstellung entbehrlich zu machen, bleibt die Halterung (14) erfindungsgemäß beim Verschwenken in die Gebrauchsstellung innerhalb des Hohlraums (8), dessen Öffnung (12) nach oben weist und beim Verschwenken der Halterung (14) von dieser freigegeben wird, so daß sich der Behälter (4) in der Gebrauchsstellung durch die Öffnung (12) des Hohlraums (8) in die Aufnahme (16) einführen läßt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Ab
stellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen, mit einer Halterung, die mindestens eine Auf
nahme für einen Behälter aufweist, wobei die Halterung aus einer Gebrauchs- in eine Nicht
gebrauchsstellung und von einer Nichtgebrauchs- in eine Gebrauchsstellung bewegbar ist,
in der sich der Behälter in die nach oben offene Aufnahme einführen läßt.
Eine Haltevorrichtung der eingangs genannten Art ist bei Personenkraftwagen des Anmel
ders in der Instrumententafel eingebaut, wobei die Halterung von einer flachen Platte gebil
det wird, die in der Nichtgebrauchsstellung in einem vor dem Mitteltunnel angeordneten
schmalen Staufach in der Instrumententafel versenkt ist und eine als Aufnahme für einen
Getränkebehälter dienende runde Durchtrittsöffnung mit einer darunter angeordneten ab
klappbaren Auflage für den Behälterboden aufweist. Die Platte ist durch Fingerdruck auf ihre
in der Nichtgebrauchsstellung die Öffnung des Staufachs verschließende Schmalseitenflä
che um eine zur Mittelachse der Durchtrittsöffnung parallele vertikale Achse aus dem Stau
fach heraus in die Gebrauchsstellung verschwenkbar, in der sich ein konischer Getränkebe
cher von oben her in die Durchtrittsöffnung einführen läßt, bis er auf der Auflage steht oder
mit einer konischen Umfangswand gegen den Rand der Durchtrittsöffnung anliegt.
Weitere Haltevorrichtungen der eingangs genannten Art sind beispielsweise in der DE 43 18 249 A1,
der DE 44 41 265 A1, der DE 42 24 700 A1, der DE 44 04 078 A1 oder der DE 44
45 862 C1 offenbart.
Die in diesen Druckschriften beschriebenen Haltevorrichtungen sind sämtlich in einem als
Staufach ausgebildeten Hohlraum untergebracht, dessen Öffnung in eine im wesentlichen
vertikale Oberfläche mündet, so daß die Halterung aus dem Staufach heraus bewegt wer
den muß, damit sich ein Behälter in die Aufnahme einführen läßt. Ausreichend große Stau
fächer mit Öffnungen in einer vertikalen Oberfläche lassen sich in Personenkraftwagen je
doch zumeist nur im Bereich der Instrumententafel unterbringen, wo sie wertvollen Bauraum
für andere wichtige Komponenten wegnehmen. Außerdem ist die ausgefahrene Halterung in
der Gebrauchsstellung nur einseitig abgestützt, wodurch beim Einführen von schweren Be
hältern Stabilitätsprobleme auftreten können. Das Erfordernis eines Ausfahrens der Halte
rung aus dem Staufach macht darüber hinaus eine verhältnismäßig komplizierte Mechanik
erforderlich, welche die Störungsanfälligkeit erhöht.
In der DE 44 29 515 C1 ist weiter eine Haltevorrichtung für Getränkebehälter beschrieben,
die in einem Staufach einer Mittelkonsole eines Personenkraftwagens untergebracht ist, das
sich nach oben zu öffnet. Jedoch wird auch hier die Halterung aus dem Staufach ausgefah
ren, um sie in die Gebrauchsstellung zu bringen, wodurch ebenfalls eine sehr aufwendige
Mechanik erforderlich ist.
Halterungen für Getränkebehälter, die in der Gebrauchsstellung innerhalb des Bewegungs
bereichs von Fahrzeuginsassen über eine die Öffnung des Staufachs umgebende Oberflä
che überstehen, können aufgrund ihrer exponierten Stellung außerdem durch ungeschickte
Bewegungen der Fahrzeuginsassen leicht angestoßen werden, was ein unerwünschtes Ver
schütten von Flüssigkeit zur Folge haben kann.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung der ein
gangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß die Halterung auch in der Ge
brauchsstellung nicht über eine die Öffnung des Staufachs umgebende Oberfläche über
steht und daß keine komplizierte Mechanik erforderlich ist, um die Halterung aus der Nicht
gebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und wieder zurück zu bewegen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Halterung beim Bewegen in
die Gebrauchsstellung im wesentlichen innerhalb eines Hohlraums bleibt, dessen Öffnung
nach oben weist und beim Bewegen der Halterung von dieser freigegeben wird, so daß sich
der Behälter in der Gebrauchsstellung durch die Öffnung des Hohlraums in die Aufnahme
einführen läßt.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Halterung, d. h. ein in der Gebrauchsstellung
den Behälter aufnehmendes und/oder tragendes Element, durch Verschwenken innerhalb
des Hohlraums oder Staufachs aus der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung zu
bringen und dabei zum einen die Öffnung des Hohlraums freizugeben und zum anderen die
Aufnahme in einer solchen Ausrichtung unter die Öffnung zu bewegen, daß sich der Behäl
ter durch die Öffnung in die Aufnahme einführen läßt. Durch ein anschließendes Ver
schwenken der Halterung in die Nichtgebrauchsstellung kann die Öffnung wieder mit der
Halterung verschlossen und gleichzeitig die Aufnahme aus ihrer Position unterhalb der Öff
nung des Hohlraums weg bewegt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Halterung um eine Achse
verschwenkbar, die in Seitenansicht senkrecht zu einer Mittelachse der im Querschnitt
kreisförmigen Aufnahme und parallel zum Boden eines in die Aufnahme eingeführten Be
hälters bzw. parallel zu einem Boden der Aufnahme verläuft und vorzugsweise zwischen
dem Boden und einer Mundöffnung der Aufnahme angeordnet ist, um die Bautiefe der Hal
tevorrichtung gering zu halten. Zur Lagerung der Halterung dienen zweckmäßig zwei entlang
der Schwenkachse nach entgegengesetzten Seiten überstehende Wellenstümpfe, die auf
gegenüberliegenden Seiten des Hohlraums drehbar gelagert sind.
Das Verschwenken der Halterung kann motorisch oder manuell erfolgen, wobei im zuerst
genannten Fall zweckmäßig innerhalb des Hohlraums ein Drehantrieb angeordnet ist, bei
spielsweise ein Elektromotor, der elektrisch mit einem Betätigungsschalter gekoppelt ist und
dessen Abtriebswelle zum Beispiel über einen Zahnriementrieb mit einem der Wellen
stümpfe der Halterung verbunden sein kann. Im zuletzt genannten Fall kann die Halterung
durch manuelle Einwirkung auf die Halterung selbst oder auf ein zweckmäßig neben der
Staufachöffnung vorgesehenes Betätigungselement verschwenkt werden, beispielsweise
durch Drehen eines Stellrades, das drehfest mit einem der Wellenstümpfe verbunden ist und
mit einem Teil seiner Umfangsfläche über eine die Öffnung des Staufachs umgebende
Oberfläche übersteht. Alternativ kann beim manuellen Verschwenken der Halterung auch ein
Federelement Verwendung finden, das zum Beispiel beim Zurückschwenken in die Nichtge
brauchsstellung vorgespannt wird und sich bei einer Betätigung einer Bedienungstaste oder
dergleichen entspannt, wobei die gespeicherte Federenergie die Halterung in die Ge
brauchsstellung bewegt.
Vorzugsweise ist die Halterung aus der Gebrauchsstellung in einer Richtung in die Nichtge
brauchsstellung und in entgegengesetzter Richtung wieder zurück in die Gebrauchsstellung
verschwenkbar, wobei der Schwenkwinkel vorzugsweise mindestens 90 Grad beträgt. Alter
nativ kann die Halterung jedoch auch um 360 Grad drehbar sein, wobei in diesem Fall die
Nichtgebrauchsstellung und die Gebrauchsstellung zweckmäßig um 180 Grad gegeneinan
der versetzt sind. In beiden Fällen ist es vorteilhaft, die Halterung in der Gebrauchsstellung
und in der Nichtgebrauchsstellung zu verrasten, zum einen, um sie jeweils genau in einer
vorgegebenen Position zu halten, und zum anderen, um die beiden Stellungen bei manueller
Betätigung für den Benutzer fühlbar zu machen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Halterung von einem
einstückigen Formteil aus Kunststoff gebildet wird, das aus einem die Aufnahme begrenzen
den Halteteil sowie einem in der Nichtgebrauchsstellung die Öffnung des Hohlraums ver
schließenden Verblendungsteil besteht. Die Form des Verblendungsteils und des Halteteils
sind so gewählt, daß sie die Öffnung des Hohlraums in der Nichtgebrauchsstellung bzw. in
der Gebrauchsstellung um die Mundöffnung der Aufnahme herum vollständig verschließen.
Der vorzugsweise an einer Seite des Halteteils angeformte Verblendungsteil befindet sich in
der Gebrauchsstellung innerhalb des Hohlraums, so daß er nicht nach oben über eine die
Öffnung umgebende Oberfläche übersteht.
Der Halteteil kann eine oder mehrere napfförmige Aufnahmen aufweisen, die vorzugsweise
in Form von napfförmigen Aufnahmevertiefungen ausgebildet sind, welche nach unten zu
von einem Boden und in seitlicher Richtung von einer zylindrischen oder konisch Umfangs
wand begrenzt werden. Alternativ dazu ist es jedoch auch möglich, die Aufnahme lediglich
als Aufnahmeöffnung im Halteteil der verschwenkbaren Halterung vorzusehen, wobei in die
sem Fall die Standfläche für den Boden des Behälters auch von einer ortsfest im Hohlraum
angeordneten Auflage oder Abstellplatte gebildet werden kann, die im Abstand unter der
Öffnung des Hohlraums angeordnet ist.
Um im Falle eines Verschüttens von Flüssigkeit eine Reinigung der Halterung zu erleichtern,
ist diese vorzugsweise zusammen mit dem Betätigungselement bzw. dem Drehantrieb Teil
eines lösbar in den Hohlraum einsetzbaren Einsatzteils, das sich zur Reinigung auf einfache
Weise herausnehmen läßt.
Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung kann vorteilhafterweise in Fahrzeugen und insbe
sondere in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schienenfahrzeugen oder Schiffen eingebaut wer
den, und zwar überall dort, wo Platz für einen kleinen Hohlraum mit einer nach oben weisen
den Öffnung ist, welche einen gegenüber dem Querschnitt einer Getränkedose oder eines
Bechers etwas größeren Öffnungsquerschnitt aufweisen muß, vorzugsweise in der Nähe
von Sitzen, bevorzugt in einer Mittelkonsole oder einer Armlehne oder in auskragenden
Wandkonsolen von Innenraum- oder Türinnenverkleidungen. Jedoch ist auch ein Einbau an
anderer Stelle als in Fahrzeugen denkbar.
Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungs
beispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: eine Längsschnittansicht einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung, deren in der
Nichtgebrauchsstellung befindliche Halterung zwei napfförmige Aufnahmen für Trink
becher, Getränkedosen oder andere Behälter aufweist und mittels eines Antriebs
motors verschwenkbar ist;
Fig. 2: eine Längsschnittansicht entsprechend Fig. 1, jedoch nach einem Verschwenken der
Halterung in die Gebrauchsstellung;
Fig. 3: eine Querschnittsansicht der Haltevorrichtung aus Fig. 1 und 2 entlang der Linie III-III
in der Nichtgebrauchsstellung;
Fig. 4: eine Querschnittsansicht der Haltevorrichtung aus Fig. 1 und 2 entlang der Linie III-III
in der Gebrauchsstellung;
Fig. 5: eine Querschnittsansicht der Haltevorrichtung entlang der Linie V-V der Fig. 1 in der
Nichtgebrauchsstellung;
Fig. 6: eine Querschnittsansicht einer Haltevorrichtung mit einem etwas modifizierten Ein
satzteil entsprechend der Ansicht aus Fig. 5;
Fig. 7: eine Längsschnittansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Haltevorrichtung mit
manuell verschwenkbarer Halterung in der Nichtgebrauchsstellung;
Fig. 8: eine Querschnittsansicht der Haltevorrichtung aus Fig. 7 entlang der Linie VIII-VIII in
der Nichtgebrauchsstellung;
die Fig. 9-14: Querschnittsansichten der Haltevorrichtung beim Verschwenken der
Halterung aus der Nichtgebrauchsstellung (Fig. 9) in die Gebrauchsstellung (Fig. 14).
Die in der Zeichnung dargestellten Haltevorrichtungen 2 dienen zur Aufnahme von Trinkbe
chern 4, Getränkedosen oder dergleichen im Innenraum eines Kraftfahrzeugs mitgeführten
Trinkgefäßen und werden in der Kraftfahrzeugbranche gemeinhin auch als Cupholder be
zeichnet.
Die Haltevorrichtungen 2 bestehen im wesentlichen aus einem nach oben offenen quader
förmigen Einsatzteil 6, das in einem Hohlraum 8 im Inneren einer Mittelkonsole 10 eines
Kraftfahrzeugsitzes unter einer in der Oberseite der Mittelkonsole 10 ausgesparten Hohl
raumöffnung 12 (Fig. 11, 12) montierbar ist und eine Halterung 14 für die in der Zeichnung
als Trinkbecher 4 dargestellten Trinkgefäße enthält. Diese Halterung 14 ist aus einer Nicht
gebrauchsstellung (Fig. 1, 3 und 5 bis 8) in eine Gebrauchsstellung (Fig. 2, 4 uns 11)
verschwenkbar, wobei sie in der Nichtgebrauchsstellung die Öffnung 12 des Hohlraums 8
verschließt und in der Gebrauchsstellung das Abstellen der Trinkbecher 4 durch die Öffnung
12 in zwei in die Halterung 14 eingeformte, in der Gebrauchsstellung nach oben offene
napfförmige Aufnahmevertiefungen 16 gestattet.
Zum Verschwenken der Halterung 14 ist bei der Haltevorrichtung 2 der Fig. 1 bis 6 ein
Elektromotor 20 vorgesehen, der über einen Zahnriementrieb 22 mit der Halterung 14 ver
bunden ist, während die Haltevorrichtung 2 der Fig. 7 und 8 mit einem Stellrad 24 zum
Verschwenken der Halterung 14 ausgestattet ist.
Das Einsatzteil 6 ist durch Tiefziehen oder Spritzgießen aus Kunststoff hergestellt und be
sitzt einen umlaufenden oberen Rand 26, der bei den Haltevorrichtungen 2 der Fig. 1 bis
5 und 9 bis 14 von unten her gegen ein die Oberseite der Mittelkonsole 10 bildendes Pol
stermaterial 28 anliegt, wobei das letztere etwas nach innen über den Rand 26 des Einsatz
teils 6 übersteht. Diese Haltevorrichtungen 2 werden von unten her in die Mittelkonsole 10
eingesetzt. Demgegenüber ist bei den in Fig. 6, 7 und 8 dargestellten Haltevorrichtungen 2
ein rechteckiger Streifen 27 des Polstermaterials 28 auf der Oberseite des Randes 26 auf
geklebt, der das umgebende Polstermaterial 28 überlappt (vgl. Fig. 6), so daß das Einsatz
teil 6 und die Halterung 14 mit dem Elektromotor 20 und dem Zahnriementrieb 22 bzw. mit
dem Stellrad 24 vormontiert und von oben her in die Mittelkonsole 10 eingesetzt werden
können. Dies erleichtert auch die Reinigung der Haltevorrichtungen 2, z. B. im Falle eines
Eindringens von verschütteter Flüssigkeit in das Einsatzteil 6.
Wie am besten in Fig. 3 und 4 dargestellt, besteht die ebenfalls als Formteil aus Kunststoff
hergestellte Halterung 14 im wesentlichen aus einem Halteteil 30, in den die beiden napf
förmigen Aufnahmevertiefungen 16 mit konischen Wänden 32 und einem ebenen Boden 34
eingeformt sind, sowie einem Verblendungsteil 36, der über eine Seite des Halteteils 30
übersteht und einstückig mit dem Halteteil 30 verbunden ist.
Der Halteteil 30 umfaßt neben den Aufnahmevertiefungen 16 einen die Mündungsöffnungen
38 der letzteren umgebenden oberen Rand 40, dessen äußerer Umriß dem äußeren Umriß
der Hohlraumöffnung 12 entspricht, so daß in der Gebrauchsstellung bei Betrachtung von
oben nur die beiden Aufnahmevertiefungen 16, der Rand 40 und eine schmale Trennfuge 42
zwischen dem Rand 40 und dem umgebenden Polstermaterial 28 sichtbar sind.
Der am Halteteil 30 angeformte Verblendungsteil 36 weist einen Umriß auf, der mit demjeni
gen des Randes 40 des Halteteils 30 identisch ist, so daß er in der Nichtgebrauchsstellung
die Öffnung 12 vollständig verschließt. Der Verblendungsteil 36 ist ebenso wie der obere
Rand 40 des Halteteils 30 leicht nach oben gewölbt, um ihn an die Kontur der umgebenden
Oberfläche des Polstermaterials 28 anzupassen. Der Verblendungsteil 36 ist so ausgerich
tet, daß er mit dem oberen Rand 40 des Halteteils 30 einen Winkel von 90 Grad einschließt.
Entsprechend beträgt dann der Schwenkwinkel der Halterung 14 zwischen der Gebrauchs
stellung und der Nichtgebrauchsstellung ebenfalls 90 Grad, um die Öffnung 12 in der Nicht
gebrauchsstellung mit dem Verblendungsteil 36 und in der Gebrauchsstellung mit dem Hal
teteil 30 ganz zu verschließen.
Wie am besten in Fig. 1, 2 und 7 dargestellt, weist die Halterung 14 weiter zwei in entgegen
gesetzte Richtungen überstehende Wellenstümpfe 46, 48 auf, die drehfest mit dem Halteteil
30 verbunden sind und vorzugsweise bei der Herstellung der Halterung 14 an diese ange
formt oder in das Material der Halterung 14 eingeformt werden. Die beiden Wellenstümpfe
46, 48 stehen jeweils zwischen dem Boden 34 einer Aufnahmevertiefung 16 und deren
Mündungsöffnung 38 über die konische Wand 32 nach außen über. Die entlang der Wellen
stümpfe 46, 48 verlaufende Schwenkachse 50 der Halterung 14 ist parallel zu einer von den
Mittelachsen 52 der beiden Aufnahmevertiefungen 16 aufgespannten Ebene etwas nach
einer Seite zu versetzt, um auf der dreidimensional gewölbten Oberseite der Mittelkonsole
10 ein gleichmäßigeres Trennfugenbild zu erhalten. Die Wellenstümpfe 46, 48 weisen unter
schiedliche Durchmesser auf und sind drehbar in entgegengesetzten Seitenwänden 54, 58
des Einsatzteils 6 gelagert.
Bei der Haltevorrichtung 2 der Fig. 1 bis 6 steht der eine Wellenstumpf 46 mit dem klei
neren Durchmesser durch eine Durchtrittsöffnung 60 in der Wand 56 des Einsatzteils 6 nach
außen über und trägt eine drehfest aufgeschobene Zahnriemenscheibe 62, die über einen
Zahnriemen 64 mit einer entsprechenden Zahnriemenscheibe 66 auf einer Abtriebswelle 68
des Elektromotors 20 verbunden ist. Das Einsatzteil 6 weist dort eine weitere Wandöffnung
70 auf, in die der Elektromotor 20 von außen eingesetzt werden kann, um seine Montage,
das nachträgliche Anbringen des Zahnriemens 64 und die Verlegung der elektrischen Ver
bindungsleitungen zum Stromnetz des Kraftfahrzeugs bzw. zu einem Betätigungsschalter
(nicht dargestellt) zu erleichtern.
Bei der Haltevorrichtung 2 der Fig. 7 und 8 trägt der Wellenstumpf 46 innerhalb des Ein
satzteils 6 das Stellrad 24, das ebenfalls drehfest auf den Wellenstumpf 46 aufgeschoben
ist, auf einem Teil seines Umfangs mit einer Rändelung 74 versehen ist und durch eine
Schlitzöffnung 76 in dem die Öffnung 12 umgebenden Polstermaterial 28 nach oben über
die Oberseite der Mittelkonsole 10 übersteht, so daß die Halterung 14 durch Drehen des
Stellrades 24 verschwenkt werden kann.
Der über die entgegengesetzte Seite der Halterung 14 überstehende Wellenstumpf 48 greift
in eine zylindrische Aussparung 80 in der verdickten Seitenwand 58 des Einsatzteils 6 ein.
Der Wellenstumpf 48 wird durch einen Haltebolzen 82 in der Aussparung 80 festgehalten,
der von unten her durch eine zur Schwenkachse 50 senkrechte Bohrung 84 in der Seiten
wand 58 eingeführt wird und mit seinem oberen Ende in eine Nut 86 im äußeren Umfang
des Wellenstumpfs 48 ragt. Die Nut 86 erstreckt sich über einen Umfangssektor von 90
Grad, so daß der Haltebolzen 82 gleichzeitig einen Anschlag bildet, der ein Verschwenken
der Halterung 14 uni mehr als 90 Grad verhindert und in der Gebrauchs- und Nichtge
brauchsstellung eine definierte Drehlage der Halterung 14 sicherstellt.
Bei der manuell verschwenkbaren Halterung 14 der in Figur dargestellten Haltevorrichtung 2
ist der Haltebolzen 82 verschiebbar in die Bohrung 84 eingesetzt und wird durch eine Feder
88 in die Nut 86 gedrückt. Diese ist an ihren beiden Enden jeweils mit einer nach innen zur
Schwenkachse 50 weisenden radialen Vertiefung 90 versehen, die eine an das halbkugel
förmige Bolzenende angepaßte Form aufweist. Durch den Eingriff des Bolzenendes in eine
der beiden Vertiefungen 90 wird die Halterung 14 in der Gebrauchsstellung bzw. in der
Nichtgebrauchsstellung verrastet.
Ein nach innen über den oberen Rand 26 des Einsatzteils 6 überstehender, die Öffnung 12
umgebender Randstreifen 92 des Polstermaterials 28 weist auf seiner Unterseite parallel zur
Schwenkachse 50 eine konkav gewölbte Hinterschneidung 94 auf, die ein Verschwenken
der Halterung 14 ermöglicht, ohne daß in der Gebrauchsstellung bzw. in der Nichtge
brauchsstellung zwischen der Halterung 14 und dem Polstermaterial 28 eine breite Trennfu
ge 42 sichtbar wird. Ein äußerer umlaufender Randstreifen 96 des Verblendungsteils 36 und
des Halteteils 30 der Halterung 14 ist dort nach unten umgebogen, so daß die Halterung 14
an der Oberfläche der Mittelkonsole 10 im Bereich der Trennfuge 42 auch keine scharfen
Kanten aufweist.
Claims (20)
1. Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in
Fahrzeugen, mit einer Halterung, die mindestens eine Aufnahme für einen Behälter
aufweist, wobei die Halterung aus einer Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsstellung
und aus der Nichtgebrauchs- in eine Gebrauchsstellung bewegbar ist, in der sich der
Behälter in die nach oben offene Aufnahme einführen läßt, dadurch gekennzeich
net, daß die Halterung (14) beim Bewegen in die Gebrauchsstellung im wesentlichen
innerhalb eines Hohlraums (8) bleibt, dessen Öffnung (12) nach oben weist und beim
Bewegen der Halterung (14) von dieser freigegeben wird, so daß sich der Behälter
(4) in der Gebrauchsstellung durch die Öffnung (12) des Hohlraums (8) in die Auf
nahme (16) einführen läßt.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung
(14) einen in der Nichtgebrauchsstellung die Öffnung (12) des Hohlraums (8) ver
schließenden Verblendungsteil (36) umfaßt, der sich in der Nichtgebrauchsstellung
innerhalb des Hohlraums (8) befindet.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ver
blendungsteil (36) einen dem Umriß der Öffnung (12) des Hohlraums (8) entspre
chenden Umriß aufweist.
4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) um eine Achse (50) verschwenkbar ist, die sich parallel zum Bo
den eines in die Aufnahme (16) eingeführten Behälters (4) bzw. parallel zu einem
Boden (34) der Aufnahme (16) erstreckt.
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (50)
zwischen dem Boden (34) und einer Mundöffnung (38) der Aufnahme (16) angeord
net ist.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) zwei entlang der Achse (50) nach entgegengesetzten Seiten über
stehende Wellenstümpfe (46, 48) aufweist, die auf gegenüberliegenden Seiten des
Hohlraums (8) in Drehlagern gelagert sind.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) manuell verschwenkbar ist.
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Betätigungselement
(24) zum Verschwenken der Halterung (14), das über eine die Öffnung (8) des Hohl
raums (12) umgebende Oberfläche übersteht.
9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) motorisch verschwenkbar ist.
10. Haltevorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen innerhalb des Hohl
raums (8) angeordneten Drehantrieb (20).
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) und das Betätigungselement (24) bzw. der Drehantrieb (20) Teil
eines lösbar in den Hohlraum (8) einsetzbaren Einsatzteils (8) sind.
12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) aus der Gebrauchsstellung um 90 Grad oder ein ganzzahliges
Vielfaches von 90 Grad in die Nichtgebrauchsstellung verschwenkbar ist.
13. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) in der Gebrauchsstellung und/oder in der Nichtgebrauchsstellung
verrastbar ist.
14. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) entgegen der Kraft einer Feder in die Gebrauchsstellung oder die
Nichtgebrauchsstellung verschwenkbar ist und durch die Kraft der Feder wieder zu
rück verschwenkt wird.
15. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (14) ein einstückiges Formteil aus Kunststoff umfaßt, das aus einem
die Aufnahme (16) begrenzenden Halteteil (30) und einem an einer Seite des Halte
teils angeformten Verblendungsteil (36) besteht.
16. Armlehne für einen Sitz oder eine Sitzbank eines Fahrzeugs, insbesondere eines
Kraftfahrzeugs, gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung (2) nach einem der
vorangehenden Ansprüche.
17. Sitz oder Sitzbank für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, gekennzeich
net durch eine in seiner Armlehne untergebrachte Haltevorrichtung (2) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.
18. Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, gekennzeichnet durch eine Haltevorrich
tung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
19. Fahrzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Öffnung (12)
des Hohlraums (8) umgebende Oberfläche von einem Teil seiner Innenraumverklei
dung gebildet wird.
20. Fahrzeug nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevor
richtung in einem Hohlraum (8) einer Mittelkonsole (10) untergebracht ist.
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| DE1999142638 DE19942638A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999142638 DE19942638A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen |
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Family
ID=7921071
Family Applications (1)
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| DE1999142638 Ceased DE19942638A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Haltevorrichtung für Behälter, insbesondere zum Abstellen von Getränkebehältern in Fahrzeugen |
Country Status (1)
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004060272A1 (de) * | 2004-12-15 | 2006-06-29 | Fischer Automotive Systems Gmbh | Haltevorrichtung für einen Getränkebehälter zum Einbau in einem Kraftwagen |
| DE102005039260A1 (de) * | 2005-08-19 | 2007-03-01 | Dr. Schneider Engineering Gmbh | Vorrichtung zum Halten von Getränkedosen, Trinkflaschen oder dergleichen Behältnissen |
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| DE102009038226A1 (de) | 2009-08-20 | 2011-02-24 | Iav Gmbh Ingenieurgesellschaft Auto Und Verkehr | Vorrichtung zur Ablage von Getränkebehältern oder sonstiger Objekte |
| DE102012021287A1 (de) * | 2012-10-29 | 2013-09-26 | Audi Ag | Haltevorrichtung zum Halten von Behältern für Fahrzeuge |
| GB2509993A (en) * | 2013-01-22 | 2014-07-23 | Daimler Ag | Drink holder |
Citations (3)
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-
1999
- 1999-09-07 DE DE1999142638 patent/DE19942638A1/de not_active Ceased
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