DE19942415A1 - Herstellung von wasserdichten Kellerneubauten aus Mauerwerk durch Umschließung mit Kautschukfolie - Google Patents
Herstellung von wasserdichten Kellerneubauten aus Mauerwerk durch Umschließung mit KautschukfolieInfo
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Abstract
Verfahren zum Schutz von neu zu errichtenden unter der Geländeoberkante befindlichen Gebäuden und Gebäudeteilen gegen Grund- und/oder Sickerwasser. DOLLAR A Zum Schutz gegen Eindringen von Grundwasser werden die sich unter der Geländeoberkante befindenden Gebäude bzw. Gebäudeteile in Form einer sogenannten weißen Wanne aus wasserdichtem Beton erstellt, was insbesondere wegen der erforderlichen Schalungsarbeiten einen großen Aufwand mit sich bringt. Gegen Eindringen von Sickerwasser wird die Außenwand mit einer wasserabweisenden Außenhaut, beispielsweise einem Zementputz mit Kaltbitumenanstrich versehen und werden gegebenenfalls zusätzliche Dränagemaßnahmen vorgesehen, was ebenfalls hohen Aufwand bedeutet, häufig aber nicht die erwartete Sicherheit bietet. DOLLAR A Eine EPDM-Kautschukfolie wird vor der Herstellung der Betonbodenplatte in die äußere Schalung diese nach außen überkragend eingelegt und nach der Errichtung der Außenmauern diese bis zum oberen Rand der Höhe der Geländeoberkante bedeckend angeordnet, am oberen Mauerrand mechanisch befestigt und als allseits dichte wannenförmige Umhüllung dicht verschweißt. DOLLAR A Das Verfahren ist anwendbar für neu zu errichtende sich unter der Geländeoberkante befindende Teile von Bauten jeglicher Art.
Description
Kellerräume und andere im Erdreich neu zu errichtende Gebäude und Gebäudeteile sollen durch die
neu entwickelte Bauweise gegen von außen eindringendes Grund- oder Sickerwasser geschützt
werden.
Nach dem heutigen Stand der Technik gelingt dieser Schutz bei anstehendem Grundwasser nur durch
die Erstellung einer sog. weißen Wanne, d. h. der gesamte Keller wird in wasserdichtem Beton und
zusätzlichen aufwendigen Abdichtungsmassnahmen ausgeführt.
Gegen Sickerwasser ist das Aufbringen einer wasserabweisenden Außenhaut erforderlich, wobei das
auftretende Wasser mittels einer Dränage abgeführt werden muß. Die wirksame Entsorgung dieses
Dränagewassers scheitert im allgemeinen an den einschlägigen behördlichen Bestimmungen.
Sowohl die aufwendige Erstellung einer weißen Wanne, als auch die Problematik der Dränagewasser
beseitigung entfällt durch die Anwendung des neu entwickelten Verfahrens.
Die Abdichtung bei dem neuen Verfahren entsteht durch die Verwendung einer Kautschukfolie, die das
Bauwerk bis zur Oberkante des umgebenden Geländes komplett umschließt.
Nach dem Erdaushub wird das Planum wie üblich hergestellt. Danach wird eine Sauberkeitsschicht
aus Sand, oder aus 20 mm starken Hartschaumplatten o. ä. bzw. bei wärmegedämmten Keller
geschossen aus 45 mm starken Hartschaumplatten o. ä. hergestellt. Danach wird die äußere Schalung
erstellt.
Nun erfolgt der Einbau der Schutzfolie in einem Stück, wobei entweder die später an den Außen
wänden hochzuziehenden Folienteile aufgerollt seitlich neben der Schalung zwischengelagert werden,
(Abb. 1, Var. 2) oder diese Seitenteile zur späteren Montage getrennt angeliefert werden. (Abb. 1, Var. 1)
Danach wird die Bodenplatte incl. der erforderlichen Bewehrung aus Fließbeton oder Transportbeton
hergestellt. (Abb. 1)
Nach dem Abbinden der Bodenplatte kann das Kellergeschoss entweder in herkömmlicher Bauweise
aus Gasbetonsteinen, Bimssteinen oder Ziegelmauerwerk erstellt werden. Vorzugsweise wird in dem
hier neu entwickelten Verfahren ein Planziegel verwendet, der mittels eines Dünnbettmörtels in einer
Art Klebetechnik verarbeitet wird. (Abb. 2)
Nach Fertigstellung des Kellermauerwerks wird die seitliche Folie angebracht, wobei entweder die seit
lich gelagerten Folienteile an den Außenwänden hochgerollt (Abb. 2, Var. 2) und am oberen Rand
mechanisch befestigt werden, oder die Seitenteile werden zunächst am oberen Rand mechanisch
befestigt (Abb. 2, Var. 1) und am unteren Rand mit der Bodenfolie verschweißt.
Vor dem Verfüllen des Arbeitsraumes werden die Kellerwände zum Schutz der Dichtungsfolie beim
Wiederverfüllen mit einer Noppenbahnbespannung gegen Beschädigung umspannt. (Abb. 2)
Nach dem Verfüllen kann dann die Kellerdecke aus Ortbeton, Fertigteilen oder anderen Materialien
erstellt werden.
Folie aus EPDM-Kautschuk unkaschiert nach DIN 7864 ohne gesundheitsgefährdende Emission und
- - Deponierbarkeit, Deponieklasse 3 (Deponie für Siedlungsabfälle)
- - Durchwurzelungsfestigkeit nach FLL Richtlinien, pflanzenverträglich
- - DIN 16726
Thermofast-Fügetechnik am Arbeitsplatz (Abb. 3)
Eckverstärkungen aus vorgefertigten EPDM-Kautschukteilen auf der Baustelle verschweißt od. werks
seitig vormontiert. (Abb. 3)
Bei anstehendem Grundwasser ist die mit erheblichen Zusatzkosten verbundene Herstellung einer
sog. weißen Wanne aus wasserundurchlässigem Beton nicht mehr erforderlich. Dadurch kann ein Kel
ler ohne besonderen zusätzlichen Aufwand aus vollwärmeschutzfähigem Mauerwerk erstellt werden.
Zum Schutz gegen Sickerwasser entfallen die üblichen und in vielen Fällen nicht dauerhaft wirkenden
Isolierungsmaßnahmen, wie z. B. Zementaußenputz mit Kaltbitumenanstrich, oder Bitumendickbe
schichtung auf einem Voranstrich.
Die Ausbildung einer Hohlkehle am unteren Mauerwerksrand zur Ableitung des Sickerwassers in eine
Dränage entfällt.
Auf eine Ringdränage kann grundsätzlich verzichtet werden, wobei dann auch die Problematik bez.
des Verbleibs des Dränagewassers grundsätzlich entfällt.
Die Kostenersparnis gegenüber der weißen Wanne liegen bei einem Einfamilienhaus in einer Größen
ordnung ab 15.000,00 DM.
Im Vergleich zum herkömmlich gegen Sickerwasser geschützten Keller entstehen durch die verein
fachte Bauweise und den Wegfall der Dränagen ebenfalls Minderkosten.
Claims (2)
1. Herstellung von gemauerten Neubaukellern mit Abdichtung bis Oberkante Erdreich gegen eindringendes
Grund- oder Sickerwasser aus vorkonfektionierter Kautschukfolie und vorgefertigten Formteilen.
2. Neubaukeller nach Anspruch 1, bei dem die vorkonfektionierten Kautschukteile vor Ort mittels Thermofast-
Fügetechnik verbunden werden.
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