DE19940551C1 - Magnetresonanztomographiegerät mit schwingungsentkoppelter äußerer Hülle - Google Patents
Magnetresonanztomographiegerät mit schwingungsentkoppelter äußerer HülleInfo
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Abstract
Ein Magnetresonanztomographiergerät beinhaltet ein Grundfeldmagnetsystem (1) und wenigstens einen Schwingungserzeuger (3, 17). Dabei umfaßt das Grundfeldmagnetsystem (1) wenigstens einen Teil einer Entkopplungsvorrichtung (6, 6a). Die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) ist derart angeordnet und ausgebildet, daß ein Ausbreiten von Schwingungen eines Teilbereichs des Grundfeldmagnetsystems (1), die von dem Schwingungserzeuger (3, 17) ausgehen, auf wenigstens einen Teilbereich einer äußeren Hülle (2) des Grundfeldmagnetsystems (1) verhindert wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Magnetresonanztomographiegerät,
das ein Grundfeldmagnetsystem sowie ein Gradientenspulensy
stem beinhaltet.
Die Magnetresonanztomographie ist eine bekannte Technik zur
Gewinnung von Bildern des Körperinneren insbesondere eines
lebenden Untersuchungsobjekts. Dazu weist das Magnetresonanz
tomographiegerät einen Raum zur Aufnahme des Untersuchungsob
jekts, einen sogenannten Untersuchungsraum auf. Der Untersu
chungsraum ist räumlich wenigstens teilweise durch eine ihn
umgebende Oberfläche des Geräts begrenzt. Dabei wird norma
lerweise der überwiegende Teil vorgenannter Begrenzungsfläche
von einer zum Gradientenspulensystem gehörigen Oberfläche ge
bildet und ein weiterer, normalerweise kleiner Teil von einem
Teil einer äußeren Hülle des Grundfeldmagnetsystems. Das
Grundfeldmagnetsystem erzeugt zumindest in einem Teilbereich
des Untersuchungsraums ein möglichst homogenes, statisches
Grundmagnetfeld, dem das Gradientenspulensystem schnell ge
schaltete Magnetfelder mit konstanten Gradienten, sogenannte
Gradientenfelder, in allen drei Raumrichtungen überlagert.
Dabei fließen in den Gradientenspulen Ströme, deren Amplitu
den mehrere 100 A erreichen, und die häufigen und raschen
Wechseln der Stromrichtung mit Anstiegs- und Abfallraten von
mehreren 100 kA/s unterliegen. Diese Ströme werden aufgrund
von Pulssequenzen gesteuert und verursachen bei vorhandenem
Grundmagnetfeld von größenordnungsmäßig 1 Tesla aufgrund von
Lorentzkräften Schwingungen des Gradientenspulensystems.
Diese Schwingungen werden über verschiedene Ausbreitungswege
an die gesamte Oberfläche des Magnetresonanztomographiegeräts
übertragen. Die Mechanikschwingungen der verschiedenen Ober
flächenbereiche werden in Abhängigkeit von deren Oberflächenschnelle
in Schallschwingungen übertragen, die letztendlich
die bekannten Lärmemissionen verursachen.
Die gesamte Oberfläche eines Magnetresonanztomographiegeräts
umfaßt im wesentlichen die äußere Hülle des Grundfeldmagnet
systems, die den weitaus größten Anteil bildet, sowie die
Oberfläche des Gradientenspulensystems inklusive der am Gra
dientenspulensystem gelagerten Vorrichtungen wie Hochfre
quenzantennen. Dabei ist unabhängig vom Meßort die Hülle des
Grundfeldmagnetsystems die dominante Lärmquelle. Dies gilt
auch für den Untersuchungsraum, der im wesentlichen von der
Oberfläche des Gradientenspulensystems begrenzt wird.
Bei der Übertragung der Schwingungen des Gradientenspulensy
stems auf die Hülle des Grundfeldmagnetsystems ist ein Über
tragungsweg dominant. Dieser verläuft über eine direkte me
chanische Verbindung des Gradientenspulensystems mit dem
Grundfeldmagnetsystem, beispielsweise durch eine Verkeilung
des Gradientenspulensystems in einer Höhlung des Grundfeldma
gnetsystems.
Die Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Magnetresonanztomo
graphie zur Verkürzung von Meßzeiten und zur Verbesserung von
Bildgebungseigenschaften ist mit immer schnelleren Pulsse
quenzen verbunden. Diese bedingen eine Erhöhung der Stromam
plituden sowie der Stromanstiegs- und -abfallraten in den
Gradientenspulen. Dies führt ohne gegensteuernde Maßnahmen
über immer größere Lorentzkräfte und schneller Wechsel der
Wirkungsrichtung der Lorentzkräfte über immer heftigere
Schwingungen zu immer größerem Lärm.
Man kann beispielsweise mit einer Erhöhung der Steifigkeit
des Gradientenspulensystems zu hohen Lärmerscheinungen entge
genwirken. Dabei bringt aber eine Verdoppelung der Steifig
keit lediglich eine Erhöhung der Eigenfrequenzen um den Fak
tor ca. 1,4. Da bereits heute das Gradientenspulensystem ein
sehr steifes Element ist, sind der Vergrößerung der Steifig
keit technische und wirtschaftliche Grenzen gesetzt.
In der DE 195 31 216 A1 ist ein
Magnetresonanztomographiegerät beschrieben, dessen Gradien
tenspulensystem über wenigstens eine Halterung am Grundfeld
magnetsystem befestigt ist, wobei sich die Halterung im Be
reich eines im Betrieb zu erwartenden Schwingungsknoten des
Gradientenspulensystems befindet. In einer Ausgestaltung um
faßt die Halterung ein Dämpfungsglied. Dadurch sollen nach
teilige Auswirkungen von Schwingungen des Gradientenspulen
systems, wie akustische und strukturelle Geräusche sowie
Bildqualitätsstörungen, vermieden werden. Sobald aber das
Gradientenspulensystem im Vergleich zur Hülle des Grundfeld
magnetsystems eine größere Steifigkeit aufweist, führt vorge
nannte Halterung inklusive der Dämpfungsglieder kaum zu einer
deutlichen Lärmminderung, weil keine wirksame Entkopplung des
schwingungserzeugenden Gradientenspulensystems von der äuße
ren Hülle erreicht wird.
In der US 5,345,177 A ist für ein Magnetresonanztomographiege
rät ein Gradientenspulensystem beschrieben, das über schwin
gungsdämpfende Verbindungselemente mit einem Grundfeldmagnet
system des Geräts mechanisch verbunden ist. Dabei findet eine
Schwingungsentkopplung des Gradientenspulensystems vom Grund
feldmagnetsystem definiert innerhalb der schwingungsdämpfen
den Verbindungselemente statt. Damit soll das gesamte Grund
feldmagnetsystem frei von Schwingungen gehalten werden, die
vom Gradientenspulensystem ausgehen. Ferner soll dadurch für
eine Lärmreduzierung sowie eine hohe Magnetresonanzbildquali
tät ein Vibrieren sowie ein Verformen des in Betrieb befind
lichen Gradientenspulensystems verhindert werden.
Ferner ist in der DE 44 32 747 A1
eine prinzipielle Verringerung von Schwingungen des Gra
dientenspulensystems durch eine aktive Maßnahme beschrieben.
Dazu ist in oder am Gradientenspulensystem eine Einrichtung,
insbesondere beinhaltend piezoelektrische Bauelemente, ange
ordnet. Diese Einrichtung erzeugt Kräfte, die den Schwingun
gen des Gradientenspulensystems entgegenwirken, so daß ein
Verformen des Gradientenspulensystems im wesentlichen verhin
dert wird. Die piezoelektrischen Bauelemente werden dazu
durch eine an sie angelegte Spannung entsprechend gesteuert.
Das Ein- bzw. Anbringen einer Vielzahl von piezoelektrischen
Bauelementen in das räumlich vergleichsweise weit ausgedehnte
Gradientenspulensystem, deren Spannungsversorgung sowie deren
Ansteuerung sind mit einem großen technischen und wirtschaft
lichen Aufwand verbunden.
In der DE 34 08 138 C2 ist für ein Magnetresonanztomographie
gerät ein Kaltkopf zum Heranführen eines komprimierten Kühl
mittels an eine Wärmeabschirmung eines supraleitenden Grund
feldmagnetsystems beschrieben. Dabei ist zwischen dem Kalt
kopf und der Wärmeabschirmung ein wärmeübertragendes Metall
wollegebilde angeordnet sowie eine Vorrichtung, die ein Mag
netfeld des Grundfeldmagnetsystems nutzt, um einen Kontakt
zwischen dem Metallwollegebilde, dem Kaltkopf und der Wärme
abschirmung zu verbessern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kosten
günstiges Magnetresonanztomographiegerät mit geringen Lärm
emissionen zu schaffen, welches vorgenannte Nachteile vermei
det.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
Magnetresonanztomographiegerät mit einem Grundfeldmagnetsys
tem und wenigstens einem Schwingungserzeuger folgende Merkma
le beinhaltet:
- - Das Grundfeldmagnetsystem umfaßt wenigstens einen Teil ei ner Entkopplungsvorrichtung und
- - die Entkopplungsvorrichtung ist derart angeordnet und aus gebildet, daß ein Ausbreiten von Schwingungen eines Teilbe reichs des Grundfeldmagnetsystems, die von dem Schwingungserzeuger ausgehen, auf wenigstens einen Teilbereich einer äußeren Hülle des Grundfeldmagnetsystems verhindert wird.
Dadurch wird ein Schwingen des weitaus größten Teils der O
berfläche des Magnetresonanztomographiegeräts unterbunden
bzw. auf ein Minimum reduziert. Die Entkopplungsvorrichtung
verhindert insbesondere eine Schwingungsbewegung der Hülle,
die durch eine Bewegungsrichtung senkrecht zur Oberfläche der
Hülle gekennzeichnet und damit besonders lärmrelevant ist.
Damit ist die dominante Lärmquelle ausgeschaltet bzw. redu
ziert.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung beinhaltet die äußere
Hülle des Grundfeldmagnetsystems den Teil der Entkopplungs
vorrichtung. Dadurch wirkt die Entkopplungsvorrichtung direkt
an dem Ort der Umsetzung von Mechanikschwingungen in Lärm
verursachende Schallschwingungen. Entsprechend einfach ist
ein wirkungsvoller Einsatzort der Entkopplungsvorrichtung
bestimmbar. Ferner bleiben die Auswirkungen der Entkopplungs
vorrichtung auf das Gesamtsystem überschaubar.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung beinhaltet eine Verbin
dungsvorrichtung zwischen dem Schwingungserzeuger und dem
Grundfeldmagnetsystem einen Teil der Entkopplungsvorrichtung.
Indem neben dem Grundfeldmagnetsystem, insbesondere dessen
äußerer Hülle, die Verbindungsvorrichtung als Einsatzort für
die Entkopplungsvorrichtung mit einbezogen wird, werden Aus
führungen erreicht, die in besonderer Weise Bauteile und
Platz sparen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung beinhaltet die Entkopp
lungsvorrichtung eine Vorrichtung, vorzugsweise in der Aus
bildung als Balg oder aus elastischem Material, die aufgrund
ihrer mechanischen Eigenschaften schwingungsentkoppelnd
wirkt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung beinhaltet die
Entkopplungsvorrichtung Aktoren, vorzugsweise in der Ausfüh
rung als Piezoelemente, deren räumliche Ausdehnung so gesteu
ert wird, daß sie schwingungsentkoppelnd wirken.
Dazu umfaßt in einer vorteilhaften Ausgestaltung die Entkopp
lungsvorrichtung Sensoren, vorzugsweise in der Ausführung als
Piezoelemente, die zur Schwingungserfassung und Steuerung der
Aktoren in unmittelbarer Nähe der Aktoren angeordnet sind.
Zur genauen Erläuterung vorausgehend beschriebener aktiver
Maßnahme mittles Aktoren und Sensoren zur Schwingungsunter
drückung wird auf die bereits eingangs genannte
DE 44 32 747 A1 verwiesen. Gegenüber vorge
nannter Schrift wird aber nicht eine Vielzahl von Piezoele
menten über einen räumlich vergleichsweise weit ausgedehnten
Schwingungserzeuger, beispielsweise ein Gradientenspulensy
stem angeordnet, sondern es werden Piezoelemente in einem
räumlich vergleichsweise kleinen Bereich, beispielsweise in
der Nähe einer Verbindung zwischen dem Schwingungserzeuger
und dem Grundfeldmagnetsystem angeordnet. Dort verhindern sie
eine Übertragung von Schwingungen des Schwingungserzeugers
auf die gesamte Hülle des Grundfeldmagnetsystems. Der wirt
schaftliche Aufwand dafür ist bei hoher lärmreduzierender
Wirkung entsprechend günstiger.
Dazu sind in besonders vorteilhafter Ausgestaltung die als
Plättchen und/oder Fasern und/oder Folien ausgebildeten Akto
ren bzw. Sensoren auf der Oberfläche der Entkopplungsvorrich
tung angebracht und/oder in die Entkopplungsvorrichtung inte
griert. Insbesondere das Anbringen auf der Oberfläche, beispielsweise
auf der Hülle des Grundfeldmagnetsystems, erfor
dert nur minimale Veränderungen bestehender Bauteile.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung beinhaltet die Entkopp
lungsvorrichtung eine Versteifungsvorrichtung. Durch einen
ergänzenden Einsatz der Versteifungsvorrichtung, insbesondere
in Verbindung mit einer vorgenannten Ausgestaltung der Ent
kopplungsvorrichtung, wird die schwingungsentkoppelnde Wir
kung der Entkopplungsvorrichtung, insbesondere zwischen einem
vergleichsweise steifen Schwingungserzeuger und einer dazu
vergleichsweise weichen Hülle gesteigert. Aber auch der al
leinige Einsatz der Versteifungsvorrichtung führt infolge von
Schwingungsreflexionen an der Versteifungsvorrichtung zu ei
ner schwingungsentkoppelnden Wirkung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Schwingungser
zeuger eine Gradientenspulensystem. Das Gradientenspulensy
stem eines Magnetresonanztomographiegerät ist der Hauptverur
sacher von Lärm, so daß dessen Entkopplung besondere Bedeu
tung zukommt.
Dazu ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung die Entkopp
lungsvorrichtung in einem Bereich angeordnet, in dem die Hül
le nicht durch eine der Hülle unmittelbar zugewandten Ober
fläche des Gradientenspulensystems überdeckt ist. Dadurch
wird der Tatsache Rechnung getragen, daß nur Schwingungen der
äußeren Hülle des Grundfeldmagnetsystems, die nicht durch
Oberflächen des Gradientenspulensystems überdeckt sind, also
Oberflächen des Magnetresonanztomographiegeräts darstellen,
Mechanikschwingungen in Lärm verursachende Schallschwingungen
umsetzen. Die Schwingungen der überdeckten Bereiche der Hülle
sind hinsichtlich des Lärms uninteressant.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist dazu die Entkopp
lungsvorrichtung entlang einer geschlossenen, auf der Hülle
verlaufenden Kurve angeordnet, vorzugsweise entlang einer ge
schlossenen Grenzkurve zwischen einem Bereich, in dem die
Hülle durch die der Hülle unmittelbar zugewandten Oberfläche
des Gradientenspulensystems überdeckt ist und einem nicht
überdeckten Bereich. Dadurch wird sichergestellt, daß der
Schwingungserzeuger vollständig vom übrigen Gerät schwin
gungsentkoppelt ist, so daß keine Brücken verbleiben, über
die der Schwingungserzeuger Schwingungen auf die gesamte Hül
le des Grundfeldmagnetsystems übertragen kann.
In den Unteransprüchen 13 bis 19 sind besonders vorteilhafte
Ausgestaltungen für ein Magnetresonanztomographiegerät mit
einem hohlzylinderförmigen Grundfeldmagnetsystem beschrieben,
in dessen Höhlung das Gradientenspulensystem über die Verbin
dungsvorrichtung mit dem Grundfeldmagnetsystem verbunden ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist mit einem Kaltkopf
eines supraleitenden Grundfeldmagneten als Schwingungserzeu
ger die Entkopplungsvorrichtung entlang einer geschlossenen
Kurve in einem Übergangsbereich des Kaltkopfes in das Grund
feldmagnetsystem angeordnet. Dadurch wird eine Schwingungs
übertragung vom Kaltkopf auf die Oberfläche des übrigen Ge
räts verhindert und der Kaltkopf als Lärmverursacher ausge
schaltet.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung er
geben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbei
spiele der Erfindung anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiege
rät mit einer Entkopplungsvorrichtung, die Verstei
fungsringe und Bälge umfaßt,
Fig. 2 einen Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiege
rät mit Versteifungsringen,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiege
räts mit einer Entkopplungsvorrichtung, die Aktoren
und Sensoren umfaßt,
Fig. 4 einen Querschnitt des Magnetresonanztomographiegeräts
aus Fig. 3 und
Fig. 5 einen Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiege
räts mit einer Entkopplungsvorrichtung für einen
Kaltkopf.
Fig. 1 zeigt in einer Ausführungsform der Erfindung den
Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiegeräts mit einem
hohlzylinderförmigen Grundfeldmagnetsystem 1. Es ist die äu
ßere Hülle 2 des Grundfeldmagnetsystems dargestellt, die in
dem Bereich, indem sie nicht durch das Gradientenspulensystem
3 überdeckt ist, die Oberfläche des Geräts bildet. Innerhalb
der Höhlung 4 des Grundfeldmagnetsystems 1 ist über die Ver
bindungsvorrichtung 5 das Gradientenspulensystem 3 mit der
Hülle 2 des Grundfeldmagnetsystems 1 verbunden. Damit Schwin
gungen des Gradientenspulensystems 3 über die Verbindungsvor
richtung 5 nicht auf die gesamte äußere Hülle 2 übertragen
werden, umfaßt die äußere Hülle 2 eine zweigeteilte Entkopp
lungsvorrichtung 6, wobei je ein Teil einen ringförmig umlau
fenden Balg 7 sowie einen Versteifungsring 8 umfaßt. Die Ent
kopplungsvorrichtung 6 ist dabei in der Hülle 2 derart ange
ordnet, daß sie von außen nicht sichtbar ist. Für die Wirk
samkeit der Entkopplung ist es dabei unerheblich, welche
Schwingungen derjenige Bereich der äußeren Hülle 2 ausführt,
der durch das Gradientenspulensystems 3 überdeckt ist. Die
Entkopplungsvorrichtung 6 verhindert insbesondere eine Über
tragung von Schwingungen des Gradientenspulensystems 3 in Um
fangsrichtung. Diese sind besonders lärmrelevant. In Richtung
der Zylinderhauptachse des hohlzylinderförmigen Grundfeldma
gnetsystems 1 ist die Entkopplungsvorrichtung 6 vergleichs
weise steif. Dadurch wird beispielsweise verhindert, daß ein
Schwingen des gesamten Gradientenspulensystems 3 in Richtung
der Zylinderhauptachse zu Verzerrungen in Magnetresonanzbil
dern führt.
Fig. 2 zeigt in einer weiteren Ausführung der Erfindung den
Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiegeräts. Gegenüber
Fig. 1 weist das Gerät keine Entkopplungsvorrichtung 6 in der
Hülle 2 der Höhlung 4 auf. Statt dessen weist das Gerät in
Fig. 2 im Bereich der beiden Stirnseiten 9 je einen Verstei
fungsring 8 als Entkopplungsvorrichtung auf. An dem Verstei
fungsring 8 werden vom Gradientenspulensystem 3 ausgehende
Schwingungen reflektiert, so daß eine Schwingungsübertragung
auf die gesamte äußere Hülle 2 verhindert wird. Dazu ist der
Versteifungsring 8 an möglichst vielen Punkten mit der Hülle
2 fest verbunden. Dadurch wird verhindert, daß die Hülle 2
unter dem Versteifungsring 8 schwingt und somit am Verstei
fungsring 8 vorbei Schwingungen überträgt. Der Versteifungs
ring 8 ist zur Erzielung eines hohen Gewichts, und damit ei
ner hohen lärmreduzierenden Wirkung sowie zur Vermeidung von
Beeinträchtigungen der Magnetresonanzbildqualität aus nicht
ferromagnetischem Material hoher Dichte, beispielsweise unma
gnetischem Stahl oder Blei ausgeführt. Desto höher das Ge
wicht des Versteifungsrings 8 ist, desto stärker ist die
schwingungs- und damit lärmreduzierende Wirkung. Desto größer
seine Auflagefläche mit der Hülle 2 ist, desto größer ist der
Frequenzbereich, für den eine Schwingungsdämpfung sattfindet.
In einer vorteilhaften Ausführung ist der Querschnitt des
Versteifungsrings 8 nicht kleiner als circa fünf mal fünf
Zentimeter. Damit der Versteifungsring 8 von außen möglichst
unauffällig ist, ist er in einer entsprechenden Vertiefung
der Hülle 2 angeordnet.
Fig. 3 zeigt in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
den Längsschnitt eines Magnetresonanztomographiegeräts. Ge
genüber dem Gerät in Fig. 2 weist das Gerät in Fig. 3 keine
Versteifungsringe 8 an den Stirnseiten 9 auf. Statt dessen
weist die Hülle 2 in ringförmigen Bereichen 10 und 11 in bzw.
an der Hülle 2 angeordnete Aktoren 12 und Sensoren 13 als
Entkopplungsvorrichtung auf. In den ringförmigen Bereichen 10
sind die Aktoren 12 und Sensoren 13 auf der Oberfläche der
Höhlung 4 außerhalb der Verbindungsvorrichtungen 5 befestigt.
In den ringförmigen Bereichen 11 sind die Aktoren 12 und Sen
soren 13 an beiden Stirnseiten 9 in die Hülle 2 integriert.
Dabei sind die Aktoren 12 und Sensoren 13 beispielsweise als
Piezoelemente ausgeführt. Die Aktoren 12 und Sensoren 13 bil
den einen Regelkreis. Dabei erfassen die Sensoren 13 auftre
tende Schwingungen und steuern die Aktoren 12 derart, daß die
Aktoren 12 durch Veränderung ihrer räumlichen Ausdehnung den
auftretenden Schwingungen entgegenwirken. Dadurch werden
Schwingungen des Gradientenspulensystems 3 über dessen Ver
bindungsvorrichtungen 5 nicht auf die gesamte äußere Hülle 2
des Grundfeldmagnetsystems 1 übertragen.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt des Geräts aus Fig. 3. Dabei
sind im ringförmigen Bereich 10 beispielsweise abwechselnd
Aktoren 12 und Sensoren 13 als Plättchen und/oder Folien fest
und dämpfungsfrei mit der Hülle 2 verbunden. Im ringförmigen
Bereich 11 sind Aktoren 12 und Sensoren 13 in die Hülle inte
griert. Dabei sind in vorteilhafter Weise die Aktoren 12
und/oder Sensoren 13 als Fasern ausgebildet.
Fig. 5 zeigt in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
einen Längsschnitt durch ein Magnetresonanztomographiegerät
mit einem hohlzylinderförmigen Grundfeldmagnetsystem 1 mit
einer supraleitenden Spulenanordnung 14. Das Gradientenspu
lensystem 3 ist über zwei Ringe 15 aus elastischem Material
sowie zwei Versteifungsringe 8 mit der äußeren Hülle 2 des
Grundfeldmagnetsystems 1 verbunden. Dabei bilden die Verstei
fungsringe 8 sowie die Ringe 15 aus elastischem Material eine
Entkopplungsvorrichtung 6. Ferner bilden das Gradientenspu
lensystem 3, die Entkopplungsvorrichtung 6 und die äußere
Hülle 2 gleichzeitig ein Vakuumgehäuse für die supraleitende
Spulenanordnung 14. Die Ringe 15 aus elastischem Material
fungieren gleichzeitig als Verbindungen zwischen dem Gradien
tenspulensystem 3 und dem Grundfeldmagnetsystem 1. Im Hin
blick auf die Schwingungsentkopplung besitzt der Ring 15 aus
elastischem Material ähnliche Eigenschaften wie der Balg 7
aus Fig. 1. Um eine eventuelle Schwächung der Struktur des
hohlzylinderförmigen Grundfeldmagnetsystems 1 in Richtung der
Zylinderhauptachse durch ein Fehlen der äußeren Hülle 2 zwi
schen den Versteifungsringen 8 zu kompensieren, ist zwischen
den Stirnseiten 9 eine Längsversteifung 16 angebracht. Die
Längsversteifung 16 muß nicht hohlzylinderförmig umlaufend
ausgebildet sein, sondern es genügt eine Anordnung von mehre
ren beispielsweise stabförmigen Elementen an einzelnen Win
kelpositionen. Das Magnetresonanztomographiegerät mit supra
leitender Spulenanordnung 14 umfaßt einen Kaltkopf 17, der
unter anderem der Kühlungs- und Stromversorgung der supralei
tenden Spulenanordnung 14 dient. Zur Ausschaltung bzw. Dämp
fung einer Schwingungsübertragung vom Kaltkopf 17 auf die
Hülle 2 des Grundfeldmagnetsystems 1 ist an der Übergangs
stelle des Kaltkopfes 17 in das Grundfeldmagnetsystem 1 in
einer ringförmigen Anordnung eine Entkopplungsvorrichtung 6a
zwischen dem Kaltkopf 17 und der äußeren Hülle 2 des Grund
feldmagnetsystems 1 angeordnet.
Claims (20)
1. Magnetresonanztomographiegerät mit einem Grundfeldmagnet
system (1) und wenigstens einem Schwingungserzeuger (3, 17),
wobei
- - das Grundfeldmagnetsystem (1) wenigstens einen Teil einer Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) umfaßt und
- - die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) derart angeordnet und ausgebildet ist, daß ein Ausbreiten von Schwingungen eines Teilbereichs des Grundfeldmagnetsystems (1), die von dem Schwingungserzeuger (3, 17) ausgehen, auf wenigstens einen Teilbereich einer äußeren Hülle (2) des Grundfeldmagnetsys tems (1) verhindert wird.
2. Magnetresonanztomographiegerät nach Anspruch 1, wobei
die äußere Hülle (2) des Grundfeldmagnetsystems (1) den Teil
der Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) beinhaltet.
3. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 2, wobei eine Verbindungsvorrichtung (5) zwischen dem
Schwingungserzeuger (3, 17) und dem Grundfeldmagnetsystem (1)
einen Teil der Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) beinhaltet.
4. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 3, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) eine Vor
richtung, vorzugsweise in der Ausbildung als Balg (7) oder
aus elastischem Material (15) beinhaltet, die aufgrund ihrer
mechanischen Eigenschaften schwingungsentkoppelnd wirkt.
5. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 4, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) Aktoren
(12), vorzugsweise in der Ausführung als Piezoelemente bein
haltet, deren räumliche Ausdehnung so gesteuert wird, daß sie
schwingungsentkoppelnd wirken.
6. Magnetresonanztomographiegerät nach Anspruch 5, wobei
die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) Sensoren (13), vorzugs
weise in der Ausführung als Piezoelemente umfaßt, die zur
Schwingungserfassung und Steuerung der Aktoren (12) in unmit
telbarer Nähe der Aktoren (12) angeordnet sind.
7. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 5
bis 6, wobei die Aktoren (12) bzw. Sensoren (13) als
Plättchen und/oder Fasern und/oder Folien ausgebildet sind.
8. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 5
bis 7, wobei die Aktoren (12) bzw. Sensoren (13) auf der
Oberfläche der Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) angebracht
sind und/oder in die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) inte
griert sind.
9. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 8, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6, 6a) eine Ver
steifungsvorrichtung beinhaltet.
10. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 9, wobei der Schwingungserzeuger (3, 17) ein Gradien
tenspulensystem (3) ist.
11. Magnetresonanztomographiegerät nach Anspruch 10, wobei
die Entkopplungsvorrichtung (6) in einem Bereich angeordnet
ist, in dem die Hülle (2) nicht durch eine der Hülle (2) un
mittelbar zugewandten Oberfläche des Gradientenspulensystems
(3) überdeckt ist.
12. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
10 bis 11, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6) entlang
einer geschlossenen, auf der Hülle (2) verlaufenden Kurve an
geordnet ist, vorzugsweise entlang einer geschlossenen Grenz
kurve zwischen einem Bereich, in dem die Hülle (2) durch die
der Hülle (2) unmittelbar zugewandte Oberfläche des Gradien
tenspulensystems (3) überdeckt ist, und einem nicht überdeck
ten Bereich.
13. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
10 bis 12, wobei es sich um ein Magnetresonanztomographie
gerät mit einem hohlzylinderförmigen Grundfeldmagnetsystem
(1) handelt, in dessen Höhlung (4) das Gradientenspulensystem
(3) über die Verbindungsvorrichtung (5) mit dem Grundfeldma
gnetsystem (1) verbunden ist.
14. Magnetresonanztomographiegerät nach Anspruch 13, wobei
mit einer Verbindung des Gradientenspulensystems (3) über we
nigstens eine linke äußere und eine rechte äußere Verbin
dungsvorrichtungen (5) die Entkopplungsvorrichtung (6) in je
einem ringförmigen Bereich der Höhlungshülle links der linken
äußeren und rechts der rechten äußeren Verbindungsvorrichtung
(5), vorzugsweise in der Nähe der Verbindungsvorrichtungen
(5), angeordnet ist.
15. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
13 bis 14, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6) in je ei
nem ringförmigen Bereich an beiden Stirnseiten (9) des Grund
feldmagnetsystems (1), vorzugsweise in der Nähe der Höh
lungsöffnungen, angeordnet ist.
16. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
13 bis 15, wobei die Entkopplungsvorrichtung (6) die Ver
steifungsvorrichtung in der Ausbildung als Versteifungsring
(8) beinhaltet.
17. Magnetresonanztomographiegerät nach Anspruch 16, wobei
der Versteifungsring (8) mit einem hohen Gewicht und aus
nichtferromagnetischem Material, vorzugsweise unmagnetischem
Stahl oder Blei, ausgebildet ist.
18. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
16 bis 17, wobei der Versteifungsring (8) an möglichst
vielen Punkten mit dem Grundfeldmagnetsystem (1), vorzugswei
se dessen äußerer Hülle (2) verbunden ist.
19. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche
13 bis 18, wobei das hohlzylinderförmige Grundfeldmagnetsystem
(1) eine Längsversteifung (16) in Richtung der Zylin
derhauptachse beinhaltet.
20. Magnetresonanztomographiegerät nach einem der Ansprüche 1
bis 19, wobei mit einem Kaltkopf (17) eines supraleitenden
Grundfeldmagneten als Schwingungserzeuger die Entkopplungs
vorrichtung (6a) entlang einer geschlossenen Kurve in einem
Übergangsbereich des Kaltkopfes (17) in das Grundfeldmagnet
system (1) angeordnet ist.
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