DE19938409C1 - Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit und Verwendung der Anordnung - Google Patents
Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit und Verwendung der AnordnungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche einer Probe (3) mit Flüssigkeit (2), die einen Strömungsraum (1) aufweist, der über Zu- und Abströmröhren (7, 8) von einer Flüssigkeit (2) durchströmt ist. Die Probe (3) ist mittels eines Drehantriebs (5) um eine Drehachse drehbar. Vor den Zu- und Abströmröhren (7, 8) ist eine quer zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit (2) verlaufendes Filter (13) angeordnet, der für eine gleichmäßige Durchströmung der Zu- und Abströmröhren (7, 8) sorgt. Die Anordnung ist insbesondere geeignet zum Abscheiden einer homogenen Schicht aus einer Nickel-/Eisenlegierung auf einem Silizium-Wafer (3). Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung der Anordnung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum gleichmäßigen Um
strömen einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit, wobei
die Probe in der Flüssigkeit rotiert. Ferner betrifft die Er
findung die Verwendung der Anordnung.
Solche Anordnungen werden insbesondere verwendet zur galvani
schen Bearbeitung von Oberflächen, wobei sich in einem Elek
trolyten die mit der Kathode verbundene Probe und eine Anode
gegenüberstehen. Dabei ist wünschenswert, daß bei galvani
scher Abscheidung die abgeschiedenen Schichten über die be
schichtete Oberfläche homogen sind bezüglich Schichtdicke und
weiteren funktionellen Eigenschaften, wie z. B. intrinsischem
Streß. Dies erfordert einen gleichmäßigen Übergang des im
Elektrolyten gelösten Stoffes auf die Schichtoberfläche.
Aus der EP 0 856 598 A1 ist eine Anordnung zum galvanischen
Beschichten einer Oberfläche bekannt, bei der eine rotierende
Probe seitlich durch eine Düse mit dem Elektrolyten ange
strömt wird. Durch die rotierende Probe kann über Mittelwert
bildung eine homogene Schichtdicke erreicht werden. Der Nach
teil dieser Anordnung besteht darin, daß die aus der Düse
austretende Strömung nicht laminar ist. Die dabei auftretende
Wirbelbildung führt zu ungleichmäßigen Abscheideraten. Ferner
wirkt sich die ungleichmäßige Strömung auch auf die Anode
aus, an der sich das abzuscheidende Material im Elektrolyten
auflöst. Bei ungleichmäßiger Anströmung der Anode können Io
nenkonzentrationsunterschiede innerhalb des Elektrolyten auf
treten.
Ferner sind Anordnungen zum galvanischen Abscheiden von
Schichten bekannt, bei denen eine ruhende Probe in einer
Strömungszelle angeordnet ist. Bei der Strömungszelle wird
die einströmende bzw. ausströmende Flüssigkeit durch mehrere
parallel liegende Röhrchen geführt. Dadurch wird versucht,
eine möglichst gleichmäßige Strömung in der Zelle zu erzeu
gen. Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß auf der
ruhenden Probe vorhandene Partikel zu Strömungsschatten füh
ren können. Darüber hinaus werden partiell auftretende Inho
mogenitäten im elektrischen Feld zwischen Anode und Kathode
wegen der ruhenden Probe nicht ausgeglichen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Anordnung
zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche einer Probe mit
Flüssigkeit bereitzustellen, bei der Strömungswirbel, Strö
mungsschatten und Inhomogenitäten aufgrund einer ruhenden
Probe vermieden werden und bei der die Strömung über der
Oberfläche laminar ist.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß durch eine Anordnung nach
Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung sowie Verwendungen der Erfindung sind den weiteren An
sprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung gibt eine Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen
einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit an, die einen
Strömungsraum aufweist, der von der Flüssigkeit durchströmt
ist. Im Strömungsraum befindet sich zumindest teilweise eine
Probe, die mittels eines Drehantriebs um eine Drehachse dreh
bar ist. Ausgehend von einem Zulaufbehälter und einem Ablauf
behälter verlaufen Zuströmröhren bzw. Abströmröhren von und
zu entgegensetzten Enden des Strömungsraumes. Dabei gehen die
Röhren jeweils von den Behältern aus. Die Flüssigkeit wird
über ein Zulaufrohr dem Zulaufbehälter zugeführt. Die Flüs
sigkeit wird über ein Ablaufrohr, das im Ablaufbehälter be
ginnt, aus diesem abgeführt. Dabei erfüllen Zu- und Ablaufbe
hälter lediglich eine Verteilerfunktion von den Rohren zu den
Röhren. Die Anordnung weist ferner Mittel auf, die zum Erzeu
gen einer Strömung geeignet sind. Zudem weist die Anordnung
Filter auf, die an einer Stelle der Anordnung von der Flüs
sigkeit durchströmt werden. Diese Filter sind entweder im Zu-
bzw. Ablaufbehälter oder in den Zu- bzw. Abströmröhren ange
ordnet.
Durch die erfindungsgemäße Kombination einer Strömungszelle
mit einem von der Flüssigkeit durchströmten Filter und die
daraus resultierende gleichmäßige Strömung in den Zuström-
und Abströmröhren, wird zusammen mit einer rotierenden Probe
eine laminare Umströmung der Oberfläche erreicht. Ferner wird
erreicht, daß aufgrund einer ruhenden Probe auftretende Inho
mogenitäten vermieden werden.
Eine besonders gleichmäßige Umströmung der Oberfläche erhält
man erfindungsgemäß dadurch, daß die Poren des oder der Fil
ter in ihrer Größe und Anzahl so eingestellt sind, daß der
Druckunterschied zwischen den Zu- und Abströmröhren, die ver
schieden weit vom Zu-/Ablaufrohr entfernt sind, ausgeglichen
wird. Dies erreicht man vorzugsweise dadurch, daß bei weiter
vom Zu- oder Ablaufrohr entfernten Röhren eine größere Ge
samtporenfläche des dazugehörigen Filters bzw. Filterab
schnitts von Flüssigkeit durchströmt ist, als bei Röhren, die
nahe am Zu- oder Ablaufrohr angeordnet sind.
Besonders vorteilhaft kann die erfindungsgemäße Anordnung zum
galvanischen Auf- oder Abtragen von Material auf oder von der
Oberfläche einer Probe Verwendung finden, wenn im Strömungs
raum eine Elektrode angeordnet ist und die Flüssigkeit ein
Elektrolyt ist. Die Probe und die Elektrode sind mit einer
Stromquelle verbunden. Es kann eine Gleichstromquelle verwen
det werden, deren Polarität entsprechend der Anwendung zum
Auf- oder Abtragen gewählt wird. Die Stromquelle kann darüber
hinaus auch pulsierend sein, wodurch die Abscheidung mecha
nisch verspannter Schichten auf der Probenoberfläche ermög
licht wird.
Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung zum galvanischen
Auf- oder Abtragen von Material auf oder von einer Oberfläche
einer Probe, bei der erfindungsgemäß der Strömungsraum zwei
zueinander parallele ebene Begrenzungswände aufweist. Diese
Begrenzungswände weisen dabei eine erste bzw. eine zweite
Ausnehmung auf. Die Probe weist eine im wesentlichen ebene
Oberfläche auf und ist um eine senkrecht zur Oberfläche ver
laufende Drehachse drehbar so angeordnet, daß mit dieser
Oberfläche die erste Ausnehmung abgedeckt wird, wobei die
Oberfläche mit der zugehörigen Begrenzungswand eine Ebene
bildet. Auch die Elektrode weist eine ebene Oberfläche auf,
die die zweite Ausnehmung abdeckt und mit der zugehörigen Be
grenzungswand eine Ebene bildet. Der Strömungsraum ist in
diesem Fall von parallel zu den Zu- und Abströmröhren verlau
fenden ebenen Begrenzungswänden begrenzt, was die Ausbildung
einer laminaren Strömung zusätzlich begünstigt.
Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung zum galvanischen
Auftragen von Material, bei der erfindungsgemäß die Anode ein
Gitterkorb aus elektrochemisch inertem Material ist, welcher
eine ebene, Löcher enthaltende Oberfläche aufweist. Dieser
Gitterkorb ist mit dem abzuscheidenden Material als Granulat
gefüllt. Durch die Granulatform des abzuscheidenden Materials
ist die Kontaktfläche mit dem Elektrolyten besonders groß,
wodurch sich das abzuscheidende Material leichter im Elektro
lyten auflöst.
Zudem ist es besonders vorteilhaft, wenn die Elektrode aus
einem mit Platin oder einem anderen Edelmetall beschichteten
Metall besteht. In diesem Fall wird abzuscheidendes Material
ausschließlich durch Ersetzen des verbrauchten Elektrolyten
nachgeliefert. An der Anode wird dann der Elektrolyt bzw.
dessen üblicherweise wäßriges Lösungsmittel zersetzt. Eine
mögliche elektrochemische Reaktion mit einem gelöstes Nickel
enthaltenden Elektrolyten wäre beispielsweise die Abscheidung
von Nickel an der Kathode und die gleichzeitige Erzeugung von
Sauerstoff aus dem Wasser der Lösung an der Anode.
Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung zum gleichmäßigen
Umströmen einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit, bei
der erfindungsgemäß das Zu- und Ablaufrohr jeweils über ein
Drosselventil in einen mit Flüssigkeit gefüllten Vorratsbe
hälter geführt sind. Als Mittel zum Erzeugen einer Strömung
kommt dabei eine Flüssigkeitspumpe in Betracht, die die Flüs
sigkeit des Vorratsbehälters durch das Zulaufrohr pumpt. Fer
ner sind im Vorratsbehälter Mittel zum Filtern sowie zur Re
gelung von Temperatur, pH-Wert und Füllstand der Flüssigkeit
vorgesehen. Für den Fall, daß die Flüssigkeit ein Elektrolyt
ist, sind zudem Mittel zur Regelung der Ionenkonzentration
des Elektrolyten vorgesehen.
Dadurch wird es möglich, beispielsweise einen Beschichtungs
prozeß genauestens zu kontrollieren, denn die Überwachung und
Kontrolle der relevanten Parameter Temperatur, pH-Wert und
Ionenkonzentration des Elektrolyten begünstigen eine homogene
Schichtabscheidung.
Die Erfindung kann besonders vorteilhaft verwendet werden zum
Abscheiden einer mechanisch verspannten Schicht aus Nickel-
/Eisenlegierung auf einem Wafer. Dieser Wafer besteht dann
vorzugsweise aus Silizium oder Keramik. Durch Verwendung der
erfindungsgemäßen Anordnung kann erreicht werden, daß die Zu
sammensetzung der Legierung und die intrinsische mechanische
Spannung der Schicht über den Wafer homogen ist. Aus der ab
geschiedenen Schicht können durch Strukturierung von Rechtec
ken, die anschließend partiell unterätzt werden, vom Wafer
weggebogene Federn in einem Batchprozeß hergestellt werden.
Solche Federn finden beispielsweise Verwendung in miniaturi
sierten Relais.
Die erfindungsgemäße Anordnung kann auch besonders vorteil
haft verwendet werden zur Belackung von Wafern mit elektro
phoretischem Lack. Die für die Elektrophorese benötigte Span
nung wird zwischen dem Wafer und einer gegenüberliegenden
Elektrode angelegt.
Ferner kann die erfindungsgemäße Anordnung auch besonders
vorteilhaft verwendet werden zum stromlosen Abscheiden von
Material auf der Oberfläche der Probe.
Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Anordnung auch ver
wendet werden zum Abtragen von Material von der Oberfläche
der Probe mit Hilfe einer Ätzlösung. Beispielsweise könnte
die Oberfläche eines Silizium-Wafers mit KOH-Lösung geätzt
werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen und den dazugehörigen Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung zum Umströmen
einer Oberfläche einer Probe mit Flüssigkeit im schematischen
Längsschnitt.
Fig. 2 zeigt den Strömungsraum einer erfindungsgemäßen An
ordnung zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche im sche
matischen Querschnitt.
Fig. 3 zeigt einen Vorratsbehälter, in den ein Zu- und ein
Ablaufrohr geführt sind, im schematischen Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt eine Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen ei
ner Oberfläche mit einem Strömungsraum 1, in dem sich ein
Elektrolyt 2 befindet. Auf der Oberseite des Strömungsraums 1
ist ein Wafer 3 angeordnet. Der Wafer 3 ist an eine Kathode 4
angeschlossen und mittels eines Drehantriebs 5 um eine Achse
senkrecht zu seiner Oberfläche drehbar. Der Drehantrieb 5 ist
mit Hilfe des Lagers 22 gelagert und mit Hilfe der Dichtung
23 gegenüber dem Wafer abgedichtet. Gegenüber dem Wafer 3 be
findet sich ein mit einer Anode 6 verbundener Gitterkorb 15,
der das abzuscheidende Material in Form von Granulat 14 ent
hält. Der Strömungsraum 1 ist von einem Gehäuse 18 umgeben.
Jeweils seitlich vom Strömungsraum 1 ist ein Zulaufbehälter 9
und ein Ablaufbehälter 10 angeordnet. Die Behälter 9, 10 sind
über Zuströmröhren 7 bzw. Abströmröhren 8 mit dem Strömungs
raum 1 verbunden. Im Zulaufbehälter 9 und im Ablaufbehälter
10 befindet sich je ein Filter 13. Durch dieses Filter 13
wird eine möglichst gleichmäßige Durchströmung der Zuström
röhren 7 und der Abströmröhren 8 erreicht. Das Filter 13 ent
hält Filterporen 24, durch die der Elektrolyt 2 strömen kann.
Fig. 2 zeigt einen Strömungsraum 1, der auf der Oberseite
mit einem Wafer 3 abgedeckt ist. Seitlich zum Strömungsraum 1
ist ein Zulaufbehälter 9 und ein Ablaufbehälter 10 angeord
net. Im Zulaufbehälter 9 endet ein Zulaufrohr 11, das Flüs
sigkeit in den Zulaufbehälter 9 transportiert. Im Ablaufbe
hälter 10 beginnt ein Ablaufrohr 12, das Flüssigkeit vom Ab
laufbehälter 10 wegtransportiert. Der Strömungsraum 1 ist mit
dem Zulaufbehälter 9 und dem Ablaufbehälter 10 über parallel
verlaufende Zuströmröhren 7 bzw. Abströmröhren 8 verbunden.
Im Zulaufbehälter 9 und im Ablaufbehälter 10 befindet sich
ein Filter 13 mit Filterporen 24. Die Größe der Filterporen
24 ist über die Gesamtfilterfläche variierend so gewählt, daß
der Druckunterschied zwischen verschieden weit vom Zulaufrohr
11 bzw. Ablaufrohr 12 entfernten Zuströmröhren 7 bzw. Ab
strömröhren 8 ausgeglichen wird. Dadurch wird eine gleichför
mige Durchströmung der Zuströmröhren 7 und der Abströmröhren
8 erreicht, was eine laminare Strömung im Strömungsraum 1 be
günstigt.
Fig. 3 zeigt einen mit Elektrolyt 2 gefüllten Vorratsbehäl
ter 17, in den ein Ablaufrohr 12 und ein Zulaufrohr 11 ge
führt sind. Das Zulaufrohr 11 ist über ein Drosselventil 16
in den Vorratsbehälter 17 geführt. Als Mittel zur Erzeugung
einer Strömung findet die Förderpumpe 20 Verwendung. Im Vor
ratsbehälter 17 ist eine Heizung 19 angeordnet, die zur Tem
peraturregelung verwendet wird. Mittels einer weiteren För
derpumpe 25 und einer Filterpatrone 21 kann der Elektrolyt 2
aus dem Vorratsbehälter 17 in einem kontinuierlichen Prozeß
gereinigt werden.
Mit Hilfe des Drehantriebs und der Förderpumpe kann die Rota
tionsgeschwindigkeit des Wafers und die Strömungsgeschwindig
keit des Elektrolyten auf den gewünschten Prozeß abgestimmt
werden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die beispielhaft ge
zeigten Ausführungsformen, sondern wird in ihrer allgemein
sten Form durch Anspruch 1 definiert.
Claims (11)
1. Anordnung zum gleichmäßigen Umströmen einer Oberfläche ei
ner Probe (3) mit einer Flüssigkeit (2), aufweisend
- - einen Strömungsraum (1), der von der Flüssigkeit (2) durchströmt ist,
- - eine zumindest teilweise im Strömungsraum (1) befindli che Probe (3), die mittels eines Drehantriebs (5) um ei ne Drehachse drehbar ist,
- - Zu- und Abströmröhren (7, 8), die, jeweils ausgehend von einem Zu- bzw. Ablaufbehälter (9, 10), zu entgegen gesetzten Enden des Strömungsraumes (1) verlaufen,
- - ein Zulaufrohr (11), das im Zulaufbehälter (9) endet,
- - ein Ablaufrohr (12), das im Ablaufbehälter (10) beginnt,
- - Mittel (20) zum Erzeugen einer Strömung, und
- - im Zu- und/oder Ablaufbehälter (9, 10) oder in den Zu- bzw. Abströmröhren (7, 8) angeordnete, von der Flüssig keit (2) durchströmte Filter (13).
2. Anordnung nach Anspruch 1,
bei der die Größe und die Anzahl der Filterporen (24) über
die Gesamtfilterfläche variierend so eingestellt sind, daß
ein eine ungleichmäßige Durchströmung der Röhren (7, 8)
erzeugender Druckunterschied zwischen verschieden weit vom
Zu-/Ablaufrohr (11, 12) entfernten Zu-/Abströmröhren (7,
8) durch verschiedene den einzelnen Röhren (7, 8) zugeord
nete durchströmte Gesamtporenflächen kompensiert ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 zum galvanischen Auf-
oder Abtragen von Material auf oder von der Oberfläche der
Probe (3), die eine Elektrode (6) im Strömungsraum (1)
aufweist, bei der die Flüssigkeit (2) ein Elektrolyt ist
und bei der die Probe (3) und die Elektrode (6) mit einer
pulsierenden oder konstanten Stromquelle verbunden sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3 zum galvanischen Auf- oder Ab
tragen von Material auf oder von der Oberfläche der Probe,
bei der
- - der Strömungsraum (1) zwei parallel zur Strömungsrich tung angeordnete ebene Begrenzungswände mit einer ersten bzw. einer zweiten Ausnehmung aufweist,
- - die Probe (3) eine im wesentlichen ebene Oberfläche auf weist, zu der die Drehachse senkrecht angeordnet ist,
- - die Probe (3) die erste Ausnehmung abdeckt und die ge nannte ebene Oberfläche mit der zugehörigen Begrenzungs wand eine Ebene bildet, und
- - die Elektrode (6) mit einer ebenen Oberfläche die zweite Ausnehmung abdeckt und mit der zugehörigen Begrenzungs wand eine Ebene bildet.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
bei der die Elektrode (6) einen mit dem abzuscheidenden
Material (14) in Granulatform gefüllter Gitterkorb (15)
aus elektrochemisch inertem Material ist, welcher eine
ebene, Löcher enthaltende Oberfläche aufweist.
6. Anordnung nach Anspruch 4,
bei der die Elektrode (6) aus einem mit Platin oder einem
anderen Edelmetall beschichteten eine ebene Oberfläche
aufweisenden Metallkörper besteht.
7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6,
bei der das Zu- und/oder das Ablaufrohr (11, 12) über ein
Drosselventil (16) in einen mit Flüssigkeit (2) gefüllten
Vorratsbehälter (17) geführt ist, der Mittel zum Filtern
(21) sowie zur Regelung von Temperatur (19), pH-Wert,
Füllstand und ggf. auch der Ionenkonzentration der Flüs
sigkeit (2) aufweist.
8. Verwendung der Anordnung nach Anspruch 5 bis 7 zum Ab
scheiden einer Schicht aus Nickel-/Eisenlegierung auf ei
nem Silizium- oder Keramikwafer (3), wobei die Legierungs
zusammensetzung und die intrinsische mechanische Spannung
der Schicht über den Wafer (3) homogen ist.
9. Verwendung der Anordnung nach Anspruch 1 bis 7 zum Belac
ken eines Wafers (3) mit elektrophoretischem Photolack.
10. Verwendung der Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 zum
stromlosen Abscheiden von Material auf der Oberfläche der
Probe.
11. Verwendung der Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 zum Ab
tragen von Material von der Oberfläche der Probe, wobei
als Flüssigkeit eine Ätzlösung eingesetzt wird.
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