DE19937801C1 - Vakuumspanneinrichtung - Google Patents
VakuumspanneinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vakuumspanneinrichtung mit wenigstens einer Konsole und einem von der Konsole getragenen Blocksauger, auf welchem ein zu spannendes Werkstück auflegbar ist und vom Blocksauger mittels Unterdruck gehalten wird, wobei der Blocksauger auf seiner dem Werkstück zugewandten Seite eine erste Spannfläche aufweist und auf seiner der Konsole zugewandten Seite eine zweite Spannfläche aufweist, wobei der Blocksauger mit wenigstens einem mechanischen Spannmittel zum Fixieren an der Konsole versehen ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vakuumspanneinrichtung mit
wenigstens einer Konsole und einem von der Konsole getragenen
Blocksauger, auf welchen ein zu spannendes Werkstück auflegbar
ist und vom Blocksauger mitttels Unterdruck gehalten wird,
wobei der Blocksauger auf seiner dem Werkstück zugewandten
Seite eine erste Spannfläche aufweist und auf seiner der
Konsole zugewandten Seite eine zweite Spannfläche aufweist,
wobei der Blocksauger mit wenigstens einem mechanischen
Spannmittel zum Fixieren an der Konsole versehen ist.
Es sind Blocksauger bekannt, die mit einem Schlauch mit
einer Unterdruckquelle verbunden werden. Derartige Block
sauger können mechanisch oder mittels Unterdruck an der
Konsole gspannt werden. Als mechanische Spannvorrichtungen
sind Spannklauen, Spannzylinder und Klemmscharauben be
kannt. Beim mechanischen Spannen muss die Klemmvorrichtung
aber so ausgelegt sein, dass die gesamten Querkräfte auf
genommen werden können. Es sind also starke Klemmkräfte
erforderlich.
Eine Vakuumspanneinrichtung ist auch aus der WO 99 20 437 A1
bekannt. Bei dieser Vakuumspanneinrichtung weist die
Konsole einen Unterdruckanschluss auf, auf welchen der
Blocksauger aufsetzbar ist. Wird an diesen Unterdruckan
schluss ein erster Unterdruck angelegt, dann wird über
diesen Unterdruck der Blocksauger an der Konsole gespannt.
Auf den Blocksauger ist ein Werkstück auflegbar, welches
ebenfalls mittels Unterdruck festgehalten wird. Hierfür ist
der bereits an den Blocksauger angelegte Unterdruck zu
erhöhen, bis das Drucksteuerventil im Blocksauger öffnet,
sodass der Unterdruck auch am oberen, dem Werkstück
zugewandten Spannraum anliegt. Die Blocksauger sind dann
frei auf der Konsole verschiebbar bzw. beliebig auf dieser
aufsetzbar, wenn keinerlei Unterdruck am Blocksauger
anliegt. Insbesondere bei Spannbalken, auf denen die
Blocksauger verschoben werden, kann dies zum Nachteil
führen, dass bei der Verwendung mehrerer Blocksauger der eine
oder andere Blocksauger beim Positionieren des Werkstücks oder
beim Positionieren anderer Blocksauger versehentlich
verschoben wird. Der die Blocksauger festhaltende Unterdruck
kann erst dann angelegt werden, wenn die Blocksauger ihre
gewünschte Position einnehmen. Ein Verschieben des gespannten
Blocksaugers ist nicht mehr möglich.
Aus der DE 34 34 329 C1 ist eine Vakuum-Spanneinrichtung
bekannt geworden, mit der Werkstück auf Werkbänke aufgespannt
werden können. Es wird vorgschlagen, die Vakuum-Spanneinrich
tung auf der Werkbank festzuschrauben. Eine große Flexibilität
wird hierdurch nicht erreicht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vakuum
spanneinrichtung bereitzustellen, bei der die Blocksauger nach
wie vor mittels Unterdruck an der Konsole gespannt werden und
bei der nach wie vor das Werkstück mittels Unterdruck am
Blocksauger festgehalten wird, wobei der Blocksauger jedoch
bei seiner Positionierung an der Konsole auch dann eine
gewisse Sicherheit gegen Verrutschen besitzt, wenn noch kein
Unterdruck anliegt.
Diese Aufgabe wird bei einer Vakuumspanneinrichtung der
eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
das Spannmittel eine federbelastete Ruhelage aufweist. Dabei entspricht
insbesondere die Ruhelage der Raststellung. Dies
hat den wesentlichen Vorteil, dass bereits mit dem Aufsetzen
des Blocksaugers auf die Konsole die Verrastung stattfindet.
Ein Lösen des Blocksaugers erfolgt durch manuelles Entrasten,
das heißt durch manuelle Betätigung der Rastmittel. Es ist
auch denkbar, dass das Lösen des Blocksaugers maschinell
erfolgt, z. B. mittels eines Werkzeugwechselsystems.
Aufgrund des zusätzlichen mechanischen Spannmittels wird
während der Zeit, während der noch kein Unterdruck anliegt,
ein Verrutschen des Blocksaugers verhindert, da dieser über
das mechanische Spannmittel mit der Konsole verbunden ist.
Dieses mechanische Spannmittel kann so ausgestaltet sein, dass
es nur relativ geringe Spannkräfte aufbringt, die jedoch für
den Rüstvorgang ausreichend sind.
Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Konsole als
Spannbalken ausgebildet ist und an wenigstens einer Längsseite
eine in Längsrichtung verlaufende Längsnut aufweist und das
Spannmittel als Rastmittel ausgebildet ist. Mit einer
derartigen Ausgestaltung kann der Blocksauger ohne besondere
Handgriffe auf den Spannbalken von oben aufgesetzt und mit
diesem verrastet werden, indem das Rastmittel in die Längsnut
einrastet.
Vorteilhafterweise befinden sich auf beiden Längsseiten des
Spannbalkens Längsnuten, in denen jeweils ein Rastmittel
einrastet.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist das Spannmittel als
schwenkbarer Klemmhebel ausgebildet. Dabei weist der
Klemmhebel insbesondere einen an der Konsole angreifenden
Haltearm und einen bezüglich der Schwenklagerstelle
gegenüberliegenden Lenker auf. Der Haltearm wird beim
Aufsetzen des Blocksaugers auf die Konsole zunächst ausgelenkt
und rastet dann in der Längsnut ein. Diese Raststellung wird
dadurch beibehalten, dass der Haltearm insbesondere einstückig
mit einem Lenker verbunden ist, und der Lenker federbelastet
ist. Über eine geeignete Wahl der Hebelverhältnisse von
Haltearm und Lenker können die Haltekräfte optimal eingestellt
werden. Die Feder kann als Schraubendruckfeder, Schenkelfeder
oder Kunststofffeder ausgebildet sein.
Ein einfaches Aufschieben des Blocksauger auf die Konsole und
dadurch ein problemloses Auslenken des Haltearms aus der
Ruhelage wird dadurch erreicht, dass der Haltearm eine
Auflaufschräge besitzt. Über diese Auflaufschräge wird der
Haltearm ausgelenkt und rastet dann beim Aufsetzen des
Blocksaugers auf der Konsole in die gewünschte Rastlage ein,
in welcher eine Rastnase in die Längsnut eingreift.
Bevorzugterweise ist der Klemmhebel über ein Scharnier am
Blocksauger befestigt. Dieses Scharnier ermöglicht eine
problemlose Verschwenkung des Klemmhebels, wobei das
Scharnier als Filmscharnier ausgebildet sein kann. Bei
einem Ausführungsbeispiel ist der Klemmhebel an den
Blocksauger angespritzt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der folgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel im Querschnitt
dargestellt ist.
In der Zeichnung sind mit dem Bezugszeichen 10 eine als
Spannbalken 12 ausgebildete Konsole und mit 14 ein
Blocksauger dargestellt. Die Konsole weist eine obere
Spannfläche 16 auf, auf welche der Blocksauger 14
aufsetzbar ist, und aus welcher ein Unterdruckanschluss 18
ausmündet. Der Blocksauger 14 besitzt eine erste
Spannfläche 20, auf welche ein Werkstück (nicht
dargestellt) auflegbar ist, und eine zweite Spannfläche 22,
mit welcher der Blocksauger 14 auf der Spannfläche 16 der
Konsole 10 aufsitzt. Die beiden Spannflächen 20 und 22
weisen eine umlaufende Dichtung auf, sodass sie dicht
gegenüber dem Werkstück bzw. der Konsole 10 abschließen.
Der Blocksauger 14 ist außerdem an zwei einander
gegenüberliegenden Längsseiten mit jeweils einem
Spannmittel 24 versehen, mit welchem er mechanisch mit der
Konsole 10 bzw. dem Spannbalken 12 verbindbar ist. Hierfür
weist der Spannbalken 12 an seinen beiden Längsseiten 26
jeweils eine Längsnut 28 auf, in welche eine Nase 30 des
als Klemmhebel 32 ausgebildeten Spannmittels 24 eingreift.
Der Klemmhebel wird von einem Haltearm 34 sowie einem
Lenker 36 gebildet, die einstückig ausgebildet sind und
schwenkbar an der Konsole gelagert sind. Das Schwenklager
38 ist ein Filmscharnier, welches am Blocksauger 14
angespritzt ist.
Der Lenker 36 ist an einer Feder 40 abgestützt, die auf
einem Haltedorn 42 aufsitzt. Über die Feder 40 wird der
Lenker 36 mit einer Federkraft beaufschlagt, die im
Uhrzeigersinn bezüglich des Schwenklagers 38 wirkt, sodass
der Haltearm 34, insbesondere die Nase 30 in die Längsnut
28 gedrängt wird.
Die Längsnut 28 weist an ihrer Oberseite eine Schräge 44
auf, an der die Nase 30 mit einer Schrägfläche 46 anliegt.
Wird der auf die Konsole 10 aufgesetzte Blocksauger 14
entweder durch das Gewicht des Werkstücks belastet oder an
die Konsole beim Anlegen eines Unterdrucks angesaugt, dann
verschiebt sich die Position des Blocksaugers 14 in
Richtung auf die Konsole 10 und die Nase 30 rutscht mit
ihrer Schrägfläche 46 entlang der Schräge 44. Aufgrund der
schrägen Anlage erfolgt kein Lösen oder Lockern des
Blocksaugers 14 und die Klemmkraft wird beibehalten. Die
Nase 30 kann im Bereich der Schrägfläche 46 auch mit einem
rutschhemmenden Belag versehen sein.
Außerdem weist die Nase 30 eine Auflaufschräge 48 auf,
sodass der Blocksauger 14 ohne Betätigung des Spannmittels
24 auf die Konsole 10 aufgesetzt werden kann, wobei die
Auflaufschräge 48 bewirkt, dass das Spannmittel 24
selbsttätig öffnet und die Nasen 30 in die Längsnuten 28
einrasten können.
Ein Lösen des Blocksaugers 14 von der Konsole 10 erfolgt
dadurch, dass manuell die Lenker 36 entgegen der Kraft der
Feder 40 eingedrückt werden, was in der linken Darstellung
gezeigt ist. Die Spannmittel 24 werden an ihren Stirnseiten
von Profilstegen 50 übergriffen, die einen gewissen Schutz
für die Spannmittel 24 darstellen.
Mit dem Bezugszeichen 52 ist ein Strömungsventil oder ein
Magnetventil bezeichnet.
Claims (10)
1. Vakuumspanneinrichtung mit wenigstens einer Konsole (10)
und einem von der Konsole (10) getragenen Blocksauger
(14), auf welchem ein zu spannendes Werkstück auflegbar
ist und vom Blocksauger (14) mittels Unterdruck gehalten
wird, wobei der Blocksauger (14) auf seiner dem Werkstück
zugewandten Seite eine erste Spannfläche (20) aufweist
und auf seiner der Konsole (10) zugewandten Seite eine
zweite Spannfläche (22) aufweist, wobei der Blocksauger
(14) mit wenigstens einem mechanischen Spannmittel (24)
zum Fixieren an der Konsole (10) versehen ist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Spannmittel (24) eine
federbelastete Ruhelage aufweist.
2. Vakuumspanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Konsole (10) als Spannbalken
(12) ausgebildet ist und an wenigstens einer Längsseite
(26) eine in Längsrichtung verlaufende Längsnut (28)
aufweist und das Spannmittel (24) als Rastmittel
ausgebildet ist.
3. Vakuumspanneinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruhelage des
Spannmittels (24) der Raststellung entspricht.
4. Vakuumspanneinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel
(24) als schwenkbarer Klemmhebel (32) ausgebildet ist.
5. Vakuumspanneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (32) einen an der
Konsole (10) angreifenden Haltearm (34) und einen bzgl.
der Schwenklagerstelle (38) gegenüberliegenden Lenker
(36) aufweist.
6. Vakuumspanneinrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Lenker (36) federbelastet ist.
7. Vakuumspanneinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der Haltearm (34) eine
Auflaufschräge (48) aufweist.
8. Vakuumspanneinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (32) über ein
Scharnier am Blocksauger (14) befestigt ist.
9. Vakuumspanneinrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, dass das Scharnier ein Filmscharnier ist.
10. Vakuumspanneinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (32)
angespritzt ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19937801A DE19937801C1 (de) | 1999-07-09 | 1999-08-10 | Vakuumspanneinrichtung |
| US09/606,520 US6364299B1 (en) | 1999-07-09 | 2000-06-29 | Vacuum holding apparatus |
| JP2000201114A JP4620223B2 (ja) | 1999-07-09 | 2000-07-03 | 真空固定保持装置 |
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29911761U DE29911761U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Vakuumspanneinrichtung |
| DE19937801A DE19937801C1 (de) | 1999-07-09 | 1999-08-10 | Vakuumspanneinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19937801C1 true DE19937801C1 (de) | 2001-01-04 |
Family
ID=8075751
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29911761U Expired - Lifetime DE29911761U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Vakuumspanneinrichtung |
| DE19937801A Expired - Lifetime DE19937801C1 (de) | 1999-07-09 | 1999-08-10 | Vakuumspanneinrichtung |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29911761U Expired - Lifetime DE29911761U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Vakuumspanneinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Also Published As
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| DE29911761U1 (de) | 2000-11-16 |
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Legal Events
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