DE19937710A1 - Verfahren zur Übergabe einer bestehenden logischen Datenverbindung - Google Patents
Verfahren zur Übergabe einer bestehenden logischen DatenverbindungInfo
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Abstract
Eine bestehende logische Datenverbindung zwischen einer ersten mit einem Teilnehmeranschluß eines Telekommunikationsnetzes verbundenen Teilnehmerendeinrichtung (T1) und einer Vermittlungsstelle (VST, AP) des Telekommunikationsnetzes wird von einer ersten Teilnehmerendeinrichtung (T1) an eine zweite Teilnehmerendeinrichtung (T2), die mit dem Teilnehmeranschluß der ersten Teilnehmerendeinrichtung oder mit einem anderen Teilnehmeranschluß des zweiten Telekommunikationsnetzes verbunden ist, übergeben. Dabei erhält die zweite Teilnehmerendeinrichtung eine von der ersten Teilnehmerendeinrichtung übertragene Nachricht bezüglich des Kommunikationszustandes (Context) der bestehenden logischen Datenverbindung und übernimmt diese Datenverbindung im mitgeteilten Kommunikationszustand unter Anpassung des eigenen Zustandes.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übergabe einer be
stehenden logischen Datenverbindung. Die logische Datenver
bindung besteht dabei zwischen einer ersten mit einem Teil
nehmeranschluß eines Telekommunikationsnetzes verbundenen
Teilnehmerendeinrichtung und einer Vermittlungsstelle des Te
lekommunikationsnetzes.
Ein solches Telekommunikationsnetz wird beispielsweise in
Fig. 1 gezeigt. Demnach steht das Telekommunikationsnetz mit
einem Zugangsrechner AP eines Datennetzes DN, z. B. dem Inter
net, in Verbindung. Verschiedene Teilnehmerendeinrichtungen,
z. B. ein Personal Computer PC, ein schnurgebundenes Telefon
TF sowie ein schnurloses Handgerät SL mit seiner Basisstation
BS, sind an eine Vermittlungsstelle VST angeschlossen. Diese
Vermittlungsstelle weist eine Verbindung über ein leitungs
vermitteltes öffentliches Telefonnetz PSTN oder über ein pa
ketvermittelndes Datennetz PN, z. B. X.25, zu dem genannten
Zugangsrechner AP des Datennetzes DN auf. Das öffentliche Te
lefonnetz steht zugleich mit einem mobilen Kommunikationsnetz
PLMN in Verbindung, das mehrere Funkeinrichtungen RBS zum An
schluß mehrerer Teilnehmerendeinrichtungen über eine Funk
schnittstelle umfaßt. Solche Teilnehmerendeinrichtungen sind
beispielsweise Mobilstationen MS, wobei an eine der angedeu
teten Mobilstationen auch ein Laptop LT oder ein Personal
Computer über eine serielle Schnittstelle anschließbar ist
bzw. eine Mobilstation in einen Laptop oder Personal Computer
integrierbar ist.
Ausgehend von einer derartigen Netzkonstellation ist derzeit
folgende Situation vorzufinden:
Ein Teilnehmer des Telekommunikationsnetzes verfügt über ver schiedene Teilnehmerendeinrichtungen beispielsweise wie in Fig. 1 abgebildet, die ihm alle einen Zugang zu einem Daten netz, z. B. dem Internet, ermöglichen. Demnach kann der Teil nehmer mit seiner Teilnehmerendeinrichtung mit Displayanzeige z. B. TF sogenannte elektronische Post (Email) aus dem Daten netz empfangen, lesen und bearbeiten. Es sei angenommen, der Teilnehmer hat mit einer solchen Teilnehmerendeinrichtung ei ne Datenverbindung zum Datennetz aufgebaut, um seine elektro nische Post von einem in der Fig. 1 nicht dargestellten so genannten Mailserver des Datennetzes zu seiner Teilnehmerend einrichtung zu übertragen. Empfangene umfangreiche elektroni sche Post, die z. B. sogenannte Attachments im Format von PC Anwendungen (z. B. Word) enthalten, können jedoch auf der Teilnehmerendeinrichtung z. B. TF aufgrund des relativ kleinen Displays und der geringen Speicherkapazität nicht dargestellt werden. Daher möchte der Teilnehmer zum Lesen solcher elek tronischer Post seinen Personal Computer verwenden. Dazu muß der Teilnehmer entweder eine weitere Datenverbindung (bei ei nem ISDN-Anschluß z. B. durch Belegung des zweiten B-Kanals) oder eine neue Datenverbindung zum Zugangsrechner des Daten netzes aufbauen, sich erneut authorisieren, z. B. durch Ein tippen seines Paßworts, auf seinem PC die entsprechende PC Anwendung zum Lesen von elektronischer Post aktivieren und schließlich die erwähnte elektronische Post mit Attachment zur Darstellung auf dem Bildschirm des Personal Computers auswählen. Wenn der Teilnehmer anschließend den Personal Com puter wieder ausschalten und mit der Bearbeitung weiterer elektronischer Post an seinem Telefon mit Display fortfahren möchte, muß er den vorstehend geschilderten Vorgang wiederho len.
Ein Teilnehmer des Telekommunikationsnetzes verfügt über ver schiedene Teilnehmerendeinrichtungen beispielsweise wie in Fig. 1 abgebildet, die ihm alle einen Zugang zu einem Daten netz, z. B. dem Internet, ermöglichen. Demnach kann der Teil nehmer mit seiner Teilnehmerendeinrichtung mit Displayanzeige z. B. TF sogenannte elektronische Post (Email) aus dem Daten netz empfangen, lesen und bearbeiten. Es sei angenommen, der Teilnehmer hat mit einer solchen Teilnehmerendeinrichtung ei ne Datenverbindung zum Datennetz aufgebaut, um seine elektro nische Post von einem in der Fig. 1 nicht dargestellten so genannten Mailserver des Datennetzes zu seiner Teilnehmerend einrichtung zu übertragen. Empfangene umfangreiche elektroni sche Post, die z. B. sogenannte Attachments im Format von PC Anwendungen (z. B. Word) enthalten, können jedoch auf der Teilnehmerendeinrichtung z. B. TF aufgrund des relativ kleinen Displays und der geringen Speicherkapazität nicht dargestellt werden. Daher möchte der Teilnehmer zum Lesen solcher elek tronischer Post seinen Personal Computer verwenden. Dazu muß der Teilnehmer entweder eine weitere Datenverbindung (bei ei nem ISDN-Anschluß z. B. durch Belegung des zweiten B-Kanals) oder eine neue Datenverbindung zum Zugangsrechner des Daten netzes aufbauen, sich erneut authorisieren, z. B. durch Ein tippen seines Paßworts, auf seinem PC die entsprechende PC Anwendung zum Lesen von elektronischer Post aktivieren und schließlich die erwähnte elektronische Post mit Attachment zur Darstellung auf dem Bildschirm des Personal Computers auswählen. Wenn der Teilnehmer anschließend den Personal Com puter wieder ausschalten und mit der Bearbeitung weiterer elektronischer Post an seinem Telefon mit Display fortfahren möchte, muß er den vorstehend geschilderten Vorgang wiederho len.
Auch im Falle anderer Internetanwendungen als elektronische
Post wie z. B. das Aufrufen von Anbieterseiten mit Hilfe eines
sogenannten Browsers muß der Teilnehmer in ähnlicher Art und
Weise vorgehen, um auf seinem Personal Computer den gleichen
Zustand zu erreichen, den er auf seinem Telefon zuvor zur
Verfügung hatte, d. h. beispielsweise gleiche aufgerufene An
bieterseite, gleicher Zustand von bereits getätigten Transak
tionen, wie z. B. ein Filetransfer, gleiche Lesezeichen (Book
marks) usw.
Ein solches Vorgehen ist in mehrerer Hinsicht nachteilig:
- - Der Aufbau einer weiteren bzw. einer neuen Datenverbin dung erfordert eine erneute Authorisierung des Benutzers, z. B. durch Eingabe von Paßwörtern, und die Auswahl des angewählten Zugangsrechners.
- - Der erneute Verbindungsaufbau an sich ist zeitaufwendig, da der Teilnehmerendeinrichtung, im Beispiel der Personal Computer, für eine Internetsitzung, für die vorzugsweise das sogenannte PPP Protokoll (Point to Point Protocol) verwendet wird, eine neue Datennetzadresse (IP-Adresse) zugeordnet werden muß. Des weiteren müssen die Kommunika tionspartner der Datenverbindung erneut Übertragungsbe dingungen, wie z. B. Übertragungsbandbreite und Quali tätsgüte, neu vereinbaren sowie Authorisierungsdaten er neut austauschen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zu
entwickeln, das die angegebenen Probleme löst.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Mittel
gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in Un
teransprüchen gekennzeichnet.
Die Basis der Erfindung ist ein Verfahren zur Übergabe einer
bestehenden logischen Datenverbindung zwischen einer ersten
mit einem Teilnehmeranschluß eines Telekommunikationsnetzes
verbundenen Teilnehmerendeinrichtung und einer Vermittlungs
stelle des Telekommunikationsnetzes von der ersten Teilneh
merendeinrichtung an eine zweite Teilnehmerendeinrichtung,
die mit dem Teilnehmeranschluß der ersten Teilnehmerendein
richtung oder mit einem anderen Teilnehmeranschluß des Tele
kommunikationsnetzes verbunden ist. Dabei überträgt die erste
Teilnehmerendeinrichtung eine Nachricht bezüglich des Kommu
nikationszustandes der bestehenden logischen Datenverbindung
an die zweite Teilnehmerendeinrichtung und übernimmt die Da
tenverbindung im mitgeteilten Kommunikationszustand unter An
passung des eigenen Zustandes. Unter dem Kommunikationszu
stand sind sämtliche Vereinbarungen zwischen den Kommunikati
onspartnern der logischen Datenverbindung zu verstehen, die
bereits beim Verbindungsaufbau bzw. während der Datenverbin
dung "verhandelt" worden sind. Der Kommunikationszustand be
zieht sich auch auf Zustände, die aktivierte Anwendungen so
wie Geräteeinstellungen der ersten Teilnehmerendeinrichtung
betreffen.
Die Nachricht bezüglich des Kommunikationszustandes kann ins
besondere enthalten: die zugeordnete Datennetzadresse der er
sten Teilnehmerendeinrichtung und/oder eine Information über
die Übertragungsbandbreite und/oder eine Information über ei
ne reservierte Qualitätsgüte und/oder Authorisierungsinforma
tionen und/oder Einstellinformationen von Anwendungen
und/oder Zustandsinformationen über die in der ersten Teil
nehmerendeinrichtung aktivierten Anwendungen und/oder Syn
chronisationsinformationen für eine oder mehrere in der Teil
nehmerendeinrichtung vorhandene Datenübertragungseinrichtun
gen. Die zweite Teilnehmerendeinrichtung paßt ihren eigenen
Zustand an den Kommunikationszustand an. Sie tritt somit an
die Stelle der ersten Teilnehmerendeinrichtung. Darüber hin
aus stellt sie ihre Anwendungen gemäß der Anwendungseinstel
lungen der ersten Teilnehmerendeinrichtung ein, wie z. B.
Adreßbücher oder Lesezeichen auf Internetseiten, und akti
viert zugleich die Anwendungen, die den Anwendungen der er
sten Teilnehmerendeinrichtung entsprechen. Wenn auf der er
sten Teilnehmerendeinrichtung, z. B. ein Internetbrowser bzw.
ein Textverarbeitungsprogramm, aktiviert ist, wird also auf
der zweiten Teilnehmerendeinrichtung ebenfalls ein Internet
browser bzw. ein entsprechendes Textverarbeitungsprogramm,
z. B. Word, aufgerufen.
Insbesondere im Zusammenhang mit der eingangs geschilderten
Situation, bei der ein Teilnehmer über eine erste Teilnehmer
endeinrichtung, z. B. in Form eines Telefons mit Display, und
über eine zweite Teilnehmerendeinrichtung, z. B. einen PC, an
seinem Teilnehmeranschluß verfügt, stellt das erfindungsgemä
ße Verfahren eine besonders günstige Lösung dar. Der Teilneh
mer kann zum Lesen umfangreicher elektronischer Post die lo
gische Datenverbindung an seinen Personal Computer übergeben.
Auf dem Bildschirm des Personal Computers wird mit einer ent
sprechenden Anwendung sofort diejenige elektronische Post an
gezeigt, die der Teilnehmer zuvor auf dem Telefon ausgewählt
hatte. Interaktionen von seiten des Teilnehmers sind dazu
nicht notwendig. Auch Übertragungseigenschaften der Datenver
bindung, wie z. B. Übertragungsbandbreite oder eine reser
vierte Qualitätsgüte, bleiben erhalten. Auch werden Einstel
lungen in Anwendungen, wie z. B. Adreßbücher, in der zweiten
Teilnehmerendeinrichtung an die der ersten Teilnehmerendein
richtung angeglichen. Die gleichen Vorteile ergeben sich,
wenn der Teilnehmer die übergebene logische Datenverbindung
von der zweiten Teilnehmerendeinrichtung wieder an die erste
Teilnehmerendeinrichtung zurückübergeben möchte.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in gleicher vorteilhafter
Weise auf den Fall angewendet werden, daß die erste Teilneh
merendeinrichtung und die zweite Teilnehmerendeinrichtung an
verschiedene Teilnehmeranschlüsse angeschlossen sind; d. h.,
daß z. B. das bereits erwähnte Telefon des Teilnehmers im
Hause und der Personal Computer im Büro des Teilnehmers in
stalliert sind. So kann eine zwischen der Teilnehmerendein
richtung zu Hause und dem Zugangsrechner des Datennetzes be
stehende logische Datenverbindung an den Personal Computer
eines vertrauten Kollegens im Büro übergeben werden.
Eine Ausgestaltung der Erfindung bezieht sich auf das erwähn
te Telekommunikationsnetz, das aus zumindest einem Festnetz
und/oder zumindest einem mobilen Netz besteht. Demgemäß kann
eine logische Datenverbindung, die zwischen einer Mobilstati
on des Mobilnetzes und dem Datennetz besteht, an eine zweite
Teilnehmerendeinrichtung, z. B. einen Personal Computer, die
an einen Teilnehmeranschluß des Festnetzes angeschlossen ist,
übergeben werden und umgekehrt. Auch kann ein Personal Compu
ter direkt an die Mobilstation angeschlossen werden und die
bestehende Datenverbindung übernehmen. Demnach ist das erfin
dungsgemäße Verfahren auf verschiedenartige Netze anwendbar.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung betrifft den Nach
richtenaustausch zwischen der ersten Teilnehmerendeinrichtung
und der zweiten Teilnehmerendeinrichtung, die beide zu einem
digitalen, vorzugsweise einem ISDN-Teilnehmeranschluß gehö
ren. Der Nachrichtenaustausch erfolgt dadurch, daß die eine
der Teilnehmerendeinrichtungen (T1, T2) eine an die andere
derselben adressierte Nachricht zum Netzabschluß des Teilneh
meranschlusses sendet und dieser sie sowohl zurück in Rich
tung zu der anderen der Teilnehmerendeinrichtungen als auch
weiter in Richtung zu der Vermittlungsstelle leitet, die die
se Nachricht nach Empfang entweder ignoriert oder verarbei
tet. Hierfür muß das Signalisierungsprotokoll nur geringfügig
dahingehend modifiziert werden, daß die Vermittlungsstelle
die erhaltene Nachricht ignorieren oder auswerten kann.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die logische
Datenverbindung von einer ersten analogen Teilnehmerendein
richtung an eine zweite analoge Teilnehmerendeinrichtung
übergeben wird, die an den analogen Teilnehmeranschluß der
ersten Teilnehmerendeinrichtung angeschlossen ist, wobei bei
der Übernahme der logischen Datenverbindung die von der er
sten Teilnehmerendeinrichtung zuvor aufgebaute Verbindung
zwischen Teilnehmeranschluß und der eingangs erwähnten Ver
mittlungsstelle des Telekommunikationsnetzes aufrecht gehal
ten wird. Durch den Verzicht auf einen zur Übergabe der be
stehenden logischen Datenverbindung notwendigen Neuaufbau ei
ner Verbindung zwischen dem Teilnehmeranschluß und der Ver
mittlungsstelle werden vor allem Ressourcen im Netz und Zeit
eingespart sowie wiederholte Interaktionenn des Teilnehmers,
z. B. durch erneutes Eintippen seines Paßworts, vermieden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, daß spätestens nach Übertragung der Nachricht bezüg
lich des Kommunikationszustandes eine Unterbrechung der Über
tragung von Daten auf der Datenverbindung durch die erste
Teilnehmerendeinrichtung veranlaßt und nach der Übernahme der
logischen Datenverbindung die Fortsetzung der Übertragung von
Daten durch die zweite Teilnehmerendeinrichtung eingeleitet
wird. Auf diese Weise wird der Verlust von Daten minimiert,
der normalerweise eine wiederholte Übertragung der verlorenen
Daten hervorruft, wodurch die Übertragungsbandbreite herabge
setzt wird.
Um einen Neuaufbau der Verbindung zwischen der Vermittlungs
stelle zum Teilnehmeranschluß zu vermeiden, wird die logische
Verbindung gemäß einer Weiterbildung der Erfindung während
der zuvor genannten Unterbrechungsphase aufrecht gehalten.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die eingangs erwähnte Netzkonstellation, auf die das
erfindungsgemäße Verfahren angewendet werden kann,
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei dem zwei Teilnehmerendeinrichtungen an den S0-Bus eines
ISDN-Teilnehmeranschlusses angeschaltet sind,
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei dem die Teilnehmerendeinrichtungen parallel an eine a/b-
Leitung eines analogen Teilnehmeranschlusses angeschaltet
sind,
Fig. 4 ein Ablaufdiagramm, bei dem die Teilnehmerendeinrich
tungen seriell an eine a/b-Leitung eines analogen Teilnehmer
anschlusses angeschaltet sind,
Fig. 5 ein Ablaufdiagramm, bei dem die erste Teilnehmerend
einrichtung eine Mobilstation des mobilen Netzes darstellt
und die zweite Teilnehmerendeinrichtung zu einem ISDN- oder
analogen Teilnehnmeranschluß des Festnetzes gehört.
Fig. 2 stellt einen ISDN-Teilnehmeranschluß dar, bei dem die
Teilnehmerendeinrichtungen z. B. T1 und T2 parallel an einen
sogenannten S0-Bus angeschlossen sind, der am in der Figur
schematisch angedeuteten Netzabschluß NT endet. Vom Netzab
schluß NT führt eine Teilnehmeranschlußleitung zur Vermitt
lungsstelle VST des öffentlichen Telefonnetzes. Die Vermitt
lungsstelle weist eine Verbindung zu einem Zugangsrechner AP
eines Datennetzes auf. Diese Verbindung kann dabei verschie
denartig ausgestaltet sein und ist daher in der Fig. 2 mit
einer unterbrochenen Linie angedeutet. Beispielsweise kann
die Verbindung, wie in Fig. 1 beschrieben, über das öffent
liche Telefonnetz PSTN bzw. über das Nr. 7-Signalisierungsnetz
des öffentlichen Telefonnetzes oder über ein paketvermitteln
des Netz, z. B. X.25, zum Zugangsrechner AP hergestellt wer
den. Auch kann der Zugangsrechner AP in die Vermittlungsstel
le VST integriert sein. Als Teilnehmerendeinrichtungen T1 und
T2 kommen verschiedenartige Endgeräte, z. B. ein Personal Com
puter, ein schnurgebundenes Telefon mit einem Display oder
auch eine Basisstation mit Funkverbindung, zu einem schnurlo
sen Telefon in Frage.
Im Beispiel hat ein Teilnehmer mit seiner Teilnehmerendein
richtung T1, z. B. einem Telefon mit Display, eine Verbindung
zum Zugangsrechner des Datennetzes aufgebaut. Nach dem Abruf
seiner an einem Mailserver neu angekommenen elektronischen
Post möchte er diese lesen und stellt dabei fest, daß einige
Nachrichten der elektronischen Post sehr umfangreich sind. Er
möchte diese logische Datenverbindung an seinen Personal Com
puter z. B. T2 übergeben. Dazu betätigt er beispielsweise eine
Taste an seinem Telefon. Danach sendet die Teilnehmerendein
richtung T1, also das Telefon, eine Anforderungsnachricht Re
quest zur Übernahme der logischen Datenverbindung inklusive
ihres Kommunikationszustandes Context an die Teilnehmerend
einrichtung T2.
Die Übertragung der Nachricht kann mit Hilfe der ISDN-Signa
lisierung durchgeführt werden. Die Signalisierungsnachricht,
also die Anforderungsnachricht Request, wird zum Netzabschluß
NT gesendet, der die Schnittstelle zum S0-Bus darstellt. Die
Nachricht wird dann sowohl an die Teilnehmerendeinrichtung T2
zurückgesendet als auch zur Vermittlungsstelle VST weiter
geleitet. Dabei kann die Vermittlungsstelle diese Nachricht
entweder als sogenannte "Suspend"-Nachricht Suspend entgegen
nehmen oder diese Nachricht einfach ignorieren. Diese Nach
richt Suspend kann, wie in der Figur gezeigt, von der Ver
mittlungsstelle an den Zugangsrechner AP weitergeleitet wer
den, um dem Zugangsrechner zu signalisieren, die Übertragung
von Daten auf der logischen Datenverbindung zu unterbrechen,
jedoch die Datenverbindung weiterhin aufrecht zu erhalten.
Dieser Unterbrechungszustand des Zugangsrechners wird in Fig. 2
mit Hold gekennzeichnet.
Nach Erhalt der Anforderungsnachricht Request inklusive des
Kommunikationszustandes Context sendet die Teilnehmerendein
richtung T2 eine Bestätigungsnachricht Confirm an die Teil
nehmerendeinrichtung T1 in der vorstehend beschriebenen Weise
zurück.
Schließlich baut die Teilnehmerendeinrichtung T2 eine neue
Verbindung, die in der Fig. 2 mit "Verbindung" gekennzeich
net ist, zum Zugangsrechner auf. Hierbei stellt die Teilneh
merendeinrichtung T2 gemäß des erhaltenen Kommunikationszu
standes den gleichen Gerätezustand, den die Teilnehmerendein
richtung T1 vor Übertragung der Anforderungsnachricht inne
hielt, sowie den gleichen Verbindungszustand bzgl. der Daten
verbindung ein, in dem sich die Verbindung zwischen der Teil
nehmerendeinrichtung T1 und dem Zugangsrechner vor Übertra
gung der Anforderungsnachricht befand. Mit anderen Worten
ausgedrückt: Die Teilnehmerendeinrichtung T2 muß die Verein
barungen, die die Teilnehmerendeinrichtung T1 und der Zu
gangsrechner AP beim Verbindungsaufbau bereits "ausgehandelt"
haben, übernehmen. Beispielsweise wurde bei Verwendung des
sogenannten PPP-Protokolls der Teilnehmerendeinrichtung T1
beim Verbindungsaufbau von dem Zugangsrechner eine Datennetz
adresse, z. B. eine IP-Adresse, zugeordnet. Diese Datennetz
adresse wird nun von der Teilnehmerendeinrichtung T2 übernom
men. Mit Hilfe der erhaltenen Information zum Kommunikations
zustand kann die Teilnehmerendeinrichtung T2 auch die Über
tragungsbandbreite einstellen sowie eine zuvor reservierte
Qualitätsgüte, z. B. über das im Internet üblicherweise ver
wendete RSVP Protokoll, übernehmen. Dadurch, daß die Teilneh
merendeinrichtung T2 Authorisierungsinformationen in der
Nachricht bzgl. des Kommunikationszustandes von der Teilneh
merendeinrichtung T1 erhält, wird dem Teilnehmer ein erneuter
Authorisierungsvorgang, z. B. durch Eintippen von Paßwörtern,
erspart.
Des weiteren ruft die Teilnehmerendeinrichtung T2 automatisch
entsprechende Anwendungen, z. B. einen Internetbrowser oder
eine Software zum Lesen und Bearbeiten von elektronischer
Post, auf und nimmt Einstellungen entsprechend des ihr mitge
teilten Kommunikationszustandes vor. Für den Fall, daß der
Teilnehmer umfangreiche elektronische Post lesen möchte, wird
eine entsprechende "Elektronische-Post"-Software auf der
Teilnehmerendeinrichtung T2, also dem Personal Computer akti
viert, und sofort die gewünschte elektronische Post ausge
wählt und mit Hilfe eines entsprechenden Editors am Bild
schirm dargestellt. Für die gegebenenfalls mitgeschickten At
tachments wird sofort eine entsprechende PC-Anwendung, z. B.
"Word", aktiviert. Im Falle einer Internetsitzung mit Hilfe
eines Browsers wird ein entsprechender Browser auf dem Perso
nal Computer aufgerufen und die entsprechende Internetseite
aktiviert sowie entsprechende Transaktionen (z. B. Filetrans
fer) durchgeführt. Nachdem die Teilnehmerendeinrichtung T2
entsprechende Anpassungen gemäß dem mitgeteilten Kommunikati
onszustand vorgenommen hat, sendet sie eine Nachricht Comple
ted zur Teilnehmerendeinrichtung T1, mit der sie bestätigt,
daß der Verbindungsaufbau und entsprechende Anpassungen des
eigenen Zustandes an den mitgeteilten Kommunikationszustand
erfolgreich durchgeführt worden sind.
Daraufhin sendet die Teilnehmerendeinrichtung T1 eine Nach
richt Release über die Vermittlungsstelle in Richtung zum Zu
gangsrechner zur Beendigung der noch bestehenden Verbindung.
Den Verbindungsabbau signalisiert die Teilnehmerendeinrich
tung T1 mit einer Nachricht Link terminated an die Teilneh
merendeinrichtung T2. Danach kann die Teilnehmerendeinrich
tung T2 mit einer Nachricht Resume an den Zugangsrechner die
Fortsetzung der Übertragung von Daten einleiten. Die beste
hende Verbindung zwischen der Teilnehmerendeinrichtung T1 und
dem Zugangsrechner AP kann nach einer festgelegten Zeitspanne
ausgelöst werden, nachdem die Teilnehmerendeinrichtung T1 die
Nachricht Completed empfangen hat.
Für den Fall, daß nach Übertragung der Übernahmeanforderung
und deren Bestätigung beide B-Kanäle des ISDN-Teilnehmeran
schlusses belegt sind, kann zunächst die bestehende Verbin
dung, wie vorstehend beschrieben, mit den Nachrichten Relea
se, Link terminated und Resume beendet werden und danach eine
neue Verbindung zwischen der Teilnehmerendeinrichtung T2 und
dem Zugangsrechner aufgebaut werden. Die Anpassung des Kommu
nikationszustandes der neuen Verbindung und der Teilnehmer
endeinrichtung T2 erfolgt dann gemäß der vorstehend beschrie
ben Art und Weise.
Als Alternative zu dem vorstehend beschriebenen Verfahren
kann das folgende, in der Figur nicht dargestellte, Vorgehen
gesehen werden: Die Übergabe der logischen Datenverbindung
wird durch spezifische Nachrichten höherer Protokollschichten
z. B. PPP bzw. MPPP (Multi Point to Point Protocol) signali
siert. Beim PPP-Protokoll wird der Teilnehmerendeinrichtung
T2 in einer Nachricht des Protokolls bzgl. den Kommunikati
onszustandes eine zuvor zwischen der Teilnehmerendeinrichtung
T1 und dem Zugangsrechner AP vereinbarte eindeutige Verbin
dungskennung mitgeteilt. Die Teilnehmerendeinrichtung paßt
dann ihren Zustand an den mitgeteilten Zustand an und über
nimmt die mit der Verbindungskennung gekennzeichnete Verbin
dung.
Beim MPPP-Protokoll wird die neu aufgebaute Verbindung zwi
schen der Teilnehmerendeinrichtung T2 und dem Zugangsrechner
AP mit der bestehenden Verbindung zwischen der Teilnehmer
endeinrichtung T1 und dem Zugangsrechner AP zu einem soge
nannten "Multilink-Bündel" zusammengefaßt. Auf der Teilneh
merseite endet nunmehr ein Kanal dieses Multilink-Bündels in
der Teilnehmerendeinrichtung T1, der andere Kanal in der
Teilnehmerendeinrichtung T2. Um eine eindeutige Adressierung
der angeschlossenen Teilnehmerendeinrichtungen zu gewährlei
sten, sendet die Teilnehmerendeinrichtung T1 an die Teilneh
merendeinrichtung T2 eine in der Figur nicht dargestellte
Nachricht "HandOverCompleted", nachdem der Aufbau der neuen
Verbindung zur Teilnehmerendeinrichtung T2 und die Anpassung
des Kommunikationszustandes erfolgreich verlaufen sind. Da
nach löst die Teilnehmerendeinrichtung T1 ihre bestehende
Verbindung aus und sendet eine Nachricht Link terminated zur
Teilnehmerendeinrichtung T2.
Fig. 3 beschreibt das erfindungsgemäße Verfahren für einen
analogen Teilnehmeranschuß, bei dem die Teilnehmerendeinrich
tungen T1 und T2 parallel über eine sogenannte a/b-Verbindung
an die Vermittlungsstelle VST angeschlossen sind. Es besteht
zunächst wieder eine Verbindung zwischen der Teilnehmerend
einrichtung T1 und dem Zugangsrechner AP. Die Teilnehmerend
einrichtung T1 signalisiert der Vermittlungsstelle VST mit
einer Nachricht Suspend die Unterbrechung der Übertragung von
Daten, die an den Zugangsrechner AP weitergeleitet wird und
diesen in den bereits erwähnten Zustand Hold versetzt. Die
Übertragung der Nachricht Suspend kann beispielsweise mittels
DMTF-Töne (Dual Tone Multi Frequency) oder MFC (Multi Fre
quency Code) geschehen. Nach Empfang der Nachricht Suspend
unterbricht die Vermittlungsstelle auf physikalischer Ebene
die Datenübertragung zwischen dem Zugangsrechner und der
Teilnehmerendeinrichtung T1. Im Zustand Hold erhält der Zu
gangsrechner die logische Verbindung weiterhin aufrecht, auch
wenn physikalisch keine Daten zwischen dem Zugangsrechner und
der Teilnehmerendeinrichtung T1 ausgetauscht werden können.
Dadurch können schließlich Daten zwischen den Teilnehmerend
einrichtungen T1 und T2 übertragen werden. Während die Daten
übertragung unterbrochen ist, überwacht die Vermittlungsstel
le die mit dem Netzabschluß verbundene Teilnehmeranschlußlei
tung darauf, ob eine Nachricht Resume eintrifft.
Nach der Unterbrechung der Datenübertragung sendet die Teil
nehmerendeinrichtung T1 eine Nachricht Context bezüglich des
Kommunikationszustandes der bestehenden logischen Verbindung
an die Teilnehmerendeinrichtung T2. Die Übermittlung dieser
Nachricht kann beispielsweise mit FSK (Frequency Shift Key
ing) durchgeführt werden. Die Teilnehmerendeinrichtung T2
paßt ihren eigenen Zustand - wie bereits vorstehend erläutert
- an den mitgeteilten Kommunikationszustand an. Gegebenen
falls muß eine Neusynchronisation der an der Datenverbindung
beteiligten teilnehmerseitigen bzw. netzseitigen Datenüber
tragungseinrichtungen, z. B. Modems, durchgeführt werden.
Im Gegensatz zu dem für einen ISDN-Teilnehmeranschluß ge
schilderten Verfahren übernimmt die Teilnehmerendeinrichtung
T2 die bereits geschaltete Verbindung zum Zugangsrechner AP.
Es muß also physikalisch keine Verbindung abgebaut und keine
neue Verbindung aufgebaut werden. Danach leitet die Teilneh
merendeinrichtung T2 mit Hilfe einer Nachricht Resume an den
Zugangsrechner die Fortsetzung der Übertragung von Daten ein.
Die Übernahme der Verbindung geschieht dadurch, daß die Teil
nehmerendeinrichtung T2 die Verbindung aufnimmt und die Teil
nehmerendeinrichtung T1 auflegt. Nach Beendigung des be
schriebenen Übernahmeverfahrens besteht eine Verbindung zwi
schen der Teilnehmerendeinrichtung T2 und dem Zugangsrechner
AP über die Vermittlungsstelle VST.
Fig. 4 zeigt einen analogen Teilnehmeranschluß, bei dem die
Teilnehmerendeinrichtungen T2 und T1 seriell hintereinander
geschaltet sind. Demnach müssen zwei Fälle unterschieden wer
den:
Im ersten Fall übergibt die Teilnehmerendeinrichtung T1 die
bestehende logische Datenverbindung an die Teilnehmerendein
richtung T2. Im zweiten Fall übergibt die Teilnehmerendein
richtung T2 die bestehende logische Datenverbindung an die
Teilnehmerendeinrichtung T1.
Im ersten Fall besteht zunächst eine Verbindung zwischen der
Teilnehmerendeinrichtung T1 und dem Zugangsrechner AP. Die
Teilnehmerendeinrichtung T1 sendet eine Nachricht Suspend an
den Zugangsrechner, wodurch dieser in den Unterbrechungszu
stand Hold gesetzt wird. Die Teilnehmerendeinrichtung T1
richtet dann eine Nachricht Context bezüglich des Kommunika
tionszustandes an die Teilnehmerendeinrichtung T2. Danach
paßt die Teilnehmerendeinrichtung T2 ihren eigenen Zustand an
den Kommunikationszustand an und übernimmt die bereits ge
schaltete Verbindung, indem sie die Verbindung aufnimmt und
die Teilnehmerendeinrichtung T1 auflegt. Eventuell ist eine
Neusynchronisation der teilnehmerseitigen bzw. netzseitigen
Datenübertragungseinrichtung, z. B. Modems, notwendig. Danach
übermittelt die Teilnehmerendeinrichtung T2 die Nachricht
Resume an den Zugangsrechner, um die Fortsetzung der Übertra
gung von Daten einzuleiten. Nach Beendigung des Übernahmever
fahrens besteht eine Verbindung zwischen der Teilnehmerend
einrichtung T2 und dem Zugangsrechner AP über die Vermitt
lungsstelle VST.
Gemäß einer Variante des vorstehend erläuterten Vorgehens
kann hier das Senden der Nachricht Suspend, die Unterbrechung
der Datenübertragung und der Zustand Hold des Zugangsrechners
AP zur Aufrechterhaltung der logischen Datenverbindung ent
fallen. Denn dadurch, daß die Teilnehmererideinrichtungen T1
und T2 direkt miteinander verbunden sind, können sie auch di
rekt miteinander kommunizieren; d. h. die Teilnehmerendein
richtung T1 muß nur "auflegen" und die Teilnehmerendeinrich
tung T2 "hebt ab", nachdem sie ihren Zustand an den mitge
teilten Kommunikationszustand angepaßt hat.
Das Verfahren der Übergabe der bestehenden logischen Daten
verbindung von der Teilnehmerendeinrichtung T2 an die Teil
nehmerendeinrichtung T1 gemäß dem erwähnten zweiten Fall
läuft analog zu dem zu Fig. 3 beschriebenen Verfahren ab.
Zur Übernahme der Datenverbindung nimmt die Teilnehmerendein
richtung T1 die bestehenden Verbindung zum Zugangsrechner auf
und die Teilnehmerendeinrichtung T2 legt auf.
Fig. 5 zeigt den Fall, daß das Telekommunikationsnetz aus
einem Festnetz und aus einem mobilen Netz besteht. Hierbei
ist die Teilnehmerendeinrichtung T2 eines ISDN- oder analogen
Teilnehmeranschlusses an die Vermittlungsstelle VST ange
schlossen, die eine Verbindung zum Zugangsrechner AP des Da
tennetzes aufweist. Zusätzlich ist die Vermittlungsstelle
VST, wie in Fig. 1 dargestellt, über das Telefonnetz und ei
nem mobilen Netz mit einer Funkeinrichtung RBS verbunden, die
eine Funkverbindung zur Teilnehmerendeinrichtung T1, z. B. ei
ner Mobilstation, aufweist. Die in der Fig. 5 angedeuteten
unterbrochenen Linien entsprechen Verbindungen zwischen den
Netzelementen VST, AP und RBS beispielsweise gemäß der in der
Fig. 1 gezeigten.
Zunächst besteht eine Verbindung z. B. zwischen der Teilneh
merendeinrichtung T1 und dem Zugangsrechner AP. Danach laufen
die gleichen Signalisierungsnachrichten ab, wie zu den ande
ren Figuren beschrieben; d. h. die Teilnehmerendeinrichtung T1
sendet eine Nachricht Suspend an den Zugangsrechner AP, wo
durch dieser in den Unterbrechungszustand Hold gesetzt wird.
Danach sendet die Teilnehmerendeinrichtung T1 eine Anforde
rungsnachricht Request inklusive des Kommunikationszustandes
Context zur Übergabe der bestehenden logischen Datenverbin
dung an die Teilnehmerendeinrichtung T2. Nachdem der Zugangs
rechner die Nachricht Resume von der Teilnehmerendeinrichtung
T2 erhalten hat, setzt er die Übertragung von Daten fort. Das
beschriebene Verfahren kann auch auf eine Übergabe der zum
Zugangsrechner bestehenden Datenverbindung von der Teilneh
merendeinrichtung T2 an die Mobilstation T1 angewendet wer
den. Der Unterschied zu den in Fig. 2 bis 4 beschriebenen
Verfahren liegt im wesentlichen darin, daß die Signalisie
rungsnachrichten, z. B. Request, über das gesamte Telekommuni
kationsnetz transportiert werden.
Gemäß einer weiteren Variante der beschriebenen Vorgehenswei
sen wird z. B. ein Laptop über eine serielle Schnittstelle an
die in der Fig. 5 gezeigte Mobilstation T1 angeschlossen.
Damit wird die zwischen der Mobilstation T1 und dem Zugangs
rechner AP zuvor bestehende Verbindung an den Laptop weiter
gereicht. Dieses Verfahren entspricht schließlich dem in der
Fig. 4 erläuterten Ablauf. Dazu ist in der Fig. 4 die Teil
nehmerendeinrichtung T1 als Mobilstation und die Teilnehmer
endeinrichtung T2 als Laptop zu denken.
Für alle vorstehend beschriebenen Verfahren gilt, daß die
übergebene logische Datenverbindung zur Teilnehmerendeinrich
tung T2 nach ihrer Beendigung in der gleichen Weise wieder
zur Teilnehmerendeinrichtung T1 zurückübergeben werden kann.
Eine weitere Anwendung findet das erfindungsgemäße Verfahren
für den Fall, daß eine sogenannte Always-On-Verbindung zwi
schen einer Teilnehmerendeinrichtung z. B. T1 und dem Zugangs
rechner AP besteht. Eine Always-On-Verbindung bedeutet hier
bei eine permanente schmalbandige Datenverbindung von der
Teilnehmerendeinrichtung zum Zugangsrechner AP. Für ISDN-
Teilnehmeranschlüsse wird eine solche schmalbandige Verbin
dung durch Bereitstellung einer gewissen Bandbreite auf dem
D-Kanal zur Verfügung gestellt. Bei einem analogen Teilneh
meranschluß kann beispielsweise das sogenannte On-Hook-Data-
Transmission-Verfahren gemäß der Norm ETS 300 659-1 für eine
derartige permanente Verbindung ausgenutzt werden.
Zurückkommend auf Fig. 2 ist sich vorzustellen, daß eine
Teilnehmerendeinrichtung T1 eine solche permanente Verbindung
zum Zugangsrechner AP hält. Über diese permanente Verbindung
empfängt die Teilnehmerendeinrichtung, z. B. ein Telefon mit
Display, elektronische Post. Der Teilnehmer möchte die elek
tronische Post nun beispielsweise auf seinem Personal Compu
ter T2 lesen. Das Verfahren zur Übergabe der bestehenden lo
gischen Datenverbindung zwischen der Teilnehmerendeinrichtung
T1 und dem Zugangsrechner AP läuft dann in gleicher Weise,
wie in Fig. 2 beschrieben, ab. Zur Übernahme der bestehenden
Datenverbindung muß eine neue Verbindung zwischen der Teil
nehmerendeinrichtung T2 und dem Zugangsrechner AP geschaltet
werden. Nach dem erfolgreichen Verbindungsaufbau und der An
passung des eigenen Zustandes an den übermittelten Kommunika
tionszustand wird jedoch die bestehende permanente schmalban
dige Verbindung zwischen der Teilnehmerendeinrichtung T1 und
dem Zugangsrechner AP nicht ausgelöst. Der Zugangsrechner muß
lediglich darüber benachrichtigt werden, daß, solange die
Verbindung mit der Teilnehmerendeinrichtung T2 besteht, alle
Daten zur Teilnehmerendeinrichtung T2 gesendet werden. Nach
Beendigung der Verbindung mit der Teilnehmerendeinrichtung T2
werden die Daten wieder auf der permanenten Verbindung zur
Teilnehmerendeinrichtung T1 übermittelt.
Claims (7)
1. Verfahren zur Übergabe einer bestehenden logischen Daten
verbindung zwischen einer ersten mit einem Teilnehmeranschluß
eines Telekommunikationsnetzes verbundenen Teilnehmerendein
richtung (T1) und einer Vermittlungsstelle (VST, AP) des Te
lekommunikationsnetzes von der ersten Teilnehmerendeinrich
tung an eine zweite Teilnehmerendeinrichtung (T2), die mit
dem Teilnehmeranschluß der ersten Teilnehmerendeinrichtung
oder mit einem anderen Teilnehmeranschluß des Telekommunika
tionsnetzes verbunden ist, wobei die zweite Teilnehmerendein
richtung eine von der ersten Teilnehmerendeinrichtung über
tragene Nachricht bezüglich des Kommunikationszustandes (Con
text) der bestehenden logischen Datenverbindung erhält und
die Datenverbindung im mitgeteilten Kommunikationszustand un
ter Anpassung des eigenen Zustandes übernimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Telekommunikationsnetz aus zumindest einem Festnetz
(PSTN) und/oder zumindest einem mobilen Netz (PLMN) besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Nachrichten zwischen der ersten Teilnehmer
endeinrichtung (T1) und der zweiten Teilnehmerendeinrichtung
(T2), die beide zu einem digitalen Teilnehmeranschluß gehö
ren, dadurch ausgetauscht werden, daß die eine der Teilneh
merendeinrichtungen (T1, T2) eine an die andere derselben
adressierte Nachricht zum Netzabschluß des Teilnehmeran
schlusses sendet und dieser sie sowohl zurück in Richtung zu
der anderen der Teilnehmerendeinrichtungen als auch weiter in
Richtung zu der Vermittlungsstelle leitet, die diese Nach
richt nach Empfang entweder ignoriert oder verarbeitet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die logische Datenverbindung von einer ersten analogen
Teilnehmerendeinrichtung an eine zweite analoge Teilnehmer
endeinrichtung übergeben wird, die an den analogen Teilneh
meranschluß der ersten Teilnehmerendeinrichtung angeschlossen
ist und bei der Übernahme der logischen Datenverbindung durch
die zweite Teilnehmerendeinrichtung die von der ersten Teil
nehmerendeinrichtung zuvor aufgebaute Verbindung zwischen dem
Teilnehmeranschluß und der genannten Vermittlungsstelle auf
recht gehalten wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß spätestens nach Übertragung
der Nachricht bezüglich des Kommunikationszustandes eine Un
terbrechung (Suspend) der Übertragung von Daten auf der Da
tenverbindung durch die erste Teilnehmerendeinrichtung veran
laßt und nach der Übernahme der logischen Datenverbindung die
Fortsetzung (Resume) der Übertragung von Daten durch die
zweite Teilnehmerendeinrichtung eingeleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die logische Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle
zum Teilnehmeranschluß während der Unterbrechungsphase auf
recht gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Nachricht bezüglich des
Kommunikationszustandes die zugeordnete Datennetzadresse der
ersten Teilnehmerendeinrichtung und/oder eine Information
über die Übertragungsbandbreite und/oder eine Information
über eine reservierte Qualitätsgüte und/oder Authorisierungs
informationen und/oder Einstellinformationen von Anwendungen
und/oder Zustandsinformationen über die in der ersten Teil
nehmerendeinrichtung aktivierten Anwendungen und/oder Syn
chronisationsinformationen für eine oder mehrere in der Teil
nehmerendeinrichtung vorhandene Datenübertragungseinrichtun
gen enthält.
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