DE19936017C1 - Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit InnenausstanzungenInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen werden aus einem Etikettenmaterial (10) auf einem Trägerband haftende Etiketten mit Innenausstanzungen innerhalb der Etikettenfläche gestanzt. Zunächst werden Innenausstanzungen (12, 24) in dem Etikettenmaterial (10) auf dem Trägerband (14, 18) in den für die einzelnen Etiketten (16, 20, 22) vorgesehenen Positionen hergestellt. Auf das Etikettenmaterial (10) wird ein Trennmittel mit hohem Release-Wert in einem Muster ausgedruckt, bei dem nur die Innenausstanzungen (12, 24) ausgespart sind. Anschließend wird ein Laminat mit aggressiver Kleberschicht auf das Etikettenmaterial (10) aufgezogen. Das Laminat wird zusammen mit den an diesem haftenden Innenausstanzungen (12, 24) abgezogen und anschließend folgt die Formstanzung der Etiketten (16, 20, 22) und das verbleibende Gitter wird abgezogen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innen
ausstanzungen, bei dem aus einem Etikettenmaterial, das auf einem Träger
band haftet, Etiketten mit Innenausstanzungen innerhalb der Etikettenfläche
gestanzt werden.
Bei Etiketten mit Innenausstanzungen ist es maschinell kaum mit vertretbarem
Aufwand möglich, die Innenausstanzungen vom Trägerband zu entfernen. Zwar
kann voll durchgestanzt und das Innenteil ausgedrückt werden, jedoch würde
das Ausstanzungen im Trägerband bedingen, die bei der Handhabung und ins
besondere beim Transport des Trägerbandes problematisch sein müßten. Im üb
rigen wären sehr aufwendige Werkzeuge für den Stanzvorgang erforderlich. Zwar
wäre es möglich, das durchgestanzte Trägerband zusammen mit dem Etiketten
material auf ein weiteres, intaktes Trägerband aufzuziehen, jedoch würde dies
den Herstellungs- und Materialaufwand in unverhältnismäßiger Weise weiter er
höhen.
Druckschriften, die sich mit derartigen Innenstanzungen in Etiketten auf verschiedenen
Gebieten befassen, werden z. B. durch die DE 41 00 154 A1, die DE 23 47 522 B2 und die
US 5 391 249 repräsentiert.
Daneben ist auch versucht worden, die Innenausstanzungen in Etiketten mit
Hilfe eines Laserstrahls auszubrennen.
Diese Verfahrensweise ist jedoch ebenfalls äußerst aufwendig und zeitraubend,
da die Fläche innerhalb der Ausstanzung vollständig durch den Laser entfernt
werden muß. Geeignete Lasergeräte sind im übrigen teuer. Gelegentlich sind so
gar leichte Verbrennungsspuren an den Rändern der Ausstanzungen sichtbar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein relativ einfaches und doch
wirksames Verfahren zur Herstellung von Etiketten mit Innenausstanzungen zu
schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch ge
kennzeichnet,
daß zunächst Innenausstanzungen in dem Etikettenmaterial auf dem Trä gerband in den für die einzelnen Etiketten vorgesehenen Positionen herge stellt werden,
daß auf das Etikettenmaterial ein Trennmittel mit hohem Release-Wert in einem Muster aufgedruckt wird, bei dem nur die Innenausstanzungen aus gespart sind,
daß anschließend ein Laminat mit aggressiver Kleberschicht auf das Etiket tenmaterial aufgezogen wird,
daß das Laminat zusammen mit den an diesem haftenden Innenausstan zungen abgezogen wird
und daß anschließend die Formstanzung der Etiketten folgt und das ver bleibende Gitter abgezogen wird.
daß zunächst Innenausstanzungen in dem Etikettenmaterial auf dem Trä gerband in den für die einzelnen Etiketten vorgesehenen Positionen herge stellt werden,
daß auf das Etikettenmaterial ein Trennmittel mit hohem Release-Wert in einem Muster aufgedruckt wird, bei dem nur die Innenausstanzungen aus gespart sind,
daß anschließend ein Laminat mit aggressiver Kleberschicht auf das Etiket tenmaterial aufgezogen wird,
daß das Laminat zusammen mit den an diesem haftenden Innenausstan zungen abgezogen wird
und daß anschließend die Formstanzung der Etiketten folgt und das ver bleibende Gitter abgezogen wird.
Als Trennmittel, das auf das Etikettenmaterial, ausgenommen die Innenaus
stanzungen, aufgedruckt wird, kommen beispielsweise Silikonlacke in Betracht.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch möglich, den Formstanzvorgang
der Etiketten zusammen mit der Herstellung der Innenausstanzungen in einem
Schritt durchzuführen und auch das Gitter mit Hilfe des Klebebandes zusam
men mit den Innenausstanzungen abzuziehen. Allerdings wird es in der Regel
einfacher und weniger problematisch sein, den Formstanzvorgang am Schluß
durchzuführen und das Gitter anschließend in herkömmlicher Weise abzuzie
hen.
Es liegt auf der Hand, daß der Kleber auf dem Laminat bzw. Klebeband, das
nach dem Stanzen der Innenausstanzungen auf das Etikettenmaterial aufgezo
gen wird, eine deutlich höhere Haftkraft haben muß als derjenige Kleber, der
das Etikettenmaterial auf dem Trägerband hält, damit die Innenausstanzungen
zuverlässig abgezogen werden können. Geeignete Kleber stehen in ausreichen
dem Maße zur Verfügung.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten
Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Etikettenmaterial, das sich
auf einem nicht sichtbaren Trägerband befindet und in
dem Innenausstanzungen für eine Reihe von Etiketten
bereits hergestellt sind;
Fig. 2 entspricht Fig. 1, zeigt jedoch eine Draufsicht auf das
Trägerband nach dem Formstanzen der Etiketten und
Abziehen des Gitters;
Fig. 3 zeigt als weiteres Beispiel eine Draufsicht ähnlich Fig.
2, bei der sich jedoch auf dem Trägerband eine Tattoo-
Schablone befindet.
Fig. 1 zeigt einen Blick auf einen Streifen oder ein Band aus einem Etikettenma
terial 10, das sich auf einem durch das Etikettenmaterial verdeckten Träger
band befindet. Das Etikettenmaterial 10 haftet mit Hilfe eines Haftklebers in der
bei Haftetiketten üblichen Weise auf dem Trägerband, während sich auf dem
Trägerband in der ebenfalls üblichen Weise eine Trennmittelschicht befindet, die
im weiteren Verlauf das Abziehen der Etiketten von dem Trägerband ermöglicht.
In Fig. 1 sind die Umrisse der Etiketten gestrichelt dargestellt. Die Etiketten als
solche sind in der Darstellung der Fig. 1 noch nicht ausgestanzt. Fig. 1 zeigt
vielmehr den ersten Schritt, in dem verhältnismäßig kleine Innenaussparungen
12 innerhalb der Fläche der Etiketten gestanzt worden sind. Nach dem Stanzen
dieser Innenaussparungen 12 wird auf die gesamte Fläche des Etikettenmate
rials 10 in einem Muster, bei dem lediglich die Fläche der Innenaussparungen
12 ausgenommen ist, ein Trennmittel mit hohem Release-Wert, beispielsweise
ein Silikonlack, aufgedruckt. Anschließend wird ein nicht gezeigtes Laminat,
d. h., ein Klebeband, mit einem aggressiven Kleber auf der unteren Oberfläche
auf die gesamte Fläche des Etikettenmaterials 10 einschließlich der Fläche der
bereits gestanzten, aber noch als Fläche innerhalb des Etikettenmaterials 10
vorhandenen Innenaussparungen aufgezogen. Nach dem Andrücken des Lami
nats wird dieses alsbald wieder abgezogen. Dabei trennt sich der Kleber von der
mit dem Trennmittel bedruckten Oberfläche des Etikettenmaterials 10. Da das
Trennmittel nicht auf die Fläche der Innenaussparungen 12 aufgedruckt worden
ist, bleiben diese an dem Laminat haften. Die entsprechenden Flächen werden
daher aus dem Etikettenmaterial 10 herausgehoben und ausgetragen.
Auf diese Weise wird es ermöglicht, in relativ einfacher Weise die Materialflächen
auch relativ kleiner Innenausstanzungen auszutragen, ohne daß zusätzlich das
Trägerband durchstanzt werden muß. Der ganze Vorgang kann sehr rasch und
innerhalb des laufenden Herstellungsverfahrens der Etiketten durchgeführt wer
den. Ein schrittweiser Betrieb, wie er etwa beim Ausbrennen der Innenausstan
zungen mit einem Laser erforderlich wäre, ist nicht notwendig.
Nachdem das Laminat mit den Flächen der Innenausstanzungen 12 abgezogen
worden ist, folgt der Schritt des Formstanzens der Etiketten. Fig. 2 zeigt daher
den Umriß der Etiketten in durchgezogenen Linien. Nach dem Formstanzen wird
in der üblichen Weise das verbleibende Gitter abgezogen. Dementsprechend sind
in Fig. 2 in Draufsicht das Trägerband 14 und mehrere auf dem Trägerband 14
in Reihe angeordnete Etiketten 16 sichtbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich nicht nur für übliche Haftkleber-
Etiketten, sondern kann auch eingesetzt werden für Sonderfälle, beispielsweise
für die Herstellung von Schablonen.
Fig. 3 zeigt als Beispiel ein Trägerband 18, auf dem sich eine Anzahl von Scha
blonen 20, 22 befindet. Diese mit einem Haftkleber an der Unterseite versehenen
Schablonen 20, 22 können Innenaussparungen 24 ggfs. auch komplizierter Form
aufweisen. Sie können beispielsweise als Tattoo-Schablonen verwendet und zum
Zweck der Herstellung eines Tätowierungs-Musters vorübergehend auf die Haut
geklebt werden. Andererseits können sie auch als Zeichenschablone, beispiels
weise für die Anfertigung von dekorativen Mustern auf Bauernmöbeln verwendet
werden. Da die Schablonen nach Art eines Haftetiketts ausgebildet sind, lassen
sie sich auf dem Untergrund vorübergehend ausreichend zuverlässig befestigen,
so daß sie während des Gebrauchs nicht verrutschen. Anschließend können sie
rückstandsfrei abgezogen werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen, bei
dem aus einem Etikettenmaterial (10) auf einem Trägerband haftende Etiketten
mit Innenausstanzungen innerhalb der Etikettenfläche gestanzt werden, da
durch gekennzeichnet,
daß zunächst Innenausstanzungen (12, 24) in dem Etikettenmaterial (10) auf dem Trägerband (14, 18) in den für die einzelnen Etiketten (16, 20, 22) vorgesehenen Positionen hergestellt werden,
daß auf das Etikettenmaterial (10) ein Trennmittel mit hohem Release-Wert in einem Muster aufgedruckt wird, bei dem nur die Innenausstanzungen (12, 24) ausgespart sind,
daß anschließend ein Laminat mit aggressiver Kleberschicht auf das Etiket tenmaterial (10) aufgezogen wird,
daß das Laminat zusammen mit den an diesem haftenden Innenausstan zungen (12, 24) abgezogen wird
und daß anschließend die Formstanzung der Etiketten (16, 20, 22) folgt und das verbleibende Gitter abgezogen wird.
daß zunächst Innenausstanzungen (12, 24) in dem Etikettenmaterial (10) auf dem Trägerband (14, 18) in den für die einzelnen Etiketten (16, 20, 22) vorgesehenen Positionen hergestellt werden,
daß auf das Etikettenmaterial (10) ein Trennmittel mit hohem Release-Wert in einem Muster aufgedruckt wird, bei dem nur die Innenausstanzungen (12, 24) ausgespart sind,
daß anschließend ein Laminat mit aggressiver Kleberschicht auf das Etiket tenmaterial (10) aufgezogen wird,
daß das Laminat zusammen mit den an diesem haftenden Innenausstan zungen (12, 24) abgezogen wird
und daß anschließend die Formstanzung der Etiketten (16, 20, 22) folgt und das verbleibende Gitter abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmit
tel ein Silikonlack ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999136017 DE19936017C1 (de) | 1999-08-04 | 1999-08-04 | Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen |
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| DE1999136017 DE19936017C1 (de) | 1999-08-04 | 1999-08-04 | Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen |
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| DE1999136017 Expired - Fee Related DE19936017C1 (de) | 1999-08-04 | 1999-08-04 | Verfahren zur Herstellung von Haftetiketten mit Innenausstanzungen |
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|---|---|
| DE (1) | DE19936017C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN1781698B (zh) * | 2004-12-03 | 2010-05-12 | 上海正伟印刷有限公司 | 标签的挖洞去废装置及方法 |
| DE102016106922A1 (de) * | 2016-04-14 | 2017-10-19 | M & R Beteiligungsgesellschaft mbH | Vorrichtung und Verfahren zur Bearbeitung einer Folie |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2347522B2 (de) * | 1973-09-21 | 1977-03-17 | schäfer - etiketten Inhaber Hubert H. Schäfer, 7441 Wolfschlugen | Etikettenband mit selbstklebeetiketten und vorrichtungen zu dessen herstellung |
| DE4100154A1 (de) * | 1990-01-05 | 1991-07-25 | Osaka Sealing Label Print | Verfahren zur herstellung eines fortlaufenden etiketten-blattmaterials und vorrichtung hierfuer |
| US5391249A (en) * | 1993-11-01 | 1995-02-21 | Uarco Incorporated | Method and apparatus for producing internally apertured pressure-sensitive labels |
-
1999
- 1999-08-04 DE DE1999136017 patent/DE19936017C1/de not_active Expired - Fee Related
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