DE19936825A1 - Drehmoment-Ausgleichsmechanismus - Google Patents
Drehmoment-AusgleichsmechanismusInfo
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Abstract
Eine Umkehrwelle (31), die über ein Zahnradgetriebe (33) mit einer Kurbelwelle (5) eines Motors (3) verbunden ist, so daß eine Drehrichtungsumkehr erfolgt, und eine an der Umkehrwelle festgelegte Schwungmasse (35) erzeugen infolge ihrer Trägheitsmomente ein Gegenmoment, das auf ein Motorgehäuse wirkt, und zwar in entgegengesetzter Richtung zum Gegenmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebsleistung des Motors, so daß die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
Description
Die Erfindung betrifft einen Drehmoment-Ausgleichsmecha
nismus, mit dem sich die Rollschwingungen eines Motors dämpfen
lassen.
Aus Fig. 8 ist ein herkömmlicher Drehmoment-Ausgleichsme
chanismus für einen Motor ersichtlich, bei dem ein Schwungrad
201 sowie eine Kurbelwelle des Motors ein Gegendrehmoment -T
auf ein Motorgehäuse aufbringen, so daß dieses mit einem resul
tierenden Moment rollt. Dies wird durch Vorsehen eines sich
entgegengesetzt zur Kurbelwelle drehenden zusätzlichen Schwung
rads 203 mit einem Gegenmoment +T ausgeglichen, das ein entge
gengesetztes Rollmoment aufbringt, so daß die Stärke der Roll
schwingungen des Motors gedämpft wird.
Aus Fig. 9 ist ein herkömmlicher Drehmoment-Ausgleichsme
chanismus für einen V-Motor ersichtlich, bei dem zwei Kurbel
wellen 205 und 207 in einem Winkel 201 angeordnet sind und je
weils ein an einem Kurbelzapfen 209, 211 vorgesehenes Aus
gleichsgewicht 213, 215 aufweisen. Die Winkelpositionen der
Ausgleichsgewichte 213 und 215 sind jeweils um einen Winkel α
in entgegengesetzter Drehrichtung zueinander versetzt, d. h. sie
sind um diesen Winkel unsymmetrisch angeordnet, so daß die
Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
Bei dem aus Fig. 8 ersichtlichen Drehmoment-Ausgleichsme
chanismus wird das von dem Schwungrad 201 und der Kurbelwelle
erzeugte Gegendrehmoment -T von dem zusätzlichen Schwungrad 203
ausgeglichen, das eine entsprechend große Trägheitsmasse als
Teil der Masse des Motors aufweist. Die erhöhte Masse des Mo
tors führt dazu, daß dessen Beschleunigungsleistung geringer
ist.
Bei jedem der Drehmoment-Ausgleichsmechanismen nach Fig. 8
und 9 sind ein zusätzliches Schwungrad 203 oder Ausgleichsge
wichte 213, 215 im Hauptantriebsstrang angeordnet. Aufgrund
dieser Anordnung sind die Anpassungsmöglichkeiten zum Verrin
gern der Rollschwingungen begrenzt, so daß sich ein wirksamer
Ausgleich der Rollmomente schwer realisieren läßt.
Darüber hinaus wirken die Gegenmomente der um einen Winkel
α zueinander versetzten Ausgleichsgewichte 213 und 215 in dem
Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach Fig. 9 in entgegengesetz
ten Richtungen, so daß der Effekt der Rollschwingungs-Dämpfung
geringer ist.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Drehmoment-
Ausgleichsmechanismus zu schaffen, mit dem sich die Rollschwin
gungen eines Motors wirksam dämpfen und gleichzeitig eine Zu
nahme der Trägheitsmasse auf Seiten des Motors sowie eine Ab
nahme des Beschleunigungs-Wirkungsgrads verhindern lassen.
Dazu wird nach einem ersten Aspekt der Erfindung ein
Drehmoment-Ausgleichsmechanismus geschaffen mit einem Getriebe
zum Übertragen einer Rotations-Antriebsleistung, so daß eine
Drehrichtungsumkehr erfolgt, einer Umkehrwelle, die über das
Getriebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so
ausgelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur
Kurbelwelle dreht, und einer an der Umkehrwelle festgelegten
Schwungmasse, wobei ein Motorgehäuse infolge der Trägheitsmo
mente der Umkehrwelle und der Schwungmasse mit einem Gegen
drehmoment beaufschlagt wird, das in entgegengesetzter Richtung
zu dem Gegendrehmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum
Übertragen der Antriebsleistung eines Motors wirkt, so daß
dadurch die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
Nach dem ersten Aspekt der Erfindung wird das Motorgehäuse
während der Drehung des Motors mit einem in eine Richtung wir
kenden Rollmoment beaufschlagt, das auf das Gegendrehmoment
eines Schwungrads und einer Kurbelwelle zurückzuführen ist,
sowie gleichzeitig mit einem in entgegengesetzter Richtung
wirkenden Rollmoment, das auf das Gegendrehmoment einer Umkehr
welle und einer Schwungmasse zurückzuführen ist, die sich in
umgekehrter Richtung zur Kurbelwelle drehen, so daß sich die
Rollmomente gegenseitig aufheben und die Rollschwingungen des
Motors gedämpft werden.
Die Umkehrwelle und die Schwungmasse sind über ein Getrie
be zur Drehrichtungsumkehr mit einem Kurbelwellen-Ende verbun
den und daher außerhalb des Haupt-Antriebsstrangs des Motors
angeordnet.
Dementsprechend unterliegt der Drehmoment-Ausgleichsmecha
nismus keiner der bei der herkömmlichen Anordnung im Haupt-
Antriebsstrang vorhandenen Beschränkungen, und es wird eine
wirksamere Dämpfung der Rollschwingungen ermöglicht.
Darüber hinaus wirken die Gegendrehmomente der Umkehrwelle
und der Schwungmasse in ein und diesselbe Richtung, so daß im
Gegensatz zu der aus Fig. 9 ersichtlichen herkömmlichen Vor
richtung mit den in zwei Richtungen wirkenden Gegendrehmomenten
eine wirksamere Dämpfung der Rollschwingungen ermöglicht wird.
Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Dreh
moment-Ausgleichsmechanismus geschaffen mit einem Getriebe zum
Übertragen einer Rotations-Antriebsleistung, so daß eine Dreh
richtungsumkehr erfolgt, einer Umkehrwelle, die über das Ge
triebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so aus
gelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur Kur
belwelle dreht, einer an der Umkehrwelle festgelegten Antriebs
scheibe für eine Zusatzmaschine, und einer über die Scheibe
angetriebenen Zusatzmaschine, wobei ein Motorgehäuse infolge
der Trägheitsmomente der Umkehrwelle, der Scheibe und der
Zusatzmaschine mit einem Gegendrehmoment beaufschlagt wird, das
in entgegengesetzter Richtung zu dem Gegendrehmoment eines
Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebslei
stung eines Motors wirkt, so daß die Rollschwingungen des
Motors gedämpft werden.
Nach dem zweiten Aspekt der Erfindung wird das Motorge
häuse mit einem vom Schwungrad und der Kurbelwelle erzeugten
Rollmoment beaufschlagt, sowie gleichzeitig mit in entgegen
gesetzter Richtung wirkenden und dieses Rollmoment aufhebenden
Rollmomenten, die von der Umkehrwelle, der Antriebsscheibe der
Zusatzmaschine und der Zusatzmaschine erzeugt werden, so daß
die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
Eine vorhandene Zusatzmaschinen-Antriebsscheibe und
Zusatzmaschine dienen als eine Rotationsmasse zum Dämpfen der
Rollschwingungen, so daß die Motormasse nicht erhöht werden muß
und eine verbesserte Fahrzeugbeschleunigung ermöglicht wird.
Darüber hinaus werden mit dem zweiten Aspekt der Erfindung
die gleichen Effekte wie mit dem ersten Aspekt erzielt.
Nach einem dritten Aspekt der Erfindung weist die Zusatz
maschine vorzugsweise einen Wechselstromgenerator auf. Der
Wechselstromgenerator kann vorzugsweise einen Elektromotor
aufweisen, dessen Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit -
nachfolgend einfach als "Drehzahl" bezeichnet - steuerbar ist,
so daß eine Rotations-Trägheitsmasse zum Dämpfen der Roll
schwingungen steuerbar ist, wobei sich die Rotationsmasse in
einem großen Bereich präzise steuern läßt, z. B. als Variable
einer von diversen Bedingungen wie der Drehzahl des Verbren
nungsmotors, so daß dessen Schwingungen noch wirksamer gedämpft
werden.
Nach einem vierten Aspekt der Erfindung weist die Zusatz
maschine vorzugsweise eine Ölpumpe auf, die den Motor mit
Kraftstoff oder Schmiermittel versorgt.
Nach einem fünften Aspekt der Erfindung weist der Dreh
moment-Ausgleichsmechanismus ferner eine Vorrichtung zum Erhö
hen der Drehzahl auf, mit der sich die Drehzahl eines Rota
tionsglieds auf Seiten einer Umkehrwelle erhöhen läßt.
Nach dem fünften Aspekt wird eine auf Seiten der Umkehr
welle zur Rollschwingungs-Dämpfung vorgesehene Rotations-Träg
heitsmasse mit einer hohen Drehzahl gedreht, da eine Vorrich
tung zum Erhöhen der Drehzahl vorgesehen ist. Auf diese Weise
werden Masseschwankungen verringert, und es wird eine stabile
Dämpfung der Rollschwingungen ermöglicht.
Nach einem sechsten Aspekt der Erfindung weist der Drehmo
ment-Ausgleichsmechanismus ferner eine Motor-Nockenwelle auf,
die von der Umkehrwelle angetrieben wird.
Nach dem sechsten Aspekt wird eine Nockenwelle als Rota
tionsmasse zur Rollschwingungs-Dämpfung verwendet und eine
stärkere Dämpfung der Rollschwingungen bewirkt, ohne daß dazu
die Masse des Motors erhöht werden muß.
Nach einem siebten Aspekt der Erfindung weist der Dreh
moment-Ausgleichsmechanismus vorzugsweise ein Lager auf, in dem
die Umkehrwelle auf einer Frontabdeckung des Motors abgestützt
ist.
Nach einem achten Aspekt der Erfindung ist vorzugsweise
eine auf einer Frontabdeckung des Motors abgestützte Zwischen
welle zwischen der Kurbelwelle und der Umkehrwelle angeordnet,
und das Getriebe ist zwischen der Kurbelwelle und der Zwischen
welle oder zwischen der Zwischenwelle und der Umkehrwelle ange
ordnet.
Bei Anordnung eines Umkehrgetriebes zwischen der Kurbel
welle und der Zwischenwelle lassen sich die Zwischenwelle und
die Umkehrwelle so miteinander verbinden, daß sie sich in ein
und dieselbe Richtung drehen.
Bei Anordnung eines Umkehrgetriebes zwischen der Kurbel
welle und der Umkehrwelle lassen sich die Zwischenwelle und die
Kurbelwelle so miteinander verbinden, daß sie sich in ein und
dieselbe Richtung drehen.
Im ersten Fall bildet die Zwischenwelle eine Rotations
masse zur Rollschwingungs-Dämpfung, und es wird eine stärkere
Dämpfung bewirkt.
Nach einem neunten Aspekt der Erfindung weist das Getriebe
ein Zahnrad-Getriebe mit einem verspannten Zahnrad auf.
Nach dem neunten Aspekt wird ein Getriebe mit verspanntem
Zahnrad als Umkehrgetriebe verwendet, bei dem der Schlupf zwi
schen den Zahnrädern geringer ist, so daß das Rollmoment bzw.
Gegenmoment einer über das Zahnrad-Getriebe gedrehten Rota
tionsmasse geringere Schwankungen aufweist, wodurch eine
stabile Rollschwingungs-Dämpfung ermöglicht wird.
Da der Schlupf zwischen den Zahnrädern von den verspannten
Zahnrädern aufgenommen wird, sind die Eingriffsgeräusche des
Zahnradgetriebes geringer und es hat eine längere Lebensdauer,
was auch die Lebensdauer des Drehmoment-Ausgleichsmechanismus
erhöht.
Die Erfindung wird nun anhand bevorzugter Ausführungs
formen und unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In
der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
ersten Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 2 einen mit dem Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach
Fig. 1 versehenen Motor, in Vorderansicht,
Fig. 3 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 4 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
dritten Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 5 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
vierten Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 6 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
fünften Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 7 einen Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach einer
sechsten Ausführungsform der Erfindung, im Schnitt,
Fig. 8 einen herkömmlichen Drehmoment-Ausgleichsmechanis
mus, schematisch in Vorderansicht, und
Fig. 9 einen anderen herkömmlichen Drehmoment-Ausgleichs
mechanismus, schematisch.
In der Zeichnung sind jeweils gleiche Teile auch mit den
gleichen Bezugszeichen versehen.
Ein aus Fig. 1 und 2 ersichtlicher Drehmoment-Ausgleichs
mechanismus 1 nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung
weist die Merkmale des ersten, fünften und siebten Aspekts der
Erfindung auf. Der aus Fig. 2 ersichtliche mit dem Drehmoment-
Ausgleichsmechanismus 1 versehene Motor ist ein Dieselmotor 3.
Ein Gehäuse des Motors 3 weist an seiner Vorderseite eine
Motor-Frontabdeckung 27 auf, die an dem Gehäuse festgelegt ist,
eine durch die Frontabdeckung 27 hindurch vorgesehene Kurbel
welle 5, eine außerhalb der Abdeckung 27 vorgesehene Abtriebs
scheibe 7 für eine von der Kurbelwelle 5 angetriebene Zusatz
maschine, eine Antriebsscheibe 9 für eine Servopumpe zum Über
tragen einer Antriebsleistung auf diese, eine weitere Antriebs
scheibe 11 für einen elektrischen Wechselstromgenerator zum
Übertragen einer Antriebsleistung auf diesen, einen Doppel
riemen 13, der über die drei Scheiben 7, 9 und 11 gelegt ist,
eine Spannrolle 15, die den Doppelriemen 13 ausreichend spannt,
und einen wesentlichen Teil des Drehmoment-Ausgleichsmechanis
mus 1.
Die Abtriebsscheibe 7 ist mit einer Kombination aus einer
Scheibenfeder 17, einer Spannschraube 19 und einer Unterleg
scheibe 21 an der Kurbelwelle 5 festgelegt, wie aus Fig. 1
ersichtlich ist.
Die Abtriebsscheibe 7 ist ein separates Bauteil aus einem
Hohlwellen-Abschnitt 7a, der auf ein vorspringendes Ende 5a der
Kurbelwelle 5 aufgepaßt ist, einem an dem Wellenabschnitt 7a
ausgebildeten inneren Scheibenabschnitt 25 mit kleinerem Außen
durchmesser, und einem angrenzend an den inneren Scheibenab
schnitt 25 ausgebildeten äußeren Scheibenabschnitt 23 mit grö
ßerem Außendurchmesser. Der äußere Scheibenabschnitt 23 weist
eine felgenartige Umfangsfläche 23a zum Aufnehmen des Doppel
riemens 13 auf, und der innere Scheibenabschnitt 25 eine fel
genartige Umfangsfläche 25a zum Aufnehmen eines weiteren
Riemens für den Riementrieb einer weiteren Zusatzmaschine.
Eine Öldichtung 29 ist zwischen dem Wellenabschnitt 7a der
Abtriebsscheibe 7 und dem Rand einer Öffnung 27a der Frontab
deckung 27 angebracht, durch welche das vorstehende Ende 5a der
Kurbelwelle 5 verläuft.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden die Scheibe 9 zum
Antreiben der Servopumpe und die Scheibe 11 zum Antreiben des
Wechselstromgenerators bezüglich der einstückig mit der Kurbel
welle 5, d. h. in der gleichen Richtung wie der äußere Scheiben
abschnitt 23 und der innere Scheibenabschnitt 25 gedrehten Ab
triebsscheibe 7 in ein und dieselbe Richtung gedreht. Eine An
triebsscheibe für eine weitere Zusatzmaschine, die von dem
inneren Scheibenabschnitt 25 angetrieben wird, wird ebenfalls
in die gleiche Richtung gedreht.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist der Drehmoment-
Ausgleichsmechanismus 1 ein zur Drehzahlerhöhung dienendes
Zahnradgetriebe 33 auf mit einem Antriebsrad 41 mit großem
Durchmesser und einem Abtriebsrad 43 mit kleinem Durchmesser,
eine einstückig mit dem kleinen Zahnrad 43 ausgebildete Um
kehrwelle 31 und eine auf die Umkehrwelle 31 aufgekeilte
Schwungmasse 35.
Das Zahnradgetriebe 33 überträgt die Rotations-Antriebs
leitung von der Kurbelwelle 5 so, daß eine Drehrichtungsumkehr
erfolgt. Das große Zahnrad 41 ist in der Frontabdeckung 27 vor
gesehen und weist einen Hohlwellen-Abschnitt 41a auf, der
zusammen mit dem Hohlwellen-Abschnitt 7a der Abtriebsscheibe 7
mittels einer weiteren Kombination aus Scheibenfeder 17, Spann
schraube 19 und Unterlegscheibe 21 an dem vorstehenden Ende 5a
der Kurbelwelle 5 festgelegt ist. An den Wellenabschnitt 41a
des großen Zahnrads 41 ist ein Kettenrad 45 angeschweißt, das
Teil eines Kettengetriebes zum Antreiben der Nockenwelle des
Motors 3 ist. Das kleine Zahnrad 43 ist zwischen der Frontab
deckung 27 und einem inneren Halteaufsatz 27b dieser angeordnet
und als ein verzahnter Umfangsabschnitt der Umkehrwelle 31 aus
gebildet. Die Antriebsleistung der Kurbelwelle 5, die sich mit
einer Drehzahl in eine Drehrichtung dreht, wird von dem Zahn
radgetriebe 33 auf die Umkehrwelle 31 übertragen, so daß sich
diese mit einer höheren Drehzahl in die jeweils umgekehrte
Drehrichtung dreht.
Die Umkehrwelle 31 weist einen Abtriebsabschnitt 31a auf,
der in einem äußeren und einem inneren Lager 37 bzw. 39 abge
stützt ist, die jeweils in die Frontabdeckung 27 bzw. den
Innenaufsatz 27b eingepaßt sind, sowie einen axial vorstehenden
Abschnitt 31b, der durch eine weitere Öffnung 27c der Frontab
deckung 27 und eine Öffnung 27d eines zur Schmiereinrichtung
zeigenden äußeren Aufsatzes 27e der Frontabdeckung 27 verläuft.
Die Schwungmasse 35 weist ein Flanschteil 51 mit einem
Wellenabschnitt 51a auf, der in die Öffnungen 27c, 27d einge
paßt, auf den vorstehenden Abschnitt 31b der Umkehrwelle 31
aufgekeilt und mittels einer Schraube 53 und einer Unterleg
scheibe 55 festgelegt ist, sowie ein mit Schrauben 47 an einem
axial und radial nach außen verlaufenden Flanschabschnitt 51b
des Flanschteils 51 festgelegtes Schwungrad 49. Das Schwungrad
49 ist auf einer geringeren Höhe angeordnet als das vorstehende
Ende 5a der Kurbelwelle 5, und verläuft radial in Schwerkraft
richtung vor der Frontabdeckung 27 des Motors 3. Eine Öldich
tung 57 ist zwischen dem Flanschteil 51 und dem äußeren Aufsatz
27e der Frontabdeckung 27 eingepaßt.
Beim Betrieb, d. h. der Drehung des Motors 3 wird das
Motorgehäuse infolge der Gegenmomente der Kurbelwelle 5 und des
Schwungrads des Motors 3 mit in einer Richtung wirkenden Roll
momenten beaufschlagt. Die Umkehrwelle 33 und die Schwungmasse
35 werden jedoch einer Richtung 61 gedreht, die der Drehrich
tung 59 der Kurbelwelle 5 entgegengesetzt ist, wie aus Fig. 2
ersichtlich ist, und das daraus resultierende Gegenmoment lie
fert Rollmomente, die in entgegengesetzter Richtung auf das
Motorgehäuse wirken, so daß sich die Rollmomente gegenseitig
aufheben und die Rollschwingungen des Motors 3 gedämpft werden.
Die Rotationsmassen der Umkehrwelle 31 und der Schwungmas
se 35 sind über das Zahnradgetriebe 33 mit der Kurbelwelle 5
verbunden, und der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 1 ist
außerhalb des von dem Motor 3 ausgehenden Haupt-Antriebsstrangs
angeordnet. Damit unterscheidet sich der Drehmoment-Ausgleichs
mechanismus 1 nach dieser Ausführungsform von einem im Haupt-
Antriebsstrang angeordneten herkömmlichen Mechanismus und
unterliegt nicht dessen Beschränkungen, so daß eine bessere
Rollschwingungs-Dämpfung ermöglicht wird.
Gegenüber der aus Fig. 9 ersichtlichen herkömmlichen
Anordnung, bei der die Gegenmomente zum Antriebsmoment in zwei
Richtungen wirken, erzeugen die Umkehrwelle 31 und die Schwung
masse 35 der Ausführungsform nach Fig. 1 Gegenmomente, die in
ein und dieselbe Richtung wirken, so daß eine wirksamere Roll
schwingungs-Dämpfung ermöglicht wird.
Darüber hinaus hat die zur Rollschwingungs-Dämpfung die
nende Rotationsmasse des Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 1
eine höhere Drehzahl, da ein drehzahlerhöhend wirkendes Zahn
radgetriebe 33 verwendet wird. Dadurch werden die Dämpfungs
wirkung für Rollschwingungen verbessert und Schwankungen der
Rotations-Trägheitsmasse verringert, so daß eine stabilere
Rollschwingungs-Dämpfung erzielt wird.
Die Schwungmasse 35 ist auf der Umkehrwelle 31 vor dem
Motor 3 angeordnet, und in Schwerkraftrichtung gesehen unter
der Kurbelwelle 5. Diese Anordnung des Drehmoment-Ausgleichsme
chanismus 1 ermöglicht eine Rollschwingungs-Dämpfung, ohne daß
auf die Anordnung von Zusatzeinrichtungen wie Servopumpe oder
Wechselstromgenerator bzw. den für diese benötigten Einbauraum
oder auf die Anordnung von karosserieseitigen Zusatzgeräten wie
einem Kühler Rücksicht genommen werden muß.
Aus Fig. 3 ist ein Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 63
nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich,
der Merkmale des ersten, zweiten, dritten, sechsten, siebten
und neunten Aspekts der Erfindung aufweist.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist der Drehmoment-
Ausgleichsmechanismus 63 folgendes auf: ein Zahnradgetriebe 67,
das in einer Frontabdeckung 27 eines Motors 3 vorgesehen und
mit einer Kurbelwelle 5 verbunden ist, so daß ein Antriebs
moment von dieser übertragen und dabei die Drehrichtung umge
kehrt wird, eine Umkehrwelle 65, die mit dem Zahnradgetriebe 67
verbunden und durch die Frontabdeckung 27 hindurch angeordnet
ist, eine Abtriebsscheibe 71, die außerhalb der Abdeckung 27
angeordnet und auf die Umkehrwelle 65 aufgekeilt ist, so daß
sie zum Antreiben zusätzlicher Maschinen gedreht wird, und eine
an der Abtriebsscheibe 71 befestigte Schwungmasse 69.
Das Zahnradgetriebe 67 ist vom Typ eines Getriebes mit
verspanntem Zahnrad und weist ein verspanntes Zahnrad 83 auf,
das als Antriebsrad dient und auf einem vorstehenden Ende 5a
der Kurbelwelle 5 festgelegt ist, sowie ein Abtriebsrad 81, das
auf einen Abtriebsabschnitt 65a der Umkehrwelle 65 aufgekeilt
und im Eingriff mit dem verspannten Zahnrad 83 ist. Das ver
spannte Zahnrad 83 weist ein Metall-Zahnrad 85 als eine Zahn
rad-Hauptkomponente auf, das auf das vorstehende Ende 5a der
Kurbelwelle 5 aufgekeilt und von der Außenseite der Frontab
deckung 27 her mit einer Schraube 89 und einer Unterlegscheibe
91 an diesem festgelegt ist, sowie ein Kunstharz-Zahnrad 87 in
Form einer Anordnung von Sekundär-Zahnkomponenten 87a, die
jeweils an einem Aussparungsabschnitt 97 am proximalen Ende
eines entsprechenden Zahnabschnitts 85a des Metallzahnrads 85
befestigt und auf einem von dem Zahnabschnitt 85a vorstehenden
Drehzapfen 93 schwenkbar sind, zwischen einer Buchse 95 und
einem Haltering 99. Die Zähne des Metall- und des Kunstharz-
Zahnrads 85 bzw. 87 greifen nacheinander in die Zähne des
Abtriebsrads 81 ein, wenn sie in einer Richtung umlaufen. Da
die Zahnkomponenten 87a jeweils flexibel sind, wird der Schlupf
zwischen dem Antriebs- und dem Abtriebsrad 81 bzw. 83 von dem
Kunstharz-Zahnrad 87 aufgenommen und das Spiel zwischen diesen
verringert, und das Schlaggeräusch aufeinandertreffender Zähne
wird wirksam verringert. Das Abtriebsrad 81 ist mit Hilfe einer
Scheibenfeder 17 am Abtriebsabschnitt 65a der Umkehrwelle 65
befestigt. Die Antriebsleistung der Kurbelwelle 5, die sich in
eine Drehrichtung dreht, wird von dem Zahnradgetriebe 67 auf
die Umkehrwelle 65 übertragen, so daß diese in der jeweils
entgegengesetzten Drehrichtung gedreht wird.
Der Abtriebsabschnitt 65a der Umkehrwelle 65 ist an seiner
Außenseite in einem in die Frontabdeckung 27 eingepaßten Lager
73 abgestützt, und an seinem Innenende in einem Lager 75, das
in einen Aufsatz 27f der Abdeckung 27 eingepaßt ist. Ferner
weist er ein einstückig daran ausgebildetes Kettenrad 77 auf,
das als ein Antriebselement für einen Kettentrieb zum Antreiben
der Nockenwelle des Motors 3 dient. Die Umkehrwelle 65 weist
einen axial vorstehenden Abschnitt 65b auf, der durch eine
Öffnung 27g der Frontabdeckung 27 angeordnet ist, und eine
Öldichtung 79, die zwischen dem Vorsprungsabschnitt 65b und der
Frontabdeckung 27 eingepaßt ist.
Die Abtriebsscheibe 71 ist mittels einer Kombination aus
einer weiteren Scheibenfeder 17, einer Spannschraube 103 und
einer Unterlegscheibe 105 an dem Vorsprungsabschnitt 65b der
Umkehrwelle 65 festgelegt. Die Abtriebsscheibe 71 ist ein se
parates Bauteil aus einem Hohlwellen-Abschnitt 71a, der auf den
Vorsprungsabschnitt 65a der Umkehrwelle 65 aufgekeilt ist,
einem an dem Wellenabschnitt 71a ausgebildeten äußeren Schei
benabschnitt 107 mit großem Außendurchmesser, und einem angren
zend an den äußeren Scheibenabschnitt 107 ausgebildeten inneren
Scheibenabschnitt 109 mit kleinerem Außendurchmesser. Der äuße
re Scheibenabschnitt 107 weist eine felgenartige Umfangsfläche
107a zum Aufnehmen eines Riemens zum Antreiben eines Wechsel
stromgenerators auf, und der innere Scheibenabschnitt 109 eine
felgenartige Umfangsfläche 109a zum Aufnehmen eines weiteren
Riemens zum Antreiben einer weiteren Zusatzmaschine.
Die Schwungmasse 69 weist eine separate, flache Scheibe
auf, die mit Schrauben 101 koaxial an einer Stirnfläche des
äußeren Scheibenabschnitts 107 befestigt ist.
Beim Betrieb, d. h. der Drehung des Motors 3 wird das
Motorgehäuse infolge der Gegenmomente der Kurbelwelle 5 und des
Schwungrads des Motors 3 mit in einer Richtung wirkenden Roll
momenten beaufschlagt. Die Umkehrwelle 65 und die Nockenwelle
mit ihrem zugehörigen Kettentrieb sowie die Abtriebsscheibe 71,
der Wechselstromgenerator mit zugehörigem Riementrieb, die wei
tere Zusatzmaschine mit zugehörigem Riementrieb und die
Schwungmasse 69 werden jedoch in umgekehrter Drehrichtung zur
Kurbelwelle 5 gedreht, und das resultierende Gegenmoment er
zeugt entgegengesetzt gerichtete Rollmomente auf das Motor
gehäuse, so daß sich die Rollmomente gegenseitig aufheben und
die Rollschwingungen des Motors 3 gedämpft werden.
Der Wechselstromgenerator kann vorzugsweise einen dreh
zahlgesteuerten Elektromotor aufweisen, so daß die Rotations-
Trägheitsmasse zum Dämpfen der Rollschwingungen steuerbar ist,
wobei sich die Rotationsmasse in einem großen Bereich präzise
steuern läßt, z. B. als Variable einer von diversen Bedingungen
wie der Drehzahl des Verbrennungsmotors, so daß dessen Schwin
gungen noch wirksamer gedämpft werden.
Da der Wechselstromgenerator das Steuern der Rotations-
Trägheitsmasse zur Rollschwingungs-Dämpfung ermöglicht, läßt
sich die Dämpfung wirksam steuern, z. B. in Abhängigkeit von
einer Änderung der Drehzahl des Verbrennungsmotors.
Die Rotationsmassen der Umkehrwelle 65 und der Abtriebs
scheibe 71 mit den zugehörigen Antrieben, sowie der Schwung
masse 69 sind über das Zahnradgetriebe 67 mit der Kurbelwelle 5
verbunden, und der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 63 ist
außerhalb des von dem Motor 3 ausgehenden Haupt-Antriebsstrangs
angeordnet. Damit unterscheidet sich der Drehmoment-Ausgleichs
mechanismus 63 nach dieser Ausführungsform von einem im Haupt-
Antriebsstrang angeordneten herkömmlichen Mechanismus und
unterliegt nicht dessen Beschränkungen, so daß eine bessere
Rollschwingungs-Dämpfung ermöglicht wird.
Im Gegensatz zu der aus Fig. 9 ersichtlichen herkömmlichen
Anordnung, bei der die Gegenmomente zum Antriebsmoment in zwei
Richtungen wirken, wirken die Gegenmomente des Drehmoment-Aus
gleichsmechanismus 63 der Ausführungsform nach Fig. 3 in ein
und dieselbe Richtung, so daß eine wirksamere Rollschwingungs-
Dämpfung ermöglicht wird.
Neben der Schwungmasse 69 werden noch andere Massen wie
die des Wechselstromgenerators, der anderen Zusatzmaschine und
der Nockenwelle als Rotationsmassen zur Rollschwingungs-Dämp
fung verwendet, so daß eine ausreichend große Masse zur Verfü
gung steht, um die Rollschwingungen wirksam und besser zu dämp
fen, ohne daß die Masse des Motors selbst erhöht und Abstriche
beim Beschleunigungsverhalten des Fahrzeugs gemacht werden
müssen.
Das Getriebe 67 mit verspanntem Zahnrad nimmt den Schlupf
zwischen dem Antriebs- und dem Abtriebsrad 81 bzw. 83 auf und
verringert das Spiel zwischen diesen, so daß vom Schlupf des
Zahnradgetriebes 67 verursachte Schwankungen des Gegenmoments
und des Rollmoments vermindert werden und die Rollschwingungs-
Dämpfung stabiler erfolgt.
Außerdem sind die Schlaggeräusche der Zahnräder 81 und 83
geringer, so daß eine längere Lebensdauer des Zahnradgetriebes
67 und des Drehmoment-Ausgleichsmechanismus ermöglicht wird.
Einer oder mehrere der Riementriebe zwischen der Abtriebs
scheibe 71 und den zugeordneten Zusatzmaschinen, z. B. dem Wech
selstromgenerator und/oder der anderen Zusatzmaschine, können
jeweils vorzugsweise eine Drehzahlerhöhungs-Funktion aufweisen,
so daß die betreffende Zusatzmaschine mit höherer Drehzahl
betreibbar ist, wodurch die Rollschwingungs-Dämpfung verbessert
wird und weniger Trägheitsschwankungen auftreten, was den Dämp
fungsbetrieb stabiler macht.
Aus Fig. 4 ist ein Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 111
nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich,
der Merkmale des zweiten, dritten, sechsten, siebten und neun
ten Aspekts der Erfindung aufweist.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 111 entspricht dem
Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 63 nach der zweiten Ausfüh
rungsform, jedoch ohne die Schwungmasse 69, und weist ein
Zahnradgetriebe 67 mit verspanntem Zahnrad, eine Umkehrwelle 65
und eine Abtriebsscheibe 71 zum Antreiben zusätzlicher Maschi
nen auf.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 111 hat dementspre
chend die gleiche Wirkung wie der Drehmoment-Ausgleichsmecha
nismus 63, ausgenommen die Funktionen der Schwungmasse 69.
Aus Fig. 5 ist ein Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113
nach einer vierten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich,
der Merkmale des ersten, zweiten, fünften, siebten, achten und
neunten Aspekts der Erfindung aufweist.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113 wird mit einer
Zwischenwelle 117 betrieben, die durch eine Frontabdeckung 27
eines Motors 3 hindurch angeordnet und über einen Kettentrieb
von der Kurbelwelle 5 des Motors 3 angetrieben wird, und die
ihrerseits eine untere Abtriebsscheibe 139 antreibt, die außer
halb der Frontabdeckung 27 angeordnet und auf der Zwischenwelle
117 festgelegt ist. Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113
weist ein Zahnradgetriebe 119 mit verspanntem Zahnrad auf, das
in der Frontabdeckung 27 vorgesehen ist und das Antriebsmoment
auf die Zwischenwelle 117 überträgt, so daß die Drehzahl erhöht
und die Drehrichtung umgekehrt wird, eine Umkehrwelle 115, die
durch die Frontabdeckung 27 hindurch angeordnet ist und von dem
Zahnradgetriebe 117 angetrieben wird, eine obere Abtriebsschei
be 123, die außerhalb der Abdeckung 27 angeordnet und auf der
Umkehrwelle 115 festgelegt ist, und eine einstückig an der obe
ren Abtriebsscheibe 123 ausgebildete Schwungmasse 121.
Die Zwischenwelle 117 weist einen Hauptabschnitt 117a auf,
der in Lagern in der Frontabdeckung 27 abgestützt ist, und
einen vorstehenden Abschnitt 117b, der durch eine Öffnung 27h
der Frontabdeckung 27 verläuft. An einem proximalen Ende des
vorstehenden Abschnitts 117b ist ein rohrförmiges Teil 124
mittels einer Scheibenfeder 17 befestigt. An dem Rohrteil 124
ist ein Kettenrad 125 einstückig ausgebildet, das von einem
Kettentrieb angetrieben wird, dessen Kette um ein einstückig an
der Kurbelwelle 5 ausgebildetes Antriebs-Kettenrad angeordnet
ist. Die Zwischenwelle 117 wird somit in die gleiche Richtung
wie die Kurbelwelle 5 gedreht. An dem Rohrteil 124 ist ferner
ein Antriebselement 124a zum Antreiben eines zugeordneten
Mechanismus angeschweißt.
Die untere Abtriebsscheibe 139 weist einen Hohlwellen-
Abschnitt 139a auf, der mittels einer Kombination aus einer
weiteren Scheibenfeder 17, einer Spannschraube 135 und einer
Unterlegscheibe 137 an einem distalen Ende des vorspringenden
Abschnitts 117b der Zwischenwelle 117 festgelegt ist, sowie
einen Scheibenabschnitt 139b mit einer felgenartigen Umfangs
fläche 139c zum Aufnehmen eines Riemens, der eine Zusatzma
schine antreibt.
Das Zahnradgetriebe 119 weist ein verspanntes Zahnrad 129
mit größerem Durchmesser auf, das als Antriebsrad dient und
mittels einer weiteren Scheibenfeder 17 an einem axial mittle
ren Abschnitt des vorstehenden Abschnitts 117b der Zwischen
welle 117 festgelegt ist, sowie ein Abtriebsrad 127 mit kleine
rem Durchmesser, das einstückig an einem Abtriebsabschnitt 115a
der Umkehrwelle 115 ausgebildet und im Eingriff mit dem ver
spannten Zahnrad 129 ist. Das verspannte Zahnrad 129 weist ein
Metall-Zahnrad 131 als eine Zahnrad-Hauptkomponente auf, das
auf den vorstehende Abschnitt 117b aufgekeilt ist, sowie ein
Kunstharz-Zahnrad 133 in Form einer Anordnung von Sekundär-
Zahnkomponenten 133a, die jeweils an einem Aussparungsabschnitt
145 am proximalen Ende eines entsprechenden Zahnabschnitts 131a
des Metallzahnrads 131 befestigt und auf einem von dem Zahnab
schnitt 131a vorstehenden Drehzapfen 141 schwenkbar sind, zwi
schen einer Buchse 143 und einem Haltering 147. Die Zähne des
Metall- und des Kunstharz-Zahnrads 131 bzw. 133 greifen nach
einander in die Zähne des Abtriebsrads 127 ein, wenn sie in
einer Richtung umlaufen. Da die Zahnkomponenten 133a jeweils
flexibel sind, wird der Schlupf zwischen dem Antriebs- und dem
Abtriebsrad 129 bzw. 127 von dem Kunstharz-Zahnrad 133 aufge
nommen und das Spiel zwischen diesen verringert, und das
Schlaggeräusch aufeinandertreffender Zähne wird wirksam verrin
gert. Die Antriebsleistung der Zwischenwelle 117, die sich mit
einer Drehzahl in eine Drehrichtung dreht, wird von dem Zahn
radgetriebe 119 auf die Umkehrwelle 115 übertragen, so daß
diese mit höherer Drehzahl und in der jeweils entgegengesetzten
Drehrichtung gedreht wird.
Der Abtriebsabschnitt 115a der Umkehrwelle 115 ist an
seiner Außenseite in einem in die Frontabdeckung 27 eingepaßten
Lager 73 abgestützt, und an seinem Innenende in einem Lager 75,
das in einen Aufsatz 27i der Abdeckung 27 eingepaßt ist. Ferner
weist die Umkehrwelle 115 einen axial vorstehenden Abschnitt
115b auf, der durch eine Öffnung 27j der Frontabdeckung 27
angeordnet ist.
Die obere Abtriebsscheibe 123 ist mittels einer Kombina
tion aus einer weiteren Scheibenfeder 17, einer Spannschraube
149 und einer Unterlegscheibe 151 an dem Vorsprungsabschnitt
115b der Umkehrwelle 115 festgelegt. Die Abtriebsscheibe 123
weist einen Hohlwellen-Abschnitt 123a auf, der auf den Vor
sprungsabschnitt 115b aufgekeilt ist, einen an dem Wellenab
schnitt 123a ausgebildeten Scheibenabschnitt 123b mit einer
felgenartigen Umfangsfläche 123c zum Aufnehmen eines Riemens
zum Antreiben einer Zusatzmaschine, sowie einen verdickten,
scheibenartigen Körper, der als Schwungmasse 121 dient und
einstückig an einer Seite des Scheibenabschnitts 123b ausgebil
det ist.
Beim Betrieb, d. h. der Drehung des Motors 3 wird das
Motorgehäuse infolge der Gegenmomente der Kurbelwelle 5 und des
Schwungrads des Motors 3 mit in einer Richtung wirkenden Roll
momenten beaufschlagt. Die Umkehrwelle 115 und die obere Ab
triebsscheibe 123 mit der Schwungmasse 121. und dem Riementrieb
sowie der zugehörigen Zusatzmaschine werden jedoch in umgekehr
ter Drehrichtung zur Kurbelwelle 5 gedreht, und das resultie
rende Gegenmoment erzeugt entgegengesetzt gerichtete Rollmomen
te auf das Motorgehäuse, so daß sich die Rollmomente gegensei
tig aufheben und die Rollschwingungen des Motors 3 gedämpft
werden.
Bei dem Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113 wird die
Zwischenwelle 117 in die gleiche Richtung wie die Kurbelwelle 5
gedreht, und das Zahnradgetriebe 119, welches die Zwischenwelle
117 mit der Umkehrwelle 115 verbindet, treibt die Umkehrwelle
115 in umgekehrter Drehrichtung zur Kurbelwelle 5 an, so daß
die Rollschwingungen des Motors 3 gedämpft werden.
Das Zahnradgetriebe 118 weist ein größeres Antriebsrad 129
und ein kleineres Abtriebsrad 127 auf, so daß beim Betrieb eine
Drehzahlerhöhung bewirkt und dadurch eine zur Rollschwingungs-
Dämpfung dienende Rotationsmasse mit höherer Drehzahl gedreht
wird. Damit ermöglicht der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113
eine verbesserte Rollschwingungs-Dämpfung bei geringerer
Schwankung der Rotations-Trägheitsmasse und damit eine höhere
Stabilität der Dämpfungsfunktion.
Die Abtriebsscheibe 123 ist einstückig mit der Schwung
masse 121 ausgebildet, so daß die Anzahl der Einzelteile nicht
erhöht wird.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113 hat die gleichen
Effekte wie der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 63 der zweiten
Ausführungsform.
Aus Fig. 6 ist ein Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 153
nach einer fünften Ausführungsform der Erfindung ersichtlich,
der Merkmale des zweiten, fünften, siebten, achten und neunten
Aspekts der Erfindung aufweist.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 153 entspricht dem
Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 113 nach der vierten Ausfüh
rungsform, jedoch ohne die Schwungmasse 121, wird mit einer
Zwischenwelle 117 betrieben und weist ein Zahnradgetriebe 119
mit verspanntem Zahnrad, eine Umkehrwelle 115 und eine obere
Abtriebsscheibe 123 zum Antreiben zusätzlicher Maschinen auf.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 153 hat dement
sprechend die gleiche Wirkung wie der Drehmoment-Ausgleichs
mechanismus 113, bis auf die Funktionen der Schwungmasse 121.
Aus Fig. 7 ist ein Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 155
nach einer sechsten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich,
der Merkmale des zweiten, vierten, fünften und siebten Aspekts
der Erfindung aufweist.
Der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 155 ist an einer
Frontabdeckung 167 eines Vierzylinder-Dieselmotors 157 ange
ordnet und weist ein erstes Zahnradgetriebe 161 zum Übertragen
der Antriebsleistung einer Kurbelwelle 173 auf, so daß eine
Drehzahlerhöhung und Drehrichtungsumkehr erfolgt, eine Umkehr
welle 159, die in Lagern an der Frontabdeckung 167 abgestützt
ist und von dem ersten Zahnradgetriebe 161 angetrieben wird,
ein zweites Zahnradgetriebe 163 zum Übertragen der Antriebs
leistung von dem ersten Zahnradgetriebe 161, und eine Einzy
linder-Tauchkolbenpumpe 165 als Zusatzmaschine, die von dem
zweiten Zahnradgetriebe 163 angetrieben wird und den Motor 157
über eine Kraftstoffleitung 179 mit Kraftstoff versorgt.
Das erste Zahnradgetriebe 161 weist ein Antriebsrad 169
mit größerem Durchmesser auf, das auf der Kurbelwelle 173 fest
gelegt ist, und ein Abtriebsrad 171 mit kleinerem Durchmesser,
das auf der Umkehrwelle 159 festgelegt oder an dieser ausgebil
det ist und im Eingriff mit dem Antriebsrad 169 steht.
Die Umkehrwelle 159 wird in jeweils entgegengesetzter
Drehrichtung zur Kurbelwelle 173 gedreht.
Das zweite Zahnradgetriebe 163 weist ein freilaufendes Rad
175 auf, das im Eingriff mit dem Abtriebsrad 171 des ersten
Zahnradgetriebes 161 steht, und ein Abtriebsrad 177, das auf
einer Antriebswelle der Tauchkolbenpumpe 165 festgelegt ist und
im Eingriff mit dem freilaufenden Rad 175 steht. Wie anhand der
Pfeile in Fig. 7 ersichtlich ist, wird die Tauchkolbenpumpe 165
in die gleiche Richtung gedreht wie die Umkehrwelle 159, d. h.
in jeweils umgekehrter Drehrichtung zur Kurbelwelle 173 bzw.
dem Motor 157.
Beim Betrieb, d. h. der Drehung des Motors 157 wird das
Motorgehäuse infolge der Gegenmomente der Kurbelwelle 173 und
eines Schwungrads des Motors 157 mit in einer Richtung wir
kenden Rollmomenten beaufschlagt. Die Umkehrwelle 159 und das
zweite Zahnradgetriebe 163 sowie die Tauchkolbenpumpe 165
werden jedoch in umgekehrter Drehrichtung zur Kurbelwelle 173
gedreht, und das resultierende Gegenmoment erzeugt Rollmomente,
die in entgegengesetztet Richtung auf das Motorgehäuse wirken,
so daß sich die Rollmomente gegenseitig aufheben und die Roll
schwingungen des Motors 157 gedämpft werden.
Bei dem Vierzylinder-Dieselmotor 4 treten starke Roll
schwingungen auf. Da der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 155
jedoch eine in entgegengesetzter Richtung zum Motor 157 rotie
rende Einzylinder-Tauchkolbenpumpe 165 aufweist, werden diese
Rollschwingungen des Motors 157 wirksam gedämpft.
Das erste Zahnradgetriebe 161 dient der Drehzahlerhöhung,
so daß die Tauchkolbenpumpe 165 als Rotationsmasse zum Dämpfen
der Rollschwingungen mit höherer Drehzahl betrieben wird. Damit
ermöglicht der Drehmoment-Ausgleichsmechanismus 155 eine ver
besserte Rollschwingungs-Dämpfung bei geringerer Schwankung der
Rotations-Trägheitsmasse und damit größerer Stabilität der
Dämpfungsfunktion.
In den beschriebenen Ausführungsformen läßt sich das
Zahnradgetriebe zum Übertragen des Antriebsmoments mit Dreh
richtungsumkehr vorzugsweise auch durch einen anderen geeig
neten Mechanismus ersetzen, z. B. durch einen Riementrieb, bei
dem eine Scheibe mit einer Vorderseite eines zweiseitigen
Antriebsriemens angetrieben wird, und eine gegenüberliegende
Scheibe mit einer Rückseite des Antriebsriemens. Darüber hinaus
kann die als Rotationsmasse dienende Zusatzmaschine anstelle
des Wechselstromgenerators oder der Ölpumpe vorzugsweise auch
eine andere Maschine sein, z. B. ein Kompressor.
Claims (9)
1. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus mit
einem Getriebe zum Übertragen einer Rotations-Antriebs leistung, so daß eine Drehrichtungsumkehr erfolgt,
einer Umkehrwelle, die über das Getriebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so ausgelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle dreht, und
einer an der Umkehrwelle festgelegten Schwungmasse, wobei
ein Motorgehäuse infolge der Trägheitsmomente der Umkehr welle und der Schwungmasse mit einem Gegendrehmoment beauf schlagt wird, das in entgegengesetzter Richtung zu dem Gegen drehmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebsleistung eines Motors wirkt, so daß dadurch die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
einem Getriebe zum Übertragen einer Rotations-Antriebs leistung, so daß eine Drehrichtungsumkehr erfolgt,
einer Umkehrwelle, die über das Getriebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so ausgelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle dreht, und
einer an der Umkehrwelle festgelegten Schwungmasse, wobei
ein Motorgehäuse infolge der Trägheitsmomente der Umkehr welle und der Schwungmasse mit einem Gegendrehmoment beauf schlagt wird, das in entgegengesetzter Richtung zu dem Gegen drehmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebsleistung eines Motors wirkt, so daß dadurch die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
2. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus mit
einem Getriebe zum Übertragen einer Rotations-Antriebs leistung, so daß eine Drehrichtungsumkehr erfolgt,
einer Umkehrwelle, die über das Getriebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so ausgelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle dreht,
einer an der Umkehrwelle festgelegten Antriebsscheibe einer Zusatzmaschine, und
einer über die Scheibe antreibbaren Zusatzmaschine, wobei ein Motorgehäuse infolge der Trägheitsmomente der Umkehr welle, der Scheibe und der Zusatzmaschine mit einem Gegendreh moment beaufschlagt wird, das in entgegengesetzter Richtung zu dem Gegendrehmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebsleistung eines Motors wirkt, so daß dadurch die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
einem Getriebe zum Übertragen einer Rotations-Antriebs leistung, so daß eine Drehrichtungsumkehr erfolgt,
einer Umkehrwelle, die über das Getriebe mit einem Ende einer Kurbelwelle verbunden und so ausgelegt ist, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle dreht,
einer an der Umkehrwelle festgelegten Antriebsscheibe einer Zusatzmaschine, und
einer über die Scheibe antreibbaren Zusatzmaschine, wobei ein Motorgehäuse infolge der Trägheitsmomente der Umkehr welle, der Scheibe und der Zusatzmaschine mit einem Gegendreh moment beaufschlagt wird, das in entgegengesetzter Richtung zu dem Gegendrehmoment eines Glieds eines Antriebsstrangs zum Übertragen der Antriebsleistung eines Motors wirkt, so daß dadurch die Rollschwingungen des Motors gedämpft werden.
3. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach Anspruch 2, wobei
die Zusatzmaschine einen Wechselstromgenerator aufweist.
4. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach Anspruch 2, wobei
die Zusatzmaschine eine Ölpumpe aufweist, die den Motor mit
Kraftstoff oder Schmiermittel versorgt.
5. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach irgendeinem der
Ansprüche 1 bis 4, wobei dieser ferner eine Vorrichtung zum
Erhöhen der Drehzahl aufweist, mit der sich die Drehzahl eines
Rotationsglieds auf Seiten der Umkehrwelle erhöhen läßt.
6. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach irgendeinem der
Ansprüche 1 bis 5, wobei dieser ferner eine Motor-Nockenwelle
aufweist, die von der Umkehrwelle angetrieben wird.
7. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach irgendeinem der
Ansprüche 1 bis 6, wobei dieser ferner ein Lager aufweist, mit
dem die Umkehrwelle an einer Frontabdeckung des Motors abge
stützt ist.
8. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach irgendeinem der
Ansprüche 1 bis 7, wobei
eine an einer Frontabdeckung des Motors abgestützte Zwischenwelle zwischen der Kurbelwelle und der Umkehrwelle angeordnet ist,
und das Getriebe zwischen der Kurbelwelle und der Zwi schenwelle oder zwischen der Zwischenwelle und der Umkehrwelle angeordnet ist.
eine an einer Frontabdeckung des Motors abgestützte Zwischenwelle zwischen der Kurbelwelle und der Umkehrwelle angeordnet ist,
und das Getriebe zwischen der Kurbelwelle und der Zwi schenwelle oder zwischen der Zwischenwelle und der Umkehrwelle angeordnet ist.
9. Drehmoment-Ausgleichsmechanismus nach irgendeinem der
Ansprüche 1 bis 8, wobei das Getriebe ein Zahnrad-Getriebe auf
weist, bei dem verspannte Zahnräder verwendet werden.
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