DE19935186C1 - Verfahren und Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei Blättern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei BlätternInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei Blättern, wobei ein erstes Blatt in einer Papierlaufrichtung bewegt wird, und ein zweites Blatt gleichzeitig in eine Richtung unter einem Winkel zu derselben bewegt wird, so daß die zumindest zwei Blätter übereinander geschoben werden. Alternativ werden das erste und das zweite Blatt in einer ersten und einer zweiten Richtung mit jeweils unterschiedlichen Winkeln bezüglich einer Papierlaufrichtung bewegt. Wiederum alternativ hierzu werden die beiden Blätter in eine erste und eine zweite Richtung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten doch mit gleichen Winkeln bezüglich der Papierlaufrichtung bewegt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern.
Im Stand der Technik sind bereits Verfahren und Vorrich
tungen bekannt, die zum Übereinanderlegen von Blättern ver
wendet werden, die eine Schneidemaschine im Zwei-Nutzen-Be
trieb ausgibt.
Die DE 34 33 497 A1 beschreibt eine Vorrichtung, bei der ne
beneinander angeordnete Papierblätter in eine Zusammentrag
station geführt werden, in der quer zu einer Längsachse der
Vorrichtung ein Förderband vorgesehen ist, mittels dem ein
Papierblatt quer zur Längsebene der Vorrichtung gefördert
wird, und so über das andere Papierblatt geschoben wird.
Die DE 198 19 736 C1 offenbart eine Vorrichtung zum Überein
anderlegen von Papierblättern, bei der die anfänglich neben
einander angeordneten Papierblätter über zwei Ebenen mittels
Vakuumtransportbändern übereinander geschoben werden, was
dadurch erreicht wird, daß die Vakuum-Transportbänder bezüg
lich der Papierförderrichtung schräg angeordnet sind.
Die US-A-3,178,170 offenbart eine Vorrichtung zum Sammeln
von einzelnen Blättern, bei der die Blätter, die in der Vor
richtung nebeneinander anliegen, mittels schräg angeordneter
Transportrollen übereinander geschoben werden, wobei die
Transportrollen gemeinsam angetrieben werden.
Die GB 2 083 448 A offenbart eine Schneide- und Zusammen
tragvorrichtung, mittels der aus einer Mehrzahl von verein
zelten Blättern ein Stapel von übereinander liegenden Blät
tern erzeugt wird.
Die US-A-4,674,375 betrifft eine Zusammentrageinrichtung, bei
der drei Einzelblätter, die in einem vorhergehenden Ab
schnitt geschnitten wurden, und parallel am Eingang der Ma
schine anliegen, zu einem Stapel zusammengeführt werden,
derart, daß die einzelnen Blätter übereinander liegend ange
ordnet sind. Die Blätter werden übereinander geschoben, und
erst am Ausgang der Vorrichtung ist eine Stapelanordnung
vorgesehen, mittels der die einzelnen Blätter zu einem ent
sprechenden Stapel zusammengeführt werden. Die einzelnen
Blätter werden durch gemeinsam angetriebene Förderwalzen bewegt.
Den oben beschriebenen Systemen, wie sie aus dem Stand der
Technik bereits bekannt sind, ist allen gemein, daß diese
lediglich die Möglichkeit schaffen, zumindest zwei Blätter,
die einer solchen Vorrichtung zugeführt werden, übereinander
anzuordnen, wobei in diesem Zusammenhang die Ausrichtung der
übereinander geschobenen Blätter immer so ist, daß diese
einen Stapel bilden, in dem die einzelnen Blätter bündig
übereinander angeordnet sind.
Bei Anwendungen, bei denen z. B. die einzelnen Blätter durch
entsprechende Schneideoperationen an sich bekannter Schnei
demaschinen erzeugt wurden, durch die oben beschriebenen
Vorrichtungen zu Stapeln zusammengeschoben werden, und bei
denen dann eine weitere Verarbeitung dieser Elemente erfor
derlich ist, z. B. das Gruppieren einzelner Dokumente, das
Kuvertieren o. ä., ist es, allein schon aus Gründen der
Platzersparnis, erforderlich, beim Weitertransport von den
einzelnen Stapeln die Blätter in geschuppter Form anzuord
nen, d. h. derart, daß die weitergegebenen Blätter mit einem
leichten Längsversatz übereinander angeordnet sind. Bezogen
auf vorgegebene Abmessungen ermöglicht dies eine erhöhte
Transportkapazität verglichen mit der Transportkapazität für
den Fall, daß lediglich einzelne Blätter transportiert
würden.
Die oben beschriebene Vorgehensweise, nämlich zunächst das
Übereinanderschieben und gestapelte Ablegen der einzelnen
Blätter und das anschließende Schuppen derselben, erfordert
jedoch zusätzliche Verarbeitungsschritte, nachdem die ein
zelnen Blätter, die aus der Zusammentragstation (Merger)
austreten, zunächst in Stapelform gesammelt werden und an
schließend müssen die Blätter von dem gebildeten Stapel ein
zeln abgezogen werden, um deren geschuppte Anordnung zu er
zeugen, was zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich macht,
und zu einer Absenkung der Betriebsgeschwindigkeit führt, da
beispielsweise während eines Taktes, der z. B. 200 ms lang
ist, nur ein einzelnes Blatt abgezogen werden kann, so daß
für das geschuppte Anlegen von zwei Blättern bereits 400 ms,
also zwei Takte des Betriebszyklus erforderlich sind.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegen
den Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern zu schaffen, die eine schnelle Verarbeitung von
Blättern in einem Papierhandhabungssystem ermöglicht, und
die Anzahl der erforderlichen Taktzyklen reduziert.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1, An
spruch 2 und Anspruch 3, sowie durch eine Vorrichtung gemäß
Anspruch 9, Anspruch 10 und Anspruch 11 gelöst.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zum geschup
pten Anordnen von zumindest zwei Blättern, bei dem ein er
stes Blatt der zumindest zwei Blätter in einer Papierlauf
richtung bewegt wird, und gleichzeitig ein zweites Blatt der
zumindest zwei Blätter in einer Richtung unter einem Winkel
bezüglich der Papierlaufrichtung derart bewegt wird, daß die
zumindest zwei Blätter übereinander geschoben werden.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zum geschup
pten Anordnen von zumindest zwei Blättern, bei dem ein er
stes Blatt der zumindest zwei Blätter in einer ersten Rich
tung unter einem ersten Winkel bezüglich einer Papierlauf
richtung bewegt wird, und ein zweites Blatt der zumindest
zwei Blätter in einer zweiten Richtung unter einem zweiten
Winkel bezüglich einer Papierlaufrichtung derart bewegt
wird, daß die zumindest zwei Blätter übereinander geschoben
werden, wobei der erste und der zweite Winkel unterschied
lich sind.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zum geschup
pten Anordnen von zumindest zwei Blättern, bei dem ein er
stes Blatt der zumindest zwei Blätter in einer ersten Rich
tung unter einem ersten Winkel bezüglich der Papierlaufrich
tung mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt wird, und ein
zweites Blatt der zumindest zwei Blätter in einer zweiten
Richtung unter einem zweiten Winkel bezüglich der Papier
laufrichtung mit einer zweiten Geschwindigkeit derart bewegt
wird, daß die zumindest zwei Blätter übereinander geschoben
werden, wobei der erste und der zweite Winkel gleich sind,
und wobei die erste und die zweite Geschwindigkeit unter
schiedlich sind.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum ge
schuppten Anordnen von zumindest zwei Blättern, mit einer
ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt von zumin
dest zwei Blättern in einer Papierlaufrichtung bewegt, und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt
der zumindest zwei Blätter in einer Richtung unter einem
Winkel bezüglich der Papierlaufrichtung derart bewegt, daß
die zumindest zwei Blätter übereinander geschoben werden.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum ge
schuppten Anordnen von zumindest zwei Blättern, mit einer
ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt der zu
mindest zwei Blätter in eine erste Richtung unter einem
ersten Winkel bezüglich einer Papierlaufrichtung bewegt, und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt
der zumindest zwei Blätter in einer zweiten Richtung unter
einem zweiten Winkel bezüglich der Papierlaufrichtung derart
bewegt, daß die zumindest zwei Blätter übereinander gescho
ben werden, wobei der erste und der zweite Winkel unter
schiedlich sind.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum ge
schuppten Anordnen von zumindest zwei Blättern, mit einer
ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt der zumin
dest zwei Blätter in einer ersten Richtung unter einem er
sten Winkel bezüglich einer Papierlaufrichtung mit einer er
sten Geschwindigkeit bewegt, einer zweiten Transporteinrich
tung, die ein zweites Blatt der zumindest zwei Blätter in
einer zweiten Richtung und unter einem zweiten Winkel bezüg
lich der Papierlaufrichtung mit einer zweiten Geschwindig
keit derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter überein
ander geschoben werden, wobei der erste und der zweite Win
kel gleich sind, und wobei die erste und die zweite Ge
schwindigkeit unterschiedlich sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird durch die unterschied
lichen Bewegungen der einzelnen Blätter (unterschiedliche
Wegstrecken und/oder unterschiedliche Geschwindigkeiten) er
reicht, daß ein erstes Blatt schneller ist als ein zweites
Blatt, so daß sich beim Übereinanderschieben der Blätter ein
Versatz in Richtung der Papierlaufrichtung ergibt, die ein
zelnen Blätter also geschuppt angeordnet sind.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der
Transporteinrichtungen eine Bewegung der einzelnen Blätter
derart erreicht, daß ein erstes Blatt schneller ist als ein
zweites Blatt, so daß sich beim Übereinanderschieben der
Blätter ein Versatz in Richtung der Papierlaufrichtung er
gibt, die einzelnen Blätter also geschuppt angeordnet sind.
Die erste Geschwindigkeit v1 des ersten Blattes liegt be
vorzugterweise im Bereich von 2 m/s bis 5 m/s, und die
zweite Geschwindigkeit v2 des zweiten Blattes liegt bevor
zugterweise im Bereich von 1,05 × v1 bis 1,2 × v1, d. h. 5%
bis 20% höher als v1. Der Versatz der in Papierlaufrichtung
führende Kanten ist bevorzugterweise im Bereich von 10 mm
bis 50 mm.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das
erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrich
tung derart ausgestaltet, daß die Blätter um die Hälfte
ihrer Formatbreite in einer Richtung senkrecht zu der Pa
pierlaufrichtung verschoben werden.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Vorrichtung sind die Transporteinrichtungen
in einer Übergabestation als Schrägtransporteinrichtungen
ausgebildet, deren Transportrichtungen jeweils unter spitzem
Winkel schräg zu einer Längsmittelebene verlaufen.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung sind die Transporteinrichtungen durch
Vakuumtransporteinheiten gebildet, die schräg zu einer Pa
pierlaufrichtung angeordnet sind und zwischen denen eine
Trennplatte angeordnet ist, so daß sich die Transportbänder
der Vakuumtransporteinheiten kreuzen.
Bevorzugte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind
in den Unteransprüchen definiert.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden nachfolgend be
vorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1A-1C Prinzipdarstellungen des erfindungsgemäßen Ver
fahrens;
Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Vorrichtung;
Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2;
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig.
2;
Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Vorrichtung;
Fig. 6 einen Längsschnitt nach der Linie II-II der
Fig. 5;
Fig. 7 einen Teillängsschnitt an der Stelle III der
Fig. 6 und
Fig. 8-11 schematische Darstellungen verschiedener Be
triebsweisen der Vorrichtung gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde,
daß eine geschuppte Anordnung von zumindest zwei Blättern in
einer Zusammentragstation (Merger) auf einfache Art und Weise
erreicht werden kann, was nachfolgend anhand der in Fig. 1
dargestellten drei Ausführungsbeispiele des erfindungsge
mäßen Verfahrens näher beschrieben wird, wobei die noch spä
ter zu beschreibenden, erfindungsgemäßen Vorrichtungen nach
diesen Verfahren arbeiten.
In Fig. 1A ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfin
dungsgemäßen Verfahrens gezeigt, bei dem ein erstes Blatt 10
und ein zweites Blatt 12 geschuppt angeordnet werden sollen.
Die beiden Blätter 10 und 12 liegen an einer anfänglichen
Position 14 an und werden von dort aus in einer Papierlauf
richtung P bewegt, und sind an einer abschließenden Position
16 geschuppt zueinander angeordnet, wie dies im rechten Ab
schnitt der Fig. 1A dargestellt ist. Wie zu erkennen ist,
sind die beiden Blätter 10 und 12 übereinander liegend ange
ordnet, wobei eine in Papierlaufrichtung P führende Kante 18
des erstes Blattes 10 von einer in Papierlaufrichtung P füh
renden Kante 20 des zweiten Blattes 12 um den Abstand X1
versetzt ist. Gleiches gilt für die in Papierlaufrichtung P
hinteren Kanten der beiden Blätter 10 und 20. Die hintere
Kante 22 des Blattes 10 ist von der hinteren Kante 24 des
Blattes 12 um den Abstand X2 versetzt angeordnet.
Im Bereich zwischen der ersten Position 14 und der zweiten
Position 16 wird das erste Blatt 10 in einer Richtung 26 be
wegt, die der Papierlaufrichtung P entspricht. Das zweite
Blatt 12 wird in eine zweite Richtung 28 bewegt, die gegen
über der Papierlaufrichtung P um einen Winkel α geneigt ist.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dieses Verfahrens
werden das erste Blatt 10 und das zweite Blatt 12 mit der
gleichen Geschwindigkeit v bewegt, die bevorzugterweise im
Bereich von 2 m/s bis 5 m/s. Der sich in Papierlaufrichtung
einstellende Versatz der führende Kanten liegt bevorzugter
Weise im Bereich von 10 mm bis 50 mm. Erfindungsgemäß wird
dieser Versatz dadurch erreicht, daß aufgrund der längeren
Wegstrecke, die das Blatt 12 zu durchlaufen hat, das Blatt
10 schneller ist als das Blatt 12.
Anhand der Fig. 1B wird ein nächstes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben, wobei die vor dem
Abschnitt 14 und die nach dem Abschnitt 16 angetroffene An
ordnung der Blätter derjenigen aus Fig. 1A entspricht, so daß
eine erneute Beschreibung dieser Situation nicht erfolgt.
Bei dem in Fig. 1B beschriebenen Ausführungsbeispiel erfolgt
im Bereich zwischen dem Abschnitt 14 und dem Abschnitt 16
eine Bewegung des ersten Blattes 10 in eine Richtung 30, die
gegenüber der Papierlaufrichtung P um den Winkel α1 geneigt
ist. Das Blatt 12 wird in eine zweite Richtung 32 bewegt,
die gegenüber der Papierlaufrichtung P um einen zweiten Win
kel α2 geneigt ist. Wie zu erkennen ist, sind die Winkel α1
und α2 unterschiedlich, so daß bei einer Bewegung der Blät
ter 10 und 12 mit gleicher Geschwindigkeit, die erfindungs
gemäße geschuppte Anordnung des ersten und des zweiten
Blattes erreicht wird.
Anhang der Fig. 1C wird ein drittes bevorzugtes Ausführungs
beispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben,
wobei lediglich auf die Bewegung der einzelnen Blätter 10
und 12 zwischen den Abschnitten 14 und 16 näher eingegangen
wird. Wie zu erkennen ist, wird das erste Blatt 10 in einer
ersten Richtung 34 bewegt, die gegenüber der Papierlaufrich
tung P um einen Winkel α1 geneigt ist. Ebenso wird das zwei
te Blatt 12 in eine Richtung 36 bewegt, die gegenüber der
Papierlaufrichtung um einen Winkel α2 geneigt ist. Bei dem
in Fig. 1C dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Winkel
α1 und α2 gleich, und die einzelnen Blätter 10 und 12 werden
entlang der Richtungen 34 und 36 mit unterschiedlichen Ge
schwindigkeiten v1 bzw. v2 bewegt, so daß sich die ge
schuppte Anordnung der beiden Blätter ergibt, wie sie in
Fig. 1C dargestellt ist.
Bei dem in Fig. 1C dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Anordnung vorzugsweise derart gewählt, daß jedes der Blätter
um die Hälfte seiner Formatbreite in die Richtung senkrecht
zur Papierlaufrichtung P verschoben wird.
Bevorzugterweise liegt die erste Geschwindigkeit v1, mit der
das erste Blatt 10 bewegt wird, im Bereich von 2 m/s bis 5 m/s.
Die zweite Geschwindigkeit v2, mit der das zweite Blatt
bewegt wird, liegt im Bereich von 1,05 × v1 bis 1,2 × v1,
d. h. die zweite Geschwindigkeit v2 ist 5% bis 20% höher als
v1.
Der sich in Papierlaufrichtung einstellende Versatz der
führenden Kanten ist bevorzugterweise im Bereich von 10 mm
bis 50 mm.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung werden, wie in Fig. 1 auch zu erkennen ist, die zu
schuppenden Blätter 10 und 12 in der Papierlaufrichtung P
nebeneinander angeordnet, und aus der Position 16 werden die
geschuppten Blätter abtransportiert.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vor
richtung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig.
2 bis 11 beschrieben, wobei in den einzelnen Figuren gleiche
oder ähnliche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen ver
sehen sind.
In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Vorrichtung dargestellt. Eine nicht dargestellte Pa
pierbahn wird mit Formulartexten oder ähnlichem bedruckt und
in einer ebenfalls nicht dargestellten Schneidemaschine zu
nächst der Länge nach und dann quer hierzu in einzelne For
mulare bzw. Papierblätter aufgeteilt. In Fig. 2 sind die Pa
pierblätter 10 und 12 dargestellt, die in einer horizontalen
Papierlaufebene beidseitig einer senkrecht hierzu verlaufen
den Längsmittelebene M-M nebeneinanderliegend angeordnet
sind. Die Papierblätter 10, 12 werden nebeneinanderliegend
in Papierlaufrichtung P in eine Zusammentragstation
("MERGER") 100 bewegt, in der die Papierblätter 10, 12 zu
nächst die voll ausgezogene Stellung einnehmen. Aus dieser
Stellung wird jedes der beiden Papierblätter 10, 12 gleich
zeitig mit dem anderen Papierblatt schräg zur Längsmittel
ebene M in Richtung C1, C2 bewegt. Bei dieser Schrägbewegung
in Richtung C1 bzw. C2 werden die Papierblätter 10, 12 über
einandergeschoben. Jedes der beiden Papierblätter 10, 12
wird dabei um die Hälfte seiner Formatbreite B über die
Längsmittelebene M-M hinaus zu deren anderen Seite hin ver
schoben. Die Schrägbewegung der Papierblätter 10, 12 erfolgt
dabei vorzugsweise in entgegengesetzten spitzen Winkeln µ1
bzw. µ2 von etwa 45° schräg zu der Längsmittelebene M-M hin.
Die Funktionsweise des dargestellten Ausführungsbeispiels
ist die, die anhand der Fig. 1C beschrieben wurde. Das erste
Papierblatt 10 und das zweite Papierblatt 12 werden mit un
terschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt, so daß die beiden
Papierblätter 10, 12 geschuppt übereinandergeschoben ange
ordnet sind. Anschließend werden die Papierblätter 10, 12 in
Richtung der Längsmittelebene M in Pfeilrichtung P paarweise
(geschuppt) weiterbewegt.
Die Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel besteht
aus einer linken und einer rechten Einheit, die symmetrisch
zu der Längsmittelebene M angeordnet sind und formatabhängig
quer zu dieser Längsmittelebene M einstellbar sind. Jede
dieser Einheiten umfaßt eine Längstransporteinrichtung L1,
L2 (Fig. 2), mit der die nebeneinanderliegenden Papierblät
ter 10, 12 in Richtung der Längsmittelebene M in die Zusam
mentragstation 100 bewegbar sind. In der Zusammentragstation
100 ist für jedes der beiden Papierblätter 10, 12 eine ei
gene Schrägtransporteinrichtung S1 bzw. S2 vorgesehen. Die
Transportrichtungen C1, C2 dieser Schrägtransporteinrich
tungen S1, S2 verlaufen in entgegengesetzten spitzen Winkeln
µ1, µ2 schräg zu der Längsmittelebene M-M hin. Die spitzen
Winkel µ1 bzw. µ2 betragen vorzugsweise 45°.
In der Übergabestation ist im Bereich der Schrägtransport
einrichtungen S1 bzw. S2 für das jeweilige Papierblatt 10,
12 je ein Führungsblech 102, 104 vorgesehen. Jedes der bei
den Führungsbleche 102, 104 erstreckt sich von der einen
Seite der Längsmittelebene M-M aus bis zu der anderen Seite
derselben. Die beiden Führungsbleche 102, 104 sind quer zu
der Längsmittelebene M-M verstellbar und somit auf die je
weilige Formatbreite einstellbar. Ferner ist im Bereich der
Längsmittelebene für jedes Papierblatt eine Abgabetransport
einrichtung 106 vorgesehen, wobei in Fig. 2 nur die untere
Abgabetransporteinrichtung dargestellt ist. Jede dieser Ab
gabetransporteinrichtungen 106 umfaßt ein endloses Trans
portband 108, welches über eine Antriebswelle 110 und eine
nicht gezeigte Spannrolle läuft. Ferner sind dem Transport
band 108 drei Andrückrollen 112 zugeordnet.
In Fig. 3 ist die Schrägtransporteinrichtung S1 und die
Längstransporteinrichtung L1 genauer dargestellt. Die
Schrägtransporteinrichtung S1 umfaßt mehrere Walzenpaaren
114, 116 umfaßt, wobei die obere Walze 114 aus Gummi und die
untere Walze 116 aus Stahl bestehen können. Die Drehachsen
dieser Walzen 114, 116 sind in einem spitzen Winkel von 45°
zu der Längsmittelebene M-M geneigt angeordnet. Die oberen
Walzen 114 sind jeweils in Winkelhebeln 118 gelagert, die
ihrerseits mit einer Betätigungsstange 120 verbunden sind.
Durch Hin- und Herbewegen der Betätigungsstange 120 kann die
obere Walze 114 an die untere Walze 116 angedrückt bzw. von
diesen abgehoben und damit die Schrägtransporteinrichtung S1
in Eingriff bzw. außer Eingriff gebracht werden.
Die Längstransporteinrichtung L1 umfaßt eine erste Walze
122, die durch einen nicht dargestellten Motor antreibbar
ist, und eine zweite Walze 124, die gegen die erste Walze
122 vorgespannt ist. Vor der Längstransporteinrichtung L1
ist eine Stoppeinheit 126 angeordnet, die einen mittels
eines Elektromagneten 128 nach oben beweglichen Gummipuffer
130 umfaßt. Wenn bei Gruppenwechseln ein Papierblatt so
lange angehalten werden muß, bis das daneben liegende Papier
blatt, das zur Vorläufergruppe gehört, ausgegeben ist, dann
werden durch Einschalten des betreffenden Elektromagneten
128 die zugeordneten Gummipuffer 130 nach oben gedrückt und
das darüber befindliche Papierblatt festgehalten. Die
Schrägtransporteinrichtung S2 und die Längstransporteinrich
tung L2 haben den gleichen Aufbau wie die oben beschriebene
Schrägtransporteinrichtung S1 und die Längstransporteinrich
tung L2.
In Fig. 4 sind die beiden Schrägtransporteinrichtungen S1
und S2 gezeigt, wobei die Schrägtransporteinrichtung S2
mehrere Walzenpaaren 132, 134 umfaßt. Ferner sind die Füh
rungsbleche 102, 104 gezeigt, die an einer Längsseite je
weils einen um 180° umgebogenen Abschnitt 102a bzw. 104a
aufweisen, so daß zwischen dem jeweiligen Führungsblech 102
und dem umgebogenen Abschnitt 102a bzw. dem Führungsblech
104 und seinem umgebogenen Abschnitt 104a ein Führungs
schacht 136, 138 gebildet wird. Die Innenseite 102b bzw.
104b des Biegebereiches bildet einen parallel zu der Längs
mittelebene M-M verlaufenden Anschlag. Die drei Andrückrol
len 112 des Transportbandes 106 der Abgabetransporteinrich
tung 106 sind mittels einer gemeinsamen Schubstange 140 in
Richtung auf das zugehörige Führungsblech 102, 104 bewegbar,
so daß das jeweilige Transportband 106 an das zugehörige
Führungsblech angedrückt wird. Ein dazwischenliegendes Pa
pierblatt wird dann weitertransportiert.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Vorrichtung anhand
der Fig. 2 bis 4 näher erläutert.
Die Längstransporteinrichtungen L1, L2 werden mit einer För
dergeschwindigkeit angetrieben, die etwas größer ist als die
maximale Ausgabegeschwindigkeit der Schneidemaschine. Die
Längstransporteinrichtungen L1, L2 ziehen die beiden Papier
blätter 10, 12 in die Zusammentragstation 100 ein, wobei die
oberen Walzen 114, 132 der Schrägtransporteinrichtungen S1,
S2 zunächst von den unteren Walzen 116, 134 abgehoben sind.
Sobald jedes Papierblatt 10, 12 annähernd vollständig in die
Zusammentragstation 100 eingezogen ist, werden die oberen
Walzen 114, 132 auf die unteren Walzen 116, 134 der Schräg
transporteinrichtungen S1, S2 gedrückt und hierdurch das Pa
pierblatt 10 in Richtung C1 schräg zu der Längsmittelebene M
hin bewegt, während das Papierblatt 12 in Richtung C2 schräg
zu der Längsmittelebene M-M hin verschoben wird. Die Trans
portbänder 108 der Abgabeeinrichtung 106 sind dabei von den
zugehörigen Führungsblechen 102, 104 abgehoben. Das Papier
blatt 10 wird gemäß Fig. 2 und 4 schräg nach rechts verscho
ben und tritt dabei in den Führungsschacht 138 ein, bis es
an dem Anschlag 104b zur Anlage kommt. Das Papierblatt 12
wird schräg nach links in den Schacht 136 geschoben und
kommt schließlich an dem Anschlag 102b zur Anlage. Die
Schrägfördereinrichtungen S1, S2 sind auf die jeweilige For
matbreite so eingestellt, daß die Walzen 114, 116 bzw. 132,
134 außer Eingriff mit dem jeweiligen Papierblatt 10, 12
kommen, wenn die Längsränder der Papierblätter 10, 12 die
Anschläge 102b bzw. 104b erreichen. Wenn dies der Fall ist,
werden die Transportbänder 108 mittels der Andrückrollen 112
an die jeweiligen Papierblätter und die zugehörigen Füh
rungsbleche 102, 104 angedrückt und hierdurch die beiden
übereinandergeschobenen Papierblätter 10, 12 in Richtung F
weiterbewegt und abgegeben. Die Schrägtransporteinrichtungen
S1 und S2 bewirken hierbei eine Bewegung der Blätter 10 und
12 mit einer ersten Geschwindigkeit und einer von der ersten
Geschwindigkeit unterschiedlichen Geschwindigkeit, wie dies
oben beschrieben wurde.
Der Transport der Papierblätter 10, 12 wird durch nicht dar
gestellte Lichtschranken. überwacht, wobei die Lichtschran
ken nicht dargestellte Elektromagneten steuern, die auf die
Betätigungsstange 120 der Schrägtransporteinrichtungen S1,
S2 bzw. auf die Andrückrollen 112 der Abgabetransportein
richtung 106 einwirken.
In Fig. 5 bis 11 wird nun ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Eine nicht
dargestellte, bedruckte Papierbahn wird in einer nicht dar
gestellten Schneidemaschine zunächst der Länge nach und dann
auch quer hierzu in einzelne Papierblätter 10, 12 aufge
teilt. Die Papierblätter 10, 12 liegen in zwei zueinander
parallelen Reihen R1 und R2 in einer horizontalen Papier
laufebene E-E nebeneinander und werden durch eine nicht dar
gestellte Transporteinrichtung in Papierlaufrichtung zu der
in Fig. 5 und 6 dargestellten Zusammentragstation 200
weiterbewegt. Die Papierlaufrichtung P verläuft in Richtung
der Reihen R1 und R2.
Am Eingang dieser Zusammentragstation 200 befinden sich Ein
zugstransportwalzen 202, die durch einen Motor M1 kontinu
ierlich angetrieben werden (Fig. 6). Bei den Einzugstrans
portwalzen 202 handelt es sich um Walzen mit glatter Ober
fläche, an welcher die Papierblätter 10, 12 mittels Andrück
rollen 204 in bekannter Weise angedrückt werden. Am Ausgang
der Zusammentragstation 200 sind zwei gleichartig ausgestat
tete Ausgabetransportwalzen 206 vorgesehen, die durch einen
Motor M2 kontinuierlich antreibbar sind. Der Antrieb der
Einzugstransportwalzen 202 und der Ausgabetransportwalzen
206 kann auch durch einen gemeinsamen Motor unter Zwischen
schaltung von Zahnriemen erfolgen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist zumindest eine untere
Vakuumtransporteinheit 208 auf. Zweckmäßig ist es jedoch,
zwei parallel zueinander angeordnete untere Vakuumtransport
einheiten 208 vorzusehen, da hierdurch die Betriebsgenauig
keit und Betriebssicherheit der Vorrichtung noch weiter ver
bessert werden kann. Die beiden unteren Vakuumtransportein
heiten 208 sind unterhalb der Papierlaufebene E-E (Fig. 6)
angeordnet und werden jeweils einer der beiden Papierblatt
reihen R1 oder R2 zugeordnet. Jede dieser Vakuumtransport
einheiten 208 weist ein endloses Transportband 210 auf, das
mit Perforationen 212 versehen ist. Das Transportband 210
ist über zwei Umlenkrollen 214, 216 geführt, von denen die
Umlenkrolle 214 über den schematisch angedeuteten Motor M3
antreibbar ist. Der Motor M3 kann gleichzeitig auch zum An
trieb der Umlenkrolle 214 der zweiten unteren Vakuumtrans
porteinheit 208 dienen. Die Umlenkrollen 214, 216 sind an
entgegengesetzten Enden eines Trägers 218 angeordnet. Zwi
schen den beiden Umlenkrollen 214, 216 ist ferner eine
Vakuumkammer 220 vorgesehen, welche bei dem gezeigten Aus
führungsbeispiel in den Träger 218 integriert ist. Diese
Vakuumkammer 220 ist zu dem oberen Arbeitstrum 210a des
Transportbandes 210 hin offen. Das obere Arbeitstrum 210a
grenzt an die Papierlaufebene E-E an und ist nur mit ge
ringem Abstand unterhalb dieser Papierlaufebene angeordnet.
Die Vakuumkammer 220 ist zur Anpassung der Vorrichtung an
verschiedene Formathöhen in ihrer Längsrichtung zweckmäßig
in Einzelkammern 220a, 220b, 220c unterteilt, die wahlweise
mit einer Vakuumquelle 222 verbindbar sind. Lediglich die
mittlere Einzelkammer 220d kann kontinuierlich an die
Vakuumquelle 222 angeschlossen sein. Jede der Einzelkammern
220a-220d weist einen zum Arbeitstrum 210a hin offenen
Längsschnitt 224a-224d auf.
Anstelle der Unterteilung der Vakuumkammer 220 in Einzel
kammern könnte auch eine einzige durchgehende Vakuumkammer
vorgesehen sein, die einen zum Arbeitstrum 210a hin offenen
Längsschnitt aufweist. Durch nicht dargestellte Schieber
könnten dann die Endbereiche des Schlitzes auf vorbestimmter
Länge in Abhängigkeit von der Formathöhe der jeweils über
einanderzulegenden Papierblätter verschließbar sein.
Wie in Fig. 5 ferner dargestellt ist, sind die beiden Enden
218a und 218b des Trägers 218 in Papierlaufrichtung P ver
setzt zueinander angeordnet. Mittels je einer Einstellvor
richtung 226 und 228, die zweckmäßig als sich senkrecht zur
Papierlaufrichtung P und parallel zur Papierlaufebene E-E
erstreckende Schraubspindel ausgebildet ist, können die
Enden 218a, 218b unabhängig voneinander verstellt werden.
Der Antrieb der Verstelleinrichtungen 226, 228 kann von Hand
oder mittels je eines Schrittmotors erfolgen.
Für die zweite Papierblattreihe R2 ist mindestens eine ober
halb der Papierlaufebene E-E angeordnete, obere Vakuumtrans
porteinheit 208' vorgesehen. Auch hier ist es zweckmäßig,
der Papierblattreihe R2 zwei parallel zueinander angeordnete
Vakuumtransporteinheiten 208' zuzuordnen. Die oberen Vakuum
transporteinheiten 208' sind gleichartig ausgebildet wie die
unteren Vakuumtransporteinheiten 208, weshalb die oberen
Vakuumtransporteinheiten 208', ihre Bestandteile und die mit
ihnen zusammenwirkenden Bauteile mit den gleichen Bezugszei
chen bezeichnet sind wie die Vakuumtransporteinheiten 208
und deren Teile, nur unter Hinzufügung eines Indexstriches.
Die vorhergehende Beschreibung der unteren Vakuumtransport
einheiten 208 trifft also sinngemäß auch auf die oberen
Vakuumtransporteinheiten 208' zu. Die oberen Vakuumtrans
porteinheiten 208' unterscheiden sich von den unteren ledig
lich dadurch, daß bei den oberen Vakuumtransporteinheiten
208' jeweils das untere Trum 210'a des Transportbandes 210'
das Arbeitstrum bildet und dementsprechend die Vakuumkammern
220' nach unten hin offen sind. Das untere Arbeitstrum 210'a
ist benachbart zu der Papierlaufebene E-E mit geringem Ab
stand von dieser angeordnet.
Damit die Arbeitstrums 210a und 210'a möglichst dicht unter
halb bzw. oberhalb der Papierlaufebene angeordnet sein kön
nen und die Papierblätter 10, 12 möglichst wenig aus dieser
Papierlaufebene abgelenkt werden müssen, ist es zweckmäßig,
zwischen den unteren Vakuumtransporteinheiten 208 und den
oberen Vakuumtransporteinheiten 208' eine dünne, sich in Pa
pierlaufebene erstreckende Trennplatte 230 vorzusehen. Durch
diese Trennplatte 230 werden die beiden übereinanderzulegen
den Papierblätter 10, 12 während des Übereinanderlegens ge
trennt voneinander geführt und außerdem wird vor allem ver
hindert, daß das obere Papierblatt von den unteren Vakuum
transporteinheiten 208 und das untere Papierblatt von den
oberen Vakuumtransporteinheiten 208' angesaugt wird. Die
Trennplatte 230 kann auch aus durchsichtigem Material, wie
z. B. Acryl-Kunststoff oder Glas, bestehen, weshalb in Fig. 5
auch die unterhalb der durchsichtigen Trennplatte 230 lie
genden Vakuumtransporteinheiten 208 und die mit ihnen zusam
menwirkenden Bauteile erkennbar sind.
Um sicherzustellen, daß das jeweilige Papierblatt den zuge
hörigen Vakuumtransporteinheiten zugeführt wird, ist vor der
Trennplatte 230 für jede Papierblattreihe R1, R2 eine Leit
einrichtung 232, 232' vorgesehen. Um die Vorrichtung ver
schiedenen Betriebsweisen anpassen zu können, ist das Ein
laufende 232a bzw. 232'a jeder Leiteinrichtung 232 höhenver
stellbar. Die beiden Leiteinrichtungen 232, 232' sind zweck
mäßig nach Art einer Weichenzunge ausgebildet und unabhängig
voneinander um eine in der Papierlaufbahn E-E und senkrecht
zur Papierlaufrichtung verlaufende Schwenkachse A klappbar.
Auf diese Weise können die aus einer der Papierblattreihen
R1 bzw. R2 stammenden Papierblätter wahlweise zur oberen
oder zur unteren Seite der Trennplatte und die Papierblätter
anderen Papierblattreihe zur entgegengesetzten unteren oder
oberen Seite der Trennplatte 230 geleitet werden. Wenn z. B.
die aus der Papierblattreihe R1 stammenden Papierblätter 10
von den unteren Vakuumtransporteinheiten 208 weiterbewegt
werden sollen, dann wird die Leiteinrichtung 232, wie es in
Fig. 7 dargestellt ist, nach oben geklappt. Hierdurch werden
die Papierblätter 10 der Papierblattreihe R1 zu den Arbeits
trums der unteren Vakuumtransporteinheiten 208 geleitet.
Für die Papierblattreihe R2 wird dann die Leiteinrichtung
232' mit ihrem Einlaufende 232'a nach unten geklappt und die
Papierblätter 12 werden somit zu den Arbeitstrums 212'a der
oberen Vakuumtransporteinheiten 208' geführt.
Um eine präzise Arbeitsweise der Vorrichtung sicherzustel
len, ist es außerdem von Vorteil, wenn die angetriebenen
Umlenkrollen 214, 214' mit Vorsprüngen 234, 234' versehen
sind, welche in entsprechende Ausnehmungen im zugehörigen
Transportband 210, 210' eingreifen. Die Ausnehmungen können
dabei, wie beim gezeigten Ausführungsbeispiel, durch die
Perforationen 212, 212' das Transportbandes 210, 210' gebil
det sein. Die Transportbänder können jedoch auch nach Art
eines Zahnriemens ausgebildet sein und die angetriebenen Um
lenkrollen weisen dann an ihren Umfängen eine entsprechende
Verzahnung auf.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nun
zunächst anhand der Fig. 5 bis 8 beschrieben. Bei dieser
Betriebsweise werden die aus den beiden Papierblattreihen
R1, R2 stammenden Papierblätter 10, 12 abwechselnd geschuppt
übereinandergelegt. Hierbei wird das in Papierlaufrichtung
rechte Papierblatt 12 jeweils über das linke Papierblatt 10
gelegt werden. Ferner werden die Papierblätter, symmetrisch
zur Längsmittelebene der Vorrichtung Übereinandergelegt wer
den, was als "mittensymmetrische Verarbeitung" bezeichnet
wird. Zu diesem Zweck werden die unteren Vakuumtransportein
heiten 208 zum Transport der aus der linken Papierblattreihe
R1 stammenden Papierblätter 10 und die oberen Vakuumtrans
porteinheiten 208' zum Transport der aus der rechten Papier
blattreihe R2 stammenden Papierblätter 12 verwendet. Die
Leiteinrichtungen 232, 232' sind dabei so eingestellt, wie
es in Fig. 7 dargestellt ist. Die unteren Vakuumtransport
einheiten 208 sind mit ihren austrittsseitigen Enden zur
Längsmittelebene geneigt eingestellt, ebenso wie die oberen
Vakuumtransporteinheiten 208' in entgegengesetzter Richtung
ebenfalls mit ihren austrittsseitigen Enden zur Längsmittel
ebene hin schräg geneigt eingestellt sind, wie es in Fig. 5
und 8 dargestellt ist.
Die Papierblätter 10, 12 werden durch die Transportwellen
202 des Einzugstransporte in Papierlaufrichtung P gefördert.
Hierbei wird das Papierblatt durch die Leiteinrichtung 232
zum Arbeitstrum 210a der unteren Vakuumtransporteinheiten
208 geleitet und das Papierblatt 12 durch die Leiteinrich
tung 232' zum Arbeitstrum 210'a der oberen Vakuumtransport
einheiten 208'. Das Papierblatt 10 wird durch das in der
Vakuumkammer 220 herrschende Vakuum, welches zunächst durch
den Schlitz 224a und später auch durch die Schlitze 224b,
224c und 224d und die Perforationen 212 hindurch wirksam
wird, an das Arbeitstrum 210a angesaugt und von dem konti
nuierlich laufenden Transportband 210 übernommen. Durch die
Schrägstellung das Transportbandes gegenüber der Längsmit
telebene wird das Papierblatt 10 gleichzeitig in Papierlauf
richtung P und auch zur Längsmittelebene hin weiterbewegt.
In ähnlicher Weise wird das Papierblatt 12 von dem Arbeits
trum 210'a des Transportbandes 210' der oberen Vakuumtrans
porteinheiten 208' übernommen und in entgegengesetzter Rich
tung zur Längsmittelebene hin seitlich versetzt mit einer
von der Geschwindigkeit, die sich von der Geschwindigkeit,
mit der das erste Blatt bewegt wird, unterscheidet. Jedes
Papierblatt wird dabei nur um die halbe Papierblattbreite
versetzt. Die beiden Papierblätter sind an der Ausgangsseite
der Vorrichtung geschuppt übereinandergelegt.
Die übereinandergelegten Papierblätter 10, 12 werden dann
von den Transportwellen 206 des Abgabetransportes erfaßt und
weitertransportiert.
Wenn bei einer ähnlichen Betriebsweise das linke Papierblatt
10 über das rechte Papierblatt gelegt werden soll, dann wer
den die Vakuumtransporteinheiten über Verstelleinrichtungen
236, 238 entsprechend Fig. 9 eingestellt. Auch die Leitein
richtungen 232, 232' werden entsprechend umgestellt. In die
sem Fall übernehmen dann die oberen Vakuumtransporteinrich
tungen 208' den Transport das linken Papierblattes 10 und
die unteren Vakuumtransporteinrichtungen 208 den Transport
des rechten Papierblattes 12.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nun
weiter anhand der Fig. 10 und 11 beschrieben. Aus der
Fig. 10 ist ersichtlich, wie durch Einstellung der unteren
Vakuumtransporteinheiten 208 parallel zur Papierlaufrichtung
P und der oberen Vakuumtransporteinheiten 208' schräg zur
Papierlaufrichtung P die von der rechten Papierblattreihe R2
kommenden Papierblätter 12 nach links versetzt werden kön
nen, während die von der rechten Papierblattreihe R1 kom
menden Papierblätter 10 nur geradeaus weiterbewegt werden.
Auf diese Weise kann eine Papierverarbeitung mit "Fixkante
links" erfolgen.
Bei entgegengesetzter Schrägstellung (Fig. 11) der oberen
Vakuumtransporteinheiten 208' kann eine Papierverarbeitung
mit "Fixkante-rechts" erfolgen. Bei den in Fig. 10 und 11
gezeigten Beispielen werden die Blätter mit der gleichen Ge
schwindigkeit bewegt.
Die Vorrichtung kann entweder von Hand oder mittels einer
vorprogrammierten Steuerung, welche auf Motoren einwirkt,
die mit den Schraubspindeln 236, 236' bzw. 238, 238' verbun
den sind, betätigt werden.
Die Unterteilung der Vakuumkammern 220 bzw. 220' in mehrere
Einzelkammern oder die Abdeckung der Endbereiche das
Schlitzes einer durchgehenden Vakuumkammer ist erforderlich,
um die Vorrichtung an verschiedene Formathöhen anzupassen.
Bei der kleinsten Formathöhe von beispielsweise 75 mm (3 Zoll)
sind alle Einzelkammern 220a-220d bzw. 220'a-220'd
an die Vakuumquelle 222 angeschlossen. Bei Verwendung von
Schiebern muß in diesem Fall der Längsschnitt der durch
gehenden Vakuumkammer auf voller Länge geöffnet sein. Wenn
jedoch Papierblätter mit einer größeren Formathöhe verarbei
tet werden sollen, dann muß darauf geachtet werden, daß
diese Papierblätter erst dann an die Transportbänder 210,
210' der Vakuumtransporteinheiten 208, 208' angesaugt wer
den, wenn die Hinterkante des jeweiligen Papierblattes die
letzte Transportwalze des Einzugstransportes gerade verläßt.
An der Austrittsseite der Vorrichtung dürfen die jeweiligen
Papierblätter nur so lange an die Transportbänder 210, 210'
angesaugt bleiben, bis die Vorderkante des jeweiligen Pa
pierblattes von der ersten Transportwalze des Ausgabetrans
portes erfaßt wird. Um dies sicherzustellen, werden an der
Eintrittsseite und an der Austrittsseite der Vakuumtrans
porteinheiten 208, 208' je nach Formathöhe der Papierblätter
eine mehr oder weniger große Anzahl von Einziehkammern 220a,
220b, 220c bzw. 220'a, 220'b, 220'c von der Vakuumquelle 222
abgeschaltet oder die Endbereiche des Schlitzes einer durch
gehenden Vakuumkammer werden auf mehr oder weniger großer
Länge durch Schieber verschlossen.
Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung nur das geschuppte
Anordnen von zwei Blättern beschrieben wurde, ist deutlich,
daß auch mehr als zwei Blätter zusammengetragen werden
können, was zu einer entsprechenden Erhöhung der Anzahl der
oben beschriebenen Komponenten führt.
Bei den oben beschriebenen Anordnungen wird der Geschwindig
keitsunterschied zwischen den zwei Blättern durch die unter
schiedlichen Geschwindigkeiten der Schrägtransporteinrich
tungen (Fig. 2 bis 4) bzw. der Vakuumtransporteinheiten
(Fig. 5 bis 7) erreicht. Anstelle dieser Lösung kann der
erforderliche Laufunterschied der Blätter dadurch erreicht
werden, daß die einzelnen Blätter am Einlauf der Zusammen
tragstation unterschiedlich verzögert werden. Hierzu können
z. B. die in Fig. 2 bis 4 beschriebenen Stoppstellen ver
wendet werden, die dann auch bei der Anordnung gemäß Fig.
5 bis 7 vorgesehen sind. Während der Zuführung wird z. B. das
erste Blatt nicht verzögert, und das zweite Blatt wird durch
die Stoppstelle kurz angehalten, also zeitlich verzögert. In
diesem Fall können die Transporteinheiten mit gleicher Ge
schwindigkeit laufen, da der erforderliche Versatz durch die
einlaufseitige zeitliche Verzögerung zumindest eines Blattes
erreicht wird. Die durch das Anhalten zumindest eines
Blattes auftretenden Leistungsverluste sind klein und führen
zu keiner nachhaltigen Beeinflussung des Gesamtverhaltens
der Maschine.
Claims (25)
1. Verfahren zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit folgenden Schritten:
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Papierlaufrichtung (P) und
gleichzeitiges Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Richtung (28) unter einem Winkel (α) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden.
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Papierlaufrichtung (P) und
gleichzeitiges Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Richtung (28) unter einem Winkel (α) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden.
2. Verfahren zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit folgenden Schritten:
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (30) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlauf richtung (P) und
Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (32) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich einer Papierlauf richtung (P), derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden,
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) unter schiedlich sind.
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (30) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlauf richtung (P) und
Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (32) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich einer Papierlauf richtung (P), derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden,
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) unter schiedlich sind.
3. Verfahren zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit folgenden Schritten:
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (34) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich der Papierlaufrich tung (P) mit einer ersten Geschwindigkeit und
Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (36) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrich tung (P) mit einer zweiten Geschwindigkeit, derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander gescho ben werden,
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) gleich sind und
wobei die erste und die zweite Geschwindigkeit unter schiedlich sind.
Bewegen eines ersten Blattes (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (34) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich der Papierlaufrich tung (P) mit einer ersten Geschwindigkeit und
Bewegen eines zweiten Blattes (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (36) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrich tung (P) mit einer zweiten Geschwindigkeit, derart, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander gescho ben werden,
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) gleich sind und
wobei die erste und die zweite Geschwindigkeit unter schiedlich sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das erste
Blatt (10) mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt wird
und das zweite Blatt (12) mit einer zweiten Geschwindig
keit bewegt wird, wobei die erste und die zweite Ge
schwindigkeit unterschiedlich sind.
5. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem jedes der Blätter
(10, 12) um die Hälfte seiner Formatbreite in einer
Richtung senkrecht zu der Papierlaufrichtung (P) ver
schoben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, bei dem die erste Ge
schwindigkeit (v1) im Bereich von 2 m/s bis 5 m/s ist,
und die zweite Geschwindigkeit (v2) im Bereich von 1,05
× v1 bis 1,2 × v1 ist.
7. Verfahren nach Anspruch 3, 5 oder 6, bei dem der Versatz
(X1) der in Papierlaufrichtung führenden Kanten (18, 20)
im Bereich von 10 mm bis 50 mm ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit folgenden
Schritten:
Bereitstellen der zu schuppenden Blätter (10, 12), die in der Papierlaufrichtung (P) nebeneinander angeordnet sind; und
Abtransportieren der geschuppten Blätter.
Bereitstellen der zu schuppenden Blätter (10, 12), die in der Papierlaufrichtung (P) nebeneinander angeordnet sind; und
Abtransportieren der geschuppten Blätter.
9. Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) von zumindest zwei Blättern (10, 12) in einer Pa pierlaufrichtung (P) bewegt; und
einer Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Richtung (28) unter einem Winkel (α) bezüglich der Papierlauf richtung (P) derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden.
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) von zumindest zwei Blättern (10, 12) in einer Pa pierlaufrichtung (P) bewegt; und
einer Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer Richtung (28) unter einem Winkel (α) bezüglich der Papierlauf richtung (P) derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden.
10. Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in eine erste Richtung (30) unter einen ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlaufrichtung (P) bewegt; und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (32) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander gescho ben werden;
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) unter schiedlich sind.
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in eine erste Richtung (30) unter einen ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlaufrichtung (P) bewegt; und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (32) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander gescho ben werden;
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) unter schiedlich sind.
11. Vorrichtung zum geschuppten Anordnen von zumindest zwei
Blättern (10, 12), mit
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (34) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlaufrichtung (P) mit einer ersten Geschwin digkeit bewegt; und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (36) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) mit einer zweiten Geschwindigkeit derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden;
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) gleich sind, und
wobei die erste und die zweite Geschwindigkeit unter schiedlich sind.
einer ersten Transporteinrichtung, die ein erstes Blatt (10) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer ersten Richtung (34) unter einem ersten Winkel (α1) bezüglich einer Papierlaufrichtung (P) mit einer ersten Geschwin digkeit bewegt; und
einer zweiten Transporteinrichtung, die ein zweites Blatt (12) der zumindest zwei Blätter (10, 12) in einer zweiten Richtung (36) unter einem zweiten Winkel (α2) bezüglich der Papierlaufrichtung (P) mit einer zweiten Geschwindigkeit derart bewegt, daß die zumindest zwei Blätter (10, 12) übereinander geschoben werden;
wobei der erste und der zweite Winkel (α1, α2) gleich sind, und
wobei die erste und die zweite Geschwindigkeit unter schiedlich sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der das erste
Blatt (10) mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt wird
und das zweite Blatt (12) mit einer zweiten Geschwindig
keit bewegt wird, wobei die erste und die zweite Ge
schwindigkeit unterschiedlich sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die erste und die
zweite Transporteinrichtung das erste und das zweite
Blatt (10, 12) jeweils um die Hälfte seiner Formatbreite
in eine Richtung senkrecht zu der Papierlaufrichtung (P)
verschieben.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, bei der die erste
Geschwindigkeit (v1) im Bereich von 2 m/s bis 5 m/s ist,
und die zweite Geschwindigkeit (v2) im Bereich von 1,05
× v1 bis 1,2 × v1 ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, 13 oder 14, bei der der
Versatz (X1) der in Papierlaufrichtung führenden Kanten
(18, 20) im Bereich von 10 mm bis 50 mm ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, mit
einer Empfangseinrichtung, die die zu schuppenden Blät ter (10, 12), die in der Papierlaufrichtung (P) neben einander angeordnet sind, empfängt und an die Transport einrichtungen weitergibt; und
einer Abtransporteinrichtung, die die geschuppten Blätter abtransportiert.
einer Empfangseinrichtung, die die zu schuppenden Blät ter (10, 12), die in der Papierlaufrichtung (P) neben einander angeordnet sind, empfängt und an die Transport einrichtungen weitergibt; und
einer Abtransporteinrichtung, die die geschuppten Blätter abtransportiert.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, bei der
die Transporteinrichtungen als Schrägtransporteinrich
tungen (S1, S2) ausgebildet sind, deren Transportrich
tungen (C1, C2) jeweils unter spitzem Winkel (µ1, µ2)
schräg zu einer Längsmittelebene (M-M) verlaufen und bei
der für jedes der zwei Blätter (10, 12) eine eigene
Schrägtransporteinrichtung (S1, S2) vorgesehen ist, wo
bei die Transportrichtungen (C1, C2) derselben in entge
gengesetzten spitzen Winkeln (µ1, µ2) schräg zu der
Längsmittelebene (M-M) hin verlaufen, um die beiden Pa
pierblätter (10, 12) schräg zu der Längsmittelebene hin
übereinanderzuschieben.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei der die Schrägtrans
porteinrichtungen (S1, S2) jeweils aus mehreren Walzen
paaren (114, 116; 132, 134) bestehen, von denen die
oberen Walzen (114, 132) von den unteren Walzen (116,
134) abhebbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, bei der in einer
Übergabestation zwei parallel zu der Längsmittelebene
(M-M) verlaufende Anschläge (102b, 104b) vorgesehen
sind, deren jeweiliger Abstand gegenüber der Längsmit
telebene (M-M) etwa der halben Formatbreite der Papier
blätter (10, 12) entspricht.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, bei der
im Bereich zwischen den Schrägtransporteinrichtungen
(S1, S2) für das jeweilige Blatt (10, 12) je ein Füh
rungsblech (102, 104) vorgesehen ist, welches sich
parallel zur Papierlaufebene von der einen Seite der
Längsmittelebene (M-M) aus bis zu dem auf der anderen
Seite derselben angeordneten Anschlag (102b, 104b) er
streckt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, bei der
die erste Transporteinrichtung eine unterhalb der Pa
pierlaufebene angeordnete untere Vakuumtransporteinheit
(208) ist, die ein mit Perforationen (212) versehenes,
endloses Transportband (210) aufweist, welches über zwei
in einem Träger (218) gelagerte Umlenkrollen und eine
dazwischen angeordnete Vakuumkammer (220) geführt ist,
die zu dem an die Papierlaufebene angrenzenden, oberen
Arbeitstrum des Transportbandes hin offen ist,
die zweite Transporteinrichtung eine oberhalb der Pa pierlaufebene angeordnete obere Vakuumtransporteinheit (208') ist, die ein mit Perforationen (212') versehenes, endloses Transportband (210') aufweist, welches über zwei in einem Träger (218') gelagerte Umlenkrollen und eine dazwischen angeordnete Vakuumkammer (212') geführt ist, die zu dem an die Papierlaufebene angrenzenden, unteren Arbeitstrum des Transportbandes hin offen ist,
wobei die beiden, jeweils eine der Umlenkrollen des zu gehörigen, Transportbandes (210, 210') tragenden Enden (218a, 218b; 218'a, 218'b) jedes Trägers (218, 218') in Papierlaufrichtung (P) versetzt zueinander angeordnet und mittels je einer Verstelleinrichtung quer zur Pa pierlaufrichtung, unabhängig voneinander verstellbar sind,
wobei zwischen der unteren und der oberen Vakuumtrans porteinheit (208, 208') eine sich in der Papierlaufebene (E-E) erstreckende Trennplatte (230) vorgesehen ist,
wobei in Papierlaufrichtung (P) vor der Trennplatte (230) für jede Papierblattreihe (R1, R2) eine Leitein richtung (232, 232') vorgesehen ist, mittels welcher die aus einer Reihe stammenden Papierblätter (10, 12) je weils dem Arbeitstrum (8a, 8'a) des Transportbandes (8, 81), der dieser Reihe zugeordneten Vakuumtransportein heit (208, 208'), zugeleitet werden,
wobei zum übereinanderlegen der Papierblätter (10, 12) zumindest der Träger (218, 218') einer Vakuumtransport einheit (208, 208') mittels der Verstelleinrichtung zur Papierlaufrichtung (P) derart einstellbar ist, daß sein Transportband (210, 210') im auslaufseitigen Bereich der Zusammentragstation das Transportband der an der gegen überliegenden Seite der Trennplatte (230) angeordneten Vakuumtransporteinheit kreuzt.
die zweite Transporteinrichtung eine oberhalb der Pa pierlaufebene angeordnete obere Vakuumtransporteinheit (208') ist, die ein mit Perforationen (212') versehenes, endloses Transportband (210') aufweist, welches über zwei in einem Träger (218') gelagerte Umlenkrollen und eine dazwischen angeordnete Vakuumkammer (212') geführt ist, die zu dem an die Papierlaufebene angrenzenden, unteren Arbeitstrum des Transportbandes hin offen ist,
wobei die beiden, jeweils eine der Umlenkrollen des zu gehörigen, Transportbandes (210, 210') tragenden Enden (218a, 218b; 218'a, 218'b) jedes Trägers (218, 218') in Papierlaufrichtung (P) versetzt zueinander angeordnet und mittels je einer Verstelleinrichtung quer zur Pa pierlaufrichtung, unabhängig voneinander verstellbar sind,
wobei zwischen der unteren und der oberen Vakuumtrans porteinheit (208, 208') eine sich in der Papierlaufebene (E-E) erstreckende Trennplatte (230) vorgesehen ist,
wobei in Papierlaufrichtung (P) vor der Trennplatte (230) für jede Papierblattreihe (R1, R2) eine Leitein richtung (232, 232') vorgesehen ist, mittels welcher die aus einer Reihe stammenden Papierblätter (10, 12) je weils dem Arbeitstrum (8a, 8'a) des Transportbandes (8, 81), der dieser Reihe zugeordneten Vakuumtransportein heit (208, 208'), zugeleitet werden,
wobei zum übereinanderlegen der Papierblätter (10, 12) zumindest der Träger (218, 218') einer Vakuumtransport einheit (208, 208') mittels der Verstelleinrichtung zur Papierlaufrichtung (P) derart einstellbar ist, daß sein Transportband (210, 210') im auslaufseitigen Bereich der Zusammentragstation das Transportband der an der gegen überliegenden Seite der Trennplatte (230) angeordneten Vakuumtransporteinheit kreuzt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, bei der das Einlaufende
(232a, 232'a) jeder Leiteinrichtung (232, 232') höhen
verstellbar ist, so daß die aus einer Papierblattreihe
(R1) stammenden Papierblätter (10) wahlweise zur oberen
oder zur unteren Seite der Trennplatte (230) und die Pa
pierblätter (12) der anderen Papierblattreihe (R2) zur
entgegengesetzten unteren oder oberen Seite der Trenn
platte leitbar sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, bei der jede
Vakuumkammer (220, 220') in ihrer Längsrichtung in Ein
zelkammern (220a bis 220d; 220'a bis 220'd) unterteilt
ist, die wahlweise mit einer Vakuumquelle (222) verbind
bar sind und von denen jede einen in Längsrichtung des
zugehörigen Transportbandes (210, 210') verlaufenden,
zum Arbeitstrum (210a, 210'a) desselben hin offenen
Längsschnitt (224a bis 224d; 224'a bis 224'd) aufweist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, bei der jede
Vakuumkammer (220, 220') einen in Längsrichtung das zu
gehörigen Transportbandes (210, 210') verlaufenden, zum
Arbeitstrum (210a, 210'a) desselben hin offenen Längs
schnitt aufweist, wobei Schieber vorgesehen sind, mit
tels denen die Endbereiche des Schlitzes auf vorbe
stimmter Länge in Abhängigkeit von der Formathöhe der
jeweils übereinanderzulegenden Papierblätter (10, 12)
verschließbar sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 24, bei der
die Enden der Träger mittels quer zur Papierlaufrichtung
(P) und parallel zur Papierlaufebene (E-E) angeordneter
Schraubspindeln verstellbar sind.
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