DE19935875A1 - Wasserabweisendes Beschichtungsmaterial und wasserabweisender Beschichtungsfilm - Google Patents
Wasserabweisendes Beschichtungsmaterial und wasserabweisender BeschichtungsfilmInfo
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Abstract
Ein wasserabweisendes Beschichtungsmaterial weist ein Tetrafluorethylenharzpulver, ein Silikonharzbindemittel und ein organisches Lösungsmittel auf. Das Tetrafluorethylenharzpulver weist im Infrarotabsorptionsspektrum einen Absorptionspeak bei ungefähr 1.800 cm·-1·, der die Anwesenheit einer Carbonylgruppe als terminale Gruppe widerspiegelt, und einen Absorptionspeak bei ungefähr 500 cm·-1· auf, der eine C-F-Bindung widerspiegelt. Das Verhältnis des Absorptionspeaks bei 1.800 cm·-1· zu dem Absorptionspeak bei 500 cm·-1· beträgt weniger als 0,05. Der Beschichtungsfilm wird durch das Aufbringen solch eines Beschichtungsmaterials auf ein Substrat gebildet. Das Beschichtungsmaterial weist große Wasserabweisungseigenschaften, ausgezeichnete Antieis-Eigenschaften, ausgezeichnete Antischnee-Eigenschaften und ähnliches auf, obwohl es keine große Menge eines Fluorharzpulvers enthält. Außerdem behält der Beschichtungsfilm seine Wasserabweisung bei, ungeachtet dessen, ob der Beschichtungsfilm für lange Zeit in Wasser eingetaucht wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein wasserabweisendes
Beschichtungsmaterial und einen unter Verwendung solch eines
wasserabweisenden Beschichtungsmaterials herzustellenden
wasserabweisenden Beschichtungsfilm, und insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf ein Beschichtungsmaterial,
das aus einer Mischung aus einem Tetrafluorethylenharz und
einem Silikonharz gefertigt ist, und auf eine daraus ge
bildete dünne Überzugsschicht bzw. einen daraus gebildeten
Beschichtungsfilm.
Ein wasserabweisendes Beschichtungsmaterial und ein daraus
gefertigter Beschichtungsfilm werden in vielen Produkten
verwendet, für die Eigenschaften, wie Wasserabweisungs
vermögen, Antischnee-Eigenschaften und Antieis-Eigenschaften
erforderlich sind. Ein repräsentatives Beispiel für ein
herkömmliches wasserabweisendes Beschichtungsmaterial ist
ein Fluorharzbeschichtungsmaterial, das Eigenschaften, wie
eine ausgezeichnete Wetterbeständigkeit und Beständigkeit
gegen eine Verschmutzung im Alltag aufweist, und das auf den
Gebieten des Hochbaus, der Automobilindustrie usw. verwendet
wird. Ein herkömmliches Fluorharzbeschichtungsmaterial be
steht aus einem Einkomponentensystem, das von einem Co
polymer aus einem Fluorolefin und einer Vielfalt an Kohlen
wasserstoffen Gebrauch macht. Ein Beschichtungsfilm, der
mittels solch eines Beschichtungsmaterials hergestellt wird,
weist einen Kontaktwinkel von ungefähr 80°C auf (das ist
der Winkel, den ein Wassertropfen mit der Oberfläche des Be
schichtungsfilmes bildet), was nur zu einer begrenzten
Wasserabweisung führt.
Außerdem kann er aus einem auf zwei Komponenten basierenden
Beschichtungsmaterial bestehen, das Tetrafluorethylen als
Hauptbestandteil umfaßt, das mit einem Fluorharz (z. B.
Vinylidenfluoridharz) gemischt ist. Diese Art von Beschich
tungsmaterial liefert einen Beschichtungsfilm mit größerer
Wasserabweisung, was sich durch einen Kontaktwinkel von un
gefähr 150° mit Wasser zeigt, so daß an eine praktische Ver
wendung zu denken ist. In diesem Fall erfordert das auf zwei
Komponenten basierende Beschichtungsmaterial jedoch ein
teures Fluorharzpulver in großer Menge. Trotz ihrer
ausgezeichneten anfänglichen Wasserabweisung treten insofern
Probleme auf, als daß sich die Wasserabweisungseigen
schaften, die Antischnee- und Antieis-Eigenschaften des
Beschichtungsfilms durch langandauerndes Eintauchen des
Films in Wasser oder dadurch, daß der Film längere Zeit
Wasser ausgesetzt wird, verschlechtern können.
Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht eines herkömm
lichen Beschichtungsfilms, der unter Verwendung eines Fluor
harzbindemittels und eines Fluorharzpulvers hergestellt
wurde. Der Beschichtungsfilm umfaßt ein Bindemittel 11, das
auf dem Substrat 9 aufgebracht ist. Das Bindemittel 11
schließt das Fluorharzpulver 10 ein. Wie in der Zeichnung
gezeigt ist, ragen einige Teilchen des Fluorharzpulvers 10
teilweise aus der Oberfläche des Bindemittels 11 heraus. In
diesem Fall wird eine Abnahme der Wasserabweisung bei einem
langandauernden Eintauchen des Beschichtungsfilms in Wasser
beobachtet. Dies kann auf eine Wasserrückhaltung in dem
Raum 12 zwischen dem Fluorharzpulver 10 und dem Binde
mittel 11 zurückgeführt werden, da Wasser im allgemeinen in
solch einen Raum 12 eindringt.
Außerdem kommt es zu Unebenheiten, da Luftblasen in dem
Beschichtungsfilm auftreten. In Abhängigkeit von der Größe
der Luftblasen können verschiedene Probleme auftreten, zum
Beispiel kann die Oberfläche des Substrats 9 von dem Be
schichtungsfilm nicht bedeckt sein und es kann auf dem Be
schichtungsfilm ein Nadelloch gebildet werden. Diese
Schwierigkeiten führen zu einer Abnahme der Qualität des
Beschichtungsfilms und zu einem unschönem Aussehen des Be
schichtungsfilms.
Fig. 2 ist eine schematische Schnittansicht eines Beschich
tungsfilms mit Luftblasen. Ein Silikonharzbindemittel 2, das
eine große Anzahl an wasserabweisende Teilchen 1 umfaßt, ist
auf einem Substrat 4 aufgebracht. Einige Teilchen sind un
vollständig in dem Bindemittel 2 eingetaucht, wie in der
Zeichnung gezeigt ist, so daß ein Teil eines jeden dieser
Teilchen aus der Oberfläche des Beschichtungsfilms heraus
ragt. Wenn sich in dem Silikonharzbindemittel 2 Luftblasen
befinden, können aufgrund der Anwesenheit der Luftblasen
fehlerhafte Stellen 3 im Beschichtungsmaterial auftreten,
wenn das Beschichtungsmaterial mittels Tauchauftrags oder
mittels eines Bürsten-Streichverfahrens auf das Substrat 4
aufgebracht wird oder wenn das aufgebrachte Beschichtungs
material getrocknet wird. Auf der Außenseite liegt min
destens ein Teil der Oberfläche des Substrats unbedeckt vor,
was zu einer Verringerung der Qualität des Beschichtungs
films und zu einem Verlust seines ansprechenden Aussehens
führt. Außerdem stellt der Feststoffanteil in dem
Beschichtungsmaterial einen weiteren Grund für die
angesprochenen Schwierigkeiten dar. Wenn der Feststoffanteil
klein ist, nimmt die Viskosität des Beschichtungsmaterials
ab und somit werden als Ergebnis eines Einsinkens der
Feststoffe in den Beschichtungsfilm aufgrund ihres
Eigengewichts während des Trocknungsschritts fehler
hafte Stellen 5 in dem Beschichtungsfilm erzeugt.
Um einen Zustand großer Wasserabweisung und gute Antieis-
Eigenschaften des Beschichtungsfilms beizubehalten, sollte
der Beschichtungsfilm unter Verwendung von hochreinem PTFE-
Harzpulver hergestellt werden. Außerdem sollte das Beschich
ten mittels Tauchauftrags oder eines Bürsten-Streichver
fahrens durchgeführt werden, wenn das Beschichtungsmaterial
auf eine komplexe Struktur oder auf eine Stelle aufgebracht
wird, an der ein aus dem Beschichtungsmaterial bestehendes
feines Spray nicht in die Luft gelangen soll. Das PTFE-
Harzpulver weist jedoch eine eigene Oberfläche mit geringen
freien Energien auf, so daß es schwierig ist, das Lösungs
mittel und das Harz miteinander in Einklang zu bringen bzw.
aneinander anzupassen. Als Ergebnis werden eine Menge Luft
blasen in das Beschichtungsmaterial miteingearbeitet, wenn
das PTFE-Harzpulver darin dispergiert wird. Die Luftblasen
verursachen in dem Beschichtungsfilm fehlerhafte Stellen,
wenn das Beschichtungsmaterial mittels Tauchauftrags oder
eines Bürsten-Streichverfahrens auf das Substrat aufgebracht
wird. In Abhängigkeit von den Viskositätseigenschaften des
Beschichtungsmaterials können desweiteren als Ergebnis eines
Einsinkens der Feststoffe in den Beschichtungsfilm aufgrund
ihres Eigengewichts Schwierigkeiten, wie fehlerhafte
Stellen, verursacht werden.
Die Erfindung stellt unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung
einer Verschlechterung der Wasserabweisung im Laufe der Zeit
eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Stand der
Technik dar. Solch eine Verschlechterung wird durch eine
Veränderung der Qualität des Bindemittels und des Fluor
harzpulvers in der Oberfläche des Beschichtungsfilms ver
ursacht. Diese Veränderung kann durch ein Eindringen von
Wasser in Spalten, die zwischen dem Fluorharzpulver und dem
Bindemittel als Ergebnis des Unterschieds ihrer freien
Energien der Oberflächen und einer schlechten Benetzbarkeit
gebildet wurden, verursacht werden.
Deshalb ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Beschich
tungsmaterial und einen Beschichtungsfilm, der durch das
Aufbringen solch eines neuen Beschichtungsmaterials auf ein
Substrat hergestellt wird, zur Verfügung zu stellen. Das
Beschichtungsmaterial ist aus einer Mischung aus einem
Tetrafluorethylenharz und einem Silikonharz gefertigt. Das
Beschichtungsmaterial weist eine große Wasserabweisung und
ausgezeichnete Antieis- und ausgezeichnete Antischnee-
Eigenschaften und ähnliches auf und umfaßt dennoch keine
große Menge eines Fluorharzpulvers. Außerdem behält der
Beschichtungsfilm die Wasserabweisung bei, ungeachtet
dessen, ob der Beschichtungsfilm längere Zeit in Wasser
eingetaucht wird.
Unter einem ersten Gesichtspunkt stellt die Erfindung ein
wasserabweisendes Beschichtungsmaterial zur Verfügung, das
die nachstehenden Bestandteile umfaßt:
ein Tetrafluorethylenharzpulver,
ein Silikonharzbindemittel und
ein organisches Lösungsmittel, wobei
das Tetrafluorethylenharzpulver im Infrarotabsorptions spektrum eine maximale Absorption bzw. einen Absorptionspeak bei ungefähr 1.800 cm-1 aufweist, der auf die Anwesenheit einer Carbonylgruppe als terminaler Gruppe verweist, und einen Absorptionspeak bei ungefähr 500 cm-1 aufweist, der auf eine C-F-Bindung verweist, wobei das Verhältnis des Absorptionspeaks bei 1.800 cm-1 zu dem Absorptionspeak bei 500 cm-1 kleiner als 0,05 ist.
ein Tetrafluorethylenharzpulver,
ein Silikonharzbindemittel und
ein organisches Lösungsmittel, wobei
das Tetrafluorethylenharzpulver im Infrarotabsorptions spektrum eine maximale Absorption bzw. einen Absorptionspeak bei ungefähr 1.800 cm-1 aufweist, der auf die Anwesenheit einer Carbonylgruppe als terminaler Gruppe verweist, und einen Absorptionspeak bei ungefähr 500 cm-1 aufweist, der auf eine C-F-Bindung verweist, wobei das Verhältnis des Absorptionspeaks bei 1.800 cm-1 zu dem Absorptionspeak bei 500 cm-1 kleiner als 0,05 ist.
Hier kann das Silikonbindemittel ein Silikonbindemittel
sein, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Polyorgano
siloxan, fluoriertem Polyorganosiloxan und einer Mischung
davon besteht.
Das organische Lösungsmittel kann ein organisches Lösungs
mittel sein, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
Alkohollösungsmitteln, aromatischen Lösungsmitteln,
aliphatischen Lösungsmitteln und Mischungen davon besteht.
Das organische Lösungsmittel kann ein organisches Lösungs
mittel sein, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
Fluorlösungsmitteln, Kohlenwasserstofflösungsmitteln, Keton
lösungsmitteln und Mischungen aus mindestens zwei dieser
Lösungsmittel besteht.
Das Verhältnis der Änderung der Dichte des gesamten
Beschichtungsmaterials kann weniger als 10% betragen.
Der Feststoffanteil, der aus dem Tetrafluorethylenharzpulver
und dem Silikonharzbindemittel besteht, kann 20 bis
40 Gewichts-% ausmachen und das organische Lösungsmittel
kann 60 bis 80 Gewichts-% ausmachen, bezogen auf das Gesamt
gewicht des wasserabweisenden Beschichtungsmaterials.
Es kann eine Entschäumungsbehandlung durchgeführt werden.
Der Feststoffanteil, der aus dem Tetrafluorethylenharzpulver
und dem Silikonharzbindemittel besteht, kann 20 bis
50 Gewichts-% ausmachen und das organische Lösungsmittel
kann 50 bis 80 Gewichts-% ausmachen, bezogen auf das Gesamt
gewicht des wasserabweisenden Beschichtungsmaterials.
Unter einem zweiten Gesichtspunkt stellt die Erfindung einen
auf einem Substrat aufzubringenden, wasserabweisenden
Beschichtungsfilm zur Verfügung, der ein Beschichtungs
material, wie es hierin beschrieben ist, umfaßt.
Die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden nach
stehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht eines herkömm
lichen Beschichtungsfilms;
Fig. 2 ist eine schematische Schnittansicht eines anderen
herkömmlichen Beschichtungsfilms;
Fig. 3 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen dem
Gehalt (Gewichts-%) des PTFE-Harzpulvers in den Feststoffen
und den Kontaktwinkeln (Grad) oder der Eis-Beschichtungs
film-Scherkraft (gf/cm2, 1 gf/cm2 = 98,0665 Pa) für ein
herkömmliches Beschichtungsmaterial wiedergibt;
Fig. 4 ist eine schematisches Ansicht einer Anordnung zur
Messung der Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft;
Fig. 5 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen dem
Feststoffanteil, den Kontaktwinkeln und dem arithmetischen
Mittel der Oberflächenrauhigkeit des Beschichtungsmaterials
wiedergibt;
Fig. 6 ist eine schematische Schnittansicht eines
erfindungsgemäßen Beschichtungsfilms;
Fig. 7 ist eine Graphik, die das Infrarotabsorptionsspektrum
des Tetrafluorethylenharzes bei Wellenzahlen von 500 bis
4.000 cm-1 wiedergibt;
Fig. 8 ist eine Graphik, die das Infrarotabsorptionsspektrum
des Tetrafluorethylenharzes bei einer Wellenzahl 1.800 cm-1
wiedergibt;
Fig. 9 ist eine schematische Schnittansicht des Beschich
tungsfilms, auf dem ein Wassertropfen aufgebracht wurde;
Fig. 10 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen den
Kontaktwinkeln und den zugesetzten Mengen an PTFE bzw. den
PTFE-Zugabemengen wiedergibt;
Fig. 11 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen den
Zugabemengen des PTFE-Harzpulvers und den Kontaktwinkeln für
Beschichtungsfilme, in denen das vorliegende Bindemittel
bzw. das herkömmliche Bindemittel verwendet wird, wieder
gibt;
Fig. 12 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen der
Dauer (Tage) des Eintauchens des Beschichtungsfilms in
Wasser und den Kontaktwinkeln wiedergibt; und
Fig. 13 ist eine Graphik, die die Eis-Beschichtungsfilm-
Scherkräfte der Beschichtungsfilme, die als Probe 1,
Probe 2, Vergleichsprobe 1 und Vergleichsprobe 2 hergestellt
wurden, wiedergibt.
Das wasserabweisende Beschichtungsmaterial der Erfindung
wird als eine Mischbeschichtungsmaterial aus Tetrafluor
ethylenharz/Silikonharz zur Verfügung gestellt. Das Be
schichtungsmaterial umfaßt ein Tetrafluorethylenharzpulver,
ein Silikonharzbindemittel und ein organisches Lösungs
mittel. Das Tetrafluorethylenharzpulver weist im Infra
rotabsorptionsspektrum einen Absorptionspeak bei ungefähr
1.800 cm-1 auf, der auf die Anwesenheit einer Carbonylgruppe
als terminaler Gruppe verweist. Das Tetrafluorethylenharz
pulver weist auch einen Absorptionspeak bei ungefähr
500 cm-1 auf, der auf eine C-F-Bindung verweist, wobei das
Verhältnis des Absorptionspeaks bei ungefähr 1.800 cm-1 zu
dem Absorptionspeak bei ungefähr 500 cm-1 kleiner als 0,05
ist. Außerdem kann das Silikonbindemittel aus Polyorgano
siloxan, fluoriertem Polyorganosiloxan oder einer Mischung
davon bestehen. Das organische Lösungsmittel kann aus
Alkohollösungsmitteln, aromatischen Lösungsmitteln,
aliphatischen Lösungsmitteln oder Mischungen davon bestehen.
Oder aber das organische Lösungsmittel kann ein Lösungs
mittel sein, das aus Fluorlösungsmitteln, Kohlenwasserstoff
lösungsmitteln, Ketonlösungsmitteln und Mischungen aus min
destens zwei dieser Lösungsmittel ausgewählt ist.
Desweiteren wird der Beschichtungsfilm der Erfindung als
wasserabweisender Beschichtungsfilm zur Verfügung gestellt,
der auf einem Substrat aufgebracht ist. Der Beschichtungs
film ist aus einem Mischbeschichtungsmaterial aus Tetra
fluorethylenharz/Silikonharz gefertigt. Das Beschichtungs
material umfaßt ein Tetrafluorethylenharzpulver, ein
Silikonharzbindemittel und ein organisches Lösungsmittel.
Das Tetrafluorethylenharzpulver weist im Infrarot
absorptionsspektrum einen Absorptionspeak bei ungefähr
1.800 cm-1, der auf die Anwesenheit einer Carbonylgruppe als
terminaler Gruppe verweist, und einen Absorptionspeak bei
ungefähr 500 cm-1 auf, der auf eine C-F-Bindung verweist,
wobei das Verhältnis des Absorptionspeaks bei ungefähr
1.800 cm-1 zu dem Absorptionspeak bei ungefähr 500 cm-1
kleiner als 0,05 ist.
Was das Tetrafluorethylenharz (PTFE-Harz) angeht, so kann
die Wasserabweisung des Beschichtungsfilms durch die
Fluorierung der terminalen Gruppen des Harzes verbessert
werden. Der Grad der Fluorierung der terminalen Gruppen des
PTFE-Pulvers kann durch das Verhältnis der Absorptionspeaks
des Infrarotabsorptionsspektrums bei einer Wellenzahl von
ungefähr 1.800 cm-1 zu dem Absorptionspeak bei
ungefähr 500 cm-1 ermittelt werden. Der Fluorierungsgrad
wird durch die nachstehende Gleichung (Gleichung I)
definiert.
Grad der Fluorierung der terminalen Gruppen des PTFE-Pulvers
= (Absorptionspeak bei ungefähr 1.800 cm-1/Absorptionspeak
bei ungefähr 500 cm-1) = Peakverhältnis
Es wird möglich, die zur Erreichung eines Kontaktwinkels von
150° erforderliche PTFE-Pulvermenge durch die Verwendung von
PTFE mit teilweise oder vollständig fluorierten terminalen
Gruppen zu minimieren. Die Abnahme der Menge des zu ver
wendenden PTFE-Pulvers trägt auch zur Senkung der Kosten des
Beschichtungsmaterials bei.
Die chemische Struktur des PTFE kann durch die nachstehende
Formel wiedergegeben werden.
[A1] - C2F4 - C2F4 - . . . - C2F4 - [A2]
worin [A1] und [A2] terminale Gruppen bezeichnen, die an den
Enden einer langen PTFE-Kette angeordnet sind. Die termi
nalen Gruppen werden idealerweise von Molekülen oder Gruppen
der Kohlenstoff-Fluor-Reihe (z. B. F und CF3) eingenommen.
Tatsächlich können diese terminalen Gruppen von hydrophilen
Gruppen, wie Carbonylgruppen, eingenommen werden. In diesem
Fall kann sich jedoch die Wasserabweisung des Beschichtungs
materials verringern. Um dieses Problem zu beheben, sollten
die terminalen Gruppen des PTFE zum Beispiel mittels der
Verdampfung oder Rekristallisation in einer Fluoratmosphäre
fluoriert werden, um die Carbonylgruppen durch die Kohlen
stoff-Fluor-Reihe zu ersetzen. Die Schritte der Umwandlung
des PTFE in eines mit niedrigeren Molekulargewichten, von
500 bis 10.000, und seiner Pulverisierung schreiten gleich
zeitig mit dem Fluorierungsschritt voran.
Nachstehend sind wirkungsvolle Ausführungsformen der erfin
dungsgemäßen Beschichtungszusammensetzung angegeben:
Es ist bevorzugt, daß das PTFE-Pulver einen mittleren
Teilchendurchmesser von 0,1 bis 2 µm und terminale Gruppen
aufweist, die durch eine Kontaktreaktion mit einem
Fluorierungsmittel teilweise oder vollständig fluoriert
sind. Wie vorstehend beschrieben, kann der Grad der
Fluorierung der terminalen Gruppen eines solchen PTFE mit
niedrigem Molekulargewicht als das Peakverhältnis ausge
drückt werden, das sich durch Einsetzen der Peakwerte des
Infrarotabsorptionsspektrums in Gleichung I berechnen läßt.
Es sei bemerkt, daß das bevorzugte Peakverhältnis weniger
als 0,05, bevorzugt weniger als 0,02 beträgt. Erfindungs
gemäß weist das niedermolekulare PTFE teilweise oder voll
ständig fluorierte terminale Gruppen auf, da die Wasser
abweisung des Beschichtungsfilms zunimmt, wenn der Grad der
Fluorierung zunimmt, ohne daß sich die Menge des PTFE in dem
Beschichtungsmaterial verändert.
Wie vorstehend beschrieben, ist das in der Erfindung zu ver
wendende Silikonharzbindemittel aus einer Verbindung herge
stellt, die aus Polyorganosiloxan, wie Silikonharz und
Silikongummi, oder einer teilweise oder vollständig
fluorierten Form davon (d. h. fluoriertes Polyorganosiloxan),
wie Fluorsilikongummi, ausgewählt ist.
Es wird nun auf die Fig. 6 Bezug genommen, in der eine
Schnittansicht eines Beschichtungsfilms gezeigt ist. Der
Beschichtungsfilm 2 wird durch Aufbringen eines Beschich
tungsmaterials, das das vorstehende Silikonharzbindemittel
und ein PTFE-Pulver umfaßt, auf ein Substrat 4 gebildet. Wie
in der Zeichnung gezeigt ist, ragen einige Teilchen 10 des
PTFE-Pulvers teilweise aus dem Beschichtungsfilm 2 heraus.
In diesem Fall tritt aus den nachstehenden Gründen jedoch
kein Spalt um das Teilchen auf.
Das Silikonharzbindemittel weist freie Energien der Ober
fläche auf, die kleiner als diejenigen des herkömmlichen
Fluorharzbindemittels sind. Somit ist der Unterschied
zwischen dem PTFE-Pulver und dem Silikonharzbindemittel in
bezug auf ihre freien Oberflächenenergien klein genug, um
ihnen eine gute Benetzbarkeit zu verleihen und die Tendenz
der Bildung eines Spaltes zwischen ihnen zu verringern.
Deshalb erfährt das Bindemittel und das PTFE-Pulver eine
geringere Verschlechterung und auch die Wasserabweisung des
Beschichtungsmaterials wird trotz eines langandauernden
Eintauchens in Wasser nicht gemindert.
Der Unterschied der freien Oberflächenenergien zwischen dem
PTFE-Pulver und dem Bindemittel kann durch Messen der
Kontaktwinkel oder der Oberflächenspannungen ermittelt
werden. Die Oberflächenspannung des PTFE-Harzpulvers (mit
einer Dichte von ungefähr 2, 3) beträgt ungefähr
18,5 × 10-3 N/m (18,5 dyn/cm) oder weniger und die Ober
flächenspannung des Silikonharzbindemittels beträgt ungefähr
22,2 × 10-3 N/m (22,2 dyn/cm), und ist somit kleiner als
diejenige der anderen Bindemittel. In der Erfindung beträgt
der Kontaktwinkel, den ein Wassertropfen mit der Oberfläche
eines Teilchens des PTFE-Pulvers eingeht, 115°, wobei der
Kontaktwinkel, den ein Wassertropfen mit der Oberfläche des
Silikonbindemittels eingeht, 110° beträgt. Der Unterschied
zwischen diesen Kontaktwinkeln ist im Vergleich zu den her
kömmlichen klein (d. h. der Kontaktwinkel, den ein Wasser
tropfen mit der Oberfläche des Vinylidenfluoridharzes
bildet, beträgt 90°). Die freien Oberflächenenergien
zwischen dem PTFE-Pulver und dem Silikonharzbindemittel
können aus ihren Oberflächenspannungen ermittelt werden.
Daraus folgt, daß das Siliconharzbindemittel eine gute Be
netzbarkeit mit dem PTFE-Pulver aufweist. Außerdem ist nur
eine kleine Menge des PTFE-Pulvers erforderlich, um dem
Beschichtungsmaterial große Wasserabweisungseigenschaften zu
verleihen, im Gegensatz zu der großen Menge an herkömmlichem
Fluorharzbindemittel, das dafür erforderlich ist.
Wie vorstehend beschrieben, kann das organische Lösungs
mittel aus einem Alkohollösungsmittel, wie Ethylalkohol,
n-Heptan, Toluol, aromatischen Lösungsmitteln, aliphatischen
Lösungsmitteln oder Mischungen daraus bestehen. Oder aber
das organische Lösungsmittel kann ein Lösungsmittel sein,
das aus Fluorlösungsmitteln, Kohlenwasserstofflösungs
mitteln, Ketonlösungsmitteln und Mischungen aus mindestens
zwei dieser Lösungsmittel ausgewählt ist. Es ist bevorzugt,
daß das organische Lösungsmittel eine Oberflächenspannung
von 16 × 10-3 bis 22 × 10-3 N/m (16 bis 22 dyn/cm) und eine
Dichte von 0,6 bis 1,6 bei 25°C aufweist. Da die freien
Energien der Oberflächen des PTFE-Harzpulvers der Erfindung
bemerkenswert klein sind, ist es bevorzugt, daß die freien
Energien der Oberflächen des organischen Lösungsmittels
ebenfalls ausreichend klein sind, um eine große Anpassungs
fähigkeit des PTFE-Harzpulvers in der Beschichtungszusammen
setzung zusätzlich zu einer Verringerung der Änderungen der
Dichte des gesamten Beschichtungsmaterials herbeizuführen.
Was das Dichte angeht, so können, wie vorstehend beschrie
ben, die organischen Lösungsmittel der Erfindung eine Dichte
von 0,6 bis 1,6 aufweisen, was im Vergleich zu denjenigen
der anderen organischen Lösungsmittel, die bei den herkömm
lichen Beschichtungszusammensetzungen verwendet werden,
klein ist. Erfindungsgemäß ist deshalb der Unterschied
zwischen der Dichte des organischen Lösungsmittels und der
Dichte des Silikonharzes klein. Wenn der Unterschied
zwischen ihnen groß ist, wird das wasserabweisende Pulver
jedoch mit einer größeren Geschwindigkeit als der Normal
geschwindigkeit abgeschieden, was zu einer schlechten Ver
arbeitbarkeit beim Tauchauftrag oder dem Bürsten-Streich
verfahren führt. Es sei angemerkt, daß die Mischung der
organischen Lösungsmittel der Erfindung mit einer Dichte von
0,6 bis 1,6 bei 25°C einen akzeptablen Wert aufweist, damit
der vorstehend erwähnte Unterschied keine Rolle spielt.
Somit führt das organische Mischlösungsmittel zu keinen
Problemen bezüglich einer Ausfällung des Pulver aus dem
Beschichtungsmaterial.
Der Feststoffanteil des Beschichtungsmaterials besteht aus
dem PTFE-Harzpulver und dem Silikonharzbindemittel. Was die
Anteile dieser Bestandteile angeht, so ist es bevorzugt, daß
der des PTFE-Harzpulvers 40 bis 50% und der des Silikonharz
bindemittels 50 bis 60% beträgt, bezogen auf das gesamte
Volumen der Feststoffe.
Fig. 3 zeigt die Veränderungen der Kontaktwinkel (durch
Kreise dargestellt) und der Eis-Beschichtungsfilm-Scher
kräfte (durch Dreiecke dargestellt) als Reaktion auf Ver
änderungen der Menge des PTFE-Harzpulvers in einem Bereich
von 5% bis 55%, bezogen auf das gesamte Volumen des Fest
stoffanteils.
Die Wasserabweisung und die Antieis-Eigenschaften des Be
schichtungsfilms können mittels der nachstehenden Verfahren
ermittelt werden.
Der Kontaktwinkel Θ des Wassers ist in der Technik als Index
der Wasserabweisung gut bekannt. Je größer der Kontaktwinkel
ist, desto größer ist die erhaltene Wasserabweisung. In den
Beispielen und Vergleichsbeispielen wird der Kontaktwinkel
durch Auftropfen von 4 µl (4 × 10-9 m3) deionisiertem Wasser
auf die Oberfläche eines trockenen Beschichtungsfilms, der
durch Aufbringen eines wasserabweisenden Beschichtungs
materials hergestellt wurde, und Messung des Kontakt
winkels Θ unter Verwendung eines automatischen Kontakt
winkelmessers, der von KYOWA KAIMEN KAGAKU CO., LTD her
gestellt wurde, bei Raumtemperatur (23°C) ermittelt. Die
Messung wird für jede Probe fünfmal wiederholt und der
Mittelwert der fünf Ergebnisse wird verwendet. Wie in Fig. 3
gezeigt ist, wird ein um so größerer Kontaktwinkel beobach
tet, je größer der Anteil des PTFE-Harzpulvers an dem Fest
stoffanteil ist. Desweiteren wird eine um so größere Wasser
abweisung erhalten, je größer der Kontaktwinkel ist. Somit
sollte die Menge an dem PTFE-Harzpulver in dem Beschich
tungsmaterial in einem ausreichenden Maß erhöht werden, da
mit der resultierende Beschichtungsfilm eine ausgezeichnete
Wasserabweisung erhält.
Die Antieis-Eigenschaften des Beschichtungsfilms werden
durch Messen der Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft des
Beschichtungsfilms mittels einer in Fig. 4 gezeigten
Prüfanordnung gemessen. Die Prüfanordnung umfaßt einen
zylindrischen Teflonring 8 mit einem Durchmesser von 32 mm
auf der Oberfläche des Beschichtungsfilms 7, der auf dem
Substrat 6 aufgebracht ist, Eis 9, das von dem Ring 8 um
geben wird, einen Draht 10 aus rostfreiem Stahl, um den
Ring 8 in die Richtung 11, die parallel zu dem Beschich
tungsfilm 7 verläuft, zu ziehen, und eine Kraftmeßdose 12.
Die Kraftmeßdose 12 setzt den Ring 8 mittels des Drahtes 10,
mit dem der Ring 8 mit konstanter Geschwindigkeit in eine
vorgegebene Richtung gezogen wird, einer dynamische
Belastung aus und mißt die Änderungen der Belastung bis sich
das Eis bewegt. Die Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft ist als
die Maximallast definiert, die unmittelbar vor dem Bewegt
werden des Eises 9 registriert wird. Die Messung wird bei
einer Temperatur von -5°C durchgeführt. Die Messung wird
für jede Probe dreimal wiederholt und der Mittelwert der
drei Ergebnisse wird verwendet. Je kleiner die erhaltene
Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft ist, desto größer sind die
erhaltenen Antieis-Eigenschaften.
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, wird die Eis-Beschichtungs
material-Scherkraft als Reaktion auf eine Zunahme des
Anteils des PTFE-Harzpulvers an dem Feststoffanteil klein.
Das heißt, die Antieis-Eigenschaften sind groß, wenn die
Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft klein ist. Somit stellt
sich die Notwendigkeit den PTFE-Harzpulveranteil für eine
ausreichende Entfaltung der Antieis-Eigenschaften des Be
schichtungsfilms zu erhöhen. Die Eis-Beschichtungsfilm-
Scherkraft nimmt jedoch drastisch zu, wenn das PTFE-Harz
pulver bis zu 55% des gesamten Volumens des Feststoffanteils
ausmacht. Dies ist eine Folge der Zunahme der Oberflächen
rauhigkeit des Beschichtungsfilms als Reaktion auf die
Zunahme des PTFE-Harzpulveranteils. Das heißt, die rauhe
Oberfläche des Beschichtungsfilms fungiert als ein Anker und
erhöht die Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft. Deshalb ist es
bevorzugt, daß der Anteil des PTFE-Harzpulvers an dem Fest
stoffanteil in einem Bereich von 40 bis 50% liegt, bezogen
auf das gesamte Volumen des Feststoffanteils.
In dem Fall, in dem das Beschichtungsmaterial mittels eines
Verfahrens ohne irgendeine Entschäumungsbehandlung herge
stellt wird, liegt die Menge des Feststoffanteils in dem Be
schichtungsmaterial (nachstehend wird darauf auch als "Fest
stoff-Fraktion" Bezug genommen) in einem Bereich von 20 bis
40 Gewichts-% und der Anteil des organischen Lösungsmittels
in dem Beschichtungsmaterial (nachstehend wird darauf als
"Lösungsmittel-Fraktion" Bezug genommen) in einem Bereich
von 60 bis 80 Gewichts-%, bezogen auf das gesamte Gewicht
des Beschichtungsmaterials. In dem Fall, in dem ein Be
schichtungsmaterial durch ein Verfahren hergestellt wird,
das einen Entschäumungsschritt einschließt, liegt die Fest
stoff-Fraktion bevorzugt in einem Bereich von 20 bis
50 Gewichts-% und die Lösungsmittel-Fraktion bevorzugt in
einem Bereich von 50 bis 80 Gewichts-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Beschichtungsmaterials.
Fig. 5 zeigt die Variationen des arithmetischen Mittels der
Oberflächenrauhigkeit Ra und der Kontaktwinkel eines Be
schichtungsfilms als Reaktion auf Variationen der Feststoff-
Fraktion in einem Bereich von 10 bis 60 Gewichts-%. In der
Zeichnung sind die Kontaktwinkel durch Kreise, die Ra-Werte
(nach einer Entschäumungsbehandlung) durch Quadrate, und die
Ra-Werte (ohne Entschäumungsbehandlung) durch Dreiecke an
gegeben.
Der Beschichtungsfilm wird durch Tauchauftrag auf einem
Aluminiumsubstrat gebildet und schließt 50% PTFE-Harzpulver
ein.
Das arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit Ra ist
als der Index der Oberflächenrauhigkeit bekannt, und die
Oberfläche des Beschichtungsfilms erfährt im Verhältnis zur
Abnahme des Ra-Wertes eine Glättung. Das arithmetische
Mittel der Oberflächenrauhigkeit Ra wird unter Verwendung
eines im Handel von Tokyo Seimitsu Co., LTD erhältlichen
Oberflächenrauhigkeits-Prüfgeräts ermittelt. Die Messung
wird auf einem Beschichtungsfilm durchgeführt und für jede
Probe dreimal wiederholt. Der Mittelwert aller drei Ergeb
nisse wird verwendet.
Die Feststoff-Fraktion sollte aus den nachstehend angeführ
ten Gründen 20 Gewichts-% oder mehr betragen, damit sich die
Wasserabweisung des Beschichtungsfilms in ausreichendem Maß
entfalten kann. Das heißt, die Feststoffe neigen dazu, auf
grund ihres Eigengewichts in das aufgebrachte Beschichtungs
material einzusinken, wenn die Viskosität des Beschichtungs
materials gering ist. Somit kann der Bereich 5 mit den
fehlerhaften Stellen auf dem Beschichtungsfilm ausgedehnt
sein, wie in Fig. 2 gezeigt ist, was zu einer schlechten
Wasserabweisung führt. Für eine ausreichende Entfaltung des
wasserabweisung sollte die Feststoff-Fraktion deshalb
20 Gewichts-% oder mehr betragen.
Außerdem sollte die Feststoff-Fraktion aus den nachstehend
angeführten Gründen maximal 40 Gewichts-% (für ein Be
schichtungsmaterial ohne Entschäumungsbehandlung) oder
50 Gewichts-% (für ein Beschichtungsmaterial mit einer Ent
schäumungsbehandlung) betragen. Das heißt, der Gewichts
prozentsatz des wasserabweisenden Pulvers in dem Beschich
tungsmaterial wird groß, wenn die Feststoff-Fraktion größer
als der vorstehende maximale Wert ist. Somit können leicht
eine Menge Luftblasen während des Schritts der Aufbringung
des Beschichtungsmaterials auf ein Substrat in das Beschich
tungsmaterial eingeschlossen werden. Die Luftblasen erhöhen
die Zahl der fehlerhaften Stellen 3 in dem Beschichtungs
film, wie in Fig. 2 gezeigt ist, und führen zu Unebenheiten
auf der Oberfläche, was eine Zunahme von Ra zur Folge hat.
Die Glätte der Oberfläche geht mit zunehmenden Ra verloren,
so daß die Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft als Ergebnis des
vorstehend beschriebenen Anker-Effekts groß wird. Um eine
glatte Oberfläche zu erhalten, sollte die Feststoff-Fraktion
deshalb 40 Gewichts-% oder weniger betragen, wenn das Be
schichtungsmaterial keiner Entschäumungsbehandlung unter
zogen wird, und sie sollte 50 Gewichts-% oder weniger be
tragen, wenn das Beschichtungsmaterial einer Entschäumungs
behandlung unterzogen wird.
Das Verhältnis der Änderung der Dichte des gesamten Be
schichtungsmaterials kann 10% oder weniger betragen. Außer
dem wird im Verfahren der Herstellung des Beschichtungs
materials eine Entschäumungsbehandlung durchgeführt.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels eines Verfahrens
hergestellt, das die nachstehenden Schritte einschließt:
Das zu verwendende PTFE-Harzpulver wird in einem organischen
Lösungsmittel vordispergiert. In diesem Schritt werden
koagulierte Teilchen des PTFE-Harzpulvers dispergiert und
die meisten Luftblasen in den koagulierten Teilchen werden
entfernt, gefolgt von der Zugabe eines Silikonharzbinde
mittels zu der Mischung aus dem PTFE-Pulver und dem orga
nischen Lösungsmittel, um eine im wesentlichen dispergierte
Mischung herzustellen. Es ist bevorzugt als letzten Schritt
eine Entschäumungsbehandlung durchzuführen, ungeachtet der
Tatsache, ob die meisten Luftblasen entfernt wurden. Um zu
vermeiden, daß während der Schritte der Vordispergierung
oder der wirklichen Dispergierung eine Menge Luftblasen in
das Beschichtungsmaterial eingearbeitet werden, kann das
organische Lösungsmittel aus Alkohollösungsmitteln, wie
Ethylalkohol, n-Heptan, Toluol, aromatischen Lösungsmitteln,
aliphatische Lösungsmitteln oder Mischungen daraus ausge
wählt sein. Oder aber das organische Lösungsmittel kann ein
organisches Lösungsmittel sein, das aus Fluorlösungsmitteln,
Kohlenwasserstofflösungsmitteln, Ketonlösungsmitteln und
Mischungen aus mindestens zwei dieser Lösungsmittel ausge
wählt ist. Es ist bevorzugt, daß das organische Lösungs
mittel eine Oberflächenspannung von 16 × 10-3 bis
22 × 10-3 N/m (16 bis 22 dyn/cm) und eine Dichte von 0,6 bis
1,6 bei 25°C aufweist.
Die Entschäumungsbehandlung kann dadurch erfolgen, daß die
Beschichtungszusammensetzung einem verringerten Druck aus
gesetzt wird. Das heißt, die Beschichtungszusammensetzung
wird in einen Exsikkator mit Dekompressionseinrichtungen
eingebracht und der Druck wird allmählich abgesenkt. Die
Luftblasen in dem Beschichtungsmaterial nehmen allmählich an
Größe zu, wenn der Grad der Dekompression zunimmt. An
schließend bewegen sich die Luftblasen in dem Beschichtungs
material nach oben und zerplatzen an der Luft, was zur Ent
fernung der Luftblasen aus dem Beschichtungsmaterial führt.
Das resultierende Beschichtungsmaterial weist eine prozen
tuale Änderung der Dichte, die von den Luftblasen in dem Be
schichtungsmaterial abhängt, in einem Bereich von 10% oder
weniger auf.
Die prozentuale Änderung der Dichte kann durch die nach
stehende Gleichung (II) ausgedrückt werden:
Die theoretische Dichte kann unter Verwendung der Dichte
eines jeden Bestandteils und des Verhältnisses der Bestand
teile berechnet werden. Wenn sich in dem Beschichtungs
material keine Luftblasen befinden, sind die theoretische
Dichte und die scheinbare Dichte des Beschichtungsmaterials
gleich, was dazu führt, daß die prozentuale Änderung der
Dichte Null Prozent beträgt. Tatsächlich schließt das Be
schichtungsmaterial aber Luftblasen ein, so daß die schein
bare Dichte im Vergleich zur theoretischen Dichte klein ist.
Die prozentuale Änderung der Dichte wird klein, wenn die
Zahl der Luftblasen abnimmt.
Der wasserabweisender Beschichtungsfilm der Erfindung wird
durch Aufbringen des vorstehend beschriebenen Beschichtungs
materials auf ein Substrat mittels Tauchauftrags oder eines
Bürsten-Streichverfahrens hergestellt. Der resultierende Be
schichtungsfilm ist durch einen Kontaktwinkel von 150° oder
mehr und eine Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft von 1500 kg/m2
(150 gf/cm2) oder weniger gekennzeichnet. Die
Oberfläche des Beschichtungsfilms ist glatt und das
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt 5 µm
oder weniger.
Es wird erneut auf Fig. 6 Bezug genommen. Ein Silikonharz
bindemittel 2 ist auf einem Substrat 4 aufgebracht und
schließt eine große Anzahl an wasserabweisenden Teilchen 1
ein. Einige der wasserabweisenden Teilchen 1 ragen
mikroskopisch betrachtet teilweise aus der Oberfläche des
Silikonharzbindemittels 2 heraus. In diesem Fall werden in
dem Beschichtungsfilm keine fehlerhafte Stellen, wie Ober
flächenunebenheiten und Nadellöcher, beobachtet, so daß der
Beschichtungsfilm aus mikroskopischer Sicht eine äußerst
glatte Oberfläche zur Verfügung stellt. Außerdem kann das
Beschichtungsmaterial nicht nur mittels Tauchauftrags oder
eines Bürsten-Streichverfahrens, sondern auch mittels Sprüh
beschichtens oder ähnlichem auf das Substrat aufgebracht
werden.
Dementsprechend weist, wie vorstehend beschrieben, ein unter
Verwendung des Beschichtungsmaterials der Erfindung gebilde
ter Beschichtungsfilm eine große Wasserabweisung auf, so daß
er für viele Gegenstände verwendet werden kann, die Eigen
schaften, wie eine Wasserabweisung, und Antischnee-Eigen
schaften und Antieis-Eigenschaften erfordern. Außerdem kann
der Beschichtungsfilm für viele komplizierte Gegenstände,
wie die Innenwand einer Röhre, die Rippe eines Wärmeaus
tauschers und ein Netz, verwendet werden. Desweiteren kann
der Beschichtungsfilm auch beim Sprühbeschichten an einer
Stelle verwendet werden, an der ein aus dem Beschichtungs
material bestehendes feines Spray nicht in die Luft gelangen
soll.
Um die Wirkung der Erfindung zu überprüfen, wird wie nach
stehend beschrieben eine Probe hergestellt.
Zunächst wird als Feststoffanteil die binäre Mischung her
gestellt. Die Mischung umfaßt die nachstehenden Bestand
teile: 45 Volumen-% PTFE-Pulver (Peakverhältnis = 0,01) mit
einer Teilchengröße von 0,88 µm und einem mittleren Moleku
largewicht von 5.000, in dem der Fluorierungsgrad der
terminalen Gruppen hoch ist, und 55 Volumen-% eines Poly
organosiloxanharzes. Dann werden 35 Gewichts-% der binären
Mischung unter Verwendung einer Kugelmühle mit n-Heptan
gemischt, wodurch eine Beschichtungszusammensetzung (d. h.
ein Tetrafluorethylenharz/Silikonharz-Mischbeschichtungs
material) erhalten wird. Das resultierende Beschichtungs
material wird mittels Sprühbeschichtens auf ein Objekt
trägerglas aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm als
Probe 1 herzustellen.
Eine Beschichtungszusammensetzung wird auf die gleiche Weise
wie diejenige in Beispiel 1 hergestellt und auf ein Objekt
trägerglas aufgebracht, außer daß ein PTFE-Pulver (Peakver
hältnis = 0,05) verwendet wurde, in dem der Fluorierungsgrad
der terminalen Gruppe nicht hoch ist, um einen Beschich
tungsfilm als Probe 2 herzustellen.
Eine Beschichtungszusammensetzung wird wie nachstehend
beschrieben hergestellt.
Zunächst wird als Feststoffanteil die binäre Mischung her
gestellt. Die Mischung umfaßt die nachstehenden Bestand
teile: 45 Volumen-% PTFE-Pulver, das demjenigen in dem
Beispiel 1 entspricht, und 55 Volumen-% Vinylidenfluorid
harz. Dann werden 35 Gewichts-% der binären Mischung unter
Verwendung einer Kugelmühle mit n-Heptan gemischt, wodurch
eine Beschichtungszusammensetzung (d. h. ein Tetrafluor
ethylenharz/Harzmischung-Beschichtungsmaterial) erhalten
wird. Das resultierende Beschichtungsmaterial wird mittels
Sprühbeschichtensauf ein Objektträgerglas aufgebracht, um
einen Beschichtungsfilm als Vergleichsprobe 1 herzustellen.
Eine Beschichtungszusammensetzung wird wie nachstehend
beschrieben hergestellt.
Zunächst wird als Feststoffanteil eine binäre Mischung her
gestellt. Die Mischung umfaßt die nachstehenden Bestand
teile: 80 Volumen-% PTFE-Pulver, das demjenigen in dem
Beispiel 1 entspricht, und 20 Volumen-% Vinylidenfluorid
harz. Dann werden 35 Gewichts-% der binären Mischung unter
Verwendung einer Kugelmühle mit n-Heptan gemischt, wodurch
eine Beschichtungszusammensetzung (d. h. ein Tetrafluor
ethylenharz/Harzmischung-Beschichtungsmaterial) erhalten
wird. Das resultierende Beschichtungsmaterial wird mittels
Sprühbeschichtens auf ein Objektträgerglas aufgebracht, um
einen Beschichtungsfilm als Vergleichsprobe 2 herzustellen.
Die nachstehende Tabelle listet die Hauptbestandteile der
Beispiele 1 und 2 und der Vergleichsbeispiele 1 und 2 auf.
In Tabelle 1 wird der Fluorierungsgrad der terminalen Gruppe
des PTFE-Pulvers durch die Gleichung 1, die für mathema
tische Berechnungen anhand des Infrarotabsorptionsspektrums
des PTFE-Pulvers bereitgestellt wird, erhalten.
Fig. 7 zeigt das Infrarotabsorptionsspektrum des Tetrafluor
ethylens, in dem die horizontale Achse die Wellenzahlen des
Infrarotstrahls und die vertikale Achse die Intensität der
Infrarotabsorption angibt. Die Kurven entsprechen den
Ergebnissen der Messung von drei verschiedenen Proben. Die
Zahl auf den Kurven stellt das Peakverhältnis als Fluorie
rungsgrad der terminalen Gruppe des PTFE-Pulvers dar, das
durch die vorstehend beschriebene Gleichung I erhalten wird.
Fig. 8 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des
Spektrums, das bei einer Wellenzahl bei ungefähr 1.800 cm-1
gemessen wurde. Wenn die Fluorierung der terminalen Gruppen
des PTFE-Pulvers voranschreitet, wird der Wert des Peaks bei
ungefähr 1.800 cm-1 als Ergebnis einer Substitutionsreaktion
der Carbonylgruppe, die als terminale Gruppe auftritt,
kleiner. Was den Fluorierungsgrad des PTFE-Pulvers angeht,
so weisen die Probe 1 und die Vergleichsproben 1 und 2 ein
Peakverhältnis von 0,01 und die Probe 2 ein Peakverhältnis
von 0,05 auf. In der Zeichnung ist mit "ND" ein Peakwert
gemeint, der nicht ermittelt werden kann, weil die
Fluorierung voranschreitet und die Empfindlichkeit der
Meßeinrichtung überschreitet.
Fig. 9 ist ein schematisches Diagramm eines Wassertropfens
auf einem Beschichtungsfilm. Wie in der Zeichnung gezeigt
ist, ist ein Wassertropfen 3 auf einem Beschichtungsfilm 2
angeordnet, der auf einem Substrat 1 aufgebracht ist. Der
Kontaktwinkel, den der Wassertropfen 3 mit der Oberfläche
des Beschichtungsfilmes 2 bildet, ist mit "Θ" angegeben. Die
Wasserabweisung einer jeden Probe wird im Vergleich zu
derjenigen anderer aus einer Messung des Kontaktwinkels Θ
beurteilt.
Die Eigenschaften der Beschichtungsfilme der Beispiele und
Vergleichsbeispiele sind in Tabelle 2 gezeigt. In der
Tabelle ist die anfängliche Wasserabweisung als Anfangs
kontaktwinkel, die Wasserabweisung nach dem Eintauchen in
Wasser, über einen Zeitraum von 200 Tagen, als Kontaktwinkel
nach einem 200tägigen Eintauchen in Wasser, und die anfäng
lichen Antieis-Eigenschaften als Eis-Beschichtungsfilm-
Scherkraft angegeben.
Der Kontaktwinkel Θ des Wassers ist in der Technik als Index
für die Wasserabweisung gut bekannt. Je größer der
Kontaktwinkel ist, desto größer ist die beobachtete
Wasserabweisung.
In den Beispielen und Vergleichsbeispielen wird der Kontakt
winkel durch das Auftropfen von 4 µl (4 × 10-9 m3) deioni
siertem Wasser auf die Oberfläche eines trockenen Beschich
tungsfilms, der durch Aufbringen eines wasserabweisenden Be
schichtungsmaterials hergestellt wurde, und das Messen des
Kontaktwinkels Θ mittels eines Verfahrens unter Verwendung
eines automatischen Kontaktwinkelmessers eines CA-Z-Modells,
das von KYOWA KAIMEN KAGAKU CO., LTD hergestellt wurde, bei
Raumtemperatur (23°C) ermittelt. Die Messung wird für jede
Probe fünfmal wiederholt und der Mittelwert der fünf Ergeb
nisse ist als Kontaktwinkel in der nachstehenden Tabelle 3
angegeben. In Tabelle 3 ist der Kontaktwinkel vor und nach
einem 200 Tage langen Eintauchen des Beschichtungsfilms in
Wasser angegeben.
Wie aus der Tabelle hervorgeht, weisen sowohl die Probe 1
als auch das Vergleichsbeispiel 2 eine ausgezeichnete
Wasserabweisung auf.
Fig. 10 ist eine Graphik, die die Beziehung zwischen der
Wasserabweisung und dem Anteil des PTFE-Harzpulvers in dem
Beschichtungsfilm wiedergibt. In der Zeichnung wird die
Beziehung zwischen dem Kontaktwinkel (Grad) des Wassers und
der zugesetzten PTFE-Menge in bezug auf ein PTFE-Harzpulver
mit einem großen Fluorierungsgrad der Endgruppe (d. h.
Probe 1, Peakverhältnis = 0,01, durch Rhomben angegeben) und
einem PTFE-Harzpulver (Volumen-%) mit einem akzeptablen
Fluorierungsgrad einer Endgruppe, der nicht höher als der
der Probe 1 ist, (d. h. Probe 2, Peakverhältnis = 0,05, durch
Kreise angegeben) aufgezeigt.
Das PTFE-Harzpulver der Probe 1 liefert im Vergleich zu dem
jenigen der Probe 2 trotz eines gleichen Gehaltes einen
größeren Kontaktwinkel. Deshalb kann durch die Verwendung
des PTFE-Harzpulvers, das einen großen Fluorierungsgrad der
Endgruppe aufweist, in kleiner Menge eine große Wasser
abweisung erreicht werden.
Fig. 11 zeigt die Beziehung zwischen der zugesetzten Menge
des PTFE-Pulvers (Volumen-%) in dem Beschichtungsfilm und
dem Kontaktwinkel (Grad), den die Oberfläche des Beschich
tungsfilms mit einem Wassertropfen bildet, wobei das PTFE-
Pulver einen hohen Fluorierungsgrad der Endgruppe aufweist.
In der Zeichnung sind in einer Graphik zwei Proben aufge
tragen, wovon eine der Beschichtungsfilm der Probe 1, der
ein Silikonharz als Bindemittel verwendet, und die andere
der Beschichtungsfilm der Vergleichsprobe ist, der ein
Vinylidenfluoridharz verwendet.
Das Silikonharz wird als ein Bindemittel zur Verfügung ge
stellt, das im Vergleich zu dem Vinylidenfluoridharz dem
Beschichtungsfilm eine größere Wasserabweisung verleiht, die
in etwa derjenigen eines Beschichtungsfilms mit einem Fluor
harzbeschichtungsmaterial entspricht, das durch Mischen
einer großen Menge Fluorharzpulver mit einem Vinyliden
fluoridharz hergestellt wurde. Beispielsweise erfordert ein
unter Verwendung eines Vinylidenfluoridharzes gebildeter
Beschichtungsfilm 80% oder mehr PTFE-Pulver, um einen
Kontaktwinkel von 155° zu erhalten.
Andererseits ist gemäß der vorliegenden Ausführungsform nur
50% oder mehr PTFE-Pulver erforderlich, so daß diese Aus
führungsform geeignet ist, durch die Minimierung der Ver
wendung des teuren PTFE-Pulvers ein kostengünstiges Be
schichtungsmaterial zur Verfügung zu stellen.
Fig. 12 ist eine Graphik, die Beziehung zwischen den Kon
taktwinkeln und den Tagen des Eintauchens des Beschichtungs
films in Wasser für die Probe 1 (durch Rhomben angegeben)
und die Probe 2 (durch Quadrate angegeben) und die Ver
gleichsprobe 1 (durch Kreise angegeben) und die Vergleichs
probe 2 (durch Dreiecke angegeben) wiedergibt. Wie in der
Zeichnung gezeigt ist, nimmt die Wasserabweisung der Probe 1
und der Probe 2 im Laufe der Zeit nicht deutlich ab, wenn
sie mit derjenigen der Vergleichsprobe 1 und der Vergleichs
probe 2 verglichen wird. Das heißt, im Vergleich zu den
anderen Proben hält die Probe 1 große Kontaktwinkel bei und
bewahrt lange Zeit ihre Stabilität gegenüber Wasser. Die an
fängliche Wasserabweisung der Probe 2 ist geringer als die
jenige der Vergleichsprobe 1. Die Wasserabweisung der
Probe 2 nimmt jedoch im Vergleich zu derjenigen der Ver
gleichsprobe 1 im Laufe der Zeit nicht deutlich ab.
Beschichtungsfilme der Proben 1 und 2 und der Vergleichs
beispiele 1 und 2 werden durch Aufbringen der entsprechenden
Beschichtungsmaterialen auf Substrate hergestellt.
Jede der Beschichtungen, die aus Tetrafluorethylen
harz/Silikonharz-Mischungen bestehen, wird einer Messung der
Eis-Beschichtungsfilm-Scherkraft unterzogen. Die Messung
wird für jede Probe fünfmal wiederholt und der Mittelwert
der fünf Ergebnisse wird berechnet und ist in der
nachstehenden Tabelle 4 angegeben.
Die Ergebnisse sind auch in Fig. 13 wiedergegeben, um die
Daten in visueller Form wiederzugeben. Die Beschichtungs
filme der Proben 1 und 2 weisen im Vergleich zu denjenigen
der Vergleichsproben 1 und 2 kleine Scherkräfte auf. Das
heißt, die vorliegenden Ausführungsformen liefern im Ver
gleich zu herkömmlichen Beschichtungsfilmen, die Poly
vinylidenfluoridharzbindemittel umfassen, Beschichtungsfilme
mit ausgezeichneten Eigenschaften.
Das Beschichtungsmaterial des Beispiels wird mittels der
nachstehenden Schritte hergestellt und als Probe 3 zur
Verfügung gestellt.
Die nachstehenden beiden Bestandteile werden unter Ver
wendung einer Motormühle gemischt, um eine vordispergierte
Zusammensetzung herzustellen:
- 1. PTFE-Harzpulver (Peakverhältnis = 0,01) mit einem mittleren Molekulargewicht von 5.000 und einer mittleren Teilchengröße von 0,88 µm mit einem hohen Fluorierungsgrad der terminalen Gruppe, und
- 2. ein organisches Mischlösungsmittel (mit einer Ober flächenspannung von 19,0 × 10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und einer Dichte von 0,83 bei 25°C), das n-Heptan und das Fluor lösungsmittel CFC-22Sca mit einem Gewichtsverhältnis von 5 zu 1 umfaßt.
Anschließend wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben und in
der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um als
Endprodukt ein Beschichtungsmaterial zu erhalten (Probe 3).
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials 5,0%.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem
Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 153° und die Eis-Beschich
tungsfilm-Scherkraft beträgt 55,90 × 102 Pa (57 gf/cm2), und
das arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt
1,4 µm.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit Toluol (Oberflächenspannung von
28,4 × 10-3 N/m (28,4 dyn/cm) und Dichte von 0,86 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
als Endprodukt ein Beschichtungsmaterial (Vergleichsprobe 3)
zu erhalten. Es ist schwierig das wasserabweisende Pulver an
das Lösungsmittel anzupassen, da die Oberflächenspannung des
in Vergleichsbeispiel 3 verwendeten Lösungsmittels deutlich
größer als diejenige des in der Probe 3 verwendeten
Lösungsmittels ist. Somit enthält das Beschichtungsmaterial
eine große Menge an Luftblasen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials 37,2%.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. In diesem Fall weist der resultierende Beschich
tungsfilm jedoch wie ein Schwamm eine Menge Oberflächen
unebenheiten auf. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungs
film mit dem Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 153° und das
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt
10,2 µm.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit dem gleichen organischen Mischlösungs
mittel wie das von Probe 3 (mit einer Oberflächenspannung
von 19,0 × 10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und einer Dichte von
0,83 bei 25°C) gemischt, um eine vordispergierte Zusammen
setzung zu erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz
zugegeben und in der vordispergierten Zusammensetzung
dispergiert, um als Endprodukt ein Beschichtungsmaterial
(Vergleichsprobe 4) zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
10% Feststoffe und 90% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
10% Feststoffe und 90% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials 0,1%.
Der Prozentsatz an den Feststoffen in dem Beschichtungs
material ist kleiner als derjenige von Probe 3. Das Be
schichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein Alu
miniumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Die Viskosität des Beschichtungsmaterials ist ge
ring, so daß die Feststoffe dazu neigen aufgrund ihres
Eigengewichts in das aufgebrachten Beschichtungsmaterial
einzusinken. Dementsprechend weist der Beschichtungsfilm
eine Reihe von Mängeln auf. Der Kontaktwinkel, den der
Beschichtungsfilm mit dem Aluminiumsubstrat bildet, beträgt
105°.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit dem gleichen organischen Mischlösungs
mittel wie das von Probe 3 (Oberflächenspannung von 19,0 ×
10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und Dichte von 0,83 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
als Endprodukt ein Beschichtungsmaterial (Vergleichsprobe 5)
zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
45% Feststoffe und 55% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
45% Feststoffe und 55% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
50% PTFE-Harzpulver und 50% Silikonharzbindemittel, angege ben als Volumenprozent-Konzentrationen.
50% PTFE-Harzpulver und 50% Silikonharzbindemittel, angege ben als Volumenprozent-Konzentrationen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials 35,2%.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. In diesem Fall weist der resultierende Beschich
tungsfilm jedoch wie ein Schwamm eine Menge Oberflächen
unebenheiten auf. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungs
film mit dem Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 151° und das
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt
9,8 µm.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit dem gleichen organischen Mischlösungs
mittel wie das von Probe 3 (Oberflächenspannung von 19,0 ×
10- 3 N/m (19,0 dyn/cm) und Dichte von 0,83 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
als Endprodukt ein Beschichtungsmaterial (Vergleichsprobe 6)
zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
10% des PTFE-Harzpulvers und 90% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
10% des PTFE-Harzpulvers und 90% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
In diesem Beispiel ist das Verhältnis des PTFE-Harzes zu dem
Silikonharzbindemittel kleiner als dasjenige der Probe 3.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem
Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 111°.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit dem gleichen organischen Mischlösungs
mittel wie das von Probe 3 (Oberflächenspannung von 19,0 ×
10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und Dichte von 0,83 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
als Endprodukt ein Beschichtungsmaterial (Vergleichsprobe 7)
zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
60% des PTFE-Harzpulvers und 40% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
60% des PTFE-Harzpulvers und 40% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
In dieser Probe ist das Verhältnis des PTFE-Harzes zu dem
Silikonharzbindemittel größer als dasjenige der Probe 3. Das
Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem
Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 153°, die Eis-Beschich
tungsfilm-Scherkraft 149,06 × 102 Pa (152 gf/cm2), und das
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit 9,8 µm.
Die Ergebnisse der Beurteilung der Eigenschaften der Be
schichtungsmaterialen und Beschichtungsfilme von Beispiel 3
und den Vergleichsbeispielen 3 bis 7 sind in der Tabelle 5
und der Tabelle 6 aufgelistet. Das Verhältnis der Änderung
der Dichte und das arithmetische Mittel der Oberflächen
rauhigkeit der Vergleichsproben 3 und 5 sind größer als die
jenigen der Probe 3. Die Kontaktwinkel der Vergleichsbei
spiele 4 und 6 sind kleiner als derjenige von Beispiel 3.
Außerdem ist das arithmetische Mittel der Oberflächenrauhig
keit von Vergleichsbeispiel 7 größer als das von Beispiel 3.
Deshalb weist die Probe 3 ausgezeichnete Eigenschaften in
bezug auf das Verhältnis der Änderung der Dichte, das
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit und den
Kontaktwinkel auf.
Das Beschichtungsmaterial dieser Ausführungsform wird
mittels der nachstehenden Schritte hergestellt und als
Probe 4 zur Verfügung gestellt.
Die nachstehenden beiden Bestandteile werden zusammen unter
Verwendung einer Motormühle gemischt, um eine vordispergier
te Zusammensetzung herzustellen:
- 1. Ein PTFE-Harzpulver (Peakverhältnis = 0,01) mit einem mittleren Molekulargewicht von 5.000 und einer mittleren Teilchengröße von 0,88 µm mit einem hohen Fluorierungsgrad der terminalen Gruppe, und
- 2. ein organisches Mischlösungsmittel (Oberflächenspannung von 19,0 × 10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und Dichte von 0,83 bei 25°C), das n-Heptan und das Fluorlösungsmittel CFC-225ca mit einem Gewichtsverhältnis von 5 zu 1 umfaßt.
Anschließend wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben und in
der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um eine
dispergierte Zusammensetzung zu erhalten. Die dispergierte
Zusammensetzung wird einer Entschäumungsbehandlung unter
zogen. Die Entschäumungsbehandlung umfaßt die nachstehenden
Schritte: das Eingießen von 300 ml der dispergierten Zusam
mensetzung in einen 1-Liter-Behälter, das Einbringen des Be
hälters in einen Exsikkator, das Dekomprimieren des Exsikka
tors auf 79,99 × 102 Pa (60 mm Hg) für ungefähr 5 Minuten,
und das Aufbewahren des Behälters unter reduziertem Druck
für 5 Minuten, um ein Beschichtungsmaterial zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
30% Feststoffe und 70% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials 4,2%.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem
Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 153° und das arithmetische
Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt 0,9 µm.
Wie vorstehend beschrieben, wird die Probe 4 mittels der
Durchführung einer Entschäumungsbehandlung an Probe 3 her
gestellt. Wie aus den Meßwerten hervorgeht, werden das
Verhältnis der Änderung der Dichte und das arithmetische
Mittel der Oberflächenrauhigkeit mittels der Durchführung
der Entschäumungsbehandlung an Probe 3 weiter verbessert.
Das Beschichtungsmaterial dieser Ausführungsform wird
mittels der nachstehenden Schritte hergestellt und als
Probe 5 zur Verfügung gestellt.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit Toluol (Oberflächenspannung von 28,4 ×
10-3 N/m (28,4 dyn/cm) und Dichte von 0,86 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
eine dispergierte Zusammensetzung als Beschichtungsmaterial
zu erhalten. Die dispergierte Zusammensetzung wird einer
Entschäumungsbehandlung unterzogen, bei der 300 ml der
dispergierten Zusammensetzung in einen 1-Liter-Behälter
gegossen werden. Danach wird der Behälter in einen
Exsikkator eingebracht und für ungefähr 5 Minuten auf
79,99 × 102 Pa (60 mm Hg) dekomprimiert. Anschließend wird
der Behälter 5 Minuten lang unter reduziertem Druck
aufbewahrt, um ein Beschichtungsmaterial zu erhalten.
Das Beschichtungsmaterial von Beispiel 5 weist die gleiche
Formulierung wie diejenige von Vergleichsbeispiel 3 auf,
außer daß eine Entschäumungsbehandlung durchgeführt wird, um
Luftblasen zu entfernen, was zu einem Verhältnis der Ände
rung der Dichte des Beschichtungsmaterials von 7,3% führt.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden. Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem
Aluminiumsubstrat bildet, beträgt 152° und das arithmetische
Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt 1,5 µm.
Da die Probe einer Entschäumungsbehandlung unterzogen wird
zeigt sie beinahe den gleichen Kontaktwinkel und das gleiche
arithmetische Mittel der Oberflächenrauhigkeit wie diejeni
gen von Probe 3, außer daß das Verhältnis der Änderung der
Dichte von Probe 5 trotz der Verwendung eines organischen
Lösungsmittels mit einer Oberflächenspannung, die größer als
diejenige von Probe 3 ist, geringfügig größer als das von
Probe 3 ist.
Die Ergebnisse der Beurteilung der Eigenschaften der Be
schichtungsmaterialien und der Beschichtungsfilme von Bei
spiel 3 bis 5 und von Vergleichsbeispiel 3 sind in Tabelle 7
und Tabelle 8 aufgelistet.
Das Beschichtungsmaterial dieser Ausführungsform wird
mittels der nachstehenden Schritte hergestellt und als
Probe 6 zur Verfügung gestellt.
Das gleiche PTFE-Harzpulver wie das der Probe 3 wird mittels
einer Motormühle mit dem gleichen organischen Mischlösungs
mittel wie das von Probe 3 (Oberflächenspannung von
19,0 × 10-3 N/m (19,0 dyn/cm) und Dichte von 0,83 bei 25°C)
gemischt, um eine vordispergierte Zusammensetzung zu
erhalten. Danach wird ein Polyorganosiloxanharz zugegeben
und in der vordispergierten Zusammensetzung dispergiert, um
eine dispergierte Zusammensetzung als Beschichtungsmaterial
zu erhalten. Die dispergierte Zusammensetzung wird einer
Entschäumungsbehandlung unterzogen, bei der 300 ml der
dispergierten Zusammensetzung in einen 1-Liter-Behälter
gegossen werden. Danach wird der Behälter in einen
Exsikkator eingebracht und für ungefähr 5 Minuten auf
79,99 × 102 Pa (60 mm Hg) dekomprimiert. Anschließend wird
der. Behälter 5 Minuten lang unter reduziertem Druck
aufbewahrt, um ein Beschichtungsmaterial zu erhalten.
Das resultierende Beschichtungsmaterial umfaßt die nach
stehenden Bestandteile:
45% Feststoffe und 55% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
45% Feststoffe und 55% des organischen Mischlösungsmittels, angegeben als Gewichtsprozent-Konzentrationen.
Die Feststoffe in dem Beschichtungsmaterial umfassen die
nachstehenden Bestandteile:
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
50% des PTFE-Harzpulvers und 50% des Silikonharzbinde mittels, angegeben als Volumenprozent-Konzentrationen.
Ferner beträgt das Verhältnis der Änderung der Dichte des
Beschichtungsmaterials als Ergebnis der Entfernung der Luft
blasen mittels der Durchführung einer Entschäumungsbehand
lung 6,3%.
Das Beschichtungsmaterial wird mittels Tauchauftrags auf ein
Aluminiumsubstrat aufgebracht, um einen Beschichtungsfilm zu
bilden.
Der Kontaktwinkel, den der Beschichtungsfilm mit dem Alumi
niumsubstrat bildet, beträgt 155° und das arithmetische
Mittel der Oberflächenrauhigkeit beträgt 1,2 µm.
Die Ergebnisse der Beurteilung der Eigenschaften der Be
schichtungsmaterialen und Beschichtungsfilme von Beispiel 6
und Vergleichsbeispiel 5 sind in der Tabelle 9 und
10 aufgelistet.
Da die Probe 6 dadurch hergestellt wurde, daß das Ver
gleichsbeispiel 5 einer Entschäumungsbehandlung unterzogen
wurde, ist der Anteil der Feststoffe in dem Beschichtungs
material der Probe 6 größer als derjenige der Vergleichs
probe 5. Außerdem zeigt die Probe 6 fast den gleichen
Kontaktwinkel und das gleiche arithmetische Mittel der
Oberflächenrauhigkeit wie die der Probe 3, außer daß das
Verhältnis der. Änderung der Dichte der Probe 6 geringfügig
größer als das der Probe 3 ist.
In den vorstehenden Beispielen werden das bevorzugte
PTFE-Harzpulver, die bevorzugten Silikonharzbindemittel und
die bevorzugten organischen Lösungsmittel im Detail erklärt.
Die Erfindung wurde in bezug auf die bevorzugten
Ausführungsformen im Detail beschrieben, und es versteht
sich, daß Änderungen und Modifikationen des Peakverhält
nisses des PTFE-Harzes, der Zusammensetzung des Silikon
harzes, der Arten des organischen Lösungsmittels, der
Feststoff-Fraktion, des Verhältnisses der Änderung der
Dichte, der Entschäumungsbehandlung oder ähnliches erfolgen
können, ohne von der Erfindung abzuweichen, wobei die
beigefügten Ansprüche all diese Änderungen und
Modifikationen, die in der Wesensart der Erfindung
eingeschlossen sind, abdecken. Außerdem bestätigte sich, daß
ein unter Verwendung eines Bürsten-Streichverfahrens
erhaltener Beschichtungsfilm die gleichen Eigenschaften
aufweist wie die Beschichtungsfilme der vorstehend
beschriebenen Beispiele.
Das Beschichtungsmaterial und der Beschichtungsfilm der Er
findung beruht auf einer Mischung aus einem Tetrafluor
ethylenharz und einem Silikonharz und zusätzlich wird ein
geeignet ausgewähltes organisches Lösungsmittel verwendet,
wobei die vorgegebenen Anteile der Bestandteile bevorzugt in
dem Beschichtungsmaterial verwendet werden. Außerdem wird im
Verlaufe der Schritte der Herstellung des Beschichtungs
materials eine Entschäumungsbehandlung durchgeführt. Deshalb
weist der auf einem Substrat gebildete Beschichtungsfilm
ausgezeichnete wasserabweisungseigenschaften, ausgezeichnete
Antischnee-Eigenschaften, ausgezeichnete Antieis-Eigenschaf
ten und ähnliches auf, ungeachtet dessen, ob der Beschich
tungsfilm für eine lange Zeitdauer in Wasser eingetaucht
wird, und ohne daß er eine große Menge an Fluorharzpulver
umfaßt. Es ist übrigens schwierig, mittels Tauchauftrags
oder mittels eines Bürsten-Streichverfahrens einen Beschich
tungsfilm mit guten Filmeigenschaften herzustellen. Durch
die Herstellung eines Beschichtungsmaterials mittels eines
Verfahrens, das den Schritt einer Entschäumungsbehandlung
einschließt, liefert das Beschichtungsmaterial jedoch eine
ausgezeichnete, glatte Oberfläche des Beschichtungsfilms,
wenn es mittels Tauchauftrags oder eines Bürsten-Streichver
fahrens auf ein Substrat aufgebracht wird. Auf diese Weise
kann das Beschichtungsmaterial auf eine komplexe Struktur
oder eine Stelle aufgebracht werden, an der ein aus dem Be
schichtungsmaterial bestehendes feines Spray nicht an die
Luft gelangen soll.
Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf bevorzugte Aus
führungsformen im Detail beschrieben, und es wird aus der
vorstehenden Beschreibung für den Fachmann auf diesem Gebiet
der Technik verständlich, daß Änderungen und Modifikationen
vorgenommen werden können, ohne von der Erfindung im
breiteren Sinn abzuweichen.
Claims (9)
1. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung, die die
nachstehenden Bestandteile umfasst:
Tetrafluorethylenharzpulver,
Silikonharzbindemittel und
organisches Lösungsmittel, wobei
das Tetrafluorethylenharzpulver im Infrarotabsorptions spektrum einen Peak bei einer Absorption von ungefähr 1.800 cm-1 aufweist und einen Peak bei einer Absorption von ungefähr 500 cm-1 aufweist, wobei das Verhältnis der Absorptionen des Peaks bei 1.800 cm-1 zu der Absorption des Peaks bei 500 cm-1 kleiner als 0,05 ist.
Tetrafluorethylenharzpulver,
Silikonharzbindemittel und
organisches Lösungsmittel, wobei
das Tetrafluorethylenharzpulver im Infrarotabsorptions spektrum einen Peak bei einer Absorption von ungefähr 1.800 cm-1 aufweist und einen Peak bei einer Absorption von ungefähr 500 cm-1 aufweist, wobei das Verhältnis der Absorptionen des Peaks bei 1.800 cm-1 zu der Absorption des Peaks bei 500 cm-1 kleiner als 0,05 ist.
2. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Silikonbindemittel aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
Polyorganosiloxan, fluoriertem Polyorganosiloxan und einer
Mischung davon besteht.
3. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das organische
Lösungsmittel aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
Alkohollösungsmitteln, aromatischen Lösungsmitteln,
aliphatischen Lösungsmitteln und Mischungen davon besteht.
4. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das organische
Lösungsmittel aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
Fluorlösungsmitteln, Kohlenwasserstofflösungsmitteln,
Ketonlösungsmitteln und Mischungen aus mindestens zwei
dieser Lösungsmittel besteht.
5. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der
Änderung der Dichte des gesamten Beschichtungsmaterials
weniger als 10% beträgt.
6. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Feststoffanteil, der aus dem Tetrafluorethylenharzpulver
und dem Silikonharzbindemittel besteht, 20 bis
40 Gewichts-% und das organische Lösungsmittel 60 bis
80 Gewichts-% ausmacht, bezogen auf das Gesamtgewicht des
wasserabweisenden Beschichtungsmaterials.
7. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 1, das entschäumt wurde.
8. Wasserabweisende Beschichtungszusammensetzung nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
Feststoffgehalt, der aus dem Tetrafluorethylenharzpulver
und dem Silikonharzbindemittel besteht, 20 bis
50 Gewichts-% und das organische Lösungsmittel 50 bis
80 Gewichts-% ausmacht, bezogen auf das Gesamtgewicht des
wasserabweisenden Beschichtungsmaterials.
9. Auf ein Substrat aufzubringender, wasserabweisender
Beschichtungsfilm, der ein Beschichtungsmaterial nach einem
der Ansprüche 1 bis 8 umfasst.
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ID=26369186
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