DE19935825A1 - Elektronische Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung dieser elektronischen Vorrichtung - Google Patents
Elektronische Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung dieser elektronischen VorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektronischen Vorrichtung, das die folgenden Schritte umfaßt: Bilden eines Basisfilms, der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, auf einem Substrat bzw. Träger; Ausbilden eines Dünnfilms, der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist, auf dem Basisfilm; Ätzen des Dünnfilms durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas, das das Gas auf Chlorbasis enthält; und Ätzen des Basisfilms, der durch den geätzten Dünnfilm bloßgelegt worden ist, durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas, das das Gas auf Fluorbasis enthält.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Vorrichtung und ein Verfahren
zur Herstellung derselben. Genauer gesagt betrifft die vorliegende Erfindung eine
elektronische Vorrichtung wie z. B. eine integrierte Halbleiterschaltung, ein Halbleiter-
Bauelement oder ein akustisches Oberflächenwellen-Bauelement (SAW-Bauele
ment) und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
Verschiedene elektronische Vorrichtungen umfassen ein bestimmtes Muster bildende
Elektroden oder Metallisierungen auf einem Substrat. Zum Beispiel ist im Fall eines
Oberflächenwellen-Bauelements eine Aluminiumelektrode auf einem piezoelektri
schen Einkristallsubstrat durch reaktives Ionenätzen (RIE) ausgebildet. Genauer ge
sagt wird, wie in den Fig. 1A und 1B gezeigt ist, eine Oberfläche eines Elektro
denfilms 2, der auf einem piezoelektrischen Einkristallsubstrat 1 vorgesehen ist, mit
einem Photoresist 3 überzogen, und der Elektrodenfilm 2 wird selektiv unter Verwen
dung eines Gases auf Chlorbasis wie z. B. Cl2 oder BCl3 und des ein bestimmtes Mu
ster bildenden Photoresists 3 als Maske weggeätzt. Aber der Elektrodenfilm 2 wird
nicht immer vollständig entfernt und wird manchmal auf dem Einkristallsubstrat 1 be
dingt durch ungleiche Verteilungen der Filmdicke des Elektrodenfilms 2 oder einer
heterogenen reaktiven Ionenätzrate auf der Oberfläche des Einkristallsubstrats 1 zu
rückgelassen, wie in Fig. 1A gezeigt ist. Ein Rückstandsbeseitigungsvorgang, der
"Nachätzen" (over-etching) genannt wird, wird deshalb unvermeidlich, um den Elek
trodenfilm 2 vollständig zu entfernen, ohne daß irgendwelche Rückstände zurück
bleiben. Eine Nachätzbehandlung von 5 bis 50% über der gesamten Ätzzeit unter
den gleichen Ätzbedingungen wird bei dem Nachätzverfahren vorgesehen, wie in
Fig. 1B gezeigt ist, wodurch das Einkristallsubstrat 1 geringfügig angeätzt wird.
Aber die Abschnitte, an denen der Elektrodenfilm 2 entfernt worden ist und an denen
das Einkristallsubstrat 1 während dem Nachätzen dem Chlorplasma ausgesetzt wor
den ist, werden bloßgelegt. Folglich wird das Einkristallsubstrat 1 beschädigt, so daß
beschädigte Schichten 4 entstehen, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Hierdurch werden die
Charakteristiken des Oberflächenwellen-Bauelements verschlechtert.
Man hat allgemein angenommen, daß die Ursache für die Substratbeschädigung
aufgrund des zuvor beschriebenen Nachätzens eine physikalische Beschädigung
bedingt durch den Aufprall der Ionen ist, die mit dem Substrat während des reaktiven
Ionenätzens kollidieren. Folglich ist die Substratbeschädigung aufgrund der Ionenir
radiation durch die folgenden Methoden unterdrückt worden: (1) Reduzieren der Io
nenirradiationsenergie; (2) Verbessern der Homogenität der Ionenätzrate; und (3)
Erfassen des Ätzendzeitpunkts mit hoher Genauigkeit. Aber es war mit den her
kömmlichen Methoden unmöglich, die Beschädigung des Substrats vollständig zu
verhindern, obwohl diese durch deren Anwendung verringert werden konnte.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren ausgerichtet, das das oben genannte
Problem lösen kann und die Beschädigung des Substrats durch das reaktive Ionen
ätzen bei der Herstellung einer elektronischen Vorrichtung verringern kann. Die vor
liegende Erfindung ist auch auf eine elektronische Vorrichtung ausgerichtet, die mit
dem Verfahren hergestellt werden kann und aufgrund der geringeren Substratbe
schädigung exzellente Vorrichtungseigenschaften aufweist.
Eine elektronische Vorrichtung umfaßt folgendes: einen Träger (bzw. ein Trägersub
strat/Substrat), der aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Einkristallsub
strat, einem Einkristallfilm, einem triaxial ausgerichteten Film und einem uniaxial
ausgerichteten Film besteht; eine untere Elektrodenschicht, die ein Material umfaßt,
das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist und auf
dem Träger ausgebildet ist; und eine obere Elektrodenschicht, die ein Material um
faßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist und
auf der unteren Elektrodenschicht ausgebildet ist.
Das Verfahren zur Herstellung einer elektronischen Vorrichtung umfaßt die folgenden
Schritte: Bilden eines Basisfilms, der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Io
nenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, und zwar auf z. B. entweder ei
nem Einkristallsubstrat oder einem Einkristallfilm oder auf einem triaxial ausgerich
teten Film oder auf einem uniaxial ausgerichteten Film; Ausbilden eines Dünnfilms,
der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorba
sis geeignet ist, auf dem Basisfilm; Ätzen des Dünnfilms durch reaktives Ionenätzen
mit einem Gas auf Chlorbasis unter Verwendung einer Maske mit einem vorbe
stimmten Muster; und Ätzen des Basisfilms, der durch den geätzen Dünnfilm freige
legt worden ist, durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas, das das Gas auf Flu
orbasis enthält.
Der Basisfilm oder die untere Elektrodenschicht enthält vorzugsweise mindestens ein
Element, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus Si, Mo, W, B, C, S und Ta
besteht, und besitzt eine Dicke von etwa 0,5 bis 1000 nm. Der Träger kann ein pie
zoelektrisches Material umfassen.
Zum Zwecke der Veranschaulichung der Erfindung werden in den Zeichnungen meh
rere derzeit bevorzugte Ausführungsformen gezeigt, wobei es aber selbstverständlich
ist, daß die Erfindung nicht auf die gezeigten exakten Anordnungen und Einrichtun
gen beschränkt ist. Es zeigen:
Fig. 1A und 1B Querschnittansichten, die die reaktiven Ionenätzschritte darstellen, bei
denen auf herkömmliche Weise ein Gas auf Chlorbasis verwendet wird,
Fig. 2 eine Querschnittansicht eines Substrats, das durch Nachätzen beschä
digt ist,
Fig. 3A bis 3E Querschnittansichten, die die elektrodenbildenden Schritte gemäß ei
nem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung veranschaulichen.
Der Erfinder der vorliegenden Erfindung hat durch Studien herausgefunden, daß die
Beschädigung des Substrats nicht nur einfach durch eine physikalische Beschädi
gung aufgrund des Aufprallens der Ionen auf dem Substrat bewirkt wird, sondern
durch eine Diffusion von Chlorarten (Ionen, Atome, Moleküle oder Chlorradikale) in
das Substrat bewirkt wird. Gemäß der Studie geht man davon aus, daß das Chlor in
das Substrat diffundiert, indem die Oberfläche des Substrats während des reaktiven
Ionenätzens den Chlor-Ionen ausgesetzt ist und dieses die Kristallinität des Substrats
zerstört oder beeinträchtigt. Als eine Folge davon wird bewirkt, daß sich verschiede
ne Eigenschaften, die sich aufgrund einer hohen Kristallinität einstellten, wie z. B.
piezoelektrische Eigenschaften, dielektrische Eigenschaften, pyroelektrische Eigen
schaften, Halbleitereigenschaften, magnetische Eigenschaften und dergleichen, ver
schlechtern.
Das Verfahren und die elektronische Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
basieren auf den Erkenntnissen, die von dem Erfinder der vorliegenden Erfindung
herausgefunden wurden und sehen eine elektronische Vorrichtung vor, bei der eine
untere Elektrodenschicht, die ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen
mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, auf einem Einkristallsubstrat oder einem
Einkristallfilm oder einem triaxial ausgerichteten Film oder einem uniaxial ausgerich
teten Film ausgebildet wird, und eine obere Elektrodenschicht, die ein Material um
faßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist, auf
der unteren Elektrodenschicht ausgebildet wird. Funktionale Einkristallmaterialien wie
z. B. piezoelektrische Materialien, dielektrische Materialien, pyroelektrische Materiali
en, Halbleitermaterialien und magnetische Materialien werden je nach Art der elek
tronischen Vorrichtung für das Einkristallsubstrat oder den Einkristallfilm oder den
triaxial ausgerichteten Film oder den uniaxial ausgerichteten Film verwendet.
Nach der Studie des Erfinders wird die vorliegende Erfindung vorzugsweise bei ei
nem Oberflächenwellen-Bauelement, das ein piezoelektrisches Substrat oder einen
piezoelektrischen Film aufweist, die aus einem Material wie z. B. LiTaO3, LiNbO3,
Li2B4O7, Quarz oder La3Ga5SiO14 (Langasit) hergestellt sind, und bei dem Herstel
lungsverfahren davon verwendet. Und zwar deshalb, weil diese Materialien empfäng
lich sind für die Chlordiffusion durch das reaktive Ionenätzverfahren, was zu einer
Herabsetzung der piezoelektrischen Eigenschaften führt.
Das auf Chlor basierende Gas, das für das reaktive Ionenätzen verwendet wird, be
zieht sich auf ein Gas, das Chlor enthält, z. B. ein Gas, das zumindest eines aus der
Gruppe von Cl2, BCl3, SiCl4, CClF3, CHClF2, CCl2F2, CHCl2F, CHCl3, CCl3F und
CH2Cl2 enthält. Andererseits kann der Dünnfilm, der auf dem Einkristallsubstrat oder
dem Einkristallfilm oder auf dem triaxial oder uniaxial ausgerichteten Film ausgebildet
wird, ein leitendes Material oder ein Halbleiter sein und mindestens ein Element ent
halten, das zum reaktiven Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist, wo
bei Beispiele davon mindestens ein Element aus der Gruppe von Al, Cu, Ti, Cr, Ga,
As, Se, Nb, Ru, In, Sn, Sb, Ta oder Au enthalten.
Die elektronische Vorrichtung wird hergestellt, indem ein Basisfilm, der ein Material
umfaßt, das zum reaktiven Ätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, und ein
Dünnfilm, der ein Material umfaßt, das zum reaktiven Ätzen mit einem Gas auf
Chlorbasis geeignet ist, auf dem Einkristallsubstrat oder dem Einkristallfilm, oder auf
dem triaxial ausgerichteten Film oder dem uniaxial ausgerichteten Film ausgebildet
werden, woraufhin dann der Dünnfilm durch das reaktive Ionenätzen mit einem Gas
geätzt wird, das ein Gas auf Chlorbasis enthält, wobei der Basisfilm, der von dem
Dünnfilm bloßgelegt worden ist, weiter dem reaktiven Ionenätzen mit einem Gas un
terzogen wird, das ein Gas auf Fluorbasis enthält.
Da der Basisfilm, der zum reaktiven Ionenätzen mit dem Gas auf Fluorbasis geeignet
ist, unter dem Dünnfilm ausgebildet ist, wird das reaktive Ionenätzen mit einem Gas,
das das Gas auf Chlorbasis enthält, gestoppt, wenn der Basisfilm in dem Ätzbereich
vollständig freigelegt worden ist, während das reaktive Ionenätzen mit einem Gas
vorgesehen wird, das das Gas auf Chlorbasis enthält. Der oben beschriebene Vor
gang erlaubt es, daß eine chemische Beschädigung des Einkristallsubstrats oder des
Einkristallfilms oder des triaxial oder uniaxial ausgerichteten Films durch Chlor ver
hindert wird.
Zum Bloßlegen des Einkristallsubstrats oder des Einkristallfilms oder des triaxial oder
uniaxial ausgerichteten Films durch das Entfernen der Substratschichten wird der
Dünnfilm, der durch das reaktive Ionenätzen mit einem Gas, das das Gas auf Chlor
basis enthält, freigelegt worden ist, durch das reaktive Ionenätzen mit einem Gas,
das das Gas auf Fluorbasis enthält, entfernt.
Wie die Studien der Erfinder der vorliegenden Erfindung gezeigt haben, wurde es
klar, daß die Kristalle in dem Einkristallsubstrat oder dem Einkristallfilm keinen che
mischen Beschädigungen ausgesetzt sind, wenn Fluor (Ionen, Moleküle, Atome oder
Radikale des Fluors) verwendet wird. Folglich wird das Einkristallsubstrat oder der
Einkristallfilm nicht beschädigt, wenn die bloßgelegte Substratschicht weiter durch
das reaktive Ionenätzen mit einem Gas, das das Gas auf Fluorbasis enthält, geätzt
wird, um das Einkristallsubstrat oder den Einkristallfilm freizulegen, oder um den tria
xial oder uniaxial ausgerichteten Film freizulegen, wodurch es möglich wird, die Vor
richtungseigenschaften zu stabilisieren.
Da eine Beschädigung des Substrats durch das reaktive Ionenätzen allgemein als
eine physikalische Beschädigung im herkömmlichen Sinne angesehen wurde, war
man der Meinung, daß die gleiche Art von Beschädigung auch ungeachtet der Art
des Gases bewirkt wird. Folglich war es im Stand der Technik unmöglich, die Be
schädigung des Substrats vollständig zu unterdrücken, obwohl diese etwas verringert
werden kann. Dagegen kann bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung die
Beschädigung des Substrats durch das reaktive Ionenätzen verhindert werden, wo
durch die Charakteristiken der elektronischen Vorrichtung verbessert werden können.
Das Substrat, das zum reaktiven Ionenätzen mit den Gasen auf Fluorbasis geeignet
ist, enthält mindestens ein Element aus Si, Mo, W, B, C, S und Ta mit einer bevor
zugten Filmdicke von etwa 0,5 bis 1000 nm, noch bevorzugter von etwa 1-500 nm.
Das Substrat mit einer Dicke von weniger als etwa 0,5 nm kann durch das reaktive
Ionenätzen mit dem Gas auf Chlorbasis Löcher bekommen, während dann, wenn die
Dicke größer als etwa 1000 nm ist, die Bearbeitungszeit zu lang wird oder die Verar
beitungsgenauigkeit verringert wird.
Das Gas auf Fluorbasis, das für das reaktive Ionenätzen des Substrats verwendet
werden kann, kann mindestens eine Art von Gas aus CF4, CHF3, F2, NF3, CClF3,
C2F6, CBrF3, CH2F2, CHClF2, C3F8, CCl2F2, C4F8, CHCl2F, CBr2F2 und CCl3F enthal
ten.
Im folgenden wird nun ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin
dung genauer unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
wobei das Oberflächenwellen-Bauelement als ein Beispiel verwendet wird. Wie in
Fig. 3A gezeigt ist, wird zuerst ein Basisfilm 12, der aus Wolfram mit einer Dicke von
10 nm hergestellt ist, durch Sputtern auf einem Einkristall-LiTiO3-Substrat aufge
bracht, das einen Durchmesser von drei Inch aufweist. Während der Basisfilm 12
nicht der Luft ausgesetzt wird (indem ein Vakuum in der Sputtervorrichtung aufrecht
erhalten wird), wird ein Elektrodenfilm 13 mit einer Dicke von 100 nm, der aus Al mit
1 Massenanteil (Gew.-%) Cu (im folgenden Al-1 Gew.-% Cu genannt) durch Sputtern
auf dem Basisfilm 12 aufgebracht, wie in Fig. 3B gezeigt ist. Dann wird ein Al-
1 Gew.-% Cu-Photoresist auf dem Elektrodenfilm 13 aufgetragen, woraufhin dann ein
Photoresistmuster 14 mit einer Linienstärke (L/S) von 0,5 µm und einer Filmdicke von
1 µm durch das Ausbilden eines Musters des Photoresists mittels eines Photolitho
graphie-Verfahrens gebildet wird.
Der Elektrodenfilm 13 wird durch das reaktive Ionenätzen entfernt, wobei das Photo
resistmuster 14 als eine Maske verwendet wird. Der erste reaktive Ionenätzschritt
wird mit einem Parallelplatten-RIE-Apparat unter Verwendung eines gemischten Ga
ses mit einer Zusammensetzung aus (BCl3 + Cl2 + N2) durchgeführt. Es ist selbstver
ständlich, daß eine hochdichte Plasmaquelle wie z. B. ICP, ECR oder Helicon anstelle
des Parallelplatten-RIE-Apparats verwendet werden können. Eine Nachätzzeit, die
30% der gesamten Ätzzeit entspricht, wurde für den ersten reaktiven Ionenätzschritt
verwendet. Der aus Al-1 Gew.-% Cu bestehende Elektrodenfilm 13 wird somit trocken
geätzt (dry-etched), wodurch die unteren Elektroden mit einem vorgeschriebenen
Muster erhalten werden, wie in Fig. 3D gezeigt ist.
Da die Ätzrate des Basisfilms 12, der aus Wolfram hergestellt ist, mit dem Gas auf
Chlorbasis (Chlorplasma) ein Zehntel oder weniger langsamer als die Ätzrate des
aus Al-1 Gew.-% Cu bestehenden Elektrodenfilms 13 ist, wird der Basisfilm 12 kaum
angeätzt. Folglich werden die Rückstände des Elektrodenfilms 13 durch die ausrei
chende Nachätzbehandlung vollständig entfernt. Da das LiTaO3-Substrat 11 an den
Abschnitten, an denen der Elektrodenfilm 13 entfernt ist, nicht bloßgelegt ist, wird das
LiTaO3-Substrat 11 mit dem Basisfilm 12 geschützt, um zu verhindern, daß die Platte
beschädigt wird, wenn das reaktive Ionenätzen mit einem gemischten Gas durchge
führt wird, das das Gas auf Chlorbasis enthält.
Nach dem vollständigen Absaugen des gemischten Gases aus (BCl3 + Cl2 + N2) aus
der Kammer des RIE-Apparates und bevor das LiTaO3-Substrat 11 der Luft ausge
setzt wird, wird es dem reaktiven Ionenätzen mit dem Gas auf Fluorbasis unterzogen,
um den Basisfilm 12 zu entfernen, wie in Fig. 3E gezeigt ist. Das reaktive Ionenätzen
in dem zweiten Schritt wird mit dem Parallelplatten-RIE-Apparat unter Verwendung
eines gemischten Gases aus CF4 + O2 durchgeführt. Die Nachätzzeit entspricht auch
30% der gesamten Ätzzeit. Der Basisfilm 12 wird somit trockengeätzt, wodurch sich
ein Muster der unteren Elektrode 16 mit der gleichen Konfiguration wie dem der obe
ren Elektrode 15 ergibt, wie in Fig. 3E gezeigt ist.
Wenn die Substratschicht 12 entfernt wird, um das LiTaO3-Substrat 11 komplett frei
zulegen, können die Rückstände der Substratschicht 12 durch eine ausreichende
Nachätzbehandlung gründlich beseitigt werden, da das LiTaO3-Substrat 11 von dem
gemischten Gas mit einer Zusammensetzung aus CF4 + O2 nicht chemisch beschä
digt wird.
Eine Kammzahn-förmige Doppelschicht-Elektrode, die aus der unteren Elektrode 16
(Wolfram) und der oberen Elektrode 15 (Al-1 Gew.-% Cu) besteht, wie in Fig. 3F ge
zeigt ist, wird durch Waschen nach dem Entfernen des Photoresistmusters 14 mit
einer Photoresistablöselösung erhalten. Dieses Substrat (Grundplatte) wird abge
schnitten, zusammengebaut und verdrahtet, um das Oberflächenwellen-Bauelement
zu erhalten.
Wie zuvor beschrieben worden ist, können gute Vorrichtungseigenschaften bei dem
obigen Ausführungsbeispiel ungeachtet des Vorsehens einer ausreichenden Nach
ätzbehandlung in den ersten und zweiten reaktiven Ionenätzschritten erhalten wer
den. Im Gegensatz dazu wird im Stand der Technik das Substrat mit dem Chlorplas
ma chemisch beschädigt, wenn es einer Nachätzbehandlung von 30% unterzogen
wird, was zu ernsthaften Verschlechterungen der Vorrichtungseigenschaften führt
(wie z. B. ein Einfügungsverlust).
Es sind zwar bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung offenbart worden, aber
es können verschiedene Arten von Durchführung der hier offenbarten Prinzipien als
im Rahmen der nachfolgenden Ansprüche liegend erdacht werden. Deshalb ist es
selbstverständlich, daß der Rahmen der Erfindung außer wie in den Ansprüchen de
finiert nicht eingeschränkt werden soll.
Claims (19)
1. Elektronische Vorrichtung,
gekennzeichnet durch:
einen Träger,
eine untere Elektrodenschicht auf dem Träger, die ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, und
eine obere Elektrodenschicht auf der unteren Elektrodenschicht, die ein Mate rial umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis ge eignet ist.
einen Träger,
eine untere Elektrodenschicht auf dem Träger, die ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis geeignet ist, und
eine obere Elektrodenschicht auf der unteren Elektrodenschicht, die ein Mate rial umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis ge eignet ist.
2. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
untere Elektrode mindestens ein Element umfaßt, das aus der Gruppe ausge
wählt wird, die aus Si, Mo, W, B, C, S und Ta besteht.
3. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
untere Elektrode eine Dicke von etwa 0,5 nm bis 1000 nm besitzt.
4. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger ein piezoelektrisches Material umfaßt.
5. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
untere Elektrode eine Dicke von etwa 1-500 nm umfaßt.
6. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Einkristallsubstrat, ei
nem Einkristallfilm, einem triaxial ausgerichteten Film und einem uniaxial aus
gerichteten Film besteht.
7. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
untere Elektrode eine Dicke von etwa 0,5 nm bis 1000 nm aufweist.
8. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger ein piezoelektrisches Material umfaßt.
9. Elektronische Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Einkristallsubstrat, ei
nem Einkristallfilm, einem triaxial ausgerichteten Film und einem uniaxial aus
gerichteten Film besteht.
10. Verfahren zur Herstellung einer elektronischen Vorrichtung,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
Vorsehen eines Trägers mit einem Basisfilm auf einer Oberfläche davon, wo bei der Basisfilm ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit ei nem Gas auf Fluorbasis geeignet ist,
Ausbilden eines Deckfilms, der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Io nenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist, auf dem Basisfilm,
Ausbilden einer Maske mit einem vorbestimmten Muster auf dem Basisfilm,
Ätzen des Abdeckfilms durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis,
Ätzen des Basisfilms, der durch Ätzen des Abdeckfilms bloßgelegt worden ist, durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis.
Vorsehen eines Trägers mit einem Basisfilm auf einer Oberfläche davon, wo bei der Basisfilm ein Material umfaßt, das für ein reaktives Ionenätzen mit ei nem Gas auf Fluorbasis geeignet ist,
Ausbilden eines Deckfilms, der ein Material umfaßt, das für ein reaktives Io nenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis geeignet ist, auf dem Basisfilm,
Ausbilden einer Maske mit einem vorbestimmten Muster auf dem Basisfilm,
Ätzen des Abdeckfilms durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Chlorbasis,
Ätzen des Basisfilms, der durch Ätzen des Abdeckfilms bloßgelegt worden ist, durch ein reaktives Ionenätzen mit einem Gas auf Fluorbasis.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisfilm
mindestens ein Element enthält, das aus der Gruppe ausgewählt worden ist,
die aus Si, Mo, W, B, C, S und Ta besteht.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisfilm eine
Dicke von etwa 0,5 nm bis 1000 nm aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisfilm eine
Dicke von etwa 1-500 nm aufweist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger ein
piezoelektrisches Material umfaßt.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus
der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Einkristallsubstrat, einem Einkri
stallfilm, einem triaxial ausgerichteten Film und einem uniaxial ausgerichteten
Film besteht.
16. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisfilm eine
Dicke von etwa 0,5 bis 1000 nm umfaßt.
17. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisfilm eine
Dicke von etwa 1-500 nm aufweist.
18. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger ein
piezoelektrisches Material umfaßt.
19. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus
der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Einkristallsubstrat, einem Einkri
stallfilm, einem triaxial ausgerichteten Film und einem uniaxial ausgerichteten
Film besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19935825A1 true DE19935825A1 (de) | 2000-02-17 |
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ID=16768219
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| JP (1) | JP3266109B2 (de) |
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