DE19935766A1 - Verfahren zur optischen Anregung von Fluorophor-markierter DNA und RNA - Google Patents
Verfahren zur optischen Anregung von Fluorophor-markierter DNA und RNAInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur optischen Anregung von Fluorophor-markierter DNA und von Fluorophor-markierter RNA, insbesondere von durch Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) markierten, spezifischen Lokalisationen der DNA und RNA. DOLLAR A Mit dem Verfahren soll mit geringem Aufwand eine kontrastreiche simultane Anregung von mehreren zu detektierenden und dreidimensional darstellbaren FISH-Fluorophoren unterschiedlicher Fluoreszenzcharakteristik ermöglicht werden. Die Anregung und Detektion der Fluorophore soll dabei in einer Tiefe des bilogischen Materials von mehr als 100 Mikrometern gewährleistet sein. DOLLAR A Erfindungsgemäß werden die FISH-Fluorophore und DNA-Marker mit einer Multiphotonen-Anregung simultan durch gepulste oder ungepulste Strahlung einer einzigen Wellenlänge im Bereich von 700 nm bis 1000 nm, vorzugsweise zwischen 760 nm und 820 nm, zur Fluoreszenz angeregt. Insgesamt wurden 20 auf dem Markt befindliche FISH-Fluorophore und DNA-Marker getestet. Der Nachweis von simultan Multiphotonen-angeregten Fluorophoren gelang in allen untersuchten Fällen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur optischen Anregung von Fluorophor
markierter DNA und von Fluorophor-markierter RNA, insbesondere von
durch Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) markierten, spezifischen
Lokalisationen der DNA und RNA. Das Verfahren eignet sich für die
Anregung und räumlich-aufgelöste Detektion von FISH-markierten
chromosomalen Strukturen und ermöglicht die simultane Anregung mehrerer
Fluorophore. Die Methode empfiehlt sich daher für eine Multi-Gen-
Detektion.
Es sind bereits Verfahren bekannt, Fluorophor-markierte DNA und RNA
mittels optischer Strahlung von nichtkohärenten Lichtquellen (Lampen) oder
von kohärenten Lichtquellen (Lasern) anzuregen und die Fluoreszenz mit
geeigneten Detektoren zweidimensional oder auch dreidimensional zu
detektieren: (beispielsweise US 5 792 610, US 5 759 781, DE 196 22 904,
DE 42 16 949, Science 273 (1996), 430 und 494, Nature Genet. 12 (1996),
368, Hum. Mol. Genet. 2 (1993), 505, Cytometry 10(1989), 20 und 11 (1990),
126, Proc. Natl. Acad. Sci. (USA) 89 (1992), 1388). Die Markierung erfolgt
einerseits mit unspezifischen DNA Markern, z. B. DAPI (4,6-diamidino-2-
phenylindole hydrochlorid) und Hoechst 33342, andererseits durch spezifisch
bindende Flurophore, die sowohl eine Detektion von kleinen Gen- und
Chromosomenbereichen als auch von ganzen, speziellen Chromosomen
ermöglichen. Die Kopplung des Fluorophors an die gewünschte DNA-Region
erfolgt durch die Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH).
Eine weitreichende Anwendung der FISH-Technik ist durch die Verwendung
von mehreren Fluorophoren mit unterschiedlichem Emissionsverhalten für die
Lokalisation spezifischer DNA-Bereiche gegeben, die so eine Multi-Gen-
Detektion durch den "Multi-Color-Nachweis" ermöglichen. Diese spezielle
Technik wird Multiplex-FISH, M-FISH oder auch Multi-Color-FISH genannt.
Typischerweise werden für die Anregung der verschiedenen Fluorophore
verschiedene Anregungswellenlängen eingesetzt. Diese werden entweder
durch mehrere unterschiedliche Lichtquellen oder durch Lichtquellen mit
unterschiedlichen Emissionswellenlängen bereit gestellt. Letztere Emissionen
werden z. B. durch Filterräder zeitlich versetzt (nicht-simultan) oder durch
Spezialfilter mit Transmission für mehrere Anregungswellenlängen (z. B. Dan
Pinkel Filter) oder einen Multi-Line-Output eines Lasers (z. B. US-Patent
5,127,730) gleichzeitig (simultan) bereitgestellt. Zum Beispiel wird bei einer
zytogenetischen Untersuchung von humanen Chromosomen oft die UV-
Emission einer Lichtquelle, z. B. einer Quecksilber- oder Xenonhochdruck
lampe, für die Fluoreszenzanregung eines unspezifischen DNA-Markers
(auch als counterstain bezeichnet) eingesetzt, sowie eine blaue Emission der
Lichtquelle für die Anregung eines FISH-Fluorophors mit Fluoreszenz im
grünen Bereich und die Grünemission der Lichtquelle für eine Anregung
eines FISH-Fluorophors mit Fluoreszenz im roten Bereich. Eine drei
dimensionale Darstellung (3D) mit hoher räumlicher Auflösung ist mit diesen
nichtkohärenten Anregungsquellen nicht möglich.
Die Nutzung unterschiedlicher Anregungswellenlängen verursacht erhebliche
Probleme infolge chromatischer Abberation der Optik (unterschiedliche
Fokuslängen), der Notwendigkeit von UV-Optiken und durch die aufwendige
Separation von Anregungs- und Fluoreszenzphotonen im Fall der simultanen
Anregung. Bei einer nichtsimultanen Anregung bestehen Probleme bei der
Strahljustierung und infolge aufwendiger Schaltvorrichtungen, z. B. beim
Betrieb von schaltbaren Filterrädern.
Alle bekannten derartigen Verfahren zur optischen Anregung und Detektion
von durch Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) markierten, spezifischen
Lokalisationen der DNA und RNA beruhen auf einer linearen Anregung bzw.
einer Einphotonen-Anregung. Bei einer Einphotonen-Anregung wird die
Fluoreszenz durch Photonen induziert, die über eine ausreichende
Photonenenergie verfügen, um den Fluorophor in einen energiereichen
elektronischen Zustand zu überführen. Fluoreszenz erfolgt infolge des
strahlenden Übergangs in den Grundzustand des Fluorophors. Bei der
Einphotonen-Anregung ist die Anregungswellenlänge stets kleiner als die
Fluoreszenzwellenlänge. Eine Fluoreszenzanregung erfolgt innerhalb des
gesamten von der Fluoreszenzanregungsstrahlung getroffenen Probenberei
ches. Auch außerhalb des Fokusvolumens kommt es dadurch zu Proben- und
Fluorophorzerstörungen. Um eine hochauflösende 3D-Fluoreszenzdarstellung
von FISH-Fluorophoren zu erhalten, wurden bislang konfokale Laser
scanningmikroskope eingesetzt, die durch die Verwendung von Lochblenden
die Detektion des Fluoreszenzsignals aus verschiedenen Probentiefen
ermöglichen. Auch hier besteht das Problem der Proben- und Fluorophor
zerstörung außerhalb der Detektionsebene durch das große Anregungs
volumen. Dreidimensional aufgelöste M-FISH-Technik ist mit dem konven
tionellen konfokalen Laserscanningmikroskop nicht oder nur sehr einge
schränkt möglich, da in der Regel nur sehr wenige Anregungswellenlängen
zur Verfügung stehen. Typischerweise werden 3D-Aufnahmen mit den
blaugrünen Anregungswellenlängen des Argonionenlasers bei 488 nm und
514 nm sowie mit den Wellenlängen 536 nm und 633 nm des He-Ne-Lasers
durchgeführt. Üblicherweise verfügen derartige Laserscanning-Mikroskope
nicht über eine zusätzliche UV-Lichtquelle für die 3D Anregung der
unspezifischen DNA-Marker Hoechst und DAPI.
Nachteile der bisherigen M-FISH-Verfahren, die auf Einphotonen-Anregun
gen basieren, sind somit
- 1. die Verwendung von mehreren Anregungswellenlängen, einschließlich ultravioletter Strahlung mehrerer Lichtquellen oder Multilinien/Multiban den-Output einer Lichtquelle bei simultaner oder nichtsimultaner Fluorophor-Anregung und damit verbundener Probleme durch chroma tische Abberation,
- 2. die fehlende oder stark eingeschränkte Möglichkeit der 3D Darstellung hoher räumlicher Auflösung,
- 3. das Auftreten erheblicher Filterprobleme, insbesondere bei der simultanen Anregung von mehreren Fluorophoren mit verschiedenen Anregungs wellenlängen,
- 4. die geringe Eindringtiefe der Fluorophor-Anregungsstrahlung, insbeson dere der UV-Strahlung
- 5. das große Anregungsvolumen und die damit auftretenden Prozesse der weiträumigen Fluorophor-Zerstörung durch Photobleaching und Photo destruktion sowie der möglichen weiträumigen Zerstörung des biolo gischen Präparates und
- 6. die Untergrundfluoreszenz und damit verbundenen erheblichen Kontrast problemen.
Darüber hinaus ist an sich eine Multiphotonenanregung bekannt, die bereits
1931 durch Göppert-Meyer (Ann. Phys. 9(1931)273) vorausgesagt und 1961
erstmals realisiert wurde. Für Multiphotonen-Anregungen biologischer
Proben wird bevorzugt Strahlung im Nahen Infaroten (MR) Spektralbereich
verwendet, da dort nur wenige effiziente zelleigene Absorber vorhanden sind
und so thermische oder photochemische Schädigungen durch lineare
Absorption nahezu ausgeschlossen werden können.
Multiphotonenanregungen mit NIR-Anregungsstrahlung erfordern typischer
weise Lichtintensitäten von mehr als 100 MW/cm2. Derartige hohe
Intensitäten können mittels kontinuierlich emittierendem (cw) Laser oder
gepulstem Laser bevorzugt im Pikosekundenbereich und Femtosekunden
bereich moderater Laserleistung durch hohe Fokussierung, z. B. durch
beugungsbegrenzte Fokussierung mit Objektiven hoher numerischer Apertur,
erzielt werden (z. B. Science 248 (1990), 73-76; Nature 377 (1995), 20-21;
J. Microsc. 1 (1998), 28). Im Patent US 5.034.613 bzw. in der Zeitschrift
Science 248 (1990), 73-76 wird ein Zweiphotonenmikroskop zur Fluores
zenzdetektion und zur photoinduzierten Stofffreisetzung vorgestellt, bei dem
Laser mit Pulsbreiten im Subpikosekundenbereich zum Einsatz kommen. Mit
Multiphotonen-Mikroskopen wurde z. B. die nichtlineare Anregung der
DNA-Fluoreszenzfarbstoffe DAPI und Hoechst demonstriert (Gryczynski et
al. Bioimaging 4 (1996), 138-148). Eine Anwendung der Multiphotonen-
Anregung zur Untersuchung von FISH-Fluorophoren und zur Realisierung
einer Multiplex-FISH-Darstellung ist jedoch nicht bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren anzugeben,
welches mit geringerem Aufwand eine kontrastreiche simultane Anregung
von mehreren zu detektierenden und dreidimensional darstellbaren FISH-
Fluorophoren unterschiedlicher Fluoreszenzcharakteristik ermöglicht sowie
die Anregung und Detektion der Fluorophore in einer Tiefe des biologischen
Materials von mehr als 100 Mikrometern gewährleistet und welches die oben
aufgeführten Nachteile bisheriger Verfahren nicht aufweist.
Erfindungsgemäß werden die FISH-Fluorophore und die unspezifischen
DNA-Marker mit Anregungsstrahlen nur einer Wellenlänge im Bereich von
700 nm bis 1000 nm angeregt, wobei die Strahlung sowohl ungepulst als auch
gepulst vorliegen kann und die Lichtintensität in einem räumlich eng
begrenzten Volumen mehr als 100 MW/cm2 beträgt.
Überraschend wurde festgestellt, daß eine Vielzahl herkömmlicher FISH-
Fluorophore und unspezifischer DNA-Marker auch durch intensitätsreiche
nahe infrarote Laserstrahlung einer einzigen geeigneten Wellenlänge simultan
angeregt werden kann, obwohl im Einphotonen-Anregungsspektrum keine
Absorptionsbanden bei der Anregungswellenlänge und erhebliche Unter
schiede im Absorptionsverhalten der einzelnen Fluorophore mit unterschied
lichen Absorptionsbanden im ultravioletten und sichtbaren Bereich auftreten.
So zeigte es sich, daß mit gepulster Laserstrahlung einer Wellenlänge von
770 nm, einer Pulsdauer von 200 fs, einer Pulsfolgefrequenz von 76 MHz und
einer Lichtintensität von etwa 500 GW/cm2 zwanzig kommerziell erhältliche
FISH-Fluorophore und unspezifische DNA-Marker effizient und kontrastreich
sowie mit der Möglichkeit einer dreidimensionalen Darstellung zur
Fluoreszenz angeregt werden konnten. Das Fluoreszenzmaximum variierte
dabei in einem Bereich von 480 nm bis 650 nm und lag damit mindestens
150 nm von der Anregungswellenlänge entfernt. Die Separation von
Anregungsphotonen und Fluoreszenzphotonen bereitete daher keine Probleme
und wurde durch die Verwendung eines einfachen Kurzpaßfilters, der z. B.
nur Strahlung kleiner 700 nm transmittiert, realisiert. Die Fluorophore waren
dabei an humane Chromosomen gebunden.
Die Lichtanregung mit dem intensiven Laserstrahl im nahen Infrarotbereich
basiert im Gegensatz zu konventionellen FISH-Verfahren auf einer Multi
photonen-Anregegung, bei der zwei Photonen (Zweiphotonen-Anregung)
oder drei Photonen (Dreiphotonen-Anregung) simultan absorbiert werden und
jedes Photon nur einen Bruchteil der notwendigen Energie für einen
Übergang in den angeregten elektronischen Zustand bereitstellt (vgl. Fig. 1).
Eine derartige Multiphotonen-Anregung, bei der zwei Photonen (Zweiphoto
nen-Anregung) oder drei Photonen (Dreiphotonen-Anregung) simultan absor
biert werden und jedes Photon nur einen Bruchteil der notwendigen Energie
für einen Übergang in den angeregten elektronischen Zustand bereitstellt (vgl.
Fig. 1), ist der Fachwelt zur Untersuchung von FISH-Fluorophoren und DNA-
Markern sowie zur Realisierung einer neuartigen Multiplex-FISH-Darstellung
nicht bekannt.
Unter Verwendung eines Laserscanning-Mikroskops mit einem Phasenkon
trast-Objektiv hoher numerischer Apertur (63x, 1,25) und einer motorisierten
Tiefenverstellung der Probe konnten die Erfinder mit dem Laserstrahl sowohl
bei 770 nm als auch bei 800 nm dreidimensionale Multiplex-FISH-Aufnah
men von humanen fluoreszenzmarkierten Chromosomen nach Mehrfach-
FISH-Markierung mit einer lateralen Auflösung von weniger als 500 nm und
einer axialen Auflösung von weniger als 1000 nm ohne Verwendung von
Lochblenden erstellen. Die Probe wurde dabei durch den intensitätsreichen
Laserstrahl abgerastert. Die verschiedenen, vom nahen infraroten Laserstrahl
angeregten Fluoreszenzen wurden unter Verwendung entsprechender dichroi
tischer Spiegel und Breitbandfilter sowie mit unterschiedlichen Detektoren
simultan dargestellt. Teilweise erfolgte auch zunächst die Detektion der
FISH-Fluorophore und anschließend die Markierung und Detektion der DNA
mit dem Fluorophor DAPI.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 Prinzipdarstellung einer 1-, 2- und 3-Photonenabsorption
Fig. 2 dreifach-Fluorophor-markierte Fruchtwasserzelle mit erfindungs
gemäßer Fluoreszenzanregung
Fig. 3 tiefenaufgelöste optische Schnitte einer Vierfachfärbung der Zell
kerne zweier im NIR zur Fluoreszenz angeregter Fruchtwasser
zellen
In Fig. 1 ist das Wirkprinzip der Multiphotonen-angeregten sichtbaren
Fluoreszenz mit intensiver naher infraroter Laserstrahlung im Vergleich zu
einer Einphotonenanregung dargestellt. Zwei oder drei Photonen werden
jeweils gleichzeitig absorbiert und liefern zusammen die notwendige Energie,
um den erforderlichen energiereichen Zustand zu besetzen, von dem die
Fluoreszenzemission ausgeht.
Fig. 2 zeigt tiefenaufgelöste Aufnahmen von einer Dreifach-Fluorophor
markierten Fruchtwasserzelle, die mit NIR-Strahlung der Wellenlänge
770 nm zur Fluoreszenz bestrahlt wurde. Zur sichtbaren Fluoreszenz angeregt
wurden der unspezifische DNA Marker DAPI sowie die FISH-Fluorophore
Rhodamin (Zentromer des Chromosoms 18 markiert) und FITC (Zentromer
des Chromosoms 8 markiert) durch eine vorgenannte Zweiphotonen-Anre
gung. Das Auftreten von drei Rhodamin Hybridisierungssignalen weist in
diesem Fall der untersuchten Fruchtwasserzelle auf eine genetische
Schädigung in Form einer Trisomie 18 hin. Die Zentromere der Chromoso
men 8 und 18 liegen nicht in einer Ebene, können jedoch durch die Möglich
keit der 3D Darstellung in Form tiefenaufgelöster optischer Schnitte mit einer
einer axialen Entfernung von 1 µm lokalisiert werden.
Fig. 3 zeigt tiefenaufgelöste optische Schnitte einer Vierfachfärbung der
Zellkerne zweier Fruchtwasserzellen mit den FISH-Fluorophoren Spectrum
Aqua (Zentromer des Chromosoms 18 markiert), Spectrum Green (Zentromer
des X-Chromosoms markiert) und Spectrum Orange (Zentromer des Y-
Chromosoms markiert) sowie dem unspezifischen DNA-Marker DAPI unter
Verwendung von 800 nm Anregungsstrahlung. Spectrum Aqua weist im
Einphotonen-Absorptionsspektrum und im Fluoreszenzspektrum Banden bei
433 nm und 480 nm, Spectrum Green bei S09 nm und S38 nm, Spectrum
Orange bei 559 nm und S88 nm, sowie DAPI bei 3S8 nm und S61 nm auf. Die
in Fig. 3 dargestellten Fluoreszenzaufnahmen der Kerne weisen rot und grün
fluoreszierende FISH-Signale auf, die auf ein weibliches Embryo deuten.
Einer der Kerne weist dabei zudem drei blaufluoreszierende Signale auf, die
eine Trisomie 18 anzeigen. Die Aufnahmen, die in unterschiedlichen Ebenen
des Zellkerns mit einem axialen Abstand von 0,5 µm erstellt wurden, zeigen
die räumliche Anordnung der Zellkerne anhand der DAPI Fluoreszenz sowie
die räumliche Position der FISH-markierten Zentromere in den ca. 10 µm
großen Zellkernen.
Claims (5)
1. Verfahren zur optischen Anregung von Fluorophor-markierter DNA und
RNA, bei dem gleichzeitig mehrere zu detektierende Fluorophore mit
unterschiedlichem Fluoreszenzspektrum durch Strahlung zur Fluoreszenz im
sichtbaren Spektralbereich angeregt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fluorophore simultan durch Strahlung einer einzigen Wellenlänge im Bereich
zwischen 700 nm und 1000 nm zur Fluoreszenz angeregt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluoreszenz
anregung mit Strahlung einer Wellenlänge zwischen 730 nm und 820 nm
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlung zur
Fluoreszenzanregung durch Fokussierung in einem räumlich eng begrenzten
Volumen eine Intensität von mindestens 100 MW/cm2 und höchstens
10 TW/cm2 aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluoreszenz
anregung mit ungepulster Strahlung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluoreszenz
anregung mit gepulster Strahlung erfolgt.
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