DE19932396A1 - Baumaschine sowie Fräswalze - Google Patents
Baumaschine sowie FräswalzeInfo
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Abstract
Bei einer Baumaschine mit einem Maschinenrahmen (2), in dem eine Fräswalze (18) drehbar gelagert ist, wobei die Fräswalze (18) einen von einer Fräswalzenantriebseinrichtung (11 bis 15) über eine Getriebeeinheit (32) angetriebenen Walzengrundkörper (19) und ein koaxial auf den Walzengrundkörper (19) aufschiebbares, auswechselbar befestigtes Fräsrohr (25) aufweist, das auf der äußeren Mantelfläche (46) Schneidwerkzeuge trägt, ist vorgesehen, daß das Fräsrohr (25) radial von der inneren Mantelfläche (44) abstehende Befestigungselemente (28) aufweist, mit denen das Fräsrohr (25) an dem Walzengrundkörper (19) oder an einem mit dem Walzengrundkörper (19) verbundenen Teil drehfest befestigbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Baumaschine bzw. eine Fräswalze nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 2.
Häufig ist es nötig, aufgrund unterschiedlicher Baustellensitua
tionen und Fräsarbeiten das Fräswerkzeug den spezifischen Aufga
ben anzupassen. Beispielsweise wenn eine bestimmte Oberflächen
rauhigkeit erreicht werden soll, ist eine Fräswalze mit einem
bestimmten Linienabstand der Fräswerkzeuge oder eine andere
Werkzeugausrüstung erforderlich. In einem anderen Anwendungsfall
sollen nur bestimmte Fahrbahnbreiten ausgebaut werden, so dass
eine Fräswalze mit einer bestimmten Arbeitsbreite benötigt wird.
In der Regel muß in solchen Situationen eine spezielle Fräsma
schine eingesetzt werden, oder die Maschine muß mit einer der
Aufgabe angepaßten Fräswalze ausgerüstet werden. Gegenwärtig
ist der Austausch der Walzen aber sehr aufwendig und erfordert
spezielle Hilfsmittel zur Montage bzw. Demontage der Fräswalze.
Die Anpassung des Fräswerkzeuges an unterschiedliche Anforderun
gen ist im Stand der Technik bekannt.
Die DE 40 37 448 A beschreibt eine Straßenfräsmaschine, bei der
der Walzenkörper zwischen einem das Antriebsgehäuse tragenden
Festlager und einem gegenüberliegenden Loslager verspannt ist.
Das Loslager ist mit einem zentrierenden Aufnahmekegel versehen
und die Halterung des Loslagers kann hydraulisch verschoben wer
den. Ferner wird die Loslagerung über einen Zuganker mit der
Festlagerung verspannt.
Bei der aus der DE 40 37 448 A bekannten Lösung wird ein aufwen
diger Spannmechanismus mit einem Zuganker und einem Stellzylin
der oberhalb der Fräswalze benötigt.
In der US 4704045 wird ein Fräsaggregat beschrieben, dessen
Breite durch die Verwendung von verschiedenen Walzensegmenten
variiert werden kann. Die Walzensegmente werden bei dieser Lö
sung über eine Steckverbindung miteinander verbunden. Diese Art
stellt in gewisser Weise zwar ein Fräswalzen-Schnellwechsel
system dar, welches aber die folgenden Nachteile besitzt:
Unvorteilhaft an dieser Lösung ist, dass der Fräswalzenantrieb
hydrostatisch erfolgt, indem auf beiden Seiten der Fräswalze Hy
draulikmotoren angebracht werden. Darüber hinaus ist die Verbin
dung zwischen den Segmenten eine einfache Steckverbindung, die
nur eine unzureichende Zentrierung des Fräsrotors erlaubt.
Die DE 31 45 713 A beschreibt eine Fräswalze für eine Straßen
fräse, die mittels einer von einem Stützrahmen getragenen Wal
zenlager- und Antriebseinrichtung gestützt und angetrieben wird,
wobei die Fräswalze aus einem zylindrischen Grundkörper besteht.
An dem einen Ende der Fräswalze befindet sich der Antrieb der
Walzenlager- und Antriebseinrichtung sowie eine Ringschulter,
gegen die sich das von dem anderen Ende aufgeschobene Fräsrohr
abstützt. Auf der dem Antrieb gegenüberliegenden Seite ist ein
Halteflansch angebracht, der das Fräsrohr fixiert. Diese Konzep
tion sieht einen hydrostatischen Antrieb der Fräswalze vor, der
aufgrund seiner systembedingten Nachteile, z. B. geringer Wir
kungsgrad, heute bei Straßenfräsen kaum noch zum Einsatz kommt.
Ferner besteht ein Nachteil dieser Lösung darin, daß die Fräs
rohre über Ringschultern axial fixiert werden müssen, so daß die
Befestigungselemente im Bereich der stärksten Verschmutzung lie
gen.
Die US 4,720,207 beschreibt auf einem Walzengrundkörper montier
te Fräsrohrsegmente. Bei dieser Konzeption wird zunächst an ei
ner Seite ein Eckringsegment angebracht. Dann werden die Fräs
rohrsegmente an diesem verschraubt, wobei die Verschraubungen
innerhalb der Segmente sind. Nachteilig ist der enorme Ver
schraubungsaufwand und, daß die Frästiefe aufgrund des konstan
ten Durchmessers des Grundkörpers, eingeschränkt ist, wenn ein
Planetengetriebe in den Grundkörper integriert ist.
Eine andere Lösung, bei der vor allem die Frästiefe nicht einge
schränkt ist, wird in der US 5,505,598 beschrieben. Bei dieser
ist das Fräswalzenrohr, auf dem die Segmente mit den Fräswerk
zeugen montiert werden, absätzig. Der Grund hierfür ist, dass
das für einen mechanischen Fräswalzenantrieb erforderliche Ge
triebe in den Rotor integriert ist. Das Planetengetriebe befin
det sich auf der der Riemenabtriebsscheibe gegenüberliegenden.
Seite und wird von einer durch die Fräswelle geführten Antriebs
welle angetrieben.
Diese Getriebeanordnung ist erforderlich, um ein bündiges Fräsen
zu ermöglichen. Im Bereich des Walzengetriebes ist der Durchmes
ser der Fräswelle entsprechend dem Bauvolumen des Getriebes an
gepasst. In dem restlichen Bereich können dann Segmente mit den
Fräswerkzeugen angebracht werden.
Nachteilig an dieser Erfindung ist, daß zur Durchführung ver
schiedener Fräsarbeiten, wie Normal- oder Feinfräsen, auf einen
Austausch des Fräsrotors nicht verzichtet werden kann.
Die gegenwärtigen Vorrichtungen und Erfindungen zum Anpassen der
Fräswerkzeuge an unterschiedliche Anwendungen konzentrieren sich
lediglich auf das Anpassen des Fräsrotors an die jeweilige Bau
stellensituation.
Problematisch bei dem genannten Stand der Technik ist in der Re
gel, daß die Befestigungselemente zur Fixierung des Fräselemen
tes auf den Grundkörper, im Mantelbereich des zylindrischen
Fräswerkzeuges sind. Gerade dieser Bereich ist aber besonders
starken Verschmutzungen ausgesetzt, so daß dadurch das Wechseln
des Fräsrohres erheblich erschwert wird.
Der Erfindung liegt, die Aufgabe zugrunde, eine Baumaschine zu
schaffen, bei der der Wechsel von Fräswalzen und die Handhabung
der ausgebauten Fräswalze vereinfacht ist und die dafür benötig
te Zeit und den Arbeitsaufwand minimiert ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1
bzw. 2.
Die erfindungsgemäße Lösung sieht in vorteilhafter Weise vor,
daß das Fräsrohr radial von der inneren Mantelfläche abstehende
Befestigungselemente aufweist, mit denen das Fräsrohr an dem
Walzengrundkörper oder an einem mit dem Walzengrundkörper ver
bundenen Teil drehfest befestigbar ist. Diese Lösung hat folgen
de Vorteile:
- - Zum Austausch des Fräswerkzeuges braucht nur das Fräsrohr aus getauscht werden.
- - Die Befestigungselemente befinden sich im Bereich der gering sten Verschmutzung.
- - Der Walzenantrieb mit den mechanischen Fräswalzenantriebsele menten verbleibt ausgerichtet gegenüber dem gesamten Antriebs strang an der Maschine.
- - Eignung der Vorrichtung für verschiedene Fräswalzenkonzeptio nen.
- - Keine Justierung des Antriebsstranges erforderlich.
- - Zentrierung des Fräsrohres auf den Fräswalzenantriebselementen.
- - Leicht lösbare Verbindung Fräsrohres-Fräswalzenantriebselement.
- - Reduzierung des Hebezeugaufwandes.
- - Vermeidung von Unwuchten infolge von Achsverschiebungen oder Winkelversätzen.
Die Befestigungselemente sind vorzugsweise an mindestens einem
stirnseitigen Ende des Fräsrohrs angeordnet. Auf diese Weise
kann beispielsweise das Fräsrohr auf den Walzengrundkörper auf
geschoben werden und von Führungselementen an den den Befesti
gungselementen entgegengesetzten axialen Ende des Walzengrund
körpers geführt und zentriert werden.
Vorzugsweise wird das Fräsrohr an einer Stirnseite des Walzen
grundkörpers befestigt. Die Befestigungselemente sind dabei vor
Verschmutzung geschützt.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die Befesti
gungselemente aus von dem Fräsrohr radial nach innen abstehenden
Flanschteilen. Befestigungsschrauben sind durch diese Flansch
teile axial hindurchgeführt und in die Stirnseite des Walzen
grundkörpers hineingeschraubt.
Das Fräsrohr kann einen radialen Abstand von dem Walzengrundkör
per einhalten. In dem dadurch freibleibenden zylindrischen Hohl
raum kann beispielsweise zur Kühlung der Fräswalze Wasser einge
füllt werden.
Das Fräsrohr ist vorzugsweise an zwei axial beabstandeten Stel
len radial auf den Walzengrundkörper abgestützt. Die Abstützung
kann dabei aus radialen Führungselementen bestehen, die entweder
radial außen an dem Walzengrundkörper oder radial innen an dem
Fräsrohr befestigt sind. Die Führungselemente bestehen dabei aus
Stützringen oder in Umfangsrichtung segmentierten Führungsele
menten, die beispielsweise unter einem gegenseitigen Winkelab
stand von 120° angeordnet sein können. Die Führungselemente kön
nen dabei eine im Querschnitt konische oder ballige Form aufwei
sen.
Die Abstützung kann auch aus radialen Führungselementen beste
hen, die mit dem mindestens einen Befestigungselement einstückig
sind, so daß das Befestigungselement zugleich die axiale drehfe
ste Verbindung zwischen dem Fräsrohr und dem Walzengrundkörper
und die Führung und Zentrierung des Fräsrohrs auf dem Walzen
grundkörper an einem axialen Ende bewirkt.
Die radialen Führungselemente können radial wirkende Spannele
mente aufweisen.
Vorzugsweise ist das Fräsrohr einstückig.
Zwischen dem Fräsrohr und dem Walzengrundkörper kann mindestens
ein Spannring angeordnet sein, der beispielsweise aus mindestens
zwei sich radial verspannenden Segmentringen besteht.
Dieser Spannring kann relativ zu dem Walzengrundkörper und dem
Fräsrohr axial verschiebbar sein.
Die Segmentringe des Spannrings können im Querschnitt keilförmig
sein.
Der mindestens eine Spannring kann aus einem im Querschnitt ko
nischen mittleren Ring bestehen, der gegen einen radial äußeren
sowie gegen einen radial inneren Ring, die eine im Querschnitt
entgegengesetzt konische Form aufweisen, axial spannbar sein und
den äußeren Ring gegen das Fräsrohr und den inneren Ring gegen
den Walzengrundkörper andrücken.
Der mindestens eine Spannring kann in Umfangsrichtung in zwei
oder mehr Teile unterteilt sein. Dies vereinfacht die Montage
eines Spannrings; beispielsweise kann der Spannring aus zwei
Halbringen oder aus 120°-Segmenten bestehen.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Getriebe
einheit an dem der Fräswalzenantriebseinrichtung zugewandten En
de des Walzengrundkörpers angeordnet ist. Dabei ist die Getrie
beeinheit vorzugsweise in den Walzengrundkörper integriert.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die
Getriebeeinheit an dem der Fräswalzenantriebseinrichtung abge
wandten Ende des Walzengrundkörpers angeordnet ist, wobei die
Getriebeeinheit über eine durch den Walzengrundkörper hindurch
geführte Welle mit der Fräswalzenantriebseinrichtung verbunden
ist. Auch in diesem Fall ist die Getriebeeinheit in den Walzen
grundkörper integriert. Eine derartige Konstruktion erlaubt den
Einsatz von Fräsrohren mit geringer Fräsbreite.
Der Walzengrundkörper ist in zwei Seitenwänden eines Walzenka
stens gelagert, wobei die dem Walzenantrieb abgewandten Seiten
wand verschwenkbar oder achsparallel verschiebbar ist. Die ver
schwenkbare oder axial verschiebbare Seitenwand nimmt im
Schließzustand das Loslager des Walzengrundkörpers auf.
Hierzu kann das Loslager ein sich nach außen verjüngendes Füh
rungsteil aufweisen, welches in einer entsprechend sich verjün
genden Aussparung der Seitenwand aufgenommen und zentriert wird.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den weite
ren Ansprüchen zu entnehmen.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausfüh
rungsbeispiele der Erfindung näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Straßenfräsmaschine,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Fräswalzenantriebs,
Fig. 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer in einem Walzen
kasten gelagerten Fräswalze mit auswechselbarem Fräs
rohr,
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer in einem Walzen
kasten gelagerten Fräswalze, und
Fig. 5 eine schwenkbare Seitenwand des Walzenkastens.
In Fig. 1 ist eine Straßenfräsmaschine 1 dargestellt, in der die
im Folgenden beschriebene Erfindung vornehmlich eingesetzt wird.
Straßenfräsen bestehen im Allgemeinen aus einem Chassis 2 in dem
ein Verbrennungsmotor 11 montiert ist. Das Fahrwerk der Maschine
besteht in der Regel aus höhenverstellbaren Hubsäulen 3, 4, an
denen Stützräder oder Kettenlaufwerke 5, 6 montiert sind.
Das Fräsaggregat 7 mit der Fräswalze 18 befindet sich unter dem
Chassis 2 und ist mit diesem starr verbunden. Das von der Fräs
walze gelöste Material wird auf ein erstes Förderband 9 geför
dert, das das Material an ein zweites, höhenverstellbares und
schwenkbares Förderband 10 weiterleitet.
Fig. 2 gibt das Fräswalzenantriebskonzept wieder. Ein Verbren
nungsmotor 11 treibt direkt eine Riemenscheibe 13 an. In diesem
Antriebsstrang befindet sich in der Regel noch ein Pumpenvertei
lergetriebe 12, an dem die Hydraulikpumpen für die verschiedenen
hydrostatischen Antriebe montiert sind. Über einen Verbundkeil
riemen 14 wird die Motorleistung auf eine zweite Riemenscheibe
15 übertragen. Diese Riemenscheibe ist mit einer Welle verbun
den, die die Leistung an ein Planetengetriebe innerhalb der
Fräswalze 18 überträgt, das die Motordrehzahl auf die nötige
Walzendrehzahl reduziert. Gelagert ist die Fräswalze in den Sei
tenwänden 16 und 17.
Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer in einem Wal
zenkasten 31 gelagerten Fräswalze 18. Die Fräswalze 18 besteht
aus einem Walzengrundkörper 19, der an seinen beiden axialen En
den in den Seitenwänden 16, 17 des Walzenkastens 31 drehbar gela
gert ist, und einem Fräsrohr 25. Der Walzengrundkörper 19 nimmt
hierzu an einem axialen Ende die aus einem Planetengetriebe be
stehende Getriebeeinheit 32 auf und ist mit dieser drehfest ver
bunden. Das feststehende Getriebeteil 22 des Planetengetriebes
32 ist mit Hilfe einer Schraubverbindung 20 an der Seitenwand 16
befestigt. Eine äußere Verkleidungswand 21 kann in Höhe der
Schraubverbindungen 20 Öffnungen 23 aufweisen, damit die
Schraubverbindungen 20 von außen zugänglich sind. An dem der An
triebsseite entgegengesetzten axialen Ende des Walzengrundkör
pers 19 ist ein Loslager 24 vorgesehen, das mit Hilfe eines Füh
rungsteils 40 zentrisch in einer Aussparung 41 der Seitenwand 17
gelagert ist. Das Führungsteil 40 und die Aussparung 41 können
eine einander angepaßte konische Form aufweisen, so daß der Wal
zengrundkörper. 19 mit dem Loslager 24 in einfacher Weise zen
trisch gelagert ist.
Zur Montage des Fräsrohres 25 auf dem Walzengrundkörper 19 wird
das Fräsrohr 25 über den Walzengrundkörper 19 aufgeschoben. An
dem antriebsseitigen Ende des Walzengrundkörpers 19 ist ein ra
diales Führungselement 26 vorgesehen, daß einerseits an dem Wal
zengrundkörper 19 befestigt ist und andererseits als Verschrau
bungsflansch für das Planetengetriebe 32 dient. Die Führungsele
mente 26 können aus einem Ringflansch bestehen oder aus Ringseg
menten, die nur einen Teil des Umfangsbereiches ausfüllen. Die
Führungselemente 26 sind im Querschnitt leicht konisch oder bal
lig und können an dem Walzengrundkörper 19 angeschweißt sein.
Die radiale Abstützung des Fräsrohrs auf dem Walzengrundkörper
19 kann grundsätzlich sowohl formschlüssig als auch reibschlüs
sig erfolgen. Beispielsweise können die Führungselemente 26 auch
aus einem Keilwellenprofil bestehen.
Die Führungselemente 26 zentrieren das austauschbare Fräsrohr
25. Eine im Querschnitt konische oder ballige Form wird bevor
zugt, um ein Verkanten während der Montage des Fräsrohres 25 zu
vermeiden.
An dem dem Loslager 24 zugewandten Ende des Walzengrundkörpers
19 ist eine radiale Abstützung des Fräsrohres 25 mit Hilfe eines
Befestigungselementes 28 des Fräsrohres 25 vorgesehen. Dieses
Befestigungselement 28 besteht beispielsweise aus einem radial
von dem Fräsrohr 25 nach innen abstehenden Ringflansch, der auf
der inneren Mantelfläche 44 des Fräsrohres 25 befestigt ist.
Dieser Ringflansch kann, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, im
Querschnitt L-förmig gestaltet sein, wobei ein axial abstehendes
Ringsegment oder Ring 42 das Fräsrohr 25 radial auf den Walzen
grundkörper 19 abstützt.
Der radial nach innen abstehende Abschnitt des Befestigungsele
mentes 28 wird mit Hilfe von axialen Befestigungsschrauben mit
dem stirnseitigen Ende 43 des Walzengrundkörpers 19 verschraubt,
so daß das Fräsrohr 25 drehfest mit dem Walzengrundkörper 19
verbunden ist.
Auf der äußeren Mantelfläche 46 des Fräsrohres 25 sind nicht
dargestellte Fräswerkzeuge montiert.
Um die Straßenfräsmaschine an unterschiedliche Anforderungen ei
ner Baustelle anpassen zu könne, muß lediglich das Fräsrohr 25
ausgetauscht werden. Auf diese Weise können Fräsrohre 25 unter
schiedlicher Arbeitsbreite oder mit einem unterschiedlichen Li
nienabstand der Fräswerkzeuge, um eine andere Oberflächenrauhig
keit des Straßenbelags zu erzielen, verwendet werden und schnell
gegen andere Fräsrohre 25 ausgetauscht werden.
Zu der Montage des Fräsrohres 25 wird die an dem Loslager 24 be
findliche Seitenwand 17 demontiert oder über ein Scharnier oder
ein Getriebe 30, wie in Fig. 5 gezeigt, verschwenkt. Das Schar
nier 30 bzw. das Getriebe ist an dem Walzenkasten 31 befestigt.
Nach dem Verschwenken der Seitenwand 17 können die Befestigungs
schrauben des Befestigungselementes 28 gelöst werden und das
Fräsrohr 25 mit einfachen Werkzeugen ausgetauscht werden.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für schmale Ar
beitsbreiten des Fräsrohres 25, bei dem insbesondere das Plane
tengetriebe 32 auf der antriebsabgewandten Seite des Walzen
grundkörpers 19 angeordnet ist. Das Planetengetriebe 32 ist über
eine Welle 56, die durch den Walzengrundkörper 19 hindurchge
führt ist, mit dem Fräswalzenantrieb 11 bis 15 verbunden. Die
Anordnung des Planetengetriebes 32 auf der antriebsabgewandten
Seite ermöglicht es, daß das Fräsrohr 25 nahezu bündig mit der
Maschinenaußenkante (Null-Seite) abschließt. Beim Auswechseln
des Fräsrohres 25 kann nach dem Entfernen der Seitenwand 17 das
Fräsrohr 25 über das Planetengetriebe 32 geschoben werden, bis
das Befestigungselement 28 an dem Planetengetriebe 32 anliegt.
An dem den Planetengetriebe 32 abgewandten Ende des Fräsrohres
25 ist als radiale Abstützung des Fräsrohres ein zwischen dem
Fräsrohr und dem Walzengrundkörper 19 angeordneter Stützring 33
angeordnet, der aus mehreren Segmentringen 60, 62, 64 besteht. Der
Stützring 33 ist axial sowohl relativ zu dem Fräsrohr 25 als
auch relativ zu dem Walzengrundkörper 19 verschiebbar. Die äuße
ren Segmentringe 62, 64 sind auf der radial dem mittleren Seg
mentring 60 zugewandten Seite konisch abgeschrägt und in der
Neigung der Konusflächen dem im Querschnitt keilförmigen mittle
ren Segmentring 60 angepaßt. Der mittlere Segmentring 60 weist
Befestigungsschrauben 35 auf, die mit einer ringförmigen oder
ringsegmentförmigen Gegendruckplatte 34 zusammenwirken, um die
äußeren Segmentringe 60, 64 gegen den mittleren Segmentring 60 zu
verspannen. Durch die Ausdehnung der äußeren Segmentringe 62, 64
wird das Fräsrohr 25 fest auf den Walzengrundkörper 19 gespannt
und gleichzeitig zentriert.
Durch gestrichelte Linien ist der maximale Schnittkreisdurchmes
ser angedeutet, sowie die minimale Fräsbreite.
Claims (25)
1. Baumaschine mit einem Maschinenrahmen (2), in dem eine Fräs
walze (18) drehbar gelagert ist, wobei die Fräswalze (18) ei
nen von einer Fräswalzenantriebseinrichtung (11 bis 15) über
eine Getriebeeinheit (32) angetriebenen Walzengrundkörper
(19) und ein koaxial auf den Walzengrundkörper (19) auf
schiebbares, auswechselbar befestigtes Fräsrohr (25) auf
weist, das auf der äußeren Mantelfläche (46) Schneidwerkzeuge
trägt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fräsrohr (25) radial von der inneren Mantelfläche
(44) abstehende Befestigungselemente (28) aufweist, mit denen
das Fräsrohr (25) an dem Walzengrundkörper (19) oder an einem
mit dem Walzengrundkörper (19) verbundenen Teil drehfest be
festigbar ist.
2. Fräswalze mit einem von einer Fräswalzenantriebseinrichtung
(11 bis 15) über eine Getriebeeinheit (32) angetriebenen Wal
zengrundkörper (19) und einem koaxial auf den Walzengrundkör
per (19) aufschiebbaren, auswechselbar befestigten Fräsrohr
(25), das auf der äußeren Mantelfläche (46) Schneidwerkzeuge
trägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsrohr (25) radial
von der inneren Mantelfläche (44) abstehende Befestigungsele
mente (28) aufweist, mit denen das Fräsrohr (25) an dem Wal
zengrundkörper (19) oder an einem mit dem Walzengrundkörper
(19) verbundenen Teil drehfest befestigbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (28) an mindestens einem stirn
seitigen Ende des Fräsrohrs (25) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Fräsrohr (25) an einer Stirnseite des Wal
zengrundkörpers (19) befestigt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungselemente (28) aus von dem Fräs
rohr (25) radial nach innen abstehenden Flanschteilen beste
hen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Fräsrohr (25) einen radialen Abstand von dem
Walzengrundkörper einhält.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Fräsrohr (25) axial gegenüber dem Walzen
grundkörper (19) übersteht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das mit dem Walzengrundkörper (19) verbundene
Teil aus der Getriebeeinheit (32) besteht, die in den Walzen
grundkörper (19) integriert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Fräsrohr (25) an zwei axial beabstandeten
Stellen radial auf dem Walzengrundkörper (19) abgestützt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstützung aus radialen Führungselementen (33) besteht, die
entweder radial außen an dem Walzengrundkörper (19) oder ra
dial innen an dem Fräsrohr (25) befestigt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstützung aus radialen Führungselementen (42) besteht, wobei
die Führungselemente (42) einstückig mit dem mindestens einen
Befestigungselement (28) ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abstützung aus radialen Führungseleme
ten (26) besteht, wobei die Führungselemente (26) an der
freien Stirnseite des Walzengrundkörpers (19) angeordnet
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die radialen Führungselemente radial wir
kende Spannelemente aufweisen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Fräsrohr (25) einstückig ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Fräsrohr (25) und dem Walzen
grundkörper (19) mindestens ein Spannring (33) angeordnet
ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
mindestens eine Spannring (33) aus mindestens zwei sich radi
al verspannenden Segmentringen (60, 62, 64) besteht.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Spannring (33) relativ zu dem Walzen
grundkörper (19) und dem Fräsrohr (25) axial verschiebbar
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmentringe (60, 62, 64) im Querschnitt keilförmig
sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der mindestens eine Spannring (33) aus ei
nem im Querschnitt konischen mittleren Ring (60) besteht, der
gegen einen radial äußeren (62) sowie gegen einen radial in
neren Ring (64), die eine im Querschnitt entgegengesetzt ko
nische Form aufweisen, axial spannbar ist und den äußeren
Ring (62) gegen das Fräsrohr (25) und den inneren Ring (64)
gegen den Walzengrundkörper (19) andrückt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch ge
kennzeichnet, daß der mindestens eine Spannring (33) in Um
fangsrichtung in zwei oder mehr Teile unterteilt ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Getriebeinheit (32) an dem der Fräswal
zenantriebseinrichtung (11 bis 15) zugewandten Ende des Wal
zengrundkörpers (19) angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Getriebeinheit (32) an dem der Fräswal
zenantriebseinrichtung (11 bis 15) abgewandten Ende des Wal
zengrundkörpers (19) angeordnet ist, wobei die Getriebeinheit
(32) über eine durch den Walzengrundkörper (19) hindurchge
führte Welle (56) mit der Fräswalzenantriebseinrichtung (11
bis 15) verbunden ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Walzengrundkörper (19) in zwei Seiten
wänden (16, 17) eines Walzenkastens (31) gelagert ist, daß die
dem Fräswalzenantrieb (11 bis 15) abgewandte Seitenwand (17)
verschwenkbar oder achsparallel verschiebbar ist und daß die
verschwenkbare Seitenwand (17) im Schließzustand das Loslager
(24) des Walzengrundkörpers (19) aufnimmt.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das
Loslager (24) ein sich nach außen verjüngendes Führungsteil
(40) aufweist und daß die Seitenwand (17) eine das Führungs
teil (40) aufnehmende, entsprechend sich verjüngende Ausspa
rung (41) aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Walzengrundkörper (19) in zwei Seiten
wänden (16, 17) eines Walzenkastens (31) gelagert ist, daß die
an dem Fräswalzenantrieb (11 bis 15) angeordnete Maschinen
verkleidung (21) Öffnungen (23) aufweist, durch die Befesti
gungselemente (20) zwischen der dem Fräswalzenantrieb (11 bis
15) zugewandten Seitenwand (16) und der Getriebeeinheit (32)
ohne Demontage von Maschinenteilen zugänglich sind.
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