DE19932386A1 - Schwimmkragen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwimmkragen, insbesondere gegen Ertrinken und/oder als Hilfe für ungeübte Schwimmer, mit einem Halsring (1) mit mindestens einer Tasche (2, 2', 2'', 2'''), in welcher mindestens ein entfaltbarer und aufblasbarer Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4') angeordnet ist und mit einer Druckmittelpatrone (5), welche mit einer Auslöseeinrichtung (10) und mit mindestens einer zu den Schwimmkörpern führenden Leitung (15) verbunden ist. Erfindungsgemäß finden mindestens zwei gemeinsam aktivierbare, vor und hinter dem Kopf des Schwimmers angeordnete, mit den Taschen verbundene Schwimmkörper (3, 4; 3', 4') Anwendung, wobei der hinter dem Kopf (20) liegende Schwimmkörper (3 bzw. 3') einen höheren Auftrieb aufweist als der vor dem Kopf (20) befindliche Schwimmkörper (4, 4').
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwimmkragen, insbesondere gegen Er
trinken und/oder als Hilfe für ungeübte Schwimmer, mit einem Halsring mit
mindestens einer Tasche, in welcher mindestens ein entfaltbarer und aufblasbarer
Schwimmkörper angeordnet ist, und mit einer Druckmittelpatrone, welche mit
einer Auslöseeinrichtung und mit mindestens einer zu dem Schwimmkörper
führenden Leitung verbunden ist.
Als Stand der Technik ist bereits ein derartiger Schwimmkragen bekannt, wel
cher als sog. "Notausrüstungspaket gegen Ertrinken" dient (DE 34 04 698 A 1).
Bei dieser bekannten Konstruktion kann eine kleine dehnfähige, aufblasbare
Auftriebsblase, welche als Band um den Hals des Schwimmers herumgeführt ist,
mittels einer Druckmittelpatrone aufgeblasen werden. Nachteilig bei dieser Kon
struktion ist der Einsatz einer einzigen Auftriebsblase, welche bezüglich ihres
Volumens und ihrer Gestaltung nur sehr schwer oder kaum an den jeweiligen
Schwimmer anzupassen ist. Die Wirkung dieses bekannten Notausrüstungspakets
ist daher nur sehr gering und außerdem nicht funktionssicher.
Weiterer Stand der Technik sind aufblasbare Rettungsschwimmkragen (DE-AS
27 36 432, DE-OS 40 00 629 A1). Beide Konstruktionen sind bauaufwendig
gestaltet und besitzen keine besonderen Elemente zum Stützen des Kopfes eines
Ertrinkenden.
Zum Stand der Technik zählt darüber hinaus ein Rettungsschwimmgerät mit
einzeln aufblasbaren Schwimmkörpern (DE-AS 11 33 271). Hier finden zwei
Flügel Anwendung, welche einen Brustschwimmkörper bilden. Außerdem ist ein
Halsschwimmkörper vorhanden, wobei die beiden Flügel des Brustschwimmkör
pers mit dem Halsschwimmkörper durch je eine in der Schultergegend angeord
nete Lasche miteinander verbunden sind. Auch hieraus resultiert eine bauauf
wendige Konstruktion, wobei es einiger Übung bedarf, diese funktionsrichtig an
dem Schwimmer anzubringen.
Als Stand der Technik sind zusätzlich bekannt ein Rettungsschwimmkragen (DE
29 41 931 C2), bei welchem die Auftriebskräfte der Brustflügel mehrfach höher
sind als die der Nackenstütze, eine aufblasbare Schwimmbinde (DE-PS 861
808), welche mehrere zusammenhängende Luftkammern besitzt, sowie ein auf
blasbarer Schwimmring (DE-OS 19 72 052), welcher als Schwimmhilfe zum
Aufstreifen auf die Arme und die Beine eines Nichtschwimmers oder Schwimm
schülers dient.
Gegenüber dem vorgenannten Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorlie
genden Erfindung darin, einen Schwimmkragen der eingangs genannten Art zu
schaffen, welcher bei einfachem Aufbau und kostensparender Herstellung eine
einwandfreie Stützung des Kopfes eines Schwimmschülers oder eines Ertrinken
den gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 gelöst. Es findet damit vorteilhafterweise ein Schwimm
kragen Anwendung, welcher vorzugsweise mit vier Schwimmkörpern ausgestat
tet ist, wobei die zwei vorderen Schwimmkörper einen geringeren Auftrieb als
die beiden hinteren Schwimmkörper besitzen und damit den Kopf eines
Schwimmschülers bzw. eines Ertrinkenden funktionsgerecht stützen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Haltering aus einem offenen,
an seinen Enden miteinander verbindbaren Band bestehen, mit einer mittleren
Tasche, welche die Druckmittelpatrone und das Auslöseelement aufweist, wobei
beidseitig der mittleren Tasche jeweils zwei Taschen zur Aufnahme eines großen
und eines kleinen Schwimmkörpers vorgesehen sind. Hierbei können die
Druckmittelpatrone und die Schwimmkörper im unteren Bereich der Taschen
durch Leitungen miteinander verbunden sein. Diese Leitungen können dabei
jeweils durch jeden der Schwimmkörper hindurchlaufen oder jeder Schwimm
körper kann einzeln mit einer eigenen Leitung mit der Druckmittelpatrone in
Verbindung stehen.
Um die gesamte Einheit funktionsfähig und stabil zu halten, besteht die Mög
lichkeit, dass die Taschen und/oder die Schwimmkörper in ihrem unteren Bereich
mit mindestens einem Verstärkungsring versehen sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Auslöseeinrichtung auto
matisch oder von Hand auslösbar sein, so dass beispielsweise im Falle von Be
wusstlosigkeit trotzdem die vier Schwimmkörper funktionssicher in den aufge
blasenen Zustand überführt werden und damit durch die spezielle Gestaltung den
Kopf des Ertrinkenden stützen. Um ein unerwünschtes Auslösen der Auslöseein
richtung zu vermeiden, kann eine Auslösesperre vorhanden sein.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der die Schwimmkörper in
Taschen aufnehmbare Halsring aus Kunststoff bestehen, wobei die Schwimm
körper im unteren Bereich mit den Taschen verschweißt sind. Zum schnellen
Anlegen des Schwimmkragens können die Enden des bandförmigen Halsrings
durch einen Klettverschluss miteinander verbunden werden.
Eine besonders einfache Gestaltung des erfindungsgemäßen Schwimmrings er
gibt sich dann, wenn die die Schwimmkörper und die Druckmittelpatrone ver
bindenden Leitungen durch Schweißnähte abgetrennte Teile des bandförmigen
Halterings sind.
Die Druckmittelpatrone kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auswech
selbar in der hinteren Tasche angeordnet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des Schwimmkragens in geöffneter
Position;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Druckmittelpatrone:
Fig. 3 der erfindungsgemäße Schwimmkragen mit aufgeblasenen Schwimm
körpern in schematischer Seitenansicht;
Fig. 4 die Darstellung nach Fig. 3 in Rückansicht.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besteht der erfindungsgemäße Schwimmkragen aus
einem bandförmigen Haltelelement 1, welcher beispielsweise aus Kunststoff
besteht und vier Taschen aufweist. Hierbei sind beiderseits einer mittleren Ta
sche 22 weitere Taschen 2, 2' sowie 2" und 2''' angeordnet.
Die mittlere Tasche 22 dient zur Aufnahme einer Druckmittelpatrone 5 mit Aus
löseelement 10. Die weiteren Taschen sind so ausgebildet, dass sie zur Aufnahme
von Schwimmkörpern 3, 3' sowie 4, 4' dienen. Hierbei sind die Taschen 2 und
2" zur Aufnahme der Schwimmkörper 3 und 3' vorgesehen, während die äuße
ren Taschen 2' und 2''' zur Aufnahme der Schwimmkörper 4 und 4' dienen.
Wie ersichtlich, weisen die Schwimmkörper 3 und 3', welche sich hinter dem
Kopf 20 eines Menschen befinden, eine größere Form und damit eine höhere
Auftriebskraft auf als die vorderen und kleiner gestalteten Schwimmkörper 4 und
4'.
Der Haltering 1 weist an seinen Endbereichen einen Klettverschluss 25 auf, so
dass sich der Schwimmkragen schnell und problemlos um den Hals eines
Schwimmers befestigen lässt.
Die Schwimmkörper 3 und 4, welche sich gemäß Fig. 1 links in den Taschen 2
und 2' befinden, sowie die Schwimmkörper 3' und 4', welche in den Taschen 2"
und 2''' angeordnet sind, werden durch Leitungen 15, 15', 15" und 15''' mitein
ander verbunden. Hierbei befinden sich diese Leitungen nach Fig. 1 vorteilhaf
terweise im unteren Bereich jeder der Taschen. Es können insgesamt vier kurze
Leitungen, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, vorgesehen sein. Alternativ
besteht auch die Möglichkeit einer durchgehenden Leitung zu den Schwimmkör
pern 3 und 4 sowie 3' und 4' mit entsprechenden Abzweigungen. Darüber hinaus
kann die Anordnung so sein, dass von der Druckmittelpatrone 5 jeweils eine
einzige Leitung zu dem Schwimmkörper 3, zu dem Schwimmkörper 4 sowie zu
den Schwimmkörpern 3' und 4' führt.
Die Druckmittelpatrone 5 befindet sich auswechselbar in der mittleren Tasche 22
und ist nach Fig. 2 mit einer Auslösesperre 12 verbunden, so dass ein uner
wünschtes Auslösen des Auslöseelements 10 einwandfrei vermieden wird.
In einer nicht näher dargestellten Ausführungsform besteht die Möglichkeit, dass
die Taschen 2, 2', 2" und 2''' und/oder die Schwimmkörper 3, 3' sowie 4, 4' in
ihrem unteren Bereich mit mindestens einem Verstärkungsring versehen sind.
Damit kann der Schwimmkragen, d. h. der bandförmige Haltering 1, bereits eine
gewölbte Form einnehmen, so dass er sich leicht um den Hals eines Schwimmers
legen und über den Klettverschluss zu einer geschlossenen Einheit verbinden
lässt.
Das Auslöseelement 10 kann als Selbstauslösung gestaltet sein, welches bei
spielsweise bei Erschöpfung, bei körperlichen Schwächen oder bei anderen
Schwächeerscheinungen ausgelöst wird. Es besteht auch die Möglichkeit einer
automatischen Auslösung, beispielsweise bei fallendem Blutdruck.
Da die beiden hinteren Schwimmkörper 3 und 3' eine größere Auftriebs- und
Stabilisierungswirkung haben als die beiden Schwimmkörper 4 und 4', wird der
Kopf 20 des Schwimmers einwandfrei in einer stabilen Lage gehalten.
Die gesamte Anordnung ist so gestaltet, dass sie einerseits kostensparend her
stellbar ist, andererseits jedoch einwandfrei den Kopf eines Ertrinkenden oder
eines ungeübten Schwimmers funktionssicher so über Wasser hält, dass eine
optimale Lage eingenommen wird.
Claims (13)
1. Schwimmkragen, insbesondere gegen Ertrinken und/oder als Hilfe für un
geübte Schwimmer,
mit einem Halsring (1) mit mindestens einer Tasche (2), in welcher minde stens ein entfaltbarer und aufblasbarer Schwimmkörper (3) angeordnet ist,
und mit einer Druckmittelpatrone (5), welche mit einer Auslöseeinrichtung (10) und mit mindestens einer zu dem Schwimmkörper (3) führenden Lei tung (15) verbunden ist,
gekennzeichnet durch
mindestens zwei gemeinsam aktivierbare, vor und hinter dem Kopf des Schwimmers angeordnete, mit den Taschen (2, 2', 2", 2''') verbundene Schwimmkörper (3, 4; 3', 4'), wobei der hinter dem Kopf (20) liegende Schwimmkörper (3, 3') einen höheren Auftrieb aufweist als der vor dem Kopf (20) befindliche Schwimmkörper (4, 4').
mit einem Halsring (1) mit mindestens einer Tasche (2), in welcher minde stens ein entfaltbarer und aufblasbarer Schwimmkörper (3) angeordnet ist,
und mit einer Druckmittelpatrone (5), welche mit einer Auslöseeinrichtung (10) und mit mindestens einer zu dem Schwimmkörper (3) führenden Lei tung (15) verbunden ist,
gekennzeichnet durch
mindestens zwei gemeinsam aktivierbare, vor und hinter dem Kopf des Schwimmers angeordnete, mit den Taschen (2, 2', 2", 2''') verbundene Schwimmkörper (3, 4; 3', 4'), wobei der hinter dem Kopf (20) liegende Schwimmkörper (3, 3') einen höheren Auftrieb aufweist als der vor dem Kopf (20) befindliche Schwimmkörper (4, 4').
2. Schwimmkragen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei vor und
hinter dem Kopf (20) des Schwimmers angeordnete Schwimmkörper (3, 3';
4, 4').
3. Schwimmkragen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Halsring (1) aus einem offenen, an seinen Enden miteinander verbindbaren
Band besteht, mit einer mittleren Tasche (22), welche die Druckmittelpa
trone (5) und das Auslöseelement (10) aufweist und
dass beiderseits der mittleren Tasche (22) jeweils zwei Taschen (2, 2', 2", 2''') zur Aufnahme eines großen und eines kleinen Schwimmkörpers (3, 3'; 4, 4') vorgesehen sind.
dass beiderseits der mittleren Tasche (22) jeweils zwei Taschen (2, 2', 2", 2''') zur Aufnahme eines großen und eines kleinen Schwimmkörpers (3, 3'; 4, 4') vorgesehen sind.
4. Schwimmkragen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Druckmittelpatrone (5) und die Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4') im unteren
Bereich der Taschen (2, 2', 2", 2''') durch Leitungen (15, 15', 15", 15''')
miteinander verbunden sind.
5. Schwimmkragen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Taschen (2, 2', 2", 2''') und/oder die Schwimmkörper (3, 3', 4, 4') in ih
rem unteren Bereich mit mindestens einem Verstärkungsring versehen sind.
6. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung (10) automa
tisch und/oder von Hand auslösbar ist.
7. Schwimmkragen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auslöseeinrichtung (10) mit einer Auslösesperre (12) verbunden ist.
8. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4')
in Taschen (2, 2', 2", 2''') aufnehmende, bandförmige Halsring (1) aus
Kunststoff besteht, wobei die Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4') im unteren Be
reich mit den Taschen (2, 2', 2", 2''') verschweißt sind.
9. Schwimmkragen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Enden des bandförmigen Halsrings (1) durch einen Klettverschluss (25)
miteinander verbindbar sind.
10. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schwimmkragen (3, 3'; 4, 4')
und die Druckmittelpatrone (5) verbindenden Leitungen durch Schweiß
nähte abgetrennte Teile des bandförmigen Halsrings (1) sind.
11. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Druckmittelpatrone (5)
diese jeweils über eine Leitung mit einem großen und einem kleinen
Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4') verbunden ist.
12. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass jeder Schwimmkörper (3, 3'; 4, 4') über eine
eigene Leitung mit der Druckmittelpatrone (5) verbunden ist.
13. Schwimmkragen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelpatrone (5) auswech
selbar in der mittleren Tasche (22) angeordnet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: LOEW, GABRIELA, 80634 MUENCHEN, DE |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
Free format text: HUHN, ALFRED, 80687 MUENCHEN, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HUHN, GABRIELA, 80634 MUENCHEN, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |