DE19931186A1 - Zelt mit Kühleinrichtung - Google Patents
Zelt mit KühleinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Zelt mit Kühleinrichtung, insbesondere Großraumzelte wie Zirkuszelte, Festzelte oder Zelthallen, wobei durch das beabstandete Anbringen eines Kühlungsdaches an die Zeltoberfläche oder das Einbringen von Hohlräumen in die Zeltoberfläche eine Art Kamin geschaffen wird, welcher vertikal nach oben hin verläuft. Durch eine untere und eine obere Öffnung des Kamins wird es ermöglicht, die in diesen Zwischenraum eingefallene, unerwünschte Sonnenenergie durch selbsttätiges Aufsteigen der erwärmten Luft im Kamin nach oben hin abzuführen, wodurch das Innere des Zeltes optimal kühl gehalten wird. Das Kühlungsdach kann eine geschlossene Oberfläche, aber auch eine netzförmig geöffnete Oberfläche aufweisen und auf oder unterhalb der Zeltplane angeordnet sein. Auch ist eine unterstützende Kühlung mittels Ventilator und Flüssigkeitskühlung vorgesehen. Als weitere Alternative ist eine thermisch isolierte, mehrschichtige Plane zur Zeltabdeckung vorgesehen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Zelt mit Kühleinrichtung, insbesondere Grossraumzelte wie
Zirkuszelte, Festzelte oder Zelthallen, nach dem Oberbegiff der Patentansprüche 1,
11 und 21, wobei die Kühleinrichtung den Innenraum des Zeltes kühlen soll.
Zur Zeit bestehen freitragende Grosszelte wie z. B. Zirkus-, Show-, Messe- oder
Ausstellungszelte aus einer Tragkonstruktion mit Masten und Kuppel bzw.
Tragpunkten, von denen aus eine Plane zu den Bodenverankerungen gespannt
wird. Zelthallen bestehen aus einer Tragkonstruktion, aus einem Gerippe aus
Aluminiumprofilrohren in welche eine Plane eingezogen wird.
Nachteil hierbei ist, dass durch direkte Sonneneinstrahlung auf die Zeltplane sich
diese sehr stark erwärmt, so dass im Zeltinnern hohe Temperaturen entstehen.
Hierfür sind die direkte Wärmestrahlung von der Zeltplane und die nur schlecht
abzuführende, aufgewärmte Luft im Zeltinnern verantwortlich.
Um diesen hohen Temperaturen im Zelt entgegen zu wirken, wird derzeit die
Methode der Be- und Entlüftung angewandt, um den Hitzestau unter der Zeltplane
zu vermindern. Hierzu werden die Seitenplanen geöffnet (Planen werden vom Boden
aus hoch gebunden oder ganz entfernt) und Entlüftungsklappen in der Zeltkuppel
geöffnet. Es entsteht eine leichte Luftzirkulation die sich leicht kühlend auswirkt. Das
Problem der Wärmestrahlung kann hiermit allerdings nicht behoben werden.
Die weiteren Nachteile bei dieser Methode bestehen darin, dass bei
Wetteränderungen z. B. wechselnder Bewölkung starke Temperaturschwankungen
entstehen und bei stärkeren Windböen das gesamte Zelt von Zerstörung
(Zerreissen) bedroht ist. Des weiteren entsteht ein starker Lichteinfall, der sich
nachteilig auswirken kann, wenn in Show- oder Zirkusproduktionen, in Messen oder
Ausstellungen mit Beleuchtungseffekten, Nebel oder Projektionen gearbeitet wird.
Es besteht ein zunehmender Bedarf an Grosszelten, die auch bei direkter
Sonneneinstrahlung angenehme Zeltinnentemperaturen aufweisen, insbesondere
bei Zeltvermietern, Zirkusbetrieben, Ausstellern, Messeorganisationen usw.
So ist es Ziel dieser Erfindung, ein Kühlungsdach, insbesondere für Grossraumzelte,
zu schaffen, welches auch bei direkter Sonneneinstrahlung im Zeltinnern eine
angenehme und erträgliche Temperatur gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe dient die technische Lehre des Hauptanspruches 1 oder
11 oder 21.
Wesentliches Merkmal hierbei ist, ein gattungsgemässes Zelt der eingangs
erwähnten Art derart weiterzubilden, dass ein Kühlungsdach vorgesehen ist,
welches im wesentlichen beabstandet zur Plane verläuft und mindestens eine
bodenseitige untere Öffnungsfläche und mindestens eine vom Boden abgewandte
obere Öffnungsfläche besitzt.
Alternativ hierzu kann die Plane mindestens teilweise doppelwandig ausgebildet
sein und zwischen den beiden Wänden Hohlräume ausgebildet sein, welche
Hohlräume mindestens eine bodenseitige untere Öffnungsfläche und mindestens
eine vom Boden abgewandte obere Öffnungsfläche miteinander verbinden.
Als weitere Alternative ist es erfindungsgemäss vorgesehen, dass die Zeltplane aus
einem thermisch isolierenden Material gebildet wird.
Hierbei wird es bevorzugt, wenn das Kühlungsdach eine das Sonnenlicht
abschattende Wirkung besitzt, wobei das Material für das Kühlungsdach je nach
Anforderung, Art des Grosszeltes, Grad der erwünschten Sonnenlicht-Abschattung,
auftretenden mechanischen Belastungen, Witterungsbeständigkeit,
Montagefreundlichkeit und Lebensdauer, aus den zur Zeit technisch herstellbaren
Planen, Folien Geweben oder Netzen, gewählt wird.
Bestimmende Faktoren für den Abstand zwischen der Zeltplane und der
Kühlungsdachplane sind, die verbleibende Wärmestrahlung die auf die Zeltplane
auftrifft, eine ausreichende Luftzirkulation zwischen den Planen, die technischen
Möglichkeiten der Anbringung und die Erhaltung der Form und der Proportion des
Zeltes, so dass aus den gegenläufigen Forderungen ein Kompromisswert
festzulegen ist. Empfohlen wird hier ein Mindestabstand von ca. 20 cm.
Das Kühlungsdach nach Anspruch 1 ist lediglich eine Ergänzung zu dem Grosszelt
und trägt weder zur Statik noch zur grundsätzlichen Funktionalität des Zeltes etwas
bei. Dies hat zur Folge, dass es bei Bedarf, und sogar auch nachträglich am bereits
aufgestellten Zelte, montiert werden kann.
Die Anbringung eines Kühlungsdaches, kann entweder bei der Konstruktion und
dem Neubau eines Zeltes berücksichtigt werden oder es können bestehende Zelte
durch leichte Modifikation der Tragkonstruktion so ergänzt werden, dass das
Anbringen eines Kühlungsdaches möglich ist, sofern dies die Statik zulässt.
Da es im Bereich der Grosszelte unterschiedliche Zeltgattungen gibt sind auch die
Sonnendächer, die Form, das Material, die Tragkonstruktion, die Montage, und das
Erscheinungsbild unterschiedlich.
Es gibt zwei Hauptgattungen von Grossraumzelten:
- 1. Zirkus-, Show-, Messe- und Ausstellungszelte und
- 2. Fest- und Hallenzelte.
Als Beispiel für die erste Gruppe liegt eine freitragende Konstruktion z. B. eines
Zirkuszeltes mit Rundkuppel vor, wobei der Tragring für die Befestigung des
Kühlungsdaches von den vier Masten her in deren Mitte mit Stahlseilen aufgehängt
ist. Dieser ist so zu dimensionieren, dass er bei allen auftretenden statischen und
dynamischen Kräften ausreichend Sicherheit bietet. Des weiteren ist die Öffnung so
gross zu wählen, dass die Austrittsöffnung für die austretende aufsteigende warme
Luft einen genügend grossen Luftdurchsatz ermöglicht und er muss
Befestigungsmöglichkeiten für die Kühlungsdachplane und evtl. erforderliche
Tragseile, sofern dies die Form des Zeltes oder die zu geringe mechanische
Festigkeit der Kühlungsdachplane erfordert, aufweisen.
Dieser Tragring wird unabhängig davon ob das Kühlungsdach montiert wird oder
nicht, grundsätzlich bei jedem Aufbau des Zeltes montiert, dadurch besteht jederzeit
die Möglichkeit das Kühlungsdach auch nachträglich zu montieren.
An der Aussenkante des Zeltes, dort wo die schrägverlaufende Dachplane mit der
senkrecht, rundum verlaufenden Seitenplane zusammen trifft, sind auf den
Seitenstützen, die rundum entlang der Seitenplane alle 1-2 m verteilt sind,
Distanzhülsen aufgesetzt, die an ihrem oberen Ende einen Metallring besitzen,
durch welchen ein Stahlseil gezogen und zu einem Ring, entlang der Zeltkante,
geschlossen wird. Dieser bildet die untere Auflagekante für die Kühlungsdachplane,
die von hier aus mit Spannvorrichtungen zu den Verankerungen im Boden
abgespannt wird.
Des weiteren kann die Konstruktion für die untere Auflagekante der Kühlungsplane
durch jede andere Konstruktion, wie z. B. zusammengesteckte Metallrohrbügel,
ersetzt werden, soweit diese die gleiche Funktion erfüllen.
Die Länge der Distanzhülsen legt die Grösse der rundum verlaufenden
Eintrittsöffnung für die zuströmende Luft und die Distanz an der Zeltkante zwischen
Zelt und Kühlungsdachplane fest.
Um die an der Tragkonstruktion, durch die Anbringung eines Kühlungsdaches
zusätzlich auftretenden statischen Kräften möglichst minimal zu halten, muss die
Plane sehr leicht sein, um die dynamischen Kräfte zu minimieren, die durch die
Wind- und Sturmböen an der Plane auftreten können, ist ein beschränkt
luftdurchlässiges Material von Vorteil.
In dem hier beschriebenen Beispiel kommt als Kühlungsdachplane ein dicht
gewebtes Netz aus PE-Bändchen (PEFLEX Universalnetz Typ 427) zum Einsatz. Da
die mechanische Festigkeit und Formstabilität dieses Gewebes für eine
Flächenbespannung dieser Grösse nicht ausreicht, werden hier Tragseile
verwendet, die strahlenförmig vom Tragring oberhalb der Kuppel zu den
Bodenankern, an denen auch das Zelt abgespannt ist, gespannt werden und an
denen das Netz befestigt wird.
Im zweiten Bereich der Fest- und Hallenzelte wird derzeit überwiegend ein Zelttyp
eingesetzt, der aus Aluminium-Rohrprofil-Gerippe besteht, das derart aufgebaut ist,
das zwischen den Stützen und Trägern lauter Rechtecke gleicher Breite entstehen.
In die Profilrohre sind beidseitig durchgehend längs verlaufende Nuten mit einem
kreisförmigen Querschnitt integriert, in die die langen rechteckigen Zeltplanen, die
an den Längsseiten mit Wülsten versehen sind, eingezogen werden. Da die
Zeltplanbahnen nur wenige Meter breit sind und beiderseits auf der gesamten Länge
in den Alu-Strangprofilen fest verankert sind, bedarf es weder zusätzlicher Tragseile
noch Spannvorrichtungen für die Stabilisierung und Formgebung des Zeltes. Auch
auf diesen Zelttyp mit Aluminium-Rohrprofil-Gerippe kann das erfindungsgemässe
Kühlungsdach aufgebracht werden in ähnlicher Weise wie bei den freitragenden
Zelten. Der bodennahe Abschluss des Kühlungsdaches selbst muss hier nicht
zwingend durch Abspannen auf den Boden vorgesehen sein, sondern das
Kühlungsdach kann auch direkt über im wesentlichen starre oder in gewissem
Masse elastische Verbindungen mit dem Aluminium-Rohrprofil-Gerippe verbunden
sein.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass das
Kühlungsdach nicht ausserhalb des Zeltes, sondern im Innern des Zeltes unterhalb
der schräg verlaufenden Plane und beabstandet davon angebracht ist. Zusätzlich
dazu kann das Kühlungsdach sich noch bis in den Bereich der senkrecht
verlaufenden Seitenwände erstrecken, oder gar bis ganz hin zum Boden.
Bei dieser Variante des innenliegenden Kühlungsdaches, welches also unterhalb
der eigentlichen Zeltplane liegt, übernimmt die Zeltplane die abschattende Funktion
des Kühlungsdaches gemäss der ersten Variante mit aussenliegendem
Kühlungsdach. Das innenliegende Kühlungsdach begrenzt hierbei den Innenraum
des Zeltes. Der Zeltinnenraum wird hierbei im Gegensatz zur Variante mit
aussenliegendem Kühlungsdach etwas kleiner.
Der Vorteil des innenliegenden Kühlungsdaches liegt darin, dass das Kühlungsdach
hierbei ausser dem Eigengewicht keine weiteren Kräfte aufnehmen muss, da alle
dynamischen Kräfte (z. B. Wind, Sturm, Regen, Schnee etc.) durch die äussere
Zeltplane getragen werden.
Des weiteren unterliegt das Material für das Kühlungsdach weder
Witterungseinflüssen, noch einer direkten Sonneneinstrahlung, d. h. keiner UV-
Strahlung, was besonders im Hinblick auf Dauerhaltbarkeit und Herstellungskosten
sich als günstig erweist.
Auch hier muss erfindungsgemäss eine untere Einlass und eine obere
Auslassöffnung vorhanden sein, so dass die durch die Sonnenenergie erwärmte Luft
zwischen der äusseren Zeltplane und dem Kühlungsdach aufsteigen kann und durch
die obere Auslassöffnung entweichen kann. Durch den somit auftretenden
Kamineffekt entsteht eine Sogwirkung an der unteren Einlassöffnung. Natürlich
können erfindungsgemäss auch mehrere Einlassöffnungen und/oder mehrere
Auslassöffnungen vorgesehen sein, welche auch in unterschiedlichen Zelthöhen
angeordnet sein können, wichtig ist hierbei aber immer, dass die Einlassöffnungen
unterhalb den Auslassöffnungen angeordnet sind.
Eine unterstützende Zwangsentlüftung kann in allen Ausführungsformen
beispielsweise mittels Ventilatoren vorgesehen sein, die sich entweder im Bereich
der unteren Einlassöffnung, der oberen Auslassöffnung, zwischen der unteren
Einlassöffnung und der oberen Auslassöffnung oder aber in der Abzugsöffnung für
den übrigen Zeltinnenraum befinden kann.
Der Abstand zwischen dem Kühlungsdach und der Oberfläche der Zeltplane kann in
allen Ausführungsformen unterschiedlich gewählt werden, je nach den
Umgebungsbedingungen und den gewünschten konstruktiven und klimatischen
Vorgaben. Vorzugsweise liegt dieser Abstandswert jedoch bei ca. 20 cm.
Im Extremfall liegen Kühlungsdach und Zeltplane praktisch aufeinander und sind
lediglich durch Abstandshalter voneinander getrennt, so dass sich zwischen beiden
wiederum ein Zwischenraum bildet, durch welchen mittels Fremdbe- oder
Fremdentlüftung die sonnenerwärmte Luft nach oben hin abgezogen werden kann.
Die Abstandshalter zwischen Kühlungsdach und Zeltplane können sich auf dem
Kühlungsdach oder der Zeltplane befinden, oder auf dem Kühlungsdach und der
Zeltplane gleichzeitig und sind vorzugsweise werkstoffeinstückig mit diesen
verbunden. Bevorzugt wird, wenn das Kühlungsdach oder aber die Zeltplane derart
während oder nach der Fertigung bleibend verformt wird, dass sich entsprechende
Abstandshalter ausbilden. Die Verformungen können sowohl punktuell, wie auch
linienförmig, gleichmässig oder aber ungleichmässig auf dem Kühlungsdach bzw.
der Plane verteilt sein, jedoch muss nach der Montage immer noch ein Durchgang
von Luft in vertikaler Richtung möglich sein.
Auch soll es erfindungsgemäss vorgesehen sein, dass beide Bauteile, das
Kühlungsdach und die Zeltplane vor Aufbringen auf das Gerüst bzw. an die
Tragpfosten derart werkstoffeinstückig miteinander verbunden werden, dass diese
zwischen sich Hohlräume ausbilden. Durch diese Hohlräume kann dann die
erwärmte Luft wiederum wie in einem Kamin, evtl. unterstützt durch einen Ventilator
o. ä. von unten nach oben ins Freie gelangen.
Es kann auch lediglich eine etwas dickere Zeltplane verwendet werden, in welche
Hohlräume derart eingebracht werden, dass durch diese nach erfolgter Montage auf
den Zeltträgern die erwärmte Luft nach oben steigen kann und ins Freie gelangt,
wobei Kühlungsdach und Zeltplane dann eine Einheit bilden.
Erfindungsgemäss ist auch eine Flüssigkeitskühlung vorgesehen, welche entweder
direkt auf der jeweiligen aussenliegenden Plane in Form von Kühlschlangen
aufgebracht ist, oder aber durch die Hohlräume innerhalb der Zeltplane und/oder
zwischen Kühlungsdach und Zeltplane und/oder innerhalb des Kühlungsdaches
fliesst. Es kann lediglich Wasser verwendet werden, oder auch ein spezielles
Kühlmittel in einem geschlossenen Kreislauf.
Des weiteren kann auch eine thermisch isolierende Plane zum Einsatz kommen,
wobei hier verschiedene Varianten zur Verfügung stehen:
- 1. Trägerplane - Isolierschicht - Schutzschicht
- 2. Trägerplane - Isolierschicht - Trägerplane.
Hierbei kann sich die Isolierschicht auf verschiedene Art und Weise
zusammensetzen, nämlich aus einer einzigen Isolationsschicht (z. B.
dauerelastischer Schaum) oder aber aus mehreren Schichten (z. B. Wärme-
Reflexionsschicht und Wärme-Isolationsschicht).
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der
einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschliesslich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben
und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche
Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in
Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege
darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen
und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der
Erfindung hervor.
Fig. 1 zeigt ein herkömmliches, mobiles Zirkuszelt in abgespannter, freitragender
Ausführung in Seitenansicht;
Fig. 2 zeigt das erfindungsgemässe Zirkuszelt gemäss Fig. 1 mit darüber
befestigtem Kühlungsdach mit Tragseil-Befestigung in Seitenansicht;
Fig. 2a zeigt das erfindungsgemässe Zirkuszelt gemäss Fig. 1 mit darüber
befestigtem, freitragendem Kühlungsdach in Seitenansicht;
Fig. 3 zeigt das erfindungsgemässe Zirkuszelt mit Kühlungsdach nach Fig. 2 in
der Draufsicht;
Fig. 3a zeigt das erfindungsgemässe Zirkuszelt mit Kühlungsdach nach Fig. 2a in
der Draufsicht;
Fig. 4 zeigt eine skizzenhaft dargestellte Aluminium-Tragkonstruktion eines
herkömmlichen mobilen Fest- oder Hallenzeltes;
Fig. 5 zeigt das Fest- oder Hallenzelt nach Fig. 4 mit darauf angebrachter Plane
und Kühlungsdach;
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch ein Aluminium-Strangprofil des Trägersystems
für Fest- oder Hallenzelte nach dem Stand der Technik;
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch zwei aneinander befestigte Aluminium-
Strangprofile des Trägersystems für Fest- oder Hallenzelte nach dem Stand der
Technik;
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch ein neu entwickeltes Aluminium-Strangprofil
des Trägersystems für Fest- oder Hallenzelte mit integrierter Nut für das
Kühlungsdach und optimiertem Montagebereich;
Fig. 9 zeigt die Befestigung der Zeltplanen an den Aluminium-Strangprofilen nach
dem Stand der Technik;
Fig. 9a zeigt die Befestigung der Zeltplanen und der Kühlungsplanen an den
Aluminium-Strangprofilen nach der Erfindung;
Fig. 10 zeigt einen Teilausschnitt der Seitenansicht eines Zeltes mit
innenliegendem Kühlungsdach;
Fig. 11 zeigt den Aufbau einer erfindungsgemässen thermisch isolierenden Plane
mit witterungsunempfindlicher Trägerplane, Isolierschicht und Schutzschicht im
Querschnitt;
Fig. 12 zeigt den Aufbau einer erfindungsgemässen thermisch isolierenden Plane
mit witterungsunempfindlicher Trägerplane, Isolierschicht und zweiter Trägerplane im
Querschnitt.
Wie in Fig. 1 gezeigt wird, besteht ein herkömmliches, freitragendes Zirkuszelt 1a
aus Masten 4, an welchen über die Abspannseile 6b ein Kuppelring 3b und an
diesem die Plane 2 über der Arena, den Zuschauerrängen und dem
Eingangsbereich freitragend aufgehängt ist. Hierbei wird die Plane 2 im
Bodenbereich 12 mittels der Abspannseile 6a an den im Boden 12 befestigten
Bodenankern 6c angebracht und somit die Plane 2 zwischen dem an den
Abspannseilen 6b befestigten Kuppelring 3b im oberen Dachbereich und den
Abspannseilen 6a an den Bodenankern 6c im Bodenbereich 12 aufgespannt.
Oberhalb der oberen Berandung der aufgespannten Plane 2 ist eine Kuppel 3 zum
Abschluss des Zirkuszeltes angebracht, wobei die Kuppel 3 entweder über im Innern
liegende zusätzlichen Pfeiler gestützt wird oder aber mittels der Abspannseile 6b
oder zusätzlicher Abspannmittel an den Masten 4 frei hängend über der Plane 2
befestigt ist.
Im unteren, bodennahen Bereich 12 der Plane 5 verläuft die Plane 5 nicht der
freihängenden Planenkurve der Plane 2 entsprechend, sondern im wesentlichen
vertikal senkrecht auf den Boden 12 zu, wodurch senkrechte Begrenzungswände 5
gebildet werden. Die Abspannseile 6a sind also zum einen an den im Boden 12
befindlichen Bodenankern 6c befestigt, und zum anderen in etwa 3-4 m Höhe an
der das Schrägdach bildenden Plane 2, welche durch die Stützen 5b gestützt wird
und an welcher die senkrechten Begrenzungswände 5 angebracht sind. Die
Aussenkontur 5a der senkrechten Begrenzungswände 5 verläuft also innerhalb der
Abspannseile 6a bzw. der Bodenanker 6c.
Die Kuppel 3 kann durch verschiedene Öffnungsmechanismen manuell oder
automatisiert zu öffnen sein, wobei lediglich Lüftungsklappen, Lüftungsschlitze
und/oder Lüftungsjalousien, oder sogar die gesamte Kuppel 3 geöffnet werden
können.
Die senkrechten Begrenzungswände 5 sind mindestens teilweise aufmachbar, d. h.
hochklappbar oder abnehmbar ausgebildet, wodurch für eine entsprechende
Belüftung bei Sonneneinstrahlung gesorgt werden kann.
Die Kuppel 3 kann so ausgebildet sein, dass sie nach oben hochgefahren werden
kann, so dass dann ein Zwischenraum 7 zwischen Kuppel 3 und der Plane 2
entsteht, und somit eine Belüftungsströmung durch die senkrechten
Begrenzungswände 5 hindurch in das Zeltinnere nach oben hin durch die geöffnete
Kuppel 3 erfolgt und dadurch die im Innern des Zeltes erhitzte und mit Wasserdampf
gesättigte Luft abgeführt werden kann und durch kühlere Frischluft ersetzt werden
kann.
Dies ist jedoch nur bis zu einem gewissen Masse und natürlich nicht bei jeder
Witterung möglich, so ist eine genügende Klimatisierung bei sehr hohen
Aussentemperaturen, bei sehr grosser Sonneneinstrahlung, bei einer hohen
Besucheranzahl oder bei starkem Wind nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Durch diese Massnahme der Be- und Entlüftung allein, lässt sich die
Wärmestrahlung der Plane 2 in Richtung Besucher nicht reduzieren.
In Fig. 2 ist das erfindungsgemässe Zelt 1b mit Kühlungsdach 8a mit einer
Zeltplane aus eng gewebtem Netz (Maschenweite 1,5 × 3 mm) dargestellt, wobei das
Kühlungsdach 8a auf einem Zirkuszelt 1b an den Tragseilen 6d, dem Tragring 13
und den Abspannseilen 6a befestigt ist. Hierbei bezeichnen gleiche Bezugszeichen
die gleichen Bauteile wie in Fig. 1.
Im bodennahen Bereich 12 sind die Masten 4 auf Fussplatten befestigt, welche
mittels Bodenankern 6c fixiert sind. Im oberen Bereich sind die Masten 4 durch die
Verbindungsseile 4a mit Bodenankern 6c abgespannt.
Der Tragring 13 für das Kühldach ist mittels der Tragseile 4c zentrisch zwischen den
Masten 4 oberhalb der Kuppel 3 aufgehängt. Dieser Tragring 13 kann auch starr mit
den Masten 4 verbunden sein.
Des weiteren kann der Tragring 13 für das Kühldach auch jede andere beliebige
Form annehmen, beispielsweise oval, polygonal, und er kann sogar der Kuppel 3
angepasst werden und direkt an dieser derart befestigt werden, dass eine obere
Austrittsöffnung 10 für die aufsteigende Luft entsteht, was eine separate Befestigung
des Tragringes 13 überflüssig macht.
Im Unterschied zum Zelt 1a in Fig. 1, bei der die Zeltplane 2 freitragend zwischen
dem Kuppelring 3b und den Stützen 5b mittels der Abspannseile 6a gespannt wird,
ist das Kühldach 8a in diesem Bereich nicht als selbsttragende Plane ausgebildet,
da die mechanische Festigkeit und Formstabilität der Plane hierfür nicht ausreichen.
Hierzu sind aus diesen Gründen die Tragseile 6d vorgesehen, die vom Tragring 13
über Distanzhülsen 14 zu den Bodenankern 6c gespannt werden und an denen das
Kühlungsdach 8a befestigt wird.
Das Kühlungsdach 8a besitzt im wesentlichen die gleiche Form wie die
schrägverlaufende Plane 2 und setzt sich aus montage- und
handhabungstechnischen Gründen aus mindestens 4 Elementen zusammen, die
wiederum in Einzelsegmente unterteilt sein können. Sofern ein Hauptelement aus
Einzelelementen besteht, können diese als feste Verbindung ausgeführt sein (z. B.
zusammengenäht, geklemmt, verschweisst etc.) oder als lösbare Verbindung
(verschnürt, verschraubt, geklemmt, verhakt etc.). Der Vorteil bei lösbaren
Verbindungen liegt in einer Kosteneinsparung, wenn ein defektes Einzelsegment
ersetzt werden muss. Die vier Hauptelemente müssen mit lösbaren Verbindungen
versehen sein, da sonst eine nachträgliche Montage nicht möglich wäre und das
Handling unverhältnismässig erschwert wäre.
Die gesamte Tragkonstruktion des Zeltes 1b ist im wesentlichen an den Masten 4
befestigt, an welchen wiederum das Kühlungsdach 8a festliegt.
Wichtig für die Erfindung ist, dass das Kühlungsdach 8a derart beabstandet über der
Plane 2 des Zeltes 1b an der Tragkonstruktion angebracht wird, dass im
bodennahen Bereich 12, an der Verbindung zwischen schrägverlaufender Plane 2
und senkrechten Begrenzungswänden 5 eine untere Öffnungsfläche 9 entsteht und
im oberen Bereich oberhalb der Kuppel 3 eine obere Öffnungsfläche 10. Dadurch
kann der erwünschte Kamineffekt erreicht werden, dass nämlich ein Wärme
abtransportierender Kühlluftstrom zwischen Kühlungsdach 8a und
schrägverlaufender Plane 2 völlig von selbst entsteht, aufgrund der
unterschiedlichen Temperatur- und Druckverhältnisse an der unteren
Öffnungsfläche 9 und der oberen Öffnungsfläche 10.
Dieser Effekt kann zusätzlich noch verbessert werden, wenn die Durchlassflächen
der unteren Öffnungsfläche 9 und der oberen Öffnungsfläche 10 unterschiedlich
gewählt werden, so dass dadurch ein beschleunigter Wärmeabtransport resultiert.
Die obere Öffnungsfläche 10 müsste dann demgemäss kleiner gestaltet werden, als
die untere Öffnungsfläche 9.
Dies kann dann noch einmal durch Einbringen eines oder mehrerer Ventilatoren in
den Strömungskanal zwischen Kühlungsdach 8a und schräger Plane 2 verstärkt
werden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass das Kühlungsdach 8a nicht nur bis zur
Verbindung zwischen schrägverlaufender Plane 2 und senkrechten
Begrenzungswänden 5 verläuft, sondern mindestens Teile des Kühlungsdaches 8a
weiter nach unten hin, z. B. bis in die Nähe des Bodens 12 oder bis völlig auf den
Boden 12. Hierdurch werden auch die Seitenwände 5 und gewisse Bereiche des
Bodens 12 rund um das Zelt abgeschottet.
In Fig. 3 ist eine Draufsicht des Zeltes 1b gemäss Fig. 2 zu sehen, wobei gleiche
Bauteile wiederum durch gleiche Bezugszeichen dargestellt sind. Hierbei ist das
über der Plane 2 liegende Kühlungsdach 8a dargestellt, mit im wesentlichen gleicher
Form wie die Plane 2, nämlich von oben gesehen mit Kreisform, also räumlich
gesehen mit einer Kegel-/Kegelstumpfform oder aber etwa Hyperbelform. Die
einzelnen Segmente des Kühlungsdaches 8a gehen hierbei strahlenförmig vom
Zentrum aus und verbreitern sich nach aussen zum Rand des Zeltes hin.
Die Aussenkontur der Plane 2 des Zeltes 1b ist hier mit 2a gekennzeichnet und die
Aussenkontur der Kuppel 3 mit 3a, welche beide unterhalb des Kühlungsdaches 8a
liegen.
Die obere Öffnungsfläche 10 ist als kreisrunder Durchlass gezeichnet, jedoch sind
natürlich auch andere Formen vorgesehen, wie elliptische, quadratische,
rechteckige Formen. Auch sollen mehrere solcher Öffnungen möglich sein.
Die obere Öffnungsfläche 10 kann gleichzeitig als Luftabzugsöffnung des
Zeltinnenraumes genutzt werden, wodurch an den Auslassöffnungen der
Zeltentlüftung durch die vorbeiströmende heisse Luft, die zwischen dem
Kühlungsdach 8a und der Plane 2 erwärmt wird, aufsteigt und mit einer gewissen
Strömungsgeschwindigkeit die Öffnungsfläche 10 verlässt, eine Saugwirkung
(Bernoulli-Effekt) entsteht, und somit die verbrauchte und erwärmte Luft aus dem
Zeltinnern absaugt.
In einer anderen Variante kann eine Zwangsentlüftung des Zeltinnern mittels z. B.
Ventilatoren vorgesehen sein, wobei der Luftausstoss durch die Öffnungsfläche 10
den Kamineffekt, der durch die erhitzte Luft zwischen dem Kühlungsdach 8a und der
Plane 2 entsteht, noch verstärkt.
Die obere Öffnungsfläche 10 muss aber nicht zwingend mit der Öffnung des
Zeltinneren gleichbedeutend sein, in einer anderen Ausführungsform der Erfindung
soll es vorgesehen sein, dass die beiden Öffnungen getrennt voneinander
ausgebildet sind, beispielsweise die Öffnung des Zeltinneren kreisrund und
konzentrisch darum die obere Öffnungsfläche 10 des Kühlungsdaches 8a.
Die Fig. 2a und 3a entsprechen den Fig. 2 und 3, wobei in den Fig. 2a
und 3a eine freitragende, abgespannte Version eines Zirkuszeltes 1 gezeigt wird mit
einem Kühlungsdach 8b, welches eine geschlossene Oberfläche aufweist und für
eine selbsttragende Montage geeignet ist.
Unterhalb dem Kühlungsdach 8b befindet sich, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, die
Kuppel 3, die Plane 2 und die Masten 4. Da das Kühlungsdach 8b für eine
selbsttragende Montage geeignet ist, entfallen hier die Tragseile 6d und das
Kühlungsdach 8b kann direkt zwischen dem Tragring 13 und den Abspannseile 6a
aufgespannt werden.
Das Kühlungsdach 8b hat im Vergleich zum netzförmigen Kühlungsdach 8a ein sehr
viel höheres Eigengewicht und da dieses Kühlungsdach 8b luftundurchlässig ist,
treten auch sehr viel höhere dynamische Kräfte dort auf, verursacht durch Wind- und
Sturmböen etc., woraus resultiert dass die gesamte Tragkonstruktion sehr viel
stärker ausgelegt werden muss.
Aus diesem Grunde ist eine Nachrüstung eines selbsttragenden Kühlungsdaches 8b
an einem bereits bestehenden Zelt in den meisten Fällen nicht möglich, sondern nur
eine Nachrüstung mit dem Kühlungsdach 8a in Verbindung mit den Tragseilen 6d.
Bei Verwendung eines selbsttragenden Kühlungsdaches 8b muss diese bei der
Berechnung und Auslegung der Tragkonstruktion berücksichtigt werden.
Auf dem netzförmigen Kühlungsdach 8b, aber auch auf dem geschlossenen
Kühlungsdach 8a kann Werbung in Form von Schriften oder Bildern aufgebracht
sein.
In Fig. 4 ist eine Aluminium-Tragkonstruktion mit Trägern 11 eines herkömmlichen
mobilen Fest- oder Hallenzeltes skizzenhaft dargestellt, wobei die gleichen Profil-
Träger 11 sowohl für die vertikalen, wie auch für die horizontalen Träger und auch
für die schräg verlaufenden Dachträger selbst verwendet werden.
In Fig. 5 ist die Aluminium-Tragkonstruktion gemäss Fig. 4 eines herkömmlichen
mobilen Fest- oder Hallenzeltes 1c skizzenhaft dargestellt, mit den Trägern 11, auf
welchen die Plane 2, die vertikalen Seitenwände 5 und das Kühlungsdach 8
angebracht sind.
In den Fig. 6 bis 8 sind Querschnitte der Aluminium-Strangprofile 11 einer
Aluminium-Tragkonstruktion in verschiedenen Varianten dargestellt.
Fig. 6 stellt hierbei den derzeitigen Stand der Technik eines Aluminium-
Strangprofiles 11 dar, mit welchem Fest- oder Hallenzelte 1c gemäss den Fig. 4
und 5 aufgebaut werden. In den Eckbereichen des Profilträgers 11 sind Längsnuten
11a eingebracht, welche die Zeltplanen mit den an deren Seitenrändern
angebrachten Wülsten aufnehmen sollen.
Fig. 7 stellt zwei Profilträger 11 nach dem Stand der Technik dar, welche fluchtend
in ihrer jeweiligen Hochachse miteinander verbunden sind. Hierbei sind wiederum in
den jeweiligen Ecken jedes Profilträgers 11 Längsnuten 11a eingebracht, zur
Aufnahme der Zeitplane und zusätzlich zur Aufnahme des Kühlungsdaches. Es
können also standardisierte Profilträger 11 auch für die nachträgliche Anbringung
eines Kühlungsdaches an ein bereits bestehendes Zelt eingesetzt werden.
In Fig. 8 ist ein speziell für den Neubau von Fest- oder Hallenzelten 1c entwickelter
Profilträger 11c dargestellt, welcher im wesentlichen die gleiche Querschnittsform
besitzen kann, wie der Profilträger 11a nach dem Stand der Technik, jedoch mit in
der Hochachse angebrachtem Ansatz im Montagebereich 11b. Somit können dann
die am Profilträger 11c in den ausserhalb des Montagebereiches 11b gelegenen
Ecken befindlichen Längsnuten 11a wiederum für die Aufnehme der Zeltplane 2 und
des Kühldaches 8 genutzt werden. Im Unterschied zu dem "doppelten" Profilträger
11 nach Fig. 7 kann beim Profilträger 11c gemäss Fig. 8 Material und Arbeitszeit
eingespart werden, wodurch der Profilträger 11c wesentlich kostengünstiger
hergestellt werden kann.
Der jeweilige Montagebereich 11b der Profilträger 11 und 11c gemäss den Fig. 6
bis 8 bezeichnet den Bereich, welcher durch die Montage der einzelnen Profilträger
11 (Stützen, Träger, Verbinder, Knoten- und Eckelemente) miteinander zur
Tragkonstruktion des Zeltes benötigt wird, wobei dieser Montagebereich 11b nicht
zur Aufnahme der Zeltplane 2 oder des Kühlungsdaches 8 genutzt werden kann.
In Fig. 9 wird gezeigt, wie einzelne Planen 2, 5 zwischen voneinander
beabstandeten Profilträgern 11 nach dem Stand der Technik angebracht sind.
Wülste der Planen 2, 5 greifen hierbei in die Längsnuten 11a der Profilträger 11 ein
und werden dadurch festgehalten.
In Fig. 9a ist im Gegensatz zur Fig. 9 dargestellt, wie durch einfaches Befestigen
eines weiteren Profilträgers 11 auf den bereits vorhandenen Profilträgern 11 des
Zeltes es ermöglicht wird, sowohl die Zeltplanen 2, 5, als auch das Kühldach 8
anzubringen. Sowohl das Kühldach 8, wie auch die Zeltplanen 2, 5 liegen dann
wiederum in den Längsnuten 11a der Profilträger 11 fest. Diese Bauweise kann also
sowohl im Bereich der schräg verlaufenden Dachplane 2, wie auch im Bereich der
senkrecht verlaufenden Seitenwänden 5 eingesetzt werden, wobei das
Kühlungsdach sowohl im Innern des Zeltes dabei liegen kann, als auch im äusseren
Bereich, der Witterung ausgesetzt.
Fig. 10 zeigt die Zelte 1b und 1c in der Version mit innenliegendem Kühlungsdach
8c, wobei wiederum gleiche Bezugszeichen, die gleichen Bauteile wie in den
Fig. 1, 2 und 2a bezeichnen.
Die untere Einlassöffnung teilt sich auf in eine kleine äussere Einlassöffnung 16 und
in eine weitere Einlassöffnung 17. Die kleine äussere Einlassöffnung 16, befindet
sich direkt über dem Boden 12 und kühlt mit der hier von aussen einströmenden Luft
die rundum laufenden, senkrechten Seitenwände 5. Die weitere Einlassöffnung 17
befindet sich im Knickpunkt zwischen schräg verlaufender Zeltplane 2 und
senkrechter Seitenwand 5 und ist zum Zeltinnern hin geöffnet. Dies hat zur Folge,
dass die verbrauchte warme Luft im Zeltinnern knapp oberhalb der Kopfhöhe der
Besucher angesaugt wird.
Durch die zusätzliche gekühlte Frischluftzuführung 15 von aussen, bildet sich im
Zeltinnern ein Polster mit kühler, frischer Luft, vom Boden an aufsteigend bis zu den
Einlassöffnungen 17 im Zeltinnern, wo die verbrauchte Luft abgesaugt wird.
Die abgesaugte, verbrauchte Luft aus dem Zeltinnern steigt dann zwischen schräger
Zeltplane 2 und Kühldach 8c auf bis zur oberen Auslassöffnung 18, wo sie ins Freie
entweicht.
Fig. 11 und 12 stellen einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform der
Erfindung dar, wobei statt den Zeltplanen 2, 5 oder zusätzlich zu den Zeltplanen 2, 5
eine spezielle, thermisch isolierende Plane 23a und/oder 23b verwendet wird.
Fig. 11 zeigt den Aufbau einer erfindungsgemässen thermisch isolierenden Plane
23a mit witterungsunempfindlicher Trägerplane 19, Isolierschicht 20 und
Schutzschicht 21 im Querschnitt.
Fig. 12 zeigt den Aufbau einer erfindungsgemässen thermisch isolierenden Plane
23b mit witterungsunempfindlicher Trägerplane 19, Isolierschicht 20 und zweiter
Trägerplane 22 im Querschnitt.
In beiden Fig. 11 und 12 bilden die Flächen 24 die Aussenflächen des Zeltes 1
und die Flächen 25 die Innenflächen des Zeltes 1.
1
Zirkuszelt
2
Plane
2
a Aussenkontur der Plane
3
Kuppel
3
a Aussenkontur der Kuppel
3
b Kuppelring
4
Mast
5
senkrechte Begrenzungswand
5
a Kontur der senkrechten Begrenzungswand
5
b Stützen
6
Abspannseile
6
a Abspannseile (von Stützen
5
b zu den Bodenankern
6
c)
6
b Tragseile Kuppel
6
c Bodenanker
6
d Tragseile für
8
a
7
Zwischenraum
8
äusseres Kühlungsdach
8
a äusseres Kühlungsdach als dicht gewebtes Netz
8
b äusseres Kühlungsdach als Luftdicht geschlossene Plane
8
c inneres Kühlungsdach
9
untere Öffnungsfläche
10
obere Öffnungsfläche
11
Profilträger (Stand der Technik)
11
a Längsnut
11
b Montagebereich
11
c Profilträger (neu entwickelt)
12
Boden
13
Tragring für Kühlungsdach
14
Distanzhülsen
15
Frischluftzuführung
16
untere Einlassöffnung aussen (innenliegendes Kühlungsdach)
17
untere Einlassöffnung innen (innenliegendes Kühlungsdach)
18
obere Auslassöffnung (innenliegendes Kühlungsdach)
19
witterungsunempfindliche Tragschicht
20
Isolationsschicht
21
Schutzschicht
22
Tragschicht
Claims (23)
1. Zelt (1b, c), insbesondere Grossraumzelt wie Zirkuszelt, Festzelt oder Zelthalle,
bestehend aus mindestens einer im wesentlichen geschlossenen Plane (2, 5),
welche an Stützpfeilern (4) mit einer daran angebrachten Tragkonstruktion
befestigt ist, oder an Stützpfeilern (4) freitragend abgespannt ist und dadurch auf
ihrer Unterseite zum Boden (12) hin einen Zelt-Innenraum ausbildet, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Kühlungsdach (8) vorgesehen ist, welches im
wesentlichen beabstandet zur Plane (2) verläuft und mindestens eine
bodenseitige untere Öffnungsfläche (9) und mindestens eine vom Boden
abgewandte obere Öffnungsfläche (10) besitzt.
2. Zelt (1b, c) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlungsdach
(8) an Abstandshaltern auf der Tragkonstruktion des Zeltes (1) befestigt ist, oder
frei tragend beabstandet zur Plane (2) zwischen mindestens einem Mast (4) und
mindestens einem Bodenanker auf dem Boden (12) abgespannt ist.
3. Zelt (1b, c) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlungsdach
(8) im oberen Bereich über mindestens einen Tragring (13) am Mast (4) befestigt
ist.
4. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kühlungsdach (8) oberhalb der Plane (2) angeordnet ist, also der Sonne
zugewandt ist.
5. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kühlungsdach (8) unterhalb der Plane (2) angeordnet ist, also dem Zelt-
Innenraum zugewandt ist.
6. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kühlungsdach (8) und/oder die Plane (2) aus lichtreflektierendem Material
ausgebildet ist.
7. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Oberfläche des Kühlungsdachs (8) geschlossen ausgebildet ist.
8. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Oberfläche des Kühlungsdachs (8) netzförmig offen ausgebildet ist.
9. Zelt (1b, c) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite
des netzförmigen Kühlungsdachs (8) im Millimeterberich liegt.
10. Zelt (1b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
Plane (2) und Kühlungsdach (8) werkstoffeinstückig miteinander verbunden sind
und zwischen sich Hohlräume ausbilden, welche Hohlräume die untere
Öffnungsfläche (9) und die obere Öffnungsfläche (10) miteinander verbinden.
11. Zelt (1a), insbesondere Grossraumzelt wie Zirkuszelt, Festzelt oder Zelthalle,
bestehend aus mindestens einer im wesentlichen geschlossenen Plane (2, 5),
welche an Stützpfeilern (4) mit einer daran angebrachten Tragkonstruktion
befestigt ist, oder an Stützpfeilern (4) freitragend abgespannt ist und dadurch
auf ihrer Unterseite zum Boden (12) hin einen Zelt-Innenraum ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Plane (2) mindestens teilweise
doppelwandig ausgebildet ist, und zwischen den beiden Wänden Hohlräume
gebildet werden, welche Hohlräume mindestens eine bodenseitige untere
Öffnungsfläche (9) und mindestens eine vom Boden abgewandte obere
Öffnungsfläche (10) miteinander verbinden.
12. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die untere Öffnungsfläche (9) grösser wie die obere Öffnungsfläche (10)
ausgebildet ist.
13. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass die untere Öffnungsfläche (9) und/oder die obere Öffnungsfläche (10)
verschliessbar ausgebildet sind/ist.
14. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die untere Öffnungsfläche (9) im wesentlichen in Höhe der
Verbindungskante zwischen Plane (2) und senkrechter Begrenzungswand (5)
angeordnet ist.
15. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die untere Öffnungsfläche (9) dicht über dem Boden (12) angeordnet ist.
16. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Öffnungsfläche (10) mit der Öffnung für die Innen-Abluft des
Zeltes (1) verbunden ist.
17. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Öffnungsfläche (10) oberhalb der Kuppel (3) des Zeltes (1)
angeordnet ist.
18. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Unterstützung der Kaminwirkung zwischen der Plane (2) und dem
Kühlungsdach (8) direkt dazwischen oder extern durch eine Schlauch- oder
Rohrverbindung verbunden, mindestens ein Ventilator angebracht ist.
19. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich zur Kaminwirkung eine Flüssigkeitskühlung vorgesehen ist,
welche auf oder unter der jeweiligen aussenliegenden, der Sonne zugewandten
Fläche (2, 8) in Form von Kühlschlangen angebracht ist.
20. Zelt (1a, b, c) nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich zur Kaminwirkung eine Flüssigkeitskühlung vorgesehen ist,
wobei eine Kühlflüssigkeit durch Hohlräume innerhalb der Zeltplane (2) und/oder
innerhalb des Kühlungsdaches (8) und/oder direkt zwischen Kühlungsdach (8)
und Zeltplane (2) ohne Kühlschlangen fliesst.
21. Zelt (1a, b, c), insbesondere Grossraumzelt wie Zirkuszelt, Festzelt oder Zelthalle,
bestehend aus mindestens einer im wesentlichen geschlossenen Plane (2, 5),
welche an Stützpfeilern (4) mit einer daran angebrachten Tragkonstruktion
befestigt ist, oder an Stützpfeilern (4) freitragend abgespannt ist und dadurch
auf ihrer Unterseite zum Boden (12) hin einen Zelt-Innenraum ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Plane (2) mindestens teilweise aus einer
thermisch isolierenden Plane (23a, 23b) besteht.
22. Zelt (1a, b, c) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch
isolierende Plane (23a) aus mindestens einer witterungsunempfindlichen
Tragschicht (19), mindestens einer Isolationsschicht (20) und mindestens einer
Schutzschicht (21) besteht, und auf der Aussenfläche (24) eine
witterungsunempfindliche Tragschicht (19) liegt, und auf der Innenseite (25) eine
Schutzschicht (21) liegt.
23. Zelt (1a, b, c) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch
isolierende Plane (23b) aus mindestens einer witterungsunempfindlichen
Tragschicht (19), mindestens einer (20) Isolationsschicht und mindestens einer
weiteren Tragschicht (22) besteht, und auf der Aussenfläche (24) eine
witterungsunempfindliche Tragschicht (19) liegt, und auf der Innenseite (25) eine
weitere Tragschicht (22) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999131186 DE19931186A1 (de) | 1999-07-07 | 1999-07-07 | Zelt mit Kühleinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999131186 DE19931186A1 (de) | 1999-07-07 | 1999-07-07 | Zelt mit Kühleinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19931186A1 true DE19931186A1 (de) | 2001-01-11 |
Family
ID=7913835
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999131186 Withdrawn DE19931186A1 (de) | 1999-07-07 | 1999-07-07 | Zelt mit Kühleinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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