DE19931895A1 - Einrichtung für eine Emission von Kraftstoffdämpfen bei Kraftfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung für eine Emission von Kraftstoffdämpfen bei KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Eine Einrichtung für eine Emission von Kraftstoffdämpfen bei Kraftfahrzeugen weist einen Aktivkohle enthaltenden Behälter (56) mit einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse auf, welches an einer ersten Teillänge mit zwei Spülöffnungen (57, 61) und an einer zweiten Teillänge mit einer Belüftungsöffnung (68) versehen ist, wobei über die beiden Spülöffnungen ein Anschluß an eine mit dem Kraftstofftank (52) des Fahrzeuges verbundene Spülleitung (54) und ein Anschluß an eine ventilgesteuerte Verbindungsleitung (60) mit der Maschine (62) des Fahrzeuges besteht und an der Belüftungsöffnung (68) ein Anschluß des Behälters (56) an die umgebende Atmosphäre erhalten ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für eine
Emission von Kraftstoffdämpfen bei Kraftfahrzeugen gemäß
der durch den Oberbegriff des Patentanspruches 1 angege
benen Art.
Die bei Kraftfahrzeugen herkömmlich verwendeten Einrichtungen
für eine Emission von Kraftstoffdämpfen dienen dem Zweck, die
Kraftstoffdämpfe, die sich in dem Kraftstofftank des Fahr
zeuges ansammeln können, mit Aktivkohle zu adsorbieren, welche
in einem besonderen Behälter enthalten ist. Der Behälter ist
dafür über eine Spülleitung mit dem Kraftstofftank und über
eine weitere Leitung mit der Maschine des Fahrzeuges verbun
den, zu welcher hin die Kraftstoffdämpfe nach der Sättigung
der Aktivkohle desorbiert werden, wobei dafür dann Frischluft
durch die Aktivkohle hindurch unter dem in der Maschine ent
wickelten Saugdruck angesaugt wird. In Fig. 1 ist ein dies
bezüglich als bekannt vorausgesetztes System 10 schematisch
dargestellt, welches daher mit einem Kraftstofftank 12 und
einem Aktivkohle enthaltenden Behälter 14 ausgebildet ist,
die über eine Spülleitung 17 miteinander verbunden sind und
über eine davon abgezweigte Zweigleitung 24 mit der Maschine
16 des Kraftfahrzeuges. Die im dem Tank 12 entwickelten Kraft
stoffdämpfe werden zuerst von der Aktivkohle in dem Behälter
14 adsorbiert, während Luft über eine an eine Belüftungs
öffnung des Behälters 14 angeschlossene Leitung 18 in die
Atmosphäre entlassen wird. Ein durch eine Steuereinrichtung 19
der Maschine 16 gesteuertes Ventil 22 in der Leitung 18 ist
dann geöffnet. Sobald die Aktivkohle in dem Behälter 14 mit
dem adsorbierten Kraftstoff gesättigt ist, wird dann durch
die Steuereinrichtung 19 ein weiteres Ventil 20 geöffnet,
das in der zu der Maschine 16 führenden Zweigleitung 24 an
geordnet ist, so daß unter dem dann in den Behälter 14 zu
gelassenen Saugdruck der Maschine eine Desorption der Aktiv
kohle mit einer Unterstützung durch die Luft stattfinden kann,
die aus aus der Atmosphäre über das geöffnete Ventil 22 der
Leitung 18 durch die Aktivkohle hindurch angesaugt wird.
Durch das vorbeschriebene System ist daneben noch die Vor
kehrung getroffen, daß in der zu der Maschine 16 führenden
Zweigleitung 24 noch ein zusätzlicher Pufferbehälter 26 an
geordnet ist, der weniger Aktivkohle enthält als der Behälter
14 und stromabwärts von dem Ventil 20 angeordnet ist. Mit
diesem Pufferbehälter 26 wird der Zweck erfüllt, daß bei
einem Auftreten von relativ großen Mengen an Kraftstoff
dämpfen und damit einer entsprechend raschen Sättigung der
Hauptmenge der Aktivkohle, die in dem Behälter 14 enthalten
ist, der nach dem Öffnen des Ventils 20 aus dem Behälter 14
abgesaugte Kraftstoff zuerst durch die Aktivkohle in diesem
Pufferbehälter 26 geschluckt wird, bevor er die Maschine 16
erreichen kann, so daß damit die Bildung eines überreichen
Brenngemisches verhindert wird. Mit dem Pufferbehälter 26
werden also sozusagen Kraftstoffspitzen gedämpft, die sich
aus den Kraftstoffdämpfen ausbilden können, welche bei ge
öffnetem Ventil 20 dann noch zusätzlich über die Zweiglei
tung 24 direkt an die Maschine 16 zugeleitet werden und
also während der Desorptionsphase den Behälter 14 nicht
mehr erreichen können.
Nachteilig bei diesem bekannten System ist somit die Not
wendigkeit für die Einplanung eines solchen zusätzlichen
Pufferbehälters, der nicht nur zusätzliche Anschlüsse be
nötigt, sondern auch für die Ausbildung der Steuereinrichtung
berücksichtigt werden muß. Um die dadurch verursachten höheren
Kosten zu vermeiden, wurde das bekannte System gemäß der
schematischen Darstellung in Fig. 2 bereits dahin abgewan
delt, daß der Pufferbehälter eine mit dem Behälter 14 inte
grierte Ausbildung dadurch erfahren hat, daß man das Anschluß
ende der Spülleitung 17 an den Behälter 14 in die in diesem
enthaltene Aktivkohle bis zu einer vorbestimmten Tiefe ein
tauchte, die in der Darstellung in Fig. 2 mit der Klammer 28
angedeutet ist. Mit dieser Anordnung wird somit ein vorbe
stimmter Bereich der in dem Behälter 14 enthaltenen Aktivkohle
als ein entsprechender Puffer benutzt, der ebenfalls den Zweck
erfüllen soll, bei übergroßen Mengen an Kraftstoffdämpfen das
Auftreten von Kraftstoffspitzen zu verhindern, wenn nach der
Sättigung der Hauptinenge der in dem Behälter 14 enthaltenen
Aktivkohle der Kraftstoff nach einem Öffnen des Ventils 20
über eine in diesem Fall direkt an den Behälter 14 ange
schlossene Zweigleitung 24 der Maschine 16 zugeleitet wird.
Nachteilig bei diesem abgewandelten System ist jedoch die
Tatsache, daß durch die in die Aktivkohle eingetauchte Teil
länge der Spülleitung 17 besondere Vorkehrungen zur Verhin
derung einer Leckage zwischen der Spülleitung und der Atmos
phäre am Anschluß der Leitung an den Behälter 14 getroffen
werden müssen. Auch muß die Spülleitung 17 mit einem beson
deren Sieb oder Filter versehen werden, um zu verhindern, daß
die Aktivkohle aus dem Behälter 14 zurück in die Spülleitung
17 verdrängt wird. Schließlich weist dieses System auch den
Nachteil auf, daß die Eintauchtiefe der Spülleitung in das
Bett der Aktivkohle unterschiedlich eingestellt werden muß in
Abhängigkeit von der Größe der Maschine und damit in Abhän
gigkeit von den unterschiedlichen Ansaugbedingungen, die bei
verschieden großen Maschinen vorherrschen. Schließlich ist für
dieses System wie im übrigen auch für das zuerst beschriebene
System auch noch nachteilig, daß die aus dem Tank 12 in den
Behälter 14 zugeleiteten Kraftstoffdämpfe nur wenig geordnete
Bahnen beim Durchlaufen der Aktivkohle erfahren können, so daß
die Aktivkohle nicht immer einen optimalen Sattigungszustand
erfährt, bevor der Kraftstoff zu der Maschine hin abgeführt
wird. Unter Einbeziehung auch der für die Desorption der
Aktivkohle in den Behälter 14 zugeleiteten Frischluft ist
daher eine entsprechend diffizil arbeitende Steuereinrichtung
erforderlich, um eine unter allen Fahrbedingungen des Fahr
zeuges bzw. Laufbedingungen der Maschine optimale Steuerung
des Ventils 20 zu erhalten, über welches der Spülvorgang für
die Kraftstoffdämpfe gesteuert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine an den vor
beschriebenen Systemen bekannter Ausbildung orientierte
Einrichtung für eine Emission von Kraftstoffdämpfen bei
Kraftfahrzeugen bereitzustellen, mit welcher die in dem
Kraftstofftank eines Fahrzeuges sich entwickelnden Kraft
stoffdämpfe für eine Nutzung durch die an denselben Tank
angeschlossene Maschine optimaler steuerbar sind bei einer
gleichzeitigen Minimierung der Kosten, die für eine Konzi
pierung der Einrichtung zur Bereitstellung auch für Maschinen
mit recht unterschiedlichen Betriebsbedingungen angesetzt
werden müssen.
Diese Aufgabe wird mit einer Einrichtung der angegebenen Art
gelöst, die erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patent
anspruches 1 ausgebildet und vorteilhaft mit den Merkmalen
der weiteren Ansprüche weitergebildet ist.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung ergeben sich
mithin in einer vereinfachten Ausbildung und Anpassung des
gesamten Systems an den die Aktivkohle enthaltenden Behälter,
der grundsätzlich so gestaltet ist, daß mit ihm eine optimale
Sättigung der Aktivkohle mit den aus dem Tank zugeleiteten
Kraftstoffdämpfen ebenso erreichbar ist wie auch eine optimale
Desorption, sobald auf die ventilgesteuerte Umschaltung zur
Ableitung des mit der Aktivkohle adsorbierten Kraftstoffes
an die Maschine umgeschaltet wird. Die Funktionalität der er
findungsgemäßen Einrichtung ergibt dabei gleichzeitig eine
äußerst kostensparende Anpassung des Systems an verschieden
große Maschinen und damit auch eine entsprechend große Flexi
bilität für die Konzipierung der Einrichtung, die somit ohne
wesentlichen Mehraufwand zahlreiche Varianten zuläßt.
Für eine nähere Erläuterung einer bevorzugten Ausführungs
form der Erfindung ist in der Zeichnung ein Ausführungsbei
spiel schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 und 2 schematische Darstellungen von zwei Systemen
bekannter Ausbildung wie bereits beschrieben
einer mit der Erfindung vergleichbaren Ein
richtung für eine Emission von Kraftstoff
dämpfen bei Kraftfahrzeugen,
Fig. 3 und 4 schematische Darstellungen von zwei verschie
den ausgebildeten Systemen der erfindungsge
mäßen Einrichtung,
Fig. 5 eine Perspektivansicht des bei den Systemen
der Fig. 3 und 4 zur Aufnahme von Aktivkohle
verwendeten Behälters der erfindungsgemäß
bevorzugten Ausbildung und
Fig. 6A und 6B Schnittansichten des Behälters nach der
Linie 6A-6A in Fig. 5 für zwei unterschied
liche Anwendungsfälle.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten System 50 einer Einrichtung
für eine Emission von Kraftstoffdämpfen bei Kraftfahrzeugen
ist ein Kraftstofftank 52 über eine Spülleitung 54 mit einem
Aktivkohle enthaltenden Behälter 56 verbunden. Der Anschluß
der Leitung 54 an den Behälter 56 ist über eine mittlere
Spülöffnung 57 vorgesehen. Die Spülöffnung 57 mündet in den
Behälter 56 zwischen zwei Teilbereichen der Aktivkohle, mit
welcher die Kohlenwasserstoffe der aus dem Tank 52 zugelei
teten Kraftstoffdämpfe adsorbiert werden.
An eine weitere Spülöffnung 61, die für das eine Ende des mit
einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse 70 ausgebildeten
Behälters 56 vorgesehen ist, ist eine Verbindungsleitung 60
mit der Maschine 62 angeschlossen. In der Leitung 60 ist ein
Ventil 64 angeordnet, welches durch eine Steuereinrichtung 69
der Maschine 62 immer dann geöffnet wird, wenn eine Desorption
der Aktivkohle in dem Behälter 56 von dem Kraftstoff vorgenom
men wird, der aus den aus dem Tank 52 zugeleiteten Kraftstoff
dämpfen adsorbiert wurde. Durch die Steuereinrichtung 69 wird
auch ein Ventil 66 in einer Leitung 63 gesteuert, die an eine
Belüftungsöffnung 68 an dem anderen Ende des Behalters 56 an
geschlossen ist. Das Ventil 66 ist normal geöffnet und kann
für diagnostische Testzwecke geschlossen werden.
Das im wesentlichen zylindrische Gehäuse 70 des Behälters 56
weist eine geschlossene Umfangsfläche 72 und eine Längsachse
73 auf und ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial ge
formt. Die Formgebung des Gehäuses 70 ist für eine optimale
Nutzung der enthaltenen Aktivkohle zur Adsorption der Kohlen
wasserstoffe gestaltet, deren Entlassung in die Atmosphäre
bei der Zuleitung der Kraftstoffdämpfe aus dem Tank 52 mit
der besonderen Formgebung des Gehäuses ebenfalls optimal ver
hindert wird. Das Gehäuse 70 ist für diesen Zweck mit einer
ersten Teillänge 74 mit einem relativ größeren Kreisquerschnitt
und mit einer zweiten Teillänge 76 mit einem relativ kleineren
Kreisquerschnitt ausgebildet, die beide über eine etwa konus
förmige Zwischenlänge 78 miteinander verbunden sind. Innerhalb
der ersten Teillänge 74 ist ein primärer Bereich 80 der Aktiv
kohle enthalten, der von dem zugeordneten Ende 84 dieser Teil
länge zur Ausbildung einer Kammer 82 beabstandet ist. Für diese
somit von Aktivkohle freie Kammer 82 ist die eine Spülöffnung
61 für den Anschluß der Verbindungsleitung 60 mit der Maschine
62 vorgesehen. Ein sekundärer Bereich 86 der Aktivkohle weist
eine axial fluchtende Anordnung zu dem primären Bereich 80 auf
und ist im wesentlichen in der zweiten Teillänge 76 des Gehäu
ses 70 sowie in dessen Zwischenlänge 78 enthalten. Der sekun
däre Bereich 86 steht jedoch auch etwas in die erste Teillänge
74 vor, um gemeinsam mit dem primären Bereich 80 der Aktivkohle
eine weitere Kammer 88 zu begrenzen, in welcher ebenfalls
keine Aktivkohle enthalten ist. Der sekundäre Bereich 86 der
Aktivkohle ist ebenfalls von dem zugeordneten Ende 92 der
zweiten Teillänge 76 des Gehäuses 70 beabstandet, um eine
weitere von Aktivkohle freie Kammer 90 auszubilden.
An die mittlere Kammer 88 des Gehäuses 70 ist die mit der
Spülleitung 54 verbundene Spülöffnung 57 angeschlossen. An
die eine endseitige Kammer 90 ist die Belüftungsöffnung 68
angeschlossen. Die beiden Bereiche 80 und 86 der Aktivkohle
sind durch Federmittel 93 gegeneinander vorgespannt, die in
der Kammer 82 angeordnet sind. Die Druckkraft dieser Feder
mittel 93 wird durch Siebkörper 96 und 98 an dem dem primären
Bereich 80 der Aktivkohle und Siebkörper 100 und 102 an dem
sekundären Bereich 86 der Aktivkohle für ein Zusammenpressen
der Aktivkohle übersetzt, wobei dafür die beiden Bereiche 80
und 86 der Aktivkohle durch Abstandshalter 110 und 112 gegen
einander abgestützt sind, die in der mittleren Kammer 88 an
geordnet sind und variable Längen erhalten können, um für
verschiedene Anwendungsfälle der Einrichtung verschieden große
primäre Bereiche 80 der Aktivkohle bereitstellen zu können.
Die keine Aktivkohle enthaltenden Kammern 82, 88 und 90 sind
noch in der erfindungswesentlichen Einzelheit von Bedeutung,
daß bei diesen Kammern eine zu dem Umfang der jeweils zugeord
neten Teillänge des Gehäuses 70 tangentiale Ausrichtung der
beiden Spülöffnungen 57 und 61 und der Belüftungsöffnung 68
erhalten wird für eine optimale Wirbelströmung des über diese
Öffnungen jeweils zugeleiteten Fluids. Wenn somit die Kraft
stoffdämpfe bei dem System der Fig. 3 aus dem Tank 52 über die
Spülleitung 54 an der Spülöffnung 57 in die mittlere Kammer 88
zugeleitet werden, dann erfahren sie innerhalb dieser Kammer
eine intensive Verwirbelung und werden dann zuerst von der
als Puffer wirkenden Aktivkohle des primären Bereichs 80 adsor
biert. Der primäre Bereich 80 der Aktivkohle baut daher auch
die Kraftstoffspitzen ab, die während der Desorptionsphase in
der Verbindungsleitung 60 mit der Maschine 62 auftreten können,
sobald während dieser Phase das Ventil 64 durch die Steuerein
richtung 69 geöffnet und dann Frischluft über die Belüftungs
öffnung 68 zuerst in den sekundären Bereich 86 der Aktivkohle
angesaugt wird. Wegen des anfänglichen kleineren Querschnitts
volumen des sekundären Bereichs 86 der Aktivkohle wird damit
gleichzeitig ein optimales Ausspülen des von diesem sekundären
Bereich der Aktivkohle adsorbierten Kraftstoffes erzielt, wobei
die Ausspülverhältnisse hin zu der mittleren Kammer 88 noch
durch die etwa konusförmige Mittellänge 78 des Gehäuses 70
begünstigt werden.
Mit dem vorbeschriebenen System der Fig. 3 kann das in Fig. 4
schematisch dargestellte System direkt verglichen werden, wo
bei dafür nur der Unterschied vorgegeben ist, daß hier die für
die mittlere Kammer 88 vorgesehene Spülöffnung 57 mit einer
Verschlußkappe 95 versehen ist. Mit Rücksicht auf diesen Ver
schluß ist die für die Kammer 82 vorgesehene Spülöffnung 61
über ein T-Anschlußstück 94 auch mit der Spülleitung 54 ver
bunden, die an den Tank 52 angeschlossen ist, so daß bei ge
schlossenem Ventil 64 die aus dem Tank 52 abgeleiteten Kraft
stoffdämpfe nicht mehr in die mittlere Kammer 88, sondern in
die endseitige Kammer 82 zugeleitet werden. Bei diesem System
werden daher hintereinander zuerst der primäre Bereich 80 und
dann der sekundäre Bereich 86 der Aktivkohle von den zugelei
teten Kraftstoffdämpfen durchströmt werden, so daß der primäre
Bereich 80 der Aktivkohle nicht als ein eigentlicher Puffer
zur Dämpfung von Kraftstoffspitzen während der Desorptionsphase
wirkt, vielmehr wird damit lediglich das gesamte Speichervolumen
der Aktivkohle zur Adsorption der Kohlenwasserstoffe vergrößert.
Bei einem Verzicht auf das T-Anschlußstück 94 können jedoch die
beiden Leitungen 54 und 60 alternativ denselben Anschluß an die
beiden Spülöffnungen 57 und 61 erfahren wie bei dem System der
Fig. 3, sofern für den primären Bereich 80 der Aktivkohle die
Funktion als ein Puffer zur Dämpfung eventueller Kraftstoff
spitzen erwünscht sein sollte.
Aus der Gegenüberstellung der Fig. 6A und 6B ist schließlich
noch ersichtlich, daß insbesondere für diese Konzipierung einer
dualen Funktion des Systems mit einem Austausch der längeren
Abstandshalter 110 und 112 der Fig. 6A gegen die kürzeren Ab
standshalter der Fig. 6B der als Puffer wirkende primäre Bereich
80 der Aktivkohle vergrößert werden kann, wenn dafür bei einer
Anwendung des Systems eine besondere Zweckmäßigkeit erkannt
werden sollte.
Claims (9)
1. Einrichtung für eine Emission von Kraftstoffdämpfen
bei Kraftfahrzeugen, mit einem Aktivkohle enthaltenden
Behälter, der über eine verzweigte ventilgesteuerte
Spülleitung an den Kraftstofftank und an die Maschine
des Fahrzeuges angeschlossen ist und eine Belüftungs
öffnung aufweist, über welche der Behälter bei der
Adsorption von Kohlenwasserstoffen durch die Aktivkohle
in die Atmosphäre belüftet und über welche bei der
Desorption der Kohlenwasserstoffe Luft in den Behälter
zugelassen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (56) mit einem
im wesentlichen zylindrischen Gehäuse (70) ausgebildet
ist, welches eine erste Teillänge (74) mit einem relativ
größeren Kreisquerschnitt und eine zweite Teillänge (76)
mit einem relativ kleineren Kreisquerschnitt aufweist,
die beide über eine konusförmige Zwischenlänge (78) mit
einander verbunden sind, wobei der mit der Maschine ver
bundene Zweig (60) der Spülleitung (54, 60) über eine erste
Spülöffnung (61) an die erste Teillänge (74) des Gehäuses
(70) angeschlossen und die Belüftungsöffnung (68) an der
zweiten Teillänge (76) des Gehäuses (70) vorgesehen ist
und wobei der mit dem Tank (52) verbundene Zweig (54) der
Spülleitung (54, 60) entweder ebenfalls an die erste Spül
öffnung (61) und/oder an eine separate zweite Spülöffnung
(57) angeschlossen ist, die an der ersten Teillänge (74)
des Gehäuses (70) in dem Abschnitt zwischen der ersten
Spülöffnung (61) und der Belüftungsöffnung (68) vorgesehen
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spül- und Belüftungsöff
nungen (57, 61, 68) eine zu dem Umfang der jeweils zuge
ordneten Teillänge (74, 76) des Gehäuses (70) tangentiale
Ausrichtung aufweisen, um eine Wirbelströmung des in das
Gehäuse eingeleiteten Fluids zu begünstigen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Spülöffnung
(61) und der zweiten Spülöffnung (57) ein primärer Bereich
(80) der Aktivkohle und zwischen der zweiten Spülöffnung
(57) und der Belüftungsöffnung (68) ein sekundärer Bereich
(86) der Aktivkohle vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der sekundäre Bereich (86)
der Aktivkohle innerhalb der ersten Teillänge (74) des
Gehäuses (70) beginnt und über dessen Zwischenlänge (78)
bis zu der zweiten Teillänge (76) des Gehäuses (70) reicht.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4,
daß der primäre Bereich (80) der Aktivkohle als ein Puffer
bereich zur Absorption der Kohlenwasserstoffe vorgesehen
ist, wenn der mit dem Tank (52) verbundene Zweig (54) der
Spülleitung (54, 60) an die zweite Spülöffnung (57) ange
schlossen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spül- und Belüftungsöff
nungen (57, 61, 68) jeweils an einer von Aktivkohle freien
Kammer (82, 88, 90) vorgesehen sind, die an den beiden axia
len Enden (84, 92) des Gehäuses (70) und einem Zwischenraum
zwischen den beiden Bereichen (80, 86) der Aktivkohle aus
gebildet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den primären und
sekundären Bereichen (80, 86) der Aktivkohle ausgebildete
Kammer (88) zur Aufnahme von Abstandshaltern (110, 112)
unterschiedlicher Länge vorgesehen ist für eine Anpassung
an unterschiedliche Längen des primären Bereichs (80) der
Aktivkohle und für dessen Abstützung an dem sekundären
Bereich (86) der Aktivkohle.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß für ein Zusammenpressen der
primären und sekundären Bereiche (80, 86) der Aktivkohle
Federmittel (93) vorgesehen sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spülöffnung (57)
durch eine Verschlußkappe (95) verschließbar ist.
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