DE19929105A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von strukturierten Vliesstoffen mittels hydrodynamischer Vernadelung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von strukturierten Vliesstoffen mittels hydrodynamischer VernadelungInfo
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Abstract
Es ist ein Vlies oder Tissue mit einer einseitigen Struktur zu prägen. Gleichzeitig ist es aber auch optimal zu verfestigen. Dazu läuft das Vlies mittels eines Endlosbandes zunächst in einen Verdichtungsspalt, wird im gedrückten Zustand genetzt und dann ggf. auf derselben Trommel vernadelt. Wenn das Endlosband ein strukturiertes Band ist, dann erhält das Vlies mit der Vernadelung das Muster des Endlosbandes auf der Rückseite. Man kann aber das Vlies auch auf zwei gegenläufigen Trommeln erst beidseitig vernadeln und dann auf ein horizontales Endlosband, das als Strukturband ausgebildet ist, übergeben, wo dann mittels weiterer Düsenbalken oder nur mittels der Absaugeinrichtung am Auslauf der Vorrichtung der prägende Kontakt mit dem Strukturband erzeugt werden kann.
Description
Es ist bekannt, einen Vliesstoff oder ein Tissue mit der Wasservernadelung mit einer
Musterung auf der Oberfläche zu versehen. Dazu dienen strukturierte Endlosbänder,
denen zumindest ein Düsenbalken zur Beaufschlagung mit Wasserstrahlen zugeordnet
ist.
Der Strukturierung sollen auch Vliese zugeführt werden, die ein höheres Gewicht ha
ben, wie z. B. Vliese mit 150-300 g/m2, vorzugsweise 200-230 g/m2. Diese sind
nicht nur zu strukturieren, sondern auch zu verfestigen. Zur Verfestigung ist durch die
DE-A-196 27 256 eine Vorrichtung bekannt, die sich besonders für eine optimale Ver
festigung eignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu fin
den, mit dem/denen neben der Verfestigung auch eine im wesentliche einseitige Ober
flächenstrukturierung in besonders einfacher Weise möglich gemacht ist.
Zur Lösung der Aufgabe ist nach der Erfindung vorgesehen, daß zur Erzeugung einer
Oberflächenstruktur nur auf der einen Seite das zu vernadelnde unverfestigte Vlies
zunächst auf einem Endlosband in einen Verdichtungsspalt zwischen einer Umlenk
walze für dieses Sieb und einem zweiten Sieb, das gegenläufig mit dem ersten Sieb
einen Verdichtungskanal bildet, geführt wird, noch im gepreßten Zustand durch das
zweite Sieb mittels Wasserstrahlen genetzt und dann nach Umlenken des Vlieses um
die Umlenkwalze des ersten Siebes auf dieser mit einem Struktursieb umschlungenen,
durchlässigen Walze, der zumindest ein Düsenbalken zur hydrodynamischen Verna
delung zugeordnet ist, oder auf einem folgenden Unterstützungssieb so vernadelt oder
gegen das Sieb gepreßt wird, daß auf der Auflageseite des Vlieses die gewünschte
einseitige Struktur entsteht, und zusätzlich das verfestigte Vlies entwässert wird.
Die Erzeugung der Struktur erfolgt also im Zusammenhang mit einer an sich bekannten
Vliesverfestigung, wobei lediglich das eine oder andere Unterstützungsband mit einer
entsprechenden Struktur zu versehen ist. Die Struktur des Bandes kann durch das
Aufspritzen des Wassers und/oder mit dem Unterdruck in das Vlies gezwungen wer
den, der zur Entwässerung des Vlieses sowieso erzeugt werden muß.
Das so zu behandelnde Vlies kann aus jeglichen Fasern wie aus natürlichen und/oder
künstlichen Fasern bestehen. Dazu gehören also auch z. B. Baumwolle oder künstliche
Microfasern.
Eine Vorrichtung der erfindungsgemäßen Art ist in der Zeichnung beispielhaft darge
stellt. Die Figur zeigt im Querschnitt eine Wasservernadelungsanlage mit zwei Verna
delungstrommeln und einem auslaufenden Endlosband zur Herstellung eines ver
festigten und mit einer Struktur versehenen Vlieses oder Tissue.
In Richtung des Pfeils 1 läuft die von einer nicht dargestellten Krempelmaschine kom
mende Faserbahn 2 auf das von Umlenkwalzen gespannt geführte Endlosband 3. Am
Ende des oberen Trumms ist die eine der zwei Umlenkwalzen als die sogenannte
Übernahmewalze 4 ausgebildet, die nicht nur tangential zum darüber angeordneten
Verdichtungs-Endlosband 5 angeordnet, sondern in die Ebene des mittels der Um
lenkwalzen 6 gespannt geführten zweiten Endlosbandes 5 eintaucht. Dadurch ist eine
sichere Übergabe der Faserbahn auf die Übernahmewalze 4 gewährleistet. Vor der
Übergabe wird die Faserbahn 2 zunächst in den konischen Verdichtungskanal
zwischen den beiden Endlosbändern 3 und 5 geführt dort verdichtet und dann mittels
des dem Endlosband 5 zugeordneten Düsenbalkens 7 durch das Endlosband 5 hin
durch lediglich genäßt.
Auf der Übernahmewalze 4 erfolgt nach diesem Beispiel nunmehr die erste Vernade
lung, hier mit drei Düsenbalken 8. Das die Übernahmewalze 4 umschlingende Endlos
band 3 gewährleistet auch den Transport des vernadelten Vlieses 2 von der Über
nahmewalze 4 zur folgenden Walze 9, der ebenfalls Düsenbalken 10 zugeordnet sind.
Die beiden Walzen 4, 9 können aber auch unmittelbar aneinander grenzen, so daß die
Übergabe des Vlieses ohne das Endlosband 3 erfolgt. Die Übernahmewalze 4 ist
flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet, was durch die gestrichelte Linie dargestellt ist. Die
durch die Düsenbalken 7 und 8 auf das Vlies gespritzte Flüssigkeit wird durch die
Walze 4 geblasen und von der Innenseite durch einen dort erzeugten Saugzug abge
führt.
Auf der zweiten Walze 9 kann eine weitere Wasservernadelung des mäanderförmig
geführten Vlieses 2 auf seiner Rückseite erfolgen. Anschließend läuft das Vlies auf
das abschließende horizontal geführte Endlosband 11, dem auf der Oberseite eben
falls drei Düsenbalken 12 mit einer Absaugung 13 unterhalb des Endlosbandes 11 und
die Schlußabsaugung, -entwässerung 14 zugeordnet sind.
Auf dieser Anlage soll das Vlies 2 nicht nur verfestigt werden, sondern auch auf der
einen Seite mit einem Oberflächenmuster versehen werden. Dazu dient ein struktu
riertes Endlosband 3 oder 11. Wenn das Einlaufband 3 mit einem Strukturmuster ver
sehen ist, dann wird die Rückseite des einlaufenden Vlieses 2 mit dem Muster ver
sehen. Die Strukturierung erfolgt mittels der gleichzeitig verfestigenden Wasser
strahlen aus den Düsenbalken 8. Die Balken 10 werden dann entfallen, gleichfalls die
Balken 12. Die Walze 9 dient dann lediglich zur Umlenkung in die vorherrschende Pro
duktionsrichtung. Man kann das Vlies aber auch zunächst beidseitig auf den Trommeln
4 und 9 verfestigen und erst auf dem Endlosband 11 die Strukturierung durchführen.
Dazu wäre dieses Band entsprechend auszubilden. Das Muster kann hier mittels der
Düsenbalken 12 erzeugt werden oder nur mit der Schlußabsaugung 14, die das Vlies
an das Endlosband 11 ziehen und so mit dem Muster des Siebes 11 versehen wird.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von verfestigten und an ihrer Oberfläche strukturierten
Vliesstoffen mittels hydrodynamischer Vernadelung, wobei die Struktur mittels
eines beim Vernadeln als Unterlage dienenden Endlossiebes od. dgl., das diese
Struktur aufweist, erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung
einer Oberflächenstruktur nur auf der einen Seite das zu vernadelnde unver
festigte Vlies zunächst auf einem Endlosband in einen Verdichtungsspalt
zwischen einer Umlenkwalze für dieses Sieb und einem zweiten Sieb, das
gegenläufig mit dem ersten Sieb einen Verdichtungskanal bildet, geführt wird,
noch im gepreßten Zustand durch das zweite Sieb mittels Wasserstrahlen genetzt
und dann nach Umlenken des Vlieses um die Umlenkwalze des ersten Siebes auf
dieser mit einem Struktursieb umschlungenen, durchlässigen Walze, der zumin
dest ein Düsenbalken zur hydrodynamischen Vernadelung zugeordnet ist, oder
auf einem folgenden Unterstützungssieb so vernadelt oder gegen das Sieb ge
preßt wird, daß auf der Auflageseite des Vlieses die gewünschte einseitige
Struktur entsteht, und zusätzlich das verfestigte Vlies entwässert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerung
noch auf der Umlenkwalze des ersten Siebes durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die erste Um
lenkwalze unmittelbar ein Endlosband anschließt, auf dem die Entwässerung
mittels eines Saugbalkens durchgeführt wird, der unterhalb des Endlossiebes an
geordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen
der ersten Umlenkwalze und dem Endlossieb mit Entwässerung eine das Vlies le
diglich umlenkende zweite Umlenkwalze erstreckt zur Beibehaltung der Produk
tionsrichtung.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der ersten Umlenkwalze lediglich für die Vliesverfestigung eine Wasser
vernadelung erfolgt und die Erzeugung der einseitigen Oberflächenstruktur auf
einer zweiten Umlenkwalze oder einem weiteren Endlosband durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einseitige Struk
turvernadelung nach der Verfestigung auf zumindest einer Walze auf einem mit
einer Struktur versehenen Endlosband mit Entwässerung durchgeführt wird, in
dem in Produktionsrichtung vor dem unterhalb des Endlossiebes vorgesehenen
Entwässerungsbalken oberhalb des Endlosbandes zumindest ein Düsenbalken
angeordnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einsei
tige Oberflächenstruktur mittels eines Unterdruckes erzeugt wird, indem nach der
Verfestigung des Vlieses bei der abschließenden Entwässerung das Vlies gegen
das strukturierte Endlossieb gesaugt wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1-7 mit einem Zuführendlosband (3), das in Höhe der als durchläs
sige Walze ausgebildeten Umlenkwalze (4) für das Zuführendlosband (3) mit
einem gegenläufigen zweiten Endlosband (5) einen konischen Einlaufspalt bildet,
einem Düsenbalken (7) zum Netzen des beidseitig gehaltenen Vlieses (2) durch
das zweite Endlosband (5), mit einem weiteren Düsenbalken (8, 10), der gegen
das auf einer Umlenkwalze (4, 9) gehaltene Vlies (2) gerichtet ist, und mit einer
Entwässerungseinrichtung (13, 14) für das Vlies (2) unterhalb eines Transport
elementes (11), dadurch gekennzeichnet, daß ein Vlies-Transportorgan (3, 9, 11),
dem zumindest ein Düsenbalken (8, 10, 12) zugeordnet ist, mit einer Struktur
oberläche versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das um die erste
Umlenkwalze (4) laufende Endlossieb (3) als Struktursieb ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 mit einem Entwässerungs-Endlossieb am Ausgang
der Vernadelungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungs-
Endlossieb (11) als Struktursieb ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1999129105 DE19929105A1 (de) | 1999-06-24 | 1999-06-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von strukturierten Vliesstoffen mittels hydrodynamischer Vernadelung |
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- 2000-06-15 EP EP00112661A patent/EP1063332A1/de not_active Ceased
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