DE19928622A1 - Längsgeblechter Jochkörper für einen Elektromagneten - Google Patents
Längsgeblechter Jochkörper für einen ElektromagnetenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen geblechten Jochkörper mit E-Querschnitt für einen Elektromagneten, der aus zwei parallelen, miteinander verbundenen Teilkörpern (6, 7) besteht, die jeweils einen U-Querschnitt aufweisen und die jeweils durch eine Mehrzahl U-förmig gebogener ineinander gesteckter Blechstreifen (8) gebildet sind.
Description
Insbesondere zur Betätigung von Gaswechselventilen werden
elektromagnetische Aktuatoren verwendet, deren Jochkörper ei
nen E-Querschnitt aufweisen. Die zugehörige Spule ist dann
als rechteckförmige Ringspule in die beiden parallel verlau
fenden Nuten eingelegt, wobei die freien Enden des Jochkör
pers die Polfläche des Elektromagneten bilden.
Da zur Vermeidung von Wirbelströmen derartige Jochkörper aus
einer Vielzahl übereinander liegender Kernbleche aufgebaut
sind, war es bisher üblich, für einen Jochkörper mit E-Quer
schnitt eine Vielzahl E-förmig gestanzter Kernbleche zu einem
Paket zusammenzufassen. Der Jochkörper wird hierbei an seinen
beiden Enden, d. h. auf der Fläche des vorderen und des hin
teren -förmigen Bleches zusammengehalten. Durch die im Be
trieb auftretenden Magnetkräfte, die über das Joch übertragen
werden, entstehen im Jochkörper selbst Biegemomente. Da die
einzelnen E-förmig gestanzten Bleche im wesentlichen nur über
randseitige Schweißnähte miteinander verbunden sind, treten
im Dauerbetrieb Verschiebungen der einzelnen Bleche relativ
zueinander auf, die zu Beschädigungen der Isolierung der ein
gelegten Spule und damit zu Masseschlüssen führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend ge
schilderten Nachteile zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem geblech
ten Lochkörper mit E-Querschnitt für einen Elektromagneten,
der aus zwei parallelen, miteinander verbundenen Teilkörper
besteht, die jeweils einen U-Querschnitt aufweisen und die
jeweils durch eine Mehrzahl U-förmig gebogener, ineinander
gesteckter Blechstreifen gebildet sind. Die beiden Teilkörper
erhalten damit eine in Längsrichtung verlaufende Schalenform
mit U-Querschnitt, so daß durch die Parallelanordnug von
zwei Teilkörpern der gewünschte Jochkörper mit E-Querschnitt
hergestellt werden kann. Die Schalenform des innersten Blechs
ergibt zugleich glatte Wandflächen für die Nuten zur Aufnahme
der Magnetspulen, die in der innersten Schale optimal geführt
sind. Ein weiterer Vorteil der Schalenform besteht darin, daß
die im Betrieb auftretenden Biegemomente ideal übertragen
werden. Da bei einer Magnetisierung die Magnetlinien immer
entlang eines Bleches verlaufen, werden hierdurch ferner die
magnetischen Eigenschaften des Elektromagneten optimiert. Die
gewünschte Minimierung der Wirbelströme bleibt hierbei erhal
ten.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die U-
förmig gebogenen Blechstreifen der Teilkörper durch Verkle
bung fest miteinander verbunden sind. Alternativ ist es aber
auch möglich, die Bleche durch Verlötung, durch Verschweißen
an den Stirnseiten oder auch durch einen Formschluß mittels
Stanzen fest miteinander zu verbinden.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
beiden Teilkörper durch ein Gehäuse des Elektromagneten mit
einander verbunden sind. Dies kann bei einem entsprechend ge
stalteten Gehäuse durch einen reinen Formschluß erfolgen.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die beiden Teilkörper durch wenigstens ein U-förmig gebo
genes übergreifendes Halteblech miteinander verbunden sind.
Durch dieses U-förmig gebogene Halteblech werden die beiden
Teilkörper auf dem Außenumfang umfaßt und zusammengehalten,
wobei auch hier die Verbindung über Verklebung oder Lötung
oder auch Verschweißen möglich ist.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen naher er
läutert: Es zeigen:
Fig. 1 einen Jochkörper nach dem Stand der
Technik,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform für einen
Jochkörper gemäß der Erfindung,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform für einen
Jochkörper gemäß der Erfindung,
Fig. 4 als Ausführungsbeispiel einen Aktuator zur
Betätigung eines Gaswechselventils.
Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, wird nach dem bisherigen
Stand der Technik für einen elektromagnetischen Aktuator ein
Jochkörper 1 mit E-Querschnitt durch ein Paket aus einer
Vielzahl übereinandergelegter, E-förmig gestanzter Einzelble
che gebildet. Die vorspringenden freien Enden 3.1, 3.2 und
3.3 des Jochkörpers bilden hierbei die Polflächen. In die
beiden parallel zueinander verlaufenden Nuten 4 ist eine hier
nur angedeutete Ringspule in Rechteckform eingelegt. Das
mittlere Ende 3.2 weist einen Bohrung 11 auf, durch die ein
sogenannter Ankerkolben hindurchgeführt werden kann.
Der in Fig. 2 dargestellte Jochkörper in der erfindungsge
mäßen Ausführungsform wird im wesentlichen aus zwei paralle
len, miteinander verbundenen Teilkörpern 6 und 7 gebildet,
die jeweils einen U-Querschnitt aufweisen. Jeder Teilkörper
6, 7 ist durch eine Mehrzahl U-förmig gebogener Blechstreifen
8 gebildet, die paketartig ineinander angeordnet sind. Die
einzelnen U-förmig gebogenen Blechstreifen sind durch Verkle
bung, Schweißung oder auch durch Lötung fest miteinander ver
bunden. Die beiden Teilkörper 6, 7 können ebenfalls zu einem
festen Körper durch Verkleben oder Löten miteinander verbun
den sein oder aber durch ein Gehäuse formschlüssig zusammen
gehalten werden.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform entspricht in ih
rem Grundaufbau der Ausführungsform gemäß Fig. 2. Bei dieser
Ausführungsform sind jedoch die beiden Teilkörper 6 und 7
durch ein U-förmig gebogenes Halteblech 9, das beide Teilkör
per umfaßt und daß eine größere Blechstärke aufweisen kann,
fest miteinander verbunden. Je nach der verwendeten
Blechstärke kann es zweckmäßig sein, auch das Halteblech 9
mehrlagig vorzusehen. Das Halteblech 9 kann, wie die Verbin
dung der einzelnen Blechstreifen untereinander, durch Verkle
bung über die Gesamtoberfläche verbunden sein.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist die Ver
bindung der Einzelbleche 8 ebenso wie die Verbindung der bei
den Teilkörper 6 und 7 und die Verbindung mit dem Halteblech
9 über stirnseitig angebrachte Schweißnähte 10 vorgenommen.
Auch bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und 3 ist eben
falls die Bohrung 11 zur Führung des Ankerbolzens im mittle
ren Teil 3.2 des Jochkörpers 1 vorgesehen. In die Bohrung 11
kann eine Führungshülse fest eingesetzt sein.
In Fig. 4 ist als praktisches Ausührungsbeispiel ein elektro
magnetischer Aktuator zur Betätigung eines Gaswechselventils
dargestellt. Dieser elektromagnetische Aktuator besteht im
wesentlichen aus zwei Elektromagneten 13, 14, die jeweils ei
nen Jochkörper 15, 16 aufweisen, der entsprechend der anhand
von Fig. 2 bzw. Fig. 3 beschriebenen Ausführungsformen ge
blecht ist. In den beiden Jochkörpern ist jeweils eine Spule
17, 18 angeordnet, die jeweils mit einer hier nicht näher
dargestellten steuerbaren Stromversorgung in Verbindung
steht. In den durch die Jochkörper 15, 16 hindurchgeführten
Bohrungen 11 ist jeweils eine Führungshülse 19 befestigt.
Die beiden Elektromagneten 13, 14 sind im Abstand zueinander
angeordnet, so daß ihre Polflächen 21.1 und 21.2 jeweils ein
ander zugekehrt sind. Im Zwischenraum zwischen den beiden
Polflächen 21 der beiden Elektromagneten 13, 14 ist ein plat
tenförmiger Anker 22 angeordnet, der mit einem Führungsbolzen
23 fest verbunden ist. Der Führungsbolzen 23 ist in der Füh
rungshülse 20 des Elektromagneten 14 geführt. Dem Elektroma
gneten 13 ist ein gesonderter Führungsbolzen 24 vorgesehen,
der sich mit einem Ende auf dem ankerseitigen Führungsbolzen
23 abstützt und mit seinem anderen Ende über einen Fehlertel
ler 25 auf einer Rückstellfeder 26 abgestützt ist.
Das freie Ende 27 des mit dem Anker 22 verbundenen Führungs
bolzens 23 stützt sich auf einem Stellglied 28, beispielswei
se dem Schaft eines Gaswechselventils, dem eine Rückstellfe
der 29 zugeordnet ist. Die beiden Rückstellfedern 26 und 28
sind so ausgelegt, daß sich bei stromlos gesetztem Elektroma
gneten 13, 14 der Anker 22 in der Mittellage zwischen den
beiden Polflächen 21 befindet.
Aus Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 2 oder 3 ist zu erkennen,
daß ein derartiger längsgeblechter Jochkörper eine wesentlich
höhere Biegesteifigkeit aufweist gegenüber den bei der Betä
tigung des Aktuators auftretenden mechanischen Kräften, aber
auch den Reaktionskräften aus den Magnetkräften. Die beiden
Jochkörper 15 und 16 sind jeweils in einem seitlich offenen
Gehäuse 13.1 und 14.1 angeordnet, das jedoch jeweils endsei
tig, die Stirnseite des Jochkörpers und der Spule umgreifend,
geschlossen ist. Die beiden Gehäuseteile 13.1 und 14.1 sind
über einen Distanzrahmen 30 miteinander verbunden, auf dem
sich die durchlaufenden Längsränder der beiden Jochkörper 15
und 16 durchgehend abstützen. In Verbindung mit der Abstüt
zung auf den stirnseitigen Enden des Distanzrahmens 30 ergibt
die hohlträgerartige Profilform eine hohe Formstufigkeit.
Claims (4)
1. Geblechter Jochkörper mit E-Querschnitt für einen Elektro
magneten, der aus zwei parallelen, miteinander verbundenen
Teilkörpern (6, 7) besteht, die jeweils einen U-Querschnitt
aufweisen und die jeweils durch eine Mehrzahl U-förmig gebo
gener ineinander gesteckter Blechstreifen (8) gebildet sind.
2. Jochkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die U-förmig gebogenen Blechstreifen (8) der Teilkörper
(6, 7) durch Verklebung oder Lötung oder Schweißung oder
Formschlußtechnik miteinander verbunden sind.
3. Jochkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teilkörper (6, 7) durch ein Gehäuse miteinan
der verbunden sind.
4. Jochkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teilkörper (6, 7) durch wenigstens ein U-för
mig gebogenes übergreifendes Halteblech 9 miteinander verbun
den sind.
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