DE19927285A1 - Niederinduktives Halbleiterbauelement - Google Patents
Niederinduktives HalbleiterbauelementInfo
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Abstract
Es wird ein Halbleiterbauelement vorgeschlagen, das ein Gehäuse, eine Trägerplatte, zumindest ein Keramiksubstrat, das zumindest an seiner Oberseite mit einer Metallisierung 10 versehen ist und zumindest zwei Schaltelemente aufweist, vorgeschlagen. Die Schaltelemente sind auf der Oberseite des Keramiksubstrats elektrisch leitend angeordnet und verfügen jeweils über Laststromanschlüsse und einen Steueranschluß. Erfindungsgemäß verfügt das Halbleiterbauelement über mehrere externe Laststromanschlußelemente, die auf einer ersten Seite und einer zweiten, der ersten gegenüberliegenden Seite angeordnet sind. Die Laststromanschlüsse der Schaltelemente sind über Zuführungen elektrisch mit den externen Laststromanschlußelementen verbunden, die ein erstes und ein zweites Versorgungspotential aufweisen können. Jeweils zwei Schaltelemente sind derart benachbart angeordnet, daß sich die jeweiligen Zuführungen annähernd parallel zu zwei zugeordneten Laststromanschlußelementen hin erstrecken, wobei die zwei benachbarten Laststromanschlußelemente unterschiedliche Polarität aufweisen. Hierdurch wird eine Kompensation der Magnetfelder erzielt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement bestehend aus
einem Gehäuse, einer Trägerplatte, zumindest einem Kera
miksubstrat, das zumindest an seiner Oberseite mit einer Me
tallisierung versehen ist. Das Halbleiterbauelement weist
ferner zumindest zwei Schaltelemente auf, die auf der Ober
seite des Keramiksubstrats elektrisch leitend angeordnet sind
und jeweils über Laststromanschlüsse und einen Steueranschluß
verfügen. Es sind weiterhin Laststromanschlußelemente auf ei
ner ersten Seite und einer zweiten, der ersten gegenüberlie
genden Seite vorgesehen, die mit den Laststromanschlüssen der
Schaltelemente über Zuführungen elektrisch verbunden sind.
Die Laststromanschlußelemente können dabei ein erstes oder
ein zweites Versorgungspotential aufweisen.
Derartige Halbleiterbauelemente werden beispielsweise in
Kraftfahrzeugen zwischen zumindest einem batteriegestützten
Niederspannungs-Bordnetz einerseits und einem Starter-
Generator als Anlasser bzw. Ladevorrichtung für die jeweilige
Batterie andererseits eingesetzt. Sie dienen im Schubbetrieb
des Kraftfahrzeuges zur Anpassung von Spannung und Leistung
des dann als Generator arbeitenden Starter-Generators an die
entsprechenden Betriebsdaten der jeweiligen nachzuladenden
Batterie und beim Starten des dann als Motor arbeitenden
Starter-Generators mit Hilfe der jeweiligen Batterie zur Ge
währleistung eines hinreichenden Start-Drehmomentes mit ent
sprechend hohem Anfahrstrom.
Als wesentliche Bauteile einer solchen Schaltungsanordnung
gelten insbesondere eine Anzahl von Halbleiter-Halbbrücken
als Leistungsbauteile, eine Anzahl von Zwischenkreis-
Bauelementen, insbesondere Kondensatoren, und eine Anzahl von
Steuerelementen, insbesondere Treiberstufen. Ein derartiges
Halbleiterbauelement ist beispielsweise aus der DE 196 45 636 C1
bekannt, das zur Ansteuerung eines Elektromotors dient.
Als Schaltelemente weisen die beschriebenen Halbleiterbauele
mente vielfach MOSFETs auf. Diese werden durch eine zwischen
den Sourcekontakt und den Gatekontakt angelegte Steuerspan
nung leitend bzw. sperrend geschaltet. In der Praxis wird die
Steuerspannung zwischen den Sourceanschluß und den Gatean
schluß gelegt. Der zum Sourcekontakt führende Draht hat eine
Eigeninduktivität, die bewirkt, daß der sich beim Ein- oder
Ausschalten des MOSFETs zeitlich ändernde Laststrom eine
Spannung in der Induktivität induziert, die der Steuerspan
nung schaltverzögernd entgegenwirkt. Schaltet man mehrere
MOSFET parallel und steuert sie gemeinsam aus einer einzigen
Spannungsquelle an, so führt die erwähnte Induktivität dazu,
daß im Ansteuerkreis wegen unvermeidlicher Bauelemente Tole
ranzen hochfrequente Schwingungen mit Amplituden auftreten,
die den MOSFET zerstören können. Die Schwingfrequenz wird
maßgeblich durch die Induktivität des Sourceanschlusses und
daneben durch andere parasitäre Netzwerk- und Bauelementepa
rameter bestimmt. Zur Verringerung der Nachteile der Wirkung
der Induktivität des Sourceanschlusses wird in der
EP 0 265 833 B1 vorgeschlagen, die Leiterbahnen, die mit den
Sourceanschlüssen verbunden werden auf der einen Seite des
MOSFETs und die Leiterbahnen für die Ansteuerung auf der an
deren Seite des MOSFETs anzuordnen. Hierdurch ergibt sich ei
ne weitgehende magnetische Entkopplung des Ansteuerkreises
von den Sourceanschlüssen des Halbleiterbauelements.
Es sind folglich überwiegend die Streuinduktivitäten in den
Zuführungen zu den Laststromanschlüssen eines oder mehrerer
Halbleiterschalter, die insbesondere bei sehr hohen Strom
steilheiten (dI/dt) Probleme, d. h. Überspannungen bereiten.
Zur Kompensation dieser Überspannungen sind deshalb große
Kondensatoren sowie Widerstände notwendig. Diese können je
doch das Schaltverhalten des Halbleiterbauelementes nachtei
lig beeinflussen. Um diesen Nachteilen zu entgehen, versucht
man in der Praxis durch geschickte, d. h. kurze Leiterbahnfüh
rung die Induktivitäten in den Zuführungen zu verringern.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin,
ein Halbleiterbauelement anzugeben, das die nachteilige Wir
kung der Streuinduktivitäten nicht aufweist und auf einfache
Weise herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Halbleiterbauelement, das
folgende Merkmale aufweist:
- - ein Gehäuse,
- - ein Trägerplatte,
- - zumindest ein Keramiksubstrat, das zumindest an seiner Oberseite mit einer Metallisierung versehen ist,
- - zumindest zwei Schaltelemente, die auf der Oberseite des Keramiksubstrats elektrisch leitend angeordnet sind und je weils über Laststromanschlüsse und einen Steueranschluß verfügen,
- - mehrere externe Laststromanschlußelemente auf einer ersten Seite und auf einer zweiten, der ersten gegenüberliegenden Seite des Gehäuses, die mit den Laststromanschlüssen der Schaltelemente über Zuführungen elektrisch verbunden sind, wobei die Laststromanschlußelemente ein erstes oder ein zweites Versorgungspotential aufweisen können,
wobei jeweils zwei Schaltelemente derart benachbart angeord
net sind, daß sich die jeweiligen Zuführungen parallel zu
zwei zugeordneten Laststromanschlußelementen hin erstrecken
und benachbarte Laststromanschlußelemente eine unterschiedli
che Polarität aufweisen.
Mit anderen Worten ausgedrückt heißt das, daß die Zuführungen
zweier benachbarter Schaltelemente so angeordnet sind, daß
sich entstehende Magnetfelder in den Zuführungen durch die
entgegengesetzte Polarität an den Laststromanschlußelementen
kompensieren und dadurch die wirksame Induktivität minimiert
wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Es ist ferner vorgesehen, ein Schaltelement mit zwei Zufüh
rungen zu verbinden, wobei sich die Zuführungen zwischen der
ersten und der zweiten Seite des Gehäuses erstrecken und wo
bei die eine Zuführung das erste Versorgungspotential und die
andere Zuführung das zweite Versorgungspotential aufweist.
Es ist ferner vorgesehen, die auf einer Gehäuseseite befind
lichen und zwei benachbarten Schaltelementen zugeordneten
Laststromanschlußelemente mit dem ersten bzw. mit dem zweiten
Versorgungspotential zu beaufschlagen. Zur Erzielung einer
minimalen Streuinduktivität ist es folglich notwendig, zumin
dest zwei benachbarte Schaltelemente vorzusehen, deren auf
einer Gehäuseseite benachbarte Laststromanschlußelemente eine
unterschiedliche Polarität aufweisen. Die Vorteile der Erfin
dung lassen sich mit jeder geradzahligen Anzahl an Schaltele
menten erzielen. Vorteilhafterweise werden die Vielzahl an
geradzahligen Schaltelementen auf einer Fluchtlinie nebenein
ander angeordnet. Die Zuführungen zwischen Laststroman
schlußelementen und den Laststromanschlüssen der nebeneinan
der angeordneten Schaltelemente verlaufen vorteilhafterweise
in etwa orthogonal zur genannten Fluchtlinie. Die zugeordne
ten Laststromanschlußelemente weisen dann alternierend das
erste und das zweite Versorgungspotential auf. Neben der ge
ringen Streuinduktivität läßt sich hierdurch ein sehr kompak
ter Aufbau des Halbleiterbauelementes erzielen. Es muß nur
wenig Fläche für geeignete Leiterbahnführungen bzw. für die
Zuführungen vorgesehen werden, was einen kostengünstigen Auf
bau ermöglicht.
Vorzugsweise besteht ein Schaltelement aus zwei seriell mit
einander verschalteten Halbleiterschaltern, deren Verbin
dungspunkt mit einem Laststromanschlußelement verbunden ist
und einen Ausgang des Halbleiterbauelementes bildet. Die zwei
seriell verschalteten Halbleiterschalter sind vorzugsweise
auf einer zu der ersten bzw. der zweiten Seite in etwa ortho
gonalen Fluchtlinie angeordnet. Bekannterweise ist hierdurch
eine Halbbrücke gebildet.
Es ist weiterhin denkbar, daß die Vielzahl oder ein Teil der
Vielzahl an Schaltelementen bzw. Halbbrücken mittels der Me
tallisierung und/oder Bonddrähten parallel geschalten sind
zur Erhöhung der Stromtragfähigkeit des Halbleiterbauelemen
tes. Hierdurch wird der Einsatz an hohen Leistungsbereichen
möglich.
Als Schaltelemente werden vorzugsweise MOSFETs oder IGBTs
verwendet. Es ist jedoch im Grunde jeder beliebige steuerbare
Halbleiterschalter verwendbar. Vorzugsweise wird die Erfin
dung zur Ansteuerung einer Phase eines 3-Phasen-
Wechselrichter-Moduls verwendet. Das Halbleiterbauelement
stellt dann eine sehr niederinduktive Halbbrücke dar.
Die Erfindung wird anhand der einzigen Figur näher erläutert.
Das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement 1 nach der Figur
zeigt dieses in einer Draufsicht. Dieses weist ein Gehäuse 2
auf, das mit einer Trägerplatte 3 verbunden ist. Auf der Trä
gerplatte 3 sind beispielhaft drei Keramiksubstrate 4 aufge
bracht, die zum Gehäuseinneren hin angeordnet sind. Es könnte
auch nur ein einziges Keramiksubstrat verwendet werden. Jedes
der Keramiksubstrate 4 ist mit einer (nicht gezeigten) Metal
lisierung 5 versehen, auf welcher eine geradzahlige Anzahl an
Schaltelementen 6 aufgebracht sind. In der vorliegenden Figur
weisen das linke und das mittlere Keramiksubstrat 4 jeweils
vier Schaltelemente 6 auf. Jedes Schaltelement 6 besteht aus
zwei Halbleiterschaltern 17, 17'. Diese sind auf einer
Fluchtlinie angeordnet, die in etwa orthogonal zu den beiden
langen Seiten 13, 14 des Gehäuses 2 angeordnet sind. Ein
Halbleiterschalter 17, 17' kann z. B. als MOSFET oder als IGBT
ausgeführt sein.
Jeder der beiden Halbleiterschalter 17, 17' ist über Bond
drähte 16 mit der Metallisierung 5 verbunden. Ferner ist je
der Halbleiterschalter 17, 17' über eine Zuführung 9 mit ei
nem Laststromanschlußelement 10 verbunden. Die Zuführung 9
kann beispielsweise als Bonddraht oder aber als Einzeldraht
ausgeführt sein. Die Zuführung 9 ist annähernd in der Flucht
linie der beiden Halbleiterschalter 17, 17' angeordnet. Die
Laststromanschlußelemente 10 sind in der vorliegenden Figur
in sogenannten Führungselementen 15 an der Gehäuseinnenseite
befestigt. Diese mechanische Ausführung stellt lediglich eine
Variante dar, wie die Schaltelemente 6 über die Zuführungen 9
nach außen kontaktiert werden können. Es ist selbstverständ
lich jede andere Variante denkbar. Das oberste linke Last
stromanschlußelement 10 ist mit einem ersten Versorgungspo
tential, welches z. B. das Massepotential sein könnte, verbun
den. Das davon rechts benachbarte Laststromanschlußelement 10
ist hingegen mit einem zweiten Versorgungspotential 12 beauf
schlagt. Dieses Laststromanschlußelement ist einem zweiten
Schaltelement 6 zugeordnet. Wie in der Figur angedeutet, sind
die Laststromanschlußelemente 10 auf der ersten Seite 13 des
Gehäuses 2 alternierend mit dem ersten Versorgungspotential
11 und dem zweiten Versorgungspotential 12 beaufschlagt (von
links nach rechts). Auf der zweiten Seite 14 sind die Last
stromanschlußelemente 10 (von links nach rechts) zuerst mit
dem zweiten 12, dann mit dem ersten Versorgungspotential 11
alternierend beaufschlagt. Gegenüber dem Stand der Technik
läßt sich die Induktivität mit dem erfindungsgemäßen Halblei
terbauelement von 50 nH auf 5 nH reduzieren.
Beispielhaft wird im folgenden angenommen, daß es sich bei
den Halbleiterschaltern 17, 17' um MOSFETs handelt. Der Sour
cekontakt des MOSFETs 17, 17' ist auf der Oberseite angeord
net, während sich der Drainkontakt auf der Rückseite befindet
und mit der Metallisierung elektrisch und mechanisch steht.
Dann ergibt sich folgender Laststrompfad bei dem ganz links
angeordneten Schaltelement 6 von oben nach unten:
Erstes Versorgungspotential 11 am Laststromanschlußelement 10 - Zuführung 9' - Source des Halbleiterschalters 17' (Oberseite des Halbleiterschalters) - Drain des Halbleiterschalters 17' (Unterseite des Halbleiterschalters) - Metallisierung 5 - Bonddraht 16 - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17 (Oberseite des Halbleiterschalters) - Drainkontakt des Halb leiterschalters 17 (Unterseite des Halbleiterschalters) - Me tallisierung - Zuführung 9 - Laststromanschlußelement 10, verbunden mit dem zweiten Versorgungspotential.
Erstes Versorgungspotential 11 am Laststromanschlußelement 10 - Zuführung 9' - Source des Halbleiterschalters 17' (Oberseite des Halbleiterschalters) - Drain des Halbleiterschalters 17' (Unterseite des Halbleiterschalters) - Metallisierung 5 - Bonddraht 16 - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17 (Oberseite des Halbleiterschalters) - Drainkontakt des Halb leiterschalters 17 (Unterseite des Halbleiterschalters) - Me tallisierung - Zuführung 9 - Laststromanschlußelement 10, verbunden mit dem zweiten Versorgungspotential.
Bei dem rechts daneben benachbarten Schaltelement 6 ergibt
sich der Strompfad von oben nach unten in genau umgekehrter
Reihenfolge:
Zweites Versorgungspotential 12 am Laststromanschlußelement 10 - Zuführung 9 - Drainkontakt des Halbleiterschalters 17 - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17 - Bondverbindung zur Metallisierung 5 - Drainkontakt des Halbleiterschalters 17' - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17' - Zuführung 9 - Laststromanschlußelement 10, verbunden mit dem ersten Versor gungspotential (Bezugspotential).
Zweites Versorgungspotential 12 am Laststromanschlußelement 10 - Zuführung 9 - Drainkontakt des Halbleiterschalters 17 - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17 - Bondverbindung zur Metallisierung 5 - Drainkontakt des Halbleiterschalters 17' - Sourcekontakt des Halbleiterschalters 17' - Zuführung 9 - Laststromanschlußelement 10, verbunden mit dem ersten Versor gungspotential (Bezugspotential).
Im erstgenannten Fall ergibt sich dann ein von unten nach
oben verlaufender Laststrom, während im zweitgenannten Fall
der Laststrom von oben nach unten verläuft. Die durch den
Stromfluß in den Zuführungen entstehenden Magnetfelder werden
durch die entgegengesetzte Stromrichtung kompensiert. Hier
durch verringert sich die wirksame Induktivität.
Um die Stromtragfähigkeit zu erhöhen, ist es mittels der
(nicht dargestellten) Metallisierung und/oder Bondverbindun
gen möglich, die in der Figur gezeigten acht Schaltelemente
miteinander parallel zu verschalten. Bei Verwendung von iden
tischen Halbleiterschaltern 17, 17' in allen acht Schaltele
menten 6 ergibt sich bei Parallelschaltung in allen Strompfa
den ein gleich großer Strom. Hierdurch wird eine ideale Kom
pensation des entstehenden Magnetfeldes ermöglicht. Auf die
explizite Darstellung der Metallisierung bzw. der Verdrahtung
der Ausgänge der Halbbrücke mit Laststromanschlußelementen
wurde verzichtet, da diese nicht den Kernbestandteil der Er
findung bilden.
Auf dem rechts angeordneten Keramiksubstrat 4 in dem Gehäuse
2 können beispielsweise zur weiteren Verringerung von Über
spannungen noch Kondensatoren angeordnet werden. Diese Kon
densatoren können gegenüber dem Stand der Technik jedoch we
sentlich geringer und somit kostengünstiger dimensioniert
werden. Ebenso ist es denkbar, auf dem rechts angeordneten
Keramiksubstrat 4 die Ansteuerung für die Halbleiterschalter
17, 17' unterzubringen. Diese könnte sich jedoch auch außer
halb des Halbleiterbauelements befinden.
Das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement stellt in der be
schriebenen Weise eine Halbbrücke dar. Durch die Verwendung
dreier baugleicher erfindungsgemäßer Halbleiterbauelemente
kann dann ein 3-Phasen-Wechselrichter-Modul angesteuert wer
den. Dieses kann vorteilhafterweise in einem Kraftfahrzeug
eingesetzt werden und beispielsweise einen Drehstrommotor an
steuern, der sowohl eine Lichtmaschine als auch einen Anlas
ser ersetzt. Es ist eine Verwendung sowohl an 12 V als auch
an 42 V Bordnetzen möglich.
Die Erfindung kann bei allen Anwendungen, die hohe Strom
steilheiten aufweisen, sinnvoll eingesetzt werden. Beispiels
weise wäre ein Einsatz in der Umrichtertechnik denkbar.
1
Halbleiterbauelement
2
Gehäuse
3
Trägerplatte
4
Keramiksubstrat
5
Metallisierung
6
Schaltelement
7
Laststromanschluß
8
Steueranschluß
9
Zuführung (Draht/Bonddraht)
10
Laststromanschlußelement
11
erstes Versorgungspotential
12
zweites Versorgungspotential
13
erste Seite
14
zweite Seite
15
Führungselement
16
Bonddraht
17
Halbleiterschalter
Claims (9)
1. Halbleiterbauelement (1) bestehend aus
- - einem Gehäuse (2),
- - einer Trägerplatte (3),
- - zumindest einem Keramiksubstrat (4), das zumindest an sei ner Oberseite mit einer Metallisierung (5) versehen ist,
- - zumindest zwei Schaltelementen (6), die auf der Oberseite des Keramiksubstrats (4) elektrisch leitend angeordnet sind und jeweils über Laststromanschlüsse (7) und einen Steueran schluß (8) verfügen,
- - mehreren externen Laststromanschlußelementen (10) auf einer ersten Seite 13 und einer zweiten (14), der ersten (13), ge genüberliegenden Seite des Gehäuses (2), die mit den Last stromanschlüssen der Schaltelemente über Zuführungen (9) elektrisch verbunden sind,
2. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1,
wobei ein Schaltelement (6) mit zwei Zuführungen (9) verbun
den ist, die sich zwischen der ersten und der zweiten Seite
(13, 14) des Gehäuses verstrecken, und wobei die eine Zufüh
rung (9) das erste Versorgungspotential (11) und die andere
Zuführung (9') das zweite Versorgungspotential (12) aufweist.
3. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die auf einer Gehäuseseite befindlichen und zwei be
nachbarten Schaltelementen (6) zugeordneten Laststroman
schlußelemente (10) mit dem ersten bzw. dem zweiten Versor
gungspotential beaufschlagt sind.
4. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei eine geradzahlige Vielzahl an Schaltelementen (6) vor
gesehen ist, deren zugeordnete Laststromanschlüsse auf der
ersten bzw. der zweiten Seite (13, 14) alternierend das erste
bzw. das zweite Versorgungspotential (11, 12) aufweisen.
5. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei ein Schaltelement (6) aus zwei seriell verschalteten
Halbleiterschaltern (17, 17') besteht, deren Verbindungspunkt
mit einem Laststromanschlußelement (10) verbunden ist und ei
nen Ausgang des Halbleiterbauelements bildet.
6. Halbleiterbauelement nach Anspruch 5,
wobei die zwei seriell verschalteten Halbleiterschalter (17,
17') auf einer zu der ersten bzw. zweiten Seite (13, 14) in
einer orthogonalen Fluchtlinie angeordnet sind.
7. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
wobei die Schaltelemente (6) mittels der Metallisierung (5)
und/oder Bonddrähten (16) parallel geschalten sind zur Erhö
hung der Stromtragfähigkeit.
8. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei das Schaltelement (6) IGBTs oder MOSFETs aufweist.
9. Verwendung der Halbleiterbauelemente nach einem der An
sprüche 1 bis 8,
zur Ansteuerung einer Phase eines 3-Phasen-Wechselrichter-
Moduls.
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