DE19927265A1 - Absperrvorrichtung für eine Leitung mit kreisförmigem Schnitt - Google Patents
Absperrvorrichtung für eine Leitung mit kreisförmigem SchnittInfo
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Abstract
Verschlußvorrichtung für eine Leitung mit kreisförmigem Schnitt, insbesondere für ein System zur Klimatisierung von Kraftfahrzeugen. DOLLAR A Die Verschlußvorrichtung umfaßt eine Vielzahl von wechselseitig abhängigen Lamellen (74), die entfaltbar sind zwischen einer Maximaldurchsatzposition, in welcher die Lamellen eine minimale Neigung mit Bezug auf die Luftflußrichtung aufweisen, der die Verschlußvorrichtung durchquert, und einer Null- oder Minimaldurchsatzposition, in welcher die Lamellen eine maximale Neigung bezüglich derselben Richtung aufweisen, wobei jede Lamelle somit einen Teil des Schnittes der Leitung (10) verschließt, sowie einen Betätigungsmechanismus (90, 86), welcher in der Lage ist, die Lamellen gleichzeitig und in synchronisierter Weise zwischen der Maximaldurchsatzposition und der Minimaldurchsatzposition und vice versa zu bewegen.
Description
Die Erfindung betrifft den Bereich der Aerothermie, insbesondere angewendet auf Installatio
nen zur Klimatisierung von Kraftfahrzeugen.
Sie betrifft insbesondere eine Verschlußvorrichtung für eine Leitung mit kreisförmigem
Schnitt, insbesondere anwendbar in solch einer Installation, die in einem tubusartigen Gehäu
se enthalten ist.
Die derzeit verwendete Lösung zum Steuern bzw. Regeln des Luftdurchsatzes durch eine
Leitung mit kreisförmigem Schnitt besteht in einer sogenannten Schmetterlingsklappe, die als
kreisförmige Scheibe ausgebildet ist, welche sich um einen Durchmesser zwischen einer Ver
schlußposition, in welcher sich die Klappe in einer radialen Ebene der Leitung erstreckt, und
einer Maximaldurchsatzsposition dreht, in welcher die Klappe in solch einer Weise ge
schwenkt bzw. verschwenkt ist, daß sie sich in einer axialen Mittelebene erstreckt.
Eine solche Verschlußvorrichtung mit Schmetterlingsklappe zeigt mehrere Nachteile:
- - in erster Linie bringt sie in Maximaldurchsatzposition einen großen Raumbedarf in Längsrichtung beidseitig der Schwenkachse mit sich, was den ständigen Bestrebungen bezüg lich einer Kompaktheit diametral entgegensteht;
- - während des Verschließens erfordert das Verschwenken der Klappe einen deutlichen Kraftaufwand, um dem Druck der in der Leitung zirkulierenden Luft entgegenzuwirken;
- - in einer zwischengelagerten Position führt die Klappe eine nicht vernachlässigbare Lateralkomponente in den Luftfluß ein, wodurch Druckverluste und Turbulenzen entstehen, die ein zufriedenstellendes und geräuscharmes Strömen des Luftflusses in der Leitung beein trächtigen;
- - des weiteren, wenn die Verschlußvorrichtung beispielhaft benachbart einem Wärme tauscher oder einer flußabwärts liegenden Mischkammer angeordnet ist, führt ein schlechtes Strömungsverhalten des Fluids in zwischengelagerter Position zu einer schlechten Luftver teilung und somit zu einem reduzierten Wirkungsgrad des Systems zur Klimatisierung.
Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Sperr- bzw. Verschlußstruktur für
eine Leitung mit kreisförmigem Schnitt anzugeben, welche insgesamt die vorangehend er
wähnten Nachteile abschwächt.
Zu diesem Zweck zeichnet sich die erfindungsgemaße Verschlußvorrichtung dadurch aus, daß
sie eine Vielzahl von steifen wechselseitig abhängigen Lamellen umfaßt, welche ausfahrbar
bzw. entfaltbar sind zwischen einer Maximaldurchsatzposition, in welcher die Lamellen in
ihrer Gesamtheit einen minimalen Bruchteil des Querschnittes der Leitung einnehmen, und
einer Minimal- oder Nulldurchsatzposition, in welcher die Lamellen in ihrer Gesamtheit die
Gesamtheit oder einen maximalen Teil bzw. Bruchteil des Schnittes bzw. der Schnittfläche
einnehmen, sowie einen Betätigungsmechanismus, welcher in der Lage ist, die Lamellen in
koordinierter Weise zwischen der Maximalausstoßposition bzw. -durchsatzposition und der
Minimalausstoßposition bzw. -durchsatzposition und vice versa bewegen kann.
Bei einer ersten Ausführungsform erstreckt sich jede Lamelle in einer radialen Ebene zwi
schen einem zentralen bzw. mittleren Bereich und einem peripheren Bereich der Leitung und
ist in dieser radialen Ebene um die Mittelachse der Leitung beweglich, wobei die radialen
Ebenen von aufeinanderfolgenden Lamellen in axialer Richtung versetzt sind, so daß eine
Abdeckung bzw. Überlappung von sukzessiven Lamellen in der Maximaldurchsatzposition
ermöglicht ist.
Der Antriebsmechanismus kann in diesem Fall umfassen eine Kopplung von jeder Lamelle zu
einer nachfolgenden, und zwar über eine Verbindung, die in der Lage ist, am Ende der Bewe
gung diese nachfolgende Lamelle in solch einer Weise anzutreiben, daß eine entfaltbare Fä
cherstruktur gebildet wird, oder auch einen gemeinsamen peripheren Manövrierring, der mit
den Lamellen gekoppelt ist.
Bei einer anderen Ausführungsform verfügen die Lamellen über eine einstellbare Neigung
bezüglich der Richtung des Luftflusses, der die Verschlußvorrichtung bzw. die Sperrvorrich
tung durchquert, wobei die Neigung minimal in der Maximaldurchsatzposition und maximal
in der Null- oder Minimaldurchsatzposition ist.
Insbesondere bei der zweiten Ausführungsform erstreckt sich jede Lamelle zwischen einem
mittleren Bereich und einem peripheren Bereich der Leitung, ist in der Form eines Kreissek
tors ausgebildet und ist mit einer benachbarten anschließenden Lamelle entlang eines Radius
des Sektors verbunden, so daß eine blasebalgartige entfaltbare Struktur gebildet wird.
Der Antriebsmechanismus kann in diesem Fall in einem zentralen bzw. mittleren Bereich
bzw. Abschnitt der Leitung bzw. des Rohres eine Folge von konischen Zahnrädern bzw. Stirn
rädern umfassen, die mit Lamellen gekoppelt sind.
Die Lamellen können vorteilhafterweise gruppiert sein zu einer Vielzahl von Anordnungen,
die jeweils in der Lage sind, symmetrisch einen Kreissektor des Schnittes bzw. Querschnittes
der Leitung zu verschließen bzw. zu versperren.
Bei einer dritten Ausführungsform erstreckt sich jede Lamelle ausgehend von einem periphe
ren Abschnitt der Leitung und ist beweglich bezüglich einer tangentialen Achse, die senkrecht
zu der Mittelachse der Leitung verläuft, so daß eine Schwenkbewegung der Ebene der La
melle möglich ist zwischen einer radialen Position, senkrecht zur Mittelachse der Leitung, und
einer tangentialen Position, parallel zu derselben Achse und unter Abstand diesbezüglich.
Bei einer vierten Ausfürungsform weist jede Lamelle die Form eines Kreissektors auf, er
streckt sich beidseitig einer radialen Achse, die senkrecht zur Mittelachse der Leitung verläuft
und ist beweglich um diese Achse, so daß eine Schwenkbewegung der Ebene der Lamelle
möglich ist zwischen einer radialen Position, senkrecht zur Mittelachse der Leitung, und einer
transversalen Position, parallel zu dieser Achse und diese enthaltend.
Bei einer fünften Ausführungsform verfügt jede Lamelle über die Form eines Kreissektors,
erstreckt sich ausgehend von einem Mittelbereich der Leitung, ist mit der benachbarten La
melle verbunden und bezüglich der zwei benachbarten Lamellen in solch einer Weise entlang
der radialen Ränder angelenkt, daß eine entfaltbare bzw. ausfahrbare schirm- bzw. regen
schirmartige Struktur gebildet wird, wobei jede Lamelle mit ihrer Spitze an der Mittelachse
der Leitung angelenkt ist, so daß ein Entfalten der Lamelle möglich ist von einer Position na
he zu der Mittelachse hin zu einer Position, stärker geneigt mit Bezug auf diese Achse.
Vorteilhafterweise sind die Ränder der Lamellen und/oder die Anlageflächen der Luftleitung
mit einem Elastomer übergossen und/oder beschichtet bzw. überzogen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlich beim Lesen der detaillierten
folgenden Beschreibung unterschiedlicher Ausführungsformen, welche unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen erfolgt (entsprechende Bezugszeichen beziffern in den unter
schiedlichen Figuren identische oder funktionell entsprechende Elemente).
Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer Leitung, die mit einer Verschlußvorrichtung gemäß
einer ersten Ausführungsform der Erfindung versehen ist, und zwar in Maxi
maldurchsatzposition.
Fig. 2 ist eine Ansicht entsprechend Fig. 1, eine Teilverschlußposition zeigend.
Fig. 3 ist eine Schnittansicht entlang einer axialen Ebene, entsprechend III-III von
Fig. 2.
Fig. 4 und 5 sind jeweils Front- und Seitenansichten von einer Lamelle der in den
Fig. 1 bis 3 gezeigten Verschlußvorrichtung.
Fig. 6 ist eine Schnittansicht einer Variante der ersten Ausführungsform der Erfin
dung.
Fig. 7 ist eine teilweise vergrößerte Ansicht, die das Detail des Antriebssystemes der
in Fig. 6 gezeigten Verschlußvorrichtung zeigt.
Fig. 8 ist eine Schnittansicht entlang einer axialen Ebene, entsprechend VIII-VIII von
Fig. 7.
Fig. 9 ist eine Schnittansicht einer Leitung, die mit einer Verschlußvorrichtung gemäß
einer zweiten Ausführungsform der Erfindung versehen ist, und zwar in einer
Position nahe zu der Maximaldurchsatzposition.
Fig. 10 ist eine Ansicht entsprechend Fig. 9 in einer Position nahe der Minimaldurch
satzposition.
Fig. 11 und 12 sind entsprechende Ansichten zu den Fig. 9 und 10 für eine Variante
der zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 13 und 14 sind perspektivische Ansichten, jeweils explosionsartig das Detail des
Antriebsmechanismus der Verschlußvorrichtungen der Fig. 11 und 12 zei
gend.
Fig. 15 ist eine Schnittansicht einer Leitung, die mit einer Verschlußvorrichtung gemäß
einer dritten Ausführungsform der Erfindung versehen ist, und zwar in Maxi
maldurchsatzposition.
Fig. 16 ist eine Ansicht ähnlich zu Fig. 15, und zwar in Totalverschlußposition.
Fig. 17 ist eine Schnittansicht entlang einer axialen Ebene, und zwar entsprechend
XVII-XVII von Fig. 16.
Fig. 18 ist eine teilweise perspektivische Ansicht, das Detail des Antriebsmechanismus
der Lamellen der Verschlußvorrichtung der Fig. 15 bis 17 zeigend.
Fig. 19 ist eine Schnittansicht einer Leitung, die mit einer Verschlußvorrichtung gemäß
einer vierten Ausführungsform der Erfindung versehen ist, und zwar in Maxi
maldurchsatzposition.
Fig. 20 ist eine Ansicht ähnlich zu Fig. 19, und zwar in Verschlußposition.
Fig. 21 und 22 sind Schnittansichten in einer axialen Ebene, jeweils entsprechend
XXI-XXI von Fig. 19 und XXII-XXII von Fig. 20.
Fig. 23 ist eine perspektivische Explosionsansicht, die das Detail des Antriebs
mechanismus der Lamellen der Verschlußvorrichtung zeigt.
Fig. 24 ist eine Schnittansicht einer Leitung, die mit einer Verschlußvorrichtung gemäß
einer fünften Ausführungsform der Erfindung versehen ist, und zwar in Maxi
maldurchsatzposition.
Fig. 25 und 26 sind entsprechende Ansichten zu Fig. 24, jeweils in Totalverschluß
position und in Teilverschlußposition.
Fig. 27 ist eine teilweise weggebrochene Seitenansicht, die den Antriebsmechanismus
der Verschlußvorrichtung zeigt.
Fig. 28 zeigt perspektivisch ein Detail des Beaufschlagungssystems bzw. des Syste
ms zum Unterspannungsetzen der Lamellen der Verschlußvorrichtung.
Im wesentlichen schlägt die Erfindung vor, die Verschlußvorrichtung in der Form einer Viel
zahl von beweglichen, wechselseitig abhängigen Lamellen anzugeben, die über eine gemein
same Betätigungseinrichtung angetrieben werden.
Die Fig. 1 bis 8 zeigen eine erste Ausführungsform, in welcher die Leitung 10 mit einer
Verschlußvorrichtung versehen ist, die mehrere Lamellen 12 in der Form von diametralen
Bändern umfaßt, welche drehbar um eine Achse 14, entsprechend der Mittelachse D der Lei
tung, sind. Jede der Lamellen 12 besitzt zwei radiale Flügel 16, die sich beidseitig der Anlen
kung 14 erstrecken, wobei jede Lamelle mit der benachbarten Lamelle über einen wechselsei
tigen Antriebsmechanismus verbunden ist, der eine längliche Aufnahme 18 umfaßt, kreisbo
genförmig um die Achse D verlaufend und mit einem Zapfen 20 wechselwirkend, wobei jeder
Zapfen einer Lamelle in die Aussparung 18 der benachbarten Lamelle tritt bzw. eingreift. So
mit wird am Ende einer Bewegung (d. h. nach einer anfänglichen Rotation um einen Winkel,
der dem Ausmaß der Abdeckung einer einzelnen Lamelle entspricht) die Rotation einer ersten
Lamelle jene der benachbarten Lamelle veranlassen und so weiter, wobei durch die Betäti
gung einer einzelnen Lamelle das Entfalten bzw. Ausfahren der Gesamtheit der Lamellen in
der Art eines Fächers erfolgen kann.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen eine Variante, in welcher die Lamellen des Fächers sich von der
Mittelachse 14 bis zur Peripherie der Leitung 10 erstrecken, anstatt sich entlang eines Durch
messers zu erstrecken, und die Form einer Klinge haben, die sich entsprechend der Entfernung
von der Mitte 14 verbreitert. Bei dieser Variante sind die Lamellen 22 beim Bezugszeichen 24
mit einer gemeinsamen Krone 26 verbunden, die beweglich in einer peripheren Aussparung
28 ist und über eine Stange bzw. ein Gestänge 30 antreibbar ist.
Fig. 9 bis 14 zeigen eine zweite Ausführungsform, in welcher jede Lamelle mit der be
nachbarten Lamelle entlang eines ihrer radialen Ränder verbunden ist, so daß eine blasebal
gartige Struktur gebildet wird (siehe insbesondere Fig. 14), welche ausfahrbar bzw. entfalt
bar über einen Kreissektor mit variablem Öffnungswinkel ist.
In der in den Fig. 9 und 10 gezeigten Ausführungsform ist die balgartige Struktur, die
durch die entfaltbaren Lamellen 32 gebildet ist, beidseitig mit zwei Klingen 34, 36 verbunden,
die sich radialwärts erstrecken und in axialen Ebenen angeordnet sind. Die Klingen sind
symmetrisch mit Bezug zueinander zwischen zwei Extrempositionen beweglich, einer, in
welcher der Öffnungswinkel des durch den Balg gebildeten Sektors nahezu 0° (siehe Fig. 9)
ist, und der anderen, in welcher der Sektor nahezu 360° (siehe Fig. 10) ist, wobei der Balg
somit entfaltet bzw. ausgefahren werden kann über ein variables Ausmaß des Schnittes bzw.
Querschnittes bzw. der Querschnittsfläche der Leitung.
In der Variante der Fig. 11 und 12 sind die Lamellen zu zwei Balgstrukturen zusammen
gefaßt, wobei eine durch die Lamellen 32 und die beweglichen Klingen 34 und 36 gebildet ist,
und wobei die andere durch die Lamellen 32' und die beweglichen Klingen 34' und 36' gebil
det ist. Jede Balgstruktur bzw. jeder Balg bzw. Blasebalg kann entfaltet bzw. ausgefahren
werden, um einen Sektor abzudecken, dessen Öffnungswinkel sich verändert von einem Wert
nahe zu 0° (siehe Fig. 11) und einem Wert nahe zu 180° (siehe Fig. 12).
Bei einer noch weiteren Variante, in den Fig. 13 und 14 dargestellt, ist eine der Endklin
gen des Balges, hier angegeben beim Bezugszeichen 38, festgelegt, während die andere Klin
ge 34 beweglich ist.
In jedem Fall werden die beweglichen Klingen 34, 36 oder 38 vorteilhafterweise über eine
Folge bzw. einen Zug von konischen Zahnrädern bzw. Stirnrädern 40 angetrieben, angeordnet
in einem zentralen bzw. mittleren Bereich bzw. Abschnitt der Leitung, und betätigt über einen
Manövrierschaft 42.
Die Fig. 13 und 14 stellen im größeren Detail die Struktur des Antriebsmechanismus in
dem Fall der vorangehend erwähnten, dritten Variante der zweiten Ausführungsform dar: Jede
der beweglichen Klingen 34, 36 des entfaltbaren Balges ist mit einem jeweiligen Stirn- bzw.
Zahnrad 44, 46 verbunden, drehbar an einem Axiallager 48, 50, wobei die Lager mit einer
gemeinsamen festen Welle 52 verbunden sind, die an einer Radialstütze 54 montiert ist. Die
Radialstütze bzw. die radiale Stütze 54 umfaßt vorteilhafterweise Aussparungen 56, die die
festen bzw. festgelegten Klingen 38 aufnehmen und immobilisieren. Die mitgenommenen
Zahnräder 44, 46 sind in umgekehrter Richtung über ein Mitnahmezahnrad bzw. -stirnrad 58
angetrieben, welches wiederum drehbar angetrieben wird mittels des Manövrier- bzw. Betäti
gungsschaftes 42.
Die Fig. 15 bis 18 zeigen eine dritte Ausführungsform, in welcher die Lamellen 60 ebene
bzw. flache Lamellen sind, welche in Totalverschlußposition sich in einer radialen Ebene er
strecken. Jede Lamelle verfügt in etwa über die Form eines Kreissektors, wobei ein freies di
stales Ende 62 benachbart der Leitungsachse in Verschlußposition angeordnet ist, und wobei
ein proximaler Rand 64 mit einem Tangentialabsatz bzw. -schieber 66 senkrecht zur Mitte
lachse verbunden ist. Jeder Absatz wechselwirkt mit einem Abschnitt eines peripheren Ringes
68 mit kreisförmigem Schnitt, so daß das Schwenken der Lamellen 60 um die Achsen der
Absätze 66 ermöglicht ist, wobei jede Lamelle die anschließende beaufschlagt. Zu diesem
Zweck wird eine erste Lamelle über einen Hebel, wie z. B. beim Bezugszeichen 70 dargestellt,
angetrieben, welcher wiederum beispielhaft über ein Manövrierkabel 72 angetrieben wird.
Die Fig. 19 bis 23 stellen eine vierte Ausführungsform dar, in welcher die Lamellen 74
eine viertelkreisförmige Klappe bilden, mit jeweils zwei Flügeln 76, 78, die sich symmetrisch
beidseitig einer radialen Schwenkachse 80 erstrecken. Jede der vier Achsen 80 erstreckt sich
zwischen einem Absatz 82, der an der Peripherie der Leitung angeordnet ist, und einem End
zahnrad bzw. -stirnrad 84, wobei die Anordnung einen Zug bzw. eine Folge 86 von konischen
Zahn- bzw. Stirnrädern bildet, angetrieben mittels einer der Wellen, welche selbst beim Be
zugszeichen 90 mit einem Manövrierhebel 92 verbunden ist.
Die Drehung des Hebels bewirkt das gleichzeitige Schwenken der vier Klappen 74 zwischen
der Maximaldurchsatzposition (Fig. 19 und 21), in welcher sie sich jeweils in einer jewei
ligen axialen Ebene erstrecken, und der Verschlußposition (Fig. 20 und 22), in welcher sie
sich insgesamt in einer radialen Ebene erstrecken.
Fig. 24 bis 27 stellen eine fünfte Ausführungsform dar, in welcher acht Lamellen 94 in der
Form von Kreissektoren untereinander entlang ihrer jeweiligen radialen Ränder verbunden
sind, um eine entfaltbare Struktur in der Art eines Schirmes bzw. Regenschirmes zu bilden.
Um dies zu erzielen, ist jede Lamelle 94 über ihre Spitze 96 bei einem gemeinsamen Punkt
100 eines feststehenden, axialen Schaftes 102 verbunden. An diesem Schaft 102 ist gleitfähig
eine Manschette 104 vorgesehen, die über jeweilige Stangen 106 mit Enden 108 verbunden
ist, und zwar gegenüberliegend der Spitze 96, und zwar bezüglich jedes zweiten gemeinsamen
Randes von zwei Lamellen 94. Das Gleiten der Manschette 104 an dem axialen Schaft 102
ermöglicht das Entfalten von jeder der Lamellen 94 aus einer Öffnungsposition, in welcher sie
sich praktisch in einer axialen Ebene erstreckt, hin zu einer geneigten Verschlußposition (ge
strichelt in Fig. 27 dargestellte Position). Selbstverständlich kann die Kinematik des festste
henden Schaftes 102 und der beweglichen Manschette 104 umgekehrt werden, wobei das
Element 104 somit festliegt und der Schaft 102 in diesem Element gleitet.
Vorteilhafterweise umfassen in allen Ausführungsformen die Lamellen und/oder der Lei
tungsrand, der mit den Lamellen in Berührung tritt, Dichtheitsmittel vom Typ Anguß bzw.
Überguß eines Schaumes oder Befestigung eines Elastomers.
Claims (12)
1. Verschlußvorrichtung für eine Leitung mit kreisförmigem Schnitt, insbesondere für ein
System zur Klimatisierung von Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß sie um
faßt:
- - eine Vielzahl von steifen, wechselseitig abhängigen Lamellen (12; 22; 32; 60; 74; 94), entfaltbar zwischen einer Maximaldurchsatzposition, in welcher die Lamellen in ihrer Gesamtheit einen minimalen Teil des Querschnittes der Leitung einnehmen, und einer Null- oder Minimaldurchsatzposition, in welcher die Lamellen in ihrer Ge samtheit die Gesamtheit oder einen maximalen Teil des Schnittes einnehmen; und
- - einen Betätigungsmechanismus, welcher in der Lage ist, die Lamellen in koor dinierter Weise zwischen der Maximaldurchsatzposition und der Minimaldurchsatzpo sition und vice versa zu bewegen.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lamelle (12; 22) sich in einer radialen Ebene zwischen einem mittleren
Bereich (14) und einem peripheren Bereich der Leitung erstreckt und beweglich in
dieser radialen Ebene um die Mittelachse (D) der Leitung ist, wobei die radialen Ebe
nen aufeinanderfolgender Lamellen in axialer Richtung versetzt sind, so daß eine
Überlappung aufeinanderfolgender Lamellen in der Maximaldurchsatzposition (Fig.
1 bis 8) möglich ist.
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antriebsmechanismus eine Kopplung von jeder Lamelle mit der nachfol
genden über eine Verbindung (18, 20) umfaßt, welche in der Lage ist, am Bewegungs
ende die anschließende Lamelle anzutreiben, so daß eine entfaltbare Fächerstruktur
gebildet wird.
4. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antriebsmechanismus einen gemeinsamen, peripheren Manövrierring (26)
umfaßt, welcher mit den Lamellen gekoppelt ist.
5. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen eine einstellbare Neigung mit Bezug auf die Richtung des Luft
flusses, der die Verschlußvorrichtung durchquert, aufweisen, wobei die Neigung mi
nimal in der Maximaldurchsatzposition und maximal in der Null- oder Minimaldurch
satzposition ist.
6. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lamelle (32) sich zwischen einem mittleren Abschnitt und einem periphe
ren Abschnitt der Leitung erstreckt, die Form eines Kreissektors aufweist und mit der
benachbarten Lamelle entlang eines Radius des Sektors in solch einer Weise verbun
den ist, daß eine entfaltbare, balgartige Struktur (Fig. 9 bis 14) gebildet wird.
7. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antriebsmechanismus in einem mittleren Bereich der Leitung einen Zug
von konischen Zahnrädern (40) umfaßt, die mit den Lamellen gekoppelt sind.
8. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen zusammengefaßt sind zu einer Vielzahl von Anordnungen, die in
der Lage sind, jeweils symmetrisch einen Kreissektor des Schnittes der Leitung zu
verschließen bzw. zu sperren.
9. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lamelle (60) sich, ausgehend von einem peripheren Bereich (64) der Lei
tung, erstreckt und beweglich ist um eine Tangentialachse (66), welche senkrecht zur
Mittelachse (D) der Leitung verläuft, so daß eine Schwenkbewegung der Ebene der
Lamelle zwischen einer Radialposition, senkrecht zur Mittelachse der Leitung, und ei
ner Tangentialposition, parallel zu dieser Achse und beabstandet hiervon (Fig. 15
bis 18), möglich ist.
10. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lamelle (74) die Form eines Kreissektors aufweist, sich beidseitig einer
Radialachse (80) erstreckend, die senkrecht zur Mittelachse (D) der Leitung verläuft,
und beweglich um diese Achse (80) ist, um somit ein Schwenken der Ebene der La
melle zwischen einer radialen Position, senkrecht zur Mittelachse der Leitung, und ei
ner transversalen Position, parallel zu dieser Achse und diese enthaltend (Fig. 19
bis 23), zu ermöglichen.
11. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lamelle (94) die Form eines Kreissektors aufweist, sich, ausgehend von
einem Mittelabschnitt der Leitung, erstreckt und angelenkt ist an zwei benachbarten
Lamellen entsprechend der radialen Ränder, so daß eine entfaltbare schirmartige
Struktur gebildet wird, wobei jede Lamelle über ihre Spitze (100) an der Mittelachse
der Leitung (D) angelenkt ist, so daß ein Entfalten der Lamelle aus einer Position nahe
der Mittelachse hin zu einer Position stärker geneigt mit Bezug auf diese Achse (Fig.
24 bis 27) möglich ist.
12. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ränder (110) der Lamellen (12; 22; 32; 60; 74; 94) und/oder die Anlageflä
chen (10') der Leitung (10) Dichtheitsmittel umfassen.
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