DE19927216C1 - Verfahren zur Strukturuntersuchung eines Mediums durch Radar - Google Patents
Verfahren zur Strukturuntersuchung eines Mediums durch RadarInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur zerstörungsfreien Strukturuntersuchung eines Mediums, insbesondere von Beton, durch Radar offenbart. Hierzu wird eine monostatische oder bistatische Dipolantenne verwendet, die die Radarimpulse aussendet und empfängt. Um die für in Bezug auf das Verhältnis von Amplitude und Dauer optimale Empfangsimpulse in kurzer Entfernung von der Dipolantenne (Nahfeld) geeignete Antennenlänge zu bestimmen, wird zunächst die Antennenlänge bestimmt, die in Bezug auf das Verhältnis von Amplitude und Dauer angenähert optimale Empfangsimpulse für eine unendliche Entfernung von der Dipolantenne (Fernfeld) ergibt. Diese Bestimmung erfolgt nach der Bezeichnung DOLLAR F1 wobei l die Länge der Dipolantenne, Ð die Dauer des eingespeisten Impulses und v die Ausbreitungsgeschwindigkeit des abgestrahlten Impulses im zu untersuchenden Medium darstellen. DOLLAR A Dann erfolgt die Bestimmung der Antennenlänge für das Nahfeld vorzugsweise durch Versuchsberechnungen oder -messungen, bei denen die Antennenlänge, ausgehend von der Länge für das Fernfeld, jeweils schrittweise verkürzt wird. DOLLAR A Der Abstand d zwischen der Dipolantenne und einem auf der dem zu untersuchenden Medium entgegengesetzten Seite angeordneten Reflektor wird vorzugsweise dadurch bestimmt, daß, ausgehend von einem durch die Beziehung DOLLAR F2 ermittelten Abstand für das Fernfeld, der optimale Abstand für eine Untersuchung im Nahfeld durch Versuchsberechnungen oder -messungen der elektrischen Feldstärke, bei denen der Abstand ...
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Im Göttel, R., Mönich, G., Maierhofer, Ch.: Signal
simulation and antenna design for the application of
radar to concrete structures, 1. International Radar
Symposium, München 1998, wird ein Verfahren zur zer
störungsfreien Strukturuntersuchung eines Mediums
durch Radar mittels Verwendung einer Dipolantenne be
schrieben, bei dem die Länge l der Dipolantenne hin
sichtlich einer möglichst großen Amplitude und einer
möglichst kurzen Dauer der durch Überlagerung der in
der Antennenmitte und an den Antennenenden abge
strahlten elektromagnetischen Wellen, erhaltenen Ra
darimpulse für einen in großer Entfernung (Fernfeld)
von der Sendeantenne angeordneten Untersuchungsbe
reich gemäß der folgenden Formel bestimmt wird:
Hierin bedeuten τ die Dauer des eingespeisten Impul
ses und v die Ausbreitungsgeschwindigkeit des abge
strahlten Impulses im zu untersuchenden Medium.
Der zu untersuchende Bereich eines Mediums, bei
spielsweise eines Betonkörpers, befindet sich jedoch
gewöhnlich relativ nahe der Sendeantenne, z. B. in ei
ner Entfernung von 10-25 cm. Auch in einem derarti
gen Nahfeld der Antenne soll das durch Überlagerung
erhaltene Nutzsignal in seiner zeitlichen Dauer mini
mal und in seiner Amplitude maximal sein. In diesem
Bereich (im folgenden auch "Fokus" genannt) sollen
sich die elektromagnetischen Wellen im Sinne dieser
Forderung optimal überlagern. Eine Dipolantenne mit
einer nach der obigen Formel erhaltenen Antennenlänge
ist für eine derartige Überlagerung im Nahfeld jedoch
weniger geeignet.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren zur zerstörungsfreien Strukturuntersu
chung eines Mediums durch Radar mittels Verwendung
einer monostatischen oder bistatischen Dipolantenne,
welche Radarimpulse aussendet und empfängt, anzuge
ben, mit dem die Antennenlänge so bestimmt werden
kann, daß sich in einem im Nahfeld liegenden vorgege
benen Fokus die abgestrahlten elektromagnetischen
Wellen zu einem Impuls mit einer möglichst hohen Am
plitude und einer möglichst kurzen Dauer überlagern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens er
geben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß ausge
hend von einer durch die Beziehung
wobei l die Länge der Dipolantenne, τ die Dauer des
eingespeisten Impulses und v die Ausbreitungsge
schwindigkeit des abgestrahlten Impulses im zu unter
suchenden Medium darstellen, bestimmten Länge der Di
polantenne für eine unendliche Entfernung des Unter
suchungsbereichs von der Dipolantenne eine Bestimmung
der Länge der Dipolantenne für in Bezug auf das Ver
hältnis von Amplitude und Dauer optimale Empfangsim
pulse bei einer vorgegebenen Entfernung des Untersu
chungsbereichs von der Dipolantenne durchgeführt wird,
indem durch Versuchsberechnungen oder -messungen der
elektrischen Feldstärke im Untersuchungsbereich, bei
denen die Länge der Dipolantenne ausgehend von der
Länge für die unendliche Entfernung jeweils schritt
weise verkürzt wird, erfolgen. Hierbei werden die je
weils erhaltenen Ergebnisse für Impulsamplitude und
-dauer miteinander verglichen und dann diejenige An
tennenlänge bestimmt, die für den jeweiligen Untersu
chungszweck als in Bezug auf das gegenseitige Ver
hältnis von Amplitude und Dauer optimal angesehen
wird. Eine Verkürzung der Dipolantenne ausgehend von
der für das Fernfeld bestimmten Länge hat für das
Nahfeld die Wirkung, daß sowohl die Amplitude als
auch die Dauer des im Fokus durch Überlagerung erhal
tenen Impulses abnehmen. Jedoch nimmt die Impulsdauer
proportional mit der Verkürzung der Antennenlänge ab,
während die Amplitude mit zunehmender Verkürzung zu
nächst kaum merkbar und erst nach erheblicher Verkür
zung deutlich absinkt.
Die genannte Wirkung, d. h. die anfänglich deutlich
stärkere Abnahme der Impulsdauer gegenüber der Im
pulsamplitude, ist noch ausgeprägter, wenn die die
Dipolantenne speisenden Impulse nichtlineare Flanken
mit zunehmender Steilheit aufweisen.
Wenn im Abstand und parallel zur Dipolantenne auf der
dem zu untersuchenden Medium entgegengesetzten Seite
ein Reflektor für die ausgesandten Radarimpulse vor
gesehen ist, wird das abgestrahlte Signal gespiegelt
und durch Überlagerung der direkt abgestrahlten und
der reflektierten Impulse kann die Amplitude der
Nutzsignale erheblich vergrößert werden. Für eine op
timale Überlagerung muß der Abstand zwischen der Sen
deantenne und dem Reflektor geeignet eingestellt wer
den.
Bei herkömmlichen Radarantennen kommt es an der Halb
raumgrenze Luft/Medium zu Reflexionen, die zu einer
unnötigen Verlängerung der Gesamtsignaldauer führen.
Deshalb ist der Raum zwischen Dipolantenne und Re
flektor vorzugsweise mit einem verlustarmen Material
gefüllt, dessen Dielektrizitätszahl möglichst den
gleichen Wert wie das zu untersuchende Medium auf
weist. Hierdurch werden die Reflexionen an der Hal
braumgrenze Luft/Medium vermieden.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer bistati
schen Bow-Tie-Antenne in der Draufsicht,
Fig. 2 eine schematische Querschnittsdarstellung der
Antenne nach Fig. 1,
Fig. 3 den berechneten transienten elektrischen
Feldverlauf in Luft in einer Entfernung von
100 m von einer Dipolantenne mit einer Länge
von 90 cm,
Fig. 4 den Fig. 3 entsprechenden Feldverlauf, jedoch
bei einer Dipolantenne von 30 cm Länge,
Fig. 5 den Verlauf eines in eine Dipolantenne einge
speisten Impulses und
Fig. 6 die berechneten Empfangssignale bei einem Ab
stand von 15 cm von der mit dem Impuls nach
Fig. 5 gespeisten Dipolantenne für zwei un
terschiedliche Antennenlängen.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Dipolantenne ist
eine Breitbandantenne vom Typ einer Bow-Tie-Antenne.
Diese Dipolantenne ist eine bistatische Antenne mit
einer Sendeantenne 1 und einer hierzu parallelen Emp
fangsantenne 2. Diese bestehen jeweils aus zwei spitz
aufeinander zu laufenden Metallflügeln 1.1, 1.2 bzw.
2.1, 2.2., die jeweils an den einander zugewandten
Enden mit einem elektrischen Leiter 3 bzw. 4 für die
Speisung bzw. Signalableitung versehen sind.
Die gezeigte Dipolantenne ist für die zerstörungs
freie Untersuchung von Beton vorgesehen, beispiels
weise für die Ortung von schlaffer Bewehrung, die Or
tung von Spannkanälen hinter schlaffer Bewehrung, die
Dickenmessung nur einseitig zugänglicher Betonteile
oder die Ortung von Hohlstellen und Verdichtungsmän
geln.
Um die Dipolantenne beim Anlegen an das zu untersu
chende Betonteil vor Beschädigungen zu schützen, ist
sie auf ihrer freiliegenden Seite mit einer dünnen
dielektrischen Platte 5 aus einem Material mit einer
Permittivität (Dielektrizitätszahl), die möglichst
den gleichen Wert wie die des Betons hat, abgedeckt.
Im Abstand von den Antennen 1 und 2 und parallel zu
diesen befindet sich ein metallischer Reflektor 6,
der zur Abschirmung des Raums hinter dem Reflektor
einerseits und zur Verstärkung der abgestrahlten Im
pulssignale in der gewünschten Strahlrichtung durch
geeignete Überlagerung der direkt abgestrahlten und
der am Reflektor 6 reflektierten Signale andererseits
dient. Eine signalverstärkende Überlagerung findet
insbesondere dann statt, wenn der Abstand d zwischen
den Antennen 1 und 2 einerseits und dem Reflektor 6
nach folgender Beziehung bestimmt wird:
wobei v die Ausbreitungsgeschwindigkeit des abge
strahlten Impulses im zu untersuchenden Medium dar
stellt.
Der so bestimmte Abstand ist optimal für das Fern
feld. Für Untersuchungen im Nahfeld erfolgt für eine
vorgegebene Entfernung von der Dipolantenne die Be
stimmung des Abstands für in Bezug auf das Verhältnis
von Amplitude und Dauer optimale Empfangsimpulse
durch Versuchsberechnungen oder -messungen der Feld
stärke im Untersuchungsbereich, bei denen der Abstand
ausgehend von dem für das Fernfeld bestimmten Abstand
jeweils schrittweise verkürzt wurde.
Der Zwischenraum zwischen den Antennen 1 und 2 und
dem Reflektor 6 ist mit einem verlustarmen Material 7
gefüllt, dessen Permittivität (Dielektrizitätszahl)
möglichst den gleichen Wert wie der zu untersuchende
Beton aufweisen sollte. Es bietet sich daher an, für
das Material 7 Beton zu verwenden. Wenn hier, wie
bisher, Luft oder Polystyrol-Schaumstoff (Styropor)
verwendet würde, wird an der Grenzfläche zum unter
suchten Beton aufgrund des Sprunges in der Dielektri
zitätszahl (Impedanzsprung) ein Teil des Signals re
flektiert. Auch wären in einem solchen Fall die An
tennenbaulänge und damit die abgestrahlte Frequenz
für den Betrieb in Luft optimiert. Wenn dann die An
tenne mit dem zu untersuchenden Medium, das eine hö
here Permittivität als Luft hat, in Kontakt gebracht
wird, werden elektromagnetische Wellen mit einer
deutlich niedrigeren Frequenz abgestrahlt als vom
Hersteller angegeben wurde.
Wie Fig. 2 zeigt, werden die mit den Antennenflügeln
1.1, 1.2, 2.1 und 2.2 verbundenen elektrischen Leiter
3, 4 durch das Material 7 und den Reflektor 6 hin
durchgeführt.
Die Ursachen für die Abstrahlung elektromagnetischer
Wellen beruhen auf der Existenz von Unstetigkeits
stellen in der Antennenstruktur und von reflektieren
den Flächen. Dies führt zu einem ersten abgestrahlten
Impuls beim Eintreten einer Leitungswelle aus dem Zu
führungsleiter in die Antenne. Bei verlustlosen Dipo
len wird zusätzlich bei der Reflexion der auf der An
tenne laufenden Wellen an den Dipolenden sowie beim
Wiedereintritt der reflektierten Welle in den Zufüh
rungsleiter jeweils ein Signalimpuls abgestrahlt. Die
zeitlichen Differenzen zwischen diesen Abstrahlungen
hängen hierbei von der Antennenlänge l ab. Die Ge
samtdauer eines abgestrahlten Feldstärkeimpulses be
trägt (l/v) + τ, wobei τ die Dauer des den Dipol spei
senden Stromimpulses und v die Ausbreitungsgeschwin
digkeit der elektromagnetischen Wellen im jeweiligen
Medium darstellen. Die Fig. 3 und 4 zeigen beispiel
haft diesen Sachverhalt für einen eingespeisten si
nusförmigen Stromimpuls mit der Dauer von 1 ns. In
diesen Figuren ist der rechnerisch ermittelte transi
ente Feldverlauf in einer Entfernung von 100 m (Fern
feld) von der Dipolantenne in Luft in der H-Ebene ei
nerseits für eine Antennenlänge von 90 cm (Fig. 3)
und andererseits für eine Antennenlänge von 30 cm
(Fig. 4) wiedergegeben. Die H-Ebene ist die senkrecht
zur Antenne stehende, durch deren Mitte in Längsrich
tung verlaufende Ebene, in welcher die von den beiden
Antennenenden abgestrahlten Wellen gleichzeitig ein
treffen und einander überlagern.
Der in Fig. 3 gezeigte Feldstärkeimpuls besteht aus
drei Teilen, nämlich der beim Eintreten eines Stro
mimpulses in die Antenne abgestrahlten Welle, den
beiden an den Antennenenden abgestrahlten Wellen
(welche sich überlagern, da sie gleichzeitig am un
tersuchten Ort eintreffen) und der bei Wiedereintritt
des reflektierten Impulses in den Leiter abgestrahl
ten Welle. Aufgrund der Länge der Dipolantenne von 90
cm sind diese Teile zeitlich voneinander getrennt, so
daß die Gesamtimpulsdauer relativ groß ist und die
maximale Amplitude nur den zweifachen Wert des einge
speisten Impulses erreicht.
Wie Fig. 4 zeigt, hat die dort verwendete Dipolanten
ne eine günstigere Länge, da der am untersuchten Ort
auftretende Feldstärkeverlauf durch konstruktive
Überlagerung der drei Teile eine Amplitude aufweist,
die dem Dreifachen des eingespeisten Impulses ent
spricht und auch die Impulsdauer erheblich verkürzt
wurde. Diese Antennenlänge von 30 cm wurde anhand der
eingangs genannten Formel ermittelt, bei der davon
ausgegangen wird, daß die sich überlagernden Impul
steile phasengleich sind. Eine weitere Verkürzung der
Antennenlänge führt zu einer weiteren Abnahme der Im
pulsdauer bei am Anfang noch konstanter Amplitude,
dann aber zu einer deutlichen Reduzierung der Ampli
tude, so daß im Verhältnis von Amplitude und Dauer
optimale Empfangsimpulse bei größeren Entfernungen
von der Dipolantenne bei etwas kürzeren als durch die
genannte Formel bestimmten Antennenlängen erhalten
werden.
Die vorbezeichnete Formel zur Bestimmung der Anten
nenlänge ist vorzugsweise für größere Entfernungen
von der Antenne anwendbar, bei denen die abgestrahl
ten elektromagnetischen Wellen im Verhältnis zur Grö
ße des Untersuchungsobjekts praktisch eine ebene Wel
lenfront besitzen. Wenn jedoch eine Untersuchung von
Fehlstellen in Beton durchgeführt wird, beträgt die
Entfernung des untersuchten Bereichs von der Dipolan
tenne üblicherweise etwa 10 bis 25 cm. Hier ist die
Ausbreitungsfront der elektromagnetischen Wellen im
Wesentlichen noch gekrümmt, so daß die Bedingungen,
die der Formel zugrunde liegen, nicht mehr gelten. Es
wurde gefunden, daß bei derartigen Entfernungen, im
sogenannten Nahfeld, von einer Antenne mit der nach
dieser Formel bestimmten Länge nicht ein Feldverlauf
im Untersuchungsbereich erhalten wird, der wie beim
Fernfeld hinsichtlich des Verhältnisses von Amplitude
und Dauer angenähert optimiert ist. Dabei wurde an
hand von Simulationsberechnungen festgestellt, daß
auch eine stärkere Verkürzung der Antennenlänge zu
einer deutlichen Verkürzung der Impulsdauer führt,
ohne daß eine merkbare Verringerung der Amplitude
auftritt. Erst wenn die Antennenlänge übermäßig ver
kürzt wird, ergibt sich auch eine stärkere Abnahme
der Amplitude. Dabei tritt die Amplitudenabnahme ins
besondere dann sehr spät auf, wenn solche die Dipo
lantenne speisenden Impulse verwendet werden, die
nichtlineare Flanken mit zunehmender Steilheit auf
weisen.
Fig. 5 zeigt den eingespeisten Impuls für die in Fig.
6 dargestellten, durch Simulationsberechnungen erhal
tenen Feldverläufe in einer Entfernung von 15 cm von
der Dipolantenne in der H-Ebene. Der in Fig. 6 ausge
zogen dargestellte Verlauf ist einer Dipolantenne mit
einer Länge von 5,04 cm zugeordnet. Diese Länge er
gibt sich aus der obigen Formel als nahezu optimale
Länge für ein Fernfeld. Der punktiert dargestellte
Verlauf wurde für eine Dipolantenne mit einer Länge
von 4,20 cm unter ansonsten gleichen Bedingungen er
rechnet. Wie ersichtlich ist, konnte eine nicht uner
hebliche Verkürzung der Impulsdauer erzielt werden,
während die Amplitude praktisch unverändert geblieben
ist. Die optimale Antennenlänge muß versuchsweise er
mittelt werden, indem sie schrittweise verkürzt und
dann der jeweilige Feldverlauf berechnet wird. Abhän
gig von den jeweils geforderten Bedingungen ist dann
zu entscheiden, welche Antennenlänge in Bezug auf das
Verhältnis von Amplitude und Dauer des im Untersu
chungsbereich auftretenden Impulses als optimal ange
sehen wird.
Es ist selbstverständlich auch möglich, anstelle der
Berechnungen des Feldverlaufs für die jeweiligen An
tennenlängen diesen experimentell anhand von Modellen
zu bestimmen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, nicht nur eine
einzelne Antenne zu verwenden, sondern mehrere Anten
nen, die in einer beliebigen Geometrie angeordnet
sein können. Es wird hierdurch ein Gruppenstrahler
erhalten, dessen Fokus durch entsprechende Verzöge
rungen der Speiseimpulse sowohl in der Tiefe als auch
in der Ausdehnung gesteuert werden kann.
Claims (10)
1. Verfahren zur zerstörungsfreien Strukturuntersu
chung eines Mediums durch Radar mittels Verwen
dung einer monostatischen oder bistatischen Di
polantenne, welche Radarimpulse aussendet und
empfängt,
dadurch gekennzeichnet,
daß ausgehend von einer durch die Beziehung
wobei l die Länge der Dipolantenne, τ die Dauer des eingespeisten Impulses und v die Ausbrei tungsgeschwindigkeit des abgestrahlten Impulses im zu untersuchenden Medium darstellen, bestimm ten Länge der Dipolantenne für eine unendliche Entfernung des Untersuchungsbereichs von der Di polantenne eine Bestimmung der Länge der Dipo lantenne für in Bezug auf das Verhältnis von Am plitude und Dauer optimale Empfangsimpulse bei einer vorgegebenen Entfernung des Untersuchungs bereichs von der Dipolantenne durchgeführt wird, indem Versuchsberechnungen oder -messungen der elektrischen Feldstärke im Untersuchungsbereich erfolgen, bei denen die Länge der Dipolantenne ausgehend von der Länge für die unendliche Ent fernung jeweils schrittweise verkürzt wird.
wobei l die Länge der Dipolantenne, τ die Dauer des eingespeisten Impulses und v die Ausbrei tungsgeschwindigkeit des abgestrahlten Impulses im zu untersuchenden Medium darstellen, bestimm ten Länge der Dipolantenne für eine unendliche Entfernung des Untersuchungsbereichs von der Di polantenne eine Bestimmung der Länge der Dipo lantenne für in Bezug auf das Verhältnis von Am plitude und Dauer optimale Empfangsimpulse bei einer vorgegebenen Entfernung des Untersuchungs bereichs von der Dipolantenne durchgeführt wird, indem Versuchsberechnungen oder -messungen der elektrischen Feldstärke im Untersuchungsbereich erfolgen, bei denen die Länge der Dipolantenne ausgehend von der Länge für die unendliche Ent fernung jeweils schrittweise verkürzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die die Dipolantenne speisenden Impulse
nichtlineare Flanken mit zunehmender Steilheit
aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Abstand und parallel zur
Dipolantenne auf der dem zu untersuchenden Medi
um entgegengesetzten Seite ein Reflektor für die
ausgesandten Radarimpulse vorgesehen ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Abstand d zwischen der Dipolantenne
und dem Reflektor für eine unendliche Entfernung
des Untersuchungsbereichs von der Dipolantenne
durch die folgende Beziehung
gegeben ist und daß für eine vorgegebene Entfer nung des Untersuchungsbereichs von der Dipolan tenne die Bestimmung des Abstands für in Bezug auf das Verhältnis von Amplitude und Dauer opti male Empfangsimpulse bei der vorgegebenen Ent fernung durch Versuchsberechnungen oder - messungen der elektrischen Feldstärke im Unter suchungsbereich erfolgt, bei denen der Abstand ausgehend von dem Abstand für die unendliche Entfernung jeweils schrittweise verkürzt wird.
gegeben ist und daß für eine vorgegebene Entfer nung des Untersuchungsbereichs von der Dipolan tenne die Bestimmung des Abstands für in Bezug auf das Verhältnis von Amplitude und Dauer opti male Empfangsimpulse bei der vorgegebenen Ent fernung durch Versuchsberechnungen oder - messungen der elektrischen Feldstärke im Unter suchungsbereich erfolgt, bei denen der Abstand ausgehend von dem Abstand für die unendliche Entfernung jeweils schrittweise verkürzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Raum zwischen Dipolantenne
und Reflektor mit einem verlustarmen Material
gefüllt ist, dessen Permittivität (Dielektrizi
tätszahl) möglichst den gleichen Wert wie das zu
untersuchende Medium aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß das zwischen Dipolantenne und Reflektor
angeordnete Material Beton ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Dipolantenne eine
Breitbandantenne ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Breitbandantenne eine Bow-Tie-
Antenne ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die dem zu untersu
chenden Medium zugewandte Oberfläche der Dipo
lantenne mit einer dielektrischen Schutzschicht
überzogen ist, deren Permittivität möglichst den
gleichen Wert wie das zu untersuchende Medium
aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß mehrere Dipolantennen
in wahlweiser Anordnung einen Gruppenstrahler
bilden.
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| DE1999127216 DE19927216C1 (de) | 1999-06-10 | 1999-06-10 | Verfahren zur Strukturuntersuchung eines Mediums durch Radar |
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- 1999-06-10 DE DE1999127216 patent/DE19927216C1/de not_active Expired - Fee Related
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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