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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für einen
Verbrennungsmotor nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Als
Mechanismus zur Steuerung des Zeitpunkts der Betätigung der elektromagnetisch
angetriebenen Einlaßventile
ist eine in der JP 8-200 135 A offenbarte Technik bekannt. Dieser
Mechanismus ist derart aufgebaut, daß er einen tatsächlichen
Betätigungszeitpunkt
des Ventils erfaßt,
den erfaßten
Zeitpunkt mit einem für
den Antrieb eines elektromagnetischen Ventils gegebenen Befehlswert
vergleicht und auf der Grundlage des Ergebnisses des Vergleichs
eine Anomalie des elektromagnetischen Ventils erfaßt.
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Die
bei diesem Stand der Technik offenbarte Technik zum Antreiben eines
elektromagnetischen Ventils ist nicht so aufgebaut, daß eine unabhängige Steuerung
des Ventilzeitpunkts für
jeden Zylinder berücksichtigt
wird.
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Die
DE 197 31 373 A1 zeigt
eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art, aus der eine Steuerungseinrichtung
für die
Leerlaufgeschwindigkeit eines Verbrennungsmotors für Automobile
bekannt ist. Hierbei ist eine Leerlaufgeschwindigkeit des Motors durch
Steuern der Öffnungs-
und Schließzeit
der elektromagnetisch angetriebenen Ein- und Auslaßventile
stabil auf eine Zielleerlaufgeschwindigkeit gesteuert.
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Aus
der
DE 195 26 848
A1 ist ein Verfahren zur drosselfreien Laststeuerung einer
Kolbenbrennkraftmaschine mit variablen, ansteuerbaren Gaswechselventilen
bekannt. Hierbei sollen die Lastbereiche verfügbar gemacht werden, die durch
die beiden mit steuerbaren Aktuatoren betätigten Gaswechselventile möglichen
Steuerverfahren nicht abdeckbar sind.
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In
der
DE 195 34 876
A1 ist ein Verfahren zur Ermittlung der Ventilsteuerzeiten
für eine
maximale Zylinderfüllung
an einer Kolbenbrennkraftmaschine offenbart. Hierbei sollen unter
Ausnutzung der vorhandenen Lambdasondenregelung jeweils die Ventilsteuerzeiten
für eine
maximale Zylinderfüllung
erfaßt werden.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Steuervorrichtung zu
schaffen; durch die ein Katalysator schnell erwärmt werden kann, um die Aktivierung
des Katalysators zu beschleunigen, wobei ein sanfter Betrieb des
Motors mit minimierten Drehmomentschwankungen gewährleistet
ist.
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Die
Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Die
Unteransprüche
sind auf bevorzugte Ausführungsbeispiele
und Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung gerichtet, die im folgenden
anhand der Zeichnung genauer beschrieben werden. Darin zeigt:
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1 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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3 den
Gesamtaufbau eines Motors mit einem erfindungsgemäßen Motorsteuersystem;
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4A, 4B und 4C Diagramme
zur Beschreibung der Funktions weise eines Motors bei verschiedenen
Ventilschließzeitpunkten;
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5 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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7 ein
Diagramm zur Beschreibung eines Beispiels einer Kennlinie eines
Katalysators;
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8 eine
Tabelle zur Beschreibung der Funktionsweise eines Motors gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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9 eine
Ansicht zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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10 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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11 eine
Ansicht eines Motors zur Beschreibung einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
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12 eine
Ansicht eines Motors zur Beschreibung einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
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13 ein
Diagramm zur Beschreibung eines Beispiels einer Kennlinie eines
Motors;
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14 ein
Blockdiagramm zur Beschreibung eines in einer Ausführungsform
enthaltenen Steuerungsvorgangs;
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15 eine
Schnittansicht, die den Aufbau eines elektromagnetisch angetriebenen
Einlaßven tils zeigt,
bei dem die vorliegende Erfindung angewendet werden kann;
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16 ein
Diagramm zur Beschreibung eines Beispiels einer Kennlinie eines
Motors;
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17 ein
Blockdiagramm zur Beschreibung des Aufbaus einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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18 ein
Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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19 ein
Blockdiagramm zur Beschreibung des Aufbaus einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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20 ein
Blockdiagramm zur Beschreibung des Aufbaus einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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21 ein
Blockdiagramm zur Beschreibung des Aufbaus einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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22 eine
Ablaufübersicht
zur Beschreibung der Funktionsweise eines elektromagnetischen Einlaßventils;
und
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23 ein
Diagramm zur Beschreibung einer Kennlinie eines typischen, im Handel
erhältlichen Motors.
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3 zeigt
den Gesamtaufbau eines Einspritzsystems für einen Zylinder eines Motors
mit einem elektromagnetisch angetriebenen Einlaßventil gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Gemäß 3 wird
ein in einen Motor 1 eingesaugter Luftstrom durch Steuern
eines Öffnungsgrads
eines Einlaßventils
(IV) 2 gesteuert. Das Einlaßventil 2 ist, ebenso
wie ein Auslaßventil
(EV) 3 ein elektromagnetisches Ventil. Ferner ist zur Unterstützung der
Steuerung des Ansaugluftstroms ein elektronisch gesteuertes Drosselventil
(ETC) 4 vorgesehen.
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Gemäß 3 kommt
die in den Motor 1 eingesaugte Luft von einer Einlaßöffnung 6 eines
Luftreinigers 5, passiert einen zum Messen eines Ansaugluftstroms
Qa dienenden Luftstrommesser 7 und gelangt in einen Kollektor 8.
Die in den Kollektor 8 eingesaugte Luft wird auf Einlaßrohre eines
Verteilers 10 verteilt, die jeweils mit dem Inneren der
Zylinder 9 verbunden sind, und dann in eine Brennkammer
jedes Zylinders 9 geleitet.
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Andererseits
wird Kraftstoff, wie Benzin, aus einem Kraftstofftank 11 gesaugt,
von einer Kraftstoffpumpe 12 unter Druck gesetzt und anschließend einem
Kraftstoffsystem mit einer darin angeordneten Einspritzeinrichtung 13 zugeführt. Der
unter Druck stehende Kraftstoff wird durch die Einwirkung eines Kraftstoffdruckreglers 14 auf
einen konstanten Druck (beispielsweise 3 kg/cm2)
gesteuert und dann von der in dem Zylinder 9 vorgesehenen
Einspritzeinrichtung 13 in das Innere eines Einlaßrohrs 10 eingespritzt. Der
eingespritzte Kraftstoff wird von einer Zündkerze 16 durch ein
von einer Zündspule 15 erzeugtes
Zündsignal
mit einer hohen Spannung entzündet.
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Das
Bezugszeichen 17 bezeichnet eine Steuereinheit, in die
ein Signal von dem Luftstrommesser 7 zur Angabe eines Ansaugluftstroms,
ein von einem Kurbelwinkelsensor 18 gesendetes Signal POS
für den
Winkel einer Kurbelwelle 19 und ein von einem vor einem
in einem Auspuffrohr 20 enthaltenen Katalysator 21 vorgesehenen
Luft-/Kraftstoff-Sensor (L/K-Sensor) 22 gesendetes Erfassungssignal
bezüglich
des Abgases eingegeben werden.
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Das
von dem Luftstrommesser 7 erfaßte Ansaugluftstromsignal wird
gefiltert und in einen Luftstromwert umgewandelt. Der Ansaugluftstrom
wird durch die Motordrehzahl dividiert und danach mit einem Koeffizienten
k multipliziert, um dadurch den Wert des stöchiometrischen Luft-/Kraftstoff-Verhältnisses
zu erhalten. Der resultierende Wert ist eine Brei te eines Grundimpulses
der Kraftstoffinjektion für einen
Zylinder, d.h. eine Grundkraftstoffeinspritzung. Anschließend erfolgt
auf der Grundlage der Grundkraftstoffeinspritzung entsprechend einem
Antriebszustand des Motors eine Kraftstoffkorrektur. Als nächstes wird
die Einspritzvorrichtung derart angetrieben, daß jedem der Zylinder Kraftstoff
zugeführt wird.
Ferner kann anhand des Ausgangs des im Auspuffrohr vorgesehenen
Sensors 22 für
das Luft-/Kraftstoff-Verhältnis das
tatsächliche
Luft-/Kraftstoff-Verhältnis
erfaßt
werden. Daher kann gegebenenfalls durch Ausführen eines Regelkreises zum Einstellen
einer zugeführten
Kraftstoffmenge als Reaktion auf ein Signal des Sensors für das Luft-/Kraftstoff-Verhältnis ein
gewünschtes
Luft-/Kraftstoff-Gemisch erhalten werden (siehe 14).
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Obwohl
das elektromagnetische Einlaßventil 2 und
das elektronisch gesteuerte Drosselventil (ETC) 4, wie
in 14 dargestellt, zur Steuerung des eingelassenen
Luftstroms dienen, werden die Befehlswerte zum Antreiben des Einlaßventils 2 und des
elektronisch gesteuerten Drosselventils (ETC) 4 durch Ausführen der
Schritte der Einstellung eines entsprechend dem Ausmaß, in dem
ein Fahrer das Gaspedal betätigt,
erforderlichen Soll-Luftstroms, des Einstellens eines Soll-Öffnungswinkels des elektronisch
gesteuerten Drosselventils (ETC) anhand des Soll-Luftstroms und
des Einstellens eines erforderlichen Zeitpunkts für das elektromagnetische
Einlaßventil
ermittelt, um unter den durch den Soll-Öffnungsgrad des elektronisch
gesteuerten Drosselventils (ETC) und den Soll-Luftstrom gegebenen
Bedingungen den Soll-Luftstrom zu erhalten. Das elektronisch gesteuerte
Drosselventil (ETC) und das elektromagnetische Einlaßventil
werden als Reaktion auf die Sollwerte für die Betätigung des elektronisch gesteuerten
Drosselventils (ETC) und des Ventils angetrieben, wie vorstehend
ausgeführt,
so daß das
Ventil und das elektronisch gesteuerte Drosselventil (ETC) zur Zufuhr
des Soll-Luftstroms dienen können.
Dann wird der dem eingelassenen Luftstrom ent sprechende Kraftstoff
zugeführt,
so daß der
Motor derart angetrieben werden kann, daß eine den Absichten des Fahrers
entsprechende Leistung erzielt wird.
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Es
erübrigt
sich, darauf hinzuweisen, daß die verschiedenen
in 14 gezeigten Operationen in dem von der Steuereinheit 17 ausgeführten Prozeß enthalten
sind.
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15 zeigt
den konkreten Aufbau des Einlaßventils
(IV) 2 oder des Auslaßventils
(EV) 3. Das Ventil weist einen elektromagnetischen Steuerschieber 31,
der eingeschaltet wird, wenn das Ventil geschlossen wird, einen
elektromagnetischen Steuerschieber 32, der eingeschaltet
wird, wenn das Ventil geöffnet
wird, und ein bewegliches Element 33 auf, das zur Aufnahme
der Kraft einer Steuerschieberfeder dient und zu dem elektromagnetischen
Steuerschieber 31 oder 32 gezogen wird.
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Wenn
der Motor angehalten wird, wird keiner der elektromagnetischen Steuerschieber 31 und 32 angetrieben,
so daß das
Element 33 auf eine in 15 durch
eine Linie aus abwechselnd langen und kurzen Strichen dargestellte
Mittellinie 34 angehoben wird. Wenn das Ventil geöffnet wird,
wird der elektromagnetische Steuerschieber 32 derart angetrieben, daß das bewegliche
Element 33 zu der obersten Linie angehoben wird. Wenn das
Ventil geschlossen wird, wird der elektromagnetische Steuerschieber 31 derart
angetrieben, daß das
Element 33 zu der untersten Linie gesenkt wird.
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Im
folgenden wird unter Bezugnahme auf 1 ein Beispiel
eines Verfahrens zum Antreiben des elektromagnetischen Einlaßventils
beschrieben. In 1 gibt die Abszisse eine Drehphase
einer Kurbelwelle im Bereich von einem oberen Totpunkt des Ansaugtakts
bis zu einem oberen Totpunkt des Verdichtungstakts an. Die obere
Ordinate gibt eine Kolbengeschwindigkeit und die untere Ordinate
einen Luftstrom in dem Zylinder an, wenn das Einlaßventil geöffnet und
das Auslaßventil
geschlossen ist. Zur Vereinfachung der Beschreibung wird die durch
das Trägheitsmoment
der Luft verursachte Veränderung des
Luftstroms in dem Zylinder ignoriert. Der Kolben wird von dem oberen
Totpunkt des Ansaugtakts in die in 3 dargestellte
untere Richtung bewegt, so daß die
dem Volumen der Bewegung des Kolbens entsprechende Luft in den Zylinder
strömt.
Daher wird der eingelassene Luftstrom als Integral der Kolbengeschwindigkeit
repräsentiert,
wie in 1 dargestellt. Da der Kolben zwischen dem unteren
Totpunkt des Ansaugtakts und dem oberen Totpunkt des Verdichtungstakts
in die gemäß 3 obere
Richtung bewegt wird, ist die Geschwindigkeit umgekehrt zu dem Ansaughub.
Dies bedeutet, daß der
eingelassene Luftstrom von einem maximalen Wert beim oberen Totpunkt
des Ansaugtakts am oberen Totpunkt des Verdichtungstakts auf Null
verringert wird.
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Aus
dem vorstehend beschriebenen Phänomen
geht hervor, daß durch Öffnen des
Einlaßventils am
oberen Totpunkt des Ansaughubs und Schließen des Einlaßventils
bei einem Kurbelwinkel, bei dem der eingelassene Luftstrom den Sollwert
erreicht, ein Soll-Luftstrom in den Zylinder zugeführt werden kann.
Dies bedeutet, daß zu
dem Zeitpunkt, zu dem der Kurbelwinkel bei einem in 1 gezeigten
horizontalen Pfeil die Kennlinie des Soll-Luftstroms schneidet,
das Einlaßventil
geschlossen wird, wenn der Soll-Luftstrom in den Zylinder zugeführt werden soll.
Der Zeitpunkt des Schließens
des Zylinders bei einem großen
Luftstrom und der Zeitpunkt des Schließens des Zylinders bei einem
geringen Luftstrom werden nachstehend beschrieben. Zusätzlich zu
dem in 1 gezeigten Zeitpunkt des Schließens des
Einlaßventils
existiert ein weiterer Zeitpunkt, zu dem der gleiche Soll-Luftstrom
in den Zylinder zugeführt
werden kann. Dies bedeutet, es existiert ein in 2 dargestellter
Zeitpunkt, zu dem das Einlaßventil
nach dem unteren Totpunkt des Ansaugtakts während des Verdichtungstakts
geschlossen wird. Der zuerst genannte Zeitpunkt wird als frühes Schließen des
Einlaßventils
bezeichnet, und der zuletzt genannte Zeitpunkt wird als späteres Schließen des Einlaßventils
bezeichnet.
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Die
Beziehung zwischen der Phase des Kurbelwinkels und dem Druck in
dem Zylinder beim Öffnen
oder Schließen
des Ventils, wie vorstehend erwähnt,
ist in den 4A, 4B und 4C dargestellt.
Die 4A bis 4C zeigen
eine Kennlinie, die auftritt, wenn der dem eingelassenen Luftstrom entsprechende
Kraftstoff zugeführt
und verbrannt wird.
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Zunächst dient
das elektronisch gesteuerte Drosselventil (ETC) in dem in 4A dargestellten herkömmlichen
Ansaugtakt als Luftdosiereinheit zur Realisierung des Soll-Ansaugluftstroms.
Der Druck in dem Einlaßrohr
ist in bezug auf den Atmosphärendruck
ein Unterdruck. Wenn das Einlaßventil
geöffnet wird,
wird der Druck in dem Zylinder einem Druck in den Einlaßrohr angenähert. Wenn
dann der Takt zu dem Verdichtungstakt wechselt, wird die eingelassene
Luft komprimiert, so daß der
Druck in dem Zylinder höher
wird. Zu einem gegebenen Zeitpunkt wird das Gemisch in dem Zylinder
von einer Zündkerze entzündet. Die
durch die Verbrennung erzeugte Hitze dient einer Expansion des Verbrennungsgases,
so daß der
Druck in dem Zylinder höher
als der vorherige wird. Während
dieses Prozesses wechselt der Takt zu einem Arbeitstakt, in dem
der hohe Druck verringert wird, da er zum Herunterdrücken des
Kolbens dient. Im nachfolgenden Auspuffhub wird das Auslaßventil
geöffnet,
wenn sich der Druck in dem Zylinder einem Druck des Auspuffrohrs
nähert,
durch das das Abgas aus dem Zylinder ausgestoßen wird.
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Beim
frühen
Schließen
des Einlaßventils weist,
wie in 4B gezeigt, der Druck in dem
Zylinder bei offenem Einlaßventil
einen Wert auf, der dem Atmosphärendruck
näher ist.
Der Zeitpunkt, zu dem das Einlaßventil
geschlossen wird, wird zu der Kennlinie des herkömmlichen Ansaugtakts verschoben. Nach
dem Verdichtungstakt entspricht der Zustand in dem Zylinder dem
bei dem herkömmlichen
Takt (4A), so daß die Kennlinien der Takte
mit denen der herkömmlichen
Takte übereinstimmen.
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Bei
dem in 4C dargestellten späten Schließen des
Einlaßventils
ist das Einlaßventil
im Ansaugtakt offen. Daher nimmt der Druck in dem Zylinder einen
dem Atmosphärendruck
näheren
Wert an. Nach dem Schließen
des Einlaßventils
im Verdichtungstakt wird, wie beim frühen Schließen des Einlaßventils,
die gleiche Kennlinie wie bei den herkömmlichen Takten (4A)
erhalten.
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Hier
wird davon ausgegangen, daß die
Arbeit durch den Motor nach außen
erfolgt. Die ausgeführte Arbeit
wird, anhand des Integrationsvorgangs der Kennlinie des Zylinderdrucks
bestimmt. Bei dem vom oberen Totpunkt zum unteren Totpunkt gerichteten Takt
erfolgt die positive Arbeit, wogegen bei dem umgekehrt ausgerichteten
Takt die negative Arbeit ausgeführt
wird. Es wird darauf hingewiesen, daß hinsichtlich des Ansaug-
und des Verdichtungstakts der Wert der von dem Motor ausgeführten negativen
Arbeit in dem herkömmlichen
Ansaugtakt (4A) größer ist als der Wert der Arbeit
beim Betrieb mit einem frühen
Schließen
und einem späteren
Schließen (4B bzw. 4C).
Dies bedeutet, daß beim
frühen
Schließen
bzw. bei späten
Schließen
die thermische Effizienz bzw. die Kraftstoffökonomie besser als beim herkömmlichen
Ansaugtakt sind. Dies ist einer der Vorteile der von dem elektromagnetischen
Einlaßventil
ausgeführten
Steuerung.
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Als
nächstes
wird die Funktionsweise der Erfindung aus einem weiteren Blickwinkel
beschrieben. Das Abgas aus dem Motor enthält im allgemeinen Kohlenmonoxid
CO, Kohlenwasserstoff HC und Stickoxide NOx. Zum Verhindern des
Ausstoßes
dieser unerwünschten
Komponenten in die Atmosphäre ist
der Katalysator 21 zum Oxidieren und Reduzieren dieser
Komponenten zu deren Umwandlung in harmlose Komponenten vorgesehen.
Hierbei ist es zur Aktivierung des Katalysators erforderlich, den
Katalysator auf eine vorgegebene Temperatur zu erwärmen, wodurch
ein hinreichender Wirkungsgrad der Umwandlung erzielt wird. 7 zeigt
ein Beispiel der Kennlinie der Umwandlung. Dies bedeutet, daß der Katalysator
unmittelbar nach dem Anlassen des Motors die gleiche Temperatur
wie die Atmosphäre
aufweist. In diesem Zustand ist die Effizienz der Umwandlung gering.
Nach dem Anlassen des Motors wird der Katalysator durch das Abgas
sowie die Oxidation von CO und HC erwärmt und schließlich aktiviert.
Daher ist die rasche Aktivierung des Katalysators nach dem Anlassen
unter dem Gesichtspunkt der Steuerung der Abgasemission wirkungsvoll.
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Hierbei
ist ein Zylinder, wie in 8 dargestellt, derart eingestellt,
daß das
Einlaßventil
im Steuerungsmodus des frühzeitigen
Schließens
des Einlaßventils
zu einem frühen
Zeitpunkt geschlossen wird, und ein weiterer Zylinder ist auf einen
späten Zeitpunkt
eingestellt. Gemäß 8 sind
der erste und der vierte Zylinder derart eingestellt, daß das Einlaßventil
zu einem späten
Zeitpunkt geschlossen wird, und der zweite und der dritte Zylinder
sind derart eingestellt, daß das
Einlaßventil
zu einem frühen Zeitpunkt
geschlossen wird. Diese zeitliche Abstimmung der Ventile ist beispielsweise
in 1 dargestellt. Dies bedeutet, daß ein Zylinder
derart eingestellt ist, daß das
Ventil später
geschlossen wird als zu dem Zeitpunkt, zu dem das Einlaßventil
entsprechend dem Soll-Luftstrom geschlossen wird, und daß ein weiterer
Zylinder derart eingestellt ist, daß das Ventil früher geschlossen
wird als zu dem Zeitpunkt, zu dem das Einlaßventil entsprechend dem Soll-Luftstrom
geschlossen wird. Bei dem späten
Schließen des
Einlaßventils
tritt der in 2 dargestellte Zustand auf.
Der Luftstrom und die Kraftstoffmenge für jeden Zylinder nehmen den
in 9 dargestellten Zustand an, in dem der Zylinder,
bei dem das Einlaßventil über eine
lange Zeitspanne geöffnet
gehalten wird, einen großen
Ansaugluftstrom aufweist, wogegen der Zylinder, bei dem das Einlaßventil über eine kurze
Zeitspanne offen gehalten wird, einen kleinen Ansaugluftstrom aufweist.
Es liegt jedoch keine Dif ferenz zwischen den Kraftstoffmengen vor,
wenn der Kraftstoff zugeführt
wird, ohne daß ein
Unterschied zwischen den Zylindern gemacht wird. Daher stößt, wie
in 8 dargestellt, der Zylinder, bei dem das Einlaßventil über eine
lange Zeitspanne geöffnet
ist, ein mageres Abgas aus, wogegen der Zylinder, dessen Einlaßventil über eine
kurze Zeitspanne geöffnet ist,
ein fettes Abgas ausstößt. In diesem
Zustand empfängt
der Katalysator abwechselnd fettes und mageres Abgas, wie in 5 dargestellt.
Das Verhältnis
an überschüssigem Sauerstoff
in dem Abgas nimmt einen großen
Wert an, wenn das magere Abgas magerer als das stöchiometrische
Verhältnis
ist und wenn das magere Abgas empfangen wird, wie in 5 dargestellt.
Der Katalysator dient der zeitweiligen Absorption und dem Einfangen
der zu oxidierenden Gaskomponenten, wie HC und CO, und der Oxidation
von HC und CO, wenn sich Sauerstoff in der Atmosphäre befindet.
Wenn das aus dem fetten Gemisch erhaltene Abgas in den Katalysator
gelangt, fängt
der Katalysator HC und CO ein. Wenn das aus dem mageren Gemisch
erhaltene Abgas in den Katalysator gelangt, oxidiert der Katalysator
HC und CO mit Sauerstoff in dem Abgas. Zu einem Zeitpunkt wird der
Katalysator durch die Oxidation erwärmt. Daher können, wenn
dieser Vorgang bei einer niedrigen Temperatur ausgeführt wird,
bevor der Katalysator hinreichend aktiviert ist, die Steuerung der
Abgasemissionen und die frühe
Aktivierung des Katalysators realisiert werden.
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6 zeigt
die Temperatur des Katalysators, die Dichte des HC im Abgas und
die Temperatur des Kühlmittels
des Motors, die auftreten, wenn der vorstehend beschriebene Vorgang
ausgeführt
wird. Es wird darauf hingewiesen, daß bei der erfindungsgemäßen Steuerung
der zeitlichen Abstimmung des Einlaßventils die Temperatur des
Katalysators rasch erhöht
und der Ausstoß von
HC unterdrückt
werden.
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Wenn
hierbei unter der Voraussetzung, daß jeder Zylinder den gleichen
Ansaugluftstrom aufweist, die Kraftstoffzu fuhr derart gesteuert
wird, daß das
Gemisch fett oder mager eingestellt wird, wird bezüglich der
frühen
Aktivierung des Katalysators die vorstehend beschriebene Wirkung
erzielt. Da den Zylindern jedoch unterschiedliche Kraftstoffmengen
zugeführt
werden, sind die bei der Verbrennung erzeugten Drücke in den
jeweiligen Zylindern unterschiedlich, so daß die Motorleistung schwankt,
wodurch Probleme wie eine Schwankung der Motordrehzahl oder Sprünge des
Motors verursacht werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Steuerung des
Ansaugluftstroms durch Steuern der zeitlichen Abstimmung des Einlaßventils
ist die Explosion andererseits im wesentlichen in jedem Zylinder
gleichmäßig, so
daß die
vorstehend genannten Probleme vermieden werden.
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Gemäß 1 kann
die vorliegende Steuerung nicht ausgeführt werden, wenn der Soll-Luftstrom
zu groß ist,
um den Zylinder auf einen großen Ansaugluftstrom
einzustellen. Dies bedeutet, daß die vorliegende
Steuerung nicht ausgeführt
werden kann, wenn es erforderlich ist, daß der Luftstrom für einen
Ansaugtakt größer als
ein vorgegebener Wert ist. Daher umfassen die Bedingungen für die Bestimmung,
ob die vorliegende Steuerung ausgeführt werden soll, vorzugsweise
die Bedingung, daß der durchschnittliche
Soll-Ansaugluftstrom für
einen Verbrennungszyklus mit dem vorgegebenen Wert übereinstimmt
oder kleiner als dieser ist.
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Die
Bedingungen zur Bestimmung, ob die vorliegende Steuerung ausgeführt werden
soll, können
auch die Bedingung einschließen,
daß der
Zylinder, für
den ein mageres Gemisch eingestellt werden soll, um dem Katalysator
Sauerstoff zuzuführen,
auf einem Luft-/Kraftstoffverhältnis
gehalten wird, dessen Wert geringer als der des stöchiometrischen Luft-/Kraftstoffverhälntisses
ist. Da jedoch eine stabile Verbrennung schwer zu erzielen ist,
wenn der Motor noch eine niedrigere Temperatur aufweist und die Verdampfung
des dem Motor zugeführten
Kraftstoffs nicht ausreichend ist, wird eine sta bile Verbrennung im
allgemeinen durch eine derartige Zufuhr von Kraftstoff realisiert,
daß ein
fettes Gemisch erhalten wird, das fetter als das stöchiometrische
Verhältnis
ist. Wenn daher die vorliegende Steuerung zur zeitlichen Abstimmung
der Ventile in einem derartigen Zustand ausgeführt wird, erfolgt keine stabile
Verbrennung. Dies bedeutet, daß es
zweckmäßig ist,
die vorliegende Steuerung nicht auszuführen, wenn die Temperatur des
Motors niedriger als ein bestimmter Wert ist. Ferner ist die vorliegende
Steuerung wirkungslos, wenn sie ausgeführt wird, wenn der Motor aufgewärmt und
der Katalysator aktiviert ist. Aus den vorstehend genannten Gründen ist
es zweckmäßig, in Abhängigkeit
von der von einem Temperatursensor 23 erfaßten Temperatur
des Kühlmittels
des Motors zu bestimmen, ob die vorliegende Steuerung eingeleitet
oder beendet wird. Konkret wird die vorliegende Steuerung vorzugsweise
vor der Beendigung des Aufwärmens
des Motors bei einer Kühlmitteltemperatur
zwischen ca. 15°C
und 60°C
ausgeführt,
wobei zwischen diesen Temperaturen bei einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis eine
stabile Verbrennung durch den Motor sichergestellt werden kann. Überdies
ist die Aufgabe der vorliegenden Steuerung eine rasche Aktivierung
des Katalysators. Daher sollte die vorliegende Steuerung nicht im
gesamten Bereich der Kühlmitteltemperatur
ausgeführt
werden, sondern in einem Bereich, in dem die Aufgabe erfüllt werden
kann.
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Daneben
wird die Steuerung im allgemeinen zur Erfassung der Komponenten
des Abgases durch den Sensor für
das Luft-/Kraftstoffverhältnis und
zum anschließenden
Ermitteln des Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnisses auf der Grundlage
der erfaßten
Komponenten ausgeführt.
Wird jedoch die Steuerung in dem geschlossenen Regelkreis ausgeführt, um
die Zylinder auf fette oder magere Luft-/Kraftstoffverhältniswerte
einzustellen, ist die Erfassung des durchschnittlichen Luft-/Kraftstoffverhältnisses
durch den Sensor für
das Luft-/Kraftstoffverhältnis
nicht möglich.
Daher können
bei der Steuerung in dem geschlossenen Regelkreis ein nicht wünschenswertes Luft-/Kraftstoffverhältnis oder
eine Abweichung erfaßt
werden. Dies bedeutet, daß es
bei einer Steuerung jedes Zylinders auf ein fettes oder mageres Luft-/Kraftstoffverhältnis vorzuziehen
ist, die Steuerung der zeitlichen Abstimmung der Ventile auf der Grundlage
des Ausgangs des Sensors für
das Luft-/Kraftstoffverhältnis nicht
auszuführen.
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Der
Ausgang des Luftstrommessers gibt einen Durchschnittswert der eingelassenen
Luftströme sämtlicher
Zylinder an und repräsentiert
den in 18 durch eine Linie aus abwechselnd
langen und kurzen Strichen dargestellten Luftstromwert. Hierbei wird
die Kraftstoffzufuhr von dem durchschnittlichen Luftstrom und dem
durchschnittlichen Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnis sämtlicher Zylinder abgeleitet,
und das Luft-/Kraftstoffverhältnis jedes
der Zylinder sollte so eingestellt werden, daß die vorstehend beschriebene
Arbeit des Katalysators am effektivsten ausgeführt werden kann. Es ist daher
vorzuziehen, das Verfahren zur Bestimmung des durchschnittlichen
Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnisses
sämtlicher
Zylinder zu verwenden, das Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnis jedes
einzelnen Zylinders entsprechend der Differenz zwischen dem fetten
oder dem mageren Wert und dem durchschnittlichen Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnis zu
bestimmen und das Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnis für jeden
Zylinder einzustellen. Dies bedeutet, daß die Anzahl der auf den fetten
Wert eingestellten Zylinder mit der Anzahl der auf den mageren Wert
eingestellten Zylinder übereinstimmen
sollte.
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Bei
einem V-Motor mit zwei Reihen können das
Auspuffrohr und der Katalysator für jede Reihe einzeln angeordnet
sein, wie in 11 dargestellt. Gemäß 11 sind
die linke Reihe 43 und die rechte Reihe 44 jeweils
mit Auspuffrohren ausgestattet, die jeweils mit einem individuellen
Katalysator 42 verbunden sind. Da bei diesem Motor die
Anzahl der Zylinder in einer Reihe eine ungerade Zahl ist, sind
die Anzahl der Zylinder mit einem fetten Luft-/Kraftstoffverhältnis und
die Anzahl der Zylinder mit einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis in
einer Reihe für
einen Katalysator nicht gleich. Dennoch wird erfindungsgemäß jeder
Zylinder in jeder Reihe einzeln auf ein fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis oder
ein mageres Luft-/Kraftstoffverhältnis
eingestellt, wobei die Anzahl der Zylinder mit einem fetten Luft-/Kraftstoffverhältnis und
die Anzahl der Zylinder mit einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis in
den beiden Reihen derart eingestellt sind, daß sie übereinstimmen.
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Ein
weiters Beispiel der Anordnung der Katalysatoren eines V-Motors
ist in 12 dargestellt. Anders als der
in 11 dargestellte Aufbau ist dieses derart aufgebaut,
daß die
Auspuffrohre der rechten Reihe und der linken Reihe hinter den Katalysatoren
jeder Reihe vereinigt sind und danach die Auspuffrohre mit einem
weiteren gemeinsamen Katalysator 45 verbunden sind. Als
Einrichtung zur Zufuhr des aus dem fetten oder dem mageren Gemisch
erhaltenen Abgases zu dem stromabseitigen Katalysator 45 ist
es möglich,
den durchschnittlichen Schließzeitpunkt
der Einlaßventile
in der rechten Reihe anders in der linken Reihe einzustellen und
dem Katalysator das Abgas des mageren Luft-/Kraftstoffgemischs von
der rechten Reihe zuzuführen
und das Abgas des fetten Luft-/Kraftstoffgemischs
bei seinem Ausstoß durch
die linke Reihe zuzuführen,
wodurch der Katalysator rasch aktiviert wird.
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Der Öffnungs-
und der Schließzeitpunkt
des Einlaßventils
sind, wie vorstehend beschrieben, auf eine gegebene Phase eines
Kurbelwinkels eingestellt. Die Reaktion Öffnung und Schließung des
Ventils ist jedoch zeitabhängig.
Wie aus 15 hervorgeht, wird das bewegliche
Element 33 durch die Magnetkraft der elektromagnetischen
Steuerschieber 31 und 32 angezogen. Dies bedeutet,
daß die
Reaktionszeit des beweglichen Elements zwischen dem Beginn und dem
Ende der Bewegung des Elements durch die Anziehungskraft und die
Masse des Ele ments bestimmt wird. Dies bedeutet, daß bei einer Steigerung
der Motordrehzahl die erforderliche zeitliche Abstimmung der Ventile
rascher wird, wogegen das elektromagnetische Einlaßventil
eine gegebene Zeitspanne benötigt,
um auf die Anforderung zu reagieren. Daher kann der Fall eintreten,
daß die
angeforderte zeitliche Abstimmung der Ventile bei einigen Reaktionsleistungen
des elektromagnetischen Einlaßventils
nicht realisiert wird. Konkret ist die minimale Dauer einer Hin- und Herbewegung
bei der schnellsten Betätigung
des Ventils festgelegt. Wenn bei einer sehr hohen Motordrehzahl
ein Umschalten in einer kürzeren
Periode als der Mindestdauer angefordert wird, ist es dem elektromagnetischen
Einlaßventil
nicht möglich,
einer derart raschen Betätigung zu
folgen. Wenn die Motordrehzahl schneller als ein bestimmter vorgegebener
Wert ist, ist es daher nicht zweckmäßig, die vorliegende Ventilsteuerung
auszuführen.
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Wenn
ferner der Übergang
von einem Zustand, in dem die Einlaßventile sämtlicher Zylinder den gleichen
Antriebszeitpunkt aufweisen, zu einem Zustand erfolgt, in dem die
Ventile der Zylinder individuelle Antriebszeitpunkte aufweisen,
oder wenn umgekehrt der Übergang
von einem Zustand, in dem sämtliche
Zylinder ihre individuellen Zeitpunkte haben, zu einem Zustand erfolgt,
in dem die Zylinder die gleichen Zeitpunkte aufweisen, kann der
in jeden Zylinder einzusaugende Luftstrom aus einem vorgegebenen
Verbrennungszyklus schrittweise verändert werden, wogegen die Kraftstoffmenge
nicht von einem vorgegebenen Verbrennungszyklus aus schrittweise
verändert
werden darf, da die Veränderung des
Zustands des an der Innenwand der Einlaßöffnung haftenden Kraftstoffs
eine Verzögerung
der Reaktion bei einer Veränderung
verursacht. Bei dem vorstehend genannten Zustandsübergang
ist es daher zweckmäßig, den
Zeitpunkt der Betätigung
des Einlaßventils
allmählich
zu verändern,
so daß die zeitliche
Abstimmung der Veränderung
des Kraftstoffzustands folgen kann.
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Der
auf einen fetten Wert einzustellende Zylinder und der auf einen
mageren Wert einzustellende Zylinder können unter dem Gesichtspunkt
einer Funktionsanforderung für
die Steuerung umgekehrt eingestellt werden. Andererseits existiert
ein Fall, in dem bestimmte Zylinder immer auf einen fetten Luft-/Kraftstoffverhältniswert
bzw. auf einen mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswert eingestellt werden,
aufgrund einer Fehlfunktion in den Zylindern mit dem fetten Luft-/Kraftstoffverhältnis eine
mangelhafte Verbrennung stattfindet und sich dann Kohlenstoff auf der
Zündkerze
ablagert. Der Kohlenstoff auf der Zündkerze kann durch eine durchgehende
Verbrennung bei einer hohen Temperatur entfernt werden. Daher ist
die Verbrennung mit einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis effektiver.
Erfolgt jedoch die in der vorliegenden Steuerung enthaltene Einstellung auf
ein fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis
konstant bei bestimmten Zylindern, ist eine Selbstreinigung bei Kohlenstoffablagerungen
weniger zu erwarten. Daher werden zur Verbesserung der vorstehend
beschriebenen Selbstreinigung der Zündkerze bei jedem Anlassen
des Motors bzw. bei jedem Eintreten des Motors in die vorliegende
Steuerung die auf einen fetten Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellten Zylinder mit den auf einen mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellten ausgetauscht und umgekehrt.
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Im
folgenden wird ein konkretes Verfahren zur Steuerung der Betätigung des
elektromagnetischen Einlaßventils
beschrieben.
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19 zeigt
ein Ablaufdiagramm einer Berechnung zur Ermittlung eines Befehlswerts
zum Antreiben des Einlaßventils
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Es weist einen verhältnismäßig einfachen Inhalt auf. In
einem Schritt 101 wird ein zum Erhalt der dem Ausmaß der Betätigung des
Gaspedals, das die vom Fahrer gewünschte Motorleistung angibt,
entsprechenden Motorleistung erforderlicher Luftstrom berechnet.
Wenn das vorliegende System die gleiche Leistungs kennlinie wie das
herkömmliche
System bieten muß,
das derart aufgebaut ist, daß das
Gaspedal mechanisch mit dem Drosselventil verbunden ist, weist das
Verfahren die in 23 dargestellte Kennlinie auf.
Die Beziehung zwischen dem Ausmaß der Betätigung des Gaspedals (dem Niederdrücken des
Gaspedals) und dem erforderlichen Luftstrom wird nicht linear eingestellt,
wie in 23 dargestellt. Daher kann der
erforderliche Luftstromwert durch Abfragen einer Datentabelle bestimmt
werden. Andererseits wird der erforderliche Luftstrom in einem Schritt 102 aus
der angeforderten Motorleistung abgeleitet, für die die Betätigung des
Gaspedals nicht relevant ist. Hier wird als repräsentatives Beispiel ein Luftstromwert
für den Leerlaufbetrieb
beschrieben. Der Luftstromwert für den
Leerlaufbetrieb wird anhand der zum Halten der Motordrehzahl auf
einer Soll-Leerlaufdrehzahl erforderlichen Motorleistung bestimmt,
durch die das Reibungs-Trägheitsmoment
des Motors, der Antrieb einer Klimaanlage und eines Generators zum
Erhalt elektrischen Stroms, eine Antriebsleistung einer Ölpumpe für eine Servolenkung,
etc. bewältigt
werden. Weitere Überlegungen
sind die Erfordernisse einer mit einer konstanten Drehzahl laufenden
Vorrichtung und eines erforderlichen Werts einer Traktionssteuerung
als Erfordernis einer negativen Leistung.
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In
einem Schritt 103 wird eine Operation zur Berechnung eines
insgesamt erforderlichen Luftstroms durch Summieren der in den Schritten 101 und 102 erhaltenen
erforderlichen Werte ausgeführt. In
einem Schritt 104 erfolgt, wie in 1 dargestellt, die
Umwandlung der Kennlinie, um den Sollwert für den gemeinsamen Ventilöffnungszeitpunkt
für sämtliche
Ventile zu berechnen.
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Andererseits
wird in einem Schritt 105 eine Operation zum Ermitteln
der Differenz des Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnisses jedes Zylinders ausgeführt, die
die Wirkung der Aktivierung des Katalysators in einem frühen Stadium
bietet. Der erforderliche Wert weist eine komplizierte Kennlinie
auf, die auf der chemischen Leistung des Katalysators basiert. Daher
ist es zu bevorzugen, auf der Grundlage der Kühlmitteltemperatur einen eingestellten
Wert aus der Datentabelle abzurufen.
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In
einem Schritt 106 wird eine Operation zur Berechnung einer
Verschiebungsgröße des Ventilöffnungszeitpunkts
anhand der Soll-Differenz des Luft-/Kraftstoffverhältnisses
und des im Schritt 105 ermittelten erforderlichen Luftstroms
ausgeführt.
Unter der Voraussetzung, daß die
Kraftstoffzufuhr konstant ist, wird die Veränderung des Luft-/Kraftstoffverhältnisses
aus einem Verhältnis
der Veränderung
des zuzuführenden
Luftstroms zu dem ursprünglichen Luftstrom
abgeleitet. Daher ist es durch Multiplikation des Verhältnisses
der Differenz des Luft-/Kraftstoffverhältnisses zu dem Bezugs-Luft-/Kraftstoffverhältnis mit
dem erforderlichen Luftstrom möglich,
die Differenz des zugeführten
Luftstroms abzuleiten. Dann ist es durch Multiplikation der Differenz
des zugeführten
Luftstroms mit einer durch die Veränderung des Schließzeitpunkts
des Einlaßventils
verursachten Verstärkung
der Veränderung
des Luftstroms möglich,
die Größe der Verschiebung
des Zeitpunkts abzuleiten. Wird davon ausgegangen, daß die durch
die Veränderung
des Schließzeitpunkts
des Einlaßventils
verursachte Verstärkung
der Veränderung
des Luftstroms konstant ist, wird Vorstehendes durch die verhältnismäßig einfache
Formel (Differenz des Luft-/Kraftstoffverhältnisses)/(Bezugs-Luft-/Kraftstoffverhältnis)·(erforderlicher
Luftstrom)·(Verstärkung) realisiert.
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In
einem Schritt 108 wird der Ventilschließzeitpunkt des auf einen fetten
Luft-/Kraftstoffverhälniswert
eingestellten Zylinders, (Soll-Ventilschließzeitpunkt) – (Größe der Verschiebung
des Zeitpunkts), von dem in den Schritten 104 und 107 erhaltenen
Schließzeitpunkt
des Einlaßventils
als Parameter abgeleitet. Ebenso wird in einem Schritt 109 der Ventilschließzeitpunkt
des auf einen mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswert eingestellten Zylinders, (Soll-Ventilschließzeitpunkt) – (Größe der Verschiebung
des Zeitpunkts), aus selbigem abgeleitet.
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In
einem Schritt 111 wird das Einlaßventil auf der Grundlage des
im Schritt 110 abgeleiteten Ventilöffnungszeitpunkts und des in
den Schritten 108 und 109 erhaltenen Ventilschließzeitpunkts
jedes Zylinders gesteuert. Die konkrete Steuerung des Antriebs des
Einlaßventils
wird nachstehend beschrieben. Die in 22 dargestellte
Reaktion des Ventils enthält
ineffektive Zeiten und Verzögerungszeiten
um den Befehlswert zum Öffnen
und Schließen
des Steuerschiebers, die sich mit der Umgebung des Ventils verändern können. Die
ineffektiven Zeiten und Verzögerungszeiten
werden geschätzt.
Unter Bezugnahme auf die geschätzten
Werte wird der Ausgabezeitpunkt für den Befehl zum Öffnen und
Schließen
des Steuerschiebers derart bestimmt, daß eine Übereinstimmung des effektiven Öffnungs-
bzw. Schließzeitpunkts
mit dem erforderlichen Wert ermöglicht
wird.
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Der
im Schritt 110 ermittelte Soll-Ventilöffnungszeitpunkt befindet sich
am oberen Totpunkt, wenn ein einfaches physikalisches Phänomen auftritt,
wie unter Bezugnahme auf 1 beschrieben. Tatsächlich existiert
jedoch der Trägheitsladungseffekt
der eingelassenen Luft als Faktor zur Bestimmung der Einlaßeffizienz
des Motors. Dieser Effekt hat einen Einfluß auf den Öffnungszeitpunkt des Einlaßventils.
Ferner hat bei der Implementierung einer Abgasrückführung der Öffnungszeitpunkt des Einlaßventils
einen Einfluß auf
die innere Abgasrückführung. Daher
ist es erforderlich, den Öffnungszeitpunkt
des Einlaßventils
entsprechend dem Soll-Antriebszustand
des Motors zu steuern. Im Schritt 110 wird der Soll-Öffnungszeitpunkt
des Einlaßventils
als Reaktion auf diese Erfordernisse bestimmt.
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Bei
der unter Bezugnahme auf 19 beschriebenen
Ausführungsform
wird davon ausgegangen, daß die
durch die Veränderung
des Schließzeitpunkts
des Einlaßventils
verursachte Verstärkung der
Veränderung
des Luftstroms konstant ist. Dies ist der Fall, wenn die erforderlichen
Einlaßluftströme A, B
und C sind, wie in 10 dargestellt. Die Anwendung
der vorliegenden Erfindung auf die erforderlichen Einlaßluftströme D, E
und F verursacht jedoch einen ungünstigen Zustand. Wird davon
ausgegangen, daß der
durchschnittliche erforderliche Luftstrom der Zylinder A ist, der
erforderliche Luftstrom des auf einen fetten Wert eingestellten
Zylinders C ist und der erforderliche Luftstrom des auf einen mageren
Wert eingestellten Zylinders B ist, sind die erforderlichen Ventilschließzeitpunkte
für diese
Luftströme
aufgrund der in 10 durch eine dünne Linie dargestellten
Beziehung a, c und b. Die durch eine dicke Linie dargestellte Beziehung
zwischen dem Luftstrom und dem Ventilöffnungszeitpunkt hat unter
A, B und C im wesentlichen eine konstante Neigung. Wenn daher (B – A) = (A – C) gilt,
gilt auch (b – a)
= (a – c).
Dies bedeutet, daß davon
ausgegangen wird, daß die
durch die Veränderung
des Schließzeitpunkts
des Einlaßventils
verursachte Verstärkung der
Veränderung
des Luftstroms konstant ist.
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Unter
den erforderlichen Luftströmen
D, E und F kann jedoch, wie aus 10 hervorgeht,
keine ähnliche
Beziehung hergestellt werden. Dies liegt daran, daß die durch
die Veränderung
des Schließzeitpunkts
des Einlaßventils
verursachte Verstärkung der
Veränderung
des Luftstroms innerhalb des Bereichs verändert wird.
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17 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der die vorliegende Erfindung auf die in 10 dargestellten
Bereiche D, E, und F angewendet wird.
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Die
Prozesse in den Schritten 121, 122, 123, 124 und 125 weisen ähnliche
Funktionen wie die der Schritte 101, 102, 103, 105 und 106 auf.
Bei dieser Ausführungsform
unterschei den sich die Prozesse in den Schritten nach dem Schritt 125,
d.h. in den Schritten 126 und 127, von denen der
vorstehend beschriebenen Ausführungsform.
In den Schritten 126 und 127 wird zum Erhalt des
Soll-Luftstroms für
jeden Zylinder bei den auf einen mageren Wert eingestellten Zylindern
die anhand des erforderlichen Luftstroms ermittelte Soll-Steigerung
oder -Verminderung des Luftstroms addiert, wogegen sie für die auf einen
fetten Wert eingestellten Zylindern subtrahiert wird. Das konkrete
Verfahren ist ein Einstellen der in 1 dargestellten
Kennlinien in einer Datentabelle und ein Abrufen des geeigneten
Werts für
den Soll-Luftstrom aus der Datentabelle. Als Reaktion wird das Einlaßventil
in den Schritten 130 und 131 angetrieben. Die
Prozesse in den Schritten 130 und 131 haben ähnliche
Funktionen wie die der in 19 dargestellten
Schritte 101 und 111. Der Vorteil dieser Ausführungsform
ist, wie vorstehend erwähnt,
die Steuerung der Einstellung eines fetten oder eines mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswerts
für jeden
Zylinder über
einen weiten Bereich von Ventilantriebszeitpunkten, wobei diese
Ausführungsform
im Vergleich zu der in 19 dargestellten Ausführungsform
aufgrund der Abfrage der Tabelle eine Operationen mehr aufweist.
Im allgemeinen enthält
der Prozeß für die Tabellenabfrage
einen Vergleich der Größe numerischer
Werte, eine Multiplikation und eine Division. Wenn ein Mikrocomputer
diese Operationen ausführt,
wird daher der Mikrocomputer mit den Berechnungen belastet.
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20 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der der Motorzustand präziser
gesteuert wird. Die Prozesse in den Schritten 141 bis 151 haben ähnliche Funktionen
wie die der in 17 gezeigten Schritte 121 bis 131.
Dies bedeutet, daß die
Antriebssteuerung des Einlaßventils
der unter Bezugnahme auf 17 beschriebenen
Operation ähnlich
ist. Hierbei steht bei der unter Bezugnahme auf 17 beschriebenen
Ausführungsform
die Bestimmung einer eingespritzten Kraftstoffmenge nicht in direkter
Beziehung mit der in 17 gezeigten des kriptiven Rate, wogegen
bei der unter Bezugnahme auf 20 beschriebenen
Ausführungsform
in den Schritten 153 und 154 eine Operation zur
Ermittlung eines Korrekturkoeffizienten für einen auf einen fetten und
einen auf einen mageren Wert eingestellten Zylinder anhand des im
Schritt 144 für
jeden Zylinder abgeleiteten Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnisses
ausgeführt
wird. Der Korrekturkoeffizient für
die Effizienz der Verbrennung wird unter Bezugnahme auf 13 beschrieben. 13 zeigt
ein Diagramm zur Repräsentation einer
unter der Voraussetzung, daß der
zugeführte Luftstrom
bei einer konstanten zugeführten
Kraftstoffmenge durch eine Einstellung des Betätigungszeitpunkts des Einlaßventils
veränderlich
gehalten wird, bei einer Veränderung
des Verhältnisses
an überschüssigem Sauerstoff
auftretenden Veränderung
der Motorleistung. In diesem Diagramm bezeichnet λ = 1 den
stöchiometrischen
Zustand, in dem der zugeführte
Kraftstoff mit der zugeführten Luft
ordnungsgemäß verbrannt
wird. In einem Zustand, in dem das Verhältnis an überschüssiger Luft kleiner als λ = 1 ist,
d.h. bei einem fetten Gemisch, kann ein Teil des zugeführten Kraftstoffs
aufgrund des mangelhaften Luftstroms nicht verbrannt und in Motorleistung
umgewandelt werden, wodurch die Motorleistung verringert wird, wenn
das Verhältnis
an überschüssiger Luft
kleiner eingestellt wird. Andererseits ist in einem Zustand, in
dem das Verhältnis
an überschüssigem Sauerstoff
größer als λ = 1 ist,
d.h. bei einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis, die
Luftzufuhr quantitativ groß genug
zur Verbrennung des gesamten zugeführten Kraftstoffs. Eine Verbrennung des
in einer begrenzten Verbrennungszeit nicht verbrannten Kraftstoffs
ist jedoch bei einer Vergrößerung des
Verhältnisses
an überschüssiger Luft
wahrscheinlicher, wodurch bei einer Vergrößerung des eingelassenen Luftstroms
die Effizienz der Verbrennung verbessert und der Verlust im Ansaugtakt
verringert werden, wodurch die Effizienz der Verbrennung ebenfalls
verbessert wird. Dadurch wird bei einer Steigerung des Verhältnisses
an überschüssiger Luft
die Motorleistung allmählich
gesteigert. Ferner wird die Motorleistung aufgrund einer schlechteren Verbrennung
verringert, wenn das Gemisch magerer als ein bestimmtes Verhältnis an überschüssiger Luft ist.
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Wie
aus dem Vorstehenden hervorgeht, erzeugt der auf einen fetten Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellte Zylinder eine geringere Motorleistung, wogegen der
auf einen mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswert eingestellte Zylinder
eine höhere Motorleistung
erzeugt, wenn jeder Zylinder einen individuellen eingelassenen Luftstrom,
jedoch die gleiche Kraftstoffzufuhr wie die anderen erhält. Daher
ist es durch eine zu der Leistungsveränderung beider Arten von Zylindern
umgekehrte Korrektur der entsprechenden Kraftstoffmenge möglich, die
Leistung des auf einen fetten Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellten Zylinders mit der Leistung des auf einen mageren Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellten Zylinders in Übereinstimmung
zu bringen. In einem Schritt 153 wird eine Operation zum
Erhalt der der verringerten Leistung des auf einen rechten Wert
eingestellten Zylinders entsprechenden Steigerungsrate des Kraftstoffs
als Korrekturkoeffizient für
die Effizienz der Verbrennung ausgeführt. In einem Schritt 154 wird
eine Operation zum Erhalt einer der gesteigerten Leistung des auf
einen mageren Wert eingestellten Zylinders entsprechenden Verringerungsrate des
Kraftstoffs als Korrekturkoeffizient für die Effizienz der Verbrennung
ausgeführt.
Konkret ist es vorzuziehen, die in bezug auf die in 13 dargestellten Kennlinien
umgekehrten Kennlinien in einer Datentabelle einzustellen und dann
zum Erhalt der Korrekturkoeffizienten eine Abfrage der Tabelle auszuführen. In
den Schritten 155 und 156 werden zur Ermittlung der
Soll-Menge an eingespritztem
Kraftstoff für
jeden Zylinder die Korrekturkoeffizienten für die Effizienz der Verbrennung
mit der im Schritt 152 ermittelten Menge des eingespritzten
Kraftstoffs multipliziert. Dann wird in den Schritten 157 und 158 das
Kraftstoffeinspritzventil jedes Zylinders für diese Menge an eingespritztem
Kraftstoff für
jeden Zylinder angetrieben.
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Ferner
unterscheidet sich, streng gesehen, der erforderliche Zündzeitpunkt
bei einer individuellen Einstellung des Luft-/Kraftstoffverhältnisses
für jeden
Zylinder von dem der anderen Zylinder. 16 zeigt
die Beziehung zwischen dem Verhältnis
an überschüssiger Luft,
die im wesentlichen das Luft-/Kraftstoffverhältnis bestimmt, und dem erforderlichen
Zündzeitpunkt.
Da die Verbrennungsgeschwindigkeit im allgemeinen höher ist,
wenn das Verhältnis
an überschüssiger Luft
klein ist, wird der erforderliche Zündzeitpunkt verzögert, wogegen
der erforderliche Zündzeitpunkt
vorgezogen wird, wenn das Verhältnis
an überschüssiger Luft
klein ist, da die Verbrennungsgeschwindigkeit niedrig ist. Dies
bedeutet, daß der
Zündzeitpunkt
bei dem auf einen fetten Luft-/Kraftstoffverhältniswert
eingestellten Zylinder vorzugsweise verzögert wird, um der in 16 dargestellten
Kennlinie zu entsprechen, wogegen der Zündzeitpunkt bei dem auf einen
mageren Luft-/Kraftstoffwert eingestellten Zylinder durch den gleichen
Prozeß vorgezogen
wird, um eine ordnungsgemäße Verbrennung
zu realisieren. Eine Ausführung
der vorliegenden Erfindung zur Realisierung einer derartigen Steuerung
ist in 21 dargestellt. Der in den Schritten 161 bis 171 ausgeführte Prozeß hat eine ähnliche
Funktion wie der in den in 19 dargestellten
Schritten 101 bis 111 ausgeführte Prozeß. Dies bedeutet, daß die Steuerung
zum Antreiben des Einlaßventils
mit der unter Bezugnahme auf 19 beschriebenen
Steuerung übereinstimmt.
Bei der unter Bezugnahme auf 19 beschriebenen Ausführungsform
steht die Bestimmung des Zündzeitpunkts
nicht in einer direkten Beziehung mit dem Rahmen der Beschreibung
unter Bezugnahme auf 19, wogegen bei der unter Bezugnahme
auf 20 beschriebenen Ausführungsform in Schritten 173 und 174 die
Korrekturen für
die Zündzeitpunkte der
auf einen fetten Wert und der auf einen mage ren Wert eingestellten
Zylinder anhand des im Schritt 165 ermittelten Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnisses
jedes Zylinders ermittelt werden. Konkret ist es vorzuziehen, die
in 16 dargestellten Kennlinien in einer Tabelle einzustellen
und für
Korrekturen die Tabelle abzufragen. In den Schritten 175 und 176 werden
zum Erhalt des Soll-Zündzeitpunkts
für jeden
Zylinder diese Korrekturen für
die Zündzeitpunkte
zu dem in Schritt 172 ermittelten, sämtlichen Zylindern gemeinsamen Zündzeitpunkt
addiert. Im Schritt 177 wird zu dem wie vorstehend beschrieben
erhaltenen Zündzeitpunkt jedes
Zylinders ein Zündsignal
ausgegeben.
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Die
erfindungsgemäße Steuervorrichtung
für einen
Motor mit einem elektromagnetisch angetriebenen Einlaßventil
ist zur unabhängigen
Betätigung des
Einlaßventils
jedes Zylinders durch einen elektrischen Befehlswert geeignet. Daher
ermöglicht
die vorliegende Erfindung die Realisierung einer Kompatibilität und die
Sicherstellung einer gewünschten Steuerung
sowie eine Bedienbarkeit zu jedem erforderlichen Zeitpunkt, wobei
die gewünschte
Steuerung eine Aktivierung des Katalysators in einem frühen Stadium
ohne ungünstige
Phänomene,
wie eine Schwankung der Motordrehzahl oder ein Springen des Motors,
umfaßt.