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Die
Erfindung betrifft einen Viertaktmotor mit Direkteinspritzung und
Innenverbrennung und ein Brennstoff-Einspritz-Steuergerät für einen
derartigen Motor.
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Hintergrund
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In
den letzten Jahren sind Motoren mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung
entwickelt worden, um als Motoren für Kraftfahrzeuge Verwendung zu
finden. In solchen Motoren mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung
wird Brennstoff direkt in die Verbrennungskammern eingespritzt,
d.h. in die Motorzylinder, und dafür sind verschiedene Maßnahmen angewandt
worden, um eine Mischung aus Luft und Brennstoff mit einem Luft-Brennstoff-Verhältnis nahe dem
stöchiometrischen
Verhältnis
nur im Bereich der Zündkerze
zu erhalten. Selbst wenn die in den Zylinder des Motors mit Direkteinspritzung
und Innenverbrennung zugeführte
Mischung als Ganzes mager ist, d.h. selbst wenn das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis größer als
das stöchiometrische
Verhältnis
ist, kann der Brennstoff derartig gezündet werden, daß er zufriedenstellend
verbrannt wird. Als Ergebnis werden der Kohlenstoff-Monoxid (CO)
und die Kohlen-Wasserstoffe (HC), die im Abgas des Motors mit Innenverbrennung
enthalten sind, verringert, und es ist auch möglich, den Brennstoffverbrauch
während des
Leerlauf-Betriebs des Motors mit Innenverbrennung oder wenn das
Kraftfahrzeug mit dem Motor unter gleichbleibenden Bedingungen läuft, stark
zu verringern. In einem herkömmlichen
Motor mit Innenverbrennung, in dem der Brennstoff in einen Ausangtrakt eingespritzt
wird, wird eine Mischung im Ausangtrakt erzeugt, und dementsprechend
liegt eine Zeitverzögerung
vor, bevor die Mischung in den Zylinder fließt. Im Falle des Motors mit
Direkteinspritzung und Innenverbrennung erfolgt im Gegensatz dazu
keine derartige Zeitverzögerung,
wobei sich ausgezeichnete Reaktionseigenschaften in Bezug auf Beschleunigung und
Verlangsamung des Motors mit Innenverbrennung ergeben.
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Dieser
Vorteil des Motors mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung liegt
jedoch nur dann vor, wenn der Motor bei ziemlich niedrigen Lastbedingungen
betrieben wird. Insbesondere wenn die Menge des eingespritzten Brennstoffes
erhöht
wird, während
die Last auf dem Motor mit Innenverbrennung zunimmt, wird die Mischung
um die Zündkerze
herum extrem reich, so daß der
Brennstoff nicht gezündet werden
kann, wodurch Fehlzündungen
entstehen. Es ist nämlich
schwierig, mit dem Motor mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung
eine Mischung zu erzeugen, die ein optimales Luft-Brennstoff-Verhältnis nur
in der Nähe
der Zündkerze über den
gesamten Betriebsbereich hin aufweist.
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Um
Nachteile zu vermeiden, beschreibt die
JP 50 79370 A einen Motor
mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung, der als Brennstoff-Einspritzmodus einen
Frühstadium-Einspritz-Modus
aufweist, in den Brennstoff während
des Ansaugtaktes eingespritzt wird, und einen Spätstadium-Einspritz-Modus aufweist,
in den Brennstoff während
des Kompressionstaktes eingespritzt wird; und dann wird die Schaltung
zwischen dem Früh-
und Spätstadium-Einspritz-Modus
in Übereinstimmung
mit der Motorlast gesteuert. Im Spätstadium-Einspritz-Modus erzeugt der eingespritzte
Brennstoff eine Mischung mit einem Luft-Brennstoff-Verhältnis nahe
dem stöchiometrischen
Verhältnis,
und zwar nur im Bereich der Zündkerze.
Selbst wenn die Mischung im Zylinder als ganzes mager ist, kann
deshalb der Brennstoff gezündet werden,
wodurch es möglich
wird, den CO und HC im Abgas zu verringern. Somit kann der Brennstoffverbrauch
wesentlich verringert werden, wenn sich der Motor mit Innenverbrennung
im Leerlauf befindet oder sich das Fahrzeug bei gleichbleibenden
Bedingungen fortbewegt. Im Frühstadium-Einspritz-Modus wird
andererseits Brennstoff während
des Ansaugtaktes eingespritzt und eine Mischung mit einer gleichbleibenden
Brennstoffkonzentration wird durch den Zylinder gebildet. Folglich
ist der Luftverbrauchsfaktor hoch, wodurch die Menge des eingespritzten Brennstoffes
erhöht
werden kann und es möglich
ist, die Ausgabe des Motors mit Innenverbrennung gänzlich zu
verbessern.
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Obwohl
der Brennstoff-Einspritz-Modus im Spät- oder Früheinspritz-Modus in Übereinstimmung mit
dem Dauerbetriebs-Zustand
geschaltet ist, finden somit in dem oben erwähnten, dem Stand der Technik
bekannten Motor mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung die Übergangs-Betriebszustände wie
beispielsweise bei Fahrzeugstart, bei Beschleunigung, Verlangsamung
oder bei kaltem Zustand keine Beachtung. Wenn der Motor mit Innenverbrennung
in einem Übergangszustand
betrieben wird, kann es daher vorkommen, daß der Brennstoff-Einspritz-Modus
oder das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis im
Zylinder nicht richtig eingestellt ist, wobei in diesem Falle die
Leistung des Motors als Eigenantriebsmotor nicht vollständig erreicht
werden kann.
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Aus
der
DE 41 10 618 A1 ist
ein Zweitaktmotor mit drei Ladungsmodi bekannt. Der erste Ladungsmodus
ist ein Schichtladungsmodus, der angewendet wird, wenn der Motor
in einem Niedrig-/Mittellastbereich betrieben wird, und bei dem
der Brennstoff in geschichteter Form in die Brennkammer des Motors
eingespritzt wird. Der zweite Ladungsmodus ist ein homogener Ladungsmodus,
der angewendet wird, wenn der Motor in einem Hochlastbereich betrieben
wird, und bei dem der Brennstoff in einheitlicher Form in die Brennkammer
des Motors eingespritzt wird. Der dritte Ladungsmodus ist ein Übergangsladungsmodus,
der beim Umschalten zwischen dem Schichtladungsmodus und dem homogenen
Ladungsmodus angewendet wird, und bei dem der Brennstoff in zwei
Zuständen,
d.h. dem früheren und
dem späteren
Zustand des Kompressionshubs eingespritzt und in der Brennkammer
vermischt wird.
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Darüber hinaus
offenbart die
DE 41
10 618 A1 ein Verfahren, bei dem, sofern der Motor im homogenen
Ladungsmodus betrieben wird, eine Brennstoffmenge, die der Motorlast
entspricht, im frühen Zustand
des Kompressionshubs geladen wird und bei dem dann eine kleine Brennstoffmenge
zu Feuerungszwecken unmittelbar vor der Zündung eingespritzt wird.
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JP 53 217 18 A beschreibt
eine Steuereinrichtung für
einen Verbrennungsmotor, wobei Brennstoff in eine Brennkammer gegen
Ende des Kompressionshubs eingespritzt wird, wenn der Motor in einem
Niederlast-Zustand betrieben wird, wodurch eine Schichtverbrennung
durchgeführt
wird. Im Gegensatz dazu wird, wenn der Motor in einem Hochlast-Zustand betrieben
wird, Brennstoff in die Brennkammer eingespritzt nachdem ein Auslassventil
geschlossen wird, wodurch eine gleichmäßige Verbrennung stattfindet.
Wenn jedoch ein Zustand vorliegt, in dem die Brennstoffeinspritzung
in einem Verlangsamungsmodus in einem Hochlast-Zustand verhindert wird (das Drosselventil
ist komplett geschlossen und die Drehzahl des Motors ist größer oder
gleich einer vorbestimmten Drehzahl), wird der Verbrennungsmodus
des Brennstoffs von der gleichmäßigen Verbrennung
in eine Schichtverbrennung abgeändert.
Anschließend
wird die Brennstoffeinspritzzeit schrittweise verringert und die
Brennstoffeinspritzung verhindert. Somit wird der Verlangsamungsstoß des Fahrzeugs
verringert.
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Die
Erfindung wurde in Anbetracht der oben erwähnten Umstände geschaffen und eine Aufgabe besteht
in der Bereitstellung eines Steuergerätes für einen Viertaktmotor mit Direkteinspritzung
und Innenverbrennung, wobei die Steuerung des Brennstoff-Einspritz-Modus oder
das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis in Übereinstimmung mit Übergangs-Betriebszuständen optimiert
werden kann.
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Beschreibung der Erfindung
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Die
oben erwähnte
Aufgabe wird durch ein Steuergerät
für einen
Viertaktmotor mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung in Verbindung
mit einem Motordrehzahlsensor zur Erfassung der Motordrehzahl und
zur Ausgabe der Motordrehzahl und mit einem Drosselklappensensor
zur Bestimmung eines ersten Parametersals Soll-Last-bezogenen Wert und
zur Ausgabe des ersten Parameters, wobei der Soll-Last-bezogene
Wert eine vom Fahrer beeinflußte
Fahrzeugdrosselklappenöffnung
bzw. eine Änderung
davon anzeigt, worin das Steuergerät ausgebildet ist, um die Rantinen
gemäß Anspruch
1 durchzuführen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Darstellung, die eine Anordnung eines Motorsystems
zeigt;
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2 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Motors aus 1 und seiner peripheren Teile;
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3 ist
eine graphische Darstellung, die eine Eigenschaft einer Torsionsfeder
in einer Kupplung zeigt;
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4 ist
ein Blockdiagramm, das insgesamt verschiedene Sensoren, Schalter
und Steuervorrichtungen, die mit einer elektronischen Steuerungs-Einheit
ECU verbunden sind, aufzeigt;
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5 ist
eine graphische Darstellung, die Brennstoff-Einspritz-Steuermodi aufzeigt, die von den
Betriebszuständen
des Motors nach Beendigung der Aufwärmung abhängig sind;
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6 ist
eine Ansicht, die das Einspritzen des Brennstoffes während eines
Kompressionstaktes aufzeigt;
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7 ist
ein Flußdiagramm,
das eine Hauptroutine für
die Brennstoff-Einspritz-Steuerung während eines Übergangs-Betriebszustandes
des Motors zeigt;
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8 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Fahrzeugstart-Steuerroutine zeigt;
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9 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine zeigt;
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10 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine zeigt;
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11 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine zeigt;
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12 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Steuerroutine zur Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung
zeigt;
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13 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Routine zur Steuerung der Menge an Rauch im Abgas (nachstehend
Rauch-Steuerroutine) zeigt;
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14 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine zeigt;
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15 ist
ein Flußdiagramm,
das Einzelheiten über
eine Einspritz-Endzeit-Steuerroutine zeigt;
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16 ist
ein Flußdiagramm,
das eine Änderung
der Erholungs-Steuerroutine aus 13 zeigt;
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17 ist
eine graphische Darstellung, die das Verhältnis zwischen der Motordrehzahl
und der Anzahl von Takten zeigt;
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18 ist
ein Diagramm, das einen zu ändernden
Teil in der Entscheidungsroutine aus 15 zeigt,
wenn die Erholungs-Steuerroutine
aus 17 durchgeführt
ist; und
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19 ist
eine graphische Darstellung, die die Meßergebnisse der Betriebszustände zeigt,
wenn sich der Motorbetrieb von einer Brennstoff-Unterbrechung erholt.
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Unter
Bezugnahme auf 1 wird ein Motorsystem für ein Kraftfahrzeug
mit einem Viertaktmotor mit Direkteinspritzung und Innenverbrennung 1 (nachstehend
lediglich als „Motor" bezeichnet) gezeigt,
und unter Bezugnahme auf 2 wird eine vergrößerte Ansicht
dieses Motors 1 gezeigt. Der Motor 1 weist einen
Zylinderkopf 2, einen Zylinderblock und eine Ölwanne auf,
wobei vier Zylinderbohrungen 6 im Zylinderblock gebildet
sind. Ein Kolben 7 ist in jeder Zylinderbohrung 6 eingeführt und
durch einen Verbindungsstab mit einer Kurbelwelle verbunden. Der
Zylinderkopf 2 verfügt
für jede
Zylinderbohrung 6 über
eine Zündkerze 3,
einen magnetventilartigen Brennstoff-Injektor 4, ein Paar
Einlaß-Ventile 9 und ein
Paar Auslaß-Ventile 10.
Die Zündkerze 3 ist
mit einer Zündspule 19 elektrisch
verbunden (siehe 1), die eine hohe Spannung an
die Zündkerze 3 anlegen
kann.
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Jeder
Brennstoff-Injektor 4 spritzt Zerstäubungsbrennstoff direkt in
eine Verbrennungskammer 5 ein, die in der entsprechenden
Zylinderbohrung 6 zwischen der Oberfläche des Kolbens 7 und
dem Zylinderkopf 2 ausgebildet ist. Insbesondere ist eine halbkugelfömige Vertiefung 8 in
der Oberfläche
eines jeden Kolbens 7 an einer Stelle nahe dem Brennstoff-Injektor 4 gebildet.
Da Zerstäubungsbrennstoff vom
Brennstoff-Injektor 4 eingespritzt wird, wenn der Kolben 7 eine
Stelle nahe dem oberen Totpunkt erreicht, wird folglich Brennstoff
in der Vertiefung 8 aufgenommen.
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Verglichen
mit einem herkömmlichen
Motor, in dem Brennstoff in den Ausangtrakt (Einlassdurchgang) eingespritzt
wird, weist der Zylinder-Einspritz-Motor 1 ein
hohes Kompressionsverhältnis
auf, das beispielsweise bei 12 (zwölf) liegen kann. Deshalb kann
der Motor 1 im Vergleich zum herkömmlichen Motor eine hohe leistung
liefern.
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Der
Motor 1 ist mit einem obenliegenden doppelnockenartigen
(DOHC) Ventilbetätigungsmechanismus
ausgestattet, der Einlaß- und Auslaßnockenwellen 11 und 12 aufweist,
die jeweils mit den Einlaß-
und Auslaß-Ventilen 9 und 10 verbunden sind,
um die jeweiligen Einlaß-
und Auslaß-Ventile 9 und 10 der
einzelnen Zylinder zu betätigen.
Die Nockenwellen 11 und 12 werden drehbar durch
den Zylinderkopf 2 getragen.
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Der
Zylinderkopf 2 weist darin ausgebildete Einlaßdurchgänge 13 und
Auslaßdurchgänge 14 auf, die
den jeweiligen Einlaß-
und Auslaß-Ventilen 9 und 10 der
einzelnen Zylinder entsprechen. Jeder Einlaßdurchgang 13 erstreckt
sich gerade an einer Stelle zwischen den Nockenwellen 11 und 12 entlang
der Achse der entsprechenden Zylinderbohrung 6. Wie aus 2 ersichtlich,
ist insbesondere jeder Einlaßdurchgang 13 an
einem vorbestimmten Winkel in bezug zur Achse der entsprechenden
Zylinderbohrung 6 geneigt. Jeder Einlaßdurchgang 13 ist
an einer Endöffnung
davon mit der Verbrennungskammer 5 verbunden, wodurch eine
Einlaßöffnung gebildet wird,
die durch das Einlaß-Ventil 9 geöffnet und
geschlossen wird, und das andere Ende davon ist mit einem Einlaßkrümmer 21 verbunden.
Demzufolge öffnen
ein Paar Einlaßöffnungen
die Verbrennungskammer 5 jedes Zylinders, und die Düse des Brennstoff-Injektors 4 befindet
sich zwischen den zwei Einlaßöffnungen.
Da sich jeder Einlaßdurchgang 13 direkt
entlang der Achse der entsprechenden Zylinderbohrung 6 erstreckt,
wie oben erwähnt,
bildet die über
dem Einlaßdurchgang 13 in
den Zylinder fließende
Einlaßluft
mit Hilfe der Vertiefung 8 des Kolbens 7 einen
umkehrenden Gegenstrom innerhalb des Zylinders, und es wird auch
die Trägheitswirkung der
in den Zylinder eingeführten
Einlaßluft
verbessert, wobei die Motorausgabe verbessert werden kann.
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Ein
Wassermantel ist im Zylinderblock gebildet und Abkühlungswasser
zirkuliert im Wassermantel. Ein Wasser-Temperatur-Sensor 16 zur
Erfassung der Temperatur des Kühlwassers
ist auf dem Zylinderblock angebracht.
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Im
Motorgehäuse
sind Kurbelwinkel-Sensoren 17 zur Erfassung der Kurbelwinkel
der jeweiligen Zylinder angebracht. In dieser Ausführungsform
gibt jeder Kurbelwinkel-Sensor 17 ein Kurbelwinkelsignal SGT
aus, wenn der Kurbelwinkel des entsprechenden Zylinders mit jeder
der ersten und zweiten Winkelstellungen übereinstimmt. Die erste und
zweite Winkelstellung ist in dieser Ausführungsform jeweils auf 75° (75° TDC) und
5° (5° TDC) vor
dem oberen Totpunkt (TDC) des Kolbens 7 auf der Grundlage
des Drehwinkels der Kurbelwelle gesetzt.
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Ein
Zylinder-Unterscheidungs-Sensor ist auf einer der Einlaß- und Auslaßnockenwellen 11 und 12 angebracht,
z.B. an der Einlaßnockenwelle 11,
und gibt ein Zylinder-Unterscheidungssignal
SGC bei jedem der Bezugsdrehwinkel auf der Grundlage des Drehwinkels
der Nockenwelle 11 aus.
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Im
Gegensatz zu den Einlaßdurchgängen 13 erstreckt
sich jeder Auslaßdurchgang 14 in
eine Richtung, die zur Achse der entsprechenden Zylinderbohrung 6 senkrecht
liegt. Jeder Auslaßdurchgang 14 ist an
einer Endöffnung
davon mit der entsprechenden Brennkammer 5 verbunden, wodurch
eine Auslaßöffnung gebildet
wird, die durch das Auslaß-Ventil 10 geöffnet und
geschlossen wird und ist am anderen Ende davon an einen Auslaßkrümmer 41 angeschlossen.
Ein O2 Sensor 40 ist am Auslaßkrümmer 41 angebracht.
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Wie
in 1 gezeigt, ist ein Drosselklappen-Körper über einen
Druckausgleichsbehälter 20 mit
dem Einlaß 21 verbunden
und ein Einlaßrohr 25 erstreckt
sich zum Drosselklappen-Körper 23 hin. Das
Einlaßrohr 25 hat
sein äußeres Ende
an einen Luftreiniger 22 angeschlossen. Der Luftreiniger 22 umfaßt einen
Luftfilter 63, einen Luftfluß-Sensor 64 zur Erfassung
der Einlaßluftmenge,
und einen Einlaßluft-Temperatur-Sensor 65 zur
Erfassung der Temperatur der Einlaßluft. Der Drosselklappen-Körper 23 weist einen
Ventildurchgang auf, der mit dem Druckausgleichsbehälter 20 und
dem Einlaßrohr 25 verbunden
ist, und ein Drosselklappen-Ventil 28 ist im
Ventildurchgang angeordnet. Das Drosselklappen-Ventil 28 ist ausgebildet,
um den Ventildurchgang in Übereinstimmung
mit der Betätigung
eines (nicht gezeigten) Fahrpedals zu öffnen. Ein Bypassdurchgang,
der das Drosselklappen-Ventil 28 umgeht,
wird ebenfalls im Drosselklappen-Körper 23 separat vom
Ventildurchgang gebildet, und ein erstes Luftumgehungs-Ventil 24 ist
im Bypassdurchgang angeordnet. Das erste Luftumgehungs-Ventil 24 wird durch
einen (nicht gezeigten) Schrittmotor betätigt. Desweiteren sind im Drosselklappen-Körper 23 ein Drosselklappen-Sensor 29 zur
Erfassung der Öffnung
des Drosselklappen-Ventils 28, d.h. einer Drosselklappen-Öffnung θ TH, und
ein Leerlauf-Schalter 30 zur Erfassung des vollständig geschlossenen
Zustands des Drosselklappen-Ventils 28 angeordnet.
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Ein
Umgehungsrohr 26 verzweigt sich vom Einlaßrohr 25 an
einer Stelle, die stärker
stromaufwärts
als der Drosselklappen-Körper 23 liegt,
und kommuniziert mit einem stromabwärts gelegenen Endabschnitt
des Ventildurchlasses des Drosselklappen-Körpers 23.
Das Umgehungsrohr 26 hat eine Flußquerschnittsfläche, die
in etwa der des Einlaßrohres 25 entspricht,
und ein zweites Luftumgehungs-Ventil 27 ist in der Mitte
des Umgehungsrohres 26 eingesetzt. Das zweite Luftumgehungs-Ventil 27 umfaßt ein lineares
Magnet-Ventil.
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Ein
Auslaßrohr 23 erstreckt
sich vom Auslaßkrümmer 41 und
hat sein äußeres Ende
an einem (nicht gezeigten) Auspufftopf angeschlossen. Eine Abgasreinigungsvorrichtung 42,
die einen Dreiwege-Katalysator umfaßt, ist in der Mitte des Auslaßrohres
angeordnet.
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Die
EGR-Durchgänge 15 verzweigen
sich im Zylinderkopf 2 von einem Paar von Auslaßdurchgängen 14 eines
jeden Zylinders. Die EGR-Durchgänge 15 sind über einen
(nicht gezeigten) Krümmer
an ein Ende eines EGR-Rohres 44 angeschlossen, wobei sein
anderes Ende an einem stromaufwärts
gelegenen Endabschnitt des Druckausgleichsbehälters 20 angeschlossen
ist. Ein EGR-Ventil 45 ist in der Mitte des EGR-Rohres 44 angeordnet
und wird durch einen (nicht gezeigten) Schrittmotor angetrieben.
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Das
Motorsystem ist ebenfalls mit einem Brennstofftank 50 ausgestattet,
der am hinteren (nicht gezeigten) Abschnitt der Fahrzeugkarosserie angebracht
ist. Eine elektrische Niederdruck-Pumpe 51 ist am Brennstofftank 50 angebracht
und über
ein Niederdruck-Rohr an einer Hochdruck-Pumpe 55 angeschlossen.
Ein Rücklaufrohr 53 verzweigt
sich vom Niederdruck-Rohr 52 und ist mit dem Brennstofftank 50 verbunden.
Wenn die Niederdruck-Pumpe 51 betrieben wird, saugt sie
daher Brennstoff aus dem Brennstofftank 50 aus und speist
ihn zur Hochdruck-Pumpe 55. Ein Niederdurck-Regler 54 ist
im Rücklaufrohr 53 angebracht
und ausgebildet, um den Druck des von der Niederdruck-Pumpe 51 zu
der Hochdruck-Pumpe 55 zugespeisten Brennstoffes, d.h.
der Brennstoffdruck in der Niederdruck-Pumpe 51, auf einen
festen Niederdruck-Wert (z.B. 3,35 kg/mm2)
einzustellen.
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Die
Hochdruck-Pumpe 55 umfaßt eine Taumelscheiben-Axial-Kolbenpumpe, deren
Kolbenschaft an der Auslaßnockenwelle 12 angeschlossen ist.
Ein Hochdruck-Rohr 56 erstreckt sich von der Hochdruck-Pumpe 55 und
ist an einem Verteilerrohr 57 angeschlossen. Vier Abgaberöhren 62 verzweigen
sich vom Verteilerrohr 57 und sind an die entsprechenden
Brennstoff-Injektoren 4 angeschlossen. Wenn
die Hochdruck-Pumpe 55 durch die Drehung des Motors, d.h.
durch die Drehung der Auslaßseitigen
Nockenwelle 12, betrieben wird, saugt die Pumpe 55 Brennstoff
aus dem Brennstofftank 50 durch die Niederdruck-Pumpe 51 und
das Niederdruck-Rohr 52 aus, und führt den Brennstoff über das Hochdruck-Rohr 56,
das Verteilungsrohr 57 und die Abgaberöhren 62 den einzelnen
Brennstoff-Injektoren 4 zu. Die Hochdruck-Pumpe 55 hat
die Fähigkeit, Brennstoff
bei einem Hochdruck von 50 kg/mm2 und mehr
abzugeben, wenn der Motor sich im Leerlauf befindet und der Ausströmungsdruck
des Brennstoffes der Hochdruck-Pumpe 50 erhöht sich
mit Zunahme der Drehzahl des Motors 1. Ein Rücklaufrohr 58 erstreckt
sich vom Verteilerrohr 57 und ist an einem Abschnitt des
Rücklaufrohres 53 zwischen
dem Brennstofftank 50 und dem Niederdruck-Regler 54 angeschlossen.
Ein Hochdruck-Regler 59 ist im Rücklaufrohr 58 angebracht
und besitzt die Fähigkeit,
den Druck des Brennstoffes, der von der Hochdruck-Pumpe 55 an
die einzelnen Brennstoff-Injektoren 4 – d.h. der Brennstoffdruck
in einem Brennstoffdurchgang, der das Hochdruck-Rohr 56,
das Verteilerrohr 57 und die Abgaberöhren 62 umfaßt – auf einen
Hochdruck-Wert von etwa 50 kg/mm2 einzustellen.
Der Hochdruck-Regler 59 ist mit einem elektromagnetischen
Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60 verbunden, das einen (nicht
gezeigten) Umgehungsdurchgang im Hochdruck-Regler 59 öffnen und schließen kann.
Wenn das Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60 eingeschaltet
wird, wird der Umgehungsdurchgang im Hochdruck-Regler 59 geöffnet; folglich
wird die Brennstoffdruckzunahme im vorher erwähnten Brennstoffdurchgang auf
einen vorbestimmten Wert beschränkt,
z.B. auf den vorher erwähnten
Niederdruck-Wert (3,35 kg/mm2).
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Wie
in 1 gezeigt, erstreckt sich ein Rücklaufrohr 61 von
der Hochdruck-Pumpe 55 und ist an einem Abschnitt des Rücklaufrohres 53 zwischen Brennstofftank 50 und
dem Niederdruck-Regler 54 angeschlossen. Ein Teil des der
Hochdruck-Pumpe 55 zugeführten Brennstoffes wird zur
Schmierung und Kühlung
der Pumpe 55 verwendet und wird dann durch die Rücklaufröhren 61 und 53 zum
Brennstofftank 50 zurückgeführt.
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Die
vorher erwähnten
verschiedenen elektrischen Sensoren, Schalter und Vorrichtungen
sind elektrisch an einer elektronischen Steuereinheit (ECU = Electronic
Control Unit) 70 angeschlossen. Die ECU 70 wird
mit Signalen von den Sensoren und Schaltern versorgt und steuert
den Betrieb der einzelnen Vorrichtungen in Übereinstimmung mit diesen Signalen.
Wie in 1 gezeigt, ist ein Öltemperatur-Sensor 67,
der die Temperatur des Schmieröls
in einem Wechselschaltgetriebe 66 erfaßt, ebenfalls elektrisch an
der ECU 70 angeschlossen.
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Das
Wechselschaltgetriebe 66 kann durch eine Kupplung 71 mit
dem Motor 1 verbunden werden, die eine (nicht gezeigte)
Kupplungsscheibe mit einer Torsionsfeder aufweist, die als Drehrichtungs-Absorbiermechanismus
dient. Die Torsionsfeder der Kupplungscheibe hat eine Zweistufen-Torsionskennlinie,
wie durch die durchgezogene Linie der 3 angezeigt.
Die unterbrochene Linie in 3 zeigt
eine Zweistufen-Torsionskennlinie einer Kupplung, die in einem herkömmlichen
Brennstoffmotor verwendet wird, d.h. die Torsionseigenschaft einer
Torsionsfeder von Kupplungscheiben, die in einer solchen Kupplung
eingesetzt wird.
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Der
hier erwähnte
herkömmliche
Brennstoffmotor stellt einen Motor dar, in dem Brennstoff in den Einlaßdurchgang
eingespritzt wird, im Gegensatz zum Zylinder-Einspritz-Motor 1 dieser
Ausführungsform.
Da im Zylinder-Einspritz-Motor 1 die Spätstadium-Einspritzung während des
Leerlauf-Betriebes durchgeführt
wird (siehe 5), neigt die Schwankung der
Drehzahl des Motors, verglichen mit dem herkömmlichen Motor, während des
Leerlaufes zu einer Zunahme. Zur Vermeidung der Übertragung einer derartigen
Schwankung der Drehzahl des Motors 1 zum Wechselschaltgetriebe 66,
hat die Torsionsfeder der Kupplung 71 eine derartige Kennlinie,
daß das
Torsions-Drehmoment, d.h. ihre Federkonstante, verglichen mit der
Torsionsfeder der herkömmlichen Kupplung,
in einem kleinen Drehwinkelbereich der Kupplungsscheibe gering ist,
wie in 3 gezeigt.
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Unter
Bezugnahme auf die 4 werden gemeinsam die an die
ECU 70 elektrisch angeschlossenen Sensoren Schalter und
Vorrichtungen gezeigt. Die ECU 70 ist ein so genannter
Mikrocomputer und umfaßt
grundlegende Schaltungen wie zum Beispiel einen Mikroprozessor (MPU) 72,
einen Festwertspeicher 73 (ROM), einen Direktzugriffsspeicher 74 (RAM),
einen Sicherungsspeicher 75 (BURAM), eine Eingabeschnittstelle 76,
eine Ausgabeschnittstelle 78, usw.. Der zuvor erwähnte Wasser-Temperatur-Sensor 16,
die Kurbelwinkel-Sensoren 17, der Drosselklappen-Sensor 29,
der Leerlauf-Schalter 30, der O2-Sensor 40,
der Luftfluß-Sensor 64,
der Einlaßluft-Temperatur-Sensor 65,
der Öltemperatur-Sensor 67,
der Unterdruckschalter 69, der Zylinderunterscheidungs-Sensor,
sowie der Zündschlüssel und dergleichen
sind an die Eingabeschnittstelle 76 elektrisch angeschlossen.
Die Ausgabeschnittstelle 78 ist mit den zuvor erwähnten Brennstoff-Injektoren 4, dem
ersten Luftumgehungs-Ventil 24,
dem zweiten Luftumgehungs-Ventil 27, dem EGR-Ventil 45,
der Niederdruck-Pumpe 51, dem Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60,
den Zündspulen 19,
sowie den verschiedenen (nicht gezeigten) Warnleuchten und dergleichen
elektrisch verbunden.
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Der
ROM 73 in der ECU 70 speichert im voraus ein Steuerprogramm
zur Steuerung des Betriebes des vorher beschriebenen Motorsystems
und Steuer-Tabellen, die während
der Durchführung
des Steuerprogramms verwendet werden. Beim Empfang von Eingabesignalen
von den Sensoren und den Schaltern über die Eingabeschnittstelle 76,
bestimmt die ECU 70 einen Brennstoff-Einspritz-Steuermodus, der in Übereinstimmung
mit diesen Eingabesignalen, mit dem Steuerprogramm und den Steuertabellen
eine Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung umfaßt, und
gibt dann über
die Ausgabeschnittstelle 78 Steuersignale zu Vorrichtungen
wie z.B. den Brennstoff-Injektoren 4, den Zündspulen 19,
dem EGR-Ventil 45,
der Niederdruck-Pumpe 51 und dem Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60 aus,
um dadurch die Taktung der Brennstoff-Einspritzung, die Menge der Brennstoff-Einspritzung,
die Taktung der Zündung, die
Menge des Abgases, das zur Einlaßseite zurückzuführen ist, usw. zu steuern.
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Die
Brennstoff-Einspritz-Steuermodi umfassen einen Frühstadium-Einspritz-Steuermodus,
in dem Brennstoff während
des Ansaugtaktes des Motors 1 eingespritzt wird und einen
Spätstadium-Einspritz-Steuermodus, in dem
Brennstoff während
des Kompressionstaktes des Motors 1 eingespritzt wird. Ebenfalls
umfaßt
die Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung
im Spätstadium-Einspritz-Steuermodus:
eine Magersteuerung, in der das durchschnittliche Luft-Brennstoff-Verhältnis in
den Zylindern auf ein Luft-Brennstoff-Verhältnis (20:40) geregelt wird,
das größer als
das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis
ist; und eine Kaltzustand/Niederlast-Steuerung, die durchgeführt wird,
wenn sich der Motor 1 in einem kalten Niederlast-Zustand befindet,
und in der das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis in den Zylindern auf
einen Wert geregelt wird, der in der Nähe des stoichiometrischen Luft-Brennstoff-Verhältnisses ist.
Die Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung
im Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
umfaßt:
eine Magersteuerung, in der das Luft-Brennstoff-Verhältnis in
den Zylindern auf ein Luft-Brennstoff-Verhältnis geregelt wird (20:25
oder in der Nähe
davon), das größer als
das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis ist;
eine stoichiometrische Rückkopplungs-Steuerung, in der
das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis auf das stoichiometrische
Luft-Brennstoff-Verhältnis
geregelt wird; und eine Vorwärts-Steuerung,
in der das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis auf ein erforderliches
Luft-Brennstoff-Verhältnis
geregelt wird, das geringer als das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis ist.
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Die
Motorsteuerung, die durch die ECU 70 durchgeführt wird,
ist nachstehend erläutert.
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Beim Anlassen des Motors
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Wenn
der Zündschlüssel des
Motors 1 durch den Fahrer eingeschaltet wird, schaltet
die ECU 70 das Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60 ein und betreibt gleichzeitig
die Niederdruck-Pumpe 51,
und schließt sodann
das Luftumgehungs-Ventil 27. Das Einschalten des Brennstoffdruck-Schalt-Ventils 60 öffnet den Umgehungsdurchgang
innerhalb des Hochdruck-Reglers 59, und dadurch wird der
Druck im Brennstoffdurchgang, der sich von der Hochdruck-Pumpe 55 zu
den Abgaberöhren 62 der
jeweiligen Brennstoff-Injektoren 4 erstreckt, auf den vorher erwähnten Niederdruck-Wert
verringert. Da der Druck des Brennstoffs, der von der Niederdruck-Pumpe 51 zur
Hochdruck-Pumpe 55 abfließt durch den Niederdruck-Regler 54 ebenfalls
auf einen Niederdruck-Wert
eingestellt wird, wird der Brennstoffdruck im Brennstoff-Zufuhr-Durchgang,
der sich von der Niederdruck-Pumpe 51 über die Hochdruck-Pumpe 55 zu
den Brennstoff-Injektoren 4 erstreckt, auf dem Niederdruck-Wert
gehalten.
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Wenn
danach der Zündschlüssel durch
den Fahrer auf die Startstellung gedreht wird, wird der Motor durch
einen Selbststart-Motor (nicht gezeigt) angelassen und die ECU 70 leitet
gleichzeitig die Brennstoff-Einspritz-Steuerung ein. In diesem Fall wird
die Menge des Brennstoffs, die von den Brennstoff-Injektoren 4 direkt
in den entsprechenden Zylinder eingespritzt wird, auf der Grundlage
des Druckes im Brennstoff-Zufuhr-Durchgang,
der Ventilöffnungszeit
der Brennstoff-Injektoren 4,
und der Menge der den Zylindern zugeführten Einlaßluft bestimmt. Während der
Motor 1 angelassen wird, wird die Menge der Einlaßluft, die
den einzelnen Zylindern zugeführt wird,
durch die Menge der Luft bestimmt, die im Zwischenraum zwischen
dem Ventildurchgang des Drosselklappen-Körpers 23 und dem Drosselklappen-Ventil 28 fließt, und
durch die Menge der Luft bestimmt, die über das erste Luftumgehungs-Ventil 24 durch den
Abzweigungsdurchgang innerhalb des Drosselklappen-Körpers 23 fließt. Die Öffnung des ersten
Luftumgehungs-Ventils 24 wird ebenfalls durch die ECU 70 gesteuert.
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Das
Anlassen des Motors 1 betätigt die Hochdruck-Pumpe 55,
wodurch die Hochdruck-Pumpe 55 den Brennstoffdruck erhöht, der
ihr von der Seite der Niederdruck-Pumpe 51 zugeführt wird,
und läßt den druckbeaufschlagten
Brennstoff an der Seite des Brennstoff-Injektors 4 ab.
Der Druck des Brennstoffs, der von der Hochdruck-Pumpe abgelassen wird,
ist jedoch beim Anlassen des Motors 1 nicht stabil, und
daher kann der Ablaßdruck
der Hochdruck-Pumpe 55 nicht zur Steuerung der Brennstoff-Einspritzung verwendet
werden. Dementsprechend wird beim Anlassen des Motors 1 Niederdruck-Brennstoff,
der durch die Einstellung des Brennstoffdruckes erhalten wird, der
von der Niederdruck-Pumpe 51 abgelassen wird, für diesen
Zweck verwendet.
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Beim Motorstart
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Wenn
der Motor 1 gestartet wird, wählt die ECU 70 den
Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
als den Einspritz-Steuermodus, und die zuvor erwähnte Vorwärts-Steuerung wird in diesem
Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
verwendet. In einem derartigen Zustand wird daher während des
Ansaugtaktes Brennstoff direkt in jeden Zylinder eingespritzt, und die
Brennstoff-Einspritz-Menge wird derart gesteuert, daß das mittlere
Luft-Brennstoff-Verhältnis in
jedem Zylinder in Bezug auf das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis gering
ist. Die Luft-Brennstoff-Mischung,
die den Zylindern zugeführt
wird, ist nämlich
relativ reich. Folglich kann, auch wenn die Geschwindigkeit der
Brennstoffverdampfung in den Zylindern beim Start des Motors 1 gering
ist, Brennstoff, der während
des Ansaugtaktes eingespritzt wird, zum Zeitpunkt des Expansionstaktes
vollständig
verdampft werden. Weiterhin zündet
der Brennstoff während
des Expansionstaktes fehlerfrei und verbrennt zufriedenstellend,
da das Gemisch in den Zylindern relativ reich ist. Als Ergebnis
kann die Erzeugung vom unverbranntem Brennstoff (Kohlenwasserstoffe
(HC)), die der Zylinderfehlzündung
zuzurechnen ist, unterdrückt
werden.
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Im
Zylinder-Einspritz-Motor 1 haftet – im Gegensatz zum herkömmlichen
Motor – der
eingespritzte Brennstoff nie an der inneren Wandfläche des
Einlaßdurchlasses 13,
und daher kann die Reaktion und Genauigkeit der Brennstoff-Einspritz-Mengen-Steuerung
mit Leichtigkeit verbessert werden.
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Leerlauf nach dem Kaltstart
(während
des Aufwärmens)
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Wenn
das Anlassen des Motors 1 durchgeführt wird und der Betriebszustand
des Motors 1 auf Leerlauf wechselt, d.h. wenn der Zündschlüssel von der
Start-Stellung zur An-Stellung gedreht wird, schaltet die ECU 70 das
Brennstoffdruck-Schalt-Ventil 60 ab. In diesem Falle werden
die Öffnungen
der ersten und zweiten Luftumgehungs-Ventile 24 und 27 in
ihrer Leerlauf-Öffnung
gehalten. Ebenfalls betreibt der Motor 1 die Hochdruck-Pumpe 55 stabil,
so daß der
Brennstoffdruck im Brennstoffdurchgang, der sich von der Hochdruck-Pumpe 55 zu
den Brennstoff-Injektoren 4 erstreckt, erhöht wird,
und dieser Brennstoffdruck wird durch die Wirkung des Hochdruck-Reglers 59 bei
dem vorher erwähnten
Hochdruckwert gehalten. Folglich entlädt die Hochdruck-Pumpe 55 Hochdruckbrennstoff
zu den Brennstoff-Injektoren 4.
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Während des
Leerlauf-Betriebs vor der Vervollständigung des Aufwärmens des
Motors 1, d.h. bevor die Kühlwasser-Temperatur TWT des
Motors 1 einen vorbestimmten Wert (z.B. 50° C) erreicht,
wählt die
ECU 70 den Frühstadium-Einspritz-Steuermodus als
den Einspritz-Steuermodus,
wie für
den Fall des Kaltstarts; jedoch wird die Brennstoffmenge, die in die
einzelnen Zylinder zu diesem Zeitpunkt eingespritzt wird, durch
den Hoch-Brennstoffdruck im zuvor erwähnten Brennstoffdurchgang und
durch die Ventilöffungszeit
der Brennstoff-Injektoren 4 bestimmt.
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Wenn
der Betrieb einer Hilfsvorrichtung des Fahrzeugs, z.B. eine (nicht
gezeigte) Klimaanlage, aufgenommen oder unterbrochen wird und somit
die Last am Motor 1 zu- oder abnimmt, steuert die ECU 70 die Öffnung des
ersten Luftumgehungs-Ventils 24, d.h. die Einlaßluftmenge
und die Brennstoff-Einspritzmenge für die einzelnen Zylinder, um
dadurch die Leerlauf-Drehzahl des Motors 1 konstant zu
halten.
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Wenn
sich während
des Aufwärmungs-Vorgangs
ebenfalls die Temperatur des O2-Sensors 40 auf
die Einschalt-Temperatur erhöht,
schaltet die ECU 70 die Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung
im Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
auf die stoichiometrische Rückkopplungs-Steuerung,
wodurch die Brennstoff-Einspritz-Menge auf der Grundlage des Ausgabesignals
des O2-Sensors 40 geregelt wird,
so daß das
mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis
in den Zylindern wie das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis werden
kann. Folglich kann der Dreiwege-Katalysator der Abgasreinigungsvorrichtung 42 effektiv
schädliche
Bestandteile des Auspuffs reinigen.
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Nach Abschluss
der Motoraufwärmung
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Nach
Abschluss der Aufwärmung
des Motors 1 bestimmt die ECU 70 einen Einspritz-Steuermodus – der die
Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung
und die Brennstoff-Einspritz-Taktungs-Steuerung umfaßt – und zwar auf der Grundlage
der Motordrehzahl NE und eines mittleren Soll-Nutzdruckes PE als
Motorlast bezogene Information unter der Verwendung der in 5 gezeigten
Steuer-Tabelle,
und steuert die Öffnung/Schließung des
zweiten Luftumgehungs-Ventils 27 und des EGR-Ventils 45 in Übereinstimmung
mit dem bestimmten Einspritz-Steuermodus. In dieser Ausführungsform
berechnet die ECU 70 den mittleren Soll-Nutzdruck PE für den Motor 1 auf
der Grundlage der Drosselklappen-Öffnung θ TH, die durch den Drosselklappen-Sensor 29 ausgegeben
wird, der Grundlage der Motordrehzahl NE, usw. ist, und sie berechnet
die Motordrehzahl NE auf der Grundlage der Kurbelwinkelsignale,
die von den Kurbelwinkel-Sensoren 17 ausgegeben werden.
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Es
folgt eine Beschreibung der Einspritz-Steuermodi, die wahlweise
in Übereinstimmung
mit einem Dauerbetriebszustand des Motors 1 angewendet
werden.
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Während des Leerlaufbetriebs
des Motors (niedrige Last/niedrige Drehzahl)
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Wenn
sich der Motor 1 im Leerlauf (bei niedriger Last und bei
niedriger Drehzahl) befindet, d.h. wenn sowohl die Motordrehzahl
NE als auch der mittlere Soll-Nutzdruck PE niedrig sind, schaltet
die ECU 70 den Brennstoff-Einspritz-Steuermodus auf den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Magersteuerung), wie aus der Steuer-Tabelle der 5 ersichtlich.
Zu diesem Zeitpunkt öffnet
die ECU 70 das zweite Luftumgehungs-Ventil 27 und
das EGR-Ventil 45 ganz. Da das zweite Luftumgehungs-Ventil 27 geöffnet ist,
wird Einlaßluft über das
Umgehungsrohr 26 in den Druckausgleichsbehälter 20 eingefügt, und
zwar unabhängig
von der Öffnung
des Drosselklappen-Ventils 28, wodurch die Zufuhr einer
großen Menge
von Einlaßluft
zu den einzelnen Zylindern ermöglicht
wird. Da das EGR-Ventil 45 ebenfalls geöffnet ist, wird ein Teil des
Abgases in den Druckausgleichsbehälter 20 eingeführt.
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Dementsprechend
wird Einlaßluft,
die Abgas enthält,
den einzelnen Zylindern zugeführt.
In diesem Falle wird das Verhältnis
des Abgases, das jedem Zylinder zugeführt wird, auf 30–60% der
Einlaßluftmenge
gesetzt. Die Menge des von den Brennstoff-Injektoren 4 eingespritzten
Brennstoffes wird ebenfalls derart geregelt, daß das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis in
den Zylindern einen Wert von etwa 20–40 einnehmen kann.
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Folglich
ist das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis groß; da jedoch der Einspritz-Steuermodus
in den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
geschaltet wurde, bildet der Brennstoff, der während des Kompressionstaktes
von jedem Brennstoff-Injektor 4 in den entsprechenden Zylinder
eingespritzt wurde, eine Mischung mit einem Luft-Brennstoff-Verhältnis, das
dem stoichiometrischen Luft-Brennstoff-Verhältnis in der Nähe der Zündkerze 3 unmittelbar
vor der Zündzeit ähnlich ist.
Insbesondere wird die halbkugelförmige
Vertiefung 8 an der oberen Seite eines jeden Kolben 7,
wie vorstehend erwähnt,
gebildet, und daher erzeugt die Aufwärtsbewegung des Kolbens 7 während des
Kompressionstaktes einen umkehrenden Gegenstrom von Einlaßluft innerhalb
des Zylinders, wie durch die Pfeile 80 in 6 gezeigt.
Zusätzlich
spritzt jeder Brennstoff-Injektor 4 Brennstoff in die Vertiefung 8 des
entsprechenden Kolbens 7 ein. Dementsprechend bleibt der
größte Teil
des zerstäubten
Brennstoffes in der Vertiefung 8, d.h. in der Nähe der Zündkerze 3;
daher ist es möglich,
eine Mischung mit einem Luft-Brennstoff-Verhältnis, das nahe
am stoichiometrischen Luft-Brennstoff-Verhältnis ist,
in der Nähe
der Zündkerze 3 zu
bilden, auch wenn das mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis im
Zylinder groß ist,
wobei gestattet wird, daß der
zerstäubte Brennstoff
durch die Zündkerze 3 zuverlässig gezündet wird.
Als Ergebnis wird ein Magerverbrennungs-Vorgang des Motors 1 zur
Verfügung
gestellt, und sowohl die CO- und HC-Anteile im Abgas als auch der
Brennstoffverbrauch können
verringert werden. Da in diesem Fall die den Zylindern zugeführte Einlaßluft eine
große
Menge von Abgas enthält,
werden des weiteren die Stickstoffoxide (NOX) im Abgas beträchtlich
verringert.
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Wenn
der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus gewählt wird, wird die Einlaßluft, die
das Drosselklappen-Ventil 23 umgeht, den einzelnen Zylindern
zugeführt,
und daher können
der Drosselverlust des Ventildurchganges, der auf das Vorhandensein
des Drosselklappen-Ventils 23 zurückzuführen ist, und der Pumpverlust
verringert werden.
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Wenn
der Motor 1 im Leerlauf ist, wird die Brennstoffmenge,
die in jeden Zylinder eingespritzt wird, selbstverständlich in Übereinstimmung
mit einer Zunahme oder Abnahme der Motorbelastung verringert bzw.
vergrößert. Folglich
wird die Leerlauf-Drehzahl des Motors 1 auf eine feste
Drehzahl geregelt und die Antwort der Steuerung wesentlich verbessert.
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Bei der Fortbewegung des
Fahrzeugs bei niedriger/mittlerer Geschwindigkeit
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Unter
Verwendung der Steuer-Tabelle der 5 bestimmt
die ECU 70 auf der Grundlage des mittleren Soll-Nutzdruckes
PE und der Motordrehzahl NE einen Steuerbereich aus dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus (Magersteuerung),
dem Früh/Spätstadium-Einspritz-Steuermodus (stoichiometrische
Rückkopplungs-Steuerung)
und aus dem Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Vorwärts-Steuerung).
Insbesondere, bewirkt die ECU 70 in dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus (Magersteuerung),
daß der
Brennstoff während
des Ansaugtaktes eingespritzt wird und die Brennstoff-Einspritz-Menge derart regelt,
daß das
mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis
in den Zylindern nur etwa 20 bis 23 beträgt. In diesem
Falle steuert die ECU 70 ebenfalls die Öffnungen der ersten und zweiten
Luftumgehungs-Ventile 24 und 27 sowie das EGR-Ventil 45.
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Bei schneller Beschleunigung
oder Hochgeschwindigkeitsfahrt
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Bei
schneller Beschleunigung oder Hochgeschwindigkeitsfahrt des Fahrzeugs
sind entweder der mittlere Soll-Nutzdruck PE oder die Motordrehzahl NE
hoch, und die ECU 70 schaltet den Einspritz-Steuermodus auf den
Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
(Vorwärts-Steuerung). In diesem Falle
wird Brennstoff während
des Ansaugtaktes eingespritzt und die Brennstoff-Einspritzmenge
der Vorwärts-Steuerung
unterzogen, so daß das
mittlere Luft-Brennstoff-Verhältnis in
den Zylindern in bezug auf das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis klein
sein darf.
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Im
Frühstadium-Einspritz-Steuermodus (Vorwärts-Steuerung)
steuert die ECU 70 ebenfalls die Öffnungen der ersten und zweiten
Luftumgehungs-Ventile 24 und 27 und das EGR-Ventil 45.
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Brennstoff-Unterbrechungs-Bereich
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Beim
Loslassen des Fahrpedals während der
Mittel-Hochgeschwindigkeitsfahrt
des Fahrzeuges beginnt sich das Fahrzeug zu verlangsamen, und zu
dieser Zeit stoppt die ECU 70 die Einspritzung von Brennstoff
in die Zylinder (Brennstoff-Unterbrechung).
Dementsprechend können
sowohl der Brennstoffverbrauch als auch schädliche Bestandteile im Abgas
verringert werden. Wenn die Motordrehzahl NE geringer als eine Erholungsdrehzahl
wird, oder wenn das Fahrpedal erneut gedrückt wird, beendet die ECU 70 unverzüglich die
Brennstoff-Unterbrechung und wählt
einen der vorstehend erwähnten Steuerbereiche.
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Es
folgt eine Beschreibung des Verfahrens zur Auswahl eines Brennstoff-Einspritz-Steuermodus während eines Übergangs-Betriebszustands
des Motors 1. Wenn der Motor 1 in einem Übergangszustand
arbeitet, wird insbesondere ein Brennstoff-Einspritz-Modus in Übereinstimmung mit einer in 7 gezeigten
Hauptroutine gewählt,
und diese Hauptroutine wird bei vorbestimmten Zyklen – wie beispielsweise
mit jeder halben Umdrehung oder mit jedem Takt des Motors 1 – wiederholt
ausgeführt.
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HAUPTROUTINE
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Im
Schritt S1 liest die ECU 70 Betriebs-Informationen des
Motorsystems auf der Grundlage der Ausgabesignale von den vorstehend
erwähnten
verschiedenen Sensoren und Schaltern. Die ECU 70 erhält insbesondere
die Kühlwasser-Temperatur
TWT, die Drosselklappen-Öffnung θTH, Einlaßluft-Temperatur
TAIR, Öltemperatur
TTM des Wechselschaltgetriebes 66 und die Motordrehzahl
NE auf der Grundlage der Ausgabesignale von den verschiedenen Sensoren.
Die ECU 70 berechnet ebenfalls auf der Grundlage der gelesenen
Informationen den mittleren Soll-Nutzdruck PE, die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH (Differential
der Drosselklappen-Öffnung),
die Fahrzeug-Geschwindigkeit V usw. als Motorlast-Information. Vor
der Durchführung
des Schrittes S1, führt
die ECU 70 einen Initialisierungsvorgang aus, um einen
negativen Wert für jeden
der verschiedenen Flags und Rückwärts-Zeitgeber zu setzen,
wie nachstehend erwähnt.
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Danach
bestimmt in Schritt S2 die ECU 70, ob die Kühlwasser-Temperatur
TWT des Motors 1 niedriger als eine vorbestimmte Temperatur
TWTC (z.B. 50°C)
ist oder nicht. Wenn die Entscheidung in Schritt S2 negativ (nein)
ist, d.h., wenn das Aufwärmen
des Motors 1 beendet ist, führt die ECU 70 nachfolgend
jeweils eine Fahrzeug-Start-Steuerroutine, eine Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine,
eine Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine,
eine Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine,
eine Steuerroutine zur Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung, eine
Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine und eine Einspritz-Beendigungszeit-Steuerroutine
in den Schritten S3 bis S9 durch, wie nachstehend beschrieben, und
führt eine
Antriebs-Steuerroutine für zu
steuernde Vorrichtungen in Schritt S10 aus. In der Antriebs-Steuerroutine
werden die Vorgänge
verschiedener Vorrichtungen wie beispielsweise Brennstoff-Injektoren 4,
die ersten und zweiten Luftumgehungs-Ventile 24 und 27,
das EGR-Ventil 45, die Zündspulen 19 usw. in Übereinstimmung
mit den in den vorstehenden Schritten erhaltenen Steuer-Informationen
gesteuert.
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Wenn
andererseits die Entscheidung in Schritt S2 bejahend ist (ja), d.h.,
wenn das Aufwärmen
des Motors 1 noch nicht beendet ist, führt die ECU 70 nachfolgend
Schritt S11, Schritt S8 und die nachstehenden Schritte aus.
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Einzelheiten
der einzelnen Schritte werden nun in der Reihenfolge erläutert.
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Fahrzeug-Start-Steuerroutine
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In
der Fahrzeug-Start-Steuerroutine (Schritt S3), die in 8 gezeigt
ist, wird zunächst
in Schritt S30 bestimmt, ob „1" als Fahrflag FRUN
gesetzt ist oder nicht. Wenn Schritt S30 zum ersten Mal nach dem
Start des Motors 1 ausgeführt wird, ist ein negativer
Wert als Fahrflag FRUN gesetzt worden. Daher ist die Entscheidung
in diesem Schritt NEIN und es wird dann bestimmt, ob die Fahrzeug-Geschwindigkeit
V geringer als eine erste Fahrzeug-Geschwindigkeit VH (z.B. 5 km/h)
ist oder nicht (Schritt S31). Wenn die Entscheidung in Schritt S31
JA lautet, wird dann bestimmt, ob die Drosselklappen-Öffnung θTH geringer
als ein Drosselklappen-Schwellenwert θTHL (z.B. 5%-Öffnung)
ist oder nicht (Schritt S32). Wenn die Entscheidung in diesem Schritt
ebenfalls JA lautet, kann entschieden werden, daß sich das Fahrzeug nicht bewegt
und daß der
Fahrer auch keine Absicht hat, das Fahrzeug zu starten, und daher
wird „0" als Startflag FST
gesetzt (Schritt S33).
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Wenn
die Drosselklappen-Öffnung θTH zunimmt,
sobald das Fahrpedal gedrückt
ist und die Entscheidung in Schritt S32 NEIN wird, kann dann entschieden
werden, daß der
Fahrer die Absicht hat, das Fahrzeug zu starten, und daß sich der
Motor 1 in einem Übergangszustand
für den
Fahrzeugstart befindet. In diesem Falle wird „1" als Startflag FST in Schritt S34 gesetzt.
Wenn das Fahrzeug gestartet wird und die Fahrzeug-Geschwindigkeit
V zunimmt, wird die Entscheidung in Schritt S31 ebenfalls NEIN, wobei
in diesem Falle „1" als Fahrflag FRUN
(Schritt S35) gesetzt wird.
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Nachdem „1" als Fahrflag FRUN
nach dem Start des Fahrzeuges gesetzt wird, wird die Entscheidung
in Schritt S30 JA. Dementsprechend wird Schritt S36 nach dem Schritt
S30 ausgeführt,
um zu bestimmen, ob die Fahrzeug-Geschwindigkeit V eine zweite Fahrzeug-Geschwindigkeit
VL (z.B. 2 km/h) unterschritten hat, die dann geringer als die erste Fahrzeug-Geschwindigkeit VH
ist. Wenn die Entscheidung in diesem Schritt NEIN lautet, d.h.,
wenn der Fahrzeugstart beendet ist und sich das Fahrzeug fortbewegt,
wird Schritt S35 wiederholt ausgeführt und der Wert des Fahrflags
FRUN auf „1" gehalten.
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Wenn
sich andererseits das Fahrzeug verlangsamt und nahezu zum Stillstand
kommt und somit die Entscheidung in Schritt S36 JA wird, wird das Fahrflag
FRUN auf „0" gesetzt (Schritt
S37). Das Fahrflag FRUN wird nämlich
in Übereinstimmung
mit der Fahrzeug-Geschwindigkeit V auf „1" oder „0" gesetzt. Da die zweite Fahrzeug-Geschwindigkeit
V2 auf einen Wert gesetzt wird, der geringer als die erste Fahrzeug-Geschwindigkeit
V1 ist, wird das Setzen des Fahrflags FRUN nie einer Regelschwingung
ausgesetzt, wenn sich das Fahrzeug bei einer sehr niedrigen Geschwindigkeit
fortbewegt.
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Während „1" als Startflag FST
gesetzt ist, kann die ECU 70 den Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
(stoichiometrische Rückkopplungs-Steuerung)
für den
Einspritz-Steuermodus in der Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine,
die später
beschrieben wird, auswählen.
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Während andererseits
das Startflag FST auf „0" zurückgesetzt
wird, wählt
die ECU 70 einen Einspritz-Steuermodus auf der Grundlage
des mittleren Soll-Nutzdruckes PE und der Motordrehzahl NE unter
Verwendung der Tabelle in der Entscheidungsroutine aus.
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Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine
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Wie
in 9 gezeigt, wird zunächst in der Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine
in Schritt S40 bestimmt, ob der mittlere Soll-Nutzdruck PE größer als
ein vorbestimmter Druck -PEL (z.B. –1 kgf/cm2)
ist oder nicht; wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet,
d.h., wenn sich das Fahrzeug verlangsamt, ist ein Rückwärts-Zeitgeber
tAS auf „0" gesetzt und „1" wird als Beschleunigungsflag
FDA in Schritt S41 gesetzt. Nach der Durchführung des Schrittes S41, wird
die Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine in
Schritt S5 übersprungen
und die Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine
in Schritt S6 ausgeführt.
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Wenn
der mittlere Soll-Nutzdruck PE danach ansteigt, sobald das Fahrpedal
durch den Fahrer gedrückt
wird, und die Entscheidung in Schritt S40 JA wird, wird bestimmt,
ob die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH größer als
ein Beschleunigungs-Kriteriumwert αTHH (Schritt S42) ist oder nicht.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, wird angenommen,
daß der
Fahrer die Absicht hat, das Fahrzeug zu beschleunigen, und in Schritt
S43 wird dann bestimmt, ob „1" als Beschleunigungsflag
FDA gesetzt worden ist oder nicht. In einem ersten Übergangs-Beschleunigungs-Zustand des
Motors 1, in dem der Fahrzeugbetrieb von einer Verlangsamung
zu einer Beschleunigung wechselt, wurde das Beschleunigungsflag
FDA bereits auf „1" gesetzt, und daher
wird die Entscheidung in Schritt S43 JA. Im nächsten Schritt S44 wird der
Wert des Beschleunigungsflags FDA auf „0" gesetzt, während ein vorbestimmter Wert
t1 (z.B. 0,1 sec) im Rückwärts-Zeitgeber
tAS gesetzt wird, und ab diesem Zeitpunkt wird der Betrieb des Rückwärts-Zeitgebers tAS
gestartet.
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Während des
Betriebs des Rückwärts-Zeitgebers
tAS wählt
die ECU 70 den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(magere Steuerung) als den Einspritz-Steuermodus aus, wie nachstehend
beschrieben.
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Der
von der Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine
zu steuernde Beschleunigungs-Stoß umfaßt einen sogenannten Stoß zur Beseitigung
des unwirksamen Hubs, der an dem am stärksten verdrehten Teil der
Torsionsfeder der Kupplung 71 hervorgerufen wird, wenn
die Torsionsfeder von der Verlangsamungsseite zur Beschleunigungs-Seite
verdreht wird. Der Stoß zur
Beseitigung des unwirksamen Hubs zeigt eine Verstärkungstendenz,
wenn die Ausgabe des Motors 1 zunimmt, und dementsprechend wird
in einer Lage, in der der Stoß zur
Beseitigung des unwirksamen Hubs eintreten kann, der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Magersteuerung) für eine
vorbestimmte Zeitspanne ausgewählt.
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Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine
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Wie
in 10 gezeigt, wird zunächst in der Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine
im Schritt S51 bestimmt, ob die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH größer als
ein Beschleunigungs-Kriteriumwert αTHL ist oder nicht, der kleiner als
der vorstehend erwähnte
Beschleunigungs-Kriteriumwert αTHH ist.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, wird bestimmt,
ob der Wert des vorstehend erwähnten
Rückwärts-Zeitgebers
tAS gleich „0" ist (Schritt S52).
Wenn die Entscheidung in Schritt S52 NEIN lautet, bedeutet dies,
daß der vorstehend bestimmte
Wert t1 in dem Rückwärts-Zeitgeber
tAS in der vorhergehenden Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine gesetzt worden
ist und daß der
Rückwärts-Zeitgeber
tAS in Betrieb ist, und in diesem Falle wird der nachfolgende Schritt
S53 übersprungen.
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Wenn
andererseits die Entscheidung in Schritt S52 JA lautet, wird ein
vorbestimmter Wert t2 (z.B. 1 sec) in einem Rückwärts-Zeitgeber tAR gesetzt und
der Betrieb des Rückwärts-Zeitgebers tAR gestartet.
Wenn nämlich
das Fahrzeug in einem Zustand, der nicht der Verlangsamung entspricht
oder in einem zweiten Übergangs-Beschleunigungs-Zustand
des Motors 1 betrieben wird, in dem die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH größer als
der Beschleunigungs-Kriteriumwert αTHL ist, wird, nachdem der Rückwärts-Zeitgeber
tAS den Betrieb eingestellt hat, der Betrieb des Rückwärts-Zeitgebers
tAR aufgenommen.
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Während des
Betriebes des Rückwärts-Zeitgebers
tAR verhindert die ECU 70, daß der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
ausgewählt
wird, wie nachstehend erläutert.
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Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine
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Wie
in 11 gezeigt, wird zunächst in der Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine
in Schritt S60 bestimmt, ob die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH geringer
als ein vorbestimmter Wert -ßth
ist oder nicht, d.h., ob sich das Fahrzeug durch Loslassen seines
Fahrpedals verlangsamt. Wenn die Entscheidung in diesem Schritt
NEIN lautet, wird „1" als Verlangsamungsflag
FAD gesetzt (Schritt S61). „1" wird nämlich als
Verlangsamungsflag FAD gesetzt, sofern das Fahrpedal nicht bei einer
größeren Geschwindigkeit
als der vorbestimmten losgelassen wird.
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Wenn
andererseits die Entscheidung in Schritt S60 JA lautet, wird bestimmt,
ob der Wert des Verlangsamungsflags FAD gleich „1" ist oder nicht (Schritt S62). Wenn
die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, bedeutet dies, daß sich der
Motor 1 in einem Übergangs-Verlangsamungs-Zustand
befindet, in dem der Motorbetrieb von Beschleunigung oder gleichbleibendem
Zustand (d.h. das Fahrzeug bewegt sich bei einer konstanten Geschwindigkeit fort)
auf Verlangsamung übergeht.
In diesem Fall wird das Verlangsamungsflag FAD auf „0" zurückgesetzt,
während ein
vorbestimmter Wert t3 (z.B. 0,5 sec) im nachfolgenden Schritt S63
in den Rückwärts-Zeitgeber
tDS gesetzt wird, und von diesem Zeitpunkt an, wird der Betrieb
des Rückwärts-Zeitgebers
tDS gestartet.
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Während des
Betriebes des Rückwärts-Zeitgebers
tDS wählt
die ECU 70 zwangsläufig
den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Magersteuerung) als Einspritz-Steuermodus aus, wie nachstehend
beschrieben.
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Steuerroutine
für die
Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung
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Wie
in 12 gezeigt, wird in der Routine zur Steuerung
der Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung zunächst auf
der Grundlage des mittleren Soll-Nutzdruckwertes PE und der Motordrehzahl NE
bestimmt, ob der Steuerbereich für
den Motor 1 in den Brennstoff-Unterbrechungs-Bereich fällt, und gleichzeitig,
ob der Wert des vorstehend erwähnten Rückwärts-Zeitgebers
tDS gleich „0" ist oder nicht (Schritt
S71). Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, d.h. in
einer Lage, in der sich das Fahrzeug verlangsamt, ist der Betrieb
des in der vorhergehenden Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine gestarteten
Rückwärts-Zeitgebers tDS beendet,
und gleichzeitig fällt
der Steuerbereich des Motors 1 in den Brennstoff-Unterbrechungs-Bereich,
wobei „1" als Erholungsflag
FCR gesetzt wird (Schritt S71).
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Wenn
die Drehzahl NE des Motors 1 danach auf die Erholungsdrehzahl
abfällt
oder wenn das Fahrpedal von dem Fahrer gedrückt wird, so daß der Steuerbereich
für den
Motor 1 außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches liegt, wird bestimmt, ob „1" als Erholungsflag
FCR gesetzt worden ist. Wenn das Ergebnis dieser Bestimmung bejahend
ist, d.h., wenn sich der Motor 1 in einem Übergangszustand
zur Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung befindet, wird ein
vorbestimmter Wert t4 (z.B. 0,5 sec) in dem Rückwärts-Zeitgeber tCR gesetzt, während das
Erholungsflag FCR auf „0" gesetzt wird (Schritt
S73).
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Während des
Betriebes des Rückwärts-Zeitgebers
tCR wählt
die ECU 70 zwangsläufig
den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
als Einspritz-Steuermodus, wie nachstehend beschrieben, aus. In
dem in diesem Falle angewandten Spätstadium-Einspritz- Steuermodus wird
das Luft-Brennstoff-Verhältnis
auf der Grundlage des mittleren Soll-Nutzdruckes PE und der Motordrehzahl
NE gesteuert. Somit ist es möglich,
die Unterschwingung der Drehung zum Zeitpunkt der Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung
zu verhindern, so daß die Erholungsdrehzahl
zur Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung auf eine geringe Drehzahl
gesetzt werden kann, wodurch die Brennstoffeinsparung erhöht und der Überziehung
des Motors 1 vorgebeugt wird.
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Rauch-Steuerroutine
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Wie
in 13 gezeigt, wird zunächst in der Rauch-Steuerroutine in
Schritt S110 bestimmt, ob der mittlere Soll-Nutzdruck PE geringer
als ein vorbestimmter Druck-PESMK (z.B. –0,1 kg/cm2)
ist oder nicht, und wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet,
wird bestimmt, ob die Motordrehzahl NE größer als die vorbestimmte Drehzahl
NEL ist oder nicht (Schritt S111). Wenn die Entscheidung entweder
in Schritt S110 oder in S111 NEIN ist, wird „1" als Rauchflag FSM gesetzt (Schritt
S112); wenn andererseits die Entscheidungen in den Schritten S110 und
S111 jeweils JA sind, d.h., wenn während des Ansaugtaktes ein
starker Unterdruck in den Zylindern erzeugt wird und gleichzeitig
die Drehzahl NE des Motors 1 ziemlich hoch ist, wird „0" als Rauchflag FSM
gesetzt.
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Wenn „0" als Rauchflag FSM
gesetzt wird, bedeutet dies, daß sich
der Motor 1 in einem ersten Übergangs-Abkühlzustand
befindet, und in diesem Falle kann die ECU 70 zwangsläufig den
Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(z.B. Kaltzustand-/Niederlast-Steuerung)
als Einspritz-Steuermodus auswählen,
wie nachstehend beschrieben.
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Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine
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Wie
in 14 gezeigt, wird in der Entscheidungsroutine ein
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus in Übereinstimmung mit den Werten
der Flags und des Rückwärts-Zeitgebers,
die in den vorstehenden Routinen gesetzt worden sind, bestimmt.
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Erstens
wird in Schritt S82 bestimmt, ob der Wert des Rauchflags FSM gleich „1" ist oder nicht. Wenn
die Entscheidung in diesem Schritt NEIN lautet, d.h., wenn der Wert
des Rauchflags FSM „0" ist, wird der Brennstoff-Einspritz-Modus
zwangsläufig auf
den Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Kaltzustand-/Niederlast-Steuerung) in Schritt S801 gesetzt. Wie
aus der oben beschriebenen Rauch-Steuerroutine ersichtlich ist,
befindet sich der Motor bei dem Wert „0" des Rauchflags FSM in einer Lage, in
der der mittlere Soll-Nutzdruck PE – der ein lastbezogener Wert
ist – ziemlich
niedrig ist, und gleichzeitig die Motordrehzahl ziemlich hoch ist,
d.h. in einer Lage, in der der Motor 1 während des
Aufwärmens
durchdreht, (anders ausgedrückt
der Motor 1 wird wie in der nachfolgenden Abnahme der Drehzahl
in einem Verlangsamungs-Bereich betrieben. Wenn in solch einer Lage
Brennstoff in Übereinstimmung
mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus eingespritzt wird,
ist es wahrscheinlich, daß der
flüssige
Brennstoff in jedem Zylinder den Ölfilm von der Innenwand des
Zylinders abwaschen wird, wobei die Abdichtungswirksamkeit des Kolbenringes
verringert wird. Starker Unterdruck in dem Zylinder und eine Verschlechterung
in der Abdichtungswirksamkeit der Kolbenringe verursachen das Eintreten
von Gasblasen vom Kurbelgehäuse
in die Zylinder, wodurch der im Abgas enthaltene Rauch erhöht wird
und die Zündkerzen 3 verschmutzt
werden, und auch das Auslaufen ebenfalls Brennstofftröpfchen von
den Zylindern zum Kurbelgehäuse.
Wenn andererseits Brennstoff in Übereinstimmung
mit dem Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
eingespritzt wird, wie vorstehend erwähnt, verbrennt der flüssige Brennstoff, bevor
er das Öl
von den inneren Wänden
der Zylinder wegwischt, und dementsprechend werden die vorstehend
erwähnten
Nachteile, die auf den Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
zurückzuführen sind,
nie verursacht.
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Zweitens
wird, wenn die Entscheidung in Schritt S82 JA lautet und somit der
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus unbestimmt verbleibt, im nachfolgenden
Schritt S83 bestimmt, ob die Kühlwasser-Temperatur
TWT höher
als eine vorbestimmte Temperatur f(TAIR) ist oder nicht, die unter
Verwendung der Einlaßluft-Temperatur TAIR als
ein Parameter bestimmt wird. Die vorbestimmte Temperatur f(TAIR)
wird beispielsweise wie folgt gesetzt:
f(TAIR) = TWTL (z.B.
70°C), wenn
TAIR > 20°C;
f(TAIR)
= TWTH (z.B. 77°C),
wenn TAIR < 0°C.
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Wenn
die Entscheidung in Schritt S83 NEIN lautet, d.h., wenn die Kühlwasser-Temperatur
TWT des Motors 1 geringer als die vorbestimmte Temperatur
f (TAIR) ist, wird der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
in Schritt S801 verhindert, so daß Brennstoff in Übereinstimmung
mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus (Vorwärts-Steuerung)
eingespritzt wird. Wenn nämlich
die Entscheidung in Schritt S83 NEIN lautet, bedeutet dies, daß sich der Motor 1 in
einem zweiten Übergangs-Abkühlzustand befindet.
Selbst im zweiten Übergangs-Abkühlzustand
kann während
des Ansaugtaktes des Motors 1 zu dem Zeitpunkt eingespritzter
Brennstoff ausreichend mit Frischluft gemischt werden, wenn der nachfolgende
Kompressionstakt stattfindet, wodurch solchermaßen eine zufriedenstellende
Verbrennung des Brennstoffes gewährleistet
wird. Als ein Ergebnis erhöht
sich die Kühlwasser-Temperatur TWT des
Motors 1 rasch, wodurch das Heizsystem des Kraftfahrzeuges,
das Kühlwasser
des Motors 1 verwendet, wirksam arbeiten kann. Da sich
die Temperatur des Abgases ebenfalls erhöht, können der O2-Sensor und
der Katalysator frühzeitig
aktiviert werden. Des weiteren wird die für den Aufwärmvorgang des Motors 1 benötigte Zeit
keineswegs verlängert.
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Die
vorbestimmte Temperatur f(TAIR) wird in Übereinstimung mit der Einlaßluft-Temperatur
TAIR auf verschiedene Temperaturen, d.h. TWTL oder TWTH gesetzt;
selbst wenn die Kühlwasser-Temperatur
TWT niedrig ist, wird deshalb verhindert, daß Schritt S801 ausgeführt wird,
sofern die Einlaßluft-Temperatur TAIR ziemlich
hoch ist, wodurch ermöglicht
wird, daß der
Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Magersteuerung) als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus ausgewählt wird.
Obwohl Brennstoff während
des Kompressionstaktes eingespritzt wird, kann er in diesem Falle
genügend
zerstäuben, da
die Einlaßluft-Temperatur TAIR ziemlich
hoch ist.
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Drittens
wird, wenn die Entscheidung in Schritt S83 JA lautet und somit der
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus weiterhin unbestimmt bleibt, bestimmt,
ob im nachfolgenden Schritt S84 die Schmieröl-Temperatur des Wechselschaltgetriebes 66,
d.h. die Öltemperatur
TTM, in den durch den nachstehenden Ausdruck angezeigten Bereich
fällt oder
nicht.
TTML (z.B. 5°C) < TTM < TTMH (z.B. 40°C)
-
Wenn
die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, d.h., wenn die Öltemperatur
TTM in den obigen Bereich fällt
und sich somit das Wechselschaltgetriebe 66 in einem Kaltzustand
befindet, anders ausgedrückt,
wenn die Viskosität
des Schmieröls
des Getriebes ziemlich gering ist, wird in Schritt S85 bestimmt,
ob ein Schaltsignal SWID vom Leerlauf-Schalter 29 an ist
oder nicht. Wenn die Entscheidung in diesem Schritt ebenfalls JA
lautet, d.h., wenn sich der Motor 1 im Leerlauf befindet,
wird Schritt S801 ausgeführt,
wodurch die Spätstadium-Einspritzung
von Brennstoff verhindert wird und Brennstoff in Übereinstimmung
mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
(stoichiometrische Rückwärts- oder
Vorwärts-Steuerung)
eingespritzt wird.
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Wenn
der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
ausgewählt
wird, ist die Schwankung der Ausgabedrehmoments des Motors 1 im
Vergleich zu dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
ziemlich hoch, und eine derartige Schwankung des Ausgabedrehmoments
ist während
des Leerlauf-Betriebes
des Motors 1 am höchsten.
Daher wird eine Torsionsfeder mit einer wie vorstehend erwähnten Zweistufen-Torsionskennlinie
für die
Kupplung 71 verwendet, die den Motor 1 mit dem
Wechselschaltgetriebe 66 verbindet, und die Erststufen-Federkonstante wird
auf einen ziemlich geringen Wert gesetzt. Wenn die Schmieröl-Temperatur
während
des Leerlaufes des Motor 1 geringer als TTMH ist, ist die
Viskosität
des Schmieröls
so groß,
daß der
Torsionswinkel über
den Bereich in der Erststufen-Federkonstante
der Torsionsfeder zum Bereich in der Zweistufen-Federkonstante ansteigt. In solch einem
Falle wird die Schwankung der Drehzahl des Motors 1 zum
Inneren des Wechselschaltgetriebes 66 übertragen, wobei sie mit dem
Ergebnis verstärkt
wird, daß das
Wechselschaltgetriebe 66 rattert. Wenn andererseits die
Schmieröl-Temperatur sogar
geringer als TTML ist, rattert das Wechselschaltgetriebe 66 darin;
da jedoch die Viskosität
des Schmieröls
um den ratternden Teil ebenfalls erhöht wird, kann die Erzeugung
des Ratterns durch das Schmieröl
selbst verhindert werden.
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In
dieser Hinsicht wird verhindert, daß der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus als Brennstoff-Einspritz-Modus
ausgewählt wird,
wie vorstehend erwähnt,
wenn sich das Wechselschaltgetriebe 66 in einem Kaltzustand
befindet und gleichzeitig der Motor 1 im Leerlauf ist,
und Brennstoff wird in Übereinstimmung
mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
eingespritzt, wodurch Schwankungen des Ausgabedrehmoments des Motors 1 verringert
werden können,
wobei ermöglicht
wird, das Rattern des Wechselschaltgetriebes 66 zu verringern.
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Wenn
die Öltemperatur
TTM außerhalb
des vorstehend erwähnten
Bereiches liegt, insbesondere in einer Lage, in der die Öltemperatur
TTM höher oder
gleich TTMH ist und die einzelnen Teile im Wechselschaltgetriebe 66 ausreichend
mit dem Schmieröl
versorgt werden, wird die Schwankung der Drehzahl des Motors 1 während des
Leerlaufes im Erststufenabschnitt der Federkonstante der Torsionsfeder
absorbiert, so daß kein
Rattern vom Wechselschaltgetriebe 66 erzeugt wird. Der
Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
kann daher in einer derartigen Lage als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
gewählt werden.
Obwohl die Auswahl des Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
gestattet wird, wenn die Öltemperatur
TTM geringer oder gleich TTML ist, kann sie verhindert werden, da
die Bedingung, wonach das Wechselschaltgetriebe 66 rattern
kann, erfüllt
ist.
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Viertens
wird, wenn die Entscheidung entweder in Schritt S84 oder S85 NEIN
ist und somit der Brennstoff-Einspritz-Steuermodus weiterhin unbestimmt bleibt,
in Schritt S86 bestimmt, ob der Wert des Startflags FST gleich „1" ist oder nicht.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, d.h., wenn der
Fahrer das Fahrzeug nach dem Leerlauf-Betrieb des Motors 1 starten
wird, wird Schritt S801 ausgeführt.
Die Spätstadium-Einspritzung
von Brennstoff wird nämlich
beim Starten des Fahrzeuges verhindert und in Übereinstimmung mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
(stoichiometrische Rückkopplungs-Steuerung
oder Vorwärts-Steuerung)
wird Brennstoff eingespritzt. In diesem Falle wird das Luftumgehungs-Ventil 27 unverändert gelassen,
während
die Öffnung
des EGR-Ventils 45 auf einen vom Steuermodus bestimmten
Wert geregelt wird. Dementsprechend wird den Zylindern sowohl Einlaßluft als
auch Brennstoff ausreichend zugeführt, so daß die Ausgabe des Motors 1 sofort
zunimmt, wodurch ermöglicht
wird, das Fahrzeug sanft zu starten. Auch in diesem Falle wird das
Abgas des Motors 1 durch den Dreiwege-Katalysator in der
Abgasreinigungsvorrichtung 42 wirksam gereinigt.
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Fünftens wird,
wenn die Entscheidung in Schritt S86 NEIN lautet und somit der Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
weiterhin unbestimmt bleibt, dann im nachfolgenden Schritt S87 bestimmt,
ob der Wert des Rückwärts-Zeitgebers
tAR gleich „0" ist oder nicht.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt NEIN lautet, d.h., wenn
der Rückwärts-Zeitgeber tAR in
Betrieb ist, bedeutet dies, daß das
Fahrzeug, das sich in einem Zustand befindet, das nicht der Verlangsamung
entspricht, dabei ist, beschleunigt zu werden, wie aus der obigen
Beschreibung der Beschleunigungs-Reaktions-Steuerroutine hervorgeht. In
solch einem Falle wird Schritt S801 wiederholt ausgeführt, bis
der Wert des Rückwärts-Zeitgebers
tAR „0" wird; als Ergebnis
wird die Spätstadium-Einspritzung
des Brennstoffes verhindert und Brennstoff wird in Übereinstimmung
mit dem Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
eingespritzt.
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Sechstens
wird, wenn die Entscheidung in Schritt S87 JA lautet und somit der
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus noch unbestimmt bleibt, in Schritt
S88 bestimmt, ob der Wert des Rückwärts-Zeitgebers
tCR gleich „0" ist oder nicht.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, d.h., wenn der
Rückwärts-Zeitgeber
tCR in Betrieb ist, bedeutet dies, daß der Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches
liegt, vorausgesetzt, daß der
Rückwärts-Zeitgeber
tDS nicht in Betrieb ist, wie aus der oben erwähnten Beschreibung der Steuerroutine
für die
Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung und der Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine ersichtlich
ist. In einer derartigen Lage wird Schritt S802 durchgeführt, so
daß Brennstoff
zwangsläufig
in Übereinstimmung
mit dem Spätstadium-Einspritz-Steuermodus eingespritzt
wird. Da während
des Betriebes des Rückwärts-Zeitgebers tDS Brennstoff
zwangsläufig in Übereinstimmung
mit dem Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
eingespritzt wird, erhöht
sich die Ausgabe des Motors 1 nicht plötzlich, wodurch das Rollen
des Motors 1, d.h. das Vibrieren der Fahrzeukarosserie, unterdrückt werden
kann.
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Siebtens
wird, wenn die Entscheidung in Schritt S88 JA lautet und somit der
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus weiterhin unbestimmt bleibt, im nachfolgenden
Schritt S89 bestimmt, ob der Wert des Rückwärts-Zeitgebers tAS gleich „0" ist oder nicht und
gleichzeitig der Wert des Rückwärts-Zeitgebers tDS „0" ist oder nicht,
d.h. ob einer der Rückwärts-Zeitgeber
tAS und tDS in Betrieb ist oder nicht. Wenn die Entscheidung in
diesem Schritt NEIN lautet, bedeutet dies, daß das Fahrzeug nach einem Verlangsamungs-Zustand
beschleunigen wird oder daß das
Fahrzeug nach einem Konstant-Geschwindigkeits-Fahrtzustand oder
Beschleunigungs-Zustand verlangsamen wird, wie aus der vorstehenden Beschreibung
der Beschleunigungs-Stoß-Steuerroutine
und der Verlangsamungs-Stoß-Steuerroutine
zu entnehmen ist. Da in einer solchen Lage Schritt S802 wiederholt
ausgeführt
wird, wird Brennstoff zwangsläufig
in Übereinstimmung
mit dem Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(Magersteuerung) eingespritzt. Folglich verändert sich die Ausgabe des
Motors 1 nicht plötzlich
und bleibt unabhängig
von der Betätigung
des Fahrpedals durch den Fahrer stabil, d.h. unabhängig von
der Einlaßluftmenge,
wodurch ermöglicht
wird, den Beschleunigungs- oder Verlangsamungs-Stoß des Fahrzeuges
zu verringern, und wodurch eine maßvolle Beschleunigung oder
Verlangsamung des Fahrzeuges gestattet wird.
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Achtens
wird, wenn die Entscheidung in Schritt S89 JA lautet, Schritt S803
ausgeführt,
wobei der Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
in Übereinstimmung
mit der vorher erwähnten
Tabelle der 5 bestimmt wird.
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Wie
vorstehend erläutert
werden das Rauchflag FSM, die Kühlwasser-Temperatur
TWT, die Öltemperatur
TTM des Wechselschaltgetriebes 66, das Startflag FST, der
Rückwärts-Zeitgeber tAR zur
Beschleunigungs-Reaktion, der Rückwärts-Zeitgeber tCR für die Erholung
von der Brennstoff-Unterbrechung und die Rückwärts-Zeitgeber tAS und tDS für die jeweilige
Steuerung des Beschleunigungs- und Verlangsamungs-Stoßes in der
erwähnten
Reihenfolge auf ihre Werte hin überprüft, wenn
der Brennstoff-Steuermodus in Übereinstimmung
mit der Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine
bestimmt wird, und auf der Grundlage der Ergebnisse wird ein Brennstoff-Einspritz-Steuermodus vorzugsweise
bestimmt. Dementsprechend wird der Brennstoff-Einspritz-Modus unter
Berücksichtigung
von Faktoren bestimmt, die das Starten des Motors 1, eine
ausreichende Bremskraft, eine Rauchverringerung, eine schnelle Beendigung
des Aufwärmens,
eine Verringerung des Ratterns des Wechselschaltgetriebes 66, eine
Sanftheit des Fahrzeugstartes, eine Beschleunigungs-Reaktion, eine
Reaktion der Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung und eine
Verringerung des Beschleunigungs- oder Verlangsamungs-Stoßes in dieser
Reihenfolge von Prioritäten
umfassen. Der Startleistung des Motors 1, der Bremsleistung
und der Fahrzeugstartleistung wird nämlich eine höhere Priorität gegeben
als der Beschleunigungs- oder
Verlangsamungs-Stoß-Verringerungs-Leistung
während
der Fahrt des Fahrzeuges, wodurch die Steuerbarkeit des Fahrzeuges
weiterhin verbessert werden kann.
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Einspritz-Beendigungszeit-Steuerroutine
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Wie
in 15 gezeigt werden in der Einspritz-Beendigungszeit-Steuerroutine in
den Schritten S90, S91 und S92 nacheinander Bestimmungen durchgeführt, und
die Bestimmungen in den Schritten S90, S91 und S92 sind jeweils
mit Schritt S2 (7) der Hauptroutine und den
Schritten S110 und S111 (13) der
Rauch-Steuerroutine identisch. Daher wird die Beschreibung dieser
Schritte S90, S91 und S92 unterlassen.
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Wenn
die Entscheidungen in den Schritten S90, S91 und S92 JA lauten – d.h. in
einer Lage, in der sich der Motor 1 im Kaltzustand befindet,
die Motorlast gering und gleichzeitig die Motordrehzahl NE ziemlich
hoch ist – wird
in Schritt S93 eine Brennstoff-Einspritz-Beendigungszeit INJE auf
eine Zeit vor dem oberen Totpunkt (TDC) des Kolbens 7,
beispielsweise 120° (BTDC),
gesetzt. Da in diesem Falle „0" als Rauchflag FSM
gesetzt worden ist, wird der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
(z.B. Kaltzustand-/Niederlast-Steuerung) zwangsläufig als Brennstoff-Einspritz-Modus gewählt wie
aus der vorstehenden Beschreibung der Rauch-Steuerroutine und der
Einspritz-Steuermodus-Entscheidungsroutine hervorgeht. Durch das
Setzen der Brennstoff-Einspritz-Beendigungszeit
INJE auf 120° BTDC
in einer derartigen Lage, schreitet die Zerstäubung des Brennstoffes in ausreichendem
Maße fort,
selbst wenn die Menge des eingespritzten Brennstoffes ziemlich groß ist, womit
eine zufriedenstellende Verbrennung des Brennstoffes gewährleistet
wird. Folglich kann die Einspritzung des Brennstoffes im Anfangsstadium
des Kompressionstaktes beendet werden, wodurch Rauch im Abgas auch
aufgrund der Funktion der vorstehend erwähnten Rauch-Steuerroutine wesentlich
verringert werden kann.
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Wenn
andererseits die Entscheidung in Schritt S90 NEIN lautet, wird in
Schritt S94 bestimmt, ob die Kühlwasser-Temperatur TWT höher als
die vorbestimmte Temperatur TWTH (z.B. 80°C) ist oder nicht. Wenn die
Entscheidung in diesem Schritt NEIN lautet, bedeutet dies, daß sich der
Motor 1 gegenwärtig
im Aufwärmungsbetrieb
befindet, wobei in diesem Falle die Brennstoff-Einspritz-Beendigungszeit
INJE auf eine Zeit gesetzt wird, die in Übereinstimmung mit dem Betriebssteuerbereich
in den Bereich von 300° bis
180° TDC
(siehe Tabelle der 5) des Motors 1 fällt, der
auf der Grundlage des mittleren Soll-Nutzdruckes PE und der Motordrehzahl
NE bestimmt wird. Während
sich nämlich
der Motor 1 bei einer Temperatur aufwärmt, die größer oder gleich der vorbestimmten
Temperatur ist, ergeben sich im Gegensatz zum Falle, in dem der
Motor 1 in einem kalten Niederlastzustand ist. keine Probleme
wie beispielsweise Raucherzeugung; daher wird der Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
ausgewählt,
wie vorstehend erwähnt,
um das Aufwärmen
des Motors zu beschleunigen und die Stabilität der Verbrennung zu gewährleisten.
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Auch
wenn die Entscheidung in Schritt S91 oder S92 NEIN lautet, d.h.,
wenn sich der Motor in einem Kaltzustand befindet, jedoch ein Einlaßluft-Unterdruck
PIN ziemlich hoch ist oder die Motordrehzahl NE ziemlich niedrig
ist, wird Schritt S95 ausgeführt und
der Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
ausgewählt. Wenn
der Frühstadium-Einspritz-Steuermodus
ausgewählt
wird, nimmt die Menge der in den Zylinder durch die Zwischenräume der
Kolbenringe eingesaugten Gasblasen ab, da der Einlaßluft-Unterdruck des
Motors 1 hoch ist, so daß die Gasblasen keinen Rauch
erzeugen können.
In einem Betriebsbereich des Motors 1 mit niedriger Drehzahl neigt
die Verbrennung des Brennstoffes weiterhin zu einer Verschlechterung,
wenn der Motor in einem Kaltzustand ist; deshalb wird der Frühstadium-Einspritz-Steuermodus,
der in Bezug auf die Bildung der Mischung vorteilhaft ist, ausgewählt.
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Wenn
die Entscheidung in Schritt S94 JA ist, d.h., wenn das Aufwärmen des
Motors 1 beendet ist, wird im nachfolgenden Schritt S96
bestimmt, ob der gegenwärtige
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus
der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
ist und ob gleichzeitig die gegenwärtige Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung die Magersteuerung
ist oder nicht. Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, ist
der Motor 1 dann nach Beendigung des Aufwärmens im
Leerlauf und deshalb wird die Brennstoff-Einspritz-Beendigungszeit
INJE beispielsweise auf 60° BTDC
gesetzt. Obwohl die Einspritz-Beendigungszeit INJE auf das letzte
Stadium des Kompressionstaktes gesetzt wird, ist in diesem Falle
das Aufwärmen
des Motors 1 bereits beendet und die Menge des in den Zylindern
eingespritzten Brennstoffes gering; folglich zerstäubt und
brennt der Brennstoff auf zufriedenstellende Art und Weise und die
Rauchmenge im Abgas wird nicht erhöht.
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Diese
Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform
beschränkt
und kann in vielerlei Hinsicht verändert werden. 16 zeigt
beispielsweise eine Veränderung
der Routine zur Steuerung der Erholung von der Brennstoff-Unterbrechung. In
der Erholungs-Steuerungsroutine gemäß dieser Veränderung
wird eine Zahl n (n ist eine ganze Zahl) vom Takt des Motors 1 in
Schritt S74 gelesen, wenn die Entscheidung im vorher erwähnten Schritt S70
JA lautet. Insbesondere wird die Anzahl n der Takte auf der Grundlage
der Motordrehzahl NE aus der Tabelle der 17 gelesen.
Wie aus der Tabelle der 17 ersichtlich,
besitzt die Anzahl n der Takte eine derartige Eigenschaft, daß sie mit
der Zunahme der Motordrehzahl NE einen größeren Wert annimmt.
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Dann
wird in Schritt S71 „1" als Erholungsflag
FCR gesetzt. Solange nämlich
der Brennstoff-Einspritz-Steuermodus im Brennstoff-Unterbrechungs-Bereich
bleibt und gleichzeitig der Wert des Rückwärts-Zeitgebers tDS auf „0" gehalten wird, wird die
Anzahl n der Takte wiederholt aus der Tabelle der 17 gelesen
und der Wert des Erholungsflags FCR auf „1" gehalten.
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Wenn
andererseits die Entscheidung in Schritt S70 NEIN lautet, wird in
Schritt S72 bestimmt, ob der Wert des Erholungsflags FCR gleich „1" ist oder nicht.
Wenn die Entscheidung in diesem Schritt JA lautet, d.h., wenn der
Brennstoff-Einspritz-Steuermodus außerhalb des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches
liegt, wird im nachfolgenden Schritt S75 bestimmt, ob die Anzahl
n der Takte gleich „0" ist oder nicht.
Da zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung in Schritt S75 NEIN wird,
wird die Anzahl n der Takte um „1" verringert (Schritt S76). Im nächsten Schritt
S77 wird bestimmt, ob die Brennstoff-Einspritzmenge Qf größer als
ein Kriteriumwert Qα ist
oder nicht. Die Brennstoff-Einspritzmenge Qf wird in Übereinstimmung
mit der Luft-Brennstoff-Verhältnis-Steuerung
für den
aus der Tabelle der 5 ausgewählten Steuerbereich bestimmt.
Der Kriteriumswert Qα zeigt
eine Brennstoff-Einspritzmenge zur
Erhaltung des mittleren Luft-Brennstoff-Verhältnisses
in den Zylindern bei einem hohen Luft-Brennstoff-Verhältnis
(z.B. 20) in Bezug auf das stoichiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis und
wird auf der Grundlage des mittleren Soll-Nutzdrucks PE und der Motordrehzahl
NE bestimmt.
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Wenn
die Entscheidung in Schritt S77 NEIN lautet, wird die Brennstoff-Einspritzmenge
Qf unverändert
erhalten; wenn andererseits die Entscheidung JA lautet, wird die
Brennstoff-Einspritzmenge
Qf durch den Kriteriumswert Qα (Schritt
S78) ersetzt, und „1" wird als Erholungsstartflag
FCRS in Schritt S701 gesetzt.
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Wenn
die Entscheidung in Schritt S75 nach wiederholter Ausführung des
Schrittes S76 JA wird, werden sowohl das Erholungsflag FCR als auch
das Erholungsstartflag FCRS in Schritt S79 auf „0" gesetzt. Als Ergebnis wird in den nachfolgenden
Steuerzyklen die Entscheidung in Schritt S72 NEIN und folglich Schritt
S75 und die nachfolgenden Schritte übersprungen.
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In
dem Falle, daß anstatt
der Erholungs-Steuerroutine der 12 die
vorstehend erwähnte
Erholungs-Steuerroutine der 16 ausgeführt wird,
wird Schritt S88 der Entscheidungs-Routine der 14 durch
die Schritte S804 und S805 der 18 ersetzt.
Zunächst
wird in den Schritten S804. und S805 nacheinander bestimmt, ob der
Wert des Erholungsstartflags FCRS jeweils gleich „1" ist oder nicht und
ob die Anzahl n der Takte gleich „0" ist oder nicht. Wenn die Entscheidung
in Schritt S804 JA ist und gleichzeitig die Entscheidung in Schritt
S805 NEIN ist, bedeutet dies, daß der Steuerbereich des Motors 1 außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches liegt. In einer solchen
Lage wird der vorstehend erwähnte
Schritt S802 wiederholt ausgeführt
und somit der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
solange zwangsläufig
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus gesetzt, bis die Anzahl n der
Takte „0" wird.
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Auch
in dem Falle der oben erwähnten
Erholungs-Steuerroutine und der Entscheidungs-Routine gemäß der Veränderung
wird folglich, wenn der Steuerbereich des Motors 1 außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches liegt, der Spätstadium-Einspritz-Steuermodus
zwangsläufig
als Brennstoff-Einspritz-Modus solange gesetzt, bis die Anzahl n
der Takte „0" wird. Dementsprechend
erhöht
sich die Ausgabe des Motors 1 nie plötzlich, wodurch der Beschleunigungs-Stoß des Fahrzeuges
und das Vibrieren der Fahrzeukarosserie vermindert werden kann. Selbst
in einer Lage, in der das Fahrpedal stark gedrückt wird und der Steuerbereich
des Motors 1 außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches liegt,
so daß der
Frühstadium-Einspritz-Steuermodus (stoichiometrische
Rückkopplungs-Steuerung
oder Vorwärts-Steuerung)
als Brennstoff-Einspritz-Steuermodus gewählt wird, wodurch sich die
Möglichkeit
ergibt, daß die
Brennstoff-Einspritzmenge plötzlich
zunimmt, ist ferner die Brennstoff-Einspritzmenge Qf auf den Kriteriumswert
Qα beschränkt, wodurch
die Ausgabe des Motors 1 nie plötzlich ansteigt.
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Des
weiteren wird die Anzahl n der Takte auf einen größeren Wert
gesetzt, wobei sich die Motordrehzahl NE erhöht; wenn der Steuerbereich
des Motors 1 außerhalb
des Brennstoff-Unterbrechungs-Bereiches liegt, während die Motordrehzahl NE
hoch ist, wird daher die Anzahl n der Steuerzyklen in Übereinstimmung
mit diesem großen
Wert gesetzt.
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In
einem derartigen Fall wird die wesentliche Ausführungszeit der Erholungs-Steuerroutine
verlängert,
wodurch ermöglicht
wird, die Schwankungen des Ausgabedrehmoments des Motors 1 zu
unterdrücken.
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Unter
Bezugnahme auf die 19 werden durch die durchgezogene
Linie die Ergebnisse der Messung der Motordrehzahl NE, des Rollens
des Motors und des Motorausgabe-Drehmoments TE aufgezeigt, wenn
sich der Steuerbereich des Motors 1 von dem Brennstoff-Unterbrechungs-Bereich
erholt, wobei die Drosselklappen-Öffnung θTH auf eine weite oder volle Öffnung gesetzt
ist. In 19 zeigen die unterbrochenen
Linien den Fall an, in dem die Erholungs-Steuerroutine und die Schritte
S804 und S805 der Entscheidungs-Routine nicht ausgeführt werden.
Wie aus 19 klar ersichtlich ist, erfolgt
im Falle, daß die
Erholungs-Steuerroutine und die Schritte S804 und S805 der Entscheidungs-Routine ausgeführt werden,
keine starke Schwankung des Ausgabedrehmoments TE des Motors 1,
und das Rollen RE des Motors 1 wird stark verringert, wenn es
mit den Meßergebnissen,
die durch die unterbrochene Linie angezeigt werden, verglichen wird.
In diesem Falle verändert
sich ferner die Motordrehzahl NE kaum.
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Diese
Erfindung ist nicht auf die vorstehende Ausführungsform beschränkt und
kann verschiedenartig verändert
werden. Beispielsweise ist diese Erfindung nicht nur auf Vierreihenzylinder-Motoren
anwendbar, sondern auch auf verschiedenartige Zylinder-Einspritzmotoren,
die eine unterschiedliche Anzahl von Zylindern oder eine unterschiedliche
Anordnung von Zylindern haben, wie beispielsweise Einzelzylinder-Motoren
oder V-Typ-Sechszylindermotoren. Ebenfalls ist der zu verwendende
Brennstoff nicht auf Benzin beschränkt und kann auch Methanol sein.
Um den Fahrzeugstart zu erfassen, kann die Drosselklappen-Öffnungs-Geschwindigkeit ΔθTH anstelle
der Drosselklappen-Öffnung θTH verwendet werden,
und um den Leerlauf-Betrieb des Motors 1 zu erfassen, kann
das Ausgabesignal des Leerlauf-Schalters 30 verwendet werden.
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Ein
Verstärkungs-Sensor
zur Erfassung des Einlaßluftdruckes
in dem Druckausgleichsbehälter kann
anstelle des Luftfluß-Sensors 64 verwendet werden,
und ein einziges Luftumgehungs- Ventil
kann anstelle der Luftumgehungs-Ventile 24 und 27 verwendet
werden. Im Falle, daß das
Drosselklappen-Ventil durch einen Motor betätigt wird, kann ebenfalls die Öffnung des
Drosselklappen-Ventils derart gesteuert werden, daß das Drosselklappen-Ventil
selbst als das Luftumgehungs-Ventil wirkt. In diesem Falle wird
anstelle des Drosselklappen-Öffnungs-Sensors ein Sensor
zur Erfassung des Betätigungsgrads
des Fahrpedals verwendet.
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Obwohl
in der Erholungs-Steuerroutine der 16 die
Anzahl n der Takte anstelle eines Rückwärts-Zeitgebers verwendet wird,
kann sie auch in anderen Steuerroutinen anstelle der Rückwärts-Zeitgeber
verwendet werden. Auch die Anfangswerte, die in den Rückwärts-Zeitgebern
der einzelnen Steuerroutinen gesetzt werden, können in Übereinstimmung mit der Motordrehzahl
NE verändert
werden.
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Ferner
werden die verschiedenen vorbestimmten oben erwähnten Werte in Übereinstimmung mit
den Anforderungen des gesamten Systems einschließlich des Motors entsprechend
gesetzt und somit sind sie nicht auf die bestimmten Werte, die oben nur
beispielhaft angegeben sind, beschränkt.