DE19927840A1 - Dachkonstruktion - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion für Schrägdächer, die aus Dachsparren und/oder Dachgebinden besteht, über denen Dachlatten, eine Dachverschalung bzw. eine Dachdeckung angeordnet sind. Zwischen den Dachsparren (13) und/oder den Dachgebinden sind mindestens zwei Aufschiebeleisten (10) befestigt, auf die Formstücke, aus expandiertem Kunststoff gefertigt, aufgeschoben sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion für Schrägdächer, die aus
Dachsparren und/oder Dachgebinden besteht, über denen Dachlatten, eine
Dachschalung bzw. Dachdeckung angeordnet sind bzw. ist.
Im tschechischen Gebrauchsmuster Nr. 2561 wird eine Schaumstoffschindel für
die Wärmeisolierung von Bodenräumen beschrieben, wobei der untere Teil der
Schaumstoffschindel als Auflagefläche ausgebildet ist, die an einer Seite mit
einer Zinke abgeschlossen ist und an der anderen Seite in eine Überlappungs
fläche übergeht. An den oberen Teil der Zinke schließen sich ein Sattel und eine
Dachlatte an, wobei die Traufe die Zinke überdeckt.
Diese Schaumstoffschindel zeichnet sich durch sehr gute Wärmeisolierungs
eigenschaften aus. Ihr Nachteil ist die Lagerungsart, die bei der Schindel
montage das Entfernen der Dachdeckung erforderlich macht und keine
Änderung der Sichtunterseite der Schindeln ermöglicht.
Im tschechischen Erfinderschein Nr. 271 196 wird ein Dachisolierungsbauteil
angegeben, das aus einer Wärmeisolierungsplatte aus Kunststoffschaum, z. B.
Polystyrol oder Polyurethan, und einer Wasserisolierungsschicht in Form eines
Asphaltstreifens besteht. Dabei ist die Kunststoffplatte auf der der
Wasserisolierungsschicht zu gewandten Seite mit rasterartig gestalteten Nuten
zur gemeinsamen Dehnung dieser beiden unterschiedlichen Materialien
versehen.
Dieses Dachisolierungsbauteil ist für die Wasser- und Wärmeisolierung von
Flachdächern geeignet, da es eine Ablösung der einzelnen Schichten bei Tem
peraturänderungen verhindert. Ein Nachteil dieses Bauteils besteht darin, daß es
nicht für Schrägdächer verwendet werden kann, da es für die Verwendung bei
Schrägdächern mit einer darüberliegenden Ummantelung oder Dachdecke
versehen werden muß.
In der veröffentlichten tschechischen Patentanmeldung PV 627-97 wird eine
Dachkonstruktion für Schrägdächer beschrieben, die mit Dachdeckungsplatten
mit Sparrenwerk bedeckt ist. Die Wärmeisolierung ist so gelöst, daß zwischen
den Dachsparren und/oder dem Dachgebinde Mineralwatte eingelegt wird, die
zwischen der Trägerverzimmerung und einer Isolierungsfolie angeordnet ist.
Da die Isolierung aus versteifter Mineralwatte hergestellt wird, ergibt sich der
große Vorteil der Feuerbeständigkeit dieser Isolierung. Ein Nachteil dieser
Bedachungsanordnung besteht darin, daß aufgrund des verwendeten Materials
eine aufwendige Dachkonstruktion gebildet werden muß, die die Mineralwatte
im Dach fixiert. Die Mineralwatte ist kein Konstruktionselement, hat außerdem
ein großes Wasseraufnahmevermögen und muß daher beidseitig in wasserdichte
Folien gebettet werden, um vor Feuchtigkeit und Dampf geschützt zu sein.
Außerdem ist die Verlegung einer wasserdichten, kaschierten Schicht zwischen
Dachdeckung und Wärmeisolierungsschicht erforderlich. Ein weiterer Nachteil
ist die anspruchsvolle Montage der Wärmeisolierungsschicht bei einer
zusätzlichen Wärmeisolierung des Daches, weil die Dachdeckung dann entfernt
werden muß. Bei einer Beschädigung der kaschierten Schicht und der
Dampfisolierungsschicht kann die der Isolierung dienende Mineralwatte
Kondensat oder Wasser ansaugen. Die verwendete Dachkonstruktion ermöglicht
keine direkte Umgestaltung der zugehörigen Sichtunterseite.
Die üblichen Wärmeisolierungsmaterialien machen die Verwendung von
Dampfsperren erforderlich, die zumeist aus kaschierten Kunststoffolien
angefertigt sind und zwischen die Dachdeckung und die Wärmeisolierung gelegt
werden. Im Fall einer Beschädigung dieser Folie kann die
Wärmeisolierungsschicht ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.
Die genannten Nachteile werden bei einer Dachkonstruktion gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch beseitigt oder zumindest wesentlich
eingeschränkt, daß zwischen den Dachsparren und/oder den Dachgebinden
mindestens zwei Aufschiebeleisten in Dachneigungsrichtung befestigt sind, auf
die Formstücke aufgeschoben sind, die aus expandiertem Kunststoff gefertigt
sind.
Das Formstück ist mit Vorteil mit mindestens zwei Stecknuten in seinen
Seitenflächen versehen, die eine einfache Montage in vorgesehener Lage der
Formstücke gewährleistet, was besonders vorteilhaft bei neuen Dach
konstruktionen zum Tragen kommt.
Der Hauptvorteil der Dachkonstruktion gemäß der Erfindung besteht darin, daß
neben einer einfachen Montage, der Verwendung von nicht anspruchsvollen,
üblichen Materialien und verhältnismäßig geringen Kosten eine ausgezeichnete
Wärmeisolierung erreicht wird. Bei Innenbauänderungen unter dem Dach
entfallen zusätzliche Unterbaukonstruktionen. Bei einer zusätzlichen Wärme
isolierung von Dächern oder bei einem Dachraumausbau kann diese
Dachkonstruktion unter dem Dach ohne dessen Demontage verwirklicht
werden. Die entlasteten Formstücke aus Kunststoffschaum erfüllen sowohl die
Funktion der Wärmeisolierung als auch die des Dachkonstruktionselements.
Eine alternative Dachkonstruktion für schräge Dächer, die Dachsparren und/oder
Balken mit Dachleisten aufweisen, sieht vor, dass zwischen den Dachsparren
und/oder Balken sich in Längsrichtung mindestens zwei Anschlagleisten
erstrecken, denen zwischen den Dachsparren und/oder Balken Formstücke aus
expandierendem Plast zugeordnet sind.
Hauptvorteil dieser alternativen Lösung der Dachkonstruktion besteht darin,
dass sie bei alten oder zu renovierenden Gebäuden überall dort eingesetzt
werden kann, wo die Parallelität der Dachsparren und/oder der Balken nicht
eingehalten ist, oder deren Maße unterschiedlich sind. Bei Dachmontage kann
sodann in einfacher Weise, z. B. durch Schneiden, das Maß, z. B. die Breite des
Formstücks, gewählt werden, und zwar direkt vor Ort. Darüberhinaus wird die
Herstellung des Formstücks vereinfacht, und zwar dort, wo die Herstellung der
Aufschiebenuten sowie die Verwendung von Aufschiebeleisten entbehrlich ist.
Anschlagleisten stellen den Anschlag, Verbindung, Stütze und Distanzmittel für
Formstücke der Dachkonstruktion dar, die zwischen Dachsparren und/oder
Balken befestigt sind.
Für beide Lösungen der Dachkonstruktionen gelten Vorteile, wie sie sich aus
den abhängigen Ansprüchen ergeben. Die Dicke des Formstücks ist kleiner als
die Höhe der Dachsparren und/oder Balken, da die unterschiedliche Höhe der
Formstücke, der Dachsparren und/oder der Balken einen Lüftungsspalt
herstellen, so daß die Notwendigkeit der Verwendung von Dampfsperren
entfällt.
Das Formstück kann in der Lichtunterseite mit mindestens einer Fixiernut
versehen sein, die parallel mit Seitenflächen verlaufen, die geschnitten und
geschlitzt sind. Die Fixiernut festigen zusammen mit Fixierleisten das Formstück
in der Dachkonstruktion, sie können gegebenenfalls auch die Untersicht des
Interieurs festhalten.
Wenn das Formstück mit geschlitzten Flächen versehen ist, die parallel und
geschnitten sind, gegebenenfalls als Auflageflächen ausgebildet sind, dann
sollte die Abschrägung der Formstücke in Bezug auf den Dachwinkel so sein,
daß das Durchdringen von Wasser in die Dachkonstruktion verhindert wird.
Solche Verbindungen von Formstücken, die über ihre Schnittflächen aneinander
anschließen, ersetzen umständliche Profile herkömmlicher Konstruktionen und
erleichtern ihre Montage.
Mit Vorteil sind die geschnittenen und geschlitzten Flächen des Formstücks an
ihren Enden und der Sichtunterseite zugekehrt mit Halbnuten versehen, um
Auflageverbindungen von Formstücken zu ermöglichen, so daß durch
Zusammensetzen von Formstücken aus Halbnuten Nuten entstehen, die gleiche
Funktionen wie Fixiernuten aufweisen. So hergestellte Verbindungen von
Formstücken, die über geschnittene und geschlitzte Flächen aneinandergereiht
sind, ersetzen aufwendige Profile herkömmlicher Konstruktionen und erleichtern
die Montage von Dachkonstruktionen.
Ferner ist von Vorteil, wenn die obere Fläche jedes Formstücks mit mindestens
einer Traufe für die Ableitung von Wasser aus den Formstücken in eine Regen
rinne versehen ist, wobei die Traufe der einzelnen Formstücke zusammen
hängen.
Von Vorteil ist auch, wenn die obere Fläche der Traufe des Formstücks mit
einem Anstrich versehen sind, der das Formstück vor einer mechanischen
Beschädigung schützt.
Mit Vorteil sind die Berührungsstellen der Formstücke untereinander und/oder
die Berührungsstellen der Formstücke mit anderen Materialien aus Wasser
isolierungsgründen und zum Ausgleich der eventuell auftretenden
Ungenauigkeiten des Dachsparrenwerks jeweils mit einer Dichtung versehen.
Mit Vorteil ist die Dichtung aus einem Kunststoffschaum gebildet, der bis zum
Einspritzen in die Kittstellen quillt und somit die eventuell auftretenden
Ungleichmäßigkeiten abdichtet.
Ein vorteilhaft geformtes Formstück aus Polystyrolschaum, vorzugsweise aus
extrudiertem Polystyrolschaum, Polyurethanschaum oder anderen Isolier
materialien, wird in die Dachkonstruktion so eingefügt, daß es außen das
Ablaufen von Wasser und Kondensat in die Regenrinne ermöglicht. Diese
Dachkonstruktion ermöglicht ein einfaches Einfügen in jede beliebige
bestehende Dachkonstruktion ohne Spezialbefestigung und -beschlag und im
Bedarfsfall auch eine Demontage, bei der die Abdeckung der Dachdeckung nicht
nötig ist. Die Anordnung der Dachdeckung ermöglicht die Trennung der
einzelnen Materialien für das Recycling der expandierten Kunststoffe.
Die Erfindung wird nun anhand von in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Formstücks gemäß der
Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Formstück der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie B-B in Fig. 2,
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Dachkonstruktion gemäß der
Erfindung und
Fig. 6 einen Querschnitt durch ein Dach gemäß der Erfindung,
Fig. 7 zwei miteinander verbundene Formstücke in perspek
tivischer Ansicht,
Fig. 8 einen Querschnitt durch diese Konstruktion und
Fig. 9 einen Längsschnitt durch diese Konstruktion.
Das Grundelement der Dachkonstruktion gemäß der Erfindung ist ein Formstück
1, das aus expandiertem Kunststoff, beispielsweise aus Polystyrolschaum oder
Polyurethanschaum hergestellt ist. Das Formstück 1 (Fig. 1-4) hat eine
Sichtunterseite 2, zwei senkrechte, gegenüberliegende Seitenflächen 3, zwei
gegenüberliegende, abgeschrägte und zueinander gleichlaufende Auflageflächen
4 und eine Oberseite 5 mit einem Traufe 9. Die Sichtunterseite 2 ist mit einer
Fixiernut 6 und an beiden Enden mit Halbnuten 7 versehen. In den Seiten
flächen 3 sind zwei Aufschiebenuten 8 gebildet. Die Oberseite 5 ist mit einer
Traufe 9 versehen. Die Abmessungen des Formstücks 1 hängen von denen des
Dachsparrens 13 oder des Dachgebindes ab. So ist z. B. für ein Hochmaß des
Dachsparrens 13 von 120 mm ein Formstück 1 mit einer Länge von 700 mm,
einer Breite von 900 mm und einem Hochmaß (Dicke) von 100 mm geeignet;
die Nuttiefe beträgt in der Regel 25 mm.
Jedes Formstück 1 hat auf seiner Oberseite 5 Traufe 9, die so ausgebildet sind,
daß sie zusammenhängen und somit das Abfließen von Wasser oder
Kondensats in eine Regenrinne 20 ermöglichen. Die abgeschrägten Auflage
flächen 4, die an den Kontaktflächen des Formstücks 1 aneinandergrenzen, sind
in Bezug zur Horizontalebene unter einem Winkel von 20° abgeschrägt, wobei
der Dachneigungswinkel in Bezug zur Horizontalebene 40° beträgt. Die
abgeschrägten Auflageflächen 4 benachbarter Formstücke können eventuell
miteinander verbunden werden.
Zu einer Belüftung der Dachkonstruktion kommt es infolge des unterschied
lichen Hochmaßes des Formstücks 1 und des Dachsparrens 13. Dadurch ist für
die Belüftungsluft ein Raum zwischen dem höheren Dachsparren 13 und dem
niedrigeren Formstück 1 gebildet. Die Oberfläche der Traufe 9 des Formstücks
1 ermöglicht infolge des gewählten Materials und der Neigung des Traufs 9
einen Wasserabfluß, wobei die Abflußfunktion durch Auftragen einer Schutz
schicht auf die Oberseite 5 einschließlich der Traufe 9 weiter verbessert werden
kann.
Die Dachkonstruktion gemäß der Erfindung in den Fig. 5 und 6 besteht aus
Formstücken 1, die mit ihren Aufschiebenuten 8 in Aufschiebeleisten 10
eingeschoben sind, welche mittels Fixierleisten 11 in den Fixiernuten 6 befestigt
sind. Die Abdichtung der Formstücke 1 in der Nut 8 gegen die Fixierleiste 11 ist
mittels einer Dichtung 12 aus Polyurethanschaum vorgenommen.
Die Dachkonstruktion der Fig. 5 und 6 gemäß der Erfindung wird so
gebildet, daß zwischen den bestehenden Dachsparren 13 die Aufschiebeleisten
10 befestigt werden, auf die die Formstücke 1 entlang der gesamten Länge der
Dachsparren 13 so aufgeschoben werden, daß die abgeschrägten Auflage
flächen 4 aufeinanderliegen. Nach dem Aufschieben der Formstücke 1 entlang
der gesamten Dachfläche werden die Formstücke 1 in den Fixiernuten 6 mittels
der Fixierleisten 11 befestigt. Die Halbnuten 7 im Formstück 1 bilden nach dem
Auflegen der abgeschrägten Auflageflächen 4 ganze Nuten, in die die
Fixierleisten 11 eingeschoben werden. Die Auflageflächen 4 bilden eine schräge
Überlappungsverbindung der einzelnen Formstücke 1 und versperren einen
direkten Durchgang von Luft und Wasser. Die abgeschrägten Auflageflächen 4
bilden mit der Horizontalebene einen Winkel, der stets kleiner als 180° ist.
Sämtliche Fixierleisten 11 werden über die Aufschiebeleisten 10 an den
Dachsparren 13 mittels nicht gezeigter Befestigungselemente befestigt. Die
Dachsparren 13 werden auf der Oberseite mit Dachlatten 15 versehen, auf die
eine Dachdeckung 16 gelegt wird. Jede Reihe der Dachsparren 13 endet an
einer Dachrinne 20 und wird mit einem Endblech 19 versehen, das unter das
Formstück 1 zwischen dem Dachsparren 13 und der Öffnung der Dachrinne 20
geschoben wird.
Die Abdichtung der Formstücke 1, der Aufschiebeleisten 10 und der
Dachsparren 13 wird mittels Polyurethanschaum in der Aufschiebenut 8
vorgenommen. Die Beendigung des Innenraumausbaus unter dem Dach wird
durch eine Decke 17 vorgenommen. Unzugängliche Stellen werden mit
Schaumbeton 18 ausgefüllt. Für die Oberflächenbehandlung des Formstücks 1
wird Drahtputz 14 verwendet. Sollte eine erhöhte mechanische Festigkeit der
Dachkonstruktion erforderlich sein, werden Spreizbolzen verwendet, die in die
Fixierleisten 11 und die Formstücke 1 eingelegt und in Schaumbeton
eingegossen werden.
Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 bis 9 ist das Grund
element einer alternativen Dachkonstruktion dargestellt, die zur Rekonstruktion,
Erneuerung und Reparaturen von älteren Gebäuden oder deren Wärmeisolierung
geeignet ist. Das Formstück 1 besteht aus expandiertem Kunststoff, z. B.
Polystyrenschaumstoff oder extrudiertes Polystyren bzw. Polyurethan. Das
Formstück 1 (Fig. 7) hat eine Sichtunterseite 2, zwei senkrechte und
gegenüberliegende Seitenflächen 3, zwei gegenüberliegende, abgeschrägte,
gegenseitig parallele und geschlitzte Flächen 4 sowie eine Oberseite 5 mit
Traufen 9. Die Sichtunterseite 2 ist mit Fixiernuten 6 sowie auf beiden
gegenüberliegenden Enden mit Halbnuten 7 versehen. Die Oberseite 5 ist mit
parallel angeordneten Traufen 9 versehen, die aneinander anschließen und den
Wasserabfluss in einen Kondensator oder eine Regenrinne 20 ermöglichen.
Schräge geschlitzte Flächen 4 des Formstückes 1 sind komplementär ausge
bildet (Fig. 7 und 9) und können gegebenenfalls als Auflageflächen zum
Verbinden vorgesehen sein. Diese Alternativlösung der Erfindung ist in Fig. 7 im
Querschnitt dargestellt, wobei die schraffierte Unterbrechung der linken Seite
der Figur ein Querschnitt durch die Fixiernut 6 darstellt, während im rechten Teil
der Figur ein Querschnitt außerhalb der Fixiernut 6 offenbart ist. Die
Dachkonstruktion im Längsschnitt ist dargestellt in Fig. 8, wo die schraffierte
Unterbrechung links in der Fig. 8 einen Längsschnitt der Dachkonstruktion ohne
Abdeckung 16 darstellt, während der rechte Teil der Figur mit der Abdeckung
16 gezeigt ist. Die Dachkonstruktion besteht aus Formstücken 1, die sich an
Anschlagleisten 21 abstützen, die ihrerseits in Dachsparren 13 befestigt sind.
Die Formstücke 1 sind ferner durch Fixierleisten 11 in Fixiernuten 6 gesichert.
Eine im Bedarfsfall erforderliche Dichtung der Formstücke 1 kann zwischen den
Formstücken 1 und den Anschlagleisten 21 erfolgen. Das Abdichten 12 der
Formstücke 1, der Anschlagleisten 21 sowie der Dachsparren 13 bzw. der
Fixiernuten 6 und der Fixierleisten 11 erfolgt durch Aufschäumen mit z. B.
Polyurethanschaum. Das Bodenteil des Formstücks 1 kann mit Drahtputz
versehen werden. Die Dachkonstruktion wird z. B. bei Renovierung so gebildet,
daß zwischen zwei Dachsparren 13 mit gegebenen Abmessungen und in Ab
hängigkeit von der Höhe der Seitenflächen 3 des Formstückes 1 Anschlag
leisten 21 (Fig. 8) befestigt werden und unter diese werden Formstücke 1 über
die ganze Länge der Dachsparren 13 so befestigt, daß die abgeschrägten
Auflageflächen 4 aufeinanderliegen. Nach Befestigung der Formstücke 1 über
die ganze Fläche des Daches werden die Formstücke 1 noch in Fixiernuten 6
mit Fixierleisten 11 gesichert. Zwei gegenüberliegende Halbnuten 7 im
Formstück 1 bilden beim Anliegen abgeschrägter Auflageflächen 4 Nuten, in die
Fixierleisten 11 gesteckt werden. Die Dachsparren 13 werden von der Oberseite
mit Dachleisten 15 versehen, auf die sodann eine Dachdeckung 16 gelegt wird.
Die Erfindung ist für Neubauten, Dachänderungsarbeiten und die Erneuerung
von Dächern bestimmt.
Claims (11)
1. Dachkonstruktion für Schrägdächer mit Dachsparren und/oder
Dachgebinden, über denen Dachlatten oder eine Dachverschalung bzw.
eine Dachdeckung angeordnet sind bzw. ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Dachsparren (13) und/oder den Dachgebinden
mindestens zwei in Längsrichtung sich erstreckende
- - Aufschiebeleisten (10) befestigt sind, in die Formstücke (1) aus expandiertem Kunststoff aufgeschoben sind, oder
- - Anschlagleisten (21) befestigt sind, die zwischen den Dachsparren (13) und/oder den Dachgebinden mit Formstücken (1) aus expandiertem Kunststoff bestückt sind.
2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke des Formteils (1) geringer als die des Dachsparrens (13)
und/oder des Dachgebindes ist.
3. Dachkonstruktion nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sichtunterseite des Formstücks (1) mit mindestens einer Fixiernut
(6) versehen ist, in der die Fixierleiste (11) angeordnet ist.
4. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixiernuten (6) mit Auflageflächen (4) des Formteils (1)
gleichlaufend orientiert sind.
5. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Formstück (1) gegenüberliegende Auflageflächen (4) aufweist,
die abgeschrägt und zueinander gleichlaufend sind und vorzugsweise
miteinander verbunden sind.
6. Dachkonstruktion nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die abgeschrägten Auflageflächen (4) des Formstücks (1) an den der
Sichtunterseite (2) zugewandten Enden mit Halbnuten (7) für die
verschließende (formschlüssige) Verbindung der Formstücke (1) versehen
sind.
7. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Formstück (1) mit mindestens zwei in Dachneigungsrichtung
verlaufenden Aufschiebenuten (8) versehen ist, die in gegenüber
liegenden Seitenflächen (3) des Formstücks (1) angebracht sind.
8. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite (5) jedes Formstücks (1) mit mindestens einer Traufe
(9) versehen ist, wobei die Traufen (9) der einzelnen Formstücke (1)
zusammenhängen.
9. Dachkonstruktion nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite (5) und die Traufe (9) des Formstücks (1) mit einem
vor einer mechanischen Beschädigung schützenden Anstrich versehen
sind.
10. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Berührungsstellen der Formstücke (1) untereinander und/oder die
Berührungsstellen der Formstücke (1) mit anderen Materialien jeweils mit
einer Dichtung (12) versehen sind.
11. Dachkonstruktion nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (12) aus aufgeschäumtem Kunststoffschaum gebildet
ist.
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