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DE19927600A1 - Farbfotografische Entwicklerlösung - Google Patents

Farbfotografische Entwicklerlösung

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Publication number
DE19927600A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
chain
color photographic
carbonamide
color
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1999127600
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Tappe
Thomas Huebsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert AG
Original Assignee
Agfa Gevaert AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Gevaert AG filed Critical Agfa Gevaert AG
Priority to DE1999127600 priority Critical patent/DE19927600A1/de
Publication of DE19927600A1 publication Critical patent/DE19927600A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/30Colour processes using colour-coupling substances; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/407Development processes or agents therefor
    • G03C7/413Developers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Abstract

Eine farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung, die eine Farbentwicklersubstanz und ein Oxidationsschutzmittel enthält, auf einen pH von 9 bis 12 eingestellt ist und als wasserlösliches, organisches Hilfslösemittel ein offenkettiges Carbonamid oder Sulfonamid enthält, beeinträchtigt nicht die Ausentwicklung in hohen Dichten.

Description

Die Erfindung betrifft eine gebrauchsfertige farbfotografische Entwicklerlösung.
Als gebrauchsfertige farbfotografische Entwicklerlösung bezeichnet man die wäßrige Lösung, durch die das belichtete farbfotografische Material hindurchgeführt wird, um an den belichteten Stellen eine Farbe zu erzeugen. Dabei wird die Farbentwicklersub­ stanz und gegebenenfalls weitere Substanzen der Farbentwicklerlösung verbraucht oder verschleppt und müssen im kontinuierlichen Betrieb ergänzt werden.
Die Lösung, mit der diese Ergänzung vorgenommen wird, nennt man Regenerator (engl.: replenisher). Sie enthält die notwendigen Substanzen meist in größerer Kon­ zentration als die gebrauchsfertige Enwicklerlösung selbst.
Die Farbentwicklersubstanz für farbfotografisches Papier ist standardmäßig CD 3 mit der Formel
die zwar im sauren und stark alkalischen Bereich gut, im fotografisch relevanten Bereich von pH 9 bis 12 aber schlecht löslich ist.
Um die Löslichkeit des CD 3 zu erhöhen, werden wasserlösliche und im wesent­ lichen fotografisch inaktive organische Lösemittel zugesetzt, z. B. Alkohole, Poly­ alkohole, Glykole, Polyglykol, p-Toluolsulfonsäure, Ethanolamine und Caprolactam.
Diese Lösemittel beeinflussen aber die Ausentwicklung in den hohen Dichten, z. B. den Maximaldichten.
Es wurde nun gefunden, daß aliphatische Carbonamide und Sulfonamide auch die CD 3-Löslichkeit verbessern, aber keinerlei Einfluß auf die Sensitometrie nehmen. Bei Zusatz offenkettiger Carbonamide und Sulfonamide werden die Maximaldichten voll ausentwickelt.
Geeignete Verbindungen sind:
Diese Lösemittel können einzeln, im Gemisch miteinander oder im Gemisch mit anderen organischen Lösemitteln verwendet werden, wobei offenkettige Carbon- und Sulfonamide aber wenigstens 50 Vol.-% ausmachen.
Geeignete, mit den Carbon- und Sulfonsäureamiden zusammen verwendbare wasser­ lösliche Lösungsmittel sind z. B. Carbon- und Harnstoffderivate wie N,N'-Dimethyl­ harnstoff, Tetramethylharnstoff, Dimethylethylenharnstoff;
aliphatische und cyclische Alkohole, z. B. Isopropanol; tert.-Butylalkohol, Cyclo­ hexanol, Cyclohexanmethanol, 1,4-Cyclohexandimethanol;
aliphatische und cyclische Polyalkohole, z. B. Glykole, Polyglykole, Polywachse, Trimethyl-1,6-hexandiol, Glycerin, 1,1,1-Trimethylolpropan, Pentaerythrit, Sorbit;
aliphatische und cyclische Ketone, z. B. Aceton, Ethyl-methyl-keton, Diethylketon, tert.-Butyl-methyl-keton, Diisobutylketon, Acetylaceton, Acetonylaceton, Cyclopen­ tanon, Acetophenol;
aliphatische und cyclische Carbonsäurester, z. B. Triethoxymethan, Essigsäureme­ thylester, Allylacetat, Methylglykolacetat, Ethylenglykoldiacetat, Glycerin-1-acetat, Glycerindiacetat, Methylcyclohexylacetat, Salicylsäuremethylester, Salicylsäurephe­ nylester;
aliphatische und cyclische Phosphonsäureester, z. B. Methylphosphonsäuredimethyl­ ester, Allylphosphonsäurediethylester;
aliphatische und cyclische Oxy-Alkohole, z. B. 4-Hydroxy-4-methyl-2-pentanon, Salicylaldehyd;
aliphatische und cyclische Aldehyde, z. B. Acetaldehyd, Propanal, Trimethylacetal­ dehyd, Crotonaldehyd, Glutaraldehyd, 1,2,5,6-Tetrahydrobenzaldehyd, Benzaldehyd, Benzolpropan, Terephthalaldehyd;
aliphatische und cyclische Oxime, z. B. Butanonoxim, Cyclohexanonoxim;
aliphatische und cyclische Amine (primär, sekundär oder tertiär), z. B. Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Dipropylamin, Pyrrolidin, Morpholin, 2-Aminopyrimi­ din;
aliphatische und cyclische Polyamine (primär, sekundär oder tertiär), z. B. Ethylen­ diamin, 1-Amino-2-diethylaminoethan, Methyl-bis-(2-methylamino-ethyl)amin, Permethyl-diethylentriamin, 1,4-Cyclohexandiamin, 1,4-Benzoldiamin;
aliphatische und cyclische Hydroxyamine, z. B. Ethanolamin, 2-Methylethylamin, 2- Methylaminoethanol, 2-(Dimethylamino)ethanol, 2-(2-Dimethylamino-ethoxy)-etha­ nol, Diethanolamin, N-Methyldiethanolamin, Triethanolamin, 2-(2-Aminoethyl­ amino)-ethanol, Triisopropanolamin, 2-Amino-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol, 1- Piperidinethanol, 2-Aminophenol, Barbitursäure, 2-(4-Aminophenoxy)-ethanol, 5- Amino-1-naphthol.
Insbesondere sind 50 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 90 Gew.-% der Summe aus Wasser und wasserlöslichem Lösungsmittel Wasser.
Die Verarbeitungsbedingungen, geeignete Oxidationsschutzmittel, geeignete Puf­ fersubstanzen, geeignete Kalkschutzmittel, geeignete Weißtöner, Hilfsentwickler, Netzmittel, Entwicklungsbeschleuniger und Antischleiermittel sind in Research Dis­ closure 37 038 (Februar 1995) auf den Seiten 102 bis 107 beschrieben.
Geeignete Oxidationsschutzmittel sind Verbindungen der Formeln (I), (II) und (III).
worin
R1 Alkyl,
R2 Alkyl oder Aryl und
n 0 oder 1
bedeuten, vorzugsweise solche, bei denen wenigstens einer der Reste R1 und R2 wenigstens eine -OH-, -COOH- oder -SO3H-Gruppe enthält;
worin
R3 eine Alkyl- oder Acylgruppe bedeutet;
worin
R4 eine gegebenenfalls durch O-Atome unterbrochene Alkylengruppe und
m eine Zahl von wenigstens 2 bedeutet.
Die Alkylgruppen R1, R2, R3, die Alkylengruppe R4 und die Arylgruppe R2 können über die angegebene Substitution hinaus weitere Substituenten aufweisen.
Beispiele für geeignete Oxidationsschutzmittel sind:
Beispiele Zusammensetzung der gebrauchsfertigen Farbentwicklerlösung für alle Beispiele
Lösemittel
siehe Tabelle 1
Diethylhydroxylamin, 85 gew.%ige wäßrige Lösung 4 ml
CD 3 5 g
Ethylendiamintetraessigsäure 2 g
Pottasche 30 g
Kaliumchlorid 2 g
Wasser auf 1000 ml
AL=L<pH 10,2
Folgende Lösemittel und Mengen wurden den Farbentwickler-Tankfüllungen pro Liter zugesetzt:
Tabelle 1
Lösemittel und Lösemittelmenge in den Farbentwicklern
In den jeweiligen Entwicklerformulierungen wurde belichtetes fotografisches Mate­ rial verarbeitet und anschließend ausgewertet. Die Ergebnisse für die Maximaldich­ ten sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2
Maximaldichten der Beispiele 1 bis 7
Aus Tabelle 2 läßt sich ablesen, daß der Zusatz nicht-erfindungsgemäßer Lösemittel die Maximaldichte in allen drei Farben drückt (Vergleich der Beispiele 2 bis 4 mit Beispiel 1), während mit den erfindungsgemäßen Lösemitteln (Beispiele) 5 bis 7 wieder das ursprüngliche Niveau der Maximaldichte erreicht wird.
Das für die Versuche verwendete farbfotografische Material war wie folgt aufgebaut:
Auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem Papier wurden die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen. Die Mengen­ angaben beziehen sich jeweils auf 1 m2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO3 angegeben.
  • 1. Schicht (Substratschicht):
    0,1 g Gelatine
  • 2. Schicht (blauempfindliche Schicht):
    blauempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 mol% AgCl, 0,5 mol-% AgBr, mittlerer Korndurchmesser 0,9 µm) aus
    0,50 g Gelatine
    0,42 g Gelbkuppler GB-1
    0,18 g Gelbkuppler GB-2
    0,50 g Trikresylphosphat (TKP)
    0,10 Stabilisator ST-1
  • 3. Schicht (Zwischenschicht):
    1,1 g Gelatine
    0,06 g Scavenger SC-1
    0,06 g Scavenger SC-2
    0,12 g TKP
  • 4. Schicht (grünempfindliche Schicht):
    grünempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 mol% AgCl, 0,5 mol-% AgBr, mittlerer Korndurchmesser 0,47 µm) aus
    0,40 g AgNO3
    0,77 g Gelatine
    0,21 g Purpurkuppler PP-1
    0,15 g Purpurkuppler PP-2
    0,05 g Purpukuppler PP-3
    0,06 g Farbstabilisator ST-2
    0,0,12 g Scavenger SC2
    0,23 g Dibutylphthalat
  • 5. Schicht (UV-Schutzschicht):
    1,15 g Gelatine
    0,03 g Scavenger SC-1
    0,03 g Scavenger SC-2
    0,5 g UV-Absorber UV-1
    0,10 g UV-Absorber UV-2
    0,35 g TKP
  • 6. Schicht (rotempfindliche Schicht):
    rotempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 mol% AgCl, 0,5 mol-% AgBr, mittlerer Korndurchmesser 0,5 µm) aus
    0,30 g AgNO3 mit
    1,0 g Gelatine
    0,40 g Blaugrünkuppler BG-1
    0,05 g Blaugrünkuppler BG-2
    0,46 g TKP
  • 7. Schicht (UV-Schutzschicht):
    0,35 g Gelatine
    0,15 g UV-1
    0,03 g UV-2
    0,09 g TKP
  • 8. Schicht (Schutzschicht):
    0,9 g Gelatine
    0,3 g Härtungsmittel HM
    0,05 g Weißtöner W-1
    0,07 g Vinylpyrrolidon
    1,2 mg Siliconöl
    2,5 mg Polymethylmethacrylat-Kügelchen mit mittlerem Teilchendurch­ messer 0,8 µm
Das Material wurde unter folgenden Bedingungen verarbeitet:
Entwicklungsbad
Es wurde die Entwicklungslösung von Beispiel 5 verwendet.
Bleichfixierbad
Ammoniumthiosulfatlösung, 58 gew.-%ig 100 ml
Natriumdisulfit 5 g
Ammonium-Eisen EDTA 48 gew.-%ig 100 ml
auffüllen mit Wasser auf 1000 ml, pH-Wert mit Ammoniak oder Essigsäure auf 6,0 einstellen.
Stabilisierbad
Wasser 900 ml
Natriumsulfit 2 g
Hydroxyethandiphosphonsäuredinatriumsalz 4 g
Natriumbenzoat 0,5 g
auffüllen mit Wasser auf 1000 ml, pH-Wert mit Essigsäure auf 5 einstellen.
Trocknen

Claims (7)

1. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung, die eine Farbentwicklersubstanz und ein Oxidationschutzmittel enthält und auf einen pH von 9 bis 12 einge­ stellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie als wasserlösliches, organisches Hilfslösemittel ein offenkettiges Carbonamid oder Sulfonamid enthält.
2. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das offenkettige Carbonamid oder Sulfonamid von einem sekundären Amin abgeleitet ist.
3. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Farbentwicklersubstanz die Formel
besitzt.
4. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß 50 bis 95 Gew.-% der Summe aus Wasser und organi­ schem Lösemittel Wasser sind.
5. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß bis zu 50 Vol.-% des offenkettigen Carbonamids oder Sul­ fonamids durch andere wasserlösliche organische Lösemittel ersetzt sind.
6. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Menge an offenkettigem Carbonamid oder Sulfonamid 0,01 bis 2 mol/l beträgt.
7. Farbfotografische wäßrige Entwicklerlösung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Molgewicht des offenkettigen Carbon- oder Sulfon­ amids ≦ 500 ist.
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