DE19927482A1 - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren mittels heterogener Katalyse beschrieben, wobei Monomere an einem Träger gebundenen eingefärbten Katalysator umgesetzt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gefärbten
Polymeren, insbesondere von gefärbten Polyolefinen, mittels heterogener
Katalyse.
Polyolefine werden für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt, wie z. B.
Verpackungsfolien, Fasern, Plastiktüten und Haushaltswaren. Für viele
dieser Anwendungen ist eine Einfärbung erforderlich oder zumindest
wünschenswert. Das Einfärben der Polymere erfolgt dabei üblicherweise
durch mechanisches Einarbeiten von Farbstoffen in das fertige Polymer,
beispielsweise durch einfaches Zumischen oder aufwendigere
Extrusionsverfahren. Die Wahl des Farbmittels wird dabei durch die
Verarbeitungstemperatur bestimmt. Von den technisch wichtigen
Polyolefinen LDPE (Polyethylen geringer Dichte), HDPE (Polyethylen hoher
Dichte) und PP (Polypropylen) weist LDPE die niedrigsten
Verarbeitungstemperaturen und PP die höchsten Verarbeitungstemperaturen
auf. Weiterhin sind die Verarbeitungstemperaturen von Kunststoffen für
Spritzgußverfahren im allgemeinen höher als für Extrusionsverfahren. Für
das Einfärben von LDPE sind somit weniger hitzestabile Farbmittel
ausreichend, während zum Einfärben von HDPE und PP höher
hitzebeständige Farbmittel verwendet werden müssen. Zudem sollten die
verwendeten Farbmittel auch über längere Zeit photo- und oxidationsstabil
sein.
Wegen der geringen Affinität von herkömmlichen Farbstoffen zu Polymeren,
insbesondere Polyolefinen, müssen zur Einfärbung meist Pigmente, d. h. im
Anwendungsmedium unlösliche Farbmittel eingesetzt werden. Die geringe
Affinität des Farbstoffs zur Polymermatrix verursacht dessen Migration, was
zum Auskristallisieren des Farbstoffs im Polymer und zum Auskreiden an
den Grenzflächen führt. Für gewisse Anwendungen kann zwar eine geringe
Migration toleriert werden, weshalb dort auch herkömmliche Farbstoffe wie
etwa Solvent Yellow 93 und 29, Solvent Blue 58, Solvent Green 28 und
Nigrosine Black verwendet werden können. Für viele Anwendungen ist
jedoch ein Polymer mit möglichst geringer Farbstoffmigration
wünschenswert. Insbesondere bei hohen Farbstoffkonzentrationen stellt die
Migrationstendenz ein schwerwiegendes Problem dar, weshalb für viele
Anwendungen das Migrationsverhalten jeweils neu getestet und auf den
jeweiligen Farbstoff abgestimmt werden muß. Ein weiterer Nachteil bei
herkömmlichen Einfärbeverfahren ist die inhomogene Verteilung des
Farbstoffs im Polymer mit Domänenbildung.
WO 98/03521 betrifft ein Verfahren zur Synthese, zum Screening und zur
Charakterisierung von organometallischen Katalysatoren. Es wird auch ein
Screening hinsichtlich von inhärenten Eigenschaften von mit den zu
testenden Katalysatoren hergestellten Polymerprodukten beschrieben, wobei
allerdings die Verwendung von Markern oder Farbstoffen nicht in Betracht
gezogen wird.
WO 99/05318 beschreibt ein Verfahren, bei dem die Eigenschaften von
organometallischen Katalysatoren untersucht werden. Dazu werden
organometallische Katalysatoren auf feste Träger aufgebracht und mit
nachweisbaren Markierungen versehen, um eine große Zahl von
Verbindungen hinsichtlich ihrer katalytischen Eigenschaften untersuchen zu
können. Die Fluoreszenzmarker Pyren bzw. Anthracen werden gemäß WO
99/05318 kovalent auf die Oberfläche eines Silicaträgers bzw.
Polystyrolträgers aufgebracht. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, daß die
Oberfläche des Trägers in einem zusätzlichen Schritt funktionalisiert werden
muß, um das kovalente Binden des Farbstoffes zu ermöglichen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Verfahren
bereitzustellen, das die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und
mit dem inbesondere gefärbte Polymere mit verbesserten Eigenschaften,
insbesondere einer geringen Migrationstendenz hergestellt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur
Herstellung von gefärbten Polymeren mittels heterogener Katalyse, wobei
Monomere an einem Katalysator umgesetzt werden, der auf einem
anorganischen Träger aufgebracht ist, welches dadurch gekennzeichnet ist,
daß an den Katalysator oder/und Träger ein Farbstoff adsorbiert ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Polymere, welche durch
heterogene Katalyse hergestellt werden, auf eine völlig neue Art eingefärbt.
Das Einfärben geschieht nicht durch physikalisches Zumischen eines
Farbstoffs oder Pigments zum Polymerprodukt. Der Farbstoff wird vielmehr
bereits auf den Polymerisationskatalysator bzw. den Katalysatorträger
aufgebracht. Wenn der so eingefärbte trägergebundene Katalysator für eine
Polymerisation verwendet wird, resultiert dabei ein Färbeprozeß des
Polymers. Aus jedem Katalysatorkorn entsteht während der Polymerisation
ein Polymerpartikel. Die Adsorption des Farbstoffs an den Katalysator
und/oder den Katalysatorträger bewirkt eine homogene Verteilung des
Farbstoffs in der Polymermatrix. Die homogene Verteilung kommt dadurch
zustande, daß der trägergebundene Katalysator während des
Polymerisationsprozesses gleichmäßig in den Polymerpartikeln verteilt wird.
Vorteilhaft ist beim erfindungsgemäßen Verfahren, daß keine aufwendigen
und mit bestimmten Verarbeitungstemperaturen verbundene Misch- bzw.
Extrusionsverfahren zur Einfärbung der Polymere benötigt werden, sondern
daß bereits bei der Polymerisation gefärbte Polymere gebildet werden.
Weiterhin wird durch die Adsorption des Farbstoffs an den Katalysator
oder/und Katalysatorträger sowohl eine Aggregation oder ein
Auskristallisieren des Farbstoffs im Polymer als auch eine Migration des
Farbstoffs und somit ein Auskreiden an den Außenflächen des Polymers
verhindert.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß
die Einfärbung des Katalysators oder/und Trägers in jeder Stufe der
Katalysatorherstellung erfolgen kann, d. h. der Träger bzw. Katalysator kann
vor, während oder nach dem Aufbringen des Katalysators auf den Träger
gefärbt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es weiterhin nicht erforderlich, die
Oberfläche des Trägers und/oder den Farbstoff mit einer Linkergruppe zu
funktionalisieren. Damit können auch störende Effekte, die durch eine für
eine kovalente Bindung funktionalisierte Oberfläche im Hinblick auf Träger-
Katalysator-Wechselwirkungen auftreten können, ausgeschlossen werden.
Als anorganisches Trägermaterial kann jedes geeignete Material verwendet
werden, auf das Polymerisationskatalysatoren aufgebracht werden können.
Bevorzugt wird als Trägermaterial Silica, MgCl2 oder MgH2 eingesetzt (siehe
Ziegler Catalysts, (Eds: G. Fink, R. Mülhaupt, H. H. Brintzinger), Springer
Verlag, Berlin 1995; H.-H. Brintzinger, D. Fischer, R. Mülhaupt, B. Rieger,
R. Waymouth, Angew. Chem. 107, 1255-1283 (1995); Christian Przybyla,
Dissertation, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1999); WO 94/28034,
EP-A-295 312, WO 98/01481. Der Katalysator kann auf den Träger
adsorptiv oder kovalent gebunden aufgebracht werden. Es ist auch möglich,
den Katalysator auf dem Träger zu synthetisieren.
Bevorzugt wird ein Polymerisationskatalysator verwendet, der mindestens
ein Metall enthält, vorzugsweise ein Metallocen, insbesondere ein Titanocen
oder ein Zirkonocen. Bevorzugte Polymerisationskatalysatoren umfassen
Ziegler-Katalysatoren, insbesondere Katalysatorsysteme aus
Metallorganischen, z. B. Aluminiumorganischen Verbindungen, wie etwa
Trialkylaluminium, und Verbindungen der Übergangsmetalle, z. B. Ti- oder Zr-
Verbindungen. Solche Polymerisationskatalysatoren sind dem Fachmann
bekannt und werden beispielsweise in Metallocenes, Eds.: A. Togni, R. L.
Halterman, Wiley-VCH Weinheim, (1998) beschrieben. Besonders bevorzugt
wird ein Katalysatorsystem verwendet, das aus einem Metallocen und einem
Cokatalysator, beispielsweise einem Borkatalysator oder einem Aluminoxan
besteht. Besonders bevorzugt ist ein geträgerter Silica/Methylaluminoxan
cokatalysator, der beispielsweise durch Umsetzung von Silica mit TMA
(Trimethylaluminium) oder MAO (Methylaluminoxan) hergestellt werden
kann (J. C. W. Chien, D. He, J. Polym. Sci.: Part A: Polym. Chem. 29, 1603
(1991); K. Soga, M. Kaminaka, Makromol. Chem., Rapid Commun. 13, 221
(1992); M. Chang, European Patent Application 0323716 (1998).
Einen zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren besonders
geeigneten eingefärbten Katalysator erhält man, wenn der anorganische
Träger, insbesondere Silica, zunächst mit einem Cokatalysator,
beispielsweise Methylaluminoxan, behandelt wird und der Farbstoff
anschließend vor und/oder nach dem Aufbringen das Katalysators auf den
Träger aufgebracht wird.
Beispielsweise wird Silica mit TMA (Trimethylaluminium) versetzt, wobei ein
Silica/Methylaluminoxan (MAO)-System gebildet wird. In einem zweiten
Schritt kann dieses System dann aktiviert werden, indem man ein
Metallocen und weiteres MAO zusetzt. Nach dem Trocknen erhält man
einen Katalysator, der ohne weitere Behandlung oder Zusätze im Reaktor zur
Polymerisation verwendet werden kann. Die Einfärbung des Katalysators
bzw. Trägers kann auf drei Stufen erfolgen (siehe auch Fig. 2). Der
Farbstoff kann sowohl auf der Stufe des Silica, des Silica/MAO-Systems als
auch auf der des Silica/MAO/Metallocen-Systems, z. B. nach einer
Aktivierung mit Metallocen und MAO eingeführt werden. Eine typische
Einfärbung des Katalysators wird so durchgeführt, daß der Farbstoff in
einem Lösungsmittel beispielsweise in Toluol gelöst wird. Diese
Farbstofflösung wird dann entweder zum Silica, zum Silica/MAO-System
oder zum fertigpräparierten Katalysator zugetropft. Bevorzugt finden alle
Arbeitsschritte zur Herstellung der gefärbten trägergebundenen
Katalysatoren unter einer Schutzgasatmosphäre, z. B. einer
Stickstoffatmosphäre statt. Bei im Lösungsmittel sehr gut löslichen
Farbstoffen kann das Aufbringen des Farbstoffs dadurch verbessert werden,
daß die Farbstofflösung mit einem Verdünnungsmittel, z. B. Hexan, verdünnt
wird.
Der Farbstoff kann auch bereits bei der Herstellung des Trägermaterials,
insbesondere von Silica, z. B. durch den Sol-Gel-Prozeß eingebracht werden
(vgl. Dissertation M. Schneider, Universität Mainz, 1998), so daß der
Farbstoff in das Trägermaterial eingebaut wird.
In einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung von gefärbten Polymeren mittels heterogener Katalyse, wobei
Monomere an einem Katalysator umgesetzt werden, der auf einem
organischen Träger aufgebracht ist, welches dadurch gekennzeichnet ist,
daß in dem organischen Träger ein Farbstoff eingelagert ist.
Durch Verwendung eines gefärbten auf einem organischen Träger
aufgebrachten Katalysators, wobei sich ein Farbstoff nicht nur auf der
Oberfläche des organischen Trägers befindet, sondern vielmehr gleichmäßig
oder im wesentlichen homogen innerhalb des gesamten Volumens des
organischen Trägers verteilt ist, können überraschenderweise gefärbte
Polymere mit vorteilhaften Eigenschaften erhalten werden. Die Verwendung
eines organischen Katalysatorträgers, in den ein Farbstoff eingelagert ist,
führt unmittelbar bei der Polymerisation zur Bildung von gefärbten
Polymeren. Ein aufwendiges Misch- oder Extrusionsverfahren zur Einfärbung
des Polymers ist somit nicht mehr nötig. Auch bei dieser Ausführungsform
der Erfindung wird durch die Einlagerung des Farbstoffs in den Träger eine
Aggregation oder ein Auskristallisieren des Farbstoffs im Polymer und ein
Auskreiden an den Außenflächen des Polymers verhindert. Bevorzugt ist der
Farbstoff derart im organischen Träger eingelagert, daß er gleichmäßig
innerhalb des organischen Trägers verteilt ist. Dies hat den Vorteil, daß im
Vergleich zur Verwendung von Trägern, bei denen der Farbstoff lediglich auf
der Oberfläche aufgebracht ist, eine weitere Erhöhung der Homogenität der
Verteilung des Farbstoffs im Polymerprodukt erhalten werden kann.
Als organisches Trägermaterial können alle bekannten organischen
Trägermaterialien verwendet werden (vgl. z. B. Combinatorial Peptide and
Nonpeptide Libraries, Ed.: G. Jung VCH Weinheim, 19961. Bei dem
organischen Träger handelt es sich insbesondere um einen polymeren
Träger. Bevorzugt wird als Trägermaterial Polystyrol eingesetzt (vgl. z. B. M.
Stork, M. Koch, M. Klapper, K. Müllen, H. Gregorius, U. Rief, Macromol.
Rapid Commun. 20, 210-213 (1999)).
Die Einlagerung des Farbstoffs in den organischen Träger kann auf
verschiedene Weise erfolgen. Bevorzugt enthält der organische Träger den
Farbstoff in dispergierter oder gelöster Form. Ein derart eingefärbtes
Trägermaterial kann beispielsweise durch Suspensionspolymerisation in
Gegenwart eines im Reaktionsmedium dispergierten oder gelösten,
bevorzugten inerten Farbstoffs erhalten werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält der organische Träger den
Farbstoff kovalent gebunden. Ein derart eingefärbter Träger kann
beispielsweise unter Verwendung eines Farbstoffs hergestellt werden, der
selbst eine polymerisierbare Gruppe, beispielsweise eine ethylenisch
ungesättigte Gruppe enthält oder/und mit einer polymerisierbaren Gruppe
verknüpft ist. Bevorzugte polymerisierbare Farbstoffe sind Styrylperylen und
Styrylperylenmonoimid. Bei einer solchen Herstellung wird ein organisches
Trägermaterial erhalten, das Farbmoleküle in das Polymergrundgerüst
eingebaut enthält. Bevorzugt erfolgt die Herstellung eines
polymergeträgerten Katalysators dadurch, daß zunächst ein Trägermaterial
durch Copolymerisation von geeigneten Monomeren, beispielsweise Styrol,
mit einpolymerisierbaren Farbstoffen hergestellt und nach üblichen
Methoden vernetzt wird. Dabei wird ein heterogenes Trägermaterial
erhalten, in dem kovalent gebunden ein Farbstoff eingelagert ist.
Anschließend kann an dem den Farbstoff enthaltenden Trägermaterial ein
Katalysator, bevorzugt ein Metallocen aufgebaut oder koordiniert werden
und gegebenenfalls mit einem Cokatalysator, z. B. MAO, aktiviert werden.
Der dabei erhaltene gefärbte trägergebundene Katalysator kann
anschließend unmittelbar zur Polymerisation verwendet werden.
Die Verwendung eines auf einen organischen Träger aufgebrachten
Katalysators, wobei in den organischen Träger ein Farbstoff eingebracht ist,
zur Herstellung von gefärbten Polymeren bietet weiterhin den Vorteil, daß
eine definierte Farbstoffdichte und eine hohe Gleichmäßigkeit der Färbung
des hergestellten gefärbten Polymers erzielt werden kann. Da der
Katalysatorträger, in den der Farbstoff eingelagert ist, selbst während des
Wachstumsprozesses homogen in dem Polymerpartikel verteilt wird, kann
eine Färbequalität erzielt werden, wie sie mit herkömmlichen Verfahren nicht
erreichbar ist.
Geeignete Katalysatoren für diese Ausführungsform sind die oben
diskutierten.
Der wie oben beschriebene gefärbte Katalysator/Träger kann wie ein
ungefärbter Katalysator in allen bekannten Polymerisationsverfahren
eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren wird
im allgemeinen bei Temperaturen im Bereich von -50°C bis 300°C,
vorzugsweise im Bereich von 0 bis 150°C und bei Drücken im Bereich von
0,5 bis 3000 bar, vorzugsweise im Bereich von 1 bis 80 bar, durchgeführt.
Die Polymerisation kann in Lösung, in Suspension, in flüssigen Monomeren
oder in der Gasphase durchgeführt werden. Bevorzugt erfolgt die
Polymerisation in flüssigen Monomeren, in Suspension oder nach einem
Gasphasenverfahren, wobei Verfahren in gerührter Gasphase oder in einer
Gasphasenwirbelschicht bevorzugt sind (vgl. C. Przybyla, Dissertation,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1999)).
Bevorzugt wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein organisches
Polymer, insbesondere ein Polyolefin hergestellt. Es ist auch möglich,
Copolymere aus zwei verschieden polymerisierbaren Monomeren,
Interpolymere aus mindestens 3 verschiedenen polymerisierbaren
Monomeren oder Polymergemische zu bilden.
Als Monomere können alle Moleküle eingesetzt werden, die mindestens eine
polymerisierbare Gruppe enthalten. Bevorzugt werden Monomere
verwendet, die mindestens eine Vinylgruppe wie etwa Olefine oder
Cycloolefine, insbesondere mit 2 bis 20 C-Atomen aufweisen. Besonders
bevorzugt wird Styrol, Ethen oder/und Propen eingesetzt. Entsprechend sind
bevorzugte Produkte Polyolefine, insbesondere Polypropylen, Polyethylen
und Polyethylencopolymere wie etwa Polyethylen-C3-C20-Olefin-Polymere
sowie Polystyrol und Polystyrol-Copolymere.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht im Gegensatz zum Stand der
Technik die Verwendung von allen bekannten Farbstoffen, solange sie mit
dem Katalysator kompatibel und unter den Polymerisationsbedingungen
stabil sind. Diese Voraussetzungen können ohne werteres vom Fachmann
durch einfache Vorversuche in kleinem Maßstab ermittelt werden. Eine
besondere Temperaturstabilität der Farbstoffe ist nicht erforderlich, da das
zum herkömmlichen Einfärben notwendige Vermischen von Farbstoff und
Polymer bei erhöhter Temperatur nicht durchgeführt wird. Vorzugsweise
werden Fluoreszenzfarbstoffe verwendet, die bis zum einem Anteil von 10-10 Gew.-%
im Polymer nachweisbar sind. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren ist es insbesondere möglich, Farbstoffanteile von 10-3 bis 10-10 Gew.-%
Farbstoff im Polymer, bevorzugt 10-4 bis 10-7 Gew.-% zu erhalten.
Als besonders geeignet haben sich Perylen-Farbstoffe, Naphthalin-
Farbstoffe, Cumann-Farbstoffe oder/und Triphenylmethan-Farbstoffe
erwiesen. Besonders bevorzugte Farbstoffe sind Perylen, Perylenmonoimid,
Perylendiimid, Tetraphenoxyperylendiimid, Naphthalindiimid und
Benzanthronylnaphthalinmonoimid. Beispiele für copolymerisierbare
Farbstoffe sind Styrylperylen und Styrylperylenmonoimid.
Zum adsorbtiven Aufbringen auf anorganische Träger werden bevorzugt
Farbstoffe verwendet, die substituierte Chromophore enthalten. Farbstoffe
mit substituierten Chromophoren sind Verbindungen, die mindestens eine
funktionelle Gruppe aufweisen, die eine adsorptive Bindung an einen Träger
vermittelt oder/und unterstützt. Mit diesen ist ein besonders einfaches
adsorptives Aufbringen auf anorganische Träger, insbesondere Silica
möglich.
Die bevorzugten Perylenfarbstoffe zeigen eine ausgezeichnete Stabilität bei
der Herstellung des Katalysators und im Polymerisationsverfahren und
überstehen beispielsweise die Behandlung mit einem Cokatalysator
insbesondere MAO ohne Schädigung.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die durch die
beschriebenen Verfahren erhältlichen Polymere. Diese Polymere
unterscheiden sich von herkömmlich gefärbten Polymeren des Standes der
Technik durch die Homogenität der Verteilung des Farbstoffs über das
Polymer sowie durch die Migrationsstabilität, insbesondere eine gute
Langzeitstabilität, Temperaturstabilität und eine hohe Stabilität gegenüber
hydrophoben Substanzen, z. B. Fetten. Diese Stabilitäten können gemäß
folgenden Standardprozeduren überprüft werden. Zur Bestimmung der
Thermostabilität nach DIN 53772 wird die Probe auf dem Extruder
stufenweise ausgehend von der Verarbeitungstemperatur des
Matrixpolymeren bis auf dessen Zersetzungstemperatur erwärmt. Auf jeder
dieser Temperaturstufen (ΔT = 20°C) erfolgt nach einer Verweilzeit von 5 min
die Herstellung der Prüfspritzlinge, die anschließend einer
farbmetrischen Untersuchung gegen eine Referenzprobe unterzogen werden.
Die Referenzprobe wurde bei der Standardverarbeitungstemperatur des
Polymers (z. B. HDPE: 240°C) hergestellt.
Die Migrationsechtheit nach DIN 53775/1-4 wird an einer eingefärbten
Probe, die 24 h bei 85°C auf eine weißpigmentierte Referenz gepreßt wird,
bestimmt. Durch visuelle Bestimmung kann die Note 1 (mangelhaft =
starkes Abfärben) bis Note 5 (sehr gut = kein Abfärben) vergeben werden.
Bevorzugt zeigt das erfindungsgemäße gefärbte Polymer eine
mikrohomogene Verteilung des Farbstoffs im Polymer. Dies bedeutet, daß
der Farbstoff nicht verstärkt an den Oberflächen oder/und in
auskristallisierter Form in Einschlüssen innerhalb des Polymers vorliegt, wie
dies oftmals bei herkömmlichen eingefärbten Polymeren der Fall ist.
Vielmehr führt die Verwendung von gefärbten Katalysator/Träger-Systemen
dazu, daß der Farbstoff im Polymer gleichmäßig und ortsfixiert eingebunden
ist. Eine mikrohomogene Verteilung bedeutet insbesondere, daß bei einer
gedachten Aufteilung eines Polymers in Einheitszellen von 1 mm,
insbesondere 100 µm und bevorzugt 10 µm Kantenlänge die Farbstoffdichte
in allen diesen Einheitszellen vom Mittelwert X des Gesamtfarbstoffanteils
bezogen auf das Polymer um maximal 50 Gew.-%, bevorzugt um maximal
30 Gew.-% und besonders bevorzugt um maximal 10 Gew.-% abweicht.
Die Homogenität der Verteilung kann beispielsweise durch konfokale
Fluoreszenzmikroskopie bei einer Vergrößerung von 10 000 bis 20 000
bestimmt werden (T. Wilson, Confoca) Microscopy, 1990, Academic Press,
London; L. Li, S. Sosnowski, C. E. Chaffey, S. T. Balke, M. A. Winnik,
Langmuir 1994, 10, 2495; L. Li, S. Sosnowski, E. Kumacheva, M. A.
Winnik, S. Rajaram, S. T. Balke, C. E. Chaffey, Langmuir 1996, 12, 2141;
H. Jinnai, Y. Nishikawa, T. Koga, T. Hashimoto, Macromolecules 1995, 28,
4782; W. R. White, P. Wiltzius, Phys. Rev. Lett., 1995, 75, 3012; A. Ribbe,
M. Hayashi, E. Nakamura, M. Endo, M. Weber, T. Hashimoto, Polymer
Preprint, August 1996, 230.
Weiterhin weisen die gefärbten Polymere bevorzugt eine Migrationsstabilität
≧ 3 auf, d. h. es wird kein Auskreiden an den Rändern beobachtet. Diese
Eigenschaft ist für viele Anwendungen, in denen keine Farbe vom
Verpackungsmaterial auf das Produkt abfärben darf, wie etwa im
Lebensmittel- oder Arzneimittelbereich, von großer Bedeutung.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele und die Figuren weiter
erläutert, wobei Fig. 1 das Wachstum eines Polymers bei heterogener
Katalyse und die Verteilung des gefärbten Katalysator/Träger-Systems im
Polymerprodukt zeigt.
Fig. 2 zeigt das Einfärben des Silicas, des Silica/Methylaluminoxan-
Systems sowie des Silica/Methylaluminoxan/Metallocen-Systems. Die
verwendeten Abkürzungen bedeuten: SiO2 = Silica, F = Farbstoff, MAO
= Methylaluminoxan, M = Metallocen.
Fig. 3 zeigt den Einbau eines copolymerisierbaren Farbstoffs bei der
Herstellung eines polymeren Katalysator/FarbstoffJTräger-Systems.
Handelsübliches Silica (Siliziumdioxyd) wird mit TMA (Trimethylaluminium)
versetzt, wobei ein Silica/MAO (Methylaluminoxan)-System hergestellt wird.
Der Katalysator wird durch Zugabe von Metallocen und weiterem MAO
aktiviert. Die Einfärbung des Katalysators erfolgt dadurch, daß eine
Farbstofflösung, die durch Lösen des Farbstoffs in Toluol und
anschließendes Verdünnen mit Hexan hergestellt wurde, dem präparierten
Katalysator zugetropft wird, wobei alle Arbeitsschritte unter einer
Stickstoffatmosphäre stattfinden. Als Farbstoff wurden Perylen, Perylen
monoimid, Perylendiimid, Tetraphenoxyperylendiimid und Benzanthronyl
naphtalinmonoimid verwendet.
Der gefärbte Katalysator kann nach dem Trocknen ohne weitere Behandlung
oder Zusätze zur Polymerisation verwendet werden.
Silica wird mit TMA (Trimethylaluminium) versetzt, wobei ein Silica/MAO-
System gebildet wird. Der so vorbehandelte aktivierte Träger (Cokatalysator
aktivierter Träger) wird dann durch Zutropfen einer wie in Beispiel 1
beschrieben hergestellten Farbstofflösung unter Stickstoffatmosphäre
eingesetzt.
Anschließend wird der eingefärbte Träger mit Metallocen und weiterem
MAO aktiviert. Nach dem Trocknen erhält man einen Katalysator, der ohne
weitere Zusätze oder weitere Behandlung zur Polymerisation verwendet
werden kann. Dieser Versuch wurde mit den gleichen Farbstoffen wie in
Beispiel 1 beschrieben durchgeführt.
Die Herstellung eines polymergeträgerten Katalysators erfolgt dadurch, daß
man zunächst ein gefärbtes Trägermaterial durch Copolymerisation von
geeigneten Monomeren, z. B. Styrol, mit einpolymerisierbaren Farbstoffen,
z. B. Styrylperylen oder Styrylperylenmonoimid herstellt und nach üblichen
Verfahren vernetzt. Dabei wird ein heterogenes Trägermaterial enthalten,
welches einen kovalent gebundenen, eingelagerten Farbstoff enthält.
Anschließend wird das Metallocen am gefärbten Trägerpolymer aufgebaut
oder koordiniert und mit MAO aktiviert. Es wird ein gefärbter Katalysator
erhalten, der ohne weitere Behandlung zur Polymerisation eingesetzt werden
kann.
Die Polymerisation von Ethylen mit den in Beispiel 1 bis 3 hergestellten
gefärbten geträgerten Katalysatoren wurde unter folgenden Bedingungen
durchgeführt. In einem 1-l-Autoklav mit 40 bar Ethendruck bei 70°C,
400 ml Hexan als Suspensionsmittel, 20 mg TiBAl (Tributylaluminium) als
Putzalkyl und einer Reaktionsdauer von 90 min wurde ein mit
Perylenmonoimid eingefärbter Katalysator eingesetzt, der eine Beladung von
30 µmol Zr/g Katalysator und ein Verhältnis von Al/Zr von 300/1 aufwies.
Nach Beendigung der Polymerisation wurden 35 g eine Produkts aus orange
fluoreszierenden Partikeln mit einer Teilchengröße von etwa 0,5 bis 1 mm
erhalten.
Es werden 2,5 g handelsübliches Silica/MAO (Witco TA 02794/HL/04) in
25 ml Toluol suspendiert und unter kräftigem Rühren wird mit einer Lösung
von 29 mg [Dimethyl-bis(2-methylbenzindenyl)silyl]zirconiumdichlorid und
zusätzlichen 3,0 ml MAO in 20 ml Toluol und anschließend mit einer Lösung
von 2 mg Terrylendiimid in 20 ml Toluol versetzt. Es wird abfiltiert und im
Vacuum getrocknet. Es werden 2,7 g eines Katalysators erhalten, der einen
Zirconiumgehalt von 19,8 µmol/g, ein Verhältnis von Al/Zr = 330 und einen
Farbstoffgehalt von 0,07 w/w % aufweist.
Es werden 5,0 g handelsübliches Silica/MAO (Witco TA 02794/HL/04) in
50 ml Toluol suspendiert und unter kräftigem Rühren wird mit einer Lösung
von 40 rac-Ethylenbis(indenyl)zirconiumdichlorid und zusätzlichen 4 ml MAO
in 20 ml Toluol und anschließend mit einer Lösung von 2 mg
Perylenmonoimid in 20 ml Toluol versetzt. Es wird abfiltiert und im Vacuum
getrocknet. Es werden 5,38 g eines Katalysators erhalten, der einen
Zirconiumgehalt von 19,1 µmol/g, ein Verhältnis von Al/Zr = 325 und einen
Farbstoffgehalt von 0,04 w/w % aufweist.
Es werden 37,5 g handelsübliches Silica (Grace SYLOPOL 2104) in 200 ml
Toluol suspendiert und unter kräftigem Rühren wird mit einer Lösung von
20 mg Naphthalinimidbenzanthronyl in 100 ml Toluol und anschließend mit
125 ml MAO in Toluol (10%) versetzt. Es wird abfiltiert, mit 100 ml Toluol
gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es werden 5,0 g des eingefärbten
Silica/MAO in 100 ml Toluol resuspendiert und mit einer Lösung von 40 mg
Bis(n-butylcyclopentadienyl)zirconiumdichlorid und zusätzlichen 2 ml MAO
in 20 ml Toluol versetzt. Es wird abfiltiert und im Vacuum getrocknet. Es
werden 5,14 g eines Katalysators erhalten, der einen Zirconiumgehalt von
20,0 µmol/g, ein Verhältnis von Al/Zr = 280 und einen Farbstoffgehalt von
0,04 w/w % aufweist.
Die Darstellung des polymeren Katalysator/Farbstoff/Träger-Systems erfolgt
analog der in M. Stork et al., Macromol, Rapid Commun. 20, 210-213
(1999) beschriebenen Methode. Zusätzlich wird ein copolymerisierbarer
Farbstoff in das Trägerpolymer eingebaut (Fig. 3).
Einbau von Styrylperylen in das Trägerpolymer. Es wird ein Katalysator
erhalten, der einen Zirconiumgehalt von 100 µmol/g und einen
Farbstoffgehalt von 1,0 w/w % aufweist.
Einbau von Styrylperylenmonoimid in das Trägerpolymer. Es wird ein
Katalysator erhalten, der einen Zirconiumgehalt von 100 µmol/g und einen
Farbstoffgehalt von 1,0 w/w % aufweist.
Die Polymerisation von Ethylen mit den in Beispiel 1 bis 3 hergestellten
gefärbten geträgerten Katalysatoren wurde unter folgenden Bedingungen
durchgeführt. In einem 0,25-l-Autoklav mit 2 bar Ethylendruck bei 50°C,
100 ml Ligroin (Kp. 80-95°C), 3 ml TiBA (10% in Pentan) und einer
Reaktionsdauer von 90 min wurde der Katalysator eingesetzt.
Die Polymerisation von Ethylen mit den in Beispiel 4 hergestellten gefärbten
geträgerten Katalysatoren wurde unter folgenden Bedingungen
durchgeführt. In einem 1-l-Autoklav mit 40 bar Ethylendruck bei 70°C,
400 ml n-Hexan und 1 ml TiBA (10% in Hexan) wurde der Katalysator aus
8a eingesetzt, der eine Beladung von 100 µmol Zr/g Kataysator und einen
Farbstoffgehalt von 1,0 w/w % aufweist. Der Katalysator wird mit 5,8 ml
MAO (10% in Toluol) versetzt, 30 min bei Raumtemperatur gerührt und in
den Reaktor überführt. Man erhält nach einer Reaktionsdauer von 90 min
57,0 g gefärbtes Polyethylen.
Claims (25)
1. Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren mittels
heterogener Katalyse, wobei Monomere an einen Katalysator
umgesetzt werden, der auf einen anorganischen Träger aufgebracht
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Katalysator oder/und Träger ein Farbstoff adsorbiert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Trägermaterial Silica, MgCl2 oder MgH2 eingesetzt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbstoff vor, während oder/und nach dem
Zusammenbringen von Katalysator und anorganischen Träger
aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbstoff bei der Herstellung des anorganischen Trägers in
den Träger eingebaut wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Katalysator verwendet wird, der mindestens ein Metall
enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Katalysator ein Metallocen, insbesondere ein Titanocen oder
Zirconocen verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Katalysatorsystem bestehend aus einem Metallocen und
einem Cokatalysator verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Katalysator ein Ziegler-Katalysator verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der anorganische Träger zunächst mit einem Cokatalysator
behandelt wird und anschließend der Farbstoff adsorptiv vor oder/und
nach dem Aufbringen des Katalysators aufgebracht wird.
10. Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren mittels
heterogener Katalyse, wobei Monomere an einem Katalysator
umgesetzt werden, der auf einen organischen Träger aufgebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem organischen Träger ein Farbstoff eingelagert ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Trägermaterial Polystyrol eingesetzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der organische Träger den Farbstoff in dispergierter oder/und
gelöster Form enthält.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11
dadurch gekennzeichnet,
daß der organische Träger den Farbstoff kovalent gebunden enthält.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Herstellung des organischen Trägers ein Farbstoff
zugesetzt wird, der eine polymerisierbare Gruppe enthält oder/und mit
einer polymerisierbaren Gruppe verknüpft ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Katalysator verwendet wird, der mindestens ein Metall
enthält.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Katalysator ein Metallocen, insbesondere ein Titanocen oder
Zirconocen verwendet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Katalysatorsystem bestehend aus einem Metallocen und
einem Cokatalysator verwendet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Katalysator ein Ziegler-Katalysator verwendet wird.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Monomere eingesetzt werden, die mindestens eine Vinylgruppe
enthalten.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Polyethylen, ein Polypropylen oder/und ein Polyethylen-C3-C20-Ole
fin-Polymer hergestellt wird.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Farbstoff ein Fluoreszenzfarbstoff eingesetzt wird.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbstoff ausgewählt wird aus Perylen-Farbstoffen, Cumann-
Farbstoffen oder/und Triphenylmethan-Farbstoffen.
23. Gefärbtes Polymer, erhältlich durch ein Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis 22.
24. Gefärbtes Polymer nach Anspruch 23,
gekennzeichnet durch
eine mikrohomogene Verteilung des Farbstoffes im Polymer.
25. Gefärbtes Polymer nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß es eine Migrationsstabilität ≧3 aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127482 DE19927482A1 (de) | 1999-06-16 | 1999-06-16 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127482 DE19927482A1 (de) | 1999-06-16 | 1999-06-16 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19927482A1 true DE19927482A1 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7911444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999127482 Withdrawn DE19927482A1 (de) | 1999-06-16 | 1999-06-16 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Polymeren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19927482A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009005367A1 (de) * | 2009-01-21 | 2010-07-22 | Süd-Chemie AG | Feststoffkatalysator und Katalysatorträger |
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1999
- 1999-06-16 DE DE1999127482 patent/DE19927482A1/de not_active Withdrawn
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