DE19925032A1 - Lagerung einer Arretiervorrichtung - Google Patents
Lagerung einer ArretiervorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Rastvorrichtung für eine Schaltwelle eines Schaltgetriebes mit einem Arretierbolzen (1), der in Richtung der Schaltwelle federbelastet (2) und in Arretierrichtung in einer mit dem Getriebegehäuse in Wirkverbindung stehenden Hülse (7) geführt ist. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist der Arretierbolzen (1) mittels Wälzkörper (5), die in einem Käfigring (6) geführt sind, in der Hülse (7) gelagert, wobei mit dem Käfigring (6) zumindest ein Federelement (9) verbunden ist, das unter Vorspannung an der Innenfläche der Hülse (7) und/oder an der Mantelfläche des Arretierbolzens (1) anliegt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rastvorrichtung für die Arretierung der
Dreh- oder Längsbewegung einer Welle, insbesondere einer Schaltwelle eines
Schaltgetriebes, mit zumindest einem Arretierbolzen, der in Richtung der
Schaltwelle federbelastet und in Arretierrichtung im Getriebegehäuse oder ei
nem mit dem Getriebegehäuse in Wirkverbindung stehenden Bauelement ge
führt ist.
Aus der gattungsbildenden deutschen Patentschrift DE- 30 47 117 C2 ist eine
Rastvorrichtung bekannt, bei der der Arretierbolzen in einer Hülse gelagert ist,
die ihrerseits in einem Getriebegehäuse eingesetzt ist und wobei innerhalb der
Hülse eine Druckfeder angeordnet ist.
Der Arretierbolzen ist innerhalb der Hülse gleitend gelagert, wobei das Problem
besteht, daß das Spiel zwischen dem Bolzen und der Hülse nicht zu groß und
nicht zu klein sein darf. Der Fertigungsaufwand und daher die Kosten für eine
solche Lagerung sind daher sehr hoch. Da es trotz großem Fertigungsaufwand
nicht auszuschließen ist, daß ein gewisses Radialspiel zwischen Arretierbolzen
und Hülse bzw. Gehäuseteil vorhanden ist bzw. entsteht, kann der Arretierbol
zen bei der Betätigung der Schaltwelle von der einen Rastausnehmung zu der
anderen, d. h. von der einen Arretierstellung zur anderen springen. Dies führt
zu Geräuschen, die unerwünscht sind.
Es sind auch allgemein Längsführungslager bekannt, z. B. deutsches Patent
DE- 32 15 758 C2, die als Wälzlager ausgebildet sind, wobei die Wälzkörper in
einem Käfig geführt sind.
Um eine ungewollte Verschiebung der Wälzkörper und des Käfigs zwischen
der Welle, der Stange und dergleichen und dem Gehäuseteil zu vermeiden,
sind an einigen Stellen anstelle der Wälzkörper Reibungskörper in den Käfig
eingesetzt, die die Bewegung des Käfigs bremsen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Mängel der Lösung des gattungsbildenden
Standes der Technik zu vermeiden und eine Rastvorrichtung, insbesondere
Arretierung für Schaltwellen zur Verfügung zu stellen, bei der der Arretierbol
zen sich zwar leicht bewegen läßt, aber ohne Geräuschbildung von Arretier
stellung zu Arretierstellung bewegbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß der Arretierbolzen mittels
Wälzkörper, die in zumindest einem Käfigring geführt sind, in dem Getriebege
häuse oder dem Bauelement gelagert ist und daß mit dem Käfigring zumindest
ein Federelement verbunden ist, das unter Vorspannung an der Innenfläche
des Getriebegehäuse oder Bauelements und/oder an der Mantelfläche des
Arretierbolzens anliegt. Dadurch wird erreicht, daß trotz leichtgängiger Lage
rung des Arretierbolzens mittels Wälzkörper eine gebremste bzw. gedämpfte
Bewegung mittels des Federelements erzeugt wird, so daß kein Springen und
keine Geräuschbildung beim Betätigen der Schaltwelle erfolgt. Bei geeigneter
Auslegung des Federelements ist eine wirksame Dämpfung bzw. Bremsung
auch noch dann gegeben, wenn ein gewisses Spiel zwischen Arretierbolzen
und Gehäuse bzw. Bauelement vorhanden ist bzw. durch Verschleiß entsteht.
Für diesen Anwendungsfall gibt die Lösung nach der DE-32 15 758 C2 keine
Anregung, da es sich zum einen um ein anderes Sachgebiet handelt, zum an
deren aber bei dieser bekannten Lösung eine Verschiebung bzw. ein Heraus
fallen des Käfigs vermieden werden soll, während bei dem Arretierbolzen ein
Kippen bzw. eine Geräuschbildung durch vorhandenes Radialspiel vermieden
werden soll. Radialspiel wird aber bei der älteren Patentschrift nicht angespro
chen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
2 bis 14.
Zunächst wird davon ausgegangen, daß die Wälzkörper in einem einzigen
Käfigring angeordnet sind, wobei je nach Größe des Arretierbolzens auch meh
rere Wälzkörperreihen vorgesehen sein können. In einem solchen Fall ist es
vorteilhaft, wenn das oder die Federelemente als streifenförmige oder zungen
artige Verlängerungen ausgebildet sind, die seitlich in Längsrichtung des Arre
tierbolzens am Käfigring befestigt bzw. einstückig mit diesem hergestellt sind.
Es können aber auch zwei Käfigringe mit entsprechenden Federelementen
vorgesehen sein, wobei die zungenartigen Verlängerungen gegeneinander
gerichtet sind und je nach Größe und Anzahl auch geeignet sind, einen Ab
stand zwischen den Käfigringen zu erzeugen.
Es ist aber auch möglich, zwischen zwei Käfigringen einen Zwischenring vor
zusehen, der die Federelemente trägt. Diese können wiederum seitlich von
diesem Zwischenring abstehen, und zwar so, daß sie einander gegenüberlie
gen oder auch versetzt zueinander angeordnet sind.
Die streifenförmigen oder zungenartigen Verlängerungen können je nach
Werkstoff der Käfigringe oder des Zwischenrings aus demselben Material her
gestellt sein und vorzugsweise dann, wenn diese aus einem metallischen
Werkstoff hergestellt sind, eine besondere Formgebung, beispielsweise ein
Wellenprofil, aufweisen. Dabei wird durch das Wellenprofil der Abstand zwi
schen der Mantelfläche und der Innenfläche überbrückt und die Vorspannung
erzeugt. Die Federelemente bzw. die streifen- oder zungenartigen Verlänge
rungen können aber auch ausgehend von den Käfigringen oder dem Zwischen
ring in ihrer radialen Erstreckung zunehmen und aus elastischem Material,
beispielsweise Kunststoff, hergestellt sein. Sie können auch radial zum Arre
tierbolzen nach innen und/oder radial nach außen Vorsprünge bzw. Noppen
oder dergleichen aufweisen, durch die die Vorspannung erzeugt und die
Dämpfung erreicht wird. Dabei kann das gesamte Material der Federelemente
bzw. der streifenförmigen bzw. zungenartigen Verlängerungen aus elastischem
Material oder nur die Vorsprünge und Erhebungen aus elastischem Material
hergestellt sein.
Erwähnt sei, daß es bei den Federelementen nicht auf eine besondere Form
gestaltung ankommt, sondern auf ihre Ausbildung und Wirkung im Sinne einer
Vorspannung in Richtung der Innenfläche des Getriebegehäuses bzw. des
Bauelements oder in Richtung der Mantelfläche des Arretierbolzens bzw. in
beiden Richtungen.
In vorteilhafter Weise sind die Käfigringe mittels eines bzw. mehrerer Stege
miteinander verbunden, wobei die Federelemente an bzw. auf den Stegen an
geordnet und entsprechend den vorhergehenden Ausführungen ausgebildet
sind. Die Käfigringe können aber auch mittels eines Stegzylinders miteinander
verbunden sein, wobei die Verbindungsstege oder der Stegzylinder den Ab
stand zwischen der Mantelfläche und der Innenfläche weitgehend überbrücken
und vorzugsweise in Nuten gelagerte Innen- oder Außenringe tragen, die die
radiale Vorspannung bewirken. Dabei können sowohl die Verbindungsstege als
auch der Stegzylinder als auch die Ringe aus elastischem Material hergestellt
sein. Für die Ringe eignet sich beispielsweise Gummi bzw. ein gummiähnlicher
Werkstoff, wie z. B. Synthese-Kautschuk.
Der Stegzylinder oder die Verbindungsstege können aber auch ver
hältnismäßig dünn in radialer Richtung ausgebildet und eine Federhülse tra
gen, die die radiale Vorspannung bewirkt, entweder dadurch, daß sie selbst
elastisch ausgebildet ist oder daß sie Vorsprünge oder Erhebungen aufweist,
die ihrerseits elastisch sind.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Arretierbolzen mit zwei Käfigrin
gen und einem Federelement,
Fig. 2 einen Schnitt mit Teilansicht durch miteinander verbun
dene Käfigringe, die Federelemente tragen,
Fig. 3 miteinander verbundene Käfigringe entsprechend Fig. 2
in modifizierter Ausgestaltung,
Fig. 4 miteinander verbundene Käfigringe entsprechend Fig. 2
in modifizierter Ausgestaltung,
Fig. 5 miteinander verbundene Käfigringe mit modifizierten Fe
derelementen,
Fig. 6 Käfigringe, die mittels Stege miteinander verbunden sind,
in einer Darstellung gemäß Fig. 2 und
Fig. 7 Käfigringe, die mittels eines Stegzylinders miteinander
verbunden sind und eine Federhülse tragen, in einer Dar
stellung gemäß Fig. 2.
In den Fig. 1 bis 7 ist, soweit im einzelnen dargestellt, mit 1 ein Arretierbol
zen bezeichnet, der eine Ausnehmung aufweist, in der eine Druckfeder 2 gela
gert ist. Am gegenüberliegenden Ende weist der Arretierbolzen 1 eine Kalotte
auf, in der Kalottenkugeln 3 angeordnet sind, die die Lagerung und Führung
einer Arretierkugel 4 übernehmen. Der Arretierbolzen 1 ist weiterhin mittels
Wälzkörper 5, die als Kugeln ausgebildet sind und in zwei Käfigringen 6 ge
führt sind, in einer Hülse 7 gelagert, die nicht dargestellt, in einem Gehäuse,
vorzugsweise Getriebegehäuse eingesetzt ist. Die Käfigringe 6 sind mittels
Stege 8 miteinander verbunden, wobei die Stege 8 Federelemente 9 tragen,
die eine Vorspannung zwischen dem Arretierbolzen 1 und der Hülse 7 erzeu
gen.
In den Fig. 2 bis 5 sind die Käfigringe 6 mit Stegen 8 und Federelementen
9 in vergrößertem Maßstab dargestellt, wobei die allgemein mit 9 bezeichneten
Federelemente als streifenförmige Verlängerungen 10 ausgeführt sind, die
gemäß den Fig. 2 und 4 einstückig mit den Käfigringen, vorzugsweise aus
Kunststoff hergestellt sind. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 nimmt der
Querschnitt der streifenförmigen Verlängerungen von den Käfigringen 6 aus
gehend zu, so daß die radiale Vorspannung erzeugt wird. Beim Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 4 weisen die streifenfömigen Verlängerungen 10 an ihren
Enden Erhebungen 11 auf, die anstelle der Formgebung nach Fig. 2 die ra
diale Vorspannung erzeugen.
In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 3 und 5 sind die streifenförmigen
Verlängerungen 10 von einem mittleren Bereich zwischen den Käfigringen 6
ausgehend, in Richtung der Käfigringe ausgerichtet und entsprechend den
Verlängerungen nach den Fig. 2 und 4 geformt. In den Ausführungsbei
spielen gemäß den Fig. 2 bis 5 sind die Käfigringe über nicht im einzelnen
dargestellte Stege miteinander verbunden.
In Fig. 6 sind die Käfigringe 6 mittels Verbindungsstege 8 miteinander ver
bunden, wobei die Verbindungsstege eine größere radiale Ersteckung haben
und an ihrem Außenumfang in Nuten angeordnete Ringe 13 tragen, wobei die
se an der Innenfläche der Hülse 7 anliegen.
In Fig. 7 sind die Käfigringe 6 mittels eines Stegzylinders 12 miteinander ver
bunden, wobei der Stegzylinder eine Federhülse 14 aufnimmt, auf der Vor
sprünge 15 angeordnet sind, die mit der Innenfläche der Hülse 7 in Wirkver
bindung stehen.
1
Arretierbolzen
2
Druckfeder
3
Kalottenkugeln
4
Arretierkugel
5
Wälzkörper
6
Käfigring
7
Hülse
8
Verbindungssteg
9
Federelement
10
streifenförmige Verlängerung
11
Erhebung
12
Stegzylinder
13
Ring
14
Federhülse
15
Vorsprung
Claims (14)
1. Rastvorrichtung für die Arretierung der Dreh- oder Längsbewe
gung einer Welle, insbesondere einer Schaltwelle eines Schaltge
triebes, mit zumindest einem Arretierbolzen (1), der in Richtung
der Schaltwelle kraftbelastet (2) und in Arretierrichtung im Getrie
begehäuse oder einem mit dem Getriebegehäuse in Wirkverbin
dung stehenden Bauelement (7) geführt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Arretierbolzen (1) mittels Wälzkörper (5), die in
zumindest einem Käfigring (6) geführt sind, in dem Getriebege
häuse oder dem Bauelement (7) gelagert ist und daß mit dem Kä
figring (6) zumindest ein Federelement (9) verbunden ist, das un
ter Vorspannung an der Innenfläche des Getriebegehäuses oder
Bauelements (7) und/oder an der Mantelfläche des Arretierbolzens
(1) anliegt.
2. Rastvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federelement (9) als streifenförmige Verlängerung (10) aus
gebildet ist, die vorzugsweise in Längsrichtung des Arretierbol
zens (1) ausgerichtet ist.
3. Rastvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das oder die Federelemente (9) seitlich am
Käfigring (6) angeordnet sind.
4. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwei beabstandete Käfigringe (6)
vorgesehen sind und die Federelemente (9) gegeneinander ausge
richtet sind.
5. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Käfigringen (6) ein
Zwischenring vorgesehen ist, an dem die Federelemente (9) ange
ordnet sind.
6. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Federelemente (9) aus einem
metallischen Werkstoff oder aus Kunststoff hergestellt sind.
7. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Federelemente (9) durch ihre
Formgebung, z. B. Wellenprofil, den Abstand zwischen der Mantel
fläche und der Innenfläche überbrücken und die Vorspannung er
zeugen.
8. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Federelemente (9) in ihrer Ab
messung radial zum Arretierbolzen (1) variieren.
9. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Federelemente (9) Erhebungen
(11) oder Vorsprünge radial zum Arretierbolzen (1) haben.
10. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Käfigringe (6) mittels eines oder
mehrerer Verbindungsstege (8) mit Abstand zueinander gehalten
sind und der oder die Verbindungsstege (8) die Federelemente (9)
aufweisen.
11. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der oder die Verbindungsstege (8)
parallel zu den Käfigringen (6) ausgerichtete Ringe (13) tragen,
die vorzugsweise in Nuten gelagert sind.
12. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der oder die Verbindungsstege (8)
eine parallel zu den Käfigringen (6) angeordnete Federhülse (14)
tragen, die elastisch ausgebildet ist und/oder elastische Vorsprün
ge (15) oder Erhebungen aufweist.
13. Rastvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen den Käfigringen (6) ein
Stegzylinder (12) vorgesehen ist, der die Ringe (13) oder die Fe
derhülse (14) trägt.
14. Rastvorrichtung nach Anspruch 11 oder Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringe (13) aus einem elastischen Mate
rial hergestellt sind.
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