DE19924308C2 - Leuchtstofflampensystem für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Leuchtstofflampensystem für ein KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Leuchtstofflampensystem für ein
Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, das vor
zugsweise als Kraftfahrzeug-Innenraumbeleuchtung ausgelegt
ist.
Leuchtstofflampen zeichnen sich durch energiesparende, weit
gehend schattenfreie Beleuchtung mit einem hohen Farbwieder
gabeindex aus. Bislang waren sie allerdings im Kraftfahrzeug
noch nicht eingesetzt. Dies liegt zum einen daran, daß sie
geringe Mengen von Quecksilber enthalten, die bei Zerstörung
der Leuchtstoffröhren aufgrund eines Unfalls oder einer an
derweitig hervorgerufenen Beschädigung die Fahrzeuginsassen
und die Umwelt gefährden können. Eine Bruchgefahr kann sich
abhängig vom Einbauort, vorzugsweise im Kraftfahrzeug-
Dachhimmel, auch durch eine Airbag-Auslösung ergeben. Weiter
hin werden Leuchtstofflampen mit Hochspannungen von bis zu
1000 V und mehr gezündet und auch stationär mit hoher Span
nung von typischerweise 200 bis 350 V betrieben. Damit erge
ben sich Abschirmungsprobleme im Hinblick auf die elektromag
netische Verträglichkeit (EMV) und den Schutz der Fahrzeugin
sassen.
Die DE 198 01 587 A1, die Stand der Technik nach § 3(2) PatG
ist, offenbart ein Leuchtstofflampensystem nach dem Oberbeg
riff des Anspruchs 1.
Die DE 295 13 018 U1 offenbart ein Leuchtstofflampensystem,
das, bis auf die Anpassung an die Verwendung bei normalen
Einsatzbedingungen des Kraftfahrzeugs, die Merkmale des Ober
begriffs des Anspruchs 1 aufweist, aber nur zur Beleuchtung
des Innenraums auf Messen und Ausstellungen angepaßt ist.
Die DE 36 30 407 A1 offenbart eine Innenraum-Beleuchtungsan
ordnung für Personenbeförderungsgroßfahrzeuge.
Die DE 295 21 020 U1 offenbart einen Träger für Leuchtstoff
lampen, der aus einem zylindrischen Gehäuse besteht, in den
eine Leuchtstofflampe üblicher Bauart eingeschoben wird.
Die DE 43 06 883 A1 offenbart eine Innenbeleuchtung für Kfz,
bei der eine Leuchtstoffröhre in ein Kunststoffgehäuse einge
setzt ist und ein Transformator über ein Kabel mit dem Gehäu
se verbunden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Leuchtstofflam
pensystem zu schaffen, das in einem Kraftfahrzeug ohne Ge
fährdungsprobleme einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Leuchtstofflampensystem
nach Anspruch 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen angegeben.
Bei dem Kraftfahrzeug-Leuchtstofflampensystem ist die oder
jede Leuchtstoffröhre durch ein mindestens teilweise transpa
rentes Gehäuse umgeben, in dem auch ein Transformator oder
ein elektronisches Vorschaltgerät angeordnet ist. Damit ist
eine Beschädigungsgefahr der Leuchtstoffröhre ausgeschlossen
oder zumindest weitestgehend verhindert. Schlagbeanspruchun
gen, Stöße oder ähnliches werden durch das Gehäuse abgefangen
und wirken nicht auf die Leuchtstoffröhre ein. Zugleich dient
das Gehäuse auch als Auffangbehälter, sofern die Leuchtstoff
röhre aus irgendwelchen Gründen doch brechen sollte. Die aus
der Leuchtstoffröhre austretenden Substanzen oder Glassplit
ter werden dann durch das Gehäuse aufgefangen, so daß keine
Kontaminierungs- oder Verletzungsgefahr gegeben ist.
Das Gehäuse ist mit der Schutzfolie versehen, insbesondere
von dieser eng anliegend umgeben. Damit wird die Bruchgefahr
des Gehäuses und der Leuchtstoffröhre noch erheblich vermin
dert. Selbst bei Auftreten von Rissen im Gehäuse oder der
Leuchtstoffröhre wird weiterhin zuverlässig ein Austreten von
gesundheits- oder umweltgefährdenden Stoffen verhindert. Auch
die Hochspannung führenden Leitungsabschnitte im Gehäuse sind
dann noch besser abgekapselt.
Ferner ist in dem Gehäuse ein Transformator oder Vorschaltge
rät angeordnet, so daß die zum Zünden und für den Betrieb der
Leuchtstoffröhre notwendigen Hochspannungen lokal im Gehäuse
generiert werden können. Die durch das Kraftfahrzeug verlau
fenden Stromleitungen müssen daher nur mit geringer, berüh
rungsungefährlicher Spannung von z. B. weniger als 60 V ge
speist werden. Damit können auch Leuchtstofflampen in Form
von sich durch ihre mechanische Stabilität auszeichnenden
Kaltkathodenröhren mit Zünd-Hochspannungen von bis zu 1000 V
und mehr sowie stationären Speisespannungen von beispielswei
se 200 bis 350 V betrieben werden, ohne daß diese hohen Span
nungen außerhalb des Lampengehäuses wirksam werden. Für die
Zuleitungen vom Bordnetz bis zum Transformator oder Vor
schaltgerät können damit einfache, nicht speziell abgeschirm
te Kabel verlegt werden, die keine speziellen Isolationsmaß
nahmen erfordern, da sie selbst nach Durchscheuerung und
blankliegenden Leitern keine Berührungsgefahr begründen und
ferner auch keine nennenswerte magnetische Abstrahlung verur
sachen. Damit ergibt sich gute elektromagnetische Verträg
lichkeit (EMV), optimaler Schutz der Fahrzeuginsassen und
auch geringer Kostenaufwand.
Das Gehäuse kann aus zwei oder mehrerer Einzelteilen, bei
spielsweise Halbschalen, bestehen, so daß die Leuchtstoffröh
re oder Leuchtstoffröhren sowie der Transformator oder das
Vorschaltgerät einfach einbringbar sind, wobei die Gehäuse
teile dann nach Montage der Innenkomponenten abdichtend ver
bunden werden.
Alternativ kann das Gehäuse als Röhre ausgebildet sein, so
daß die Leuchtstoffröhre und der Transformator oder das zur
Spannungsaufwärtstransformation dienende elektronische Vor
schaltgerät von einer der Stirnseiten der Gehäuseröhre einge
führt werden können. Da die Leuchtstoffröhren nicht sehr heiß
werden, ergibt sich keine Gefahr einer thermischen Beschädi
gung des Schutzgehäuses.
Die Schutzfolie umgibt vorzugsweise auch die beiden, an den
Enden der Leuchtstoffröhre vorhandenen Anschlußdrähte, so daß
diese mechanisch festgelegt sind und damit zugleich auch eine
zusätzliche Festlegung der Leuchtstoffröhre erfolgt.
Vorzugsweise ist das Gehäuse und/oder die Schutzfolie teil
weise mit einem reflektierenden und/oder elektromagnetisch
abschirmenden Material überzogen, so daß verbesserte Licht
ausbeute und Lichtführung zu den gewünschten, zu beleuchten
den Bereichen und/oder eine gute elektromagnetische Abschir
mung gegen das Austreten der elektromagnetischen Felder aus
dem Lampengehäuse heraus erreicht wird.
In bevorzugter Ausgestaltung sind die für den Durchtritt der
Spannungsversorgungsleitung vorgesehenen Gehäuse-
Durchführungen abgedichtet, so daß eine allseits gekapselte
Lampeneinheit geschaffen ist, wobei durch das Dichtmaterial
zugleich auch eine mechanische Festlegung der Spannungsver
sorgungsleitungen im Gehäusebereich erzielt wird.
Vorzugsweise sind die Spannungsversorgungsleitungen als fle
xibler Flachleiter ausgebildet, der problemlos verlegbar ist,
gute Stromtragfähigkeit besitzt und aufgrund seiner geringen
Dicke z. B. unter der Dachhimmelverkleidung problemlos verleg
bar ist.
Vorzugsweise ist das Kraftfahrzeug-Leuchtstofflampensystem am
Kraftfahrzeug-Dachhimmel in zwei oder mehr parallelen Reihen
angeordnet, die von einer gemeinsamen Wechselspannungsquelle
gespeist werden. Das Lampensystem liegt somit in Form von
Lichtbändern vor, so daß sich eine flugzeugbeleuchtungsähnli
che Konstruktion ergibt.
In vorteilhafter Ausgestaltungen kann jeder Transformator
zwei Leuchtstofflampen als Paar speisen, die entweder in ei
nem gemeinsamen Gehäuse oder in getrennten Gehäusen angeord
net sind. In letzterem Fall ist ein Hochspannungskabel vom
Transformator oder Vorschaltgerät aus dem Gehäuse der einen
Lampe heraus bis zum anderen Lampengehäuse geführt und mit
der dortigen Leuchtstoffröhre verbunden.
Das Lampensystem findet vorzugsweise im Kraftfahrzeug-
Dachhimmel Anwendung, kann aber auch an anderer Kraftfahr
zeugstelle, beispielsweise in Seitenbereichen, Kofferraum,
Laderaum oder dergleichen angebracht sein.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispie
len unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Leucht
stofflampensystems,
Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 veranschaulicht ein abgeändertes Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 zeigt die räumliche Anordnung einer Ausführungsform
des Leuchtstofflampensystems,
Fig. 5 zeigt eine modifizierte Verdrahtung und
Fig. 6 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Verdrahtung
und Anordnung.
Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel umfaßt eine
Leuchtstoffröhre 1, die im Inneren einer mechanisch stabilen
Schutzröhre 2 vorzugsweise koaxial angeordnet ist. Die
Schutzröhre 2 besteht aus transparentem Material, vorzugswei
se Glas oder Kunststoff. Die Schutzröhre 2 ist allseitig von
einer eng anliegenden Schutzfolie 3 umschlossen, die auch die
an beiden Enden der Leuchtstoffröhre 1 vorgesehenen Anschluß
drähte 4, 4' umgibt und damit gegenüber externer Berührung
schützt. Zusätzlich oder alternativ können die Röhrenan
schlußdrähte 4, 4' in der Schutzröhre 2 durch eine mit dem
Leuchtstoffröhrenglas verbundene Umspritzung oder durch ein
sich an der Schutzröhre 2 intern abstützendes Kunststoffge
häuse ummantelt sein, so daß sich eine mechanische Absiche
rung der Röhrenbefestigung ergibt. Die Leuchtstoffröhre 1
kann zusätzlich auch durch beispielsweise scheibenförmige Ab
standshalter abgestützt sein. Wenn der Leuchtstoffröhrendraht
mit Kunststoff umspritzt ist, reicht diese Umspritzung vor
zugsweise bis zur Leuchtstoffröhre 1 und umschließt diese
mindestens an ihren Endbereichen, so daß eventuell auftreten
de Kräfte über das Röhrenglas abgeleitet werden und damit
keine Beschädigungen der Anschlußdrähte 4, 4' hervorrufen
können.
Die Schutzfolie 3 dient zum Auffangen von Glassplittern im
Fall einer Zerstörung der Leuchtstoffröhre 1 sowie zum Verhindern
des Ausströmens von Quecksilberdämpfen bei einer Zer
störung der Leuchtstoffröhre 1 und besteht in diesem Fall
z. B. aus Polypropylen. Ferner kann die Schutzfolie 3 und ge
gebenenfalls auch die Schutzröhre 2 mit reflektierendem Mate
rial beschichtet sein, so daß der von der Beleuchtungsröhre 1
erzeugte Lichtstrom in Richtung zum Passagierraum umlenkt
wird. Die Beschichtung mit reflektierendem Material kann auf
mehrere Teile des Umfangs verteilt sein, um hierdurch eine
Lichtaufteilung in verschiedene Richtungen zu erreichen. Die
Schutzfolie dient in diesem Fall als Reflektor, kann aber
auch allgemein als Träger für optische Materialien benutzt
werden, die den Lichtstrom in die gewünschten Richtungen len
ken. Zusätzlich kann die Schutzfolie 3 und/oder die Schutz
röhre 2 Materialien enthalten (z. B. als Beschichtung), die
eine elektromagnetische Abschirmung sicherstellen.
Im Inneren der Schutzröhre 2 ist, von der Schutzfolie 3 um
schlossen, ein Transformator oder ein elektronisches Vor
schaltgerät 5 zur Spannungsaufwärtstransformation angebracht,
der bzw. das eingangsseitig mit einer durch die Schutzfolie
abgedichtet hindurchgeführten Leitung 6 verbunden ist. Die
Leitung 6 ist mit einer externen Wechselspannungsquelle ver
bunden, die aus der Bordspannung eine niedrige, berührungsun
kritische Spannung von unter 60 V (gemessen gegen Masse), je
doch mit hoher Frequenz von beispielsweise 70 kHz erzeugt.
Diese hohe Frequenz erlaubt es, den Transformator 5 kompakt
auszulegen. Alternativ kann auf der Leitung 6 auch Gleich
spannung von unter 60 V übertragen werden, die durch das
elektronische Vorschaltgerät 5 in eine Wechselspannung mit
der zum Zünden und für den stationären Betrieb der Leucht
stoffröhre 1 erforderlichen hohen Amplituden und Frequenz
transformiert wird. Der Transformator bzw. das Vorschaltgerät
5 sind über Leitungen 7, 7' mit den Leuchtstoffröhren-
Anschlußdrähten 4, 4' verbunden, so daß die an den Ausgängen
des Transformators 5 bzw. Vorschaltgeräts abgegebene Hoch
spannung an die Leuchtstoffröhre 1 angelegt wird.
Die Schutzfolie 3 kann alternativ auch in die Schutzröhre 2
auf deren Innenseite oder in Sandwich-Bauweise zwischen zwei
Glasschichten der Schutzröhre 2 eingebracht sein.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Lampenan
ordnung, bei der die Leuchtstoffröhre 1 in einem Gehäuse 8
eingebaut ist, das aus zwei oder mehr Teilen besteht und die
Leuchtstoffröhre 1 vollständig umschließt. Zur Montage wird
die Leuchtstoffröhre 1 bei geöffnetem Gehäuse 8 in dieses
eingelegt und mechanisch verankert. Danach, oder auch bereits
zuvor, wird der Transformator oder das Vorschaltgerät 5 in
das geöffnete Gehäuse 8 eingebracht und seine Ausgänge über
die Leitungen 7, 7' mit den Leuchtstoffröhren-Anschlüssen
verbunden. Gegebenenfalls kann die Leitung 7' auch entfallen
und direkt durch den Leuchtstoffröhren-Anschlußdraht 4' ge
bildet sein, was auch für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
1 zutrifft. Die Leuchtstoffröhren-Anschlußdrähte können auch
bei diesem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 von einer mit dem
Leuchtstoffröhrenglas verbundenen Umspritzung, oder durch ein
Kunststoffgehäuse ummantelt sein, das einen Kontakt (IDC-
Kontakt) zum Draht enthalten kann. Hierdurch läßt sich eine
mechanische Absicherung der Röhrenbefestigung im Gehäuse er
zielen. Abschließend werden die Gehäuseteile des Lampengehäu
ses 8 geschlossen und durch Schweißen oder eine mechanische
Verbindung verschlossen. Hierbei werden sie vorzugsweise
durch eine zwischen den Anlageflächen befindliche Dichtung
abgedichtet. Die im Gehäuse 8 für die Durchführung der Lei
tung 6 vorhandene Durchführung kann mittels eines Dichtmate
rials oder einer Abdichtung, wie sie in der Steckertechnik
eingesetzt wird (Seals), abgedichtet sein.
Im Gehäuse 8 können auch noch weitere Leuchtstoffröhren 1 un
tergebracht sein. Das Gehäuse 8 dient in gleicher Weise wie
die Schutzröhre 2 samt Schutzhülle 3 beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 zum Auffangen von Glassplittern bei einer even
tuellen Zerstörung der Leuchtstoffröhre(n) 1, zum Verhindern
des Ausströmens von Quecksilberdämpfen bei einer Zerstörung
der Leuchtstoffröhre(n) gegebenenfalls zur Aufnahme optischer
Elemente wie Reflektoren, Streuscheiben usw., als Träger für
Materialien, die eine elektromagnetische Abschirmung (eventu
ell zusätzlich zu Reflexionseigenschaften) sicherstellen, zur
Aufnahme des Transformators bzw. Vorschaltgeräts 5, die die
niedrige Wechselspannung von z. B. 42 V in die für den Betrieb
der Leuchtstoffröhre 1 benötigte Hochspannnung lokal umwan
deln, und ferner zum Schutz der Fahrzeuginsassen gegenüber
der Hochspannung.
In Fig. 3 ist eine abgeänderte, auf dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 aufbauende Ausführungsform der Lampenanordnung
gezeigt, wobei die vorstehenden Angaben zum Gehäuse 8 und
dessen Aufbau und Funktionsweise in gleicher Weise auch für
das in Fig. 3 gezeigte Gehäuse 8 zutreffen. Die durch das
Kraftfahrzeug zum Lampengehäuse 8 geführte elektrische Zulei
tung ist hier als flexibler Flachleiter 9 ausgebildet, der
eine flexible, aus Kunststoff bestehende Trägerfolie 10 und
zwei auf dieser vorhandene Leiterbahnen 11 mit rechteckigem
Querschnitt umfaßt. Der flexible Flachleiter 9 ist in das Ge
häuse 8 hineingeführt und gegebenenfalls auch vollständig
durch dieses hindurchgeführt, so daß er an der anderen Gehäu
seseite wieder austritt. Auf den Leitungen 11 wird eine Wech
selspannung mit einer von Spitze zu Spitze gemessenen Ampli
tude von z. B. 84 V, d. h. 42 V gegen Masse, und einer Frequenz
von mehr als 10 kHz, beispielsweise 70 kHz übertragen, so daß
der Transformator bzw. das Vorschaltgerät 5 kompakt ausgelegt
werden können. Der Transformator bzw. das Vorschaltgerät 5
ist eingangsseitig über entsprechende Verbindungsleitungen
mit den Leiterbahnen 11 verbunden.
Der flexible Flachleiter 9 trägt weiterhin drei Leiterbahnen
12 bis 14, die von den Leiterbahnen 11 getrennt ausgebildet
sind und in Leiterlängsrichtung verlaufen. Die Leiterbahnen
12 bis 14 sind mit drei Ausgängen des Transformators bzw.
Vorschaltgeräts 5 verbunden und werden von diesem mit der
Zündspannung und der stationären Betriebswechselspannung,
z. B. 300 V bei 70 kHz, gespeist. Die Leuchtstoffröhre 1 ist
mit den Leiterbahnen 12 und 13 verbunden, wobei die Leiter
bahn 13 als Null-Leiter dient. Die Leiterbahnen 13 und 14
dienen zur Speisung einer weiteren Leuchtstoffröhre, die in
demselben Gehäuse oder in einem anderen Gehäuse angeordnet
ist. Hierbei wird die Leitung 14 mit denselben Potentialen
wie die Leitung 12 gespeist.
Der flexible Flachleiter 9, der abgedichtet in das Gehäuse 8
eingeführt oder durchgeführt ist, kann auch als mechanischer
Träger für den Transformator bzw. das Vorschaltgerät 5 dienen
und ist in diesem Fall fest mit dieser Komponente verbunden.
Damit ergibt sich weniger Material- und Fertigungsaufwand.
Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Anordnung des Lampensystems im
Kraftfahrzeug, und zwar am Dachhimmel 15. Das Lampensystem
enthält acht Leuchtstofflampen 16, die in zwei parallelen
Reihen als Lichtbänder in Fahrtrichtung nahe bei den Seiten
rändern des Dachhimmels angeordnet sind. Die Lampen 16 sind
paarweise zusammengefaßt, wobei für jedes Paar ein eigener
Transformator 5 (oder Vorschaltgerät) vorgesehen ist, der
über jeweils zwei Leitungen separat an ein nicht dargestell
tes, als Wechselspannungsquelle dienendes Steuer- und Schalt
gerät angeschlossen ist. Das Steuer- und Schaltgerät kann
z. B. in einer Dachbedieneinheit mit manuell betätigbaren
Schaltern integriert sein. Das Steuer- und Schaltgerät legt
an jeden zu betreibenden Transformator 5 (oder Vorschaltge
rät) über die beiden zugehörigen Leitungen ein sinusförmiges
Spannungssignal von beispielsweise 84 V SS (Spitze-Spitze) an,
das zur Erzielung eines Dimm-Effekts gegebenenfalls pulswei
tenmoduliert sein kann.
Da nur ein Transformator oder Vorschaltgerät für jedes Lam
penpaar benötigt wird, ist der Montage-/Befestigungs- und Ko
stenaufwand geringer als im Fall eines Systems mit jeweils
einem Transformator pro Lampe. Für die Niederspannungsleitun
gen werden jeweils nur zwei Kontaktpunkte zum Transformator
(Vorschaltgerät) benötigt. Die Detailausgestaltung und Anord
nung der Leuchtstofflampen und der Transformatoren (Vor
schaltgeräte) kann in der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten
Weise ausgelegt sein.
In Fig. 5 ist eine abgeänderte Anordnung gezeigt, die sich
von der in Fig. 4 gezeigten Ausgestaltung im wesentlichen da
hingehend unterscheidet, daß die Transformatoren bzw. Vor
schaltgeräte auf Leiterplatten 17 angeordnet sind. Zusätzlich
ist auf den Leiterplatten 17 noch eine Leistungssteuerung zur
Dimmung des zugehörigen Lampenpaars angeordnet, wobei die
Leistungssteuerung hier ebenfalls durch Pulsweitenmodulation
oder in anderer Weise, beispielsweise durch Phasenanschnitts
steuerung oder Phasenabschnittssteuerung realisiert werden
kann. Ein weiterer Unterschied zur Gestaltung gemäß Fig. 4
besteht darin, daß die Niederspannungsversorgungsleitungen
für die Transformatoren als Sammelleitungen für mehrere Lei
terplatten ausgebildet sind, und die Leiterplatten durch ent
sprechende Anschlußleitungen mit diesen Niederspannungslei
tungen verbunden sind. Zusätzlich ist für jede Leiterplatte
eine eigene Steuerleitung zur Übertragung der Informationen
über den gewünschten Dimmgrad, die Einschaltung (Ausschaltung
und dergleichen verbunden. Damit kann jedes Lampenpaar sepa
rat geschalten oder gedimmt werden.
Fig. 6 zeigt eine Ausgestaltung, bei der pro Leuchtstofflampe
eine eigenen Leiterplatte vorgesehen ist, deren Spannungsver
sorgungseingangsanschlüsse mit zwei durchgehenden Leitungen
verbunden sind, auf denen das Steuergerät eine Sinuswech
selspannung mit beispielsweise 84 V SS bereitstellt. Für jede
Leiterplatte ist eine zusätzliche, vom Steuergerät ausgehende
Steuerleitung vorgesehen, über die die gewünschte Dimmgradin
formation und/oder ein Einschalt-/Ausschaltbefehl übertragen
wird.
Alternativ kann die Lampenanordnung auch so ausgestaltet
sein, daß die Leuchtstofflampen in der in den Fig. 4 bis 6
gezeigten Weise angeordnet sind, jedoch über je zwei separate
Speiseleitungen gespeist werden, die bis zu einem zentralen
Steuer- und Schaltgerät geführt sind. In diesem Fall kann die
Hochspannungserzeugung zentral in dem Steuer- und Schaltgerät
erfolgen. Allerdings müssen dann über die vorzugsweise als
flexibler Flachleiter ausgebildeten Verbindungsleitungen die
entsprechenden Hochspannungssignale geführt werden, so daß
besondere Schutzmaßnahmen für den Berührungsschutz und die
elektromagnetische Abschirmung getroffen werden müssen. Al
ternativ können auch jeweils zwei Röhren in Reihe geschaltet
werden, so daß sich die Anzahl von im Dachhimmel verlaufenden
Leitungen halbiert. Jedoch müssen dann auf die Leitungen dop
pelt so große Spannungen eingekoppelt werden (bei Zündung
z. B. 2 kV). Ein solcher Aufbau zeichnet sich jedoch durch mi
nimale Anzahl von Steuer- und Treiberkomponenten aus, die
beispielsweise sämtlich in der Dachbedieneinheit integriert
werden können. Auch die Kosten sind verringert.
Claims (10)
1. Leuchtstofflampensystem für ein Kraftfahrzeug zur
Verwendung bei normalen Einsatzbedingungen des Kraftfahr
zeugs, mit
mindestens einer Leuchtstoffröhre (1), einem mindestens teilweise transparenten Gehäuse (2, 3, 8), und
einem Transformator (5) oder Vorschaltgerät (5), der/das in dem Gehäuse angeordnet ist und mit der Leuchtstoffröhre (1) verbunden ist,
wobei die Leuchtstoffröhre (1) von dem Gehäuse (2, 3, 8) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2, 3, 8) mit einer Schutzfolie (3) ver sehen ist.
mindestens einer Leuchtstoffröhre (1), einem mindestens teilweise transparenten Gehäuse (2, 3, 8), und
einem Transformator (5) oder Vorschaltgerät (5), der/das in dem Gehäuse angeordnet ist und mit der Leuchtstoffröhre (1) verbunden ist,
wobei die Leuchtstoffröhre (1) von dem Gehäuse (2, 3, 8) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2, 3, 8) mit einer Schutzfolie (3) ver sehen ist.
2. Leuchtstofflampensystem nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2,
3, 8) zwei- oder mehrteilig ausgebildet ist und die einzelnen
Gehäuseteile dichtend miteinander verbunden sind.
3. Leuchtstofflampensystem nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Gehäuse als
Röhre (2) ausgebildet ist.
4. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzfolie (3) aus Polypropylen besteht.
5. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leuchtstoffröhren-Anschlußdrähte (7, 7') in die Schutzfo
lie (3) eingebettet sind.
6. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (2, 3, 8) oder die mit diesem verbundene Schutz
folie (3) teilweise mit einem reflektierendem und/oder elekt
romagnetisch abschirmenden Material beschichtet ist.
7. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (2, 3, 8) eine oder mehrere Durchführungen für
den Durchtritt von Spannungsversorgungsleitungen (6) auf
weist, die jeweils durch Dichtmaterial abgedichtet sind.
8. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in das Gehäuse (2, 3, 8) eingeführte Spannungsversorgungslei
tungen (6) als flexibler Flachleiter (9) ausgebildet sind,
auf dem eine niedrige Speisespannung von weniger als 60 V an
liegt.
9. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Leuchstoffröhren (15) am Kraftfahrzeug-Dachhimmel in
vorzugsweise zwei Reihen angeordnet sind und von einer ge
meinsamen Wechselspannungsquelle gespeist werden.
10. Leuchtstofflampensystem nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei Leuchtstoffröhren (1) durch einen Transfor
mator bzw. ein Vorschaltgerät (5) gespeist sind.
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|---|---|---|---|
| DE19924308A DE19924308C2 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Leuchtstofflampensystem für ein Kraftfahrzeug |
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|---|---|---|---|
| DE19924308A DE19924308C2 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Leuchtstofflampensystem für ein Kraftfahrzeug |
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|---|---|
| DE19924308A1 DE19924308A1 (de) | 2000-12-07 |
| DE19924308C2 true DE19924308C2 (de) | 2001-08-02 |
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ID=7909358
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|---|---|---|---|
| DE19924308A Expired - Fee Related DE19924308C2 (de) | 1999-05-27 | 1999-05-27 | Leuchtstofflampensystem für ein Kraftfahrzeug |
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|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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| WO2011032785A1 (en) * | 2009-08-10 | 2011-03-24 | Reinig Energiespar Systeme | Device for reducing electromagnetic interference of a fluorescent illumination device, arrangement, fluorescent illumination element, fluorescent tube element and method of reducing electromagnetic interference of a fluorescent illumination device |
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-
1999
- 1999-05-27 DE DE19924308A patent/DE19924308C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19924308A1 (de) | 2000-12-07 |
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