DE19923078A1 - Verfahren zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem siloartigen Bauwerk - Google Patents
Verfahren zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem siloartigen BauwerkInfo
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Abstract
Das Verfahren dient zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem siloartigen Bauwerk mit einer Bodenplatte (1) und einem auf dieser Bodenplatte (1) errichteten, umfangsgeschlossenen Mauerwerk (3). Auf der vom Mauerwerk (3) umschlossenen Bodenplatte (1) wird eine Platte oder Scheibe (9) gefertigt, deren Umfangskontur zur Innenkontur des Mauerwerkes (3) korrespondierend ausgebildet ist. Diese wird mit einer Hohlform zu einem Schwimmkörper ausgestattet, und anschließend wird der von der Innenseite des Mauerwerkes begrenzte Raum mit Wasser gefüllt, und zwar so lange, bis die auf dem eindringenden Wasser hochschwimmende Scheibe oder Platte (9) jene Höhe erreicht hat, die der Deckenhöhe entspricht. Dann wird der Rand der Scheibe oder Platte (9) mit dem Mauerwerk (3) verbunden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem
siloartigen Bauwerk mit einer Bodenplatte und einem auf dieser Bodenplatte errichteten,
umfangsgeschlossenen Mauerwerk.
Siloartige Bauwerke dieser Art sind in verschiedenen Formen und für verschiedene Zwecke
bekannt. Auf eine vorbereitete, in der Regel aus armiertem Beton gegossene Bodenplatte
wird mittels geeigneter Schalung, beispielsweise mittels einer Gleitschalung oder einer Klet
terschalung, ein umfangsgeschlossenes Mauerwerk hochgezogen. Nach dem Hochziehen
dieses Mauerwerkes wird innerhalb desselben ein Traggerüst erstellt, auf dem eine Scha
lung errichtet wird, die zur Herstellung der das Gebäude nach oben abschließenden Ge
bäudedecke dient. Die Decke kann als flache Scheibe ausgebildet sein, die Gebäudedecke
kann kegelig oder auch gewölbt sein. Ist die Gebäudedecke fertiggestellt, so werden an
schließend die Schalung und das Traggerüst demontiert. Das Aufstellen des Traggerüstes,
die Errichtung der Schalung, das Betonieren der Decke in luftiger Höhe und die nachfolgen
de Demontage der Schalung und des Traggerüstes sind sehr aufwendige Arbeitsvorgänge.
Das umfangsgeschlossene, siloartige Mauerwerk besitzt in der Regel nur eine kleine, bo
denseitige Öffnung, durch die die demontierten Bauteile ausgebracht werden müssen. Nach
der Fertigstellung des Gebäudes wird es mit Wasser gefüllt, um seine Dichtheit zu prüfen.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren vorzusehen, mit dessen Hilfe die Gebäude
decke mit geringerem Aufwand hergestellt werden kann. Die Erfindung schlägt dazu vor, daß
auf der vom Mauerwerk umschlossenen Bodenplatte eine Platte oder Scheibe gefertigt wird,
deren Umfangskontur zur Innenkontur des Mauerwerkes korrespondierend ausgebildet ist
und die mit einer Hohlform zu einem Schwimmkörper ausgestattet wird und anschließend
der von der Innenseite des Mauerwerkes begrenzte Raum mit Wasser gefüllt wird, und zwar
so lange, bis die auf dem eindringenden Wasser hochschwimmende Scheibe oder Platte
jene Höhe erreicht hat, die der Deckenhöhe entspricht, worauf der Rand der Scheibe oder
Platte mit dem Mauerwerk verbunden wird. Zweckmäßige Verfahrensschritte sind in den
Unteransprüchen festgehalten.
Es ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, daß es bekannt ist, ganze Industrieanlagen
(GB 1 488 474) oder zumindest einzelne Baukörper wie Silos (GB 2 080 359 A) in einem
Trockendock zu errichten und herzustellen, anschließend das Trockendock zu fluten und den
erwähnten schwimmfähigen Baukörper auf dem Wasserweg an seinen Aufstellungsort zu
transportieren und dann am Aufstellungsort das für den Transport erforderliche Wasser wie
der abzuleiten. Es ist allerdings nicht ersichtlich und erkennbar, aus welchen Gründen die
erwähnte Anlage bzw. der erwähnte Baukörper nicht von vorneherein an seinem Bestim
mungsort errichtet wird, denn der Bau von Wasserstraßen für den Transport einer solchen
Anlage bzw. eines solchen Baukörpers ist relativ aufwendig. Für die Lösung des hier anste
henden Problems, wie oben im einzelnen dargelegt, vermögen diese vorbekannten Maß
nahmen aber keine Anregung zu bieten.
Ohne die Erfindung einzuschränken, wird anhand der Zeichnung das Arbeitsverfahren näher
erläutert. Es zeigen:
Die Fig. 1 bis 4 einen vertikalen Längsschnitt durch das zu errichtende, siloartige Bauwerk
mit einzelnen Verfahrensschritten, wobei die Fig. 2 ein gegenüber den anderen drei Figuren
vergrößertes Detail darstellt; die Fig. 5 und 6 randseitige Detaillängsschnitte.
Auf einer vorbereiteten Bodenplatte 1 aus armiertem Beton wird mittels einer hier nicht näher
dargestellten Gleit- oder Kletterschalung 2 ein umfangsgeschlossenes, zylindrisches Mauer
werk 3 hochgezogen. Fig. 1 veranschaulicht das bereits hochgezogene Mauerwerk, das
durch die Mauerkrone 4 nach oben abgeschlossen ist. Der zu seiner Herstellung verwendete
äußere Teil der Gleitschalung 2 ragt über die Mauerkrone 4 hinaus. Die innere Schalung ist
bereits demontiert. Anstelle einer Gleitschalung kann auch eine Kletterschalung verwendet
werden. Der hier ersichtliche äußere Teil der Gleitschalung 2 ist dicht an das Mauerwerk 3
angeschlossen und setzt dieses nach oben fort.
Auf der Bodenplatte 1 wird nun eine Trennfolie 5 ausgelegt (Fig. 2). Auf diese Trennfolie 5
wird ein umfangsgeschlossener Rahmen 6 aufgebracht, der aus U-Profilschienen gefertigt
ist, wobei die offene Seite dieser U-Profilschiene nach außen, gegen die Innenseite des
Mauerwerkes 3 gerichtet ist. In diesen seitlich offenen Rahmen 6 wird ein mittels eines
Druckmediums aufweitbarer oder aufblähbarer, umfangsseitig geschlossener, ringartiger
Schlauch 7 eingelegt, der vorerst ungefüllt ist, der aber ein oder mehrere Anschlußstellen
aufweist, durch die in der Folge ein Druckmedium eingebracht werden kann. Am Rahmen 6
wird eine sich nach oben erstreckende Bordwand 8 befestigt, die umfangsgeschlossen und
wasserdicht ausgebildet ist. Der Rahmen 6 ist so bemessen, daß zwischen ihm und der In
nenseite des Mauerwerkes 3 ein geringer Spalt verbleibt. In diesen Rahmen 6 wird nun nach
Anbringung einer entsprechenden Armierung Beton eingefüllt zur Herstellung einer Scheibe
oder Platte 9, wobei zweckmäßigerweise diese Scheibe oder Platte 9 mit einem außenseiti
gen, abgestuften Rand 16 ausgebildet ist. Im Bereich dieses abgestuften Randes 16, der in
Fig. 2 durch eine strichpunktierte Linie 10 angedeutet ist, liegen Armierungseisen, die mit
ihrem einen Ende in der Scheibe oder Platte 9 verankert sind. Diese Armierungseisen sind in
den Fig. 2, 3 und 4 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Die Bordwand 8 weist eine Mindesthöhe in dm auf, die sich ergibt als Quotient aus dem
Zahlenwert des Gewichtes der Scheibe oder Platte 9 und der Bordwand 8 in kg und dem
Zahlenwert der Fläche der Scheibe oder Platte 9 in dm2. Die Platte oder Scheibe 9 zusam
men mit der dichten Bordwand 8 bilden so einen Schwimmkörper, der zwar eine höhere
Dichte aufweist als Wasser, durch die hier beschriebene Formgebung - die Platte oder
Scheibe 9 und die mit ihr dicht verbundene Bordwand 8 bilden gleichsam eine Schale - aber
als schwimmfähiger Bauteil gestaltet ist.
Anschließend nach Fertigstellung dieses schwimmfähigen Bauteiles wird in das vorbereitete
Bauwerk von unten her Wasser eingepumpt, so daß sich dasselbe allmählich füllt, wobei die
schwimmfähige Scheibe oder Platte 9 durch die ansteigende Wassersäule angehoben wird
und auf dieser schwimmt (Fig. 3). Wasser wird solange eingebracht, bis die Scheibe oder
Platte 9 ihre obere Lage erreicht hat, die der Lage der Gebäudedecke entspricht (Fig. 4). Die
Außenschalung 2, die dicht ausgeführt ist, hält den oberhalb der Mauerkrone 4 befindlichen
Teil der Wassersäule. Hat die Platte oder Scheibe 9 die hier in Fig. 4 gezeigte obere Lage
erreicht, dann wird in den ringförmig verlegten Schlauch 7 im Rahmen 6 ein Druckmedium,
beispielsweise flüssiger Beton, eingepumpt, so daß sich dieser Schlauch 7 aufweitet und
sich dann klemmend und dichtend an der Innenseite des Mauerwerkes 3 anlegt. Nach Ein
pressen des flüssigen Betons wird nun der oberhalb dieses aufgeblähten Schlauches 7 be
findliche Teil der Wassersäule entleert, wobei die Scheibe oder Platte 9 ihre aus Fig. 4 er
sichtliche Lage ohne weitere Unterstützung beibehält und von der unter ihr befindlichen
Wassersäule getragen wird. Nun wird die Bordwand 8 entfernt.
Anschließend werden nun die aus der Mauerkrone 4 nach oben vorstehenden Armierungs
eisen 11 nach innen gebogen (Fig. 5) und mit den im abgesetzten Randbereich der Platte
oder Scheibe 9 befindlichen und vorerst freiliegenden Armierungseisen 12 verbunden, bei
spielsweise verschweißt, worauf dieser abgesetzte Randbereich mit Beton 13 ausgegossen
wird. Auch in den Spaltraum 14 zwischen der Innenwand des Mauerwerkes 3 und dem Rand
der Scheibe oder Platte 9 wird in geeigneter Weise eine Vergußmasse eingebracht. Damit ist
die Gebäudedecke fertiggestellt, und dies ohne besonderen Aufwand, da siloartige Gebäude
nach ihrer Fertigstellung in der Regel zur Prüfung ihrer Dichtheit mit Wasser gefüllt werden
müssen.
Das beschriebene Arbeitsverfahren setzt voraus, daß die Scheibe oder Platte 9 auf der sie
tragenden Wassersäule exakt horizontal liegt. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht
der Fall sein, so können auf der Oberseite der Platte oder Scheibe Gewichte verteilt werden,
um die angestrebte exakte horizontale Lage zu erreichen. Diese Gewichte werden dann
entfernt, wenn die Scheibe oder Platte 9 mit dem Mauerwerk in der im Zusammenhang mit
Fig. 5 beschriebenen Weise verbunden ist.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Gebäudedecke am oberen Rand des Mauerwerkes 3. Um
den vom aufgepumpten Schlauch 7 ausgeübten Radialdruck aufzunehmen, wird das Mau
erwerk 3 im oberen Bereich seiner Mauerkrone in geeigneter Weise armiert.
Das vorstehend geschilderte Verfahren ist auch dann anwendbar, wenn die Platte oder
Scheibe 9, die als Gebäudedecke dient, unterhalb der Mauerkrone 4 festgelegt werden soll.
Eine solche Anordnung zeigt Fig. 6, wobei die vor der Einbringung des Verbindungsbetons
13 zu entfernende Bordwand 8 hier durch eine strichlierte Linie 15 angedeutet ist. Auch bei
dieser Anordnung der Gebäudedecke unterhalb der Mauerkrone 4 sind sowohl im Mauer
werk wie auch in der Platte oder Scheibe 9 in geeigneter Weise Armierungseisen eingelegt,
die vor der Einbringung des Verbindungsbetons 13 miteinander verbunden werden, wie dies
im Zusammenhang mit Fig. 5 geschildert ist, was jedoch hier in Fig. 6 nicht gezeigt ist.
Das beschriebene Arbeitsverfahren ist mit Erfolg stets dann anwendbar, wenn das Mauer
werk dicht ausgebildet ist, unabhängig davon, ob seine Umfangskontur eckig oder gerundet
ist. In der beiliegenden Zeichnung ist die Platte oder Scheibe 9 eben ausgebildet. Es ist
durchaus möglich, diese auf der Bodenplatte 1 zu fertigende Platte oder Scheibe gewölbt zu
fertigen oder kegelig auszubilden, wobei in diesem Falle zusätzliche Hilfsmittel eingesetzt
werden müssen. Das beschriebene Arbeitsverfahren wird insbesondere bei der Errichtung
von siloartigen Behältern eingesetzt, wie sie bei Kläranlagen, bei Anlagen zur Biomasse-
Aufbereitung, bei Hochbehältern für Trinkwasser, bei Biogasanlagen, also bei allen in Stahl
beton ausgeführten, siloartigen Bauwerken vorkommen, die zur Speicherung von Flüssig
keiten oder Gasen dienen.
Handelt es sich um siloartige Bauwerke mit sehr großem Durchmesser, beispielsweise mit
einem Durchmesser von mehr als 20 m, kann auch eine mittig liegende Zentralsäule vorge
sehen werden, wobei die Verbindungskonstruktion zu dieser mittig liegenden Zentralsäule in
der gleichen Weise ausgeführt wird wie gegenüber dem Mauerwerk 3.
Vorstehend ist wiederholt von Mauerwerk die Rede. Darunter wird im Sinne der Erfindung
eine Mauer verstanden, die aus einem vergießbaren Material gefertigt ist, wie beispielsweise
aus Beton oder auch eine solche, die aus Mauersteinen errichtet ist.
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielbaren Vorteile sind vielfältig:
Unmittelbar nach Fertigstellung der Zylinderwand kann mit den Arbeiten an der Stahlbeton
decke begonnen werden - ein ausreichendes Aushärten der Zylinderwand für die Auflage
von Schalungsteilen ist nicht erforderlich.
Jeder Flüssigkeitsbehälter wird einer Dichtheitsprobe unterzogen, die ein Befüllen des Behäl
ters mit Wasser erfordert. Die Dichtheitsprobe und das Hochschwimmen der Deckenplatte
lassen sich hiermit kombinieren.
Während des Hochschwimmens der Deckenplatte können sowohl oftmals erforderliche Sa
nierungsarbeiten an der Zylinderwand als auch Beschichtungsarbeiten und ähnliches aus
geführt werden. Die schwimmende Deckenplatte dient hierzu als vertikal verfahrbares "Ge
rüst".
Für das Hochschwimmen der Deckenplatte ist deren vollständige Aushärtung nicht erforder
lich, da diese Art des Hebens eine absolut gleichmäßige Unterstützung bzw. Auflagerung der
Deckenplatte bedeutet.
Die Kosten der Deckenherstellung reduzieren sich beträchtlich, da keine Schalungssysteme
montiert, vorgehalten und demontiert werden müssen.
Diese Art der Deckenmontage erfordert keine Einbauteile oder Auflagerkonstruktionen für die
Schalungsteile einer Deckenschalung, die nachträglich verschlossen werden müssen und
ein Dichtigkeitsproblem für die Zylinderwand darstellen.
Diese Art der Deckenmontage führt zu einer wesentlichen Verkürzung der Gesamtbauzeit,
da die Deckenplatte bereits beim Hochschwimmen in der Aushärtungsphase ist.
1
Bodenplatte
2
Gleitschalung
3
Mauerwerk
4
Mauerkrone
5
Trennfolie
6
Rahmen
7
Dichtelement-Schlauch
8
Bordwand
9
Scheibe oder Platte
10
strichpunktierte Linie
11
Armierung
12
Armierung
13
Beton
14
Spaltraum
15
strichlierte Linie
16
Rand
Claims (9)
1. Verfahren zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem siloartigen Bauwerk mit einer
Bodenplatte (1) und einem auf dieser Bodenplatte (1) errichteten, umfangsgeschlosse
nen Mauerwerk (3), dadurch gekennzeichnet, daß auf der vom Mauerwerk (3) um
schlossenen Bodenplatte (1) eine Platte oder Scheibe (9) gefertigt wird, deren Umfangs
kontur zur Innenkontur des Mauerwerkes (3) korrespondierend ausgebildet ist und die
mit einer Hohlform zu einem Schwimmkörper ausgestattet wird und anschließend der
von der Innenseite des Mauerwerkes begrenzte Raum mit Wasser gefüllt wird, und zwar
so lange, bis die auf dem eindringenden Wasser hochschwimmende Scheibe oder Platte
(9) jene Höhe erreicht hat, die der Deckenhöhe entspricht, worauf der Rand der Scheibe
oder Platte (9) mit dem Mauerwerk (3) verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Bodenplatte (1) in
nerhalb des Mauerwerkes (3) eine Trennfolie (5) aufgelegt wird, daß auf der Trennfolie
(5) die Platte oder Scheibe (9) gefertigt wird, wobei der Rand der Platte oder Scheibe (9)
von der Innenseite des Mauerwerkes (3) um ein geringes Maß, beispielsweise einige cm
distanziert ist, daß am Rand der Platte oder Scheibe (9) eine wasserdichte, sich nach
oben erstreckende, umfangsgeschlossene Bordwand (8) angeordnet wird und daß am
Rand der Scheibe oder Platte (9) ein umlaufendes, aufblähbares Dichtelement (7) vor
gesehen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den von der Bord
wand (8) und der Innenseite des Mauerwerkes (3) begrenzten Ringraum Wasser einge
füllt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Herstellung der
Gebäudedecke dienende Scheibe oder Platte (9) aus gegebenenfalls armiertem Beton
gegossen wird und die Scheibe oder Platte (9) einen äußeren Rahmen (6) aufweist aus
mindestens einem U-Profil, wobei die offene Seite des U-Profiles gegen die Innenseite
des Mauerwerkes (3) gerichtet ist und in dieses U-Profil das mittels eines Druckmediums
aufweitbare Dichtelement (7), beispielsweise ein umfangsgeschlossener Schlauch, ein
gelegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bordwand (8) am Rah
men (6) festgelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bordwand (8) mit einer
Mindesthöhe verwendet wird, die sich ergibt als Quotient aus dem Zahlenwert des Ge
wichtes der Scheibe oder Platte (9) und der Bordwand (8) in kg und dem Zahlenwert der
Fläche der Scheibe oder Platte (9) in dm2.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Anheben der Scheibe oder Platte (9) mittels Wasser auf Deckenhöhe in das im
U-förmigen Rahmen (6) befindliche, schlauchartige Dichtelement (7) ein Druckmedium,
beispielsweise fließfähiger Beton, eingepumpt wird und das sich dadurch aufweitende
Dichtelement (7) unter Druck an der Innenseite des Mauerwerkes (3) anlegt, wonach die
oberhalb des ringförmigen und aufgeweiteten Dichtelementes (7) befindliche Wasser
säule abgelassen wird und nach Entfernen der Bordwand (8) der Rand der Scheibe oder
Platte (9) mit dem Mauerwerk (3) durch Vergießen verbunden wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe
oder Platte (9) mit einem umlaufenden, abgesetzten Rand ausgestaltet wird und im Be
reich dieses Randes freiliegende, einseitig in der Scheibe oder der Platte verankerte
Armierungseisen vorgesehen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT109098A AT409878B (de) | 1998-06-24 | 1998-06-24 | Verfahren zur errichtung einer gebäudedecke an einem siloartigen bauwerk |
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|---|---|
| DE19923078A1 true DE19923078A1 (de) | 1999-12-30 |
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ID=3506376
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1999123078 Withdrawn DE19923078A1 (de) | 1998-06-24 | 1999-05-20 | Verfahren zur Errichtung einer Gebäudedecke an einem siloartigen Bauwerk |
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