DE19922974A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Dokuments - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines DokumentsInfo
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Abstract
Verfahren zur Bearbeitung eines Dokuments mittels eines Computersystems mit einer Eingabeeinheit, einem Pufferspeicher und einem Bildschirm, wobei das Dokument dadurch erzeugt wird, daß Zeichenketten von unterschiedlicher Länge über die Eingabeeinheit in den Pufferspeicher eingegeben werden, wobei das Dokument auf dem Bildschirm dargestellt werden kann, und wobei das Verfahren mindestens folgende in dem Computersystem durchgeführte Schritte aufweist: DOLLAR A A) Durchsuchen des Dokuments nach Zeichenketten mit einer vorgegebenen Mindestlänge, DOLLAR A B) Erstellen einer Liste der in dem Dokument gefundenen Zeichenketten mit der vorgegebenen Mindestlänge, DOLLAR A C) Ausführen der folgenden Schritte jeweils nach der Eingabe einer vorbestimmten Mindestanzahl von Zeichen einer neuen Zeichenkette über die Eingabeeinheit in den Pufferspeicher: DOLLAR A a) Durchsuchen der Liste nach Zeichenketten, die mit dem eingegebenen Zeichen beginnen, DOLLAR A b) Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten auf dem Bildschirm, DOLLAR A c) Bereitstellen einer Auswahlmöglichkeit für den Benutzer, eine der sichtbar gemachten Zeichenketten auszuwählen, DOLLAR A D) Ergänzen der eingegebenen Zeichen der neuen Zeichenkette im Dokument durch die zusätzlichen Zeichen der ausgewählten Zeichenkette, wenn der Benutzer eine der Auswahlmöglichkeiten gewählt hat, DOLLAR A E) Aufnehmen der neuen Zeichenkette in die gespeicherte Liste, sofern die eingegebene Zeichenkette noch nicht in der Liste enthalten ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatisierten
Bearbeitung eines Dokuments mittels eines Computersystems.
Ein derartiges Verfahren findet Anwendung vorzugsweise in
Textverarbeitungssystemen (Wort-Prozessoren) zur Bearbeitung von Text-
Dokumenten, wobei der Begriff des Bearbeitens sowohl das erstmalige Erstellen
als auch das nachträgliche Modifizieren (Editieren) eines Dokuments umfaßt. Bei
der Bearbeitung von Dokumenten am Computer mittels einer Tastatur besteht
gerade für weniger geübte Benutzer die Schwierigkeit, längere Zeichenketten - bei
Texten insbesondere Fach- oder Fremdworte - schnell einzugeben. Besonders
lästig und fehleranfällig sind derartige Zeichenketten-Eingaben, wenn sie im
Verlauf der Dokumentbearbeitung wiederholt vorzunehmen sind. Daher besteht
seit langem der Wunsch, das Bearbeiten von Dokumenten zu beschleunigen bzw.
zu vereinfachen.
Hierzu ist bereits bekannt, bestimmte Zeichenketten einzelnen
Tastenkombinationen der Tastatur zuzuweisen, wobei beim Bedienen der
Tastenkombinationen die Zeichenkette in das Dokument eingefügt wird. Auch ist
bekannt, größere Textbausteine vorab in sogenannte Makros zu programmieren,
die beim Aufruf von Tastenkombinationen oder der Eingabe von
Makrobezeichnungen ausgeführt werden und den betreffenden Textbaustein in
das Dokument einfügen. Nachteilig an beiden Verfahren sind die Mühe und der
Zeitaufwand für den Benutzer, die Tastenkombinationen bzw. Makros vor der
erstmaligen Benutzung zu definieren, ferner die Begrenzung des Vorrats
verfügbarer Tastenkombinationen und nicht zuletzt die Notwendigkeit,
Tastenkombinationen bzw. Makrobezeichnungen auswendig zu kennen, da
andernfalls ein Zeitgewinn wieder entfällt.
Auch sind bereits Programme zur maschinellen Rechtschreibüberprüfung
bekannt, die ein Dokument Wort für Wort mit einem Wörterbuch auf
Übereinstimmung vergleichen und bei Nicht-Übereinstimmen dem Benutzer ein
oder mehrere ähnliche Worte aus dem Wörterbuch zum Ersetzen im Dokument
vorschlagen. Allerdings können diese Programme zur Beschleunigung des
Erstellens bzw. Bearbeitens von Texten nichts beitragen, da sich an der
Notwendigkeit, Wort für Wort vollständig in das Dokument einzugeben, nichts
ändert. Überdies begegnen diese Programme großen Schwierigkeiten besonders
dann, wenn sie auf einen Text mit vielen ihnen noch "unbekannten" Vokabeln
angewandt werden. Dann müssen die Vokabeln dem Wörterbuch zunächst von
Hand hinzugefügt ("eingelernt") werden, was wiederum mit einem zusätzlichen
Arbeits- und Zeitaufwand für den Benutzer verbunden ist.
Ferner ist bekannt, bei einer Eingabeaufforderung auf Bedieneroberflächen eine
unvollständige Betriebssystem-Befehlseingabe zu erlaubten Betriebssystem-
Befehlen zu ergänzen, wenn eine Ergänzung eindeutig möglich ist, und zwar
durch Vergleich der unvollständigen Eingabe mit dem Vorrat erlaubter, also fest
vordefinierter Betriebssystem-Befehle.
Keines der vorgenannten Verfahren kann jedoch zur Beschleunigung der
Bearbeitung von beliebigen Dokumenten verwendet werden, ohne daß der
Benutzer zuvor Zeit in eine Anpassung des Verfahrens an sein Problem
investieren muß.
Ziel der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
die ein beschleunigtes und zugleich vereinfachtes Bearbeiten von Dokumenten
ermöglichen.
Dieses Ziel wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung nach den
unabhängigen Ansprüchen erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den übrigen Ansprüchen definiert.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Bearbeitung eines Dokuments mittels
eines Computersystems mit einer Eingabeeinheit, einem Pufferspeicher und einem
Bildschirm bereitgestellt, wobei das Dokument dadurch erzeugt wird, daß
Zeichenketten von unterschiedlicher Länge über die Eingabeeinheit in den
Pufferspeicher eingegeben werden, wobei das Dokument auf dem Bildschirm
dargestellt werden kann, und wobei das Verfahren mindestens folgende Schritte
aufweist, die automatisiert von dem Computersystem durchgeführt werden:
- A) Durchsuchen des Dokuments nach Zeichenketten mit einer vorgegebenen Mindestlänge. Ein bestehendes und weiter bearbeitetes Dokument wird nach dem Öffnen durchsucht, ein gerade sukzessive neu geschaffenes Dokument wird mit dessen Entstehung durchsucht, siehe unten Schritt E). Neben dem zu bearbeitenden Dokument kann auch eine Anzahl anderer Dokumente durchsucht werden, etwa die gerade geöffneten Dokumente oder solche Dokumente die einer bestimmten Kategorie von Dokumenten angehören, etwa technische Dokumente. Dabei ist die Anzahl beliebig, also von Null bis nahezu Unendlich, je nach der angestrebten Vollständigkeit der Liste.
- B) Erstellen einer Liste der in dem Dokument gefundenen Zeichenketten mit der vorgegebenen Mindestlänge. Eine Auswahl der Zeichenkette in der Liste kann vorzugsweise nach der Ermittlung der Häufigkeit der gefundenen Zeichenketten in dem Dokument vorgenommen werden. Eine Auswahl kann aber auch nach anderen, später näher erläuterten Kriterien vorgenommen werden. In diesen Fällen werden Zeichenketten mit einer gewissen Spezifizierung, etwa ungenügender Häufigkeit, wieder aus der Liste gestrichen. Die Entscheidung welche Zeichenketten in der Liste verbleiben sollen, insbesondere ob alle oder nur einige Zeichenketten, hängt letztlich von einer Abwägung zwischen Vollständigkeit und Schnelligkeit des gewünschten AutoComplete-Systems ab. Diese Liste kann dauerhaft oder temporär gespeichert werden.
- C) Ausführen der folgenden Schritte jeweils nach der Eingabe einer
vorbestimmten Mindestanzahl von Zeichen einer neuen Zeichenkette über
die Eingabeeinheit in den Pufferspeicher:
- a) Durchsuchen der Liste nach Zeichenketten, die mit den eingegebenen Zeichen, also der Mindestanzahl von Zeichen der neu eingegebenen Zeichenkette, beginnen.
- b) Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten auf dem Bildschirm. Dabei können die Zeichenketten alle gleichzeitig, nach geeigneten Kriterien geordnet, auf dem Bildschirm angezeigt werden, oder es kann zunächst die nach Zufall, Chronologie oder Häufigkeit erststehende Zeichenkette angezeigt werden, wobei die weiteren Zeichenketten nur dann sukzessive oder gleichzeitig angezeigt werden, wenn die erststehende Zeichenkette nicht angenommen wurde.
- c) Bereitstellen einer Auswahlmöglichkeit für den Benutzer, eine der sichtbar gemachten Zeichenketten auszuwählen. Diese Auswahl kann mit allen in einem Computersystem zur Verfügung stehenden Mitteln, wie sie später noch genauer beschrieben sind, erfolgen.
- D) Ergänzen der eingegebenen Zeichen der neuen Zeichenkette im Dokument durch zusätzlichen Zeichen der ausgewählten Zeichenkette, wenn der Benutzer eine der Auswahlmöglichkeiten gemäß Ziffer C) c) gewählt hat. Durch die Ergänzung der Zeichenkette bleibt etwa die Groß- und Kleinschreibung der begonnenen Zeichenkette erhalten. Falls dies nicht notwendig oder gar unerwünscht ist, können die bereits eingegebenen Zeichen der neuen Zeichenkette auch durch die ausgewählte Zeichenkette ersetzt werden.
- E) Aufnehmen der neuen Zeichenkette in die gespeicherte Liste, sofern die eingegebene Zeichenkette noch nicht in der Liste enthalten ist. Damit wird die Liste ständig aktualisiert, wie bereits oben bei Schritt B) angedeutet.
Somit wird ein Verfahren zur beschleunigten und zugleich zuverlässigen
Bearbeitung von Dokumenten bereitgestellt, bei der nur der Anfang einer
Zeichenkette vom Benutzer einzugeben ist und sodann die vollständige
Zeichenkette dem Benutzer automatisch zur Auswahl vorgeschlagen wird. Die
Auswahl erfolgt aus einer Liste, die mittels Durchsuchen des gerade erstellten
bzw. bearbeiteten Dokuments oder von bestimmten Dokumenten, vorzugsweise
Dokumenten ähnlicher Thematik wie das zu bearbeitende, automatisch erstellt
wird. Diese Liste kann dauerhaft angelegt werden, wird jedoch vorzugsweise
nicht-statisch angelegt, sondern zu Beginn jeder Bearbeitungs-"Sitzung" für ein
Dokument aus diesem selbst oder bestimmten ähnlichen Dokumenten (die vom
Benutzer geöffnet werden können) neu erstellt. Damit paßt sich die Liste der
Zeichenketten jeweils automatisch, also ohne weiteren Eingriff des Benutzers, an
das zu bearbeitende Dokument an. Die vorgehaltenen Zeichenketten, mit denen
die Eingabe verglichen wird, ist somit immer möglichst aktuell. Dadurch erhöht
sich nicht nur die "Trefferquote", sondern es verringert sich auch die Zugriffszeit
auf die Liste. Da die Liste zusätzlich ständig durch die in das zu bearbeitende
Dokument eingegebenen Worte aktualisiert wird, handelt es sich um ein
selbstlernendes, also dynamisches Dokumentenbearbeitungsverfahren.
Durch die Auswahl von Dokumenten vor Beginn der Bearbeitung eines neuen
Dokuments kann der Benutzer das "Reservoir" festlegen, aus dem die Liste
gebildet wird, welche dann zum Vorschlagen von Zeichenketten für den Benutzer
dient.
Möchte der Benutzer beispielsweise ein Dokument zu einer physikalischen
Thematik bearbeiten, so wird er einige früher erstellte Dokumente (sofern
vorhanden) dieser Thematik in seinem Textverarbeitungssystem laden. Nach
Eingabe der Zeichen "Hys" wird ihm beispielsweise durch das erfindungsgemäße
Verfahren dann die Zeichenkette "Hysterese" vorgeschlagen, sofern diese beim
Aufbau der Liste auf der Basis der geöffneten Dokumente gefunden wurde.
Handelt es sich dagegen etwa um ein Dokument mit psychologischem Kontext, so
wird der Benutzer eher die Zeichenkette "Hysterie" eingeben wollen, wenn er mit
den Zeichen "Hys" beginnt. Wurde die Liste auf der Basis von Dokumenten mit
dem entsprechenden Kontext erstellt, so wird dem Benutzer dann diese
Zeichenkette vorgeschlagen werden. Selbstverständlich verbleiben die geladenen
Dokumente, die zur Erstellung der Liste durchsucht werden, so lange unverändert
im Hintergrund, wie sie durch den Benutzer nicht zur Bearbeitung aktiviert
werden.
Vorteilhafterweise kann vor Schritt C), Teilschritt b) der folgende zusätzliche
Teilschritt durchgeführt werden: Durchsuchen eines Vorrats von Zeichenketten,
die jeweils auf ein Makro verweisen, wobei ein Makro jeweils zur Erzeugung
einer Mehrzahl von Zeichenketten ausgeführt werden kann. In diesem Fall wird in
bzw. statt Schritt D) der folgende Teilschritt ausgeführt, sofern die ausgewählte
Zeichenkette auf ein Makro verweist: Löschen der eingegebenen Zeichenkette und
Ausführen des Makros, auf das die ausgewählte Zeichenkette verweist. Hierdurch
kann das erfindungsgemäße Verfahren auf die Verwendung von Makros
angewandt werden. Dementsprechend können beispielsweise ganze Textbausteine
per Mausklick oder andere geeignete Auswahl in einen Text eingefügt werden.
Weiterhin können die Schritte C), D) und E), sofern in Schritt D) keine
Zeichenkette ausgewählt wird, nach der Eingabe weiterer Zeichen über die gemäß
Schritt C) vorbestimmte Mindestanzahl von Zeichen hinaus noch einmal
durchgeführt werden, vorzugsweise bis zu einer vorgegebenen Höchstzahl
eingegebener Zeichen. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn nach einer relativ
geringen Anzahl von Zeichen zu viele Zeichenketten sichtbar gemacht werden, so
daß der Benutzer eine Einschränkung der sichtbar gemachten Zeichenketten am
sinnvollsten dadurch erzielt, daß er ein oder mehrere weitere Zeichen eingibt.
Besonders vorteilhaft ist Verfahren bei der Erstellung von Text-Dokumenten,
wobei die Zeichenketten dann sprachliche Ausdrücke darstellen.
Die Adaptivität des erfindungsgemäßen Verfahren kann weiter dadurch gesteigert
werden, daß das Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten in Schritt C),
Teilschritt b) derart erfolgt, daß sie in Reihenfolge ihrer letzten Auswahl beim
Bearbeiten des Dokuments geordnet erscheinen. Zusätzlich oder alternativ hierzu
kann das Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten in diesem Teilschritt aber
auch derart erfolgen, daß sie nach Häufigkeit der Auswahl der gefundenen
Zeichenketten geordnet erscheinen. Eine Vielzahl von sinnvollen und hilfreichen
Auswahl- bzw. Ordnungsalgorithmen ist hierbei denkbar. Etwa könnte eine früher
häufige Zeichenkette, deren Rang durch längere Nicht-Nutzung reduziert wurde,
bei einem erneuten Aufruf auf den alten Rang zurückgesetzt werden, in der
Annahme, dieses früher häufige Wort werde nach einer Periode geringeren
Gebrauchs nun wieder häufiger auftauchen.
Ferner vorteilhaft ist es, aus der Liste in vorbestimmten Zeitabständen diejenigen
Zeichenketten zu entfernen, die innerhalb vorbestimmter Zeitspannen nicht
ausgewählt wurden. Dies verhindert den Umfang der Listen-Durchsuchzeit
einerseits und der Anzahl der sichtbar zu machenden Zeichenketten andererseits.
Die Auswahl einer der sichtbar gemachten Zeichenketten kann über Cursortasten
der Tastatur oder über eine Maus erfolgen. Die Zeichenketten können über eine
Tastatur und/oder eine Maus und/oder ein Spracherkennungssystem des
Computersystems eingegeben werden. Es sind natürlich auch andere
Eingabemittel denkbar.
Vorteilhaft ist es, wenn die vorbestimmten Längen der Zeichenketten in Schritt A)
mindestens sechs Zeichen betragen, bzw. wenn die vorbestimmte Mindestanzahl
von eingegebenen Zeichen in Schritt C) drei oder vier oder fünf beträgt. Die Zahl
drei ist hier besonders bevorzugt. Beide Maßnahmen stellen jeweils einen guten
Kompromiß zwischen dem Zeitgewinn durch Abkürzung der Eingabe und dem
Aufwand durch das Auswählen einer Zeichenkette dar.
Die Dokumente können vorteilhafterweise jeweils in Form von Dateien
nichtflüchtig gespeichert werden. Dadurch werden sie zur späteren Wieder
verwendung zuverlässig konserviert.
Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens sowie ein Speichermedium mit Programmcode
zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der vorherigen Ansprüche.
Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung für die Textverarbeitung beschränkt.
Vielmehr läßt sie sich auf Bearbeitung bzw. Editierung jeder Art von Dokumenten
mit Vorteil anwenden, bei der Zeichenketten, etwa aus einem Zeichenvorrat wie
dem ASCII-Code, einzugeben sind.
Claims (15)
1. Verfahren zur Bearbeitung eines Dokuments mittels eines Computersystems
mit einer Eingabeeinheit, einem Pufferspeicher und einem Bildschirm, wobei
das Dokument dadurch erzeugt wird, daß Zeichenketten von unterschiedlicher
Länge über die Eingabeeinheit in den Pufferspeicher eingegeben werden,
wobei das Dokument auf dem Bildschirm dargestellt werden kann, und wobei
das Verfahren mindestens folgende in dem Computersystem durchgeführte
Schritte aufweist:
- A) Durchsuchen des Dokuments nach Zeichenketten mit einer vorgegebenen Mindestlänge,
- B) Erstellen einer Liste der in dem Dokument gefundenen Zeichenketten mit der vorgegebenen Mindestlänge,
- C) Ausführen der folgenden Schritte jeweils nach der Eingabe einer
vorbestimmten Mindestanzahl von Zeichen einer neuen Zeichenkette über
die Eingabeeinheit in den Pufferspeicher:
- a) Durchsuchen der Liste nach Zeichenketten, die mit den eingegebenen Zeichen beginnen,
- b) Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten auf dem Bildschirm,
- c) Bereitstellen einer Auswahlmöglichkeit für den Benutzer, eine der sichtbar gemachten Zeichenketten auszuwählen,
- D) Ergänzen der eingegebenen Zeichen der neuen Zeichenkette im Dokument durch die zusätzlichen Zeichen der ausgewählten Zeichenkette, wenn der Benutzer eine der Auswahlmöglichkeiten gewählt hat,
- E) Aufnehmen der neuen Zeichenkette in die gespeicherte Liste, sofern die eingegebene Zeichenkette noch nicht in der Liste enthalten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt A) eine
Anzahl weiterer Dokumente durchsucht wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - vor Schritt C), Teilschritt b) zusätzlich den folgenden Teilschritt aufweist:
Durchsuchen eines Vorrats von Zeichenketten, die jeweils auf ein Makro verweisen, wobei ein Makro jeweils zur Erzeugung einer Mehrzahl von Zeichenketten ausgeführt werden kann, und - - in Schritt D) die eingegebene Zeichenkette gelöscht und das Makro ausgeführt wird, auf das die ausgewählte Zeichenkette verweist.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu durchsuchenden Dokumente aus Schritt A) durch den Benutzer
jederzeit ausgewählt werden können.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeichenketten jeweils sprachliche Ausdrücke darstellen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis S. dadurch gekennzeichnet, daß
das Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten in Schritt C) b) so erfolgt,
daß diese in der Reihenfolge ihrer letzten Auswahl geordnet erscheinen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sichtbarmachen der gefundenen Zeichenketten in Schritt C) b) so erfolgt,
daß sie nach Häufigkeit der Auswahl der gefundenen Zeichenketten geordnet
erscheinen.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswahl über Cursortasten der Tastatur oder über eine Maus des
Computersystems erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß aus der Liste in vorbestimmten Zeitabständen Zeichenketten entfernt
werden, die innerhalb vorbestimmter Zeitspannen nicht ausgewählt wurden.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die vorgegebenen Mindestlänge der Zeichenketten in Schritt A)
mindestens sechs Zeichen beträgt.
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die vorbestimmte Mindestanzahl von eingegebenen Zeichen in Schritt C)
drei beträgt.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dokumente jeweils in Form von Dateien nichtflüchtig speicherbar
sind.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeichenketten über eine Tastatur und/oder eine Maus und/oder ein
Spracherkennungssystem des Computersystems eingegeben werden.
14. Speichermedium mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens gemäß
einem der vorherigen Ansprüche.
15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1
bis 13.
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