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DE19922759A1 - Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur

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Publication number
DE19922759A1
DE19922759A1 DE19922759A DE19922759A DE19922759A1 DE 19922759 A1 DE19922759 A1 DE 19922759A1 DE 19922759 A DE19922759 A DE 19922759A DE 19922759 A DE19922759 A DE 19922759A DE 19922759 A1 DE19922759 A1 DE 19922759A1
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DE
Germany
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layer
conductive structure
atoms
producing
structure according
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Withdrawn
Application number
DE19922759A
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English (en)
Inventor
Boris Aronovic Gurovic
Dmitrij Iosifovic Dolgyj
Evgenij Pavlovic Velichov
Evgenia Anatol Evna Kulesova
Boris Aronovic Aronzon
Evgenij Zalmanovic Meilichov
Evgenij Petrovic Ryazancev
Vladimir Vasil Evic Rylkov
Kirill Evgen Evic Prichodko
Alexandr Grigor E Domantovskyj
Yaroslav Igorevic Strombach
Evgenij Dmitrievic Olsanskyj
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Obschestvo S Ogranichennoi Otvetstvennostju "labor
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE19922759A1 publication Critical patent/DE19922759A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • H10P10/00
    • H10W20/031

Landscapes

  • Electrodes Of Semiconductors (AREA)
  • Electron Beam Exposure (AREA)
  • Physical Deposition Of Substances That Are Components Of Semiconductor Devices (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur besteht darin, daß auf ein Substrat ein unter Einwirkung der Strahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähiges Material in einer Schicht mit einer Dicke von 2 bis 20 nm aufgetragen wird, und die genannte Materialschicht mit einem modulierten Strahl von geladenen Teilchen bestrahlt wird. Als Ergebnis erfolgt eine Umwandlung des Materials dieser Schicht auf den bestrahlten Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in dieser Schicht eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur bildet, und in eine nichtleitende Komponente, welche ins Substratmaterial abdriftet.

Description

Vorliegende Erfindung betrifft Technologie zur Herstellung von komplizierten leitenden Strukturen mit Hilfe von geladenen Teilchen. Vorliegende Erfindung kann in Mikroelektronik zur lythographischen Herstellung von integrierten Schaltkreisen, Speichereinrichtungen und optischen Elementen mit Abmessungen der Einzelelemente der leitenden Strukturen im Nanometerbereich Anwendung finden.
Bis heutiger Zeit wurde die Mikroelektronik auf dem Wege der sukzessiver Reduzierung der Abmessungen von Schaltungselementen von Mikrometer- bis Submikrometerbereich entwickelt. Nachdrückliche Forderung nach Elementen mit superkleinen Abmessungen bis zu einigen Nanometer führt zur Suche nach neuen technologischen Methoden der lythographischen Herstellung der leitender Struktur, die eine hohe Auflösung erlauben. Unter der Auflösung wird in diesem Fall die minimale Abmessung von Elementen der zu schaffenden leitenden Struktur verstanden, die eine noch zulässige Elementendichte der leitender Struktur definiert, ohne daß sie sich auf Längen- oder Flächeneinheit berühren.
Bekannt ist Verfahren zur Abscheidung einer leitender Struktur auf einer Dielektrikumschicht (DE 195 03 173 A1). Gemäß dem bekannten Verfahren wird ein erstes Substrat aus Silizium mit einer darauf aufgetragenen Schicht aus mit Oxid bedecktem Aluminium und ein zweites Substrat mit einer darauf aufgetragenen Schicht aus Chrom-Nickel-Verbindung verwendet. Die Substrate werden mit einem Abstand angeordnet, so daß die erwähnten Schichten zueinander weisen. Durch das Substrat mit einer Schicht aus Chrom-Nickel-Verbindung wird Laserstrahlung durchgelassen, so daß Aluminiumoxid auf dem ersten Substrat zerstört und die erwähnte Chrom-Nickel-Verbindung in die gasförmige Phase überführt wird. Dabei wird auf der an der Antreffstelle des Laserstrahls befindlichen Aluminiumschicht Nickel unter Bildung mit Aluminium einer schichtförmigen metallisierten leitenden Struktur in Form eines Flecks abgeschieden.
Zur Bildung einer Zeichnung der leitenden Struktur ist Abtastung der Substratoberfläche notwendig, was die Zeit der Strukturbildung vergrößert. Minimale Abmessungen von Elementen der erwähnten leitenden Struktur, welche mit Hilfe des bekannten Verfahrens hergestellt werden können, liegen in der Größenordnung von Hundert Nanometer. Das wird dadurch bedingt, daß die Wellenlänge der Laserstrahlung ziemlich groß ist und der Laserstrahl nur bis zur Fleckgröße von etwa 100 nm fokussiert werden kann. Außerdem wird bei Wechselwirkung mit der Chrom-Nickel-Verbindung der Strahl divergiert und auf der Aluminiumschichtoberfläche eine unkontrollierte Verteilung des Metalls geschieht.
Bekannt ist ein Verfahren zur Herstellung einer Abbildung mit einem Elektronenstrahl (WO 95/26042). Gemäß diesem Verfahren wird ein Fokussierungssystem für den Elektronenstrahl in einer Reaktionskammer angeordnet, senkrecht zur Elektronenstrahlachse eine Maske und eine zu bearbeitende Platte mit darauf aufgetragener Materialschicht, welche unter Einwirkung der Strahlung umwandlungsfähig ist (Photoresist), aufgestellt. Dann wird die Platte mit dem Elektronenstrahl bestrahlt, wodurch Umwandlung des Materials der Plattenoberschicht erfolgt. Durch räumliche Modulation des Elektronenstrahls wird auf der Platte die vorgegebene Zeichnung hergestellt.
In dem angegebenen Verfahren wird jedoch die stark verbreitete Technologie zur Auftragung auf die Platte einer Photoresistschicht verwendet, welche es erlaubt, diese Schicht mit einer Dicke in der Größenordnung von Hunderten Nanometer (200 bis 500 nm) aufzutragen, welche Herstellung einer Abbildung der leitenden Struktur mit linearen Abmessungen in der Größenordnung von einigen Nanometer unmöglich macht.
Außerdem werden gemäß diesem Verfahren die Elemente der leitenden Struktur nacheinander hergestellt. Dabei wird zur Sicherung einer hohen Lagedichte von Elementen der zu schaffenden leitenden Struktur auf einer Flächeneinheit, zum Beispiel bei Herstellung eines Mikrochips, eine lange, Hunderte oder Tausende Stunden betragende Zeit gebraucht.
Bekannt ist auch ein Verfahren zur Herstellung einer leitenden metallischen Struktur auf einem Substrat (US-Patent 5,459,093), welches darin besteht, daß auf ein Substrat aus dielektrischem Material eine Metallnitridschicht aufgetragen und mit einem fokussierten Laserstrahl bestrahlt wird, wodurch Metallnitrid in eine feste metallische leitende Komponente, welche auf dem Substrat verbleibt, und in eine gasförmige nichtleitende Komponente, welche im Laufe des Verfahrens entfernt wird, zerlegt wird. Dabei liegt die Zerlegungstemperatur des Metallnitrids im Bereich von 100 bis 1000°C. Schichtdicke des Metallnitrids liegt bei 8 µm. Das Verfahren wird in einer Reaktionskammer durchgeführt, welche mit einem Inertgas gefüllt wird oder in welcher erforderlicher Unterdruck erzeugt ist. Die erforderliche Abbildung wird aus den Elementen der leitenden Struktur durch Abtastung des Substrats mit einem Laserstrahl nach einem vorgegebenen Programm gebildet, was die Arbeitsproduktivität herabsetzt.
Die Auflösung dieses Verfahrens ist nicht groß, da es unmöglich ist, einzelne Elemente mit linearen Abmessungen von einigen und sogar von Zehnern Nanometer herzustellen. Das wird durch Schwierigkeit der Fokussierung des Laserstrahls bis zu solchen kleinen Abmessungen bedingt. Außerdem wird der Laserstrahlfleck beim Eintreffen des Laserstrahls auf Metallnitrid infolge der Wärmeleitfähigkeit verwaschen, was eine Vergrößerung der linearen Abmessungen jedes einzelnen Elements der leitenden Struktur herbeiführt. Somit ist Verwendung der Methode der optischen Lithographie zur Bildung der Elemente der leitenden Struktur mit linearen Abmessungen im Nanometerbereich wegen großer Wellenlänge der Laserstrahlung wenig geeignet.
Außerdem ist uns bekannt, daß dieses Verfahren in der Produktion keine breite Verwendung gefunden hat, da zur Herstellung der leitenden Strukturen mit großer Länge, zum Beispiel der Leiterbahnen in elektronischen Mikroschaltungen, eine lange, Hunderte und Tausende Stunden betragende Zeit gebraucht wird.
Somit werden alle bekannten Verfahren durch mehrere Schritte und einen großen Aufwand des Prozeßablaufs charakterisiert; falls das Verfahren in einem Schritt abgewickelt wird, so hat es eine niedrige Produktivität, was die Verwendung der bekannten Verfahren begrenzt.
Der vorliegenden Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, ein Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur zu entwickeln, bei dem durch Auswahl der Wirkungsart einer modulierten Strahlung auf ein unter Einwirkung dieser Strahlung umwandlungsfähiges Material und durch Auswahl der Schichtdicke dieses Materials die Herstellung einer leitenden Struktur ermöglicht wird, deren einzelne Elemente lineare Abmessungen in der Größenordnung von einigen Nanometer aufweisen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur, umfassend eine Auftragung auf Substrat einer Schicht eines unter Einwirkung der Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials und eine Bestrahlung der Materialschicht mit einem modulierten Strahl, erfindungsgemäß das erwähnte Material in einer Schicht mit einer Dicke von 2 bis 20 nm aufgetragen, und als Bestrahlung ein Teilchenstrahl von geladenen Teilchen verwendet wird, mit welchen die Umwandlung des Materials dieser Schicht auf den bestrahlten Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in dieser Schicht mehrere Elemente der leitenden Struktur bildet, und in eine nichtleitende Komponente, welche ins Substratmaterial abdriftet, durchgeführt wird.
Das vorgeschlagene Verfahren ermöglicht durch Bestrahlung einer Schicht aus einem Material, welches unter Einwirkung der Bestrahlung in leitenden Zustand umgewandelt wird, mit einem Teilchenstrahl von geladenen Teilchen, deren Wellenlänge unter der Wellenlänge der optischen Strahlung (insbesondere Laserstrahlung) liegt, in der Schicht des angeführten Materials ein Element der leitenden Struktur mit extrem kleinen Abmessungen herzustellen. Die Auswahl der Schichtdicke des angegebenen Materials im Bereich von 2 bis 20 nm gewährleistet die erforderliche Auflösung, das heißt eine erforderliche räumliche Lage von Elementen der leitenden Struktur mit vorgegebener Dichte.
Die angegebenen Merkmale des Verfahrens gewährleisten generell Herstellung der einzelnen Elemente der leitenden Struktur mit linearen Abmessungen in der Größenordnung von einigen Nanometer.
Es ist nützlich, daß als Material der erwähnten Schicht ein einphasiges Halbleitermaterial oder ein dielektrisches, metallhaltiges Material, welches mindestens eine erste Art von Atomen und eine zweite Art von Atomen mit verschiedenen Atomnummern umfaßt, verwendet wird; zur Bildung des Teilchenstrahls geladene Teilchen verwendet werden, von welchen jedes eine durch dieses Teilchen bei Bestrahlung an die Materialatome ab gegebene Energie besitzt, welche unter der Grenzdriftenergie der Atomen erster Art und über der Grenzdriftenergie der Atomen zweiter Art liegt; und die Umwandlung des Materials der erwähnten Schicht durch Abdrift der Atome zweiter Art auf den bestrahlten Abschnitten ins Substratmaterial und Umwandlung der Atome erster Art auf den bestrahlten Abschnitten der erwähnten Schicht in eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur durchgeführt wird.
Es ist zweckmäßig, daß die von den geladenen Teilchen bei Wechselwirkung mit den genannten Atomen des genannten Materials der genannten Schicht abgegebene Energie aus der Gleichung
bestimmt wird, worin
Emax die maximale vom geladenen Teilchen an die Atome beider Arten abgegebene Energie,
E0 Energie des geladenen Teilchens,
M1 Masse des geladenen Teilchens, und
M2 Masse eines Atoms beider Arten, mit welchen ein geladenen Teilchen zusammenstößt,
bedeuten.
Verwendung als Material der auf das Substrat aufgetragenen Schicht eines Materials mit oben beschriebenen Eigenschaften und die entsprechende beschriebene Auswahl der Energie der geladenen Teilchen schaffen im Prozeß der Bestrahlung Bedingungen zur Trennung des besagten Materials in eine leitende und eine nichtleitende Komponente; dabei driftet die nichtleitende Komponente in die Tiefe des Substratmaterials und beeinflußt die Leitungseigenschaften des Substrats praktisch nicht, und die leitende Komponente bleibt in der Materialschicht unter Bildung einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur mit linearen Abmessungen in der Größenordnung von einigen Nanometer. Abdrift der nichtleitenden Komponente ins Substratmaterial ist ein kennzeichnendes Merkmal des vorgeschlagenen Verfahrens im Vergleich zu den bekannten Verfahren, bei welchen die nichtleitende Komponente in die Umgebung abgeleitet wird.
Es ist vom Nutzen, daß als Material der ersten Schicht ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche Metallhydride, Metalloxide, Metallnitride einschließt, verwendet wird.
Als Metallhydrid ist vorteilhaft Lanthanhydrid oder Ytterbiumhydrid, als Metalloxid Urandioxid, als Metallnitrid Galliumnitrid zu verwenden.
Die angegebenen Stoffe werden in den bekannten Verfahren recht selten verwendet, aber gerade solche Stoffe lassen bei Trennen durch Bestrahlung in die leitende und nichtleitende Komponenten eine Drift der nichtleitenden Komponente in Substratmaterial zu.
Als Material des Substrats ist ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche dielektrisches Material, Halbleitermaterial oder leitendes Material einschließt, zu verwenden.
An das Substratmaterial werden somit keine besonderen Forderungen bezüglich der Leitfähigkeit gestellt, was die Herstellung der leitenden Strukturen auf Substraten aus jeweiligen erforderlichen Stoffen erlaubt und dadurch die technologischen Möglichkeiten des Verfahrens erweitert.
Es ist zweckmäßig, die Schicht des auf das Substrat aufgetragenen Materials mit dem modulierten Elektronenstrahl oder Ionenstrahl zu bestrahlen. Das erhöht die Auflösung des Verfahrens, da der Elektronenstrahl, der Ionenstrahl bis zu Nanometerabmessungen, insbesondere bis zu einigen Nanometer fokussiert werden können.
Es ist zweckmäßig, zur Herstellung einer räumlichen leitenden Struktur die besagte Materialschicht nach Ausbildung darin einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur als Substrat zur Herstellung einer räumlichen leitenden Struktur zu verwenden, eine Mehrzahl der nachfolgenden Schichten des bei Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials auf die vorhergehende Schicht nach Herstellung darin einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur sukzessiv aufzutragen, wobei jede nachfolgende Schicht auf eine vorhergehende Schicht mit einer Dicke von 2 bis 20 nm aufgetragen wird, jede nachfolgende Schicht mit einem Teilchenstrahl von geladenen Teilchen bestrahlt wird und das Material jeder nachfolgenden Schicht auf ihren bestrahlten Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in der jeweiligen nachfolgenden Schicht eine Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur bildet, und in eine ins Material der vorhergehenden Schicht driftende nichtleitende Komponente umgewandelt wird.
Dadurch wird eine räumliche leitende Schichtstruktur hergestellt, welche die Dicke jeder Schicht etwa in der gleichen Größenordnung wie die lineare Abmessung der einzelnen Elemente der leitenden Struktur aufweist, was zu einer wesentlichen Erhöhung der Auflösung führt und die Verwendungsmöglichkeit der hergestellten leitenden Strukturen erweitert. Eine räumliche leitende Struktur kann zum Beispiel zur Herstellung von Leiterbahnen zur Verbindung der in verschiedenen Schichten angeordneten Elementen der elektronischen Schaltkreise verwendet werden.
Es ist nützlich, als Material jeder nachfolgenden Schicht ein einphasiges Halbleitermaterial oder ein dielektrisches, metallhaltiges Material, welches mindestens eine erste Art von Atomen und eine zweite Art von Atomen mit verschiedenen Atomnummern umfaßt, zu verwenden, zur Bildung des Teilchenstrahls geladene Teilchen zu verwenden, von welchen jedes eine durch dieses Teilchen bei Bestrahlung an die Materialatome jeder nachfolgenden Schicht ab gegebene Energie besitzt, welche unter der Grenzdriftenergie der Atome erster Art und über Grenzdriftenergie der Atome zweiter Art liegt, und die Umwandlung des Materials jeder nachfolgenden Schicht durch Abdrift der Atome zweiter Art auf den bestrahlten Abschnitten dieser Schicht ins Material der vorhergehenden Schicht und die Umwandlung der Atome erster Art auf den bestrahlten Abschnitten jeder nachfolgenden Schicht in eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur durchzuführen.
Verwendung als Material, welches die zweite und die nachfolgenden Schichten bildet, eines Materials mit oben beschriebenen Eigenschaften und die entsprechende beschriebene Auswahl der Energie der geladenen Teilchen schafft im Prozeß der Bestrahlung die gleichen Bedingungen zur Trennung des besagten Materials in eine leitende und eine nichtleitende Komponente, wie es für die erste Schicht beschrieben ist. In diesem Fall driftet die nichtleitende Komponente in die Tiefe des Material der ersten (vorhergehenden) Schicht, welche als Substrat für die nachfolgende Schicht dient. Dabei ändern sich die Leitungseigenschaften der vorhergehenden Schicht praktisch nicht, und die leitende Komponente bleibt in der Materialschicht unter Bildung einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur mit linearen Abmessungen in der Größenordnung von einigen Nanometer.
Es ist wünschenswert, daß die von den geladenen Teilchen bei Wechselwirkung mit den besagten Atomen des besagten Materials der besagten Schicht ab gegebene Energie aus der Gleichung
bestimmt wird, worin
Emax die maximale vom geladenen Teilchen an die Atome beider Arten abgegebene Energie,
E0 Energie des geladenen Teilchens,
M1 Masse des geladenen Teilchens, und
M2 Masse eines Atoms beider Arten, mit welchen ein geladenen Teilchen zusammenstößt,
bedeuten.
Es ist vom Nutzen, das als Material jeder nachfolgenden Schicht ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche Metallhydride, Metalloxide, Metallnitride einschließt, verwendet wird.
Als Metallhydrid ist vorteilhaft Lanthanhydrid oder Ytterbiumhydrid, als Metalloxid Urandioxid, als Metallnitrid Galliumnitrid zu verwenden.
Die angegebenen Stoffe werden in den bekannten Verfahren recht selten verwendet, aber gerade solche Stoffe lassen bei Trennen in die leitende und nichtleitende Komponenten durch Bestrahlung eine Drift der nichtleitenden Komponente in Material der vorhergehenden Schicht zu.
Es ist zweckmäßig, jede nachfolgende Schicht mit einem modulierten Elektronenstrahl oder Ionenstrahl zu bestrahlen.
Es ist von Nutzen, daß zwischen jeder nachfolgender und jeder vorhergehenden Schicht eine Zwischenschicht aus dielektrischen Material angeordnet wird.
Das ermöglicht die Herstellung von mehrschichtigen supergroßen integrierten Schaltungen.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung folgen aus der ausführlichen Beschreibung, den Ausführungsbeispielen und Zeichnungen, in denen gezeigt wird:
Fig. 1 Längsschnitt eines einzelnen Elements der leitenden Struktur;
Fig. 2 Schnittdarstellung einer mehrschichtigen leitenden Struktur; und
Fig. 3 Ansicht nach Fig. 2, jedoch mit einer dielektrischen Schicht zwischen den leitenden Strukturen.
Das beanspruchte Verfahren zur Herstellung einer leitender Struktur besteht erfindungsgemäß im folgenden. Auf ein Substrat wird eine erste Schicht des bei Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials aufgetragen. Diese Schicht wird mit einer Dicke von 2 bis 20 nm zum Beispiel durch Aufdampfen aufgetragen. Es wird ein Teilchenstrahl von geladenen Teilchen - Elektronen oder Ionen - gebildet, welcher moduliert und auf die auf dem Substrat befindliche Materialschicht gerichtet wird. Für den Fachmann in diesem Bereich der Technik ist geläufig, daß die Elektronen- und Ionenstrahlen bis zu Nanometerabmessungen, insbesondere bis zu Abmessungen von einigen Nanometer fokussiert werden können, da die Wellenlänge der geladenen Teilchen im Strahl viel kleiner, als die Wellenlänge der optischen Strahlung (insbesondere Laserstrahlung) ist. Solche Fokussierung kann zum Beispiel in den Elektronenmikroskopen TECHNAT (PHILIPS) oder in den Anlagen FIB (PHILIPS) gesichert werden.
Bestrahlung einzelner Abschnitte der besagten Materialschicht mit Teilchenstrahl von geladenen Teilchen führt zur Umwandlung des Materials auf diesen Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in dieser Schicht eine Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur bildet, und in eine nichtleitende Komponente, welche ins Substratmaterial driftet. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß im beanspruchten Verfahren ein bestimmtes Verhältnis zwischen Energie der geladenen Teilchen, Struktur, Zusammensetzung und Energieparametern der Atome der auf Substrat aufgetragenen Materialschicht gewählt wird.
Gemäß dem beanspruchten Verfahren wird als Material der ersten Schicht ein einphasiges Halbleitermaterial oder ein dielektrisches metailhaltiges Material verwendet, welches mindestens eine erste Art der Atome und eine zweite Art der Atome mit unterschiedlichen Atomnummern umfaßt, welche durch eine Grenzdriftenergie charakterisiert werden. Dabei weist jedes den Strahl bildende geladene Teilchen eine durch dieses Teilchen bei seiner Wechselwirkung bei Bestrahlung mit den Atomen der jeweiligen Art ab gegebene Energie auf, die unter der Grenzdriftenergie der Atome der ersten Art und über die Grenzdriftenergie der Atome der zweiten Art liegt. Infolge der Bestrahlung der Materialschicht bleiben die Metallatome, die in diesem Fall Atome der ersten Art sind, in der Materialschicht auf den bestrahlten Abschnitten und bilden die Elemente der leitenden Struktur, und die anderen Atome (zweiter Art) driften ins Substratmaterial und ändern seine Eigenschaften praktisch nicht.
Das beanspruchte Verfahren wird in einer dem Fachmann bekannten technologischen Anlage durchgeführt, welche eine Quelle der geladenen Teilchen (Elektronen oder Ionen) und eine in der Reaktionskammer angeordnete Maske, ein System aus Elektronen oder Ionen fokussierenden Linsen und ein Substrat mit der aufgetragenen Schicht aufweist. Im Laufe des Verfahrens wird in der Reaktionskammer der erforderliche Unterdruck gebildet oder sie wird mit einem Inertgas gefüllt.
Auswahl der Dicke der auf das Substrat aufgetragenen Materialschicht im Bereich von 2 bis 20 nm ist durch Notwendigkeit bedingt, die Bereiche der Wechselwirkung des Teilchenstrahls mit dem umzuwandelnden Material zu lokalisieren.
Nachfolgend werden die Prozesse innerhalb der Schicht des besagten Materials auf einem mit geladenen Teilchen bestrahlten Abschnitt beschrieben. Experimentell ist festgestellt worden, daß bei Eindringen der Strahlung von geladenen Teilchen, insbesondere Elektronen, in die Tiefe des Materials ihre Streuung an den Atomen des Materials erfolgt, welche von der Streuung der Elektronen, unter anderem auch von der Rückstreuung der Elektronen begleitet wird.
Unter Berücksichtigung der oben angegebenen Verhältnisse zwischen Energien der geladenen Teilchen, Struktur, Zusammensetzung und Energieparametern der Atome der auf das Substrat aufgetragenen Materialschicht läuft innerhalb des Materials eine Reaktion ab, welche der auf der Oberfläche ablaufenden Reaktion unter Bildung einer leitenden Komponente und einer nichtleitenden Komponente, welche ins Substratmaterial driftet, analog ist. Der Prozeß der Streuung geschieht im Volumen einer Halbsphäre und verläuft sich weiter verstärkend in die Tiefe, welche durch Strahlungsleistung bestimmt wird. Als Resultat wird auf dem Substrat 2 ein Element 1 (Fig. 1) der leitenden Struktur in Form eines Krugs mit einem schlanken Hals gebildet. Es ist offensichtlich, daß es zur Erhaltung der minimalen Abmessungen von Elementen der leitenden Struktur (gemessen wird im breitesten Teil) ausreichend ist, nur den oberen Teil der erhaltenen Struktur mit der Dicke von 2 bis 20 nm zu verwenden. Für die moderne Technologie ist das Auftragen einer Schicht des besagten Materials mit dieser Dicke stellt kein Problem dar und kann zum Beispiel durch Plasmaaufdampfen durchgeführt werden.
Falls die Schichtdicke über 20 nm vergrößert wird, so werden die Abmessungen der einzelnen Elemente der leitenden Struktur die vorgegebenen Abmessungen übersteigen; falls die Schichtdicke unter 2 nm verkleinert wird, so kann in der Materialschicht zur Störung der Kontinuität kommen, was die Qualität der zu bildenden leitenden Struktur beeinflußt.
Als Material der ersten Schicht wird ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche Metallhydride, Metalloxide, Metallnitride einschließt, verwendet. Insbesondere ist möglich, als Metallhydrid Lanthanhydrid oder Ytterbiumhydrid, als Metalloxid Urandioxid, als Metallnitrid Galliumnitrid zu verwenden; nichtsdestotrotz ist diese Aufzählung nicht dadurch begrenzt und es ist möglich, die anderen Metallhydride, -oxide und -nitride zu verwenden.
Dabei kann die leitende Struktur in Form einer Zeichnung aus Metall auf einem dielektrischen Substrat, in Form einer Zeichnung aus Halbleiter auf einem Substrat aus Dielektrikum oder Metall, in Form einer Zeichnung aus einem Metall auf dem anderen Metall oder auf einem Halbleiter hergestellt werden.
Das beanspruchte Verfahren gewährleistet somit breite Möglichkeit der Ausnutzung von Leitungseigenschaften der Stoffe und sichert Herstellung der leitenden Strukturen mit erforderlichen Abmessungen der einzelnen Elemente in der Größenordnung von einigen Nanometer.
Wie oben erwähnt ist, kann als Quelle der geladenen Teilchen eine Elektronenquelle (Elektronenkanone) oder eine Ionenquelle, zum Beispiel eine Thermoionen-, Gasentladungs-, Oberflächenplasma- oder Photodesorbtionsquelle verwendet werden. Diese Ausführungen sind dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik gut bekannt. Auswahl des Quellentyps der geladenen Teilchen und der Betriebsparameter wird rechnerisch oder experimentell ausgehend aus den Eigenschaften des umzuwandelnden Materials bestimmt.
Bei Verwendung als Schichtmaterial verschiedener Oxide wird zum Beispiel bevorzugt eine Ionenquelle, zum Beispiel der Wasserstoffionen zur Sicherung des Ablaufs von Reduktionsreaktionen verwendet. Bei Verwendung von Nitriden oder Hydriden ist es zweckmäßig, eine Elektronenquelle zu verwenden.
In einzelnen Ausführungsformen des angemeldeten Verfahrens kann anstelle von Metallhydriden und Metallnitriden ein Material verwendet werden, welches eine übersättigte Festlösung eines Metalls im Dielektrikum darstellt. Dabei können als Dielektrikum auch Metalloxide und Siliziumoxid Anwendung finden.
Bei Verwendung der Elektronenstrahlen wird ein Substrat verwendet, welches an den Abschnitten, wo die Elemente der leitenden Struktur gebildet werden, die Öffnungen aufweist.
Zur Herstellung der Zeichnung der leitenden Struktur kann der Teilchenstrahl von geladenen Teilchen mittels verschiedenen Verfahren moduliert werden.
Zum Beispiel, durch Intensitätsmodulation des ganzen Teilchenstrahls von geladenen Teilchen mit gleichzeitiger Abtastung mit dem fokussierten Fleck der Oberfläche der zu bearbeitenden Materialschicht oder durch räumliche Modulation, wenn mit einem entsprechend gebildeten Strahl von geladenen Teilchen eine Maske mit daraus aufgetragenen Zeichnung bestrahlt wird und danach die modulierte Strahlung auf der Materialschicht fokussiert wird. Beide Verfahren sind für den Fachmann geläufig und sind in den Arbeiten zu Elektronenlithographie, Rasterelektronenmikroskopie und Photolitho­ graphie beschrieben.
Mit dem beanspruchten Verfahren können auch die räumlichen leitenden Strukturen hergestellt werden. Nachdem in der ersten Schicht 3 die ersten Elemente 1 der ersten leitenden Struktur gebildet sind, wird darauf die zweite Schicht 4 (Fig. 2) des unter Wirkung der geladenen Teilchen umwandlungsfähigen Materials aufgetragen. Dabei dient die erste Schicht 3 praktisch als Substrat für die zweite Schicht 4, deren Stärke auch im Bereich von 2 bis 20 nm gewählt wird. Dann wird das Verfahren wie für die erste Schicht beschrieben unter Berücksichtigung der genannten Verhältnisse zwischen Teilchenenergie, Struktur und Materialeigenschaften der zweiten Schicht durchgeführt. Als Ergebnis der Bestrahlung werden in der zweiten Materialschicht 4 auch die einzelnen Elemente 5 der leitenden Struktur gebildet. Dabei wird für die Bildung der erforderlichen Zeichnung die Maske der gleichen Konfiguration oder einer anderen Konfiguration verwendet, was die Fig. 2 veranschaulicht, in welcher eine Schichtstruktur gezeigt wird, welche mit einer anderen Maske zur Bildung der leitenden Struktur in der zweiten Schicht hergestellt ist. Die gleichen Masken können für die räumliche Vervielfachung von elektronischen Schaltkreisen Verwendung finden.
Durch sukzessive Bildung der leitenden Struktur in jeder Schicht wird eine räumliche leitende Struktur hergestellt, in welcher die Dicke jeder Schicht etwa den linearen Abmessungen der einzelnen Elementen 1, 5 der leitenden Struktur entspricht.
Gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren können die räumlichen leitenden Strukturen hergestellt werden, deren einzelne Schichten mit einer Dielektrikumschicht 6 voneinander getrennt sind, wie es im Fig. 3 gezeigt ist. Dabei wird nach Bildung der ersten leitenden Struktur eine Dielektrikumschicht 6 mit einer erforderlichen Dicke und darauf eine Schicht des unter Wirkung der Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials aufgetragen. Dann wird das Verfahren in der oben beschriebenen Reihenfolge durchgeführt. Die erhaltenen leitenden Strukturen können zur Herstellung von mehrschichtigen supergroßen integrierten Schaltungen verwendet werden.
Zur besseren Verständnis von Wesen des angemeldeten Verfahren und seiner Vorteile sind nachfolgende konkrete Ausführungsbeispiele angegeben.
Beispiel 1
Auf ein Substrat in Form einer Platte mit den Abmessungen 5×5×0,4 mm wird mit beliebigen bekannten Verfahren eine Schicht aus Lanthanhydrid mit Dicke von 2, 4, 3, 10 oder 20 nm aufgetragen. Dann wird sie in einer Reaktionskammer der oben beschriebenen technologischen Anlage in einer Halterung angeordnet. Vor der Platte wird eine Maske aus Wolfram mit Abmessungen 20×20×0,1 mm mit einer darin ausgeführten Zeichnung in Form von Rundöffnungen mit einem Durchmesser von 100 nm und geraden Linien mit einer Breite von 100 nm und einer Länge von 30 mm beim Abstand zwischen Zeichnungselementen von 1000 nm angeordnet. In der Reaktionskammer wird zuerst mittels einer Turbomolekularpumpe und dann einer Ionenpumpe ein Vakuum von 10 Torr geschaffen. Als Quelle der geladenen Teilchen wird eine Elektronenkanone mit einer Wolframthermokathode verwendet. Mittlere Elektronenenergie beträgt 200 keV und der Elektronenstrahlstrom 1 µA. Das angemeldete Verfahren wurde auf Schichten des Lanthanhydrids mit Dicke von 2, 4, 8, 10, 20 nm getestet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 2
Das Verfahren wird mit gleichen Parametern wie im Beispiel 1 durchgeführt, es wird jedoch als umwandlungsfähiges Material Galliumnitrid verwendet. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 3
Das Verfahren wird mit gleichen Parametern wie im Beispiel 1 durchgeführt, es wird jedoch als Quelle der geladenen Teilchen eine Protonenquelle verwendet, welche Generierung von Wasserstoffionen mit Energie von 1 keV sichert. Auf das Substrat wird eine Schicht von Ytterbiumhydrid aufgetragen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 4
Das Verfahren wird wie im Beispiel 2 durchgeführt, es wird jedoch als umwandlungsfähiges Material Urandioxid verwendet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 5
Das Verfahren wird wie in den Beispielen 1 und 2 durchgeführt, es wird jedoch als umwandlungsfähiges Material Lanthanoxid mit einer Dicke von 10 nm verwendet. Es wird eine leitende Struktur mit Elementenabmessung von 10 nm erhalten, auf welche eine Dielektrikumschicht aus Siliziumoxid von 100 nm Dicke und dann erneut eine Schicht Lanthanoxid mit einer Dicke von 10 nm aufgetragen wird. Bestrahlung der gebildeten Schicht wird mit den gleichen Parametern unter Verwendung einer Maske, deren Zeichnung sich von der Zeichnung der zur Bildung der ersten leitenden Struktur verwendeten Maske unterscheidet, durchgeführt. Als Ergebnis wird auf der zweiten Schicht eine leitende Struktur mit Elementenabmessung von 10 nm erhalten.
Mit angemeldetem Verfahren können somit sowohl die flachen, als auch die räumlichen leitenden Strukturen mit Abmessungen der einzelnen Elemente von einigen Nanometer hergestellt werden, was eine wesentliche Steigerung der Auflösung bedeutet.
Beispiel 6
Das Verfahren wird wie im Beispiel 1 durchgeführt, es wird jedoch als umwandlungsfähiges Material Lanthanoxid mit 10 nm Dicke verwendet. Bei Bestrahlung dieser Schicht mit Elektronenstrahl von 200 keV bleiben Lanthanatome in der Schicht und die Sauerstoffatome driften ins Substratmaterial. Die Grenzdriftenergie der Lanthanatome ist größer als 20 eV und die Grenzdriftenergie des Sauerstoffs ist kleiner als 5 eV. Im Ergebnis wird aus Lanthan eine leitende Struktur mit Abmessungen der einzelnen Elemente von 5 nm erhalten.
Beispiel 7
Das Verfahren wird wie im Beispiel 3 durchgeführt, es wird jedoch als umwandlungsfähiges Material Wolframoxid mit 10 nm Dicke verwendet. Protonenmasse beträgt 1 und die Protonenenergie 900 eV; die Grenzdriftenergie des Wolframs ist größer als 200 eV, die Grenzdriftenergie des Sauerstoffs ist kleiner als 100 eV. Im Ergebnis wird aus Wolfram eine leitende Struktur mit Abmessungen der einzelnen Elemente von 8 nm erhalten.
Beispiel 8
Das Verfahren wird wie im Beispiel 7 durchgeführt, die Bestrahlung wird mit Protonen mit Energie von 900 eV durchgeführt. Als umwandlungsfähiges Material wird PbHfO3 mit 10 nm Dicke verwendet. Maximale von den Protonen abgegebene Energie beträgt für Sauerstoffatome 199 eV, für Hafniumatome 20,2 eV und für Bleiatome 17,4 eV. Grenzdriftenergie dieser Atome beträgt entsprechen 60 eV, 31 eV, 25 eV. Bei Bestrahlung dieses Materials mit Protonenstrahl werden die Elemente der leitenden Struktur aus Hafniumatomen und Bleiatomen gebildet und die Sauerstoffatome driften ins Substratmaterial. Es wurde eine leitende Struktur mit Abmessungen der einzelnen Elemente von 7 nm erhalten.
Tabelle 1
Tabelle 2

Claims (21)

1. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur, umfassend eine Auftragung auf Substrat einer Schicht des unter Einwirkung der Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials, eine Bestrahlung dieser Materialschicht mit einem modulierten Strahl, dadurch gekennzeichnet, daß das erwähnte Material in einer Schicht mit einer Dicke von 2 bis 20 nm aufgetragen, und als Bestrahlung ein Teilchenstrahl von geladenen Teilchen verwendet wird, mit welchen die Umwandlung des Materials dieser Schicht auf den bestrahlten Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in dieser Schicht eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur bildet, und in eine nichtleitende Komponente, welche ins Substratmaterial abdriftet, durchgeführt wird.
2. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Material der erwähnten Schicht ein einphasiges Halbleitermaterial oder ein dielektrisches, metallhaltiges Material, welches mindestens eine erste Art von Atomen und eine zweite Art von Atomen mit verschiedenen Atomnummern umfaßt, verwendet wird; zur Bildung des Teilchenstrahls geladene Teilchen verwendet werden, von welchen jedes eine durch dieses Teilchen bei Bestrahlung an die Materialatome ab gegebene Energie besitzt, welche unter der Grenzdriftenergie der Atomen erster Art und über Grenzdriftenergie der Atomen zweiter Art liegt; und die Umwandlung des Materials der erwähnten Schicht durch Abdrift der Atome zweiter Art auf den bestrahlten Abschnitten ins Substratmaterial und durch die Umwandlung der Atome erster Art auf den bestrahlten Abschnitten der erwähnten Schicht in eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur durchgeführt wird.
3. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von den geladenen Teilchen bei Wechselwirkung mit den genannten Atomen der Materialschicht ab gegebene Energie aus der Gleichung
bestimmt wird, worin
Emax die maximale vom genannten geladenen Teilchen an die Atome beider Arten abgegebene Energie;
E0 Energie des genannten geladenen Teilchens;
M1 Masse des geladenen Teilchens, und
M2 Masse eines Atoms beider Arten, mit welchen ein geladenes Teilchen zusammenstößt,
bedeuten.
4. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Material der genannten Schicht ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche Metallhydride, Metalloxide, Metallnitride einschließt, verwendet wird.
5. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Metallhydrid Lanthanhydrid oder Ytterbiumhydrid verwendet wird.
6. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Metalloxid Urandioxid verwendet wird.
7. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallnitrid Galliumnitrid verwendet wird.
8. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Material des Substrats ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche dielektrisches Material, Halbleitermaterial oder leitendes Material umfaßt, verwendet wird.
9. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Materialschicht mit einem modulierten Elektronenstrahl bestrahlt wird.
10. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Materialschicht mit einem modulierten Ionenstrahl bestrahlt wird.
11. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Materialschicht nach Ausbildung darin einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur als Substrat zur Herstellung einer räumlichen leitenden Struktur verwendet wird; eine Mehrzahl der nachfolgenden Schichten des bei Bestrahlung in den leitenden Zustand umwandlungsfähigen Materials auf die vorhergehende Schicht nach Herstellung darin einer Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur sukzessiv aufgetragen wird, wobei jede nachfolgende Schicht auf eine vorhergehende Schicht mit einer Dicke von 2 bis 20 nm aufgetragen wird; und jede nachfolgende Schicht mit einem modulierten Strahl von geladenen Teilchen bestrahlt wird und das Material jeder nachfolgenden Schicht auf ihren bestrahlten Abschnitten in eine leitende Komponente, welche in der jeweiligen nachfolgenden Schicht eine Mehrzahl von Elementen der leitenden Struktur bildet, und in eine ins Material der vorgehenden Schicht driftende nichtleitende Komponente umgewandelt wird.
12. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Material jeder nachfolgenden Schicht ein einphasiges Halbleitermaterial oder ein dielektrisches, metallhaltiges Material, welches mindestens eine erste Art von Atomen und eine zweite Art von Atomen mit verschiedenen Atomnummern umfaßt, verwendet wird; zur Bildung des Teilchenstrahls geladene Teilchen verwendet werden, von welchen jedes eine durch dieses Teilchen bei Bestrahlung an die Materialatome jeder nachfolgenden Schicht abgegebene Energie besitzt, welche unter der Grenzdriftenergie der Atome erster Art und über der Grenzdriftenergie der Atome zweiter Art liegt; und die Umwandlung des Materials jeder nachfolgenden Schicht durch Abdrift der Atome zweiter Art auf den bestrahlten Abschnitten dieser Schicht ins Material der vorhergehenden Schicht und durch die Umwandlung der Atome erster Art auf den bestrahlten Abschnitten jeder nachfolgenden Schicht in eine Mehrzahl der Elemente der leitenden Struktur durchgeführt wird.
13. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die von den geladenen Teilchen bei Wechselwirkung mit den genannten Atomen der Materialschicht abgegebene Energie aus der Gleichung
bestimmt wird, worin
Emax die maximale vom genannten geladenen Teilchen an die Atome beider Arten abgegebene Energie;
E0 Energie des genannten geladenen Teilchens;
M1 Masse des geladenen Teilchens, und
M2 Masse eines Atoms beider Arten, mit welchen ein geladenes Teilchen zusammenstößt,
bedeuten.
14. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Material jeder nachfolgenden Schicht ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche Metallhydride, Metalloxide, Metallnitride einschließt, verwendet wird.
15. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallhydrid Lanthanhydrid oder Ytterbiumhydrid verwendet wird.
16. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Metalloxid Urandioxid verwendet wird.
17. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallnitrid Galliumnitrid verwendet wird.
18. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Material jedes vorhergehenden Schicht ein Material, ausgewählt aus einer Gruppe, welche dielektrisches Material, Halbleitermaterial oder leitendes Material umfaßt, verwendet wird.
19. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede nachfolgende Schicht mit einem modulierten Elektronenstrahl bestrahlt wird.
20. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede nachfolgende Schicht mit einem modulierten Ionenstrahl bestrahlt wird.
21. Verfahren zur Herstellung einer leitenden Struktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeder vorhergehenden Schicht und jeder nachfolgenden Schicht eine Zwischenschicht aus dielektrischem Material angeordnet wird.
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