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DE19921874B4 - Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von Flachgeschirr - Google Patents

Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von Flachgeschirr Download PDF

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DE19921874B4 DE1999121874 DE19921874A DE19921874B4 DE 19921874 B4 DE19921874 B4 DE 19921874B4 DE 1999121874 DE1999121874 DE 1999121874 DE 19921874 A DE19921874 A DE 19921874A DE 19921874 B4 DE19921874 B4 DE 19921874B4
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Abstract

Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von gebranntem Flachgeschirr (58), insbesondere von Tellern (60) aus Bone China (BC) oder aus Vitreous China (VC), an deren gesamter Unterseite und an deren gesamter Oberseite, wobei zum Schleifen der gesamten Oberfläche der Flachgeschirr-Unterseite eine erste Schleifeinrichtung (12) und zum Schleifen der gesamten Oberfläche der Flachgeschirr-Oberseite eine zweite Schleifeinrichtung (14) vorgesehen ist, wobei die erste Schleifeinrichtung (12) einen ersten Drehtisch (16) mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (20) zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs (58) an seiner Oberseite und die zweite Schleifeinrichtung (14) einen zweiten Drehtisch (18) mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (38) zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs (58) an seiner Unterseite aufweist, und der erste Drehtisch (16) und der zweite Drehtisch (18) nebeneinander derartig angeordnet sind, daß sie sich an einem gemeinsamen Übergabebereich (36) überlappen, so daß die Flachgeschirr-Unterseite und die Flachgeschirr-Oberseite voneinander unabhängig schleifbar sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von gebranntem Flachgeschirr, insbesondere von Tellern aus Bone China (BC) oder aus Vitreous China (VC), an deren gesamter Unterseite und an deren gesamter Oberseite.
  • Flachgeschirr, insbesondere aus BC oder aus VC, zeigen nach dem ersten Brand an ihrer Oberfläche, d.h. an ihrer Unterseite und an ihrer Oberseite, pockenartige Erhöhungen, die beim nachfolgenden Dekorieren und Glasieren nachteilig sind bzw. zu einem Produktionsausschuß führen. Diese pockenartigen Erhöhungen müssen also beseitigt werden, um den erwähnten Produktionsausschuß zu verhindern. Zur Beseitigung der pockenartigen Erhöhungen kommen bislang zwei Schleifmethoden zur Anwendung, nämlich das Gleitschleifen mit sog. Gleitschleifmaschinen oder das oberflächliche Bürsten des Flachgeschirrs. Beim Gleitschleifen kommen Vibrationstrommeln bzw. Vibrationstöpfe zur Anwendung, in welchen sich in Vibration versetzte Gleitschliffkörper befinden. Durch die Vibration der Gleitschliffkörper kommt die entsprechende Gleitschliffkörper-Schüttung in einen quasi wahllosen, d.h. ungerichteten Fluidzustand. Der Produktfluß bleibt in dieser Schüttung ungerichtet, eine Automatisierung des Schleif-Prozesses ist kaum möglich.
  • Beim oberflächlichen Bürsten des Flachgeschirrs kommen Bürstenpaare bspw. aus diamantbesetzten Kunststoffbürsten zur Anwendung. Die Bürsten des jeweiligen Bürstenpaares sind derartig angeordnet, daß sie gegenseitig in Eingriff sind. Die Bürsten unterliegen aufgrund dieses gegenseitigen Eingriffs einem Verschleiß. Den Bürsten sind Führungsrollen zugeordnet, auf welchen das oberflächlich zu schleifende Flachgeschirr, insbesondere Teller, während des Schleifvorgangs abgestützt wird. Das zu schleifende Flachgeschirr wird durch die rotierenden Bürsten in Rotation versetzt. Dazu ist es erforderlich, daß die Bürsten mit einem entsprechenden Schleifdruck gegen das zu schleifende Flachgeschirr drücken. Aufgrund dieses intensiven Kontaktes der Bürsten mit dem zu schleifenden Flachgeschirr wird der oben erwähnte Bürsten-Verschleiß weiter erhöht. Die Standzeit der Bürsten ist also begrenzt. Auch dieses Bürst-Verfahren wird manuell durchgeführt, wobei die Unter- und die Oberseite des Flachgeschirrs gleichzeitig gebürstet, d.h. geschliffen werden. Die Schliffqualität läßt auch hier noch Wünsche offen.
  • Die DE 36 36 602 A1 beschreibt eine Schleifanlage für feinkeramische Erzeugnisse mit einer Zuführeinrichtung, einer ersten und einer zweiten Schleifvorrichtung und einer Abfuhreinrichtung mit je einer Arbeitsstation. Mit dieser bekannten Schleifanlage können Teller, Platten, Schüsseln und Terrinen unterschiedlicher Form und Größe bei einer Verbesserung der Oberflächenqualität des Fußes des Erzeugnisses und bei einer Erhöhung der Durchsatzmenge auf einer Anlage geschliffen werden. Zu diesem Zwecke ist ein taktbetriebener Umsetzer zentrisch zu den Arbeitsstationen angeordnet, der mit vier an einem Drehkreuz befestigten und um 90° versetzten Armen ausgerüstet ist, die mit je einer über einen Verteilerblock druckgesteuerten Hubeinheit und je einem mechanisch entsperrbaren Wegeventil versehen sind. Die Hubeinheiten befinden sich in der Arbeitsstellung jeweils mit ihrer Mittelachse über den Zentren der Arbeitsstationen. Die vier mechanisch entsperrbaren Wegeventile sind mit einer am Verteilerblock radial zur Arbeitsstation der Abführeinrichtung befestigten Schaltkurve gekoppelt. Im Bereich der Arbeitsstationen einer jeden Schleifvorrichtung sind Hubbegrenzungsanschläge angebracht, so daß mittels jeder Hubeinheit die feinkeramischen Erzeugnisse in einem bestimmten Zeitintervall im ständig wechselnden Positionsregime mit den vier Arbeitsstationen gleichzeitig in Kontakt sind. Bei dieser bekannten Schleifanlage geht es also nur darum, die Oberflächenqualität des Fußes des Erzeugnisses zu verbessern. Zu diesem Zwecke weist diese bekannte Schleifanlage zwei Schleifvorrichtungen in Gestalt von an sich bekannten Bandschleifmaschinen auf. Die erste Schleifvorrichtung weist ein grobkörniges Schleifband und die zweite Schleifvorrichtung weist ein feinkörniges Schleifband auf. Das grobkörnige Schleifband dient zum Vorschleifen des Erzeugnisfußes und das feinkörnige Schleifband dient zum Fertigschleifen des Erzeugnisfußes.
  • Die US 4 594 768 beschreibt eine Maschine zum Schleifen des Umfangsrandes von Flachgeschirr.
  • Aus der US 2 587 271 ist eine Anlage bekannt, die eine Schleifbearbeitung der Oberseite als auch der Unterseite von Geschirr ermöglicht; dort wird das Geschirr in der Anlage um 180 Grad gedreht, d.h. dort sind keine zwei Drehtische nebeneinander derartig angeordnet, dass sie sich an einem gemeinsamen Übergabebereich überlappen, so dass die Unterseite und die Oberseite von Flachgeschirr voneinander unabhängig schleifbar sind.
  • Aus der DE 38 38 898 A1 ist eine Schleifmaschine für keramisches Gut bekannt, bei der Drehtische nebeneinander derartig angeordnet sind, dass sie sich an jeweils gemeinsamen Übergabebereichen überlappen. Diese bekannte Schleifmaschine ist jedoch ebenfalls nur zum Schleifen der Füße des keramischen Guts vorgesehen, wobei die Schleifstationen einem einzigen dieser Drehtische zugeordnet sind.
  • Die US 3 399 498 offenbart eine Anlage zum Bearbeiten der Ränder von keramischen Gegenständen, wie Tellern oder dergleichen, mit zwei Drehkreuzen, die voneinander beabstandet nebeneinander angeordnet sind. Diese beiden Drehkreuze weisen keinen gemeinsamen Überlappungsbereich auf. Vielmehr ist dort ein Drehteller zwischengeschaltet, der die Gegenstände vom ersten Drehkreuz übernimmt und an das zweite Drehkreuz übergibt. Der Drehteller weist eine Schleifeinrichtung auf, mittels der der Umfangsrand des jeweiligen keramischen Gegenstandes geschliffen wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, wobei mit hoher Produktivität. eine gute Schliffqualität erzielt wird.
  • Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw. Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Während üblicherweise die Unter- und die Oberseite des Flachgeschirrs gleichzeitig geschliffen wird, erfolgt erfindungsgemäß eine räumliche und zeitliche Trennung des Schleifens der Unterseite und der Oberseite des Flachgeschirrs, bei dem es sich insbesondere um Teller aus BC oder aus VC handelt.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die erste Schleifeinrichtung mindestens eine rotierende Bürste aufweisen. Desgleichen ist es möglich, daß die erste Schleifeinrichtung mindestens einen Vibrationstopf mit Gleitschliffkörpern aufweist.
  • Erfindungsgemäß weist die erste Schleifeinrichtung einen ersten Drehtisch mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs an seiner Oberseite auf.
  • Die/jede Bürste der ersten Schleifeinrichtung und die Vakuum-Saugeinrichtungen des ersten Drehtisches werden vorzugsweise derartig angetrieben, daß an der jeweiligen Berührungsfläche zwischen der Bürste und dem zu schleifenden Flachgeschirr zueinander entgegengesetzte Tangentialgeschwindigkeiten auftreten.
  • Auf diese Weise ist es möglich, die Bürst- bzw. Schleifgeschwindigkeit entsprechend zu erhöhen, weil die Eigendrehung der jeweiligen Vakuum-Saugeinrichtung und somit die Eigendrehung des zu schleifenden Flachgeschirrs insbesondere Tellers aus BC oder aus VC sich bezüglich der Schleifleistung zur Drehbewegung der entsprechenden Bürste hinzuaddiert.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorteilhaft, wenn dem ersten Drehtisch eine Zufuhr-Fördereinrichtung für das zu schleifende Flachgeschirr zugeordnet ist, um den Automatisierungsgrad entsprechend zu erhöhen. Demselben Zwecke, d.h. der weiteren Produktivitätssteigerung, ist es dienlich, wenn die rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen am ersten Drehtisch gruppenweise vorgesehen sind, weil es dann möglich ist, gleichzeitig mehrere Teller an ihrer Unterseite optimal zu schleifen.
  • Desgleichen ist es möglich, daß die rotierenden Bürsten der ersten Schleifeinrichtung gruppenweise vorgesehen sind: Dabei können die rotierenden Bürsten der verschiedenen Bürsten-Gruppen der ersten Schleifeinrichtung gleiche Schleifeigenschaften oder vorzugsweise unterschiedliche Schleifeigenschaften besitzen, um in einem ersten Arbeitsschritt quasi einen Vorschliff und in einem nachfolgenden Arbeitsschritt einen Feinschliff durchführen zu können.
  • Die zweite Schleifeinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist vorzugsweise mindestens eine rotierende Bürste auf.
  • In Anpassung an die erste Schleifeinrichtung weist erfindungsgemäß die zweite Schleifeinrichtung einen zweiten Drehtisch mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs an seiner Unterseite auf. Wie bereits oben in Verbindung mit der ersten Schleifeinrichtung ausgeführt worden ist, können die/jede Bürste der zweiten Schleifeinrichtung und die Vakuum-Saugeinrichtungen des zweiten Drehtisches derartig angetrieben werden, daß an der jeweiligen Berührungsfläche zwischen der entsprechenden Bürste und dem zu schleifenden Flachgeschirr zueinander entgegengesetzte Tangentialgeschwindigkeiten auftreten, wodurch die Schleifgeschwindigkeit an der Flachgeschirr-Oberseite entsprechend groß ist.
  • Wie am ersten Drehtisch können auch die rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen am zweiten Drehtisch gruppenweise vorgesehen sein: Gleiches gilt für die rotierenden Bürsten der zweiten Schleifeinrichtung, diese können ebenfalls gruppenweise vorgesehen sein.
  • Um auch an der Oberseite des Flachgeschirrs einen Vorschliff und einen Feinschliff durchführen zu können, können die rotierenden Bürsten der verschiedenen Bürsten-Gruppen der zweiten Schleifeinrichtung – wie die Bürsten-Gruppen der ersten Schleifeinrichtung – unterschiedliche Schleifeigenschaften besitzen.
  • Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der erste Drehtisch und der zweite Drehtisch nebeneinander derartig angeordnet sind, daß sie sich an einem gemeinsamen Übergabebereich überlappen, ergibt sich der Vorteil eines optimalen Produktflusses bzw. Produkt-Durchlaufes des zu schleifenden Flachgeschirrs. Durch eine solche Ausbildung ergibt sich der Vorteil, daß das zu schleifende Flachgeschirr, insbesondere zu schleifende Teller aus BC oder aus VC, automatisch vom ersten Drehtisch an den zweiten Drehtisch übergeben werden können, um im Anschluß an das Schleifen der Flachgeschirr-Unterseite die Flachgeschirr-Oberseite zu schleifen. Nach dem Schleifen der Oberseite des Flachgeschirrs wird dieses vom zweiten Drehtisch an einer Abnahmeposition abgenommen. Danach kann das gebürstete bzw. geschliffene Flachgeschirr bspw. dekoriert und glasiert werden.
  • Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von Flachgeschirr, insbesondere von Tellern.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von Flachgeschirr, insbesondere von Tellern,
  • 2 eine Ansicht, der Vorrichtung gemäß 1 in Blickrichtung von oben,
  • 3 ein Detail der 1 zur Verdeutlichung eines Abschnittes der ersten Schleifeinrichtung,
  • 4 eine der 3 ähnliche Darstellung einer zweiten Ausführungsform der ersten Schleifeinrichtung, und
  • 5 in einer der 3 ähnlichen Darstellung einen Abschnitt der zweiten Schleifeinrichtung der Vorrichtung gemäß den 1 und 2.
  • Die 1 und 2 zeigen in einer schematischen Darstellung eine Ausbildung der Vorrichtung 10 zum Oberflächenschleifen von Flachgeschirr, insbesondere von Tellern, an ihrer Unterseite und an ihrer Oberseite. Die Vorrichtung 10 weist eine erste Schleifeinrichtung 12 zum Oberflächenschleifen der Flachgeschirr-Unterseite und eine zweite Schleifeinrichtung 14 zum Oberflächenschleifen der Flachgeschirr-Oberseite auf. Die erste und die zweite Schleifeinrichtung 12 und 14 sind voneinander. räumlich getrennt. Die erste Schleifeinrichtung 12 weist einen ersten Drehtisch 16 und die zweite Schleifeinrichtung 14 weist einen zweiten Drehtisch 18 auf.
  • Der erste Drehtisch 16 ist mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen 20 versehen, die zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs an seiner Oberseite dienen. Wie aus 2 ersichtlich ist, sind die Vakuum-Saugeinrichtungen 20 am ersten Drehtisch 16 gruppenweise, d.h. bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel paarweise, vorgesehen.
  • Die erste Schleifeinrichtung 12 weist Bürsten 22 auf, die wie die Vakuum-Saugeinrichtungen 20 des ersten Drehtisches 16 gruppenweise bzw. paarweise vorgesehen sind. Jede Bürste 22 ist mit einem Antriebsmotor 24 verbunden. Jede Vakuum-Saugeinrichtung 20 des ersten Drehtisches 16 ist mit einem Antrieb 26 verbunden. Die bspw. gegen die Horizontale geringfügig geneigten Bürsten 22 und die lotrechten Vakuum-Saugeinrichtungen 20 der ersten Schleifeinrichtung 12 bzw. des ersten Drehtisches 16 werden derartig angetrieben, daß an der Berührungsfläche zwischen der jeweiligen Bürste 22 und dem zu schleifenden Flachgeschirr bzw. dessen Unterseite zueinander entgegengesetzte Tangentialgeschwindigkeiten auftreten. Das ist in 1 durch die bogenförmigen Pfeile 28 angedeutet.
  • Der erste Drehtisch 16 ist mit Hilfe einer Antriebseinrichtung 30 um eine Vertikalachse 32 rotativ antreibbar. Aus 2 ist ersichtlich, daß dem ersten Drehtisch 16 eine Zufuhr-Fördereinrichtung 34 zugeordnet ist. Mit Hilfe der Zufuhr-Fördereinrichtung 34 wird zu schleifendes Flachgeschirr, insbesondere Teller, der Vorrichtung 10 schrittweise automatisch zugeführt und mit Hilfe des ersten Drehtisches 16 schrittweise zu den Bürsten 22 der ersten Schleifeinrichtung 12 bewegt. Mit Hilfe der Bürsten 22 wird die Unterseite des Flachgeschirrs an seiner gesamten Oberfläche geschliffen. Nach diesem Schleifen der Flachgeschirr-Unterseite wird das Flachgeschirr an einem gemeinsamen Übergabebereich 36 vom ersten Drehtisch 16 automatisch zum zweiten Drehtisch 18 übergeben. Dabei werden die Vakuum-Saugeinrichtungen 20 des ersten Drehtisches 16 deaktiviert und gleichzeitig Vakuum-Saugeinrichtungen 38 des zweiten Drehtisches 18 aktiviert, d.h. mit Vakuum beaufschlagt, um die an ihrer Unterseite geschliffenen Teller festzuhalten und mit Hilfe von Bürsten 40 der zweiten Schleifeinrichtung 14 an ihrer Oberseite flächig abzuschleifen. Die Bürsten 40 der zweiten Schleifeinrichtung 14 sind – wie die Bürsten 22 der ersten Schleifeinrichtung 12 – mit Antriebsmotoren verbunden und gruppen- d.h. paarweise vorgesehen. Entsprechend sind die Vakuum-Saugeinrichtungen 38 des sich um eine vertikale Achse schrittweise drehenden zweiten Drehtisches 18 gruppen- bzw. paarweise vorgesehen.
  • Nach dem Schleifen der Oberseite des Flachgeschirrs wird dieses einer Abnahmeposition 42 des zweiten Drehtisches 18 zugeführt und dort vom zweiten Drehtisch 18 zur Weiterverarbeitung des geschliffenen Flachgeschirrs übergeben. Hierbei kann es sich um ein Dekorieren und Glasieren des Flachgeschirrs handeln. Zu diesem Zwecke ist der zweite Drehtisch 18 mit einer Antriebseinrichtung 44 verbunden.
  • Der erste Drehtisch 16 wird mit Hilfe seiner Antriebseinrichtung 30 in Richtung des Pfeiles 46 und der zweite Drehtisch 18 wird mit Hilfe der Antriebseinrichtung 44 in Richtung des bogenförmigen Pfeiles 48 schrittweise bewegt, wobei die schrittweisen Bewegungen des ersten und des zweiten Drehtisches 16 und 18 aneinander angepaßt verlaufen.
  • Während die 3 und 5 Ausbildungen der Schleifeinrichtungen 12 bzw. 14 mit Bürsten 22 bzw. 40 verdeutlichen, zeigt die 4 eine erste Schleifeinrichtung 12 mit Vibrationstöpfen 50, in welchen sich Gleitschliffkörper 52 in einer Schüttung befinden. Während der Vibration der Vibrationstöpfe 50 bilden die Gleitschliffkörper 52 ein sich wahllos bewegendes Fluid 56, das die Unterseite des Flachgeschirrs 58 abschleift. Ein solches Flachgeschirr 58 in Form von Tellern 60 ist auch aus den 3 und 5 ersichtlich.
  • Gleiche Einzelheiten sind in den 1 bis 5 jeweils mit denselben Bezugsziffern bezeichnet, so daß es sich erübrigt, in Verbindung mit den Figuren alle Einzelheiten jeweils detailliert zu beschreiben.
  • 10
    Vorrichtung
    12
    erste Schleifeinrichtung (von 10)
    14
    zweite Schleifeinrichtung (von 10)
    16
    erster Drehtisch (von 10)
    18
    zweiter Drehtisch (von 10)
    20
    Vakuum-Saugeinrichtungen (an 16)
    22
    Bürste (von 12)
    24
    Antriebsmotor (für 22)
    26
    Antrieb (für 20)
    28
    bogenförmiger Pfeil
    30
    Antriebseinrichtung (von 16)
    32
    Vertikalachse (von 16)
    34
    Zufuhr-Fördereinrichtung (an 16)
    36
    Übergabebereich (zwischen 16 und 18)
    38
    Vakuum-Saugeinrichtung (an 18)
    40
    Bürste (von 14)
    42
    Abnahmeposition (an 18)
    44
    Antriebseinrichtung (von 18)
    46
    bogenförmiger Pfeil
    48
    bogenförmiger Pfeil
    50
    Vibrationstopf
    52
    Gleitschliffkörper (in 50)
    54
    Schüttung (in 50)
    56
    Fluid (von 54)
    58
    Flachgeschirr
    60
    Teller

Claims (13)

  1. Vorrichtung zum Oberflächenschleifen von gebranntem Flachgeschirr (58), insbesondere von Tellern (60) aus Bone China (BC) oder aus Vitreous China (VC), an deren gesamter Unterseite und an deren gesamter Oberseite, wobei zum Schleifen der gesamten Oberfläche der Flachgeschirr-Unterseite eine erste Schleifeinrichtung (12) und zum Schleifen der gesamten Oberfläche der Flachgeschirr-Oberseite eine zweite Schleifeinrichtung (14) vorgesehen ist, wobei die erste Schleifeinrichtung (12) einen ersten Drehtisch (16) mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (20) zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs (58) an seiner Oberseite und die zweite Schleifeinrichtung (14) einen zweiten Drehtisch (18) mit rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (38) zum Festhalten des zu schleifenden Flachgeschirrs (58) an seiner Unterseite aufweist, und der erste Drehtisch (16) und der zweite Drehtisch (18) nebeneinander derartig angeordnet sind, daß sie sich an einem gemeinsamen Übergabebereich (36) überlappen, so daß die Flachgeschirr-Unterseite und die Flachgeschirr-Oberseite voneinander unabhängig schleifbar sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schleifeinrichtung (12) mindestens eine rotierende Bürste (22) aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schleifeinrichtung (12) mindestens einen Vibrationstopf (50) mit Gleitschliffkörpern (52) aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die/jede Bürste (22) der ersten Schleifeinrichtung (12) und die Vakuum-Saugeinrichtungen (20) des ersten Drehtisches (16) derartig angetrieben werden, daß an der jeweiligen Berührungsfläche zwischen der Bürste (22) und dem zu schleifenden Flachgeschirr (58) zueinander entgegengesetzte Tangentialgeschwindigkeiten auftreten.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten Drehtisch (16) eine Zufuhr-Fördereinrichtung (34) für das zu schleifende Flachgeschirr (58) zugeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (20) am ersten Drehtisch (16) gruppenweise vorgesehen sind.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Bürsten (22) der ersten Schleifeinrichtung (12) gruppenweise vorgesehen sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Bürsten (22) der verschiedenen Bürsten-Gruppen der ersten Schleifeinrichtung (12) unterschiedliche Schleifeigenschaften besitzen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schleifeinrichtung (14) mindestens eine rotierende Bürste (40) aufweist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die/jede Bürste (40) der zweiten Schleifeinrichtung (14) und die Vakuum-Saugeinrichtungen (38) des zweiten Drehtisches (18) derartig angetrieben werden, daß an der jeweiligen Berührungsfläche zwischen der Bürste und dem zu schleifenden Flachgeschirr (58) zueinander entgegengesetzte Tangentialgeschwindigkeiten auftreten.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Vakuum-Saugeinrichtungen (38) am zweiten Drehtisch (18) gruppenweise vorgesehen sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Bürsten (40) der zweiten Schleifeinrichtung (14) gruppenweise vorgesehen sind.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Bürsten (40) der verschiedenen Brüsten-Gruppen der zweiten Schleifeinrichtung (14) unterschiedliche Schleifeigenschaften besitzen.
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