DE1992181U - Schallbrückenfreies Verbindungselement zur Befestigung von Vorsatzschalen an Wänden - Google Patents
Schallbrückenfreies Verbindungselement zur Befestigung von Vorsatzschalen an WändenInfo
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Description
Die Neuerung bezieht sich auf ein schallbrückenfreies Verbindungselement, mit dem Vorsatzschalen, wie Gipskartonplatten, Hartfaserplatten, Holzplatten od. dgl., an Wänden bzw. Decken befestigt werden. Dabei soll sich der Schall praktisch nicht auf die Wand übertragen.
Es ist bekannt, ein- oder mehrschalige Wände zur Verbesserung ihrer Luftschalldämmung mit biegeweichen Vorsatzschalen zu verkleiden. Im Entwurf DIN 4109 vom Januar 1959 sind z.B. Verkleidungen von Wänden mit Gipskartonplatten oder mit Putz auf Putzträgern angegeben, die auf zwischengeschaltete Holzleisten aufgenagelt sind. In der Praxis werden diesen Holzleisten auch Dämmstoffstreifen unterlegt.
Solche Verbindungselemente sind jedoch nur mäßig luftschalldämmend, weil die durch die Holzleisten und Dämmstoffstreifen bis in die Wand reichenden Nägel Schallbrücken darstellen, die die an sich erreichbare gute Luftschalldämmung zum großen Teil wieder aufheben. Konstruktiv ist dabei von Nachteil, daß Holzleisten nicht mit Mörtel an Wände geklebt werden können und dadurch gerade die Befestigungsart entfällt, durch die Unebenheiten von unverputzten Wänden ausgeglichen werden können, um planebene Wandoberflächen zu erzielen.
Nach der Neuerung weist das schallbrückenfreie Verbindungselement eine U-Profilschiene auf, deren Schenkel kürzer sind als die Dicke des Dämmstoffstreifens, der an der U-Profilschiene befestigt ist.
Die Schenkel der U-Profilschiene weisen vorzugsweise Löcher oder Schlitze auf, durch die langgestreckte Verbindungselemente, insbesondere Drahtstifte, zur Befestigung am Dämmstoffstreifen gesteckt werden. Dabei ist es zweckmäßig, daß die Schenkel der U-Profilschiene den Dämmstoffstreifen teilweise umfassen und insbesondere an den Seiten des Dämmstoffstreifens mindestens teilweise anliegen. Zum Befestigen können auch selbstschneidende Kreuzschlitzschrauben dienen, die keine Löcher oder Schlitze in der U-Profilschiene erfordern.
Der Steg der U-Profilschiene oder überhaupt die gesamte U-Profilschiene kann als Gitter ausgebildet sein, das die Verbindung mit dem Dämmstoffstreifen ebenfalls durch Drahtstifte, Kreuzschlitzschrauben oder Klammerstäbe ermöglicht. Die U-Profilschienen können aus Blech oder Kunststoff hergestellt und mit dem Dämmstoffstreifen durch selbstschneidende Kreuzschlitzschrauben verbunden sein. Vorzugsweise ist der Steg der U-Profilschiene teilweise, insbesondere im Mittelteil, in Richtung zum Dämmstoffstreifen zurückversetzt, um die elastische Federwirkung zu erhöhen.
Die Vorsatzschalen aus Gipskartonplatten oder Putzträgern mit Putz sind durch Kreuzschlitzschrauben, Klammerstäbe oder Spreizdübel an dem schallbrückenfreien Verbindungselement befestigt. Insbesondere dann, wenn dieses als Gitter ausgebildet ist oder aus Kunststoff besteht, kann die Vorsatzschale auch angeklebt werden.
Bei einer besonderen Ausführungsform bestehen die U-Profilschienen aus verzinktem oder lackiertem Blech und der Dämmstoffstreifen aus Kokosfasern, während Gipskartonplatten durch selbstschneidende Kreuzschlitzschrauben daran befestigt sind.
Die Neuerung hat den Vorteil, daß die U-Profilschiene längenstabil ist, was bei ihrer raumhohen Ausführung von besonderer Bedeutung für die Erzielung ebener Wandoberflächen ist, und daß sie ohne Gerüst montiert werden kann. Die U-Profilschiene ist auf einfache Weise durch Drahtstifte oder Schrauben vollkommen schallbrückenfrei mit dem Dämmstoffstreifen aus insbesondere Fasermaterial verbindbar. Das Ankleben des Verbindungselementes gemäß der Neuerung an einer Wand ist besonders vorteilhaft.
Gemäß den Anforderungen an den Luftschallschutz der Vorsatzschale werden die elastischen Dämmstoffstreifen mehr oder weniger dick ausgebildet. Dies wird z.B. durch Zusammenkleben mehrerer Einzelschichten erreicht.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Neuerung für die Trockenbauweise, z.B. mit Gipskartonplatten, ebensogut anwendbar ist wie für Naßputz mit Putzträgern.
Bei der Anwendung im Hochbau wird zur Verbesserung des Luftschallschutzes von Wänden das schallbrückenfreie Verbindungselement mit der freien Seite des Dämmstoffstreifens durch Mörtel oder Kleber in Abständen von etwa 50 cm senkrecht an Wände angeklebt. Als Vorsatzschalen bzw. Verkleidungsplatten dienen Gipskartonplatten, Holzvertäfelungen od. dgl. sowie die üblichen Putzträger mit Putz, wie Streckmetall, Holzwolleleichtbauplatten
od. dgl., die mit Schrauben, Spreizdübeln, Klammerstäben oder ähnlichen Mitteln an dem schallbrückenfreien Verbindungselement befestigt werden.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele für die Neuerung dargestellt:
Fig. 1 stellt im Teilschnitt ein Beispiel für die Anwendung eines besonders zweckmäßigen schallbrückenfreien Verbindungselementes im Hochbau dar. An der einschaligen Wand 1 ist der federnde Dämmstoffstreifen 2 aus z.B. Kokosfasern mit der U-Profilschiene 3 aus Blech befestigt. Die versetzten Drahtstifte 4 verbinden den Dämmstoffstreifen 2 mit der U-Profilschiene 3. Das Verbindungselement ist durch eine Klebeschicht 5 aus Mörtel an der Wand 1 befestigt. Die Gipskartonplatte 6 ist mit selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben 7 am Verbindungselement angeschraubt. Dabei sind sowohl der Gittersteg 3a der U-Profilschiene 3 als auch der Dämmstoffstreifen 2 von der Schraube 7 erfaßt.
Fig. 2 ist ein Beispiel für die Befestigung einer Gipskartonplatte 6 auf dem Verbindungselement nach der Neuerung durch eine Mörtelschicht 8 in teilweiser Frontansicht.
Fig. 3 ist im Teilschnitt ein Beispiel für die Verwendung einer U-Profilschiene 3 mit kurzen Schenkeln 3b und deren Befestigung auf dem Dämmstoffstreifen 2 lediglich mit Hilfe von selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben 7. Die Schraube 9 dient zur Befestigung der Vorsatzschale 6.
Fig. 4 ist ein Teilschnitt eines weiteren Beispieles mit Streckmetall 10 als Putzträger, das mit selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben 9 an dem schallbrückenfreien Verbindungselement befestigt und dann mit Putz 11 verputzt wird.
Fig. 5 ist ein Teilschnitt einer weiteren Ausbildung der Neuerung, bei der zwei aus Kokosfasern bestehende Dämmstoffstreifen 12a und 12b mit Hilfe einer dünnen Gipsschicht 15 miteinander verbunden sind. Der untere Dämmstoffstreifen 12a ist mit Hilfe von Klammerstäben 14 mit der U-Profilschiene 13 derart verbunden, daß die Enden 14a der Klammerstäbe 14 jeweils durch eine Durchbrechung des entsprechenden Schenkels der U-Profilschiene 13 gesteckt und dahinter nach oben umgebogen sind. Der Mittelteil 13a des Steges der U-Profilschiene 13 ist nach innen, d.h. in Richtung zum unteren Dämmstoffstreifen 12a, abgesetzt, so daß an diesem Mittelteil 13a der Dämmstoffstreifen 12a anliegt,
während an dem Mittelteil 13a die nicht dargestellte Vorsatzschale nicht zur Anlage gelangt.
In Fig. 6 ist das in Fig. 4 dargestellte neuerungsgemäße Verbindungselement teilweise in Seitenansicht dargestellt.
Claims (15)
1. Schallbrückenfreies Verbindungselement zur Befestigung von Vorsatzschalen an Wänden unter Verwendung von Dämmstoffstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß eine U-Profilschiene (3; 13), deren Schenkel (3b) kürzer sind als die Dicke des Dämmstoffstreifens (2; 12a, 12b, 15), mit dem Dämmstoffstreifen verbunden ist.
2. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (3b) der U-Profilschiene (3; 13) den Dämmstoffstreifen (2; 12) teilweise einfassen.
3. Verbindungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmstoffstreifen (2; 12a, 12b, 15) durch langgestreckte Verbindungselemente (4; 14) mit der U-Profilschiene (3; 13) verbunden sind.
4. Verbindungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die langgestreckten Verbindungselemente (14) durch den Dämmstoffstreifen (12a) und mindestens einen Schenkel der U-Profilschiene (13) hindurchragen.
5. Verbindungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Schenkel der U-Profilschiene (13) hinausragenden Enden (14a) der Verbindungselemente (14) umgebogen bzw. abgewinkelt sind.
6. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schenkeln der U-Profilschiene (3; 13) Löcher oder Schlitze zum Durchstecken von Drahtstiften (4) oder Klammerstäben (14) angeordnet sind.
7. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämmstoffstreifen (2) durch selbstschneidende Kreuzschlitzschrauben (7) an der U-Profilschiene (3) befestigt ist.
8. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (3a) der U-Profilschiene (3) ein Gitter aufweist.
9. Verbindungselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte U-Profilschiene (3; 13) aus einem Gitter gebildet ist.
10. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (13a) der U-Profilschiene (13) in Richtung zum Dämmstoffstreifen (12a) nach innen teilweise zurückgezogen ist.
11. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die U-Profilschiene (3; 13) aus Blech besteht.
12. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die U-Profilschiene (3; 13) aus Kunststoff besteht.
13. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämmstoffstreifen (2; 12a, 12b) aus Kokosfasern besteht.
14. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Schraub- (7; 9) oder Spreizdübel als Befestigungselemente der Vorsatzschalen (6) an dem Verbindungselement.
15. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Klebstoff als Befestigungsmittel von Vorsatzschalen am Verbindungselement.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1992181U true DE1992181U (de) | 1968-08-22 |
Family
ID=1220660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1992181D Expired DE1992181U (de) | Schallbrückenfreies Verbindungselement zur Befestigung von Vorsatzschalen an Wänden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1992181U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2730186A1 (de) * | 1977-07-04 | 1979-01-18 | Faist Kg | Bauelement fuer die herstellung einer schall- und/oder waermedaemmenden vorsatzschale fuer waende, decken oder boeden |
| DE29821741U1 (de) | 1998-12-07 | 1999-02-18 | Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke, 97346 Iphofen | Bauvorsatzschale mit Feuerschutz-Schallschutz-Eigenschaften |
| DE20004670U1 (de) | 2000-03-14 | 2000-05-31 | Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke, 97346 Iphofen | Schalldämmendes Hängerelement für eine Wandung |
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|---|---|---|---|---|
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| DE29821741U1 (de) | 1998-12-07 | 1999-02-18 | Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke, 97346 Iphofen | Bauvorsatzschale mit Feuerschutz-Schallschutz-Eigenschaften |
| DE20004670U1 (de) | 2000-03-14 | 2000-05-31 | Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke, 97346 Iphofen | Schalldämmendes Hängerelement für eine Wandung |
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