DE19920004C1 - Neuer zellulärer Regulationsfaktor TTO 20 - Google Patents
Neuer zellulärer Regulationsfaktor TTO 20Info
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Abstract
Die Erfindung betrifft den zellulären Regulationsfaktor TTO 20, DNA kodierend dafür, seine Herstellung und Verwendung, Antikörper bindend an TTO 20 sowie die Verwendung der DNA kodierend für TTO 20 und einen Antikörper bindend ab TTO 20 zur Verwendung in einem Diagnostik-Kit zur Feststellung von entzündlichen Erkrankungen, insbesondere rheumatoider Arthritis.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den zellulären Regulationsfaktor TTO 20
und DNA, kodierend dafür, sowie seine Herstellung und Verwendung zu Screening-
Zwecken zur Auffindung von Modulatoren für die TTO 20-Aktivität.
Zu den vielen biologischen Effekten von Interleukin-1 (IL-1) gehört die Wirkung von
IL-1 auf den Metabolismus vieler Zelltypen aus dem Bindegewebe. Ein Beispiel für
solche Zellen sind artikuläre Chondrozyten. IL-1 inhibiert die Synthese von
Proteoglykanen (PG) durch Chondrozyten und stimuliert die Produktion von
Prostaglandin E2 und Metallo-Proteinasen, welche fähig sind, Moleküle der
extrazellulären Matrix zu degradieren.
Aufgrund experimenteller Resultate sowie dem Auffinden von IL-1, PG-Fragmenten
und proteolytischen Enzymen in entzündlich veränderten Gelenken wurde
geschlossen, daß IL-1 eine Rolle bei der Knorpeldegradation bei der Osteoarthrose
und der rheumatischen Arthritis spielt (Beuton HP & Tyler JA, 1988, Biochem.
Biophys. Res. Comm. 154, 421-428; Aydelotte MB et al. Comm. Tiss. Res. 28, 143-
159, Wood DD et al., Arthritis Rheum. 26, 975-983; Lohmander LS et al., Frans.
Orthop. Res. Soc. 17, 273). Matrix-Metalloproteasen sind potentielle Kandidaten für
Ansatzpunkte für eine Therapie mit Wirkstoffen, die mit diesen Enzymen
interagieren, jedoch sind bislang noch keine konkreten molekularen Ansatzpunkte
identifiziert worden, die sich auf frühe Schritte in dem komplexen Geschehen
beziehen, welches zur Knorpeldegradation führt. Aus diesem Grunde hat man
verschiedene Ansätze gewählt, um solche molekularen Ansatzpunkte für eine
medikamentöse Therapie von Osteoarthrose und rheumatoider Arthritis zu erhalten.
Ein solcher Ansatz ist in der europäischen Patentanmeldung EP 0 705 842 A2
beschrieben. Man ging dort der Frage nach, ob es möglich wäre, potentielle
molekulare Ansatzpunkte für eine medikamentöse Therapie von IL-1β induziertem
Knorpelabbau auf der RNA-Ebene bei menschlichen, artikulären Chondrozyten aus
osteoarthritischem Knorpel zu erhalten.
Zu diesem Zwecke sollten Gene identifiziert werden, die differentiell in erkranktem
Knorpel exprimiert werden. Es wurde Gesamt-RNA von IL-1β stimulierten und nicht
stimulierten menschlichen Chondrozyten einem differentiellen Display von mRNA
durch reverse Transkription und der Polymerasekettenreaktion (DDRT-PCR)
unterworfen. Diese Methode kann zur Identifizierung und Isolierung von Genen
verwendet werden, die in zwei Zellpopulationen unterschiedlich (differentiell)
exprimiert sind (Liang P & Gardee AB 1992, Science 257, 967-971; Liang P et al.,
AB 1993, Nucl. Acids Res. 21, 3269-3275; Bauer D et al. 1993, Nucl. Acids Res. 21,
4272-4280). Das Schlüsselelement dieser Technologie ist die Benutzung eines
Satzes von Oligonukleotid-Primern, von denen einer an den polyadenylierten
Schwanz der mRNA bindet, die anderen hingegen Zufalls-Dekamere sind, die an
verschiedenen anderen Stellen der mRNA binden. Solche mRNA Subpopulationen,
die durch einen bestimmten Satz von Primen definiert sind, werden nach der
reversen Transkription amplifiziert und auf DNA-Sequenzierungsgelen aufgetrennt.
Es zeigen sich Bandenmuster, die charakteristisch für eine jede der studierten
Zellinien sind. So sollten zum Beispiel 100 verschiedene Primer-Kombinationen
10000 verschiedene PCR-Produkte ergeben, welche immerhin ungefähr die Hälfte
der überhaupt in einer Zellinie exprimierten Gene repräsentieren. Ein Vergleich der
Bandenmuster zweier verschiedener Zellinien weist auf diejenigen Banden hin, die
zu differentiell exprimierten Genen korrespondieren. Aufgrund dieser Information ist
es nun möglich, Banden von differentiell exprimierten Genprodukten aus dem Gel zu
extrahieren, zu reamplifizieren, zu subklonieren und zu sequenzieren.
Einschränkend ist jedoch zu sagen, daß diese Methode eine Reihe von
Schwierigkeiten mit sich bringt:
- 1. Durch die hohe Sensitivität der DDRT-PCR können leicht artifizielle Banden entstehen.
- 2. Die Auswertung komplexer Genexpressionsmuster ist schwierig.
- 3. Als Ausgangsmaterial stehen nur winzige RNA-Mengen zur Verfügung.
Diese Schwierigkeiten bedingen einige Unsicherheit der erhaltenen Ergebnisse.
In der europäischen Patentanmeldung EP 0 705 842 A2 sind eine Reihe von kurzen
DNA-Sequenzen offenbart, die auf oben beschriebene Weise identifiziert wurden.
Eine Analyse der Sequenzen zeigte, daß einige von ihnen völlige oder sehr große
Identität zu den Sequenzen bereits bekannter Gene hatten: so wurde ein cDNA-
Fragment mit 100%iger Identität zu menschlichem Osteopontin, ein anderes c-DNA-
Fragment mit 97,2%iger Identität zu menschlichem Calnexin, ein weiteres Fragment
mit 99,5%iger Identität zu menschlichem TNF-stimuliertem Gen 6 (TSG-6)
gefunden. Die meisten der gefundenen Fragmente waren jedoch unter dem
Gesichtspunkt der sie charakterisierenden Sequenz keinem bekannten Gen
zuzuordnen. Zu dieser Gruppe von cDNA-Fragmenten zählt auch der 400 bp lange
Klon TTO 20/2(2), von dessen DNA-Sequenz 152 bp entschlüsselt wurden.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde nun der Klon TTO 20/2 näher
untersucht. Ein Mittel zur Untersuchung der funktionellen Bedeutung des
korrespondierenden Gens bzw. Genprodukts sind sogenannte Antisense-
Experimente.
Hinweise auf eine Rolle von TTO 20/2 lieferte die Expression von Antisense RNA in
humanen Chondrosarcomzellen, die als Modellzellen für Knorpeldifferenzierung
gelten. Der Antisense Ansatz beruht darauf, daß die kultivierten Zellen mit einem
Vektor transformiert werden, der Antisense mRNA zu TTO 20 exprimiert, gleichzeitig
aber auch die Expression eines Indikatorproteins, dessen Aktivität anzeigt, ob die
Antisense RNA gebildet wurde. Derartige Vektoren werden bicistronische oder
dicistronische Vektoren genannt. Ausgangsvektor für die vorliegenden Konstrukte
war pED4, dessen Konstruktion von Kaufmann et al. beschrieben wurde (Kaufmann
et al., 1991, Nucl. Acids Res. 19, 4485-4490).
In der Antisensetechnologie wird über die Expression einer komplementären RNA
(Antisense-RNA), die an die proteinkodierende mRNA (Sense-RNA) bindet, die
Ausbildung eines funktionalen Proteins eingeschränkt oder sogar verhindert. Im
besonderen kann, wie die vorliegenden Beispiele belegen, Antisense RNA zu
Teilbereichen der kodierenden mRNA sowie zum 3' oder 5' untranslatierten Bereich
eingesetzt werden, um die Bildung des Zielproteins zu verhindern. Mit Hilfe des
Vektors können somit EST Fragmente, die keinen definierten offenen Leserahmen
haben, genutzt werden, um die Wirkung des Proteins herauszuarbeiten, welches
vom zugehörigen Gen letztlich kodiert wird, indem der "Antisense exprimierte" EST
die Ablesung der kodierenden Sense - mRNA ausschaltet oder verringert. Spielt die
so blockierte Synthese des Zielproteins eine wichtige Rolle in der Zelle, hat dies
direkte oder indirekte Auswirkungen auf Zellteilung, Zellwachstum, Synthese
regulierter, exprimierter Proteine etc. Behindert beispielsweise die Antisense
Expression die Ausbildung eines Faktors, der in Signalkaskaden eine Rolle spielt,
wird diese gestört.
Ist der Faktor ein Transkriptionsfaktor, wird die Expression mehrerer Gene gestört.
Dies kann beispielsweise erkannt werden an morphologisch sichtbaren
Veränderungen, die auf veränderte Expression sekretierter Proteine, besonders von
Proteasen, zurückgeführt werden können.
Die so identifizierten Gene bzw. deren Produkte können als therapeutische Targets
für die Suche nach pharmakologisch aktiven Stoffen eingesetzt werden. Ebenso
können damit transformierte Zellen verwendet werden in Screening Systemen,
indem versucht wird, die Wirkung der Antisense RNA zu blockieren.
Die DNA Chip Technologie erlaubt die direkte Analyse solcher Änderungen, indem
man die Transkriptprofile von transformierten mit untransformierten bzw. Mock
transformierten Zellen vergleicht. Der Vergleich läßt dann auch Rückschlüsse zu, ob
ein EST im Rahmen eines Krankheitsbildes eine entscheidende Rolle spielt und sich
somit als Screening Target eignet. Die Verwendung des Vektors ist somit auch zum
Auffinden neuer Targets und zur Profilierung von neuen Medikamenten geeignet.
Der Vektor ist insbesondere geeignet zum Aufbau von HTS-Systemen für die
Targetvalidierung. Zweckmäßigerweise werden dazu EST Klone in HTS-Formaten
wie 96 well Mikrotierplatten angezüchtet, die Insert DNA mit geeigneten PCR
Primern über PCR amplifiziert, die beispielsweise für eine Klonierung in einem der
beschriebenen pED4-Derivate an der 3'-Seite eine PST-Schnittstelle und der 5'-Seite
eine Eco RI-Schnittstelle generieren. In einem zweiten Schritt werden die so
genierten PCR-Fragmente mit PstI und Eco RI geschnitten und in den Vektor
dicistronischen EGFP Vektor ligiert. Dabei bleibt das Screening Format erhalten. Der
ligierte Vektor wird mit kommerziell erhältlichen Pipettierrobotern mit geeigneten
Transfektionsagenzien wie CaPO4, Fugene 6 (Hersteller: Boehringer, Mannheim;
Lipofectamin, Life Technologies, Eggenstein) o. a. auf vorbereitete eukaryontische
Zellen pipettiert und die Zellen nach gängigen Verfahren transformiert. Auch hier
bleibt das Screening Format erhalten. Die Zellen werden in Gegenwart von CO2
nach gängigen Verfahren bebrütet und nach 24-72 Stunden automatisiert in einen
Fluoreszenz-Scanner auf die Fluoreszenzemmission hin geprüft. Wells mit
transformierten, fluoreszierenden Zellen werden anschließend gegenüber
transformierten Kontrollzellen, die mit dem Vektor ohne PstI-Eco RI Insert
transfiziert wurden, ausgewertet auf Veränderungen im Wachstum sowie
Veränderungen in der Zellmorphologie, etc. . Treten derartige Veränderungen auf,
deutet dies auf eine essentielle Wirkung der exprimierten Antisense RNA hin. Die
Isolierung der klonierten DNA und die anschließende Sequenzanalyse geben den
Hinweis auf die Nukleotidsequenz und damit das beteiligte Gen bzw. das kodierte
Protein. Auf diese Weise lassen sich erste funktionelle Hinweise für Genaktivitäten
finden, deren Funktion durch das EST selbst nicht abgeleitet werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist daher der zelluläre Regulationsfaktor TTO 20 enthaltend die
Aminosäuresequenz gemäß Tabelle 1.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine DNA kodierend für das genannte
Protein, ausgewählt aus der Gruppe enthaltend
- a) die DNA-Sequenz gemäß Tabelle 1, insbesondere Nukleotide 1 bis 1305;
- b) eine DNA die wenigstens zu 80% identisch zu einer DNA gemäß (a) ist; oder
- c) eine DNA, die im Hinblick auf den genetischen Code zu den DNA's aus (a) und (b) degeneriert ist.
Ebenfalls ist Gegenstand der Erfindung ein Antikörper, der an das TTO 20-Protein
bindet.
Weitere Gegenstände der Erfindung sind ein Expressionsvektor zur Expression der
oben beschriebenen DNA und eine Wirtszelle transfiziert oder transformiert mit
diesem Expressionsvektor.
Auch ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des TTO 20-
Proteins, enthaltend die Schritte:
- a) Kultivierung einer Wirtszelle unter Bedingungen, die die Expression des TTO 020-Proteins ermöglichen; und
- b) Isolierung des TTO 20-Proteins aus den Wirtszellen oder dem Kulturmedium,
und ein TTO 20-Protein erhältlich durch das beschriebene Verfahren.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Identifizierung von
Zellinien, Zellen oder Geweben, welche das TTO 20-Protein exprimieren, bei dem
eine Nukleinsäuresonde benutzt wird, die mit einer RNA in einer biologischen Probe
hybridisiert, die von einer DNA wie oben beschrieben abgeleitet wird.
Darüberhinaus ist Gegenstand der Erfindung die Verwendung der DNA kodierend für
das TTO 20-Protein gemäß Tabelle 1 zur Komplettierung der DNA- und
Proteinsequenz gemäß Tabelle 1 durch Hybridisierungs- und/oder PCR-Verfahren.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung des TTO 20-Proteins zur
Bestimmung seiner dreidimensionalen Struktur und dem Design von Inhibitoren oder
Aktivatoren des TTO 20-Proteins. Ebenfalls ist Gegenstand der Erfindung die
Verwendung von TTO 20 zum Auffinden von Modulatoren der TTO 20-Aktivität.
Weitere Gegenstände der Erfindung sind ein Diagnostik-Kit zur Diagnostizierung von
entzündlichen Erkrankungen, insbesondere rheumatoider Arthritis, enthaltend einen
Antikörper wie oben beschrieben und ein Diagnostik-Kit zur Diagnostizierung von
entzündlichen Erkrankungen, insbesondere rheumatoider Arthritis, enthaltend eine
oben beschriebene DNA.
In der Europäischen Patentanmeldung EP 0 705 842 A2 wird die mit TTO20/2
bezeichnete Teilsequenz von 152 bp offengelegt. Um Informationen über die
komplette klonierte Sequenz zu erhalten, wurde die gesamte DNA von TTO 20/2 mit
Hilfe des SP 6 Primers sequenziert. Die Sequenzierreaktionen wurden nach der
Kettenabbruch-DNA-Sequenziermethode durchgeführt wie sie bei Sanger et al.
(Sanger, F. et al. 1977, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 74, 5463-5467) beschrieben
wurde. Aus der Sequenzierung ergab sich eine Gesamtlänge für das klonierte Insert
von 272 bp. Mit dieser Sequenz wurde eine Homologiesuche in der GenBank (NCBI)
und der EMBL-Datenbank durchgeführt. Dazu wurden die BLAST und FASTA
Algorithmen genutzt, die Bestandteil des GCG DNA-Analysepaketes der Genetics
Computer Group, Madison, USA, sind.
Die Homologiesuche ergab signifikante Ähnlichkeiten zu zwei EST-Klonen in der
öffentlichen Datenbank mit der Genbank Zugangsnummer M 51303 (Sequenz ID:
g1192469) und der Zugangsnummer H 05077 (Sequenz ID: g868629). Die
entsprechenden Klone mit der Klon-ID 283071 bzw. 43508 wurden bei der Firma
Genome Systems, St. Louis, USA, bestellt und komplett durchsequenziert. Der Klon
mit der Klon-ID 283071 zeigte das größte Insert von ca. 2580 bp, der Klon mit der ID
43508 ist mit einer Insertgröße von 2200 bp deutlich kleiner, weist aber 100%
Sequenzhomologie zum Klon 283071 auf. Die komplette Sequenz des Klons 283071
ist in der Tabelle 1 dargestellt und beginnt bei Nucleotid 706.
Mit Hilfe des Programms "Translate" aus dem GCG Analysepaket wurde die
sequenzierte DNA des Klons 283071 auf das Vorkommen von offenen Leserahmen
(ORF) hin untersucht. Danach befindet sich am 5'-Ende der Sequenz ein offener
Leserahmen, der für 200 Aminosäuren kodiert. Dem Stopkodon TAA folgend findet
sich eine ca. 1950 bp lange, untranslatierte Region, gefolgt von einem
Polyadenylierungssignal und endend mit einem Poly A Schwanz. Die Sequenz
entspricht der in Tabelle 1 von Nukleotid 706 bis Nukleotid 3262 angegebenen
Sequenz.
Mit der 5' gelegenen DNA-Sequenz sowie mit der Proteinsequenz, die der offene
Leserahmen definiert, wurde in öffentlichen Datenbanken eine Homologiesuche
durchgeführt. Diese ergab, daß der offene Leserahmen perfekt homolog ist zu einer
184 Aminosäuren kodierenden Sequenz, die auf einer cDNA namens KIAA0282
lokalisiert ist (Genbank Zugangsnummer: g87458). Die Homologie zu KIAA0282
bricht nach der Aminosäuresequenz LQTSEG abrupt ab und ist auf der
Nukleotidebene auf 552 bp beschränkt. Der Leserahmen in Klon 283071 geht 15
Aminosäuren weiter und wird dann mit einem TAA Stopkodon beendet.
Dem gegenüber geht der Leserahmen im KIAA0282 ORF 123 Aminosäuren weiter.
Dieser Bereich sowie die komplette 3' untranslatierte Region von ca. 2000 bp des
KIAA0282 Sequenz ist unterschiedlich zur Sequenz von Klon 283071. Zur
Veranschaulichung siehe Fig. 1.
Um zu belegen, daß der 5'-kodierende Bereich des ORFs von KIAA0282 mit dem 3'-
Bereich von TTO20 verknüpft ist, wurden weitere öffentlich zugängliche EST-Klone
sequenziert. Dazu gehören neben dem oben erwähnten Klon 43508 auch der Klon
47831 sowie der Klon 36563, die von der Firma Genome Systems erhältlich sind.
Die Sequenzen belegen eindeutig die Korrektheit der für TTO20 bestimmten
Sequenz.
Um den Zusammenhang zwischen dem 5'-Bereich von KIAA und dem 3'-Bereich
von TTO20 mit einem unabhängigen Verfahren deutlich zu machen, wurde folgende
PCR-Strategie gewählt. Aus dem 5'-Bereich von KIAA0282 wurden zwei
Vorwärtsprimer abgeleitet. Primer 1: 5'-CAACTCC TGTAT CACC-3' (SEQ ID NO.: 1),
Primer 2: 5'-AGTGCGATGTCTTCTACTG-3' (SEQ ID NO.: 2). Aus dem 3'-Bereich
von Klon 283071 wurden die Rückwärtsprimer 3 und 4 abgeleitet. Primer 3: 5'-
TCTAAAGGCAG GAGAGGAAC-3' (SEQ ID NO.: 3). Primer 4: 5'-
TTCATGTGTCTTGCTTACTC-3' (SEQ ID NO.: 4). Bei einem zusammenhängenden
Bereich müßte sich unter der Verwendung der Primer 1 und 4 ein 2097 bp großes
Fragment amplifizieren lassen, sowie mit dem Primerpaar 2 und 3 ein 1211 bp
großes Fragment. Als Matrize wurden für die Polymerase-Kettenreaktion folgende
cDNAs benutzt: Gehirn cDNA aus dem Multiple Tissue cDNA Panel Human 1
(Bestellnummer: K1420-1, Firma Clontech, Heidelberg, Deutschland) sowie Fötale
Gehirn cDNA aus der Human Fetal cDNA Panel (Bestellnummer: K1425-1, Firma
Clontech, Heidelberg, Deutschland). 0,5-1 µl Aliquots wurden in eine PCR-Reaktion
mit dem Primerpaar 1 und 4 eingebracht. Die PCR-Reaktion wurde unter
Verwendung der vom Hersteller der Enzyme empfohlenen Puffer wie folgt
durchgeführt: Polymerasegemisch: 19 Anteile AmpliTaq DNA-Polymerase (Firma
Perkin-Elmer, Weiterstadt, Deutschland) und 1 Teil pfu-Polymerase (Firma
Stratagen, La Jolla, USA). Primerkonzentration: 10 pM. DNA Cycler (Perkin Elmer,
Modell 480). PCR-Bedingungen für einen Zyklus: 94°C, 2 Min.; 94°C, 30 Sek.; 59°C,
30 Sek.; 72°C, 30 Sek., 72°C, 7 Min, Reaktionsvolumen: 50 µl. Nach 25-30 Zyklen
wurde die Reaktion auf 4°C abgekühlt und das Reaktionsgemisch in einem 1,2
%igen Agarosegel analysiert. Sowohl aus der Gehirn cDNA wie auch aus der fötalen
Gehirn cDNA konnte das entsprechende PCR-Fragment in der Größe von ca.
2100 bp amplifiziert werden. Setzt man 0,5-1 µl aliquots dieser Proben in eine
weitere, "nested" PCR-Reaktion ein unter Verwendung gleicher Bedingungen, aber
mit den Primern 2 und 3, entsteht ein PCR-Fragment in der Größe von 1200 bp. Dies
zeigt eindeutig das Vorhandensein einer cDNA mit zusammengehörigen 5'-Bereich
von KIAA0282 und dem 3'-Bereich von TTO20 an.
Zur weiteren Bestätigung wurde das 2100 bp große DNA-Fragment aus dem
Agarosegel herausgeschnitten und die DNA elektrophoretisch eluiert (Ausubel et
al.). Die eluierte DNA wurde in 10 µl sterilem Wasser aufgenommen und in den
Vektor pCR2.1 gemäß den Empfehlungen des Herstellers (Firma Invitrogen BV,
Groningen, Holland) einkloniert. Die Klonierung der PCR-Fragmente erfolgte unter
Zuhilfenahme des TA-Cloning-Kits des gleichen Herstellers unter Verwendung des
vom Hersteller vorgegebenen Verfahrens.
Die Sequenzierung des klonierten DNA Fragments erfolgte nach der
Kettenabruchmethode nach Sanger et al. unter Zuhilfenahme der Dye-Terminatoren
und eines Sequenzierers Modell 377 (Firma Perkin Elmer, Langen, Deutschland).
Die Sequenzierung bestätigt exakt den durch die PCR-Analyse erhaltenen Befund.
Danach kann die in Tabelle 1 (Nukleotide 685 bis 3262) angegebene Sequenz 5'-
seitig um die von KIAA0282 vorgegeben DNA-Sequenz erweitert werden. Die
komplette Sequenz ist in Tabelle 1 (Nukleotide 1 bis 3262) wiedergegeben.
Die Herkunft der ESTs aus verschiedenen Geweben deuten auf eine Beteiligung des
exprimierten Gens bei entzündlichen Prozessen hin. Die RNA-Analysen (siehe EP-A
0 705 842) belegen eine mehr als vierfache Induktion der Expression des Gens in
Interleukin 1β-stimulierten Chondrozyten. Aufgrund der bioinformatischen Analysen
schlagen die Entdecker der cDNA für KIAA0282 eine Homologie des kodierten
Proteins mit einem Zinkfingerprotein vor. Zinkfingerproteine können als
Transkriptionsfaktoren wirken, spielen also eine essentielle Rolle bei der Regulation
des Zellgeschehens. Um eine unmittelbare Information über eine mögliche Funktion
von TTO20 zu erhalten, wurde ein Antisense Expressionsansatz mit einem
Teilbereich der Sequenz (Nukleotid 705-Nukleotid 3198 der Tabelle 1) gewählt.
Dieser Bereich schließt sowohl einen Teil des kodierenden wie auch den nicht
kodierenden 3'-Bereich der cDNA ein.
Als Ausgangsvektor wurde der dicistronische Vektor pED 4 gewählt (Fig. 2; Kaufman
et al., Nucleic Acids Research 19, 448-4490 (1991). Für diesen Vektor, dessen
Konstruktion detailliert bei Kaufman et al. beschrieben und dessen Vorläuferplasmid
pMT2 unter der Nr. ATCC 67122 bei der ATCC erhältlich ist, war bereits gezeigt
worden, daß über das erste Cistron Antisense RNA exprimiert werden kann. Der
Vektor enthält folgende Strukturelemente: Replikationsursprung für die Replikation in
eukaryontischen Zellen, den SV40 Expressionsenhancer, den Adenovirus Major
Late Promotor, die Leadersequenz des Adenovirus Major Late Messenger RNA, ein
hybrides Intron mit Spleiß-Stelle, die Enzephalomyokarditis Virus Leadersequenz,
den Selektionsmarker Dihydrofolatreduktase, das SV40 Polyadenelierungssignal,
das Adenovirus V1 RNA-Gen, einen Replikationsursprung sowie einen
Selektionsmarker für die Vermehrung des Vektors in rekombinantem E. coli. In einem
ersten Schritt sollten nun der Selektionsmarker Dihydrofolatreduktase ausgetauscht
werden gegen das Gen für das grün fluoreszierende Protein (GFP). Die Expression
des GFPs über das zweite Cistron dient somit bei transienten
Expressionsexperimenten als sichtbares Maß für die Expression des Antisense
Konstrukts.
Isolierte Plasmid DNA von pED4 wurde mit den Restriktionsendonukleasen Cla1 und
Xho1 geschnitten. Für die Isolierung des Gens für GFP wurde DNA des kommerziell
erhältliche Vektors pEGFP (Firma Clontech, Heidelberg, Deutschland) mit den
Restriktionsenzymen Sal1 und Not1 geschnitten. Die DNA-Fragmente wurden
gelelektrophoretisch aufgetrennt. Da die singuläre Schnittstelle von Cla1 ca. 350 bp
nach der kodierenden Dihydrofolatreduktasesequenz im VA-Gen liegt, wird ein
drittes Fragment zur Wiederherstellung des PolyA-Teils und des VA-Genabschnitts
benötigt. Mittels PCR wurde ein DNA-Fragment aus dem Vektor pED4 amplifiziert,
das am 5'-Ende über eine Not-Schnittstelle und am 3'-Ende über eine Cla-
Schnittstelle verfügt und die noch fehlende Sequenz des PolyA-Teils und des VA-
Gens beinhaltet.
Vorwärtsprimer Not L:
5'-ATAAGAATGCGGCCGCTAAACTATCAGGAAGATGCTTTCAAGTTC-3' (SEQ ID
NO.: 5)
Rückwärtsprimer Cla R:
5'-ACAGGCTCTCCTTTTGCAC-3' (SEQ ID NO.: 6)
Das PCR-Produkt wurde mit Not1 und Cla1 verdaut, gelelektrophoretisch von
Nukleotiden getrennt und isoliert. In äquimolarem Verhältnis wurden die drei
Fragmente zusammenpipettiert, mit Puffer, ATP und T4-Ligase versetzt und ligiert.
Das Ligationsgemisch wurde in E. coli DH5 α-Zellen transformiert und ausplattiert auf
Ampicillin Selektionsplatten. Nach Isolierung der Plasmid-DNA aus Transformanden
wurde über einen BamH1 Restriktionsverdau die DNAs auf ihre Fragmentgröße
überprüft. Der Ursprungsvektor pED4 verfügt über drei BamH1-Schnittstellen, die
drei DNA-Fragmente von ca. 2950 bp, 2190 bp und 220 bp Größe ergeben. Durch den
Genaustausch verfügt der neue Vektor T782 über vier BamH1-Schnittstellen, die bei
einem BamH1-Verdau der Plasmid-DNA zu vier DNA-Fragmenten von ca. 2950 bp,
1315 bp, 1075 bp und 220 bp führen. Die korrekte Sequenz des neu integrierten
Indikatorgens wurde durch Sequenzierung abgesichert. Die Plasmidkarte des
Vektors T782 ist in Fig. 3 wiedergegeben.
Für die Antisense Expression der RNA von TTO20 wurde mit Hilfe von PCR und
entsprechenden Primern die TTO20-Sequenz amplifiziert und über die Eco R1-
Schnittstelle in den GFP-Vektor T782 einkloniert.
Vorwärtsprimer:
5'-GGAATTCGATCAGATCTCTCACTGCAC-3' (SEQ ID NO.: 7)
5'-GGAATTCGATCAGATCTCTCACTGCAC-3' (SEQ ID NO.: 7)
Rückwärtsprimer:
5'-GGAATTCACTTCTGTGCAGTAACAGAG-3' (SEQ ID NO.: 8)
Das entstehende, ca. 2500 bp große Fragment wurde mit dem Restriktionsenzym
Eco R1 komplett verdaut, gelelektrophoretisch aufgetrennt und isoliert. Das isolierte
Fragment wurde in den ebenfalls mit Eco R1 geschnittenen GFP-Vektor einkloniert.
Um sicherzustellen, daß das einklonierte Fragment in Antisenserichtung einkloniert
wurde, wurden verschiedene rekombinante Klone nach Transformation von E. coli
DH5 α mit dem Restriktionsenzym Pst1 geschnitten und die Fragmente
gelelektrophoretisch analysiert. Dadurch, daß vor der Eco R1-Klonierungsstelle über
den Vektor eine singuläre Pst1-Schnittstelle zur Verfügung gestellt wird, entsteht bei
korrekter Orientierung des DNA-Fragments in dem Vektor zusätzlich ein ca. 310 bp
großes Pst 1-Fragment, während ein ca. 810 bp großes Fragment im Muster der Pst-
Fragmente fehlt. Die Plasmidkarte des bicistronischen Antisense-Vektors T814 ist in
Fig. 4 wiedergegeben.
Chondrosarkomzellen sind deshalb von besonderem Interesse, weil sie als Modell
für Gelenkserkrankungen dienen können. Die adhärent wachsenden Zellen wurden
in Kulturflaschen (75 cm2) mit 20 ml Dulbecco's MOD Eagle Medium (DMEM mit 4,5 g
Glukose/L) und folgenden Zusätzen angezogen: 10% fötales Kälberserum, 200 mM
L-Glutamin, 5 mM Natriumpyruvat, 20 mM Hepespuffer pH 7,2, 0,02 µg/ml
Hydrokortison, 0,1 µg/ml Insulin, 0,025 mg/ml Ascorbinsäure und 0,05 mg/ml
Gentamycin. Alle 3-4 Tage wurden die Zellen durch Trypsinierung von den
Kulturflaschen abgelöst, in 10 ml frischen Kulturmedium aufgenommen, durch
Zentrifugation vom Trypsin befreit, im Verhältnis 1 : 5-1 : 10 verdünnt und neu
ausgesät. Zur Trypsinierung wurde Trypsin/EDTA in einer Konzentration von 0,25%
Trypsin und 1 mM EDTA benutzt. 1 ml dieser Lösung blieb für 2-5 Minuten bei 37°C
auf den Zellen. Die Stammkultur von Chondrosarkomzellen war in 10% DMSO und
90% des Kulturmediums bei -80°C eingelagert.
Für die Transfektion von DNA in Chondrosarkomzellen wurden verschieden
Methoden ausgetestet, darunter die Calciumphosphatmethode, die DEAE-
Dextranmethode, Liposomen vermittelte Transfektionsmethoden, Verwendung
aktivierter Dendrimere, und Elektroporation. Die besten Transfektionsraten wurden
erreicht, wenn das Transfektionsagenz Fugene 6 (Boehringer Mannheim,
Mannheim, Deutschland) verwendet wurde.
Zwischen 2 × 105 und 4 × 105-Zellen wurden in jeweils 1 Well einer 6-Well-
Zellkulturplatte eingesät (Firma Bekton & Dickinson, Heidelberg, Deutschland). Die
Zellen befanden sich in ca. 2 ml Nährlösung. Jeweils 0,5-2 µg isolierte und mit Hilfe
des Qiafilter Plasmid Midikit (Firma Qiagen, Hilden, Deutschland) gereinigte DNA
wurden für die Transfektion eingesetzt. Dazu wurden die Zellen zunächst bei 37°C in
einem Brutschrank mit 5% CO2 für 18-24 h inkubiert. Die Zellen sollten zu 50-
80% konfluent gewachsen sein. Beste Transfektionsraten erreicht man, wenn man 4
× 105 Zellen/Well einsät, 2 µg DNA und 6 µl Fugene/100 µl serumfreiem Medium
verwendet. Die Transfektion wurde nach Angaben des Herstellers durchgeführt.
Die transformierten Kondrosarkomzellen wurden über einen Zeitraum von 16-48
Stunden nach Transfektion zunächst auf die Erscheinung der grünen Fluoreszenz,
die durch die Expression des grün floureszenten Proteins GFP zustande kommt, hin
überprüft. Bereits nach 16 Stunden konnten grün feuchtende Zellen nach
Fluoreszenzanregung erkannt werden, die sich über einen Zeitraum von 20 h
deutlich verstärkte.
Zum Nachweis der gebildeten Antisense RNA wurden Zellen von jeweils zwei Wells
einer 6-Well-Platte verwendet. Für die Isolierung der RNA wurde ein RNeasy
Miniprep Kit der Firma Qiagen (Hilden, Deutschland) gemäß den Angaben des
Herstellers verwendet. Die RNA-Proben wurden in 30 µl RNase-freiem Wasser
aufgenommen und bei -20°C aufbewahrt. Die Analyse der RNA erfolgte mit Hilfe
von Northernblots (Ausubel, F. M. et al. Current Protocols in Molecularbiology, Vol. 1-
3, John Wiley und Sons, New York, 1997) unter Verwendung von Digoxygenin
markierter DNA-Sonde. Die Markierung der DNA wurde in einer PCR-Reaktion
mittels der DIG Probe Synthesis Kits der Firma Boehringer (Mannheim,
Deutschland) durchgeführt. Als Matrize diente das zuvor gereinigte, von den
Nukleotiden befreite PCR-Fragment mit dem ca. 2,5 kb großen TTO20 Anteil. Bei
Hybridisierung mit dieser Sonde wird zeitabhängig deutlich die Expression der
Antisense RNA in den transfektierten Chondrosarkomzellen sichtbar.
Gegenüber nichttransformierten Chondrosarkomzellen ist die Zellform der
transformierten Zellen nicht deutlich verändert. Jedoch ist eine ungleiche Verteilung
der GFP-Floureszenz gegenüber einer Kontrolltransfektion sichtbar, die mit einem
entsprechenden Vektor, der anstelle TTO20 Antisense die Antisense RNA von
Cofilin, einem Cytoskelett regulierenden Protein, durchgeführt wurde. Die
fleckenhafte Fluoreszenzverteilung läßt vermuten, daß das Cytoskelett der Zellen
gegenüber den Kontrollen verändert ist. Dies weist auf eine direkte Funktion der
exprimierten Antisense RNA auf die Unterdrückung des von TTO20 gebildeten
Proteins hin.
Fig. 1: Schematische Darstellung der Klone 283071, 43508, KiAA 0282,
TTO20/2 und g 868629
Fig. 2: Schematische Darstellung des Plasmids pED4; Abkürzungen: SV40 =
SV40 Enhancer und Ursprung der Replikation; MLP = Adenovirus "Major
Late" Promotor; TPL = Leadersequenz "Adenovirus Major Late" mRNA;
IVS = hybrides Intron mit Spleißstelle; EM C-L = Encephalomyocarditis
Leadersequenz; DHFR = Selektionsmarker Dihydrofolatreduktase; polyA
= SV40 Polyadenylierungssignal; VA I = Adenovirus VA I RNA-Gen.
Fig. 3: Schematische Darstellung des Plasmids T 782; Abkürzungen siehe Fig. 2
Fig. 4: Schematische Darstellung des Plasmids T 814; Abkürzungen siehe Fig. 2
Claims (12)
1. Zellulärer Regulationsfaktor TTO 20 enthaltend die Aminosäuresequenz
gemäß Tabelle 1 (SEQ ID NO.: 10).
2. DNA, kodierend für den zellulären Regulationsfaktor nach Anspruch 1,
ausgewählt aus der Gruppe enthaltend
- a) die DNA-Sequenz gemäß Tabelle 1 (SEQ ID NO.: 9), insbesondere Nukleotide 1 bis 1305;
- b) eine DNA die wenigstens zu 80% identisch zu einer DNA gemäß (a) ist;
- a) eine DNA, die im Hinblick auf den genetischen Code zu den DNA's aus (a) und (b) degeneriert ist.
3. Antikörper, der an den zellulären Regulationsfaktor nach Anspruch 1 bindet.
4. Expressionsvektor zur Expression einer DNA gemäß Anspruch 2.
5. Wirtszelle transfiziert oder transformiert mit einem Expressionsvektor gemäß
Anspruch 4.
6. Verfahren zur Herstellung des zellulären Regulationsfaktors TTO 20 gemäß
Anspruch 1, enthaltend die Schritte:
- a) Kultivierung einer Wirtszelle unter Bedingungen, die die Expression TTO 20 ermöglichen; und
- b) Isolierung von TTO 20 aus den Wirtszellen oder dem Kulturmedium.
7. Verfahren zur Identifizierung von Zellinien, Zellen oder Geweben, welche den
zellulären Regulationsfaktor gemäß Anspruch 1 exprimieren, bei dem eine
Nukleinsäuresonde benutzt wird, die mit einer RNA in einer biologischen
Probe hybridisiert, die von einer DNA gemäß Anspruch 2 abgeleitet wird.
8. Verwendung der DNA gemäß Anspruch 2(a) zur Komplettierung der DNA-
und Proteinsequenz gemäß Tabelle 1 durch Hybridisierungs- und/oder PCR-
Verfahren.
9. Verwendung des zellulären Regulationsfaktors TTO 20 gemäß Anspruch 1
zur Bestimmung seiner dreidimensionalen Struktur und dem Design von
Inhibitoren oder Aktivatoren von TTO 20.
10. Verwendung des zellulären Regulationsfaktors TTO 20 gemäß Anspruch 1
zum Auffinden von Substanzen, welche die Aktivität von TTO 20 beeinflussen.
11. Diagnostik-Kit zur Diagnostizierung von rheumatoider Arthritis, enthaltend
einen Antikörper gemäß Anspruch 3.
12. Diagnostik-Kit zur Diagnostizierung von rheumatoider Arthritis, enthaltend
eine DNA gemäß Anspruch 2.
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