DE19918959A1 - Verfahren zur Bearbeitung von Borsten und Borstenwaren mit solchen Borsten - Google Patents
Verfahren zur Bearbeitung von Borsten und Borstenwaren mit solchen BorstenInfo
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Abstract
Bei der Bearbeitung von Borsten werden zumindest einige Borsten eines Borstenbesatzes durch Einwirkung mechanischer Kräfte in mindestens einem Teilbereich ihrer Länge in mehrere voneinander getrennte Teilquerschnitte oder Finger gespalten. Um Borsten mit definierten Fingern unabhängig von ihrer gegenseitigen Anordnung in einfacher Weise herstellen zu können, werden die mechanischen Kräfte aus verschiedenen Richtungen relativ zur Längsachse der Borsten aufgebracht, wobei insbesondere ein stumpfes, schneidenfreies Werkzeug, z. B. ein Schlagwerkzeug, verwendet wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung
von Borsten, von denen zumindest einige durch Einwirkung
mechanischer Kräfte in mindestens einem Teilbereich ihrer
Länge in mehrere voneinander getrennte Teilquerschnitte
gespalten werden. Ferner ist die Erfindung auf Borsten
waren mit solchen Borsten gerichtet.
Borsten für Borstenwaren beliebiger Art, z. B. Bürsten zur
Körper- und Zahnpflege, Haushaltsbürsten, technische
Bürsten, Pinsel und dgl., werden heute überwiegend aus
Polymeren hergestellt, indem die Polymerschmelze zu
Endlosmonofilen extrudiert wird und die Monofile an
schließend verstreckt und gegebenenfalls stabilisiert
werden. Aus solchen Monofilen werden dann die Borsten
durch Schneiden auf eine geeignete Länge erhalten. In der
Regel weisen die Monofile wie die Borsten einen kreisför
migen Querschnitt auf, für besondere Anwendungszwecke
sind jedoch auch Borsten mit anderem Querschnitt, bei
spielsweise einem ovalen oder polygonalen Querschnitt
bekannt, wobei dann das Monofil mit einem entsprechenden
Profil extrudiert wird.
In bestimmten Anwendungsfällen ist es erwünscht, Borsten
zu verwenden, die an ihrem nutzungsseitigen Ende eine
faserige, insbesondere feinfaserige Struktur besitzen.
Dies gilt beispielsweise für solche Borstenwaren, die zum
Auftragen von Medien auf Oberflächen oder dergleichen
bestimmt sind, z. B. Pinsel. Auch dann, wenn eine flau
schige Struktur angestrebt wird, muß die Borste fein
faserig sein. In neuerer Zeit haben sich auch in der
Dentalmedizin Kenntnisse durchgesetzt, wonach konventio
nelle Borsten von Zahnbürsten in ihrer Reinigungswirkung
unzulänglich sind, da sie nicht in die feinen Fissuren
der Zahnoberfläche eindringen, sondern über diese hinweg
gleiten. Ähnliches gilt für die Reinigungswirkung im
Interdentalraum.
Um stark faserige Strukturen am Borstenende zu erhalten,
ist bereits vorgeschlagen worden, die Borsten mittels
eines rotierenden Messer zu schlitzen (US 2 812 530,
WO 98/48086). Soweit die Borsten aus Polymermischungen
bestehen, werden dabei folgende Effekte genutzt: Beim
Extrudieren und anschließenden Verstrecken des Monofils
werden die Polymermoleküle in Längsrichtung des Monofils
orientiert. Die in Längsrichtung wirkenden primären
Bindungskräfte sorgen für eine hohe Zugfestigkeit. Die
Längsorientierung der Moleküle bringt ferner die er
wünschte Biegeelastizität. Bei Monofilen aus einem einzi
gen Polymer sind auch die sogenannten Sekundär-Bindungs
kräfte, nämlich die Kräfte quer zur Molekülerstreckung,
ausreichend groß, um ein Zerfasern oder Ausspleißen des
Monofils bzw. der Borste zu verhindern. Bei Monofilen aus
zwei verschiedenen, gemischten Polymeren entstehen hinge
gen zwischen den Molekülketten der Polymere während des
Verstreckens Gleitzonen, in denen die Sekundär-Bindungs
kräfte reduziert sind. Ein solches Monofil oder eine
hieraus hergestellte Borste läßt sich durch Einwirkung
mechanischer Kräfte mittels messer- bzw. schneidenartiger
Werkzeuge schlitzen. Die hierdurch entstehenden sogenann
ten Flaggen ("flags") besitzen eine sehr unregelmäßige
Form, unregelmäßige Querschnitte und ausgefranste Mantel
flächen. In einem größeren Verband solcher Borsten wird
zwar eine flauschige gut absorbierende Struktur erreicht,
jedoch weisen die einzelnen Flaggen unkontrollierte
Festigkeitseigenschaften auf. Sie reißen aus, brechen ab
oder legen sich um. Solchermaßen zerfaserte Borsten sind
folglich unbefriedigend, für viele Anwendungsfälle sogar
untauglich. Der Einsatz bei Zahnbürsten ist aus hygieni
schen Gründen bedenklich.
Wenn eine Bürste sowohl endseitig in Flaggen unterteilte,
geschlitzte Borsten als auch ungeschlitzte Borsten auf
weisen soll, treten weitere Probleme auf. Die scharfen
Schneiden des rotierenden Messers treffen beim Schlitzen
der zu schlitzenden Borsten auch auf die nicht zu schlit
zenden Borsten auf und können diese außenseitig beschädi
gen oder sogar zerschneiden. Es sind deshalb spezielle
Maßnahmen notwendig, um in einem Borstenfeld sowohl
geschlitzte als auch ungeschlitzte Borsten vorzusehen,
wobei die ungeschlitzten Borsten nicht von dem Messer
beaufschlagt werden dürfen. Eine mögliche Vorgehensweise
zur Lösung dieses Problems besteht darin, die nicht zu
schlitzenden Borsten vor der Bearbeitung von den zu
schlitzenden Borsten durch Abteilung und/oder Abdeckung
zu separieren (DE 197 28 493 A1; EP 0 736 270 A1). Dieses
Vorgehen ist jedoch sehr arbeitsaufwendig und somit
kostenintensiv. Wenn die Enden der ungeschlitzten Borsten
einer weiteren Bearbeitung, beispielsweise einem Run
dungsvorgang, unterworfen werden sollen, ist dazu eine
weitere Separierung der betreffenden Borsten und ein
zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig.
Aus der WO 98/38889 ist es bekannt, die Enden der zu
schlitzenden Borsten in einer Ebene oberhalb der Enden
der nicht zu schlitzenden Borsten anzuordnen, indem die
zu schlitzenden und die nicht zu schlitzenden Borsten
jeweils zu entsprechenden Borstenbündeln unterschiedli
cher Länge zusammengefaßt sind. Hierbei ist zwar eine
nachträgliche Schlitzung der vorstehenden Enden der
Bündel der zu schlitzenden Borsten möglich, die tiefer
liegenden Enden der ungeschlitzten Borsten sind jedoch
für einen nachfolgenden Rundungsvorgang nur durch Sepa
rierung zu erreichen, wodurch die Herstellung aufwendig
und teuer ist. Da darüber hinaus die hervorstehenden
geschlitzten Borsten relativ dünn sind, besteht die
Gefahr, daß sich an den geschlitzten Borstenenden bereits
nach kurzer Gebrauchsdauer mopähnliche Köpfe bilden, die
eine Bürstwirkung unmöglich machen. Insbesondere sind auf
diese Weise die sehr dünnen Fissuren in den Kauflächen
der Zähne und auch die Interdentalräume nicht zu errei
chen.
Der wesentliche Nachteil der Schlitzung der Enden von aus
einer Polymermischung bestehenden Borsten mittels umlau
fender Messer besteht darin, daß auf diese Weise keine
definierte Aufteilung der Borsten in vorgegebene Teil
querschnitte zu erreichen ist und daß sich beim Schlitzen
Flaggen mit teilweise sehr dünnem Querschnitt ergeben,
die bei Gebrauch abbrechen und im Falle von Zahnbürsten
vom Benutzer verschluckt werden können, was gesundheits
schädlich ist.
Insbesondere für Zahnbürsten sind auch schon Borsten
vorgeschlagen worden, die aus einer Vielzahl dünner
Fasern und einem die Fasern umhüllenden Mantel bestehen
(WO 97/25902; DE 94 08 268 U1). Mantel und Fasern können
gleichfalls als Filament koextrudiert werden. Nach dem
Zuschneiden auf die gewünschte Borstenlänge wird der
Mantel am nutzungsseitigen Ende der Borste durch mechani
sches Bearbeitung oder Schneiden entfernt, so daß die
Fasern auf einer kurzen Länge freiliegen. Abgesehen von
der aufwendigen Herstellung solcher Borsten sind auch sie
nur begrenzt einsetzbar. Von großem Nachteil ist insbe
sondere die sprungartige Änderung des Biegeverhaltens am
Übergang von den Fasern zum Mantel. Wenn solche Borsten
bei Auftragsgeräten eingesetzt werden, kann es zur Be
schädigung der Oberfläche aufgrund des harten Übergangs
kommen. Gleiches gilt für den Einsatz solcher Borsten bei
Zahnbürsten hinsichtlich der Wirkung auf die Zähne und
das Zahnfleisch. Hinzu kommt, daß die Fasern praktisch
biegeschlaff sind, so daß sie in stärkere Vertiefungen,
Interdentalräume oder dgl. nicht oder nicht ausreichend
eindringen können. Auch brechen die Fasern bei Dauerbean
spruchung am Mantelrand leicht ab.
Aus der DE 19 97 717 U1 und der DE 196 40 863 A1 ist es
jeweils bekannt, eine Borste aus mehreren Kunststoff-Fa
sern aufzubauen, die miteinander verbunden sind. Gemäß
der DE 19 97 717 U1 werden die Fasern parallel zueinander
ausgerichtet und an ihren Berührungslinien miteinander
verschweißt, wobei die Borstenenden unverschweißt bleiben
sollen, was jedoch herstellungstechnisch sehr schwierig
zu erreichen ist. Zwischen den Fasern bleiben darüber
hinaus Kapillarräume, in denen sich Verunreinigungen und
Bakterien absetzen können. Gemäß der DE 196 40 863 A1
werden mehrere Fasern miteinander verdrillt, durch chemi
sche Mittel verbunden und an ihren Enden aufgespleißt.
Auch hier ergeben sich zwischen den einzelnen Fasern
Hohlräume, in denen sich Baktieren ansammeln können. Eine
nachträgliche Spaltung oder Schlitzung von Borsten ist in
beiden Fällen nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Bearbeitung von Borsten vorzuschlagen, mit dem Bor
sten in definierte Teilquerschnitte unabhängig von ihrer
gegenseitigen Anordnung und Ausgestaltung in einfacher
Weise spaltbar sind. Ferner soll mit der Erfindung eine
Borstenware mit entsprechenden Borsten vorgeschlagen
werden.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, daß die mechanischen Kräfte
zur Aufspaltung der spaltbaren Borsten aus verschiedenen
Richtungen relativ zur Längsachse der Borsten aufgebracht
1 werden. Das erfindungsgemäße Verfahren findet vorzugswei
se bei Borstenfeldern Verwendung, die sowohl spaltbare
als auch nicht spaltbare Borsten umfassen. Durch die
Einwirkung der äußeren mechanischen Kräfte aus verschie
denen Richtungen lassen sich die spaltbaren Borsten
insbesondere an ihren Borstenenden in relativ kurzer Zeit
vollständig in ihre Teilquerschnitte, d. h. in Finger
zerlegen. Insbesondere werden die mechanischen Kräfte
mittels zumindest eines stumpfen Werkzeugs, beispielswei
se eines Schlagwerkzeuges aufgebracht. Wenn dieses Werk
zeug auf die nicht zu spaltenden Borsten auftrifft,
werden diese nur seitlich abgelenkt, ohne daß sie beschä
digt oder zerschnitten werden. Auf diese Weise kann auf
eine Separierung der zu spaltenden und der nicht zu
spaltenden Borsten verzichtet werden und die Aufspaltung
kann in einem Arbeitsschritt erfolgen.
Das Verfahren kann einerseits an Borsten angewendet
werden, die bereits an einem Borstenträger montiert sind,
es ist jedoch auch möglich, das Verfahren an Borsten
1 anzuwenden, die zu Borstenbündeln zusammengepackt sind
und als solche einer späteren weiteren Verarbeitung
zugeführt werden.
Die Schlagwerkzeuge müssen so ausgestaltet sein, daß eine
Zerschneidwirkung an den Borsten vermieden ist. Insbeson
dere kann es sich bei den Schlagwerkzeugen um Messer mit
abgestumpften, beispielsweise gerundeten Schneiden han
deln. Die aufgebrachte Schlagenergie überwindet die
Sekundär-Bindungskräfte der Borsten, so daß diese in
mehrere Finger unterteilt bzw. gespalten werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es unbeachtlich,
ob die Enden der zu spaltenden Borsten und die Enden der
nicht zu spaltenden Borsten in der gleichen Ebene liegen
oder versetzt zueinander angeordnet sind, da die Schlag
werkzeuge bei den nicht zu spaltenden Borsten keine
bleibenden Deformationen hinterlassen. Darüber hinaus ist
das Verfahren unabhängig von der Borstenkonfiguration,
d. h. diese können entweder in Gruppen, in Bündeln, als
Einzelborsten oder auch in Kombination dieser Arten
angeordnet sein. Da die zu spaltenden Borsten mit hoher
Präzision erreicht und gespalten werden, während die
nicht zu spaltenden Borsten unbeschädigt bleiben, läßt
sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein vorbestimm
tes Borstenfeld mit einer definierten Konfiguration
zwischen gespaltenen und ungespaltenen Borsten mit hoher
Präzision erzielen. Da ein vorheriges Separieren, Abtei
len oder Abdecken von Borsten nicht notwendig ist, läßt
sich das Verfahren auch in einfacher und kostengünstiger
Weise durchführen.
In bevorzugter Ausgestaltung werden die mechanischen
Kräfte intermettierend aufgebracht, wie es bei rotieren
den Schlagmessern der Fall ist. Vorzugsweise sind die
Borsten im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet,
wobei die mechanischen Kräfte im wesentlichen radial zur
Längsachse der jeweiligen Borste aufgebracht werden. Die
Aufbringung der mechanischen Kräfte aus verschiedenen
Richtungen relativ zur Längsachse der Borsten kann in
einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung dadurch
erfolgen, daß das Werkzeug in seiner Position relativ zu
den zu bearbeitenden Borsten verändert wird, indem bei
spielsweise das Werkzeug während der Bearbeitung um die
Borstenlängsachse umläuft oder zumindest zwischen ver
schiedenen Positionen um die Längsachse der Borsten ver
stellt wird. Alternativ oder zusätzlich dazu können auch
die Borsten um eine parallel zu ihrer Längsachse verlau
fende Achse gedreht werden, wodurch das Werkzeug von
verschiedenen Außenseiten auf die Borsten einwirkt.
Üblicherweise werden die Borstenenden durch die Aufbrin
gung der mechanischen Kräfte in die Teilquerschnitte oder
Finger aufgespalten, so daß die mechanischen Kräfte im
Bereich des freien Borstenendes aufgebracht werden. Als
besonders wirkungsvoll hat sich erwiesen, wenn die mecha
nischen Kräfte in unterschiedlichen axialen Abschnitten
der Borsten aufgebracht werden, wodurch die Aufspaltung
unterstützt wird.
Vorzugsweise sind mehrere über den Umfang der Borsten
verteilte Werkzeuge vorgesehen, die eine unterschiedliche
Ausrichtung relativ zu den zu bearbeitenden Borsten
aufweisen und mit denen sich die Aufspaltung der zu
spaltenden Borsten schnell und zuverlässig erreichen
läßt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden
Borsten verwendet, die sich in vorher definierte Teil
querschnitte aufspalten lassen. Dies kann dadurch er
reicht werden, daß die spaltbaren Borsten aus zwei koex
trudierten Polymeren in geometrisch regelmäßiger Anord
nung mit im wesentlichen in Achsrichtung verlaufenden
Grenzschichten gebildet sind, in denen verminderte Sekun
där-Bindungskräfte herrschen. Insbesondere ist dabei
vorgesehen, daß das Monofil eine Matrix aus dem die
physikalischen und chemischen Eigenschaften der Borste
bestimmenden Polymer aufweist und daß das zweite Polymer
in Form dünner Schichten in der Matrix eingelagert ist.
Derartige Borsten und Monofile sind aus der unveröffent
lichten internationalen Patentanmeldung PCT/EP 98/06954
der Anmelderin bekannt, deren Inhalt hiermit in vollem
Umfang ausdrücklich zur Offenbarung dieser Anmeldung
gemacht wird, wobei zwecks Vermeidung von Wiederholungen
hinsichtlich der Einzelheiten auf die genannte interna
tionale Patentanmeldung verwiesen wird. Dabei kann insbe
sondere vorgesehen sein, daß die einzelnen Finger aus
Polymermischungen bestehen, die somit in einem nachfol
genden Verfahrensschritt nochmals in bekannter Weise
mittels rotierender Messer geschlitzt werden können.
Alternativ können auch mit dem erfindungsgemäßen Verfah
ren Monofile oder Borsten gespaltet werden, die aus
nachträglich zusammengeführten extrudierten Teilströmen
bestehen und sich somit an den Grenzflächen aufspalten
lassen. Darüber hinaus lassen sich auch Borsten aufspal
ten, die aus mehreren Teilquerschnitten bestehen, die
über Stege miteinander verbunden sind, wobei die Stege
durch die Aufbringung der mechanischen Kräfte bzw. der
Schlagenergie aufgebrochen werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Borstenenden vor, während oder nach dem Aufbringen der
mechanischen Kräfte zum Spalten der zu spaltenden Borsten
einer weiteren Bearbeitung unterzogen werden, wobei es
sich insbesondere um ein mechanisches und/oder thermi
sches Verrunden der Borstenenden handeln kann. Alternativ
können die Borstenenden auch konifiziert oder aufgerauht
werden. Die weitere Bearbeitung bzw. das Verrunden der
Borsten kann in der gleichen axialen Ebene der Borsten
wie die Aufbringung der mechanischen Aufspaltkräfte oder
auch in einer davon abweichenden Ebene erfolgen. Insbe
sondere ist es möglich, in einem Arbeitsgang die spalt
baren Borsten aufzuspalten und zu verrunden, während
gleichzeitig die nicht spaltbaren Borsten nur verrundet
werden. Diese vorteilhafte Ausgestaltung läßt sich sowohl
dann erzielen, wenn die Enden aller Borsten in einer
Ebene oder Hüllfläche liegen, als auch bei unterschied
lichen Ebenen der Enden der spaltbaren und der nicht
spaltbaren Borsten.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die weitere Bearbeitung der Borsten und insbe
sondere ihr Verrunden und die Aufbringung der mechani
schen Spaltkräfte mit dem gleichen Werkzeug bzw. den
gleichen Werkzeugen erfolgt. Die Werkzeuge müssen somit
einerseits geeignet sein, die Enden der Borsten zu run
den, und andererseits intermittierend Schlagkräfte auf
die zu spaltenden Borsten ausüben. Ein entsprechendes
Werkzeug ist beispielsweise durch eine oberflächlich
stark und vorzugsweise regelmäßig profilierte Schleif
scheibe gegeben.
Eine erfindungsgemäße Borstenware besteht aus einem
Borstenträger und daran befestigten Borsten, wobei zumin
dest einige der Borsten durch Einwirkung mechanischer
Kräfte in mindestens einem Teilbereich ihrer Länge gemäß
dem vorgenannten Verfahren in mehrere voneinander ge
trennte Teilquerschnitte bzw. Finger gespalten sind.
Dabei können sämtliche Borsten des Borstenbesatzes des
Borstenträgers entsprechend bearbeitet und gespalten
sein, es ist jedoch auch möglich, die zu spaltenden
Borsten nur in einem Teilbereich des Borstenbesatzes
vorzusehen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die gespaltenen und die ungespaltenen Borsten
oder Borstenelemente abwechselnd nebeneinander angeordnet
sind bzw. daß zwischen spaltbaren Borsten oder Borsten
elementen jeweils nicht spaltbare Borsten oder Borsten
elementen angeordnet sind. Bei den Borstenelementen kann
es sich um Einzelborsten, Borstenbündel oder Borstenzonen
oder Kombinationen daraus handeln. Innerhalb der Borsten
bündel oder Borstenzonen kann wiederum eine abwechselnde
Anordnung von gespaltenen und ungespaltenen Borsten
vorgesehen sein. Die nicht spaltbaren Borsten definieren
Abstände zwischen den gespaltenen Borsten und dienen
darüber hinaus zu deren Abstützung, wobei sich die aufge
spaltenen Enden der gespaltenen Borsten bei Gebrauch der
Bürste bzw. Borstenware infolge der Einwirkung der Bürst
kräfte nicht gegenseitig behindern und sich insbesondere
nicht miteinander in einer mopartigen Konfiguration
ineinandergreifen können.
Bei der Borstenware können die Enden der gespaltenen
Borsten und die Enden der ungespaltenen Borsten in der
gleichen Hüllfläche bzw. -ebene oder auch in unterschied
lichen Hüllflächen oder -ebenen liegen. Darüber hinaus
können die einzelnen Finger der gespaltenen Borsten
nochmals in sich durch Schlitzung in Teilquerschnitte
unterteilt sein.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus
der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zei
gen:
Fig. 1A, 1B eine erste Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in Sei
tenansicht und Aufsicht,
Fig. 2A, 2B eine alternative Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in Sei
tenansicht und Aufsicht,
Fig. 3A, 3B eine weitere Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in Sei
tenansicht und Aufsicht,
Fig. 4 eine Unteransicht des Werkzeugs gemäß
Fig. 3A,
Fig. 5A, 5B eine schematische Darstellung eines
Borstenbesatzes in Seitenansicht und
Aufsicht,
Fig. 6A, 6B den Borstenbesatz gemäß Fig. 5A und
5B nach Benutzung,
Fig. 7A, 7B eine schematische Darstellung eines
weiteren Borstenbesatzes in Seitenan
sicht und Aufsicht,
Fig. 8A, 8B den Borstenbesatz gem. Fig. 7A, 7B
nach Benutzung,
Fig. 9 eine Abwandlung des Borstenbesatzes
gemäß Fig. 7A und
Fig. 10 den Borstenbesatz gemäß Fig. 9 nach
Benutzung.
In den Fig. 1A und 1B ist eine erste Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Dabei ist als Borstenware bei
spielhaft eine Zahnbürste 10 gezeigt, die einen Borsten
träger 11 besitzt, der an seinem vorderen Kopf mit einem
Borstenfeld 20 aus einer Vielzahl vertikal nach oben
vorstehender, im wesentlichen parallel ausgerichteter
Borsten 12 versehen ist. Die Borsten 12 können zu Bündeln
zusammengefaßt und/oder auch als Einzelborsten vorgesehen
sein.
Mittels einer umlaufenden Schlagvorrichtung 13 kann auf
die freien Enden der Borsten 12 eine äußere mechanische
Kraft aufgebracht werden. Die Schlagvorrichtung 13 weist
eine im wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Borsten
12 verlaufende Welle 14 auf, auf der parallel zueinander
mehrere Schlagscheiben 16 montiert sind, die jeweils zwei
diametral angeordnete sichelförmige Schlagmesser 15
besitzen, die abgestumpft und beispielsweise abgerundet
sind und auf die Borsten 12 keine Schneid-, sondern
lediglich eine Schlagwirkung ausüben. Die Welle 14 zusam
men mit den Schlagscheiben 16 ist in nicht dargestellter
Weise in Richtung der Pfeile D drehangetrieben.
Die Schlagvorrichtung 13 wird in Richtung R1 so über das
von den Borsten 12 gebildeten Borstenfeld 20 geführt, daß
die rotierenden Schlagmesser 15 auf die freien Enden der
Borsten 12 eine im wesentlichen radiale Schlagwirkung
ausüben und damit die Borsten 12 an ihren freien Enden in
mehrere voneinander getrennte Teilquerschnitte oder
Finger aufspalten, soweit die Borsten aus einem spaltba
ren Material bestehen.
Wie Fig. 1B zeigt, wird die Schlagvorrichtung 13 nicht
nur in der einen Richtung R1 über das Borstenfeld 20
geführt, sondern in diesem Ausführungsbeispiel sind acht
um jeweils 45° um eine vertikale, d. h. parallel zur
Längsachse der Borsten 12 verlaufende Achse zueinander
ausgerichtete Wirkrichtungen R1 bis R8 vorgesehen, in
denen die Schlagvorrichtung 13 auf die Borsten 12 ein
wirkt. Die unterschiedlichen Wirkrichtungen R1 bis R8
können dadurch erreicht werden, daß das Schlagwerkzeug in
seiner Position relativ zu den Borsten verändert wird,
indem es um eine zu den Längsachsen der Borsten parallele
Vertikalachse verstellt wird. Relativ oder zusätzlich
dazu kann auch die Bürste 10 um eine parallel zu den
Längsachsen der Borsten verlaufende Vertikalachse gedreht
werden. Es ist auch die Anordnung von mehreren Schlagvor
richtungen 13 mit unterschiedlichen Arbeitsrichtungen
möglich, um die Schlagkräfte aus verschiedenen Richtungen
auf die Borsten aufzuüben. Eine weitere Schlagvorrichtung
13' in abweichender Ausrichtung relativ zur Bürste 10 zur
Aufbringung von Schlagkräften in Wirkrichtung R4 ist in
Fig. 1B strichpunktiert dargestellt.
Die Fig. 2A und 2B zeigen eine Weiterbildung der
Vorrichtung gemäß den Fig. 1A und 1B, wobei zusätzlich
zu der Schlagvorrichtung 13 eine um eine vertikale Achse
rotierende Schleifvorrichtung 17 vorgesehen ist, die
einen im wesentlichen parallel zur Oberfläche des Bor
stenfeldes 20 verlaufenden Schleifteller 18 besitzt,
der unterseitig mit einem Schleifbelag 19 versehen ist.
Die Schleifvorrichtung kann in vertikaler Richtung gemäß
dem Pfeil V derart verstellt werden, daß der Schleifbelag
19 mit den freien Enden der Borsten 12 des Borstenbesat
zes 20 in Anlage kommt und diese rundet. Die Lage der
Arbeitsebene A, d. h. das Maß, um daß das Schleifwerkzeug
17 auf das Borstenfeld 20 abgesenkt wird, ist dabei
einstellbar.
Vor oder nach dem Runden der Borsten 12 kann durch Auf
bringung der Schlagkräfte mittels der Schlagvorrichtung
13 auf die freien Enden der Borsten 12 aus verschiedenen
radialen Richtungen R1 bis R8 ein Aufspalten der Borsten
enden der spaltbaren Borsten erreicht werden. Die Schlag
vorrichtung 13 wirkt dabei bis zu einer Bearbeitungsebene
B, d. h. einem vorbestimmten Abstand vom freien Ende der
Borsten auf diese ein. Die Bearbeitungsebenen A und B
können sich - wie in Fig. 2A dargestellt - voneinander
unterscheiden, alternativ ist es jedoch auch möglich, daß
die Bearbeitungsebenen zusammenfallen.
Die Fig. 3A und 3B zeigen eine Vorrichtung, mit der
das Aufspalten und das Runden der Borstenenden gleichzei
tig erfolgen kann.
Gemäß Fig. 3A ist das Schleifwerkzeug 17 auf der Unter
seite seines Schleiftellers 18 einem Schleifbelag 19'
versehen, der oberflächlich stark profiliert ist, wobei
im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Vielzahl radial
verlaufender vorstehender Rippen vorgesehen ist (siehe
Fig. 4). Das Schleifwerkzeug 17 wird bis zu einer Bear
beitungsebene B vertikal abgesenkt und dann aus verschie
denen radialen Richtungen über die Oberfläche des Bor
stenfeldes 20 geführt, wobei die Schleiffläche 19' einer
seits eine Rundung der freien Enden der Borsten 12 be
wirkt und die starke Strukturierung der Schleiffläche 19'
auf die Borsten 12 radial von außen mechanische Schlag
kräfte ausübt, die die spaltbaren Borsten des Borstenbe
satzes an ihrem freien Ende aufspaltet. Auch hierbei ist
vorgesehen, die Schleifscheibe in acht um jeweils 45°
versetzte Richtungen über das Borstenfeld 20 zu führen.
Die Bearbeitung und Spaltung der Borsten kann durch
variierende Werkzeuggeschwindigkeiten bzw. -frequenzen
während der Bearbeitung gefördert werden. Darüber hinaus
ist es möglich, die Schleiffläche 19' so zu segmentieren,
daß einige Abschnitte primär das Runden der Borstenenden
bewirken, während andere Abschnitte die mechanischen
Schlagkräfte aufbringen.
Die Fig. 5A und 5B zeigen eine schematische Darstel
lung eines Borstenbesatzes, wobei die freien oberen Enden
der Borsten 12 bis auf eine vorbestimmte Höhe in jeweils
fünf Finger 21 aufgespalten sind. Bei der in den Fig.
5A und 5B gezeigten Ausgestaltung sind alle Borsten an
ihrem oberen Ende aufgespalten, wobei sich die Finger 21
benachbarter Borsten nicht oder nur um ein sehr geringes
Maß überlappen. Wenn eine Borstenware mit dem in den
Fig. 5A und 5B gezeigten Borstenbesatz für eine ge
wisse Zeit in Benutzung genommen wird, werden die Enden
der Finger durch die bei Benutzung wirksam werdenden
Bürstkräfte soweit aufgespreizt, daß es zwischen den
Finger benachbarter Borsten 12 zu Interaktionen kommen
kann, wie es in den Fig. 6A und 6B dargestellt ist. Um
derartige Interaktionen zu vermeiden, ist gemäß dem
Ausführungsbeispiel in den Fig. 7A und 7B zwischen den
spaltbaren Borsten 12 jeweils zumindest eine nicht spalt
bare Borste 22 angeordnet, so daß die spaltbaren Borsten
12 in größerem gegenseitigem Abstand stehen. Die zwischen
den spaltbaren Borsten 12 liegenden nicht spaltbaren
Borsten 22 üben darüber hinaus auf die spaltbaren Borsten
12 eine seitliche Stützwirkung aus. Wenn eine Borstenware
mit einem entsprechenden Borstenbesatz in Benutzung
genommen wird, spreizen die Finger 21 der gespaltenen
Borsten 12 zwar seitlich auf, jedoch verhindern die
dazwischenliegenden ungespaltenen Borsten 22, daß die
Finger benachbarter gespaltener Borsten 12 miteinander in
Eingriff treten, so daß die gewünschte Feinwirkung der
Bürstfläche erhalten bleibt.
Bei dem in den Fig. 7A und 7B dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel liegen die oberen Enden der gespaltenen
Borsten 12 und die oberen Enden der ungespaltenen Borsten
22 im wesentlichen in der gleichen Ebene bzw. Hüllfläche.
Fig. 9 zeigt eine Abwandlung, bei der die ungespaltenen
Borsten 22 sich nur bis etwa zur halben Höhe der Finger
21 der gespaltenen Borsten 22 erstrecken, d. h. mit ihren
oberen Enden in einer Ebene liegen, die unterhalb der
Ebene oder Hüllfläche der freien Enden der gespaltenen
Borsten 12 liegt. Auf diese Weise kann die Bürstwirkung
durch die Größe der aufgebrachten Bürstkraft dosiert
werden. Bei geringer Bürstkraft kommen vorzugsweise die
feinen Finger der gespaltenen Borsten zur Wirkung, wäh
rend bei erhöhten Bürstkräften zusätzlich auch die im
allgemeinen härteren Enden der dazwischenliegenden unge
spaltenen Borsten 22 zur Wirkung kommen. Auch hierbei ist
vorgesehen, daß die Finger 21 der gespaltenen Borsten 12
zwar bei Benutzung aufspreizen, aufgrund der dazwischen
liegenden ungespaltenen Borsten 22 und des daraus resul
tierenden gegenseitigen Abstandes jedoch nicht miteinan
der in Eingriff treten (Fig. 10).
Claims (21)
1. Verfahren zur Bearbeitung von Borsten, von denen
zumindest einige durch Einwirkung mechanischer
Kräfte in mindestens einem Teilbereich ihrer Länge
in mehrere voneinander getrennte Teilquerschnitte
gespalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die
mechanischen Kräfte aus verschiedenen Richtungen
relativ zur Längsachse der Borsten (12, 22) aufge
bracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanischen Kräfte mittels zumindest eines
stumpfen Werkzeugs (13; 17), insbesondere eines
Schlagwerkzeuges aufgebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die mechanischen Kräfte intermittie
rend aufgebracht werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die mechanischen Kräfte im
wesentlichen radial zur Längsachse der Borsten (12,
22) aufgebracht werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Werkzeug in (13; 17) seiner
Position relativ zu den zu bearbeitenden Borsten
(12, 22) verändert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Borsten (12, 22) im wesent
lichen parallel zueinander ausgerichtet sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Werkzeug (13) um die Längs
achse der zu bearbeitenden Borsten (12, 22) in
verschiedene Arbeitsstellungen verstellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Borsten um eine parallel zu
ihren Längsachsen verlaufende Achse gedreht werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die mechanischen Kräfte in
unterschiedlichen axialen Abschnitten der Borsten
aufgebracht werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Werkzeuge (13, 13')
vorgesehen sind, die eine unterschiedliche Ausrich
tung relativ zu den zu bearbeitenden Borsten aufwei
sen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die spaltbaren Borsten (12) aus
zwei koextrudierten Polymeren in geometrisch regel
mäßiger Anordnung mit im wesentlichen in Achsrich
tung verlaufenden Grenzschichten gebildet sind, in
denen verminderte Sekundär-Bindungskräfte herrschen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Monofil eine Matrix aus dem die physikali
schen und chemischen Eigenschaften der Borste be
stimmenden Polymer aufweist und daß das zweite
Polymer in Form dünner Schichten in der Matrix
eingelagert ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Borstenenden einer weiteren
Bearbeitung unterzogen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Bearbeitung ein mechanisches und/
oder thermisches Bearbeiten, insbesondere ein Ver
runden ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die weitere Bearbeitung gleichzeitig
mit der Aufbringung der mechanischen Spaltkräfte
erfolgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß die weitere Bearbeitung
und die Aufbringung der mechanischen Spaltkräfte mit
dem gleichen Werkzeug (17) oder den gleichen Werk
zeugen erfolgt.
17. Borstenware bestehend aus einem Borstenträger und
daran befestigten Borsten, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einige der Borsten durch Einwirkung
mechanischer Kräfte in mindestens einem Teilbereich
ihrer Länge gemäß dem Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis 16 in mehrere voneinander getrennte
Finger gespalten sind.
18. Borstenware nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß die gespaltenen und ungespaltenen Borsten
oder Borstenelemente wie Borstenbündel oder Borsten
zonen abwechselnd nebeneinander angeordnet sind.
19. Borstenware nach Anspruch 17 oder 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Enden der gespaltenen Borsten
und die Enden der ungespaltenen Borsten in der
gleichen Hüllfläche liegen.
20. Borstenware nach Anspruch 17 oder 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Enden der gespaltenen Borsten
und die Enden der ungespaltenen Borsten in unter
schiedlichen Hüllflächen liegen.
21. Borstenware nach einem der Ansprüche 17 bis 20, da
durch gekennzeichnet, daß die Finger jeweils durch
Schlitzung in Teilquerschnitte unterteilt sind.
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