DE19917791C1 - Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Webschäfte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für WebschäfteInfo
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- D03C9/00—Healds; Heald frames
- D03C9/06—Heald frames
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- D03C9/0616—Horizontal upper or lower rods
- D03C9/0625—Composition or used material
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Webschäfte aus einem Hohlprofil, dessen Höhe zu seinen beiden seitlichen Enden hin abnimmt, wobei ein über seine ganze Länge an seiner Oberseite offenes Hohlprofil eingesetzt wird und nach der Bearbeitung abschließend die offene, nutartige Profilkammer mittels einer über die Länge des Schaftstabes reichenden Leiste oder einem leistenartigen Steg geschlossen wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Schaftstabes für Webschäfte gemäß dem Oberbegriff des
Hauptanspruches.
Leichte und biegesteife Webschäfte sind für Hochleistungs
webmaschinen mit bis zu 2.000 Schußeintragungen/min. erfor
derlich. Nur mit leichten Webschaft-Litzen-Systemen lassen sich
bei wirtschaftlich vertretbarem Energieaufwand Beschleunigun
gen erreichen, die höchste Schußeintragungleistungen möglich
machen. Für einen störungsfreien Webprozeß sind möglichst
biegesteife Schaftstäbe erforderlich.
In der Vergangenheit hat man den fortlaufenden Leistungsstei
gerungen der Webmaschinen bei Webschäften dadurch Rech
nung getragen, daß man die Schaftstabquerschnitte im wesent
lichen in der Höhe zur Reduzierung der größer werdenden
Durchbiegung vergrößert hat. Da in der Regel Strangpreßprofile
für die Schaftstäbe verwendet werden, sind dieser Vorgehens
weise durch die ebenfalls erheblich zunehmenden Profilgewich
te Grenzen gesetzt. Weiter zunehmende Webschaftgewichte
machen Verstärkungen der Webschaft-Antriebsmittel und einen
erheblich höheren Energieaufwand erforderlich und somit weite
re Steigerungen der Schußeintragsleistungen unwirtschaftlich.
Die bisher vorgeschlagenen und teilweise auch praktizierten
Problemlösungen ignorieren den Stand der Technik, der be
sagt, daß ein Träger auf zwei Stützten sinnvollerweise im Be
reich der höchsten Spannungen die größten Flächenträgheits
momente aufzuweisen hat.
Hierzu wird in der österreichischen Patentschrift 25 82 24 vor
geschlagen, ein einziges Hohlprofil aus Stahl oder Aluminium in
einer relativ niedrigen Bauhöhe als Basis-Schaftstab einzuset
zen. Durch am Schaftstabrücken befestigte z. B. geschraubte,
genietete oder geschweißte Stege, die von den Profilenden zur
Mitte hin in der Höhe zunehmen, wird bei möglichst minimaler
Gewichtszunahme eine höhere Biegesteifigkeit angestrebt und
erreicht. Die Steghöhe in der Mitte kann entsprechend der Web
schaftlänge bzw. analog der Belastung variabel ausgeführt wer
den. Auch dieser an sich ideale Webschaftaufbau hat sich aber
aus Kostengründen in der Praxis nicht bewährt, da offensichtlich
das Herstellungsverfahren zu teuer ist und die Anpassung an
die Vielzahl der vorkommenden Einsatzfälle Schwierigkeiten be
reitet.
Eine andere Lösung sieht vor, daß bei nicht mehr zulässigen
Schaftgewichten und bei Webschaftlängen ab 250 cm Nennbrei
te häufig eine oder mehrere sogenannte Mittelstützen zwischen
dem oberen und unteren Schaftprofil montiert werden. Diese
Mittelstützen sind ein äußerst unangenehmes Hilfsmittel zur Re
duzierung der Profildurchbiegung, denn sie behindern die
Handhabung in der Einzieherei und führen häufig beim Webpro
zeß zu fehlerhaften Geweben und Fadenbrüchen.
Bei aus zwei Halbschalen, die miteinander fest verbunden sind,
aufgebauten Schaftstäben ist es bekannt, den durch die Halb
schalen gebildeten Raum nach außen hin durch eine Leiste
oder einen leistenartigen Steg abzuschließen (US 52 97 589,
EP 504 102 A1, JP 0 83 11 739 A1). Bei diesen bekannten An
ordnungen wird durch diese eingesetzte Leiste nicht ein durch
die bestimmte Ausbildung des Schaftstabes möglicherweise
auftretender Sprung im Flächenträgheitsmoment über die
Länge des Schaftstabes gesehen ausgeglichen oder vermieden,
sondern dieser Steg hat ausschließlich die Aufgabe, den durch
die Halbschalen gebildeten offenen Innenraum nach außen ab
zuschließen.
In der gattungsbildenden DE 196 25 076 C2 wird ein Leichtme
tallstrangpreßprofil als Schaftstab vorgeschlagen, das in seiner
Höhe der maximal erforderlichen Profilhöhe des Schaftstabes
entspricht. D. h. das Basisprofil muß so hoch sein, wie es für ei
ne noch akzeptable Durchbiegung des Schaftstabes in seiner
Mitte erforderlich ist. Die ermittelte Profilhöhe liegt so für einen
mittelstützenlosen Webschaft erheblich höher als die bei zur
Zeit üblicherweise verwendeten Profilen für Schaftstäbe mit
Mittelstütze. Weiterhin wird vorgesehen, daß dieser relativ hohe
Schaftstab von der Mitte aus zu beiden Seiten hin verjüngend
bearbeitet wird, um so Gewicht zu sparen, ohne daß dabei die
dynamische Leistungsfähigkeit des Schaftstabes beeinträchtigt
wird.
Es wird ein einteiliges, vorzugsweise Aluminium-Strang
preßprofil vorgeschlagen, das außer der Verjüngung zu den En
den hin keiner weiteren Bearbeitung bedarf.
Diese bekannte Anordnung hat sich in der Praxis bewährt. Da in
der Praxis so vorgegangen wird, daß der mittlere Teil des
Schaftstabes, der vorzugsweise aus einem Metallhohlprofil, ins
besondere einem Leichtmetallstrangpreßprofil besteht, ge
schlossen ist und daß nur zu den beiden Endbereichen hin die
Bearbeitung derart erfolgt, daß der Schaftstab zu seinen beiden
seitlichen Enden hin sich verjüngt, entsteht über die Länge des
Schaftstabes gesehen beiderseits des Mittelteiles ein Sprung im
Flächenträgheitsmoment, die dazu führen können, daß bei
schweren Geweben oder hoher Tourenbelastung hier Kerb
spannungen auftreten, die zu einem Einreißen des Profilstabes
führen könnten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsbilden
den Schaftstab dahingehend zu verbessern, daß derartige
Kerbspannungen nicht auftreten können, sondern beherrscht
werden.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Lehre des Hauptanspruches gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen er
läutert.
Mit anderen Worten ausgedrückt, wird vorgeschlagen, daß der
vorzugsweise als Leichtmetallstrangpreßprofil ausgebildete
Schaftstab an seiner Oberseite über die ganze Länge gesehen
offen ist. Dieser Schaftstab wird zu seinen beiden seitlichen En
den hin sich verjüngend bearbeitet und dann wird in das über
die ganze Länge des Schaftstabes gesehen oben offene Hohl
profil eine Leiste oder ein leistenartiger Steg eingesetzt, der
eine über die ganze Länge des Schaftstabes verlaufende
Längsverstärkung bildet und einen dichten Hohlraumverschluß
schafft, d. h. die Nut, die an der Oberseite des Schaftstabes
über die ganze Länge gesehen vorgesehen ist, wird durch einen
federartigen Körper verschlossen. Dieser federartige Körper,
d. h. also die Leiste oder der leistenartige Steg wird vorzugswei
se materialschlüssig in die Nut eingesetzt, d. h. also verklebt
od. dgl., wobei es natürlich auch möglich ist, einen Formschluß
für die eingesetzte Leiste in die Nut zu wählen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leiste als
T-Profil ausgebildet, wobei dieses T-Profil in die offene Profil
kammer, d. h. also die Nut eingreift, während der Querbalken
des T's sich auf die die Nut begrenzenden Wände oben auf
legt.
Hierdurch wird über die Länge des Schaftstabes verlaufend ein
einteiliges Bauteil erzielt und dadurch ein scharfer Sprung im
Flächenträgheitsmoment ausgeschaltet.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Web
schäfte aus einem Strangpreß-Hohlprofil, dessen Höhe zu
seinen beiden seitlichen Enden hin abnimmt, wobei das
Hohlprofil hinsichtlich seiner Profilhöhe der maximalen
Profilhöhe eines Schaftstabes ohne Mittelstütze angepaßt
ausgewählt wird und anschließend zu seinen beiden seit
lichen Enden hin sich verjüngend bearbeitet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß von einem über seine ganze Länge
an seiner Oberseite offenen Hohlprofil ausgegangen wird,
wobei nach der Bearbeitung abschließend die offene Pro
filkammer mittels einer über die Länge des Schaftstabes
reichenden Leiste oder eines über die Länge des Schafts
tabes reichenden leistenartigen Steges geschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leiste oder der leistenartige Steg materialschlüssig in
der Profilkammer festgelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leiste oder der leistenartige Steg formschlüssig in der
Profilkammer festgelegt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste oder der leisten
artige Steg T-förmig ausgebildet ist und mit seinem Steg in
die Profilkammer eingesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999117791 DE19917791C1 (de) | 1999-04-20 | 1999-04-20 | Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Webschäfte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999117791 DE19917791C1 (de) | 1999-04-20 | 1999-04-20 | Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Webschäfte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19917791C1 true DE19917791C1 (de) | 2000-09-28 |
Family
ID=7905186
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999117791 Expired - Fee Related DE19917791C1 (de) | 1999-04-20 | 1999-04-20 | Verfahren zur Herstellung eines Schaftstabes für Webschäfte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19917791C1 (de) |
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1999
- 1999-04-20 DE DE1999117791 patent/DE19917791C1/de not_active Expired - Fee Related
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