DE19916260A1 - Stützelement zum Spannen von Werkstücken - Google Patents
Stützelement zum Spannen von WerkstückenInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Stützelement zum Abstützen von labilen Werkstücken auf Werkzeugmaschinen, Maschinentischen und/oder Paletten. In einem Gehäuse ist ein Stützbolzen beweglich geführt und wird durch einen senkrecht dazu angeordneten Haltekolben in seiner Spannposition festgesetzt. Der Haltekolben (4) ist mit einer Aussparung (22) versehen und bildet zwei Stegsegmente (28) deren Kanten angefast die beiden Kolbenanpreßflächen (17, 18) bilden. Der Stützbolzen (2) gleitet in einer Bohrung, die ebenfalls mit einer Aussparung (21) versehen ist, so daß sich zwei Kanten bilden, die angefast die Gehäuseanpreßflächen (19, 20) ergeben. Zwischen diesen Anpreßflächen (17, 18, 19, 20) ist der Stützbolzen (2) festsetzbar. Der Haltekolben (4) verbindet die beiden Stegsegmente (28) mit einem Kolbenboden (27), der elastisch verformbar ist. Der Mantel des Haltekolbens ist im Bereich der Stegsegmente partiell frei gearbeitet, so daß vier Stütznoppen (8, 9, 10, 11) entstehen. Im Spannzustand wird infolge der Gegenkräfte ein Moment auf die Stegsegmente ausgeübt, das diese nach außen drückt, bis ihre Stütznoppen an der Zylinderwandung fest anliegen. Der Haltekolben wird damit zum Bestandteil des Gehäuses und übernimmt die Aufrechterhaltung des Stützdruckes ohne Setzerscheinung.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Stützelement mir einem in einem Gehäuse
gelagerten Stützbolzen zum Abstützen von labilen Werkstücken beim
Spannvorgang auf Werkzeugmaschinen, Maschinentischen und/oder Paletten,
indem der Stützbolzen in einer Bohrung im Gehäuse beweglich geführt ist und
im Spannzustand durch einen senkrecht zur Arbeitsrichtung des Stützbolzen
wirkenden Haltekolben festsetzbar ist.
Beim Spannen von labilen Werkstücken auf Werkzeugmaschinen oder Paletten
muß der Spannvorgang so erfolgen, daß die Werkstücke nicht verformt
werden, dennoch aber für die Bearbeitung festgesetzt sind. Bei labilen
Werksrücken ist eine wiederholbare, feinfühlige Einstellung der Anlegekraft
gefordert, die nur mit besonderen Stützelementen erzielbar ist. In der Regel
sind mehr als drei Auflagepunkte erforderlich. Die verwendeten Stützelemente
müssen so ausgelegt sein, daß ihre Stützbolzen leicht an das Werkstück
heranfahrbar sind und dieses ohne Verformung festsetzen.
Die bekannten Stützelemente sind zum Verstellen der Stützbolzen mir
Schrauben, Federn oder Keilen versehen, die mechanisch betätigt werden und
deren Abklemmung teils über Dehnbänder erfolgt. Es sind auch hydraulisch
betätigte Stützelemente bekannt, deren Festsetzung entweder durch
Aufrechterhaltung des Druckes erfolgt, oder durch seitlich zum Stützbolzen
eingeleitete Kräfte. So ist eine Stützelement bekannt (DE 196 17 927) mit
einem in einem Gehäuse gelagerten Stützbolzen, der pneumatisch betätigt
wird, indem Luft in die Stützbolzenführung eingeleitet wird, die diesen umspült
und durch besondere Führungskanäle mit bestimmbarer Anlegekraft an das
Werkstück führt. Die Festsetzung des Stützbolzens erfolgt durch einen
hydraulisch betätigten Querkolben, der den Stützbolzen gegen die Wandung
der Gehäusebohrung drückt.
Die auf das Stützelement während des Bearbeitungsvorganges einwirkenden
Kräfte bedingen einen absolut sicheren Halt des Stützbolzens. Das bedeutet,
daß die Reibungskräfte in folge des auf den Stützbolzen ausgeübten Druckes
größer sein müssen als die Rückkräfte vom Werkstück. Es ist daher Aufgabe
der Erfindung die Betätigung des Stützbolzens unabhängig von der Zuführung
von Druckluft zu machen und die Festsetzung des Stützbolzens so zu
vollziehen, daß die Summe der Anpreßkräfte größer ist als die am Haltekolben
angelegte Kraft. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung den Haltekolben im
gespannten Zustand so im Gehäuse festzusetzen, daß er zum Bestandteil des
Gehäuses wird und damit zur Aufrechterhaltung des Stützdruckes seinen Anteil
ohne Setzerscheinung übernimmt.
Die Lösung der Erfindung ist den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche
zu entnehmen.
Der Vorteil der Erfindung legt darin, daß
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch das Stützelement
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Stützelementes
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt in der Draufsicht
Fig. 4 zeigt den Haltekolben und
Fig. 5 zeigt ein Kräftediagramm
In einem Gehäuse 1 ist der Stützbolzen 2 beweglich geführt. Dieser Stützbolzen
2 wird gegen das zu bearbeitende Werkstück 7 gefahren, wo er ohne das
Werkstück zu verformen zum Anliegen kommt. Der Stützbolzen wird dazu von
einer Feder 26 aus dem Gehäuse heraus gedrückt, und zwar soweit, bis er am
Werkstück anstößt. Die Feder 26 wird dementsprechend entspannt. Beim
Einsetzen des Stützelementes wird entweder das Werkstück gegen das
Stützelement gefahren oder das Stützelement an das Werkstück heran geführt,
wobei der Stützbolzen 2 in das Gehäuse gedrückt wird. Sobald der Stützbolzen
an dem Werkstück anliegt erfolgt seine Festsetzung.
Diese Festsetzung wird durch einen Haltekolben 4 bewirkt. Der Haltekolben 4
ist senkrecht zum Stützbolzen 2 in das Gehäuse 1 eingebracht. Dieser
Haltekolben 4 ist auf seiner dem Stützbolzen 2 zugewandten Seite mit einer
Kolbenaussparung 22 versehen. Diese Aussparung 22 ist kleiner als der
Durchmesser des Stützbolzens 2. Dadurch bilden sich zwei Stegsegmente 28.
Die innen liegenden Kanten der Stegsegmente sind konkav angefast und bilden
die Kolbenanpressflächen 17 u. 18. Durch die Kolbenaussparung 22 bildet
sich ein Kolbenboden 27. Der aus Kolbenboden 27 und Stegsegmente 28
gebildete Haltekolben 4 gleitet in einem Kolbenzylinder 12, der als Bohrung in
das Gehäuse eingebracht ist. Der Kolbenraum 16 dient zur Beaufschlagung des
Haltekolbens 4, dazu wird die Hydraulik über den Hydraulikanschluß 1 S
zuge führt.
Der Kolbenboden 27 ist aus einem Material hergestellt, das in sich elastisch
verformbar ist. Diese elastische Verformung erfolgt bei großer
Druckbeaufschlagung in folge des sich aufbauenden Gegendruckes. Der
Haltekolben 4 ist ferner im Bereich seiner Stegsegmente 28 durch partielles
Freiarbeiten auf seinem Aussenmantel 13 mit vier Stütznoppen 8, 9, 10 u. 11
versehen. In den beiden Stegsegmenten 28 sind zwei Sackbohrungen 33
vorgesehen. In diese Bohrungen sind Rückholfedern 6 eingelegt, durch die der
Haltekolben 4 rückholbar ist. Die Rückholfedern 6 stützen sich am Ende des
Kolbenzylinders 12 ab. Nach aussen hin wird der Haltekolben 4 durch einen
Zylinderboden 3 abgeschlossen. Der Zylinderboden 3 ist einmal in dem
Kolbenzylinder 12 eingelassen und zum anderen in einer Gehäusebohrung 14,
deren Durchmesser größer als der Durchmesser des Kolbenzylinders ist.
Dadurch ergibt sich eine wirkungsvolle Abstützung des Zylinderbodens 3. Ein
Sicherungsring 5 setzt den Zylinderboden 3 fest.
Der Stützbolzen 2 ist im Gehäuse 1 leicht gleitend geführt. In dem Gehäuse ist
eine Gehäusesackbohrung 31 eingebracht, in dessen unteren Teil die Feder 26
liegt, die den Stützbolzen 2 nach oben drückt. Diese Gehäusesackbohrung 31
ist über den Bereich, indem der Stützbolzen 2 gleitend geführt ist mit einer
Gehäuseaussparung 21 versehen. Diese Aussparung ist in ihrer Breite kleiner
als der Durchmesser des Stützbolzens. Damit bilden sich im Innern der
Aussparung 21 zwei Kanten, die konkav angefast sind und somit zwei
Gehäuseanpreßflächen 19, 20 bilden. Die Gehäusesackbohrung 31 ist oben in
dem Bereich aus dem der Stützbolzen herausgleitet mit einem elastischen
Dichtungsring 32 abgeschlossen.
Zum Abstützen eines auf einer Palette 33 mittels Werkstückhalterungen 23, 24
festgesetzten Werkstückes 7 wird das Stützelement zwischen der Palette 33 und
dem Werkstück 7 eingefahren, wobei der Stützbolzen 2 in das Gehäuse 1
gedrückt wird. Ist das Stützelement in die vorbestimmte Position gebracht und
liegt die Stützbolzenarbeitsfläche 25 am Werkstück 7 an, erfolgt der
Festsetzvorgang.
Am Hydraulikanschluß 15 wird die Hydraulik eingeleitet. Im Kolbenraum 16
baut sich ein Druck auf, der den Haltekolben 4 in Richtung Stützbolzen 2
treibt. Der Haltekolben 4 gleitet so lange vorwärts, bis er mit seinen
Kolbenanpreßflächen 17, 18 auf den Stützbolzen 2 trifft und sich an dessen
Stützbolzenmantelfläche anlegt. Nunmehr drückt er den Stützbolzen 2 gegen
die Gehäuseanpreßflächen 19, 20, bis der Stützbolzen fest sitzt. Damit wirken
auf den Stützbolzen 2 vier Normalkräfte Fn1 bis Fn4 ein. Dieses ist in Fig. 5
als Kräftediagramm dargestellt. Die Summe dieser vier Normalkräfte Fn1-Fn4
ist um ein vielfaches größer als die auf den Haltekolben 4 einwirkende
Kolbenkraft Fk.
Sobald der Haltekolben 4 auf den Stützbolzen 2 trifft und diesen gegen die
Gehäuseanpreßflächen 19, 20 drückt, wird in folge der rückwirkenden Kräfte
ein Moment auf die Stegsegmente 28 und damit auf den Kolbenboden 27
ausgeübt. Der elastisch verformbare Kolbenboden 27, dessen Elastizität in
einem ganz geringen Bereich wirksam ist, beginnt sich leicht zu verformen und
spreizt damit die beiden Stegsegmente 28 nach aussen. Diese bewirkt, daß die
auf den Stegsegmenten 28 gebildeten Stütznoppen 8, 9, 10 u. 11 gegen die
Wandung des Kolbenzylinders 12 gepreßt werden, womit sich der Haltekolben
4 mit seinen Stegsegmenten und Stütznoppen im Innern des Kolbenzylinders
abstützt. Damit wird der Haltekolben 4 zum festen Bestandteil des Gehäuses 1
und ist damit unverrückbar festgesetzt, da es zwischen der Zylinderwandung
des Kolbenzylinders 12 und den Stütznoppen 11 kein Spiel mehr gibt. Dieses ist
in Fig. 4 gezeigt. Mit F1 und F2 sind die auf den Haltekolben 4 rückwirkenden
Kräfte bezeichnet, durch die die Stegsegmente 28 in Richtung x u. y nach
aussen gedrückt werden, bis sie an der Kolbenzylinderwandung anliegen. Der
Stützbolzen 2 ist damit so fest gesetzt, daß die Anpreßkräfte an den Flächen
17 bis 20 in der Summe immer größer sind als die Rückkräfte, die bei der
Bearbeitung des Werkstückes 7 auf den Stützbolzen 2 einwirken können.
Zum Lösen des Stützbolzens 2 wird der Hydraulikdruck weg genommen, damit
wird der Haltekolben 4 entspannt und seine Stegsegmente 28, infolge der
Elastizität des Kolbenbodens 27, in die Gleitstellung zurückgeführt. Die
Rückholfedern 6 fahren den Haltekolben zurück und der Stützbolzen ist wieder
frei im Gehäuse 1 beweglich.
Claims (7)
1. Stützelement zum Abstützen von labilen Werkstücken beim Spannvorgang
auf Werkzeugmaschinen, Maschinentischen und/oder Paletten, mittels
eines in einer Gehäusebohrung beweglich geführten Stützbolzens, der im
Spannzustand durch einen senkrecht zur Arbeitsrichtung des Stützbolzens
wirkenden Haltekolben festsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützbolzen (2) in einer im Gehäuse (1) eingelassenen Sackbohrung (31)
geführt ist und daß die Sackbohrung über den Wirkungsbereich, in dem der
Stützbolzen (2) gleitend geführt ist, mit einer Gehäuseaussparung (21)
versehen ist, deren Breite kleiner als der Durchmesser des Stützbolzens ist
und deren Kanten konkav angefast sind und zwei Gehäuseanpreßflächen
(19, 20) bilden und daß der Haltekolben (4) mit einer Kolbenaussparung (22),
kleiner als der Durchmesser des Stützbolzens, versehen ist, so daß zwei
Stegsegmente (28) gebildet sind, deren innen liegende Kanten längs zur
Arbeitsrichtung des Stützbolzens (2) laufen und die konkav angefast sind
und zwei Kolbenanpreßflächen (17, 18) bilden.
2. Stützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Haltekolben (4) aus den beiden Stegsegmenten (28) und den diese
Stegsegmente verbindenden Kolbenboden (27) gebildet ist und daß der
Kolbenboden (27) aus einem elastisch verformbaren Material besteht.
3. Stützelement nach Anspruch 1 u. 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aussenmantel (13) des Haltekolbens (4) im Bereich der Stegsegmente (28)
partiell frei gearbeitet ist, so daß auf den Stegsegmenten an ihren
Aussenkanten vier Stütznoppen (8, 9, 10, 11) gebildet sind.
4. Stützelement nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Stegsegmenten (28) Sackbohrungen (33) eingebracht sind, in die je eine
Rückholfeder (6) eingelegt ist.
5. Stützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützbolzen (2) durch eine in der Sackbohrung (30) abgestützte Feder (26)
aus der Gehäusebohrung (13) herausführbar ist.
6. Stützelement nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Stegsegmente (28) des Haltekolbens (4) über den elastisch verformbaren
Kolbenboden (27) im Spannzustand, infolge der rückwirkenden Kräfte, nach
aussen gedrückt sind, bis sie mit ihren Stütznoppen (8-11) an der inneren
Wandung des Kolbenzylinders (12) im Gehäuse (1) anliegen und sich dort
abstützen.
7. Stützelement nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützbolzen (2) durch den Haltekolben (4) im Spannzustand zwischen den
Kolbenanpreßflächen (17, 18) und den Gehäuseanpreßflächen (19, 20)
festsetzbar ist und daß die Summe der auf ihn einwirkenden Anpreßkräfte
größer ist als die auf den Haltekolben (4) einwirkende Kolbenkraft.
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