DE19915121C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Widerstandsschweißen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum WiderstandsschweißenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Ober
begriff des Anspruchs 1 genannten Art sowie eine Vor
richtung der im Oberbegriff des Anspruchs 5 genannten
Art zum Widerstandsschweißen.
Beim Widerstandsschweißen mit Gleichstrom werden
die Schweißelektroden ungleichmäßig erwärmt, wobei die
Schweißelektrode mit der positiven Polarität wärmer
wird als die Schweißelektrode mit der negativen Polari
tät. Dies ist auf Peltier-Wärme und Joulsche Wärme zu
rückzuführen. Eine einseitige Erwärmung der positiv
gepolten Schweißelektrode verursacht eine Minderung der
Standzeit dieser Elektrode sowie eine Verschiebung der
Lage einer beim Schweißen gebildeten Schweißlinse aus
der gewünschten Mittellage in Richtung auf die wärmere,
positiv gepolte Elektrode. Dies trifft insbesondere für
Materialien mit höherer Wärmeleitfähigkeit, beispiels
weise Aluminium, zu.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bekannt,
Wechselstrom zum Schweißen einzusetzen.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wider
standsschweißen mit Wechselstrom ist durch die
DE 41 13 117 C1 bekannt. Bei diesem Verfahren werden
auf der primären Seite eines Schweißtransformators zu
erst eine Folge positiver Mittelfrequenz-Stromimpulse
und anschließend eine Folge negativer Stromimpulse erzeugt
und den an die Sekundärwicklung des Transforma
tors angeschlossenen Schweißelektroden zugeführt. Man
erhält auf diese Weise einen Wechselstrom. Ein Nachteil
des bekannten Verfahrens besteht darin, daß der
Schweißtransformator nicht nur die Mittelfrequenz-
Stromimpulse, sondern auch den resultierenden Strom mit
niedriger Frequenz übertragen muß, da der Schweiß-Wech
selstrom auf der primären Seite des Transformators ge
wonnen wird. Der hierfür erforderliche Schweißtrans
formator ist groß und schwer sowie teuer in der Her
stellung. Darüber hinaus kann der Schweiß-Wechselstrom
bei der bekannten Vorrichtung keine rechteckige Kurven
form annehmen, da das Übertragungsverhalten des
Schweißtransformators eine solche Kurvenform nicht zu
läßt.
Ähnliche Vorrichtungen sind durch die
DE 30 05 083 C2 und EP 0 261 328 A1 bekannt. Ferner
sind durch EP 0 688 626 A1, US 5 237 147, US 4 973 815
und EP 0 756 915 A2 Verfahren bzw. Vorrichtungen zum
Widerstandsschweißen bekannt. Durch DE 295 08 868 U1
ist eine Vorrichtung zum Elektroschweißen bekannt.
Durch DE 44 40 351 C1 ist ein Verfahren der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannten Art zum Wider
standsschweißen bekannt, bei dem zur Erzeugung eines
Schweiß-Wechselstromes eine an den Schweiß-Elektroden
anliegende Gleichspannung umgepolt wird. Nach den An
gaben in der Druckschrift soll hierdurch vermieden wer
den, daß sich die Schweißlinse zu der wärmeren, positi
ven Elektrode hin verschoben bildet und damit zu einer
Kontaktebene, in der die zu verschweißenden Werkstücke
aneinander anliegen, unsymmetrisch ist, was die Festig
keit der Schweißverbindung beeinträchtigt. Es hat sich
herausgestellt, daß durch das aus der Druckschrift be
kannte Verfahren die Bildung von Schweißlinsen, die zu
der Kontaktebene zwischen den zu verschweißenden Werk
stücken unsymmetrisch sind, nicht zuverlässig vermieden
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art
und eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 5
genannten Art anzugeben, das bzw. die den Nachteil des
bekannten Verfahrens bzw. der bekannten Vorrichtung
nicht aufweist, bei dem bzw. bei der also die Position
der Schweißlinse relativ zu der Kontaktebene zwischen
den zu verschweißenden Werkstücken steuerbar ist.
Diese Aufgabe wird im Hinblick auf das Verfahren
durch die Lehre des Anspruchs 1 und im Hinblick
auf die Vorrichtung durch die Lehre des Anspruchs 5
gelöst.
Erfindungsgemäß wird während des Schweißprozesses
wenigstens ein Parameter des Schweißprozesses gemessen
und in Abhängigkeit von dem gemessenen Parameter oder
den gemessenen Parametern wenigstens eine Kenngröße des
Schweiß-Wechselstromes gesteuert oder geregelt.
Auf diese Weise ist zuverlässig eine einseitige
Erwärmung einer der Elektroden und damit die Bildung
einer zur Kontaktebene unsymmetrischen Schweißlinse
vermeidbar.
Die erfindungsgemäße Lehre ermöglicht die Steue
rung der Temperatur an den Elektroden und damit die
Steuerung der Lage der Schweißlinse relativ zu der Kon
taktebene zwischen den zu verschweißenden Werkstücken.
Ferner ermöglicht es die erfindungsgemäße Lehre,
eine gleichmäßige Abnutzung der Elektroden herbeizufüh
ren und damit ihre Standzeit zu erhöhen. Dies verhin
dert vorzeitigen Verschleiß und verringert Rüstzeiten,
die beim Austausch der Elektroden entstehen. Auf diese
Weise ist der Schweißprozess kostengünstiger gestaltet.
Die Anzahl der Umpolungen der Gleichspannung wäh
rend eines Schweißvorganges sowie die Kenngrößen eines
aus der Umpolung resultierenden Schweiß-Wechselstromes
sind entsprechend den jeweiligen Anforderungen in wei
ten Grenzen wählbar. Während es bei einigen Anwendungen
ausreichend ist, die Gleichspannung zweimal umzupolen,
kann es bei anderen Anwendungen erforderlich sein, die
Gleichspannung wesentlich häufiger umzupolen. Der Fach
mann wird die Anzahl der Umpolungen und die Kenngrößen
des aus der Umpolung resultierenden Schweiß-Wechsel
stromes jeweils so wählen, daß beispielsweise eine zu
der Kontaktebene symmetrische Lage der Schweißlinse
und/oder eine gleichmäßige Abnutzung der Elektroden
erzielt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungs
gemäße Vorrichtung sind sowohl zum Punkt- als auch zum
Nahtschweißen und besonders gut zum Schweißen von Alu
minium geeignet.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfah
rens sieht vor, daß die Kenngrößen des Schweiß-Wechsel
stromes wenigstens
- - das Verhältnis der Zeitdauer einer positiven Halbwelle zu der Zeitdauer einer negativen Halbwelle des Schweiß-Wechselstromes (Balan ce) und/oder
- - die Frequenz des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - einen zeitlichen Abstand zwischen einer posi tiven Halbwelle und einer negativen Halbwelle des Schweiß-Wechselstromes (Totzeit) und/oder
- - die Kurvenform der positiven Halbwelle und/oder die Kurvenform der negativen Halb welle des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - die Amplitude der positiven Halbwelle und/oder die Amplitude der negativen Halbwel le des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - das Tastverhältnis des Schweiß-Wechselstromes
umfassen. Durch entsprechende Wahl einer oder mehrerer
dieser Kenngrößen ist der Schweißvorgang innerhalb wei
ter Grenzen in der gewünschten Weise beeinflußbar. Die
Kenngrößen können hierbei getrennt voneinander oder
wenigstens teilweise im Zusammenhang miteinander wäh
rend des Schweißprozesses beeinflußt werden.
Als Grundlage für die Beeinflussung der Kenngrößen
können grundsätzlich beliebige Parameter des Schweiß
prozesses herangezogen werden. Gemäß einer Weiterbil
dung umfassen die Parameter des Schweißprozesses wenig
stens
- - die Temperatur der Schweißelektroden und/oder
- - die Dicke und/oder das Material der zu ver schweißenden Werkstücke und/oder
- - die Kraft, mit der die Schweißelektroden die zu verschweißenden Werkstücke kontaktieren, und/oder
- - den Abnutzungsgrad der Schweißelektroden und/oder
- - einen zu Beginn des Schweißprozesses zwischen den Schweißelektroden bestehenden elektri schen Widerstand der zu verschweissenden Werkstücke.
Diese Parameter stellen eine zuverlässige Grundla
ge für die Beeinflussung der Kenngrößen des Schweiß-
Wechselstromes dar. Falls erforderlich können jedoch
noch weitere Parameter des Schweißprozesses herangezo
gen werden.
Grundsätzlich ist mit dem erfindungsgemäßen Ver
fahren möglich, die Schweißlinse relativ zu der Kon
taktebene zwischen den zu verschweißenden Werkstücken
in beliebiger Weise zu positionieren. Zweckmäßigerweise
werden die Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes jedoch
in Abhängigkeit von wenigstens einem Parameter des
Schweißprozesses derart gesteuert bzw. geregelt, daß
sich an der Kontaktebene zwischen den zu verschweißen
den Werkstücken eine Schweißlinse bildet, die wenig
stens zu dieser Kontaktebene im wesentlichen symme
trisch ist. Auf diese Weise weist die Schweißverbindung
eine besonders hohe Qualität auf.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist Meßmittel
zur Messung wenigstens eines Parameters des Schweiß
prozesses während des Schweißprozesses und Steuermittel
auf, die wenigstens eine Kenngröße des Schweiß-Wechsel
stromes in Abhängigkeit von dem gemessenen Parameter
oder den gemessenen Parametern während des Schweißpro
zesses steuern oder regeln.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung sieht vor, daß die Spannungserzeugungsmittel
- - Gleichrichtermittel zur Gleichrichtung einer Wechselspannung,
- - Zerhackermittel, die den Gleichrichtermitteln nachgeordnet sind und die gleichgerichtete Wechselspannung in Impulse zerhacken, und
- - einen Schweißtransformator, der den Zerhac kermitteln nachgeordnet ist und dem Schweiß transformator nachgeordnete Gleichrichter mittel zur Erzeugung einer an die Schweiß elektroden anlegbaren Gleichspannung,
aufweisen. Diese Vorrichtung ist einfach im Aufbau und
damit kostengünstig sowie zuverlässig im Betrieb.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der er
findungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß die Wechsel
richtermittel mit den Schweißelektroden und über einen
Gleichrichter mit der Sekundärwicklung des Schweiß
transformators verbunden sind. Da somit der Schweiß-
Wechselstrom auf der Sekundärseite des Schweiß-Trans
formators erzeugt wird, kann ein Schweiß-Transformator
mit verhältnismäßig geringem Gewicht und Volumen ver
wendet werden, da die dann auftretenden Frequenzen des
von dem Schweißtransformator zu übertragenden Stromes
im KHz-Bereich liegen. Auf diese Weise sind große und
schwere Schweiß-Transformatoren nicht erforderlich.
Dies ermöglicht den Einsatz der erfindungsgemäßen Vor
richtung bei Schweißrobotern.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sieht vor, daß die Wechselrichtermittel
Schalter mit wenigstens zwei Schaltern aufweisen, die
durch die Steuermittel ansteuerbar sind. Die Schalter
können hierbei in beliebiger geeigneter Weise ausge
bildet sein, beispielsweise als Transistoren, Thyristo
ren oder dergleichen. Hinsichtlich der Ausbildung der
Schaltermittel wird auf DE 295 08 868 U1 verwiesen,
die verschiedene für die erfindungsgemäße Vorrichtung
geeignete Schaltermittel zeigt und auf die hiermit Be
zug genommen wird.
Eine andere Weiterbildung sieht eine mit den Steu
ermitteln verbundene Eingabeeinrichtung zur externen
Eingabe wenigstens eines Parameters des Schweißprozes
ses vor. Auf diese Weise ist der Schweißprozess manuell
beeinflußbar.
Andere vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildun
gen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den wei
teren Unteransprüchen 9 bis 11 angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beige
fügten Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausfüh
rungsbeispiel dargestellt ist.
Es zeigt:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines
Ausführungsbeispieles einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 ein Zeitdiagramm von Kurvenformen eines
Schweiß-Wechselstromes und
Fig. 3 in gleicher Darstellung wie Fig. 2 eine
weitere Kurvenform eines Schweiß-Wech
selstromes.
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer erfin
dungsgemäßen Vorrichtung 2 zum Widerstandsschweißen zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens darge
stellt, die Spannungserzeugungsmittel 4 zur Erzeugung
einer an Schweißelektroden 6, 8, die nachfolgend kurz
als Elektroden bezeichnet werden, der Vorrichtung 2
anlegbare Gleichspannung aufweist. Ferner weist die
Vorrichtung Wechselrichtermittel 8 zur Erzeugung eines
Schweiß-Wechselstromes durch Umpolung der an den
Schweißelektroden 6, 8 anliegenden Gleichspannung auf.
Die Spannungserzeugungsmittel 4 weisen bei diesem
Ausführungsbeispiel Gleichrichtermittel 10 zur Gleich
richtung einer bei dem Ausführungsbeispiel dreiphasigen
Wechselspannung auf. Ferner weisen die Spannungserzeu
gungsmittel 4 Zerhackermittel 12 auf, die den Gleich
richtermitteln 10 nachgeordnet sind und die gleichge
richtete Wechselspannung in Impulse zerhacken, bei
spielsweise mit einer Frequenz von 50 KHz. Den Zerhac
kermitteln 12 ist ein Schweißtransformator 14 mit einer
Mittelfrequenz von beispielsweise 1-100 kHz nachge
ordnet. Da eine Übertragung niedriger Frequenzen durch den
Schweißtransformator 14 nicht erforderlich ist, kann
dieser entsprechend klein und damit leicht ausgebildet
sein.
Die Wechselrichtermittel weisen einen Gleich
richter 16 auf, der die Sekundärspannung des Schweiß
transformators 14 gleichrichtet und so eine an den
Elektroden 6, 8 anliegende Gleichspannung erzeugt. Dem
Gleichrichter 16 ist ein Wechselrichter 18 nachgeord
net, der zur Erzeugung eines Schweiß-Wechselstromes die
an den Elektroden 6, 8 anliegende Gleichspannung um
polt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 weist ferner
Steuermittel 20 auf, die den Wechselrichter 18 der
Wechselrichtermittel 8 derart ansteuern, daß dieser die
an den Elektroden 6, 8 anliegende Gleichspannung wäh
rend eines Schweißvorganges umpolt. Meßmittel 22 dienen
zur Messung von Parametern des Schweißprozesses, beispielsweise
der Temperatur der Elektroden 6, 8 und/oder
der Dicke von zu verschweißenden Werkstücken 24, 26,
die in einer Kontaktebene 28 aneinander anliegen,
und/oder der Kraft, mit der die Elektroden 6, 8 die zu
verschweißenden Werkstücke 24, 26 kontaktieren und/oder
dem Abnutzungsgrad der Elektroden 6, 8 und/oder eines
zu Beginn des Schweißprozesses zwischen den Elektroden
6, 8 bestehenden elektrischen Widerstandes der zu ver
schweißenden Werkstücke 24, 26. Die Steuermittel 20
können den Parameter oder die Parameter des Schweiß
prozesses vor Beginn und/oder während des Schweißpro
zesses messen.
Die Steuermittel 20 dienen der Steuerung des
Schweißprozesses und können wenigstens eine Kenngröße
des durch den Wechselrichter 18 erzeugten Schweiß-Wech
selstromes vor Beginn des Schweißprozesses einstellen
und/oder in Abhängigkeit von den durch die Meßmittel 22
gemessenen Parametern während des Schweißprozesses
steuern oder regeln.
Die durch die Steuermittel 20 beeinflußbaren Kenn
größen des Schweiß-Wechselstromes können beispielsweise
das Verhältnis der Zeitdauer einer positiven Halbwelle
zu der Zeitdauer einer negativen Halbwelle (Balance)
und/oder die Frequenz und/oder einen zeitlichen Abstand
zwischen einer positiven Halbwelle und einer negativen
Halbwelle (Totzeit) und/oder die Kurvenform der positi
ven Halbwelle und/oder der negativen Halbwelle und/oder
die Amplitude der postiven Halbwelle und/oder die Am
plitude der negativen Halbwelle und/oder das Tastver
hältnis des Schweiß-Wechselstromes umfassen.
Eine mit den Steuermitteln 20 verbundene Eingabe
einrichtung 30 dient zur externen Eingabe wenigstens
eines Parameters des Schweißprozesses.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 wie folgt durchgeführt:
Eine von den Gleichrichtermitteln 10 gleichgerich
tete Wechselspannung wird von den Zerhackermitteln 12
in Impulse zerhackt und von dem Schweißtransformator 14
transformiert. Der sekundärseitig an den Schweißtrans
formator angeschlossene Gleichrichter 16 erzeugt aus
dem sekundärseitigen Ausgangssignal des Schweißtrans
formators 14 eine Gleichspannung, die an den Elektroden
6, 8 anliegt. Durch Umpolung der an den Elektroden 6, 8
anliegenden Gleichspannung erzeugt der Wechselrichter
18 einen Schweiß-Wechselstrom, wobei der Wechselrichter
18 durch die Steuermittel 20 derart angesteuert wird,
daß die Gleichspannung während eines Schweißvorganges
umgepolt wird. Entsprechend den Anforderungen des je
weiligen Schweißprozesses steuern die Meßmittel 20 die
oben erwähnten Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes
derart, daß der Schweiß-Wechselstrom eine gewünschte
Kurvenform hat.
In Fig. 2 ist links ein erstes Beispiel einer
solchen Kurvenform dargestellt, bei der die Zeitdauer
einer positiven Halbwelle kürzer ist als die Zeitdauer
einer negativen Halbwelle, wobei die Halbwellen die
gleiche Amplitude aufweisen und ohne zeitlichen Abstand
(Totzeit) aufeinander folgen.
In Fig. 2 ist rechts eine weitere Kurvenform darge
stellt, die sich von der in Fig. 2 links dargestellten
Kurvenform dadurch unterscheidet, daß die Zeitdauer der
positiven Halbwelle 32 größer ist als die Zeitdauer der
negativen Halbwelle 34.
In Fig. 3 ist ein drittes Beispiel einer Kurven
form dargestellt, die sich von der in Fig. 2 rechts
dargestellten Kurvenform dadurch unterscheidet, daß die
positiven und negativen Halbwellen mit zeitlichem Ab
stand (Totzeit) aufeinander folgen.
Während des Schweißprozesses messen die Meßmittel
22 kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen die Pa
rameter des Schweißprozesses, wobei die Steuermittel 20
die Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes in Abhängig
keit von den durch die Meßmittel 22 gemessenen Para
metern derart einstellen, daß sich an der Kontaktebene
28 zwischen den zu verschweißenden Werkstücken 24, 26
eine in Fig. 2 bei dem Bezugszeichen 36 angedeutete
Schweißlinse bildet, die wenigstens zu der Kontaktebene
28 symmetrisch ist. Stellen die Steuermittel beispiels
weise fest, daß sich bei der in Fig. 2 links darge
stellten Kurvenform eine der Elektroden 6, 8 stärker
erwärmt, so kann beispielsweise auf die in Fig. 2
rechts dargestellte Kurvenform umgeschaltet werden, so
daß dann die wärmere der Elektroden 6, 8 nachfolgend
mehr mit negativer Polarität und die kältere der Elek
troden 6, 8 mehr mit positiver Polarität belastet wird,
so daß sich die Temperatur beider Elektroden 6, 8 an
gleicht. Auf diese Weise bildet sich eine zu der Kon
taktebene 28 symmetrische Schweißlinse und damit eine
Schweißverbindung hoher Qualität zwischen den Werkstüc
ken 24, 26. Außerdem ist eine gleichmäßige Abnutzung
der Elektroden 6, 8 erzielt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine
beliebige Steuerung der Lage der Schweißlinse 36 in
Richtung senkrecht zu der Kontaktebene 28 durch ent
sprechende Steuerung der Temperatur der Elektroden 6,
8. Falls erwünscht, kann mit dem erfindungsgemäßen Ver
fahren somit auch eine zu der Kontaktebene 28 unsymme
trische Schweißlinse 36 gebildet werden.
Falls erforderlich können sämtliche der oben er
wähnten Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes durch die
Steuermittel 20 in der gewünschten Weise beeinflußt
werden. Außerdem können beliebige Parameter des
Schweißprozesses zur Beeinflussung dieser Kenngrößen
herangezogen werden.
Claims (13)
1. Verfahren zum Widerstandsschweißen, insbesondere
von Aluminiumblechen,
bei dem eine an den Schweißelektroden anliegende
Gleichspannung umgepolt wird,
dadurch gekennzeichnnet,
daß während des Schweißprozesses wenigstens ein Para
meter des Schweißprozesses gemessen wird und daß in
Abhängigkeit von dem gemessenen Parameter oder den ge
messenen Parametern wenigstens eine Kenngröße des
Schweiß-Wechselstromes gesteuert oder geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes wenig
stens
- - das Verhältnis der Zeitdauer einer positiven Halbwelle zu der Zeitdauer einer negativen Halbwelle des Schweiß-Wechselstromes (Balan ce) und/oder
- - die Frequenz des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - einen zeitlichen Abstand zwischen einer posi tiven Halbwelle und einer negativen Halbwelle des Schweiß-Wechselstromes (Totzeit) und/oder
- - die Kurvenform der positiven Halbwelle und/oder die Kurvenform der negativen Halb welle des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - die Amplitude der positiven Halbwelle und/oder die Amplitude der negativen Halbwel le des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - das Tastverhältnis des Schweiß-Wechselstromes
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Parameter des Schweißprozesses wenigstens
- - die Temperatur der Schweißelektroden und/oder
- - die Dicke und/oder das Material der zu ver schweißenden Werkstücke und/oder
- - die Kraft, mit der die Schweißelektroden die zu verschweißenden Werkstücke kontaktieren, und/oder
- - der Abnutzungsgrad der Schweißelektroden und/oder
- - einen zu Beginn des Schweißprozesses zwischen den Schweißelektroden bestehenden elektri schen Widerstand der zu verschweissenden Werkstücke
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes in Abhän
gigkeit von wenigstens einem Parameter des Schweißpro
zesses derart gesteuert bzw. geregelt werden, daß sich
an der Kontaktebene zwischen zu verschweißenden Werk
stücken eine Schweißlinse bildet, die wenigstens zu
dieser Kontaktebene im wesentlichen symmetrisch ist.
5. Vorrichtung zum Widerstandsschweißen, insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprü
che 1 bis 4,
mit Spannungserzeugungsmitteln zur Erzeugung einer an Schweißelektroden der Vorrichtung anliegenden Gleich spannung und
mit Wechselrichtermitteln zur Erzeugung eines Schweiß- Wechselstromes durch Umpolung der an den Schweißelek troden anliegenden Gleichspannung,
gekennzeichnet durch Meßmittel (22) zur Messung wenigstens eines Parameters des Schweißprozesses während des Schweißprozesses und Steuermittel (20), die wenigstens eine Kenngröße des Schweiß-Wechselstromes in Abhängigkeit von dem gemesse nen Parameter oder den gemessenen Parametern während des Schweißprozesses steuern oder regeln.
mit Spannungserzeugungsmitteln zur Erzeugung einer an Schweißelektroden der Vorrichtung anliegenden Gleich spannung und
mit Wechselrichtermitteln zur Erzeugung eines Schweiß- Wechselstromes durch Umpolung der an den Schweißelek troden anliegenden Gleichspannung,
gekennzeichnet durch Meßmittel (22) zur Messung wenigstens eines Parameters des Schweißprozesses während des Schweißprozesses und Steuermittel (20), die wenigstens eine Kenngröße des Schweiß-Wechselstromes in Abhängigkeit von dem gemesse nen Parameter oder den gemessenen Parametern während des Schweißprozesses steuern oder regeln.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungserzeugungsmittel (4)
- - Gleichrichtermittel (10) zur Gleichrichtung einer Wechselspannung,
- - Zerhackermittel (12), die den Gleichrichter mitteln (10) nachgeordnet sind und die gleichgerichtete Wechselspannung in Impulse zerhacken,
- - einen Schweißtransformator (14), der den Zer hackermitteln (12) nachgeordnet ist und
- - dem Schweißtransformator (14) nachgeordnete Gleichrichtermittel (16) zur Erzeugung einer an die Schweißelektroden (6, 8) anlegbaren Gleichspannung
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Wechselrichtermittel (18) mit den Schweiß
elektroden (6, 8) und über einen Gleichrichter (16) mit
der Sekundärwicklung des Schweißtransformators (14)
verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Wechselrichtermittel (18) Schaltermittel
mit wenigstens zwei Schaltern aufweisen, die durch die
Steuermittel ansteuerbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Kenngrößen des Schweiß-Wechselstromes we
nigstens
- das Verhältnis der Zeitdauer einer positiven
Halbwelle (32) zu der Zeitdauer einer negati
ven Halbwelle (34) des Schweiß-Wechselstromes
(Balance) und/oder
- - die Frequenz des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - ein zeitlicher Abstand zwischen einer positi ven Halbwelle (32) und einer negativen Halb welle (34) des Schweiß-Wechselstromes (Tot zeit) und/oder
- - die Kurvenform der positiven Halbwelle (32) und/oder der negativen Halbwelle (34) des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - die Amplitude der positiven Halbwelle (32) und/oder die Amplitude der negativen Halbwel le (34) des Schweiß-Wechselstromes und/oder
- - das Tastverhältnis des Schweiß-Wechselstromes
10. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Parameter des Schweißprozesses wenigstens
- - die Temperatur der Schweißelektroden (6, 8) und/oder
- - die Dicke der zu verschweißenden Werkstücke (24, 26) und/oder
- - die Kraft, mit der die Schweißelektroden (6, 8) die zu verschweißenden Werkstücke (24, 26) konktaktieren und/oder
- - den Abnutzungsgrad der Schweißelektroden (6, 8) und/oder
- - einen zu Beginn des Schweißprozesses zwischen den Schweißelektroden bestehenden elektri schen Widerstand der zu verschwei ßenden Werkstücke
11. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Steuermittel (20) wenigstens eine Kenn
größe des Schweiß-Wechselstromes in Abhängigkeit von
Parametern des Schweißprozesses derart einstellen oder
steuern oder regeln, daß sich an einer Kontaktebene
zwischen zu verschweißenden Werkstücken (24, 26) eine
Schweißlinse (36) bildet, die wenigstens zu dieser Kon
taktebene im wesentlichen symmetrisch ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch
eine mit den Steuermitteln (20) verbundene Eingabeein
richtung (30) zur externen Eingabe wenigstens eines
Parameters des Schweißprozesses.
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