DE19913212A1 - Spanneinrichtung für Zugmittel - Google Patents
Spanneinrichtung für ZugmittelInfo
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Abstract
Spanneinrichtung für Zugmittel wie Riemen und Ketten eines Zugmitteltriebs, mit einem ein Spannmittel, vorzugsweise Spannrolle (1), aufweisenden Spannhebel (2), der schwenkbar an einer Stellachse (3) gelagert ist, die zu ihrer Justierung in dem Zugmitteltrieb an einem gestellfesten Maschinenelement in einer mit Bezug auf den Zugmitteltrieb veränderbaren Lage lösbar befestigt ist, wobei Reibmittel (10, 11) vorgesehen sind, deren zwischen dem Maschinenelement (3) mittels eines Federelementes (9) einstellbar ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Spanneinrichtungen für Zugmittel wie Riemen
und Ketten eines Zugmitteltriebs. Derartige Spanneinrichtungen werden vor
zugsweise im Zugmitteltrieb von Brennkraftmaschinen eingesetzt.
Aus DE 42 23 323-A ist eine mechanische Spannvorrichtung für einen Ketten-
oder Riementrieb bekannt. Diese Spannvorrichtung ist mit einer auf einem Ar
beitsexzenter wälzgelagerten, durch eine Federkraft beaufschlagten Spannrolle
versehen, wobei der Arbeitsexzenter auf einem eine axiale Ausnehmung für
eine Befestigungsschraube aufweisenden, mittels eines Einstellexzenters ver
stellbaren Tragkörper gelagert und schwenkbar angeordnet ist. Der Arbeitsex
zenter dient als Spannarm, der die Spannrolle trägt und der gegen den Riemen
angefedert ist. Der Einstellexzenter dient als Stellachse, denn auf dieser Stel
lachse ist der Spannarm schwenkbar gelagert, wobei die Lage der Stellachse
in einer von dem Riementrieb aufgespannten Ebene eingestellt werden kann.
Der Tragkörper liegt unter der Spannkraft der Befestigungsschraube an einem
Gehäuse an. Dieses Gehäuse dient als gestellfestes Maschinenelement, an
dem der Einstellexzenter nach Abschluß der Montage festgehalten ist. Wäh
rend der Montage dieser bekannten Spannvorrichtung wird der Riemen auf die
Spannrolle aufgelegt, wonach der Einstellexzenter verdreht wird, so daß der
Riemen leicht vorgespannt wird. Ist die vorgesehene Position des Einstellex
zenters erreicht, wird dieser mittels der Befestigungsschraube festgesetzt. Bei
dieser bekannten Spannvorrichtung kann es nachteilig sein, daß der Ein
stellexzenter so lange festgehalten werden muß, bis die Befestigungsschraube
angezogen ist, um ein ungewolltes Verschwenken des Einstellexzenters aus
der eingestellten Position unter Einwirkung einer Trumkraft zu verhindern. Die
Justierung der Spannvorrichtung muß demzufolge beidhändig erfolgen, wobei
es schwierig sein kann, mit der einen Hand den Einstellexzenter festzuhalten
und mit der anderen Hand zugleich das Werkzeug zum Festsetzen des Ein
stellexzenters zu bedienen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Spanneinrichtung nach
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 anzugeben, bei der die
Montage vereinfacht ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Reibmittel vorges
hen sind, deren zwischen dem Maschinenelement und der Stellachse wirksame
Reibkraft zur Justierung der Stellachse mittels eines Federelementes einstell
bar ist. Die Stellachse und damit der Spannarm werden soweit gegen das
Zugmittel bewegt, bis die Spannung im Zugmittel spürbar ansteigt. Unter der
Kraft des eingespannten Federelementes werden infolge der Reibmittel Reib
kräfte zwischen dem gestellfesten Maschinenelement und der Stellachse über
tragen. Diese Reibkräfte sind so eingestellt, daß die Trumkräfte, die der nun
leicht vorgespannte Riemen auf die Spannrolle, und damit auch über den
Spannarm auf die Stellachse ausübt, kleiner sind als diese Reibkräfte. Die ein
gestellte Stellachse kann nach Erreichen ihrer vorgesehen Position demzufolge
losgelassen werden, ohne das ein ungewolltes Verschwenken aus dieser Posi
tion heraus erfolgt. Nun kann der Einstellexzenter festgesetzt werden, wobei
ein beidhändiges Arbeiten möglich ist.
Die Stellachse kann mit einer Bohrung versehen sein, durch die eine Schraube
hindurchgeführt und mit dem gestellfesten Maschinenelement verschraubt ist.
Wenn die Schraube fest angezogen wird, ist die Stellachse festgesetzt.
Vorzugsweise ist die Stellachse durch einen Einstellexzenter gebildet, durch
dessen Exzenterbohrung eine Schraube hindurchgeführt ist, die mit dem ge
stellfesten Maschinenelement verschraubt ist. Das gestellfeste Maschinenele
ment ist vorzugsweise durch einen Motorblock einer Verbrennungskraftmaschi
ne oder durch ein anderes gestellfestes Maschinenteil gebildet. Wenn die vor
gesehene Position des Einstellexzenters durch dessen Verschwenken um die
Schraube herum erreicht ist, kann die vorerst nur leicht angezogene Schraube
fest angezogen werden, wodurch der Einstellexzenter zwischen einem Schrau
benkopf der Schraube und dem gestellfesten Maschinenelement fest einge
spannt und drehfest ist.
Die Reibmittel können in besonders einfacher Weise durch Reibflächen gebil
det sein, wobei eine Reibfläche des gestellfesten Maschinenelementes in
Reibkontakt mit einer Reibfläche der Stellachse bzw. des Einstellexzenters
steht. Die Federkraft des Federelementes wird nun für die Justierung der Stel
lachse so eingestellt, daß die Reibkraft zwischen den Reibflächen größer ist
als die Trumkraft des Riemens, die die Stellachse bzw. den Einstellexzenter
aus seiner eingestellten Position herausdrücken will.
Das Federelement kann in besonders einfacher Weise durch eine Federschei
be gebildet sein, die zwischen dem Schraubenkopf der Schraube und der
Stellachse bzw. dem Einstellexzenter eingespannt ist. Einerseits ist diese Fe
derscheibe an dem Schraubenkopf abgestützt und andererseits drückt sie die
Stellachse bzw. den Einstellexzenter gegen das gestellfeste Maschinenele
ment, wobei die aneinander anliegenden Reibflächen die beschriebene Rei
bung erzeugen.
Die Stellachse ist vorzugsweise durch den Einstellexzenter gebildet, durch
dessen Exzenterbohrung die Schraube hindurchgeführt ist, die in das gestellfe
ste Maschinenelement hineingeschraubt ist. Die Federscheibe ist auf dem
Schraubenschaft angeordnet und wird nun durch leichtes Anziehen der
Schraube soweit eingespannt, bis die wirksame Federkraft die beschriebene
Reibkraft erzeugt hat. Während des Anziehens der Schraube wächst das An
zugsdrehmoment in dem Maße, wie die Federkraft der eingespannten Feder
scheibe zunimmt. Der Vorteil der Erfindung liegt nun darin, daß die Schraube
zügig für diese Voreinstellung angezogen werden kann. Ob die Schraube -
wenn bereits eine Federkraft der Federscheibe wirksam ist - einige Grad mehr
oder weniger verdreht wird, hat dabei keinen erheblichen Einfluß auf die wirk
same Federkraft der eingespannten Federscheibe. Beim bekannten Stand der
Technik hingegen sind keine derartigen Federn vorgesehen. Wird die Schrau
be angezogen, wächst die Reibkraft zwischen dem Einstellexzenter und dem
gestellfesten Teil steil an, wenn die Schraube auch nur um einige Grad fester
angezogen wird. Demzufolge ist es bei der bekannten Spannvorrichtung deut
lich schwieriger, eine Schraubenstellung zu finden, in der der Einstellexzenter
noch von Hand problemlos zu verschwenken wäre. Dem gegenüber ermöglicht
die vorliegende Erfindung für die Justierung eine deutliche Zeiteinsparung.
Nun kann der Einstellexzenter in seine vorgesehene Position verschwenkt
werden und anschließend losgelassen werden, ohne das etwa wirksame Trum
kräfte den Einstellexzenter aus seiner eingestellten Position herausschwenken.
Anschließend kann der Einstellexzenter durch Festziehen der Schraube fest
gesetzt werden, wobei die Reibkräfte derart ansteigen, daß ein ungewolltes
Verschwenken des Einstellexzenters auch unter Betriebsbedingungen ausge
schossen ist. Die Federscheibe kann dabei auf Blocklage zusammengedrückt
werden.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in insgesamt zwei Figuren dar
gestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Spanneinrichtung und
Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Spanneinrich
tung.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt die erfindungsgemäße Spanneinrichtung. Eine
Spannrolle 1 ist auf einem Arbeitsexzenter 2 drehbar gelagert. Der Arbeitsex
zenter 2 ist auf einem Einstellexzenter 3 schwenkbar angeordnet. Eine
Schraubendrehfeder 4 ist einerseits an einer Grundplatte 4 abgestützt und
greift andererseits an dem Arbeitsexzenter 2 an. Unter der Kraft der vorge
spannten Schraubendrehfeder 4 wird der Arbeitsexzenter 2 auf dem Einstellex
zenter 3 verschwenkt, wobei die Spannrolle 1 gegen einen nicht dargestellten
Riemen angefedert wird.
Der Einstellexzenter 3 weist eine Exzenterbohrung 6 auf, durch die eine
Schraube 7 hindurchgeführt ist, wobei die Schraube 7 mit einem nicht darge
stellten Motorblock einer Verbrennungskraftmaschine verschraubt ist. Zwischen
einem Schraubenkopf 8 der Schraube 7 und dem Einstellexzenter 3 ist eine
Federscheibe 9 angeordnet. Die Federscheibe 9 ist einerseits an dem Ein
stellexzenter 3 und andererseits an dem Schraubenkopf 8 abgestützt.
Nachstehend wird die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Spanneinrich
tung näher erläutert. Für die Voreinstellung der erfindungsgemäßen Spannein
richtung im Zugmitteltrieb bleiben zunächst der Einstellexzenter und der Ar
beitsexzenter 2 bei vorgespannter Schraubendrehfeder 4 miteinander arretiert,
so daß keine Relativdrehung zwischen den beiden Exzentern stattfinden kann.
Die Schraube 7 wird nun soweit angezogen, daß die Federscheibe 9 derart
eingespannt ist, daß eine Druckkraft zwischen dem Schraubenkopf 8 und dem
Einstellexzenter 3 ausgeübt wird. Diese Druckkraft wird durch den Einstellex
zenter 3 hindurchgeleitet und über dessen hier als Reibfläche 10 ausgebilde
ten Stirnfläche in den nicht dargestellten Motorblock eingeleitet, wobei die
Reibfläche 10 mit einer nur angedeuteten Reibfläche 11 des Motorblocks in
Reibkontakt steht. In dieser Ausgangssituation kann nun der Einstellexzenter
verschwenkt werden, wobei die Spannrolle 1 in Richtung auf ein Spannen des
Riemens bewegt wird. Ist die vorgesehene Position für den Einstellexzenter 3
erreicht, kann dieser losgelassen werden. Die zwischen den Reibflächen 10,
11 wirksame Reibkraft ist so groß, daß gegebenenfalls von außen einwirkende
Kräfte, beispielsweise Trumkräfte des anliegenden Riemens kein uner
wünschtes Verschwenken des Einstellexzenters 3 auf seiner eingestellten Po
sition zur Folge haben. Nun kann die Schraube 7 festgezogen werden, so daß
der Einstellexzenter 3 festgesetzt ist.
Die Federscheibe 9 kann dabei auf Block belastet werden. Derartige Feder
scheiben sind genormt und als Massenartikel sehr preiswert. Sollte für eine
erneute Voreinstellung der Spanneinrichtung ein Austauschen der Federschei
be 9 erforderlich werden, so geschieht dies in einfacher Weise derart, daß die
Schraube 7 aus dem Einstellexzenter 3 herausgezogen, die Federscheibe 9
von dem Schraubenschaft abgezogen und schließlich eine neue Federscheibe
aufgesetzt wird. Selbstverständlich sind andere Federn denkbar, beispielswei
se Schraubenfedern, Tellerfedern, Federringe etc.
1
Spannrolle
2
2
Arbeitsexzenter
3
3
Einstellexzenter
4
4
Schraubendrehfeder
5
5
Grundplatte
6
6
Exzenterbohrung
7
7
Schraube
8
8
Schraubenkopf
9
9
Federscheibe
10
10
Reibfläche
11
11
Reibfläche
Claims (6)
1. Spanneinrichtung für Zugmittel wie Riemen und Ketten eines Zugmittel
triebs, mit einem ein Spannmittel, vorzugsweise Spannrolle (1), aufweisen
den Spannhebel (Arbeitsexzenter 2), der schwenkbar an einer Stellachse
(Einstellexzenter 3) gelagert ist, die zu ihrer Justierung in dem Zugmittel
trieb an einem gestellfesten Maschinenelement in einer mit Bezug auf den
Zugmitteltrieb veränderbaren Lage lösbar befestigt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß Reibmittel (Stirnfläche 10, Stirnfläche 11) vorgesehen sind,
deren zwischen dem Maschinenelement und der Stellachse (Einstellexzen
ter 3) wirksame Reibkraft zur Justierung der Stellachse (Einstellexzenter 3)
mittels eines Federelementes (Federscheibe 9) einstellbar ist.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Stellachse (Einstellexzenter
3) eine Bohrung (Exzenterbohrung 6) aufweist, durch die eine Schraube (7)
hindurchgeführt ist, die in das gestellfeste Maschinenelement hineinge
schraubt ist.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 2, bei der die Stellachse durch einen
Einstellexzenter (3) gebildet ist, durch dessen Exzenterbohrung (6) eine
Schraube (7) hindurchgeführt ist, die in das gestellfeste Maschinenelement
hineingeschraubt ist.
4. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Reibmittel durch aneinander
angedrückte Reibflächen (10,11) des Maschinenelementes und des Ein
stellexzenters (3) gebildet sind.
5. Spanneinrichtung nach Anspruch 2, bei der zwischen einem Schraubenkopf
(8) der Schraube (7) und der Stellachse (Einstellexzenter 3) eine Druckfe
der, vorzugsweise Federscheibe (9) angeordnet ist.
6. Spanneinrichtung nach Anspruch 3, bei der der Spannhebel durch einen
Arbeitsexzenter (2) gebildet ist, der auf dem Einstellexzenter (3) schwenk
bar angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113212 DE19913212A1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Spanneinrichtung für Zugmittel |
| PCT/EP2000/001516 WO2000057084A1 (de) | 1999-03-24 | 2000-02-24 | Spanneinrichtung für zugmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113212 DE19913212A1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Spanneinrichtung für Zugmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19913212A1 true DE19913212A1 (de) | 2000-09-28 |
Family
ID=7902162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999113212 Withdrawn DE19913212A1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Spanneinrichtung für Zugmittel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19913212A1 (de) |
| WO (1) | WO2000057084A1 (de) |
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| WO2000057084A1 (de) | 2000-09-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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