DE19913204A1 - Aufgelagerte feste Fahrbahn mit Schwellenbefestigungsgliedern - Google Patents
Aufgelagerte feste Fahrbahn mit SchwellenbefestigungsgliedernInfo
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Abstract
Aufgelagerte feste Fahrbahn mit auf einer ebenen Betontragschicht aufliegenden, die Schienen tragenden Schwellen sowie mit Schwellenbefestigungsgliedern in Form von in der Betontragschicht verankerten Bolzen, die in vertikale Ausnehmungen der Schwellen eingreifen, wobei die Bolzen herausdrehbar in der Betontragschicht gehaltert sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine aufgelagerte feste Fahrbahn mit auf einer
ebenen Betontragschicht aufliegenden, die Schienen tragenden Schwellen, sowie
mit Schwellenbefestigungsgliedern in Form von in der Betontragschicht veranker
ten Bolzen, die in vertikale Ausnehmungen der Schwellen eingreifen.
Bei den bisher bekannten aufgelagerten festen Fahrbahnen ist dabei vorgesehen,
dass die Bolzen am unteren Ende fest in die Betontragschicht einbetoniert sind,
wobei je nachdem ob leichte oder schwere Schwellen verwendet werden, der Bol
zen einfach in der Ausnehmung der Schwelle steht oder ggf. ein zusätzlich fe
dernder Niederhalter vorgesehen ist, um bei leichten Schwellen ein Abheben nach
oben zu verhindern.
Diese bekannte Ausbildung mit fest einbetonierten Bolzen hat den Nachteil, dass
bei einem etwaigen notwenigen Auswechseln einer Schwelle der ganze Gleis
strang soweit angehoben werden muss bis die auszuwechselnde Schwelle ober
halb des oberen Bolzenendes liegt und somit dann nach Lösen der Schienenbe
festigungen auf der Seite herausgezogen werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine aufgelagerte feste Fahr
bahn der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass ein einfaches Aus
wechseln einzelner Schwellen möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Bolzen
herausdrehbar in der Betontragschicht gehaltert sind.
Neben der Möglichkeit in einer Ausnehmung der Betontragschicht eine Gewinde
mutter oder Gewindehülse fest zu verankern, in die der Bolzen hineingeschraubt
werden kann, kann dabei gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin
dung vorgesehen sein, dass die Bolzen mit einem Gewinde versehen sind, das
sich in einer eine erweiterte Aufnahmebohrung in der Betontragschicht ausfüllen
den Verankerungsvergussmasse abbildet.
Diese Ausbildung des Gegengewindes in einer Verankerungsvergussmasse hat
den großen Vorteil, dass sich beim neuen Versetzen der Bolzen in die vorhande
ne Verankerungsvergussmasse wieder eindrehen lässt ohne neues Material ver
wenden zu müssen.
Um bei einem etwaigen Austausch einer Schwelle den Bolzen einfacher wieder
herausdrehen zu können, kann dabei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen sein, dass der Gewindeabschnitt des Bolzens mit einem ein Verdre
hen in dem Gegengewinde der erhärteten Verankerungsvergussmasse erleich
ternden Trennmittel beschichtet ist.
Bei aufgelagerten festen Fahrbahnen, bei denen man ohne Niederhalter aus
kommen kann, soll gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung
die Ausbildung so getroffen sein, dass der Bolzen versenkt in der Ausnehmung
der Schwelle liegend am oberen Ende mit einem Außenprofil, insbesondere, einem
Außensechskant zum Ansetzen eines Schraubwerkzeugs versehen ist, wobei die
Ausnehmung in diesem Fall durch eine aufgesteckte Verschlußkappe abgedichtet
sein kann.
Bei leichten Schwellen soll dagegen der Bolzen einen die Schwellen überragen
den oberen Gewindeabschnitt für einen aufschraubbaren, vorzugsweise federn
den Niederhalter aufweisen. Bei dieser Ausbildung ist dann entweder oberhalb
oder unterhalb des Gewindeabschnitts für den Niederhalter das Außenprofil für
das Schraubwerkzeug zum Lösen des Bolzens angeordnet, wobei es je nach An
ordnung über oder unter dem Gewindeabschnitt kleiner oder größer als der
Schraubgewindequerschnitt ausgebildet ist.
Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, die Ausnehmung der
Schwelle mit einem größeren Durchmesser als der Bolzen auszubilden und da
zwischen eine Gleithülse einzuschieben. Durch eine solche Gleithülse wird ver
hindert, dass der Bolzen reibend an der Innenwand einer entsprechend engeren
Ausnehmung der Schwelle anliegt, wodurch die beim Überfahren der Schwellen
auftretenden Vibrationen und Bewegungen der Schwelle gegenüber dem Bolzen
die mit der Zeit zu stark belasten würden. Hierbei kann die Gleithülse fest einbe
toniert sein oder nachträglich auf der Baustelle montiert werden. Wird die Hülse
nachträglich eingesetzt, erfordert dies eine etwas andere Ausgestaltung des
Dorns als wenn die Hülse im Herstellungsprozess einbetoniert wird. Ebenso kann
die Hülse eingeklebt werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der
Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße aufgelagerte feste
Fahrbahn,
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt längs des Ausschnitts II in Fig. 1 im Be
reich des Schwellenverankerungs-Bolzens,
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt durch eine Ausführungsform
des Verankerungsbolzens mit einem federnden Niederhalter, und
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Fig. 2 durch eine abgewandelte Ausführungs
form bei nachträglich eingesetzter Gleithülse.
Auf der Frostschutzschicht 1 ist zunächst eine hydraulisch gebundene Tragschicht
2 und auf dieser eine Betontragschicht 3 angeordnet, auf der die Schwellen 5, die
in üblicherweise durch Sicherungsglieder 6 mit den Schwellenfüßen der Schiene 4
verbunden sind, frei aufgelagert sind. Die Auflagerung erfolgt im gezeigten Aus
führungsbeispiel über eine den mittleren Schwellenbereich mit einem Veranke
rungsbolzen 7 freilassenden Auflagermatte 8, beispielsweise einer Sylomermatte
mit einer Dicke von ca. 12 mm.
Erfindungsgemäß ist der an sich bekannte Verankerungsbolzen 7, der vor allem
das seitliche Wegdrücken der Schwellen parallel zur Auflagerungsebene auf der
Betontragschicht 3 verhindern soll, so ausgebildet, dass er aus der Betontrag
schicht 3 wieder herausschraubbar ist, also nicht wie bei den bisherigen Ausfüh
rungsformen fest in dieser einbetoniert ist. Zu diesem Zweck wird ein Spezialmör
tel oder -kleber, beispielsweise ein Verbundmörtel, verwendet, der in eine gegen
über dem Gewindeabschnitt 9 erweiterte Bohrung 10 der Betontragschicht einge
bracht ist und in dem sich beim Erhärten des Mörtels ein zum Gewindeabschnitt 9
komplementäres Gegengewinde ausbildet, welches das angesprochene Wieder
herausschrauben des Bolzens 7 ermöglicht. Dieser ist dabei, wie man insbeson
dere in Fig. 2 erkennen kann, so ausgebildet, dass er versenkt in der Ausneh
mung 11 der Schwelle 5 angeordnet ist, wobei das obere Ende mit einem Außen
profil 12, vorzugsweise einem Außensechskant, versehen ist. Die Ausnehmung 11
der Schwelle 5 ist durch eine eingesteckte Verschlusskappe 13 verschließbar.
Zwischen die Innenfläche 14 der Ausnehmung 11 der Betonschwelle, die ja zum
Aufsetzen eines Schraubwerkzeugs auf das Außenprofil 12 sowieso mit einem
größeren Durchmesser ausgebildet sein muss als der Bolzen 7, und dem Bolzen
7 ist eine vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Gleithülse 21 eingeschoben,
die erhöhte Gleitfähigkeit bei Vibrationen ergibt. Die Schwelle kann somit diesen
Vibrationsbewegungen mehr oder weniger reibungsfrei folgen und liegt nicht mit
hoher Reibkraft am Bolzen an, der hierdurch mit der Zeit außerordentlich stark
belastet würde, so dass Beschädigungen praktisch unvermeidbar wären. Die Er
weiterung der Bohrung 10 in der Betontragschicht 3 gegenüber dem Gewindeab
schnitt 9, d. h. die Dicke der sich ergebenden Verankerungsvergussmasse 15
kann zweckentsprechend gewählt werden, um Versatztoleranzen der Bohrung 10
gegenüber der Achse der Ausnehmung 11 der Schwellen selbsttätig auszuglei
chen. Das sich selbsttätig ausbildende Gewinde in der Verankerungsverguss
masse ist dann eben zum Ausgleich etwas aus der Mittelachse der Bohrung 10
versetzt angeordnet.
Die Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei der anstelle einer
schwimmenden Lagerung, wie bei der Anordnung nach den Fig. 1 und 2, eine
Niederhalterung durch Federkraft vorgesehen ist. Zu diesem Zweck ist auf das
obere Gewindeende 16 des Bolzens 7, der über die Schwelle 5 nach oben über
steht, eine Mutter 17 mit einer Druckfeder 18 aufgebracht, die wiederum eine Un
terlegscheibe 19 auf die Oberfläche 20 der Schwelle 5 drückt. Bei dieser Ausbil
dung ist entweder oberhalb des Gewindeabschnitts 16 für die Mutter 17 oder dar
unter das Außenprofil zum Ansetzen eines Schraubwerkzeugs angeordnet. Im
ersteren Fall ist das Außenprofil so ausgebildet, dass es innerhalb des Umfangs
des Gewindeabschnitts liegt. Im letzteren Fall ist es entsprechend dicker ausge
bildet, so dass der Gewindeabschnitt dem Außenprofil eingeschrieben ist.
In Fig. 4 ist ein Schnitt gemäß Fig. 2 durch eine etwas abgewandelte Ausfüh
rungsform dargestellt. Dabei wird die Gleithülse 21 erst nachträglich eingesetzt.
Dies erfordert dann eine etwas abgewandelte Ausgestaltung des Dorns gegen
über der Variante, bei der die Gleithülse 21 einbetoniert wird. Bei der Anordnung
nach Fig. 4 ist der Bolzen 7 oben dicker ausgebildet mit entsprechender Erweite
rung des Bohrlochs in der Schwelle, so dass er besser durch dieses Loch hin
durch in die Betontragschicht gebohrt werden kann.
Claims (7)
1. Aufgelagerte feste Fahrbahn mit auf einer ebenen Betontragschicht auflie
genden, die Schienen tragenden Schwellen, sowie mit Schwellenbefesti
gungsgliedern in Form von in der Betontragschicht verankerten Bolzen, die
in vertikale Ausnehmungen der Schwellen eingreifen, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Bolzen (7) herausdrehbar in der Betontragschicht (3)
gehaltert sind.
2. Aufgelagerte feste Fahrbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bolzen (7) mit einem Gewindeabschnitt (9) versehen sind, der sich
in einer eine erweiterte Aufnahmebohrung (10) in der Betontragschicht (3)
ausfüllenden Verankerungsvergussmasse (15) abbildet.
3. Aufgelagerte feste Fahrbahn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gewindeabschnitt (9) des Bolzens (7) mit einem ein Verdrehen in
dem Gegengewinde der erhärteten Verankerungsvergussmasse (15) er
leichternden Trennmittel beschichtet ist.
4. Aufgelagerte feste Fahrbahn mit schweren Schwellen nach einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (7) versenkt in
der Ausnehmung (11) der Schwelle (5) liegend am oberen Ende mit einem
Außenprofil (12), insbesondere einem Außensechskant, zum Ansetzen ei
nes Schraubenwerkzeugs versehen ist.
5. Aufgelagerte feste Fahrbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen (11) durch Verschlusskappen (13) abgedichtet
sind.
6. Aufgelagerte feste Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Bolzen (7) die Schwellen (5) überragende Ge
windeabschnitte (16) für aufschraubbare, vorzugsweise federnde Nieder
halter aufweisen.
7. Aufgelagerte feste Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11) der Schwelle 5 einen größeren
Durchmesser als der Bolzen (7) aufweist und dass dazwischen eine Gleit
hülse (21) eingeschoben ist.
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