DE19913912A1 - Meß- und/oder Positioniervorrichtung - Google Patents
Meß- und/oder PositioniervorrichtungInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung (1) zum Messen der Position und/oder zum Positionieren eines ersten Maschinenteils (2) gegenüber einem zweiten Maschinenteil (3) im Raum weist ein erstes, ein zweites und ein drittes lineares Positionierelement (6 bis 8) jeweils mit einer Hauptrichtung auf, die mit jeweils einem Ende frei schwenkbar an dem zweiten Maschinenteil (3) gelagert sind und deren andere Enden in einem Knoten (9) zusammenlaufen. Dabei ist die Position des Knotens (9) im Raum durch die linearen Längen (10 bis 12) des ersten, des zweiten und des dritten Positionierelements (6 bis 8) zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung definiert. Weiterhin ist ein viertes eine Hauptrichtung aufweisendes lineares Positionierelement (13) vorgesehen, das sich mit einem Ende von dem Knoten (9) aus bis zu dem ersten Maschinenteil (2) an seinem anderen, freien Ende erstreckt und dessen Hauptrichtung in einer festen Winkelbeziehung zu der Hauptrichtung des ersten Positionierelements (6) steht, wobei die linearen Längen (10/14, 11, 12) des ersten und/oder des vierten sowie des zweiten und des dritten Positionierelements (6/13, 7, 8) zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung reproduzierbar veränderlich sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Messen der
Position eines ersten Maschinenteils gegenüber einem zweiten
Maschinenteil im Raum. Gleichzeitig bezieht sich die Erfindung
auf eine Vorrichtung zum Positionieren eines ersten Maschinen
teils gegenüber einem zweiten Maschinenteil im Raum.
Dabei kann bei der Vorrichtung zum Messen der Position des
ersten Maschinenteil gegenüber dem zweiten Maschinenteil das
erste Maschinenteil gegenüber dem zweiten Maschinenteil passiv
aber auch aktiv bewegt werden. Im letzteren Fall ist gleichzei
tig eine Vorrichtung zum Messen der Position und zum Positionie
ren eines ersten Maschinenteils gegenüber einem zweiten Maschi
nenteil gegeben. Dasselbe gilt, wenn bei einer Vorrichtung zum
Positionieren des ersten Maschinenteils gegenüber dem zweiten
Maschinenteil gleichzeitig die Position des ersten Maschinen
teils gegenüber dem zweiten Maschinenteil gemessen wird.
Es ist allgemein bekannt, daß die Position eines ersten
Maschinenteils gegenüber einem zweiten Maschinenteil dadurch
bestimmt werden kann, daß der Abstand der beiden Maschinenteile
von drei ihrerseits untereinander beabstandeten und nicht auf
einer Geraden liegenden Punkten an dem zweiten Maschinenteil aus
bestimmt wird. Aus der Relativlage dieser drei Punkte mit den
zugehörigen Abständen ist die Position des ersten Maschinenteils
gegenüber dem zweiten Maschinenteil eindeutig ermittelbar, was
seine Ortskoordinaten anbelangt. Wenn die drei Abstände durch
drei längenveränderliche Positionierelemente bestimmt werden,
die in den drei Punkten an dem zweiten Maschinenteil gelagert
sind, müssen alle drei Positionierelemente den vollen Abstand
zwischen den beiden Maschinenteilen überbrücken. Gleichzeitig
muß dieser Abstand frei von Hindernissen sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Prinzip
der Definition der Ortskoordinaten eines ersten Maschinenteils
gegenüber einem zweiten Maschinenteil durch drei Abstände
zwischen den beiden Maschinenteilen so weiterzuentwickeln, daß
es für eine Vorrichtung zum Messen der Position und/oder zum
Positionieren eines ersten Maschinenteils gegenüber einem zwei
ten Maschinenteil im Raum besser geeignet ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum
Messen der Position und/oder zum Positionieren eines ersten
Maschinenteils gegenüber einem zweiten Maschinenteil im Raum
gelöst, bei der ein erstes, ein zweites und ein drittes jeweils
eine Hauptrichtung aufweisendes lineares Positionierelement
vorgesehen sind, die mit jeweils einem Ende frei verschwenkbar
und untereinander beabstandet an dem zweiten Maschinenteil
gelagert sind und deren andere Enden in einem Knoten zusammen
laufen, wobei die Position des Knotens im Raum durch die lineare
Länge des ersten, des zweiten und des dritten Positionier
elements zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen
Hauptrichtung definiert ist, und bei der ein viertes eine Haupt
richtung aufweisendes lineares Positionierelement vorgesehen
ist, das sich mit einem Ende von dem Knoten aus bis zu dem
ersten Maschinenteil an seinem anderen, freien Ende erstreckt
und dessen Hauptrichtung in einer festen Winkelbeziehung zu der
Hauptrichtung des ersten Positionierelements steht, wobei die
lineare Länge des ersten und/oder des vierten sowie des zweiten
und des dritten Positionierelements zwischen seinen jeweiligen
Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung reproduzierbar verän
derlich sind.
Bei der Erfindung wird für die Definition der Ortskoordinaten
des Knotens gegenüber dem zweiten Maschinenteil auf das oben
beschriebene Grundkonzept zurückgegriffen. Von dem Knoten aus
erstreckt sich bis zu dem ersten Maschinenteil dann aber nur
noch das vierte Positionierelement. Entsprechend ist der für die
Messung bzw. Positionierung erforderliche Freiraum zwischen den
beiden Maschinenteilen deutlich reduziert. Dies gilt insbeson
dere dann, wenn die Länge des vierten Positionierelements
mindestens von der Größenordnung der Länge der anderen Positio
nierelemente oder gar deutliche größer ist. Die Variablen der
neuen Vorrichtung sind wie bei dem von ihr weiterentwickelten
Grundprinzip zumindest drei Abstände, die den Längen des ersten,
des zweiten und des dritten Positionierelements bei fester Länge
des vierten Positionierelements oder den Längen des zweiten, des
dritten und des vierten Positionierelements bei fester Länge des
ersten Positionierelements entsprechen. Es können auch vier
Abstände variabel gehalten werden, wobei dann sowohl die Länge
des vierten als auch des ersten Positionierelements veränderlich
ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine bevorzugte
Ausführungsform der neuen Positioniervorrichtung, weil sich ihr
Aufwand hierdurch erhöht.
Für die veränderlichen Längen des ersten und/oder des vierten
sowie des zweiten und des dritten Positionierelements können
Wegsensoren und/oder Linearantriebe vorgesehen sein. So können
die einen Enden der jeweiligen Positionierelemente mit dem
Stator und die anderen Enden der jeweiligen Positionierelemente
mit dem Läufer eines Linearelektromotors verbunden sein, der
umgekehrt auch als Wegsensor nutzbar ist. Ebenso sind andere
Wegsensoren und Linearantriebe, zu denen auch Gewindetriebe
zählen, im Bereich der längenveränderlichen Positionierelemente
einsetzbar.
Die Hauptrichtungen des ersten und des zweiten Positionier
elements können zusammenfallen. In diesem Fall sind die Orts
koordinaten des ersten Maschinenteils an dem freien Ende des
vierten Positionierelements unabhängig von der jeweiligen
Drehstellung des ersten und des vierten Positionierelements um
die gemeinsame Hauptrichtung. Bei einer freien Verdrehbarkeit
des ersten und/oder des zweiten Positionierelements in aber auch
in diesem Fall die Winkellage des ersten Maschinenteils gegen
über dem zweiten Maschinenteil nicht festgelegt.
In allen Fällen, in denen die Hauptrichtungen des ersten und des
vierten Positionierelements nicht zusammenfallen, ist es
sinnvoll, daß das erste Positionierelement gegenüber Ver
drehungen um seine Hauptrichtung relativ zu dem zweiten
Maschinenteil gesperrt ist. Wenn das erste Positionierelement um
seine Hauptrichtung relativ zu dem zweiten Maschinenteil
verdrehbar ist, sollte in dem Fall, daß die Hauptrichtungen des
ersten und des vierten Positionierelements nicht zusammenfallen,
aber zumindest zwischen dem zweiten Maschinenteil und dem ersten
Positionierelement ein Winkelmesser und/oder ein Drehantrieb
vorgesehen sein, damit die Drehstellung des ersten Positionier
elements gegenüber dem zweiten Maschinenteil reproduzierbar ist.
Wenn das vierte Positionierelement um seine Hauptrichtung
relativ zu dem ersten Positionierelement verdrehbar ist, kann
zwischen dem ersten und dem vierten Positionierelement ebenfalls
ein Winkelmesser und/oder ein Drehantrieb vorgesehen sein, damit
die Winkellage des ersten Maschinenteils reproduzierbar ist.
Wenn das erste Maschinenteil aber beispielsweise eine Meßspitze
ist, bei der nur der Ort aber nicht die Winkellage interessiert,
kann das vierte Positionierelement beispielsweise auch frei um
seine Hauptrichtung verdrehbar sein, wobei es vor seinem freien
Ende eine Abkröpfung gegenüber seiner Hauptrichtung aufweisen
kann, damit interessierende Meßpunkte auch dann anfahrbar sind,
wenn sich in einer direkten Linie zwischen dem Meßpunkt und dem
Knoten, in dem das erste, das zweite und das dritte Positionier
element zusammenlaufen, ein Hindernis befindet.
Wenn das erste Maschinenteil um eine Schwenkachse verschwenkbar
an dem freien Ende des vierten Positionierelements gelagert ist,
wobei die Schwenkachse senkrecht zu der Hauptrichtung des
vierten Positionierelements verläuft und wobei zwischen dem
vierten Positionierelement und dem ersten Maschinenteil ein
Winkelmesser und/oder ein Drehantrieb vorgesehen ist, kann
zumindest ein drehsymmetrisches erstes Maschinenteil nicht nur
bezüglich seiner Ortskoordinaten, sonder auch bezüglich seiner
Ausrichtung, d. h. bezüglich seiner Raumwinkel vollständig
definiert werden. Mit anderen Worten kann beispielsweise die
Lage einer beliebigen Achse im Raum gemessen oder ein rotie
rendes Werkzeug beliebig gegenüber einem Werkstück positioniert
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 bis 5 verschiedene Ausführungsformen der neuen
Vorrichtung und
Fig. 6 und 7 zwei Ausführungsformen eines längenveränder
lichen Positionierelements für die neue
Vorrichtung.
Wenn im Zusammenhang mit einer der nachstehend beschriebenen
Vorrichtungen ausgeführt wird, daß diese zum passiven Bestimmen
der Position des ersten Maschinenteils gegenüber dem zweiten
Maschinenteil geeignet ist, so ist diese Vorrichtung immer auch
umkehrbar, so daß sie zum aktiven Positionieren eines ersten
Maschinenteils gegenüber einem zweiten Maschinenteil dient und
umgekehrt. Darüberhinaus kann jede der Vorrichtungen grund
sätzlich auch zum gleichzeitigen aktiven Positionieren eines
ersten Maschinenteils bei der Messung dessen Position oder zum
Messen der Position des ersten Maschinenteils bei dessen aktiven
Positionierung genutzt werden.
In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung 1
wiedergegeben, die die Ortskoordinaten eines ersten Maschinen
teils 2 gegenüber einem zweiten Maschinenteil 3 vollständig
definiert. Das erste Maschinenteil 2 ist dabei eine Meßspitze 4.
An dem zweiten Maschinenteil 3 sind an untereinander beabstande
ten Punkten 5 drei Positionierelemente 6, 7 und 8 mit jeweils
einem Ende frei verschwenkbar gelagert. Die jeweils anderen
Enden der Positionierelemente 6 bis 8 laufen in einem Knoten 9
zusammen. Die Ortskoordinaten des Knotens 9 werden durch die
Längen 10, 11 und 12 der Positionierelemente 6, 7 und 8 voll
ständig definiert. Von dem Knoten 9 aus erstreckt sich ein
viertes Positionierelement 13, an dessen freien Ende die
Meßspitze 4, d. h. das erste Maschinenteil 2 angeordnet ist.
Durch die Länge 14 des vierten Positionierelements 13 und durch
eine feste Winkelbeziehung des Positionierelements 13 zu dem
Positionierelement 6 sind auch die Ortskoordinaten der Meßspitze
4 vollständig festgelegt. Bei der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1
bedeutet die feste Winkelbeziehung zwischen den Positionierele
menten 6 und 13, daß ihre beiden Hauptrichtungen zwischen dem
Punkt 5 und dem Knoten 9 einerseits und dem Knoten 9 und der
Meßspitze 4 andererseits übereinstimmen. Weiterhin ist gemäß
Fig. 1 die Länge 14 des vierten Positionierelements 13 ungefähr
genau so groß wie die Länge 10 des Positionierelements 6.
Allerdings ist zumindest eines der Positionierelemente 6 und 13
ebenso wie jedes der Positionierelemente 7 und 8 längenveränder
lich, um mit der Meßspitze 4 jeden Ort innerhalb eines Raums
anfahren zu können. Vorzugsweise sind nicht beide Positionier
elemente 6 und 13 längenveränderlich, sondern nur eines von
beiden. Das Besondere an der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 ist,
daß zu der Meßspitze 4 nur das Positionierelement 13 führt,
während zu dem Knoten 9 die Positionierelemente 6 bis 8 aus drei
verschiedenen Raumrichtungen heranreichen. Das heißt, die Meß
spitze 4 kann an Orte herangeführt werden, die für den Knoten 9
durch irgendwelche Hindernisse unzugänglich sind. Bei einer als
reine Vorrichtung zum Messen der Ortskoordinaten der Meßspitze
4 ausgebildeten Vorrichtung 1 können die Längen 10 bzw. 14 sowie
11 und 12 durch Wegsensoren an den längenveränderlichen Positio
nierelementen 6 bzw. 13 sowie 7 und 8 aufgenommen werden. Die
Signale dieser hier nicht separat dargestellten Wegsensoren
werden einer hier ebenfalls nicht dargestellten Auswerteeinheit
zugeführt, die hieraus die Ortskoordinaten der Meßspitze 4
berechnet. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die
Punkte 5, an denen die drei Positionierelemente 6 bis 8 an dem
zweiten Maschinenteil gelagert sind, nicht auf einer Geraden
angeordnet sein dürfen, um die eindeutige Bestimmung der
Ortskoordinaten der Meßspitze 4 zu ermöglichen.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von derjeni
gen gemäß Fig. 1 dadurch, daß die Hauptrichtung des vierten
Positionierelements 13 zwischen seinen beiden Enden nicht mit
der Hauptrichtung des ersten Positionierelements 6, mit dem es
in einer festen Winkelbeziehung steht, zusammenfällt. Vielmehr
liegt zwischen diesen beiden Positionierelementen 13 und 16 ein
fester Winkel 15 ungleich 180° vor. Um dabei aus drei Längen,
die in Fig. 2 zwecks Übersichtlichkeit der Darstellung nicht
dargestellt sind, die Ortskoordinaten der Meßspitze 4 eindeutig
bestimmen zu können, ist das erste Positionierelement 6 gegen
über Verdrehungen um seine Hauptrichtung in Richtung eines
Drehpfeils 16 blockiert. Diese Blockade kann auch verschiedene
Weisen erreicht werden. Beispielsweise durch eine kardanische
Aufhängung des Positionierelements 6 in dem Punkt 5, die nur ein
Verschwenken des Positionierelements um zu seiner Hauptrichtung
senkrechte Achsen zuläßt, oder durch eine Einschränkung des
Rotationsfreiheitsgrads des Positionierelements 6 um seine
Hauptrichtung im Sinne des Drehpfeils 16 im Bereich des Knotens
9. Eine solche Beschränkung kann beispielsweise dadurch bewirkt
werden, daß eines der Positionierelemente 7 und 8 nur um eine
Schwenkachse verschwenkbar an dem Knoten 9 gelagert ist. Für die
eindeutige Bestimmbarkeit der Ortskoordinaten der Meßspitze 4
aufgrund von drei Längenmessungen bei der Vorrichtung 1 gemäß
Fig. 2 kommt es nicht darauf an, daß überhaupt keine Dreh
bewegung des Positionierelements 6 in Richtung des Drehpfeils 16
erfolgt. Vielmehr ist es ausreichend, wenn jedem von der Meß
spitze 4 erreichbarem Raumpunkt nur eine ganz bestimmte Drehlage
des Positionierelements 6 um seine Hauptrichtung zugeordnet ist.
Bei einer freien Verdrehbarkeit des Positionierelements 6 in
Richtung des Drehpfeils 16 kann bei einer Vorrichtung 1 gemäß
Fig. 2 die Raumlage der Meßspitze 4 nur noch dann ermittelt
werden, wenn zusätzlich zu den drei oder vier aufgenommenen
Längen die Drehlage des Positionierelements 6 um seine Haupt
richtung erfaßt und ausgewertet wird.
Bei der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 3 fallen die Hauptrichtungen
des ersten Positionierelements 6 und des vierten Positionier
elements 13 wieder zusammen. Hier ist eine Abweichung gegenüber
Fig. 1 dahingehend gegeben, daß das vierte Positionierelement
13 eine Abkröpfung 18 gegenüber seiner Hauptrichtung aufweist.
Die Meßspitze 4 am freien Ende des Positionierelements 13 liegt
aber wieder auf dieser Hauptrichtung. Dabei ist die Abkröpfung
18 in Richtung eines Drehpfeils 17 um die Hauptrichtung des
Positionierelements 13 verdrehbar, um mit der Meßspitze 4 auch
solche Meßpunkte erreichen zu können, zwischen denen und dem
Knoten 9 in gerader Linie ein Hindernis liegt. Die Verschwenk
barkeit in Richtung des Drehpfeils 17 muß nicht auf die Abkröp
fung 18 beschränkt sein. Vielmehr kann das gesamte Positionier
element 13 gegenüber dem ersten Positionierelement 6 um seine
Hauptrichtung verschwenkbar sein. Es ist auch möglich, daß beide
Positionierelemente 6 und 13 starr miteinander verbunden sind,
wobei nur eine synchrone Verschwenkung der Positionierelemente
13 und 6 in Richtung der Drehpfeile 17 und 16 möglich ist. Dies
setzt natürlich voraus, daß die Lagerung des Positionierelements
6 in den Punkt 5 diese Drehbewegung zuläßt. Den Ort der Meß
spitze ändert die Drehbewegung der Abkröpfung 18 und eventuell
weiterer Teile um die Hauptrichtung des vierten Positionier
elements 13 nicht.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 4 sind für
die Positionierelemente 6 bis 7 Linearantriebe 19 wiedergegeben,
mit denen die Längen 10 bis 12 veränderlich sind. Die Länge 14
des Positionierelements 13 ist fest, und sie ist hier deutlich
größer als die Längen 10 bis 12. Für das Positionierelement 13,
dessen Hauptrichtung mit der Hauptrichtung des ersten Positio
nierelements 6 hier immer zusammenfällt, ist ein Drehantrieb 20
vorgesehen, mit dem eine Verdrehung in Richtung des Drehpfeils
17 erreichbar ist. Hierdurch wird das erste Bauteil 2 am freien
Ende des Positionierelements 13 im Raum verdreht, das hier mit
einem Drehantrieb 21 um eine Schwenkachse 22 verschwenkbar an
dem Positionierelement 13 gelagert ist. Die Schwenkachse 22
verläuft senkrecht zu der Hauptrichtung des Positionierelements
13, so daß sich ihre Raumlage mit jeder Verdrehung des Positio
nierelements 13 in Richtung des Drehpfeils 17 verändert. Durch
die Verschwenkbarkeit des ersten Maschinenteils 2 um die
Schwenkachse 22 mit dem Drehantrieb 21 und durch die Verdreh
barkeit des vierten Positionierelements 13 in Richtung des
Drehpfeils 17 mit dem Drehantrieb 20 kann ein Kopf 23 des ersten
Maschinenteils in jeder gewünschten Richtung an ein Werkstück
herangefahren werden. Wenn es sich bei dem Kopf 23 beispiels
weise um die Austrittsdüse einer Farbsprühpistole handelt, kann
diese Düse in einer beliebigen Richtung auf eine zu lackierende
Oberfläche gerichtet werden.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 5 handelt
es sich um eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß Fig. 4.
Die Abwandlung besteht darin, daß die Länge 10 des ersten
Positionierelements 6 festgehalten ist, während die Länge 14 des
Positionierelements 13 verstellbar ist. Dabei ist der zugehörige
Linearantrieb 19 innerhalb des hier rohrförmig ausgebildeten und
als Linearführung für das Positionierelement 13 dienenden
Positionierelement 6 vorgesehen. Ebenso ist dort auch der
Drehantrieb 20 für das Positionierelement 13 angeordnet. Die
Anordnung der Antriebe 19 und 20 nahe dem Punkt 5 der Lagerung
für das erste Positionierelement 6 führt zu geringeren
Trägheitsmomenten der Vorrichtung 1 gegenüber Lageveränderungen
des ersten Maschinenteils 2 gegenüber dem zweiten Maschinenteil
3. Die Versteifung des ersten Positionierelements 6 gegenüber
Verdrehungen um seine Hauptrichtung ist hier nicht durch eine
spezielle Lagerung des ersten Positionierelements 6 gegenüber
dem zweiten Maschinenteil 3 erreicht. Vielmehr ist für das
zweite Positionierelement 7 an dem Knoten 9 eine Lagerung 24
ausgebildet, die ein Verschwenken des Positionierelements 7
gegenüber dem Positionierelement 6 nur um einzige Schwenkachse
25 erlaubt. Durch die Lagerung 24 wird zugleich ausgeglichen,
daß die von dem zweiten Maschinenteil 3 abgewandten Enden der
Positionierelemente 6 bis 8 nicht in einem Raumpunkt zusammen
fallen, sondern typischerweise zwei Verbindungspunkte zwischen
dem ersten und dem zweiten Positionierelement einerseits und dem
ersten und dem dritte Positionierelement andererseits vorgesehen
sind, wodurch zunächst die Eineindeutigkeit der Bestimmung der
Ortskoordinaten des ersten Maschinenteils 2 gegenüber dem
zweiten Maschinenteil 3 nicht gegeben ist. Durch die spezielle
Lagerung 24 des zweiten Positionierelements 7 an dem ersten
Positionierelement 6 wird diese Eineindeutigkeit wieder herge
stellt.
Fig. 6 skizziert eine spezielle Ausführungsform eines Positio
nierelements, das als Positionierelement 6, 7 oder 8 bei der
Vorrichtung 1 gemäß den Fig. 1 bis 5 zur Anwendung kommen
kann. Das Positionierelement gemäß Fig. 6 weist zwei Hebelarme
26 und 27 auf, die über ein Hebelgelenk 28 miteinander verbunden
sind. Andererseits ist der Hebelarm 26 in dem Punkt 5 gelagert
und reicht der Hebelarm 27 an den Knoten 9 heran. Der Linear
antrieb 19 für das Positionierelement gemäß Fig. 6 greift
zwischen den beiden Hebelarmen 26 und 27 mit Abstand zu dem
Punkt 5 und dem Knoten neu an. Dies gibt eine Wegübersetzung für
den Weg des Linearantriebs 19 bezüglich des Abstands zwischen
dem Punkt 5 und dem Knoten 9, die nach dem Strahlensatz zu
berechnen ist. Der Linearantrieb 19 kann nur zu einem Ausein
anderdrücken der Hebelarme 26 und 27 vorgesehen sein. Das
Wiederzusammendrücken der Hebelarme 26 und 27 erfolgt dann durch
eine Zugfeder 29, die hier zwischen dem Punkt 5 und dem Knoten
9 angeordnet ist. Die Zugfeder 29 sorgt auch für eine Spielfrei
heit des Positionierelements gemäß Fig. 6.
Fig. 7 skizziert ein weiteres Positionierelement 6, 7 oder 8
mit einer Wegübersetzung für den dort vorgesehenen Linearantrieb
19. Hier wird die Wegübersetzung durch Scherenarme 30 bis 32
bewirkt. Ein Paar von Scherenarmen 30 ist in dem Punkt 5 gela
gert. An den freien Enden der Scherenarme 30 ist ein weiteres
Paar von Scherenarmen 31 in X-Anordnung gelagert. An den freien
Enden der Scherenarme 31 sind wiederum zwei Scherenarme 32
gelagert, die in dem Knoten 9 zusammenlaufen. Dabei greift
zwischen dem Punkt 5 und dem Kreuzungspunkt der Scherenarme 31
der Linearantrieb 19 an, dessen Weg hier um einen Faktor 2 durch
die Scherenarme 30 bis 32 vergrößert wird. Die Zugfeder 29 ist
hier zwischen den Verbindungsgelenken zwischen den Scherenarmen
31 und 32 aufgehängt.
1
Vorrichtung
2
erstes Maschinenteil
3
zweites Maschinenteil
4
Meßspitze
5
Punkt
6
erstes Positionierelement
7
zweites Positionierelement
8
drittes Positionierelement
9
Knoten
10
Länge
11
Länge
12
Länge
13
viertes Positionierelement
14
Länge
15
Winkel
16
Drehpfeil
17
Drehpfeil
18
Abkröpfung
19
Linearantrieb
20
Drehantrieb
21
Drehantrieb
22
Schwenkachse
23
Kopf
24
Lagerung
25
Schwenkachse
26
Hebelarm
27
Hebelarm
28
Hebelgelenk
29
Zugfeder
30
Scherenarm
31
Scherenarm
32
Scherenarm
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Messen der Position und/oder zum Positio
nieren eines ersten Maschinenteils gegenüber einem zweiten
Maschinenteil im Raum,
mit einem ersten linearen Positionierelement (6), einem zweiten linearen Positionierelement (7) und einem dritten linearen Positionierelement (8),
die jeweils eine Hauptrichtung aufweisen,
die mit jeweils einem Ende frei schwenkbar und untereinander beabstandet an dem zweiten Maschinenteil (3) gelagert sind und
deren andere Enden in einem Knoten (9) zusammenlaufen, wobei die Position des Knotens (9) im Raum durch die linearen Längen (10 bis 12) des ersten, des zweiten und des dritten Positionierelements zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung definiert ist, und
mit einem vierten eine Hauptrichtung aufweisenden linearen Positionierelement (13),
das sich mit einem Ende von dem Knoten (9) aus bis zu dem ersten Maschinenteil (2) an seinem anderen, freien Ende erstreckt und
dessen Hauptrichtung in einer festen Winkelbeziehung zu der Hauptrichtung des ersten Positionierelements (6) steht,
wobei die linearen Längen (10/14, 11, 12) des ersten und/oder des vierten sowie des zweiten und des dritten Positionierelements (6/13, 7, 8) zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung reproduzierbar veränderlich sind.
mit einem ersten linearen Positionierelement (6), einem zweiten linearen Positionierelement (7) und einem dritten linearen Positionierelement (8),
die jeweils eine Hauptrichtung aufweisen,
die mit jeweils einem Ende frei schwenkbar und untereinander beabstandet an dem zweiten Maschinenteil (3) gelagert sind und
deren andere Enden in einem Knoten (9) zusammenlaufen, wobei die Position des Knotens (9) im Raum durch die linearen Längen (10 bis 12) des ersten, des zweiten und des dritten Positionierelements zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung definiert ist, und
mit einem vierten eine Hauptrichtung aufweisenden linearen Positionierelement (13),
das sich mit einem Ende von dem Knoten (9) aus bis zu dem ersten Maschinenteil (2) an seinem anderen, freien Ende erstreckt und
dessen Hauptrichtung in einer festen Winkelbeziehung zu der Hauptrichtung des ersten Positionierelements (6) steht,
wobei die linearen Längen (10/14, 11, 12) des ersten und/oder des vierten sowie des zweiten und des dritten Positionierelements (6/13, 7, 8) zwischen seinen jeweiligen Enden in seiner jeweiligen Hauptrichtung reproduzierbar veränderlich sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die für die veränderlichen Längen (10/14, 11, 12) des ersten
und/oder des vierten sowie des zweiten und des dritten Positio
nierelements (6/13, 7, 8) Wegsensoren und/oder Linearantriebe
(19) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptrichtungen des ersten und des zweiten Positionier
elements (6, 13) zusammenfallen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Positionierelement (6) gegenüber Verdrehungen
um seine Hauptrichtung relativ zu dem zweiten Maschinenteil (3)
gesperrt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Positionierelement (6) um seine Hauptrichtung
relativ zu dem zweiten Maschinenteil (3) verdrehbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem zweiten Maschinenteil (3) und dem ersten Positio
nierelement (6) ein Winkelmesser und/oder ein Drehantrieb
vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das vierte Positionierelement (13) um seine
Hauptrichtung relativ zu dem ersten Positionierelement (6)
verdrehbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem ersten und dem vierten Positionierelement (6, 13)
ein Winkelmesser und/oder ein Drehantrieb (20) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das vierte Positionierelement (13) vor seinem
freien Ende eine Abkröpfung (18) gegenüber seiner Hauptrichtung
aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Maschinenteil (2) um eine Schwenk
achse (22) verschwenkbar an dem freien Ende des vierten Posi
tionierelements (13) gelagert ist, wobei die Schwenkachse (22)
senkrecht zu der Hauptrichtung des vierten Positionierelements
(13) verläuft und wobei zwischen dem vierten Positionierelement
(13) und dem ersten Maschinenteil (2) ein Winkelmesser und/oder
ein Drehantrieb (21) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113912 DE19913912B4 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Meß- und/oder Positioniervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113912 DE19913912B4 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Meß- und/oder Positioniervorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19913912A1 true DE19913912A1 (de) | 2000-10-19 |
| DE19913912B4 DE19913912B4 (de) | 2006-04-06 |
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ID=7902626
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999113912 Expired - Lifetime DE19913912B4 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Meß- und/oder Positioniervorrichtung |
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|---|---|
| DE (1) | DE19913912B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1219918A3 (de) * | 2000-11-28 | 2007-02-28 | In2games Limited | Position-Wandler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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