-
Die Erfindung betrifft eine Kompaktheizungsanlage gemäß den im Oberbegriff des Anspruches 1 aufgeführten Merkmalen.
-
Kompaktheizungsanlagen dieser Art, insbesondere Gasthermen werden häufig im Zuge der Altbausanierung etagen- oder wohnungsweise vorgesehen, aber auch in Neubauten. Da sie häufig erst nachträglich eingebaut werden, spielt der Platzbedarf eine wesentliche Rolle. Solche Geräte werden meist in Küchen oder Bädern installiert, wo ohnehin wenig Raum zur Verfügung steht.
-
Üblicherweise bestehen solche Gasthermen aus einem Chassis, das an einer Wand verankert wird und das sämtliche Aggregate der Kompaktheizungsanlage aufnimmt sowie einem verkleidenden Gehäuse. Im oberen Teil befindet sich regelmäßig der Primärwärmetauscher, der von einem Gasbrenner beaufschlagt wird. Die übrigen Aggregate, wie Sekundärwärmetauscher für die Warmwasserbereitung, Umwälzpumpe, Schaltorgan, Luftabscheider, Ausdehnungsgefäß, Sensorik, Steuerung und dergleichen hierfür befinden sich im mittleren und unteren Teil des Gehäuses. Während die Abluftleitung nach oben bzw. im oberen Bereich nach hinten herausgeführt ist, sind alle übrigen Leitungsanschlüsse üblicherweise nach unten gerichtet. Dies sind typischerweise eine Gasversorgungsleitung, eine Kaltwasserzufuhrleitung, eine Warmwasserabfuhrleitung sowie zwei Heizungsleitungen (Vorlauf und Rücklauf) und eine elektrische Versorgungsleitung. Die erforderlichen Leitungsverbindungen zwischen den einzelnen Aggregaten und den gebäudeseitigen Anschlüssen erfolgen auf engstem Raum und sind geräteseitig so verrohrt, daß einige Aggregate schwer zugänglich und im Wartungsfall nur mit hohem Zeitaufwand ausgetauscht werden können. Diese Einzelverrohrung ist darüber hinaus auch bei der Herstellung der Anlage aufwendig, nicht zuletzt bei der Montage derselben.
-
Aus
DE 197 17 799 A1 ist es bekannt, mehrere Aggregate zu einer Baueinheit zusammenzufügen, um diese dann als Ganzes innerhalb der Gastherme zu verrohren. Der Verrohrungsaufwand ist jedoch immer noch erheblich.
-
Aus diesem Grund sind schon Überlegungen dahingehend angestellt worden, eine Anschlußeinheit im unteren Bereich der Gastherme vorzusehen, welche die interne Verrohrung übernimmt und an der sämtliche Zusatzaggregate angebracht sind. Eine solche Anschlußeinheit ist beispielsweise in
WO 98/21529 A1 beschrieben. Bei der dort beschriebenen Anschlußeinheit handelt es sich um eine aufwendige Metallgußkonstruktion, die nur unter Verwendung einer Vielzahl verlorener Kerne herstellbar ist und daher schon aus Kostengründen nicht praktikabel ist. Die Montagekostenvorteile werden durch die im Vergleich zu konventionellen Verrohrungen deutlich höheren Herstellungskosten mehr als aufgehoben. Hinzu kommt, daß Gasthermen unterschiedlicher Hersteller in der Regel auch unterschiedliche Anschlußverteilungen aufweisen, so daß für jeden Gasthermenhersteller gesonderte Anschlußeinheiten vorzuhalten sind. Darüber hinaus sind üblicherweise bei jedem Gasthermenhersteller Baureihen unterschiedlicher Leistung im Programm. Da leistungsabhängig zumindest der Sekundärwärmetauscher in seiner Baugröße und damit auch in den Abständen seiner Anschlußpaare variiert, sind auch hierfür wieder unterschiedliche Anschlußeinheiten vorzusehen, was aufwendig ist.
-
Aus der nachveröffentlichten
EP 0 918 197 A2 ist eine Baueinheit für eine Kompaktheizungsanlage bekannt, die ein Chassis sowie einen Primär- und einen Sekundärwärmetauscher und weitere Baugruppen, wie Pumpenaggregat, Schaltorgan, Luftabscheider, Ausdehnungsgefäß, Sensoren und dergleichen beinhaltet, bei der allerdings keine Anschlusseinheit mit vorgesehen ist, die einen zum Primärwärmetauscher abgehenden Abschluss, drei Anschlüsse für die Raumheizung und die Warmwasserversorgung und mit zu einer Seite abgehenden Anschlüssen für den Sekundärwärmetauscher aufweist.
-
Ausgehend von dem Stand der Technik nach
WO 98/21529 A1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Kompaktheizungsanlage so auszugestalten, daß der Aufbau vereinfacht wird und die Fertigungskosten gesenkt werden können.
-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung.
-
Die erfindungsgemäße Lösung ist besonders vorteilhaft, da sie bei entsprechender Auslegung eine günstig, beispielsweise aus Kunststoff herstellbare Anschlußeinheit schafft und andererseits eine aus Pumpenaggregat, Schaltorgan und Luftabscheider gebildete Baueinheit verwendet, die in Großserie herstellbar ist, da sie für eine Vielzahl von Kompaktheizungsanlagen unterschiedlicher Hersteller und Leistung einsetzbar ist. Darüber hinaus bietet die erfindungsgemäße Anschlußeinheit bei entsprechender Auslegung weitere und wesentliche Vorteile.
-
Kostengünstig herzustellen ist eine solche Anschlußeinheit als Kunststoffspritzgußteil, wobei die dort zu bildenden Rohrleitungen und Anschlüsse ohne weiteres so angeordnet werden können, daß das Gußteil ohne verlorene Kerne hergestellt werden kann, wodurch die Herstellungskosten weiter gesenkt werden können.
-
Da der Sekundärwärmetauscher üblicherweise als Plattenwärmetauscher aus Metall gebildet ist, können sich beim Anschluß an ein nur mit geringem Abstand dazu angeordnetes Kunststoffspritzgußteil wie die Anschlußeinheit erhebliche Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wärmedehnungen ergeben. Um dies zu vermeiden, ist es zweckmäßig, in der Anschlußeinheit einen elastisch dehnbaren Bereich oder eine Sollbruchstelle vorzusehen, und zwar zwischen den Anschlußpaaren für den Sekundärwärmetauscher, so daß dieser elastisch dehnbare Bereich oder die Sollbruchstelle im Bereich der Hauptdehnungsrichtung des Sekundärwärmetauschers liegt. Beim Vorsehen eines dehnbaren Bereiches kann die Anschlußeinheit den Wärmedehnungen des Sekundärwärmetauschers folgen, ist hingegen eine Sollbruchstelle vorgesehen, so wird diese vor der Montage oder bei Überschreiten gewisser Kräfte aufgrund von Wärmedehnungen zerstört und die Anschlußeinheit so geteilt, daß sich die Anschlußpaare zum Sekundärwärmetauscher entsprechend zueinander bewegen können.
-
Wenn die Anschlußeinheit aus zwei Spritzgußteilen aufgebaut ist, dann ist es zweckmäßig, die Teilungsebene zwischen den Spritzgußteilen so anzuordnen, daß ein Anschlußpaar für den Sekundärwärmetauscher zu einer Seite und das andere Anschlußpaar zur anderen Seite dieser Teilungsebene liegt, wobei die beiden Teile der Anschlußeinheit vorzugsweise zueinander teleskopierbar sind, so daß Wärmedehnungen im Sekundärwärmetauscher im Bereich der Anschlußeinheit durch Teleskopieren der entsprechenden Teile zueinander ausgeglichen werden können.
-
Ein besonders einfacher Aufbau der Anschlußeinheit ergibt sich, wenn die Baueinheit neben der Anschlußeinheit angeordnet ist. Dann werden jedoch regelmäßig noch Einzelverrohrungen zwischen Baueinheit und Anschlußeinheit erforderlich sein. Diese können jedoch entfallen, wenn die Baueinheit zu beiden Seiten in die Anschlußeinheit eingegliedert wird. In diesem Falle ist es zweckmäßig, eine weitere Teilungsebene der Anschlußeinheit vorzusehen, und zwar im Bereich der Baueinheit. Dann kann die Baueinheit mit seitlichen Anschlüssen ausgestattet werden, insbesondere kann auf rückseitige Anschlüsse vollständig verzichtet werden. Dies hat den großen Vorteil, daß sämtliche Anschlüsse der Baueinheit von vorne zugänglich, d. h. auch sichtkontrollierbar sind.
-
Zweckmäßigerweise wird die Anschlußeinheit mit der daran oder darin eingegliederten Baueinheit an einer chassisseitigen Montageplattform angebracht, welche die vorerwähnten Baugruppen trägt. Diese Montageplattform bildet die Schnittstelle für die fluidführenden Leitungen, umfaßt also bei einer Gastherme vorzugsweise auch den Gasanschluß. Um sowohl die Montageplattform einfach auszugestalten als auch die Montage zu vereinfachen, ist es zweckmäßig, sämtliche nach unten abgehende Anschlüsse der Anschlußeinheit so auszugestalten, daß sie in der im wesentlichen selben waagerechten Ebene liegen und so von oben auf die entsprechenden Anschlüsse der Montageplattform aufgesetzt werden können. Unter der Montageplattform wird vorteilhaft ein Freiraum vorgesehen, in dem die Anpassung der anlageseitigen Schnittstelle an die örtliche Leitungsführung erfolgen kann. Eine solche Anordnung erleichtert insbesondere die Montage vor Ort, da ungeachtet der örtlichen Leitungsführungen mit wenig Bauaufwand eine Anpassung an die anlageseitigen Anschlüsse erfolgen kann. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn eine vorhandene Kompaktheizungsanlage gegen eine neue ausgetauscht wird, bei denen die Anschlußanordnungen differieren. Dieser Freiraum ist für den Handwerker gut zugänglich, da das verkleidende Gehäuse üblicherweise abgenommen werden kann. Zweckmäßigerweise werden in der Anschlußeinheit alle weiteren für den Betrieb der Anlage erforderlichen Komponenten integriert. Hierzu zählen Flowsensoren, über welche die Aktivierung des dem Primärwärmetauscher zugeordneten Brenners gesteuert wird, Drucksensoren und Temperatursensoren, die ebenfalls zur Steuerung der Anlage, insbesondere für die Funktionssicherheit der Anlage vorgesehen sind.
-
Die bei solchen Kompaktheizungsanlagen üblicherweise vorgesehene Bypassleitung für den Heizkreis der Raumheizung kann ganz oder teilweise in die Anschlußeinheit integriert werden. Dabei wird vorzugsweise im Bereich des Anschlusses eine einstellbare Drosselstelle vorgesehen, um den Durchströmungswiderstand dieser Leitung entsprechend anpassen zu können.
-
Die mindestens aus Luftabscheider, Schaltorgan und Pumpe gebildete Baueinheit wird zweckmäßigerweise so ausgestaltet, daß Schaltorgan und Luftabscheider hinter der Pumpe angeordnet sind, so daß möglichst wenig Bauraum neben der Pumpe benötigt wird.
-
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
-
1: den gerätemäßigen Aufbau einer Kompaktheizungsanlage als Blockschaltbild,
-
2: eine Gastherme in perspektivischer Darstellung von schräg vorne mit abgenommenem unteren Gehäuseteil,
-
3: Anschlußeinheit, Baueinheit und Wärmetauscher der Gastherme nach 2 in Explosionsdarstellung schräg von vorne,
-
4: die Explosionsdarstellung gemäß 3 schräg von hinten,
-
5: die aus Baueinheit, Anschlußeinheit und Wärmetauscher gebildete Einheit schräg von unten und vorne,
-
6: die Einheit gemäß 5 schräg von oben und hinten,
-
7: eine alternative Ausführungsform einer einstückigen Anschlußeinheit in Darstellung schräg von vorne und
-
8: die Anschlußeinheit gemäß 7 schräg von hinten.
-
Die anhand von
1 schematisch dargestellte Gastherme ist in an sich bekannter Weise aufgebaut, es wird in diesem Zusammenhang beispielhaft auf
DE 197 17 799 A1 verwiesen. Ein im oberen Bereich der Gastherme angeordneter Primärwärmetauscher
1 wird von einem (nicht dargestellten) Gasbrenner mit Wärme beaufschlagt. Das durch den Primärwärmetauscher
1 geförderte Wasser wird entweder mittels einer Heizungsumwälzpumpe
2 über Vorlauf bzw. Rücklauf durch ein nicht dargestelltes Raumheizsystem mit thermostatgesteuerten Regelventilen oder aber durch einen Sekundärwärmetauscher
5 geleitet, je nach Stellung eines Schaltorganes
6. Mittels des Sekundärwärmetauschers
5 wird Brauchwasser erwärmt, das über eine Kaltwasserleitung
7 zugeführt und über eine Warmwasserleitung
8 abgeführt wird.
-
Weiterhin vorgesehen sind ein Druckausgleichsgefäß 9, ein Manometer 10, ein Luftabscheider 11, ein Sicherheitsventil 12, ein Druckschalter 13, zwei Temperatursensoren 14 und zwei Flowsensoren 15. Weitere, für die vorliegende Erfindung nicht relevante Bauteile der Gastherme sind hier nicht dargestellt und im folgenden auch nicht beschrieben, beispielsweise die elektrische Steuerung und die Steuerung für den Brenner.
-
In 1 ist durch unterbrochene Linien gekennzeichnet, welche dieser Bauteile zu einer noch im weiteren beschriebenen Anschlußeinheit 16 gehören. Die Anschlußeinheit 16 umfaßt darüber hinaus noch eine Bypassleitung 18, welche Vorlauf 3 und Rücklauf 4 über einen (nicht dargestellten) einstellbaren Strömungswiderstand verbindet, um auch dann, wenn die Thermostatventile der Raumheizung geschlossen sind, einen geschlossenen Heizungskreislauf zu gewährleisten. Innerhalb dieser Anschlußeinheit 16 sitzt eine Baueinheit 17, die in 1 in durchgezogenen Linien dargestellt ist und die aus dem Pumpenaggregat 2, dem Luftabscheider 11 sowie dem Schaltorgan 6 besteht.
-
Eine solche Gastherme ist in 2 dargestellt. Sie weist ein Chassis 19 auf, das zur Wandbefestigung vorgesehen ist. Der obere Teil des Chassis 19 ist durch ein Gehäuseteil 20 abgedeckt, welches die dort befindlichen Anlagenteile verkleidet, insbesondere den Gasbrenner mit zugeordnetem Primärwärmetauscher 1 sowie das Druckausgleichsgefäß 9. Ein unterer Gehäuseteil in 2 ist entfernt, so daß der innere Aufbau in diesem Bereich erkennbar ist.
-
Zwischen den Seitenwänden 21 des Chassis 19 ist eine waagerecht angeordnete Montageplattform 22 vorgesehen, die aus einem flächigen, plattenartigem Körper besteht, an dem zum einen Vorrichtungen zu Abstützung und Befestigung der Anschlußeinheit 16 vorgesehen sind, beispielsweise Bohrungen zur Aufnahme von Befestigungsschrauben oder Nieten, sowie Stifte zur Führung. Weiterhin sind in dieser Montageplattform 22 sämtliche Leitungsanschlüsse nach unten und oben herausgeführt, nämlich für die Vorlauf- und Rücklaufleitungen 3, 4, sowie die Kaltwasserleitung 7 und die Warmwasserleitung 8 und eine nicht dargestellte Gasleitung. Unter der Montageplattform 22 ist ein Freiraum 23 gebildet. In diesem Freiraum können Rohrabschnitte verlegt werden, um die gebäudeseitigen Anschlüsse an die thermenseitigen Anschlüsse an der Unterseite der Montageplattform 22 anzupassen. Dieser Freiraum 23 wird nach vorne hin durch den unteren Gehäuseteil abgedeckt und ist nach unten hin offen.
-
Die Anschlußeinheit 16, gemäß den 1 bis 6, ist aus drei Spritzgußteilen gebildet, die ohne verlorene Kerne herstellbar sind. Es handelt sich herbei (von vorne betrachtet 2, 3, 5) um ein linkes Spritzgußteil 24, ein mittleres Spritzgußteil 25 und ein rechtes Spritzgußteil 26. Die äußeren Spritzgußteile 24 und 26 weisen jeweils zwei zum mittleren Spritzgußteil 25 hin gerichtete Führungsstifte 27 auf, die in entsprechenden Führungsbohrungen 28 des mittleren Spritzgußteils 25 aufgenommen werden.
-
Das linke Spritzgußteil 24 weist ein erstes Anschlußpaar 29 auf, das nach vorne gerichtet ist, und zum Anschluß des entsprechenden Anschlußpaares des Sekundärwärmetauschers 5 vorgesehen ist. Weiterhin weist dieses linke Spritzgußteil 24 eine nach vorne gerichtete Öffnung zur Aufnahme eines Temperatursensors 14 auf, sowie darüberliegend eine weitere zur Aufnahme eines Flowsensors 15. Darüber hinaus weist dieses Bauteil 24 eine weitere zum mittleren Spritzgußteil 25 gerichtete Öffnung zur Aufnahme eines weiteren Temperatursensors 14 auf und darunterliegend einen Anschluß 30, welcher zur Verbindung mit einer rückseitig am mittleren Spritzgußteil 25 vorgesehenen Bypassleitung 18 dient. Dieser Anschluß 30 mündet in einem vertikalen Leitungsabschnitt 31, der Teil der Vorlaufleitung 3 ist und der nach oben hin zur Verbindung mit einer zum Primärwärmetauscher 1 führenden Leitung und nach unten hin zum Anschluß an der Montageplattform 22 vorgesehen ist. Vor dem vertikalen von unten nach oben durchlaufenden Leitungsabschnitt 31 liegt ein Leitungsabschnitt 32, welcher nach unten hin ebenfalls in die Montageplattform 22 mündet, nach oben hin jedoch zu dem unteren Anschluß des Anschlußpaares 29 für den Plattenwärmetauscher 5 führt. Diese Leitung führt das aus dem Sekundärwärmetauscher 5 austretende warme Brauchwasser. Darüber hinaus weist das linke Spritzgußteil 24 noch eine weitere zum mittleren Spritzgußteil 25 gerichtete Öffnung 33 auf, welche in den vertikalen Leitungsabschnitt 32 mündet und für einen Temperatursensor 14 vorgesehen ist. Dieses Spritzgußteil 24 weist einen Stützfuß 34 auf, der zur Abstützung und Befestigung auf der Montageplattform 22 vorgesehen ist.
-
Das mittlere Spritzgußteil 25 ist lediglich über den Bypasskanal mit dem linken Spritzgußteil 24 leitungsverbunden. Die Leitungsverbindung ist so gestaltet, daß diese in gewissen Grenzen in Längsrichtung der Leitung verschiebbar ist, sodaß sich die Teile 24 und 25 auch im montierten Zustand zueinander in Achsrichtung der Stifte 27 bewegen können. Das mittlere Spritzgußteil 25 weist einen zur Montageplattform 22 hin gerichteten Leitungsanschluß auf, der Teil einer Leitung 35 ist, welche den unteren, nach vorne gerichteten Anschluß des zweiten (rechten) Anschlußpaares 36 für den Plattenwärmetauscher 5 bildet. Diese Leitung 35 führt das kalte Brauchwasser zum Wärmetauscher 5. Die oberen Anschlüsse der Anschlußpaare 29 und 36 führen jeweils zum Primärwärmetauscher 1, und zwar der obere Anschluß des Anschlußpaares 29 direkt zum Vorlauf und der obere Anschluß des Anschlußpaares 36 zur Baueinheit 17. Da die Anschlußpaare 29 und 36 auf unterschiedlichen, zueinander beweglich geführten, Spritzgußteilen 24 und 25 liegen, kann dieser Teil der Anschlußeinheit 16 in ausreichendem Maße Wärmedehnungen des Plattenwärmetauschers 5 folgen.
-
Das mittlere Spritzgußteil 25 dient zur Aufnahme und Befestigung der Baueinheit 17, die zwei linksseitigen Anschlüsse 37, 38, einen rechtsseitigen Anschluß 39, sowie einen Druckstutzen 40 aufweist. Während der Druckstutzen 40 der Baueinheit 17 direkt mit der Rücklaufleitung 4 zum Primärwärmetauscher 1 verbunden wird, werden die beiden linksseitigen Anschlüsse 37 und 38 der Baueinheit durch Aufstecken mit dem mittleren Spritzgußteil 25 verbunden. Der obere linksseitige Anschluß 37 der Baueinheit 17 verbindet den mit dem Luftabscheider 11 in Verbindung stehenden Raum im Anschluß des Pumpengehäuses mit einem im mittleren Spritzgußteil 25 etwa waagerecht verlaufenden Leitungsabschnitt 41, der drei nach vorne gerichtete Öffnungen aufweist, nämlich zur Aufnahme des Sicherheitsventils 12, zur Aufnahme des Druckschalters 13 sowie zum Anschluß eines in den 2–6 nicht dargestellten Manometers 10.
-
Der untere linksseitige Anschluß 38 der Baueinheit 17 verbindet mit einem Leitungsabschnitt 42 des mittleren Spritzgußteils 25, welcher in den oberen Anschluß des zweiten, von vorne gesehenen rechten Anschlußpaares 36 für den Wärmetauscher 5 mündet. Weiterhin weist das mittlere Spritzgußteil 25 eine Rückwand 43 auf, welche rückseitig der Baueinheit 17 verläuft und an der die Baueinheit 17 schraubbefestigt ist. Durch diese Rückwand 43 verläuft auch die Bypassleitung 18, die in diesem Bereich einen vertikalen Leitungsabschnitt 44 schneidet, der an der Oberseite der Rückwand 43 zu einem Anschluß 45 herausgeführt ist.
-
Das rechte Spritzgußteil 26 wird nach Eingliedern der Baueinheit 17 angesetzt und verschließt den waagerechten Leitungsabschnitt der Bypassleitung 18 mittels eines Stopfens 46. Weiterhin weist dieses Bauteil einen Leitungsabschnitt 47 auf, der den rechtsseitigen Anschluß 39 der Baueinheit 17 zur Montageplattform 22 führt. Der Leitungsabschnitt 47 ist Teil der Rücklaufleitung 4. Auch das Spritzgußteil 47 weist einen Fuß 48 auf, der sich auf der Montageplattform 22 abstützt und an dieser befestigt ist.
-
Wie insbesondere anhand der 3 und 4 ersichtlich ist, ist die Anschlußeinheit 16, die aus den drei Spritzgußteilen 24, 25 und 26 gebildet ist, ohne verlorene Kerne herstellbar. Sie umfaßt nahezu die gesamte Verrohrung der Gastherme und nimmt die gesamte Sensorik sowie die fluidführenden Aggregate auf. Die Anschlußverbindungen zwischen den einzelnen Spritzgußteilen bzw. zwischen den Anschlüssen der Baueinheit 17 und den Spritzgußteilen 24, 25, 26 erfolgen in an sich bekannter Weise und sind so ausgebildet, daß ein männlicher Rohrabschnitt in einen weiblichen Rohrabschnitt eintaucht, wobei der verbleibende Zwischenraum mittels eines O-ringes abgedichtet und die Rohrverbindung mittels eines Bügel formschlüssig gesichert ist, welcher in eine zwischen beiden Teilen gebildete umlaufende Nut eingesteckt wird.
-
Die Baueinheit 17 besteht aus der Heizungsumwälzpumpe 2, die in üblicher Weise von einem Elektromotor angetrieben wird, auf dessen Mantel ein Klemmenkasten angesetzt ist. An das Pumpengehäuse schließt sich ein weiteres Gehäuse an, das nach oben hin den Luftabscheider 11 aufnimmt und nach unten den mechanischen Teil des Schaltorganes 6 bildet, dessen elektrischer Antreib von unten an das Gehäuse angesetzt wird. Die Anschlüsse 38 und 39 der Baueinheit 17 werden durch das Schaltorgan 16 gesteuert, das entweder den Anschluß 38 oder den Anschluß 39 mit dem Saugraum der Pumpe verbindet bzw. absperrt. Diese so gebildete Baueinheit 17 kann für eine Vielzahl von Gasthermen eingesetzt werden und somit kostengünstig in Großserie hergestellt werden. Sie wird in der vorbeschriebenen Weise mit den Bauteilen 25 und 26 leitungsverbunden, wobei der Druckstutzen 40 gesondert mit der zum Primärwärmetauscher 1 führenden Leitung verbunden wird. Darüber hinaus ist eine gesonderte Leitung 49 vorgesehen, welche die Baueinheit mit dem Anschluß 45 für die Bypassleitung 18 leitungsverbindet. In diesem Leitungsabschnitt 49 kann gegebenenfalls ein einstellbarer Strömungswiderstand vorgesehen sein.
-
Die nach unten, also zur Montageplattform 22 weisenden Anschlüsse der Anschlußeinheit 16 liegen in ein und derselben waagerechten Ebene, so daß die fertig montierte und mit der Baueinheit 17 sowie allen Nebenaggregaten bestückte Anschlußeinheit 16 von oben auf die Montageplattform 22 aufgesetzt werden kann und lediglich noch zu sichern ist. Die mechanische Befestigung erfolgt im wesentlichen über die Füße 34 und 48. Die Anschlußeinheit 16 ist wie vorbeschrieben so aufgebaut, daß sie kostengünstig aus drei Spritzgußteilen 24, 25, 26 hergestellt werden kann, wobei bei einer geänderten Leitungsführung, wie sie beispielsweise für Gasthermen unterschiedlicher Hersteller erforderlich sein kann, gegebenenfalls nur eines der drei Spritzgußteile entsprechend anzupassen ist.
-
Anhand der 7 und 8 ist eine modifizierte Anschlußeinheit 16' dargestellt, die in ihrem funktionellem Aufbau im wesentlichen den Spritzgußteilen 24 und 25 der vorbeschriebenen entspricht, jedoch einstückig ausgebildet ist. Damit trotz der Einstückigkeit die Aufnahme von Wärmedehnungen durch den Plattenwärmetauscher 5 gewährleistet ist, ist bei dieser Ausführungsvariante ein dehnbarer Bereich in Form zweier elastischer Bügel 50 vorgesehen. Statt der elastische Bügel 50 kann auch eine Sollbruchstelle vorgesehen sein.
-
Um die Anschlußeinheit 16 trotz einstückiger Bauweise ohne verlorene Kerne herstellen zu können, ist auf die Anordnung einer Bypassleitung verzichtet worden. Diese muß durch einen gesonderten Rohrabschnitt zwischen dem nach oben weisenden Anschluß 51 der Baueinheit 17 (3) und dem hier rückseitig ausgebildeten Anschluß 52 der Anschlußeinheit gebildet werden. Weiterhin ist der rechtsseitige Anschluß 39 der Baueinheit 16' mit einer gesonderten Leitung zur Montageplattform 22 hin zu verbinden.
-
Dem Anschluß 52 ist innerhalb der Anschlußeinheit 16' ein einstellbarer Strömungswiderstand vorgeschaltet. Dieser Widerstand ist über ein von außen zugängliches Einstellrad 55 veränderbar.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Primärwärmetauscher
- 2
- Heizungsumwälzpumpe
- 3
- Vorlaufleitung
- 4
- Rücklaufleitung
- 5
- Sekundärwärmetauscher/Plattenwärmetauscher
- 6
- Schaltorgan
- 7
- Kaltwasserleitung
- 8
- Warmwasserleitung
- 9
- Druckausgleichsgefäß
- 10
- Manometer
- 11
- Luftabscheider
- 12
- Sicherheitsventil
- 13
- Druckschalter
- 14
- Temperatursensor
- 15
- Flowsensor
- 16
- Anschlußeinheit
- 16'
- Anschlußeinheit nach den 7 und 8
- 17
- Baueinheit
- 18
- Bypassleitung
- 19
- Chassis
- 20
- Gehäuseteil
- 21
- Seitenwände
- 22
- Montageplattform
- 23
- Freiraum
- 24
- linkes Spritzgußteil
- 25
- mittleres Spritzgußteil
- 26
- rechtes Spritzgußteil
- 27
- Führungsstifte
- 28
- Führungsbohrungen
- 29
- erstes Anschlußpaar für Wärmetauscher
- 30
- Anschluß
- 31
- vertikaler Leitungsabschnitt von 24
- 32
- Leitungsabschnitt von 24
- 33
- Öffnung von 24
- 34
- Stützfuß von 24
- 35
- Leitung von 25
- 36
- zweites Anschlußpaar für Wärmetauscher
- 37
- linksseitiger Anschluß von 17 oben
- 38
- Linksseitiger Anschluß von 17 unten
- 39
- rechtsseitiger Anschluß von 17
- 40
- Druckstutzen von 2
- 41
- Leitungsabschnitt von 25
- 42
- Leitungsabschnitt von 25
- 43
- Rückwand
- 44
- Leitungsabschnitt von 25
- 45
- Anschluß für Bypass
- 46
- Stopfen von 26
- 47
- Leitungsabschnitt von 26
- 48
- Fuß von 26
- 49
- Leitung
- 50
- elastische Bügel
- 51
- Anschluß für Bypass
- 52
- Anschluß für Bypass
- 53
- Teilungsebene
- 54
- Teilungsebene
- 55
- Einstellrad