DE19912835A1 - Elektrische Schaltanlage - Google Patents
Elektrische SchaltanlageInfo
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Abstract
Elektrische Schaltanlage, insbesondere für Mittelspannungen, also Nennspannungen im Bereich größer 1 KV bis kleiner 52 KV, mit wenigstens einem in ein Einschubfach (2) eines Rahmes (1) einsetzbaren, insbesondere Schaltgeräte tragenden Geräteinschub (3), der mit elektrischen Kontakten (5) versehen ist, die mit im Rahmen (1) gehalterten elektrischen Gegenkontakten (6) in Eingriff bringbar sind, wobei zur Vereinfachung des Anschließens des Geräteeinschubs (3) an den Rahmen (1) die Kontakte (5) zur Eingriffnahme mit den Gegenkontakten (6) bei in das Einschubfach (2) des Rahmens (1) eingeschobenem Geräteeinschub (3) relativ zum Geräteeinschub (3) in Richtung auf die Gegenkontakte (6) verschiebbar sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Schaltanlage insbeson
dere für Mittelspannungen, also Nennspannungen im Bereich größer 1 KV
bis kleiner 52 KV, mit wenigstens einem in ein Einschubfach eines Rah
mens einsetzbaren, insbesondere Schaltgeräte tragenden Geräteeinschub,
der mit elektrischen Kontakten versehen ist, die mit im Rahmen gehalter
ten elektrischen Gegenkontakten in Eingriff bringbar sind.
Derartige Schaltanlagen finden insbesondere dort Verwendung, wo
Schalt-, Schutz-, Trenn-, Verteil- und/oder Steuerfunktionen zu erfüllen
sind. Zur Herstellung des Kontaktes zwischen den Geräten eines Ein
schubs und im Rahmen gehalterten Sammelschienen, Anschlußkontakten
oder dergleichen wird der gesamte Einschub in Richtung der Sammel
schienen bzw. Anschlußkontakte verschoben, um dadurch die erforderli
chen elektrischen Verbindungen herzustellen. Eine solche Schaltanlage ist
aus der DE 296 01 101.0 bekannt, bei der eine am Geräteeinschub ange
brachte und am Rahmen abstützbare Einschubhilfe vorgesehen ist, um
den Geräteeinschub einzuschieben und in der Kontaktierungsstellung zu
fixieren. Durch die Einschubhilfe ist dies verhältnismäßig einfach möglich.
Ein Problem tritt jedoch bei solchen Schaltanlagen auf, bei denen vor der
Kontaktierung der elektrischen Kontakte mit den Gegenkontakten im
Rahmen, also vor dem Einschieben des Geräteeinschubs, eine Steuerlei
tung zwischen Geräteeinschub und Einschubfach angeschlossen werden
muß. Da der Geräteeinschub noch nicht eingeschoben ist, muß hierfür
ein vieladriges Kabel verwendet werden, welches von Hand in den Geräte
einschub und in das Einschubfach eingesteckt werden muß. Dies ist um
ständlich und hat einen entsprechenden Platzbedarf zur Folge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Schaltanlage
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß das Einschieben und
Kontaktieren des Geräteeinschubs, insbesondere auch seiner Steuerkon
takte, vereinfacht ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Kontakte zur Eingriffnahme
mit den Gegenkontakten bei in das Einschubfach des Rahmens einge
schobenem Geräteeinschub relativ zum Geräteeinschub in Richtung auf
die Gegenkontakte verschiebbar sind.
Durch die verschiebbare Ausgestaltung der Kontakte relativ zum Geräte
einschub ist es möglich, den Geräteeinschub zunächst ohne Kontaktie
rung mit den Gegenkontakten in das Einschubfach vollständig einzuset
zen. Zur Kontaktierung werden dann nur noch die Kontakte und nicht
mehr der gesamte Geräteeinschub in Richtung auf die Gegenkontakte ver
schoben. Vorteilhafterweise muß daher zur Kontaktierung nur noch eine
geringe Masse verschoben werden. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß
die Steuerkontakte des Geräteeinschubes bei vollständig eingesetztem Ge
räteeinschub mit der zugehörigen Steuerbuchse des Einschubfaches
kontaktiert werden können, da die Schaltkontakte dann noch nicht
zwangsläufig mit den Gegenkontakten in Eingriff stehen. Die Herstellung
des Steuerkontaktes kann daher beispielsweise dadurch erfolgen, daß ein
Steuerstecker zur Eingriffnahme mit einer zugeordneten Steuerbuchse
verschoben wird. Das Erfordernis einer von Hand anzuschließenden Steu
erleitung entfällt daher.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Geräteeinschub Kon
taktschienen auf, längs denen die Kontakte zwischen einer zurückgezoge
nen Stellung, in welcher die Kontakte mit den Gegenkontakten außer Ein
griff sind, und einer Kontaktierungsstellung, in welcher sie mit den Ge
genkontakten in Eingriff stehen, verschiebbar sind. Die Kontaktierung
kann dadurch in einfacher und sicherer Weise erfolgen, beispielsweise
durch eine mechanische Einschubhilfe.
Bevorzugt ist es, wenn die Kontaktschienen elektrisch leitend ausgebildet
sind und zur elektrischen Verbindung der Kontakte mit dem Geräteein
schub dienen. Die Kontaktschienen dienen dadurch gleichzeitig zur Füh
rung der Kontakte als auch zu deren elektrischen Anschluß, so daß sepa
rate elektrische Anschlußmittel entbehrlich sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Gegenkontakte
als elektrisch leitende Schienen ausgebildet, denen bei eingesetztem Ge
räteeinschub die Kontaktschienen gegenüberliegen und auf welche die
Kontakte zur Herstellung der elektrischen Verbindung mit dem Ein
schubrahmen aufschiebbar sind. Diese Maßnahme ermöglicht wiederum
eine einfache und sichere Kontaktierung der Kontakte mit den Gegen
kontakten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontakte je
weils durch zwei Kontaktfinger gebildet, die an zwei voneinander abge
wandten Seiten der Kontaktschiene anliegen. Dabei sind bevorzugt An
preßmittel vorgesehen, durch welche die Kontaktfinger zumindest in ihrer
Kontaktierungsstellung gegen die Kontaktschiene und gegen die Gegen
kontaktschiene anpreßbar sind. Die Kontakte weisen dadurch einen kon
struktiv geschickten Aufbau auf, wobei durch die Anpreßmittel ein guter
elektrischer Kontakt sichergestellt ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontaktfinger
jeweils durch eine sich an einem Gehäuse abstützende Blattfeder belastet.
Damit können die Kontaktfinger in konstruktiv unaufwendiger Weise
gleichzeitig an die Kontaktschiene und die Gegenkontaktschiene ange
preßt werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse als
elektrisches Isoliergehäuse ausgebildet, welches insbesondere aus Kunst
stoff besteht. Dabei ist zur Aufnahme der Anpreßkräfte bevorzugt ein
nicht magnetisierbarer Metallring in das Gehäuse eingelegt, an dem sich
die Blattfeder abstützt. Durch das Isoliergehäuse sind die Kontakte nach
außen abgeschlossen, so daß Kurzschlüsse verhindert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind zumindest die bei
den Blattfedern eines Kontaktfingerpaares einer Kontaktschiene zusam
men mit diesen in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht. Es kön
nen aber auch mehr Kontaktfinger, beispielsweise zwei Kontaktfingerpaare
in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein. Dadurch werden
Bauteile und Bauraum eingespart.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Anpreßmittel
nur in der Kontaktierungsstellung der Kontaktfinger aktiviert. Während
des Verschiebens der Kontaktfinger längs der Kontaktschienen und in der
zurückgezogenen Stellung werden die Kontaktfinger also nicht an die
Kontaktschiene angepreßt. Das Verschieben der Kontaktfinger wird da
durch erleichtert.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel vorgesehen,
durch welche die Kontaktfinger entgegen der Kraft der Anpreßmittel von
der Kontaktschiene wegbewegbar sind. Dadurch kann die Wirkung der
Blattfedern aufgehoben werden. Bevorzugt ist zwischen den beiden Kon
taktfingern eines Kontaktfingerpaares ein Hebelsystem vorgesehen, durch
welches die beiden Kontaktfinger auseinanderspreizbar sind. Dies hat den
Vorteil, daß beide Kontaktfinger eines Paares in einfacher Weise gemein
sam von der Kontaktschiene gelöst werden können.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Hebelsystem
in der aufgespreizten Stellung einen Totpunkt auf. Die dauernde Aufsprei
zung während der Verschiebung der Kontaktfinger ist dadurch erleichtert.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere, insbeson
dere alle Kontakte eines Geräteeinschubs gemeinsam verschiebbar. Die
Mittel zur Verschiebung der Kontakte werden dadurch vereinfacht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zur Verschiebung der
Kontakte ein Rahmen, insbesondere aus Kunststoff, vorgesehen, welcher
über Streben mit allen zu verschiebenden Kontakten in Eingriff steht oder
in Eingriff bringbar ist. Diese Ausgestaltung ist konstruktiv unaufwendig.
Bevorzugt weist der Rahmen Seitenwände und Querstreben auf, wodurch
der Rahmen versteift wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Rahmen eine
Eingriffsplatte, insbesondere eine Bodenplatte, mit einer Aussparung auf,
in welche ein Einschubgestänge eingreifen kann. Der Rahmen kann da
durch vorteilhafterweise durch eine Einschubmechanik, insbesondere von
unten, bewegt werden. Die Beeinträchtigung des Geräteeinschubs und des
Einschubfaches ist dadurch verhältnismäßig gering.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden vorzugsweise
über das Einschubgestänge auch die Anpreßmittel aktiviert und deakti
viert. Vorteilhafterweise entfallen dadurch separate Bauteile.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontakte gegen
eine Verschiebung in Kontaktierungsrichtung und/oder in Dekontaktie
rungsrichtung verriegelbar. Dadurch wird einerseits eine Fehlbedienung
verhindert und andererseits ein Ausschieben des Geräteeinschubs bei ei
nem Funkenüberschlag unterbunden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Geräteein
schub einen Steuerstecker auf, der in eingesetztem Zustand des Geräte
einschubs einer Steuerbuchse im Einschubrahmen gegenüberliegt und
zum Eingriff mit der Steuerbuchse verschiebbar ist. Die Herstellung der
Steuerkontakte ist dadurch besonders einfach, zusätzlich bewegliche
Steuerleitungen werden nicht benötigt. Dadurch entfällt auch der Platzbe
darf für eine Steuerleitung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer
Darstellung,
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Schalt
anlage in zurückgezogener Stellung der Kontakte,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung der erfindungsgemä
ßen Schaltanlage in Kontaktierungsstellung,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die erfindungsgemäße
Schaltanlage mit zurückgezogenen Kontakten,
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 3 der erfindungsgemäßen
Schaltanlage in Kontaktierungsstellung, und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch ein Detail einer Variante der
erfindungsgemäßen Schaltanlage.
Fig. 1 zeigt einen Rahmen 1 einer erfindungsgemäßen Schaltanlage mit
einem Einschubfach 2 und einem Geräteeinschub 3, der auf einem Fahr
gestell 4 montiert und in Richtung des Pfeiles I in das Einschubfach 2 ein-
und ausfahrbar ist. Der Geräteeinschub 3 umfaßt elektrische Kontakte 5,
die mit Gegenkontakten 6 im Rahmen 1 kontaktierbar sind. Unterhalb des
Einschubfaches 2 ist ein Kabelanschlußraum 7 angeordnet, der durch ei
ne Tür 8 verschließbar ist. Das Einschubfach 2 ist durch eine Tür 9 ver
schließbar.
Die Kontakte 5 sind jeweils in einem Isoliergehäuse 10 aus Kunststoff
untergebracht. Die Isoliergehäuse 10 werden von einem Kunststoffrah
men 11 getragen, der auf dem Geräteeinschub 3 in Einschubrichtung I
verschiebbar geführt ist. Durch Verschieben des Trägerrahmens 11 mit
den Gehäusen 10 können die Kontakte 5 des Geräteeinschubs 3 mit den
Gegenkontakten 6 im Rahmen 1 in Eingriff gebracht werden. Diese Ein
griffsstellung ist in Fig. 2 gezeigt.
Der Trägerrahmen 11 umfaßt Seitenwände 12, zwischen diesen verlaufen
de Querstreben 13 sowie eine Bodenplatte 14. Die Bodenplatte 14 und die
Seitenwände 12 sind zur Versteifung des Trägerrahmens 11 verhältnis
mäßig groß ausgebildet. Die Querstreben 13 zwischen den Seitenwän
den 12 tragen die Isoliergehäuse 10 mit den Kontakten 5.
Wie man in den Fig. 3 und 4 erkennt, weist die Bodenplatte 14 des Träger
rahmens 11 eine Ausnehmung 15 auf. In diese Ausnehmung 15 greift ein
Bolzen 16 eines Einschubgestänges 17 ein, welches einen Schwenkhe
bel 18 und eine Koppelstange 19 aufweist. Der Schwenkhebel 18 ist mit
seinem einen Ende 20 am Einschubrahmen 3 um eine Achse II schwenk
bar angelenkt und beispielsweise über einen Spindelantrieb um ca. 90°
verschwenkbar. Am anderen Ende 21 des Schwenkhebels 18 ist das eine
Ende 22 der Koppelstange 19 angelenkt, deren anderes Ende 23 den Bol
zen 16 trägt.
Der Bolzen 16 ist in einer Kulissenführung 24 geführt, die in der Quer
schottung 47 zwischen Einschubfach 2 und Kabelanschlußraum 7 vorge
sehen ist. Die Kulissenführung 24 ist in etwa in der Quermittelebene der
Querschottung 47 angeordnet und verläuft im wesentlichen in Ein
schubrichtung I. An ihrem zur Vorderseite des Rahmens 1 weisenden En
de ist die Kulissenführung 24 jedoch schräg zur Seite abgewinkelt ausge
bildet, um den Bolzen 16 in eine Außereingriffstellung mit der Ausneh
mung 15 in der Bodenplatte 14 des Trägerrahmens 11 zu bringen.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Kontakte 5 in den Isoliergehäusen 10, wo
bei hier zwei Kontakte 5 in einem gemeinsamen Gehäuse 10 unterge
bracht sind. Die Kontakte 5 umfassen jeweils zwei Kontaktfinger 25 aus
elektrisch leitfähigem Material, die auf zwei voneinander abgewandten
Seiten einer elektrisch leitenden, elektrisch und mechanisch mit dem Ein
schubrahmen 3 verbundenen Kontaktschiene 26 angeordnet sind. Die
Kontaktfinger 25 sind jeweils durch eine Blattfeder 27 in Richtung auf die
Kontaktschiene 26 belastet, wobei sich die Blattfedern 27 in einem im Iso
liergehäuse 10 gelagerten, nicht magnetisierbaren Metallring 28 abstüt
zen. Das heißt, der Metallring 28 umfaßt alle vier Blattfedern 27, wobei die
beiden äußeren Blattfedern 27 am Metallring 28 anliegen, während die
beiden inneren Blattfedern 27 aneinander anliegen.
Die Kontaktfinger 25 sind jeweils an ihren beiden Enden derart wellen
förmig ausgebildet, daß an jedem Ende ein Kontaktbereich 29 ausgebildet
wird, der mit der Kontaktschiene 26 in Kontakt steht, während die übri
gen Abschnitte der Kontaktfinger 25 von den Kontaktschienen 26 beab
standet sind. Die Blattfedern 27 greifen an einem mittleren Abschnitt 30
zwischen den beiden Kontaktbereichen 29 an, so daß diese elastisch ge
gen die Kontaktschiene 26 gedrängt werden. Auf diese Weise kann ein si
cherer Kontakt zwischen den Kontaktbereichen 29 und den Kontaktschie
nen 26 gewährleistet werden, wobei über die Blattfedern 27 eine sehr hohe
Anpreßkraft eingebracht werden kann.
Die wellenartige Ausgestaltung der beiden Enden eines jeden Kontaktfin
gers 25 ist außerdem so gewählt, daß zwischen dem mittleren Ab
schnitt 30 der Kontaktfinger 25, an dem jeweils die Blattfeder 27 angreift,
und den Kontaktbereichen 29 jeweils ein von den Kontaktschienen 26
weggebogener Stützabschnitt 31 gebildet wird, der eine Aufnahme für das
eine Ende eines Hebelsystems 32 bildet, das aus zwei Hebeln 33 und 34
gebildet wird, die mit ihren einen Enden 35, 36 gelenkig miteinander ver
bunden sind, während sich ihre anderen Enden 37 und 38 in je einem
Stützabschnitt 31 eines Paares von zwei Kontaktfingern 25 einer Kontakt
schiene 26 abstützen. Durch Strecken des Hebelsystems 32 werden die
einander gegenüberliegenden Stützabschnitte 31 eines Paares von Kon
takfingern 25 auseinandergedrängt, so daß die Kontaktbereiche 29 von
der zugehörigen Kontaktschiene 26 abheben. Dabei ist das Hebelsystem
32 bevorzugt mit einer Totpunktlage der Hebel 33, 34 ausgebildet, so daß
die aufgespreizte Stellung kräftefrei gehalten werden kann.
Das Strecken aller Hebelsysteme 32 erfolgt über einen gemeinsamen He
belmechanismus, der einen mit seinem einen Ende 39 in dem Isolierge
häuse 10 gelagerten Hebel 40 umfaßt. An das andere Ende 41 des He
bels 40 ist ein hier nicht dargestelltes Gestänge angelenkt, welches durch
einen im Gehäuseeinschub 3 um eine Achse III drehbar gelagerten He
bel 42 betätigbar ist. Das eine Ende 43 des Hebels 42 greift dabei an das
nicht dargestellte Gestänge an, während das andere Ende 44 des He
bels 42 von dem Schwenkhebel 18 in dessen Endstellung beaufschlagt
wird, in welcher der Trägerrahmen 11 mit den Isoliergehäusen 10 und den
Kontakten 5 in Eingriffstellung mit den Gegenkontakten 6 verschoben ist.
Dabei ist der Hebelmechanismus zur Betätigung des Schwenkhebels 40 so
ausgelegt, daß bei der in Fig. 3 dargestellten nicht betätigten Stellung des
Hebels 42 alle Hebelsysteme 32 gestreckt sind, so daß alle Kontaktberei
che 29 von den Kontaktschienen 26 abgehoben sind, während bei Betäti
gung des Hebels 42 durch den Schwenkhebel 18 alle Hebelsysteme 32 ge
knickt werden, so daß die Kontaktbereiche 29 unter der Anpreßkraft der
Blattfedern 27 an den Kontaktschienen 26 zur Anlage kommen.
Da die Betätigung des Hebels 42 erst in der in Fig. 4 dargestellten End
phase der Schwenkbewegung des Schwenkhebels 18, also in der Endpha
se des Vorschubes des Trägerrahmens 11 mit den Isoliergehäusen 10 und
den Kontakten 5 erfolgt, erfolgt auch die Anlage der Kontaktbereiche 29
der Kontaktfinger 25 an den Kontaktschienen 26 erst in der Endphase
dieser Vorschubbewegung. Während der Vorschubbewegung sind die
Kontaktbereiche 29 dagegen von den Kontaktschienen 26 abgehoben, so
daß keine Reibkräfte zwischen den Kontaktbereichen 29 und den Kon
taktschienen 26 überwunden werden müssen. Daher ist die Vorschubbe
wegung mit einer entsprechend geringen Kraft möglich.
Anders als in Fig. 5 dargestellt, sind also die Kontaktbereiche 29 in der
zurückgezogenen Stellung der Kontakte 5 von den Kontaktschienen 26
abgehoben. Eine Anlage erfolgt erst, wenn die Kontakte 5 so weit verscho
ben sind, daß die Kontaktfinger 25 den Abstand A zwischen den Kontakt
schienen 26 und den Gegenkontakten 6 überbrücken. Die Kontaktberei
che 29 an jeweils einem Ende der Kontaktfinger 25 liegen dann unter dem
Anpreßdruck der Blattfedern 27 an den Gegenkontakten 6 an, während
die Kontaktbereiche 29 an den jeweils anderen Enden der Kontaktfin
ger 25 im Bereich der den Gegenkontakten 6 zugewandten Enden der
Kontaktschienen 26 anliegen.
Das Kontaktieren der elektrischen Anschlüsse eines Geräteeinschubs 3
mit einem Einschubrahmen 1 erfolgt also derart, daß zunächst der Gerä
teeinschub 3 in ein Einschubfach 2 eingefahren wird. Die Kontakte 5 des
Geräteeinschubs 3 befinden sich nach Einfahren des Geräteeinschubs 3
zunächst noch in einem Abstand A zu den Gegenkontakten 6. Nachdem
der Steuerstecker 45 des Einschubrahmens 3 mit der Steuerbuchse 46
des Rahmens 1 verbunden wurde, werden die Kontakte 5 des Geräteein
schubs 3 in Einschubrichtung I bewegt, indem das Hebelsystem 17 betä
tigt wird. Dabei wird über das Hebelsystem 17 der Trägerrahmen 11 be
wegt, welcher die Isoliergehäuse 10 trägt. Mit den Isoliergehäusen 10 wer
den die Kontaktfinger 25 längs der Kontaktschienen 26 vorgeschoben.
Dabei sind die Kontaktbereiche 29 der Kontaktfinger 25 von den Kontakt
schienen 26 durch die Wirkung der gestreckten Hebelsysteme 32 abgeho
ben, so daß das Verschieben mit geringem Kraftaufwand erfolgen kann.
Am Ende der Vorschubbewegung tritt der Schwenkhebel 18 des Hebelsy
stems 17 mit dem Hebel 42 in Eingriff, welcher dadurch um die Achse III
gedreht wird und über den nicht dargestellten Hebelmechanismus die He
bel 40 der Isoliergehäuse 10 derart betätigt, daß die Hebelsysteme 32 aus
ihrer Strecklage eingeknickt werden, so daß die Aufspreizung der Kon
taktfinger 25 beendet wird. In dieser, in den Fig. 2 und 4 dargestellten
Situation sind die Kontaktfinger 25 bereits so weit in Einschubrichtung I
vorgeschoben, daß sie sich über den Gegenkontakten 6 befinden. Das
heißt, bei Betätigung des Hebels 40 über den Hebel 42 kommen die Kon
taktbereiche 29 an jeweils einem Ende der Kontaktfinger 25 an den Ge
genkontakten 6 zur Anlage, während die Kontaktbereiche 29 an den je
weils anderen Enden der Kontaktfinger 25 an den Endbereichen der Kon
taktschienen 26 zur Anlage kommen. Auf diese Weise wird der Abstand A
zwischen den Gegenkontakten 6 und den Kontaktschienen 26 überbrückt
und eine elektrische Verbindung zwischen den Gegenkontakten 6 und den
zugehörigen elektrischen Anschlüssen des Geräteeinschubs 3 hergestellt.
Das Lösen der elektrischen Verbindung erfolgt in umgekehrter Weise.
Durch Zurückschwenken des Schwenkhebels 18 wird zunächst der He
bel 42 in seine Ausgangslage gebracht und damit die Kontaktbereiche 29
der Kontaktfinger 25 wieder von den Gegenkontakten 6 und den Kontakt
schienen 26 abgehoben. Durch Weiterschwenken des Schwenkhebels 18
können nun mit geringer Kraft die Kontaktfinger 25 in ihre Ausgangslage
zurückbewegt werden. Bevorzugt verbleiben die Kontaktfinger 25 nach
dem Zurückziehen in ihrer aufgespreizten Stellung. Nach vollständigem
Zurückziehen der Kontaktfinger 25 kann dann der Steuerstecker 45 aus
der Steuerbuchse 46 gelöst werden. Nun kann der Geräteeinschub 3 aus
dem Gehäusefach 2 entnommen werden.
Die verschiedenen Betätigungsschritte sind bevorzugt durch die üblichen
Verriegelungen gegen Fehlbedienung geschützt. So ist insbesondere ein
Verschieben der Kontakte 5 bei nicht in die Steuerbuchse 46 eingesteck
tem Steuerstecker 45 blockiert. Ebenso ist ein Lösen des Steuerstec
kers 45 aus der Steuerbuchse 46 blockiert, solange die Kontakte 5 aus
ihrer Ausgangslage verschoben sind.
Die erfindungsgemäße Schaltanlage ist sehr betriebssicher und ermöglicht
eine elektrische Verbindung zwischen dem Geräteeinschub 3 und dem
Rahmen 1 mit geringem Kraftaufwand. Auch die Belastung der Bauteile
ist entsprechend gering, so daß diese weitgehend aus Kunststoff herge
stellt werden können. Neben der geringen Masse, die zum Herstellen der
elektrischen Verbindung verschoben werden muß, und der dabei auftre
tenden geringen Reibung, hat die erfindungsgemäße Schaltanlage den
Vorteil, daß der Steuerstecker 45 des Geräteeinschubs 3 automatisch mit
der Steuerbuchse 46 des Rahmens 1 verbunden werden kann. Es sind
daher keine von Hand anzuschließenden Steuerleitungen erforderlich.
Aufgrund der großen Betriebssicherheit und der geringen Belastung der
Bauelemente ist die erfindungsgemäße Schaltanlage insbesondere flär
Mittelspannungen geeignet, also Nennspannungen zwischen < 1 KV und
< 52 KV. Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Schaltanlage kön
nen die hohen Kräfte, insbesondere die großen erforderlichen Anpreß
kräfte, bei Mittelspannungen aufgenommen und die bei Mittelspannungen
erforderlichen großen Abstände zwischen den Kontakten 5 und den Ge
genkontakten 6 sicher überbrückt werden. Dadurch können auch die
Bauelemente weitgehend aus Kunststoff bestehen, so daß eine sehr gute
Isolierung möglich ist.
1
Rahmen
2
Einschubfach
3
Geräteeinschub
4
Fahrgestell von
3
5
Kontakt
6
Gegenkontakt
7
Kabelanschlußraum
8
Tür von
7
9
Tür von
2
10
Isoliergehäuse
11
Trägerrahmen
12
Seitenwand von
11
13
Querstrebe
14
Bodenplatte
15
Ausnehmung von
14
16
Bolzen
17
Hebelsystem
18
Schwenkhebel
19
Koppelstange
20
erstes Ende von
18
21
zweites Ende von
18
22
erstes Ende von
19
23
zweites Ende von
19
24
Kulissenführung
25
Kontaktfinger
26
Kontaktschiene
27
Blattfeder
28
Metallring
29
Kontaktabschnitt
30
Mittelabschnitt
31
Stützabschnitt
32
Hebelsystem
33
erster Hebel
34
zweiter Hebel
35
erstes Ende von
33
36
erstes Ende von
34
37
zweites Ende von
33
38
zweites Ende von
34
39
erstes Ende von
40
40
Hebel
41
zweites Ende von
40
42
Hebel
43
erstes Ende von
42
44
zweites Ende von
42
45
Steuerstecker
46
Steuerbuchse
47
Querschottung
I Einschubrichtung
II Schwenkachse von
I Einschubrichtung
II Schwenkachse von
18
III Drehachse von
42
Claims (20)
1. Elektrische Schaltanlage, insbesondere für Mittelspannungen, also
Nennspannungen im Bereich größer 1 KV bis kleiner 52 KV, mit we
nigstens einem in ein Einschubfach (2) eines Rahmens (1) einsetzba
ren, insbesondere Schaltgeräte tragenden Geräteeinschub (3), der mit
elektrischen Kontakten (5) versehen ist, die mit im Rahmen (1) ge
halterten elektrischen Gegenkontakten (6) in Eingriff bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (5) zur Eingriffnahme mit
den Gegenkontakten (6) bei in das Einschubfach (2) des Rahmens (1)
eingeschobenen Geräteeinschub (3) relativ zum Geräteeinschub (3) in
Richtung auf die Gegenkontakte (6) verschiebbar sind.
2. Schaltanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteeinschub (3) Kontaktschie
nen (26) aufweist, längs denen die Kontakte (5) zwischen einer zu
rückgezogenen Stellung, in welcher die Kontakte (5) mit den Gegen
kontakten (6) außer Eingriff sind, und einer Kontaktierungsstellung,
in welcher sie mit den Gegenkontakten (6) in Eingriff stehen, ver
schiebbar sind.
3. Schaltanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktschienen (26) elektrisch
leitend ausgebildet sind und zur elektrischen Verbindung der Kon
takte (5) mit dem Geräteeinschub (3) dienen.
4. Schaltanlage nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenkontakte (6) als elektrisch
leitende Schienen ausgebildet sind, denen bei eingesetztem Geräte
einschub (3) die Kontaktschienen (26) zusammen mit diesen gegen
überliegen und auf welche die Kontakte (5) zur Herstellung der elek
trischen Verbindung mit dem Einschubrahmen (3) aufschiebbar sind.
5. Schaltanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (5) jeweils durch zwei
Kontaktfinger (25) gebildet sind, die an zwei voneinander abgecvand
ten Seiten der Kontaktschiene (26) anliegen.
6. Schaltanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß Anpreßmittel (27) vorgesehen sind,
durch welche die Kontaktfinger (25) zumindest in ihrer Kontaktie
rungsstellung gegen die Kontaktschiene (26) und gegebenenfalls ge
gen die Gegenkontaktschiene (6) anpreßbar sind.
7. Schaltanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfinger (25) jeweils durch ei
ne sich an einem Gehäuse (10) abstützende Blattfeder (27) belastet
sind.
8. Schaltanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) als elektrisches Iso
liergehäuse ausgebildet ist und insbesondere aus Kunststoff besteht.
9. Schaltanlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die beiden Blattfedern (27)
eines Paares von Kontaktfingern (25) einer Kontaktschiene (26) zu
sammen mit diesen in einem gemeinsamen Gehäuse (10) unterge
bracht sind.
10. Schaltanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßmittel (27) nur in der Kon
taktierungsstellung der Kontaktfinger (25) wirksam sind.
11. Schaltanlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (32) vorgesehen sind, durch wel
che die Kontaktfinger (25) entgegen der Kraft der Anpreßmittel (27)
von der Kontaktschiene (26) wegbewegbar sind.
12. Schaltanlage nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Kontaktfingern
(25) eines Paares von Kontaktfingern (25) ein Hebelsystem (32) vorge
sehen ist, durch welches die beiden Kontaktfinger (25) auseinander
spreizbar sind.
13. Schaltanlage nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelsystem (32) in der aufge
spreizten Stellung einen Totpunkt aufweist.
14. Schaltanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, insbesondere alle Kontakte (5)
eines Geräteeinschubs (3) gemeinsam verschiebbar sind.
15. Schaltanlage nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung der Kontakte (5) ein
Rahmen (11), insbesondere aus Kunststoff, vorgesehen ist, welcher
über Streben (13) mit allen zu verschiebenden Kontakten (5) in Ein
griff steht oder in Eingriff bringbar ist.
16. Schaltanlage nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (11) Seitenwände (12)
und/oder Querstreben (13) zur Versteifung aufweist.
17. Schaltanlage nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen eine Eingriffsplatte (14),
insbesondere eine Bodenplatte, mit einer Aussparung (15) aufweist,
in welche ein Einschubgestänge (17) eingreifen kann.
18. Schaltanlage nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß über das Einschubgestänge (17) auch
die Anpreßmittel (27) aktiviert und deaktiviert werden.
19. Schaltanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (5) gegen eine Verschie
bung in Kontaktierungsrichtung (I) und/oder in Dekontaktierungs
richtung verriegelbar sind.
20. Schaltanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteeinschub (3) einen Steuer
stecker (45) aufweist, der in eingesetztem Zustand einer Steuerbuch
se (46) im Einschubrahmen (1) gegenüberliegt und zum Eingriff mit
der Steuerbuchse (46) verschiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999112835 DE19912835A1 (de) | 1999-03-22 | 1999-03-22 | Elektrische Schaltanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999112835 DE19912835A1 (de) | 1999-03-22 | 1999-03-22 | Elektrische Schaltanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19912835A1 true DE19912835A1 (de) | 2000-10-26 |
Family
ID=7901928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999112835 Withdrawn DE19912835A1 (de) | 1999-03-22 | 1999-03-22 | Elektrische Schaltanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19912835A1 (de) |
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