DE19911199A1 - Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung - Google Patents
Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten LaibungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine im Querschnitt rechtwinklige Leiste (1) zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen (5) und einer zugeordneten Laibung (6), wobei zwischen mindestens einem Schenkel (2, 3) der Leiste (1) und der Laibung (6) ein Schaumstoffstreifen (11, 16) angeordnet ist. Zur Verbesserung der Abdeckeingenschaften einer möglichst einfachen Montage ist vorgeschlagen, daß der mindestens eine Schaumstoffstreifen (11, 16) auf der Innenseite des Schenkels (2, 3) angeordnet ist und zufolge Tränkung eine verzögerte Rückstellung aufweist, sowie aufhebbar komprimiert gehaltert ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine im Querschnitt rechtwinkli
ge Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen
und einer zugeordneten Laibung, wobei zwischen minde
stens einem der Schenkel der Leiste und der Laibung ein
Schaumstoffstreifen angeordnet ist.
Eine derartige Leiste in Form einer Abdichtungsleiste
ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 92 16 903 be
kannt. Hier weist ein Schenkel der im Querschnitt recht
winkligen Leiste innenseitig einen den Spalt zwischen
Fensterrahmen und Laibung verschließenden Schaumstoff
körper auf, welcher auf beiden Oberflächen jeweils mit
einer Haftkleberschicht versehen ist.
Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Tech
nik wird eine technische Problematik der Erfindung
darin gesehen, eine Leiste der in Rede stehenden Art
hinsichtlich ihrer Abdeckeigenschaften verbessert auszu
gestalten. Darüber hinaus wird auch eine einfachere
Montage angestrebt.
Gelöst ist diese Problematik zunächst und im wesentli
chen durch die in Anspruch 1 angegebene Erfindung,
wobei darauf abgestellt ist, daß der mindestens eine
Schaumstoffstreifen auf der Innenseite des Schenkels
angeordnet ist und zufolge Tränkung eine verzögerte
Rückstellung aufweist, sowie aufhebbar komprimiert
gehaltert ist. Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine
Leiste mit hohen Abdeck- bzw. Überdeckeigenschaften
angegeben. Die Leiste weist bevorzugt auf einer dem
Fensterrahmen zuzuordnenden Schenkelaußenseite eine
Selbstklebeschicht auf, zur Anhaftung der Leiste an dem
Fensterrahmen. Vor dem Einbau werden zunächst jedoch
die den Schaumstoffstreifen in der komprimierten Stel
lung halternden Elemente entfernt, wonach der Schaum
stoff mit Verzögerung expandiert. Der mit dem Schaum
stoffstreifen versehene Schenkel kann somit problemlos
in den Spalt zwischen Fensterrahmen und Laibung einge
führt werden und mittels der Selbstklebeschicht auf dem
Fensterrahmen befestigt werden. Durch den expandieren
den Schaumstoff wird eine saubere Anpassung der Leiste
an die Laibung bzw. an den Fensterrahmen erzielt. Die
Abstützung des expandierenden Schaumstoffes an der
Laibung übt eine Gegenkraft auf die Klebestelle zwi
schen Leiste und Fensterrahmen aus. Durch den expandie
renden Schaumstoffstreifen werden Oberflächenunebenhei
ten in der Laibung durch den Schaumstoffstreifen ausge
füllt. Dies gilt insbesondere bei unverputzten Verblend
mauerwerken, bei welchen die sichtbaren Fugen Stufen
und somit vordefinierte Unebenheiten bilden. Der Schaum
stoffstreifen kann dabei auf dem Schenkel in einem
Kanal eingebettet sein, dessen Seitenwände am oberen
Rand aufeinanderzugebogen sind. In der komprimierten
Stellung wird der Schaumstoffstreifen durch ein durch
die umgebogenen Ränder abgestütztes Abdeckband gehalten.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsge
genstandes ist allerdings vorgesehen, daß ein Schaum
stoffstreifen mittels einer an die Leiste angeformten
Klappe gehaltert ist. Durch die Klappenvariante er
reicht der Schaumstoff eine höhere Kompression. Bei der
zuerst angesprochenen Lösung muß der Schaum nach Entfer
nung des Abdeckbandes zunächst dessen Dicke und dann
die Höhe der durch die umgebogenen Kanalränder gebilde
ten Haltenasen überwinden, bevor er die Laibungswand
erreichen kann. Bei der Klappenlösung ist es lediglich
nötig, den Einbauspalt zu überwinden, nachdem die Klap
pe entfernt worden ist. Der Schaumstoffstreifen kann
somit dicker ausgeführt werden, was eine höhere Kompres
sion mit sich bringt und damit eine bessere Dichtig
keit. Alternativ kann auch die im Kompressionszustand
verbleibende Höhe des Schaumstoffes verringert werden,
was bei gleicher Größe des Schaumstoffes auch zu einer
höheren Kompression führt.
Die Klappe kann einseitig in einem Formschlußeingriff
zu einer Randkante der Leiste stehen. Die Klappe ist in
einfachster Weise zur Freigabe des komprimierten Schaum
stoffstreifens abschwenkbar, wozu zunächst die Rast
zwischen Klappe und Leistenlängsrand aufgehoben werden
muß. Bevorzugt wird hierbei, daß die Klappe von der
Leiste abreißbar ist. Solche Maßnahmen sind ohne Schwie
rigkeiten auch werkzeuglos vor Ort durchführbar, so daß
der Schaumstoffstreifen erst unmittelbar vor Ansetzen
der Leiste an dem Fensterrahmen freigegeben wird. Als
besonders vorteilhaft, insbesondere hinsichtlich der
Herstellung, erweist es sich, daß die Abreißlinie film
gelenkartig ausgebildet ist. Somit erfüllt dieser Be
reich eine Doppelfunktion. So zum einen die Bildung
eines Gelenks zum Abschwenken der Klappe vom Schaum
stoffstreifen. Zum anderen ist durch die das Filmgelenk
bildende Materialverdünnung eine Sollbruchlinie gege
ben. In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfin
dungsgegenstandes ist vorgesehen, daß die Klappe schen
kelinnenseitig auf der der Randkante abgewandten Seite
des Schaumstoffstreifens angeordnet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Alternative des Erfindungsge
genstandes ist der mindestens eine Schaumstoffstreifen
mittels einer schenkelaußenseitig an der Leiste anschar
nierten Klappe überdeckt. D.h., daß die Sollbruchlinie
bzw. die filmgelenkartige Abreißlinie sich am Schenkel
rand befindet. Schenkelinnenseitig steht die Klappe mit
einem stegartigen Schnappelement in Formschlußeingriff.
Nach Aufhebung der Rast zwischen Klappe und dem Schnapp
element wird die Klappe vom Schaumstoffstreifen ent
fernt. Sie kann entlang der Abreißlinie von der Leiste
gelöst werden. Je nach Einbausituation muß diese Klappe
jedoch nicht abgerissen werden, sondern kann in der
Fuge zwischen Fensterrahmen und Laibung verschwinden,
somit entsteht kein Abfall.
Weiter ist vorgesehen, daß die beiden Schenkel der
Leiste unterschiedlich lang sind. Schließlich erweist
es sich als vorteilhaft, daß zugeordnet dem Verbindungs
bereich der beiden Schenkel einer der Schenkel eine
Schwächungsausnehmung aufweist. Letztere bildet eine
Biegezone für den die Ausnehmung aufweisenden Schenkel
aus, zur Nachjustage des Schenkels bei Laibungen, wel
che keinen 90°-Winkel aufweisen. Bevorzugt ist hierbei
der der Außenfläche der Laibung zugeordnete Schenkel
mit der Schwächungsausnehmung versehen.
Alternativ zu einer derartigen Schwächungsausnehmung
kann der zweite Schenkel durch eine abschnittsweise
Ausbildung mit einem Weichkunststoff ausbiegbar sein.
Auch hierbei ist bevorzugt der der Außenfläche der
Laibung zugeordnete Schenkel mit dem Weichkunststoffab
schnitt versehen.
Die letztgenannte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstan
des hat darüber hinaus den Vorteil, daß der der Laibung
zugeordnete Schenkel entlang dem Weichkunststoffab
schnitt abgeschnitten werden kann, wenn z. B. nachträg
lich die Fassade mit einem Vollwärmeschutz versehen
werden soll. Soweit eine Schwächungsausnehmung vorgese
hen ist, kann auch entlang dieser abgeschnitten werden.
An dem der Außenfläche der Laibung zugeordneten Schen
kel der Leiste kann ein doppelseitiges Klebeband vorge
sehen sein, mit dessen Hilfe dieser Schenkel an der
Laibung befestigt werden kann.
Bevorzugt wird jedoch ein Klebestreifen in dampfdiffusi
onsoffener Weise vorgesehen, wobei der Klebestreifen
ein Butylband ist, welches abschnittsweise mit Unterbre
chungen auf der Innenseite des Schenkels angeordnet
ist, damit Dampfdiffusionsoffenheit erreicht wird.
Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß auf
beiden Schenkeln Schaumstoffstreifen mit je einer ein
seitig anscharnierten Klappe in der komprimierten Stel
lung gehaltert sind. Maßgebend hierbei ist erfindungsge
mäß, daß die die Schaumstoffstreifen in der komprimier
ten Stellung halternden Elemente - hier die anscharnier
ten Klappen - nach einer Freigabe der Schaumstoffstrei
fen von der Leiste in einfachster Weise entfernbar sind.
Unabhängig davon, ob nun der der Außenseite der Laibung
zugeordnete Schenkel mit einem Klebestreifen oder einem
Schaumstoffstreifen versehen ist oder gänzlich auf
diese Maßnahmen verzichtet wird, kann an diesem Schen
kel randseitig eine Weichlippe angeformt sein, die zum
Winkelinnern der Leiste hin abgewinkelt ist, und funkti
onsmäßig beispielsweise das Butylband ersetzt.
Statt dieser Weichlippe, die als Dichtung dient, kann
am Rand des Schenkels eine abgerundete Kante mit einer
zur Laibung hinweisenden Nase vorgesehen sein.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten
Zeichnung, welche lediglich Ausführungsbeispiele dar
stellt, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgeinäße Leiste im Querschnitt
bei durch Rückhalteelemente in der komprimier
ten Stellung gehaltenen Schaumstoffstreifen;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung,
jedoch nach Abschwenken einer Klappe zur Frei
gabe eines Schaumstoffstreifens eines Schen
kels;
Fig. 3 eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstel
lung, jedoch nach Abriß der zuvor abgeschwenk
ten Klappe und nach Entfernen eines weiteren
Rückhalteelements des Schaumstoffstreifens des
anderen Leistenschenkels;
Fig. 4 die Leiste in einer Querschnittsdarstellung
bei einer Anordnung derselben zwischen einem
Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung;
Fig. 5 die erfindungsgemäße Leiste in einer perspekti
vischen Darstellung bei in der komprimierten
Stellung gehaltenen Schaumstoffstreifen;
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung,
jedoch die Stellung gemäß Fig. 2 betreffend;
Fig. 7 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung,
jedoch eine zweite Ausführungsform betreffend;
Fig. 8 eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstel
lung, eine dritte Ausführungsform betreffend;
Fig. 9 eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstel
lung, eine vierte Ausführungsform betreffend;
Fig. 10 eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstel
lung, eine fünfte Ausführungsform betreffend;
Fig. 11 Leiste gemäß der vierten und fünften Ausfüh
rungsform mit abgeschnittenem Außenschenkel
bei nachträglich angebrachtem Vollwärmeschutz;
Fig. 12 Leiste in einer sechsten Ausführungsform, im
Querschnitt; und
Fig. 13 die Leiste gemäß Fig. 12 im Einbauzustand.
Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu
Fig. 1 eine im Querschnitt rechtwinklige Leiste 1 mit
zwei unterschiedlich langen Schenkeln 2, 3.
Diese Leiste dient zur Abdeckung eines Spaltes 4 zwi
schen einem Fensterrahmen 5 und einer diesem zugeordne
ten Laibung 6 (vgl. Fig. 4).
Der kürzere Schenkel 3 ist mit Abstand zu dem Verbin
dungsbereich 7 der beiden Schenkel 2 und 3 im wesentli
chen im Querschnitt U-profiliert, wobei der Schenkel 3
zugleich den U-Steg ausbildet, von welchem U-Schenkel
8, 9 leisteninnenseitig ausgehen. Hierdurch wird ein
Kanal 10 zur Aufnahme eines Schaumstoffstreifens gebil
det, welcher im komprimierten Zustand eingelegt wird.
Durch entsprechende Tränkung des Schaumstoffstreifens
11 läßt sich eine verzögerte Rückstellung desselben
erreichen. An den freien Stirnkanten der U-Schenkel 8,
9 befinden sich einwärts gerichtete Rippen 12, 13.
Deren Aufgabe ist es, einen den komprimierten Schaum
stoffstreifen 11 überfangenden Deckstreifen 14 in
Klipsverbindung an der Leiste 1 zu halten. Durch diesen
Deckstreifen 14 wird der Schaumstoffstreifen 11 an
seiner Ausdehnung gehindert. Er verbleibt also im kom
primierten Zustand innerhalb des Kanals 10 der Leiste 1.
Auch der längere Schenkel 2 der Leiste 1 trägt innensei
tig, nahe seiner freien Randkante 15 einen Schaumstoff
streifen 16, welcher gleich dem Schaumstoffstreifen 11
durch ein Rückhalteelement in einem komprimierten Zu
stand gehalten ist. Auch bei diesem Schaumstoffstreifen
16 ist durch entsprechende Tränkung eine verzögerte
Rückstellung desselben erreicht. Das Rückhalteelement
ist an diesem Schenkel 2 gebildet durch eine Klappe 17,
welche über ein auf der der Randkante 15 abgewandten
Seite des Schaumstoffstreifens 16 ausgeformtes Film
scharnier 18 schwenkbar ist. Diese Klappe 17 überfängt
den gesamten Schaumstoffstreifen 16 und steht im Be
reich seines freien Endes in Formschlußeingriff zur
Randkante 15 des Leistenschenkels 2. Hierzu überfängt
ein etwa senkrecht zur Abdeckfläche 19 der Klappe 17
verlaufender Stirnstreifen die Randaante 15 und hinter
faßt den leistenaußenseitigen Randbereich (vgl.
Fig. 1).
Nachdem an der Baustelle die Leiste 1 auferforderliche
Länge zugeschnitten worden ist, erfolgt die Verklebung
der Leiste 1 mit dem Fensterrahmen 5, wozu der Schenkel
3 der Leiste 1 außenseitig, d. h. auf der dem Schaum
stoffstreifen 11 gegenüberliegenden Seite mit einer
Selbstklebeschicht 20 versehen ist, welche nach Abzie
hen einer Schutzfolie 21 freigelegt wird. Vor dem Ver
kleben erfolgt jedoch das Abnehmen der Klappe 17 und
des Deckstreifens 14.
Der Deckstreifen 14 wird hierzu aus dem Kanal 10 heraus
gezogen. Die Klappe 17 hingegen wird durch bspw. daumen
betätigbare Aufhebung des Formschlußeingriffes in eine
Stellung gemäß Fig. 2 abgeschwenkt und hiernach von
der Leiste 1 abgerissen. Dies ist dadurch ermöglicht,
daß das Filmscharnier 18 von der Materialstärke her so
bemessen ist, daß sich eine Abreißlinie 22 ergibt,
welche in einfachster Weise vor Ort ohne Werkzeuge
gebrochen werden kann.
Nach dem Anhaften der Leiste 1 an dem Fensterrahmen 5
findet die Rückstellung der Schaumstoffstreifen 11 und
16 statt, welche in dichte Anlagestellung zur Laibung 6
treten und eine gute Abdeckung des Spaltes 4 zwischen
Fensterrahmen 5 und Laibung 6 erzeugen.
Durch die verzögerte Rückstellung der Schaumstoffstrei
fen 11 und 16 kann die von den Rückhalteelementen be
freite Leiste 1 ohne Eile an dem Fensterrahmen 5 mon
tiert werden. Die Rückstellzeiten der Schaumstoffstrei
fen 11 und 16 sind genügend lang bemessen. Die Darstel
lung in Fig. 3 zeigt die Situation kurz nach Entfernen
der Rückhalteelemente.
Zur besseren Anpassung der Leiste 1 an die Laibung 6
besitzt die Leiste 1 nahe dem Verbindungsbereich 7
außenseitig des Leistenschenkels 2 eine im Querschnitt
V-förmige Schwächungsausnehmung 28, zur Bildung einer
Biegezone. So kann die Leiste 1 auch an Laibungen 6,
die keine 90°-Winkel aufweisen, durch Nachbiegen des
Schenkels 2 angesetzt werden.
In den Fig. 7 und 8 sind zwei alternative Ausgestal
tungen der Leiste 1 dargestellt. Bei beiden ist auch
der Schaumstoffstreifen 11 durch eine Klappe 23 bzw. 24
in der komprimierten Stellung gehaltert.
In Fig. 7 ersetzt die abschwenkbare Klappe 23 den
abziehbaren Deckstreifen 14 zur Abdeckung des Kanals
10. Hierzu ist die Klappe 23 an der freien Randkante
des dem Verbindungsbereich 7 zugewandten U-Schenkels 9
über ein Filmscharnier 25 angelenkt. Das dem Scharnier
gegenüberliegende Ende der Klappe 23 steht auch bei
dieser Ausgestaltung in einem Formschlußeingriff zu der
Leiste 1 - hier zu dem dem Verbindungsbereich 7 abge
wandten U-Schenkel 9 -.
Entsprechend der Freigabe des anderen Schaumstoffstrei
fens 16 erfolgt in dieser Ausführungsform die Freigabe
des Schaumstoffstreifens 11 durch Abschwenken der Klap
pe 23 und abschließendem Abreißen derselben entlang der
durch das Filmscharnier 25 gebildeten Abreißlinie.
Die Klappe 24 in der in Fig. 8 dargestellten dritten
Ausführungsform ersetzt vollständig die U-förmige Aus
bildung zur Gewinnung eines Kanals 10. Hier ist die
Klappe 24 nahe dem Verbindungsbereich 7 innenseitig des
Schenkels 3 mit diesem über ein Filmscharnier 26 verbun
den, welches letzteres ebenfalls hinsichtlich der Materi
aldicke so bemessen ist, daß es zugleich eine Abreißli
nie ausbildet. Das dem Filmscharnier 26 abgewandte Ende
der Klappe 24 umfaßt die freie Randkante 27 des kürze
ren Schenkels 3 zur Erzielung eines Formschlußeingrif
fes.
In Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Leiste dargestellt, bei der der Schaum
stoffstreifen 11 ebenfalls von einer Klappe 31 abge
deckt ist und in der komprimierten Stellung gehalten
wird. Die filmgelenkartig ausgebildete Abreißlinie 25
ist bei dieser Ausführungsform jedoch an der Außenkante
des Schenkels 3 angeordnet, während der Formschlußein
griff schenkelinnenseitig erfolgt und durch das Zusam
menwirken einer an der Klappe 31 vorgesehenen Nase 32
mit der Nase 33 eines stegartigen Schnappelements 34
gegeben ist. Am Schenkel 2 ist ein Klebeband 35, beste
hend aus Butyl, angeordnet. Nach Aufhebung der Rastver
bindung zwischen 32 und 33 wird die Klappe 31 um das
Filmgelenk 25 vom Schaumstoffstreifen 11 weggeklappt.
Es kann entlang der Linie 25 abgerissen werden. Vorteil
hafterweise wird die Klappe jedoch in aufgeklapptem
Zustand an der Leiste 1 belassen und verschwindet so
zusammen mit dem Schenkel in der Fuge zwischen Fenster
rahmen und Laibung (Fig. 11).
In der Fig. 10 ist eine weitere Alternative der erfin
dungsgemäßen Leiste 1 dargestellt. Hier ist an dem der
Außenseite der Laibung 6 zugeordneten Schenkel 2 der
Leiste 1 eine weiche Dichtlippe 36 am Rand des Schen
kels angeordnet. Diese weiche Dichtlippe ersetzt den
Butyl-Streifen 35.
Sowohl in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 als
auch gemäß Fig. 10 verfügt der Schenkel 2 im Verbin
dungsbereich der beiden Schenkel über einen Abschnitt
37 aus Weichkunststoff, eine Ausbildung, die beispiels
weise durch Koextrusion entstehen kann. Dieser Ab
schnitt aus Weichkunststoff ermöglicht eine Ausbiegung
des Schenkels 2, wenn die Laibung nicht exakt rechtwink
lig verläuft.
Ein weiterer Vorteil dieses Weichkunstoffabschnitts im
Schenkel 2 ergibt sich aus der Darstellung gemäß Fig.
11. Wenn z. B. nachträglich die Hauswand mit Vollwärme
schutz versehen werden soll, stört naturgemäß der Schen
kel 2, der auf der Außenseite der Laibung liegt. Dieser
kann problemlos entlang der Weichkunststofflinie ange
schnitten werden, wodurch die Abdichtung der Fuge zwi
schen Fensterrahmen und Laibung nicht beeinträchtigt
wird. Die Laibung 6, gegen welche der Schaumstoff 11
anliegt, besteht aus Beton; vorgelagert ist noch eine
Vollwärme-Schutzschicht 6' und eine Putzschicht 6''.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 ist an dem länge
ren Schenkel 2, den Außenrand des Schenkels 2 bildend,
grundsätzlich auch hinsichtlich der Ausführungsform
gemäß Fig. 10 bereits beschrieben, eine weiche Dichtlip
pe 36 angeformt. Die Dichtlippe 36 ist in weiterer
Übereinstimmung mit der Ausführungsform Fig. 10 gegen
über dem Schenkel 2 leisteninnenseitig gewinkelt ange
formt. Hieraus ergibt sich im Einbauzustand, wie aus
Fig. 13 ersichtlich, eine zuverlässige dichte Anlage an
der Laibung 6.
Der - kürzere - Schenkel 3 weist in Übereinstimmung mit
der Ausführungsform der Fig. 1 und 2 U-Schenkel 8, 9
auf. An deren freien Stirnkanten befinden sich einwärts
gerichtete Rippen 12, 13. Deren Aufgabe ist es, einen
den komprimierten Schaumstoffstreifen 11 überfangenden
Deckstreifen 14 in Klipsverbindung an der Leiste 1 zu
halten. Im Einbauzustand gemäß Fig. 13 ist dieser Deck
streifen 14 vollständig entfernt.
An der Schenkelaußenseite des Schenkels 3 ist eine
Selbstklebeschicht 20 ausgebildet. Sie ist im wesentli
chen überdeckend zu dem durch die U-Schenkel 8, 9 gebil
deten Kanal angeordnet, darüber hinaus zu dem Verbin
dungsbereich 7 der Schenkel 2, 3 hin noch vorragend
ausgebildet.
Alle offenbarten Merkmale dieser Anmeldung sind erfin
dungswesentlich. In die Offenlegung der Anmeldung wird
hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/bei
gefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmel
dung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, -
Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung aufzunehmen.
Claims (15)
1. Im Querschnitt rechtwinklige Leiste (1) zur Anord
nung zwischen einem Fensterrahmen (5) und einer zugeord
neten Laibung (6), wobei zwischen mindestens einem
Schenkel (2, 3) der Leiste (1) und der Laibung (6) ein
Schaumstoffstreifen (11, 16) angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der mindestens eine Schaumstoff
streifen (11, 16) auf der Innenseite des Schenkels (2,
3) angeordnet ist und zufolge Tränkung eine verzögerte
Rückstellung aufweist, sowie aufhebbar komprimiert
gehaltert ist.
2. Leiste nach Anspruch 1, oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Schaum
stoffstreifen (11, 16) mittels einer an die Leiste (1)
angeformten Klappe (17, 23, 31) gehaltert ist.
3. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß der mindestens eine Schaumstoffstreifen (11,
16) mit einem ihn an beiden Längsrändern in Formschluß
eingriff zu der Leiste stehenden Deckstreifen (14)
abgedeckt ist.
4. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß der Formschlußeingriff an als U-Schenkel (8,
9) ausgebildeten Kanalwänden eines den Schaumstoffstrei
fen aufnehmenden Kanals (10) gebildet ist.
5. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Klappe (17, 23) endseitig in einem Form
schlußeingriff zu einer Randkante der Leiste steht.
6. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Klappe (17, 23) schenkelinnenseitig auf
der der Randkante (15) abgewandten Seite des Schaum
stoffstreifens angeordnet ist.
7. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net,daß der mindestens eine Schaumstoffstreifen (11)
mittels einer schenkelaußenseitig an der Leiste (1)
anscharnierten Klappe (31) überdeckt ist.
8. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Klappe (17, 23, 31) von der Leiste (1)
abreißbar ist.
9. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Abreißlinie (22, 25) filmgelenkartig ausge
bildet ist.
10. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Schenkel (2, 3) unterschiedlich
lang sind.
11. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß zugeordnet dem Verbindungsbereich (7) der
beiden Schenkel einer der Schenkel (2) eine Schwächungs
ausnehmung (28) aufweist.
12. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß der zweite Schenkel (2) durch eine abschnitts
weise Ausbildung mit einem Weichkunststoff (37) ausbieg
bar ist.
13. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß auf der Innenseite des zweiten Schenkels (3)
ein Klebestreifen (35) in dampfdiffusionsoffener Weise
ausgebildet ist.
14. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß auf beiden Schenkeln (2, 3) Schaumstoffstrei
fen mit je einer einseitig anscharnierten Klappe (17,
23, 24, 31) in der komprimierten Stellung gehaltert
sind.
15. Leiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß an dem zweiten Schenkel (2) randseitig eine
Weichlippe (36) angeformt ist, die zum Winkelinneren
der Leiste (12) abgewinkelt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19911199A DE19911199A1 (de) | 1998-04-03 | 1999-03-13 | Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29806005 | 1998-04-03 | ||
| DE29822107 | 1998-12-14 | ||
| DE29904360U DE29904360U1 (de) | 1998-04-03 | 1999-03-10 | Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung |
| DE19911199A DE19911199A1 (de) | 1998-04-03 | 1999-03-13 | Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19911199A1 true DE19911199A1 (de) | 1999-10-14 |
Family
ID=27220094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19911199A Withdrawn DE19911199A1 (de) | 1998-04-03 | 1999-03-13 | Leiste zur Anordnung zwischen einem Fensterrahmen und einer zugeordneten Laibung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19911199A1 (de) |
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