DE19911717A1 - Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Abstract
Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement, insbesondere LED-Chip, bei dem auf einem Substrat (1) eine aktive Schichtenfolge (2) angeordnet ist, die geeignet ist, bei Stromfluß durch das Bauelement elektromagnetische Strahlung (3) auszusenden. Die aktive Schichtenfolge (2) weist eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Emissionszonen (4) auf. Jeder dieser Emissionszonen (4) ist ein Strahlungsauskoppelelement (5) zugeordnet, durch das eine in der zugehörigen Emissionszone (4) erzeugte elektromagnetische Strahlung aus dem Bauelement ausgekoppelt wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein monolithisches elektrolu
mineszierendes Bauelement, insbesondere LED-Chip, bei dem
auf einem Substrat eine aktive Schichtenfolge angeordnet ist,
die geeignet ist, bei Stromfluß durch das Bauelement elektro
magnetische Strahlung auszusenden,
der aktiven Schichtenfolge in einer Abstrahlrichtung des Bau
elements eine Strahlungsauskoppelschicht nachgeordnet ist,
durch die zumindest ein Teil der elektromagnetischen Strah
lung aus dem Bauelement ausgekoppelbar ist, und
bei dem an die Strahlungsauskoppelschicht ein Medium an
grenzt, dessen Brechungsindex kleiner ist als der Brechungs
index des Materials der Strahlungsauskoppelschicht.
Sie bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zur Herstellung
des Bauelements.
Bei herkömmlichen derartigen LED-Chips erstreckt sich die ak
tive Schicht in der Regel über die gesamte Aufwachsfläche des
Substrats, sind üblicherweise an der Vorderseite des Chips
ein Bondpad und an der Rückseite des Substrats eine ganzflä
chige Kontaktmetallisierung aufgebracht und wird angestrebt,
daß sich der Stromfluß durch den Chip möglichst auf die ge
samte aktive Schicht aufweitet. Bekannt ist hierzu beispiels
weise ein LED-Halbleiterchip, bei dem über der elektrolumi
neszierenden aktiven Schicht eine dicke Auskoppelschicht, ei
ne sogenannte Fensterschicht, angeordnet ist, die die Strom
aufweitung und die Lichtauskopplung aus dem Chip verbessern
soll.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
Bauelement der eingangs genannten Art und ein Verfahren zu
dessen Herstellung zu entwickeln, bei dem die Strahlungsaus
kopplung verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch ein monolithisches elektrolumi
neszierendes Bauelement mit den Merkmalen des Anspruches 1
und durch Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 19, 20,
23, 24 oder 25 gelöst.
Unter Hauptabstrahlrichtung des Bauelements ist hierbei dieje
nige Richtung zu verstehen, in der ein Großteil der in dem
Bauelement erzeugten elektromagnetischen Strahlung aus diesem
austritt.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Bauele
ments und der Verfahren sind Gegenstand der Unteransprüche 2
bis 18 und 21 und 22.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die auf dem Substrat auf
gewachsene aktive Schicht eine Mehrzahl von in Bezug auf die
Abstrahlrichtung nebeneinander angeordneten Emissionszonen
mit jeweils mindestens einem elektrolumineszierenden pn-
Übergang aufweist und daß den Emissionszonen jeweils ein se
parates optisches Strahlungsauskoppelelement zugeordnet ist,
durch das eine in der zugehörigen Emissionszone erzeugte
elektromagnetische Strahlung aus dem Bauelement ausgekoppelt
wird. Die Emissionszonen liegen bevorzugt in einer Aufwachse
bene des Substrats. Die Strahlungsauskoppelelemente bestehen
vorzugsweise aus Halbleitermaterial, das für die im Bauele
ment erzeugte Strahlung durchlässig ist.
Ein erster besonderer Vorteil dieses Bauelements besteht dar
in, daß das Größenverhältnis zwischen den einzelne Emissions
zonen und den zugehörigen Strahlungsauskoppelelementen und
deren Anordnung zueinander so aufeinander abstimmbar ist, daß
ein großer Teil der in den Emissionszonen erzeugten elektro
magnetischen Strahlung derart auf das Strahlungsauskoppelele
ment gerichtet ist, daß sie aus dem Chip ausgekoppelt wird.
Folglich sind auf diese Art und Weise die Bereiche der akti
ven Schicht, die in einem für die Strahlungsauskopplung un
günstigen Bereich liegen, weitgehend eliminierbar.
Durch die Erfindung ist es vorteilhafterweise möglich, die
Dicke der Strahlungsauskoppelschicht, die von den Strahlungs
auskoppelelementen gebildet ist, erheblich zu reduzieren. Je
kleiner der Querschnitt der Emissionszonen, umso geringer ist
die Mindesthöhe der Strahlungsauskoppelelemente, die für eine
hinreichende Auskopplung der Strahlung erforderlich ist. Dies
bringt neben den kürzeren Prozeßdauern den besonderen Vorteil
mit sich, daß Auskoppelelemente mit hoher optischer Qualität
herstellbar sind.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung des Bauelements
weist jedes Strahlungsauskoppelelement die Form eines senk
recht zur Aufwachsebene stehenden Zylinders auf. Das Material
des Zylinders besitzt einen Brechungsindex nS, der größer als
der Brechungsindex nM des umgebenden Mediums ist. Bevorzugt
ist jede der Emissionszonen innerhalb des zugeordneten Zylin
ders angeordnet. Der besondere Vorteil dieser Ausführungsform
liegt in ihrer technisch einfachen Herstellung. Die Zylinder
werden bevorzugt mittels herkömmlicher Halbleiter-
Maskentechnik hergestellt.
Jede der Emissionszonen weist bevorzugt eine senkrecht zur
Mittelachse des zugehörigen Zylinders liegende im Wesentli
chen kreisförmige Querschnittsfläche auf, die denselben oder
einen kleineren Durchmesser als der zugehörige Zylinder be
sitzt. Der Mittelpunkt der kreisförmigen Querschnittsfläche
der Emissionszone liegt hierbei vorzugsweise im Wesentlichen
auf der Mittelachse des zugehörigen Zylinders.
Kontaktmetallisierungen zur Bestromung der Emissionszonen
sind vorteilhafterweise auf den Deckflächen der Zylinder an
geordnet und untereinander mittels elektrisch leitender Stege
verbunden. Diese Kontaktmetallisierungen sind vorzugsweise
ringförmig gestaltet und verlaufen am Rand der Zylinder-
Deckfläche, denn dort erfolgt in der Regel aufgrund Totalre
flexion keine Lichtauskopplung.
Für die Höhe hZ der Zylinder gilt vorzugsweise, daß hZ ≅
2.tanαG.(RZ + RE), wobei αG den Grenzwinkel der Totalreflexion
beim Übergang vom Zylinder zu dem diesen umgebenden Medium,
RZ den Radius des Zylinders und RE den Radius der zugehörigen
Emissionszone repräsentieren. Die Emissionszonen liegen in
besonders bevorzugter Weise im Wesentlichen in halber Höhe hZ
des zugehörigen Zylinders. Bei dieser Ausgestaltung der Er
findung ist vorteilhafterweise die Höhe der Zylinder gerade
so gewählt, daß im Wesentlichen die gesamte Strahlung, die in
einem Winkel auf die Mantelfläche der Zylinder fällt, der
kleiner als der Grenzwinkel der Totalreflexion ist, und nur
diese Strahlung auf die Mantelfläche des zugehörigen Zylin
ders trifft. Die übrige Strahlung trifft auf die Deckfläche
des Zylinders und wird dort je nach Auftreffwinkel entweder
totalreflektiert oder ausgekoppelt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
gilt für den Radius RE der kreisförmigen Emissionszone die
Beziehung RE ≦ RZ.nM/nS, wobei nM den Brechungsindex des um
gebenden Mediums, nS den Brechungsindex des Zylindermaterials
und RZ den Radius des zugehörigen Zylinders darstellen. Da
durch kann vorteilhafterweise der Wirkungsgrad des Bauele
ments optimiert werden.
Um die Auskopplung der Strahlung weiter zu verbessern ist bei
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zumindest bei
einigen der Zylinder die Kante der Deckfläche abgeschrägt.
Damit wird vorteilhafterweise eine Vergrößerung des Raum
winkels erreicht, aus dem Strahlung aus der Emissionszone mit
einem Einfallswinkel auf eine Grenzfläche zwischen dem
Strahlungsauskoppelelement und dem dieses umgebenden Medium
fällt, der kleiner als der Grenzwinkel der Totalreflexion
ist.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß jedes Strahlungsauskoppelelement im We
sentlichen die Form eines Kugelsegments aufweist und
daß jede der Emissionszonen einen Abstand von einem Scheitel
punkt des jeweils zugehörigen Strahlungsauskoppelelements
aufweist, der gleich dem oder größer als der Radius RK des
Kugelsegments ist.
Bei dieser Ausführungsform ist über Variation der Größe der
Emissionszonen und des Abstandes der Emissionszonen von dem
genannten jeweiligen Scheitelpunkt vorteilhafterweise die Ab
strahlcharakteristik des Bauelements einstellbar. Hierzu
weist besonders bevorzugt jede der Emissionszonen senkrecht
zur Abstrahlrichtung des Bauelements eine im Wesentlichen
kreisförmige Querschnittsfläche auf.
Vorteilhafterweise gilt für den Radius RE jeder Emissionszone
die Beziehung RE ≦ RK.nM/nS, wobei RK den Radius des zugehörigen
Kugelsegments, nM den Brechungsindex des umgebenden Mediums
und nS den Brechungsindex des Kugelsegmentmaterials repräsen
tieren. Der Mittelpunkt der kreisförmigen Querschnittsfläche
der Emissionszone liegt vorteilhafterweise im Wesentlichen
auf der Mittelachse des zugehörigen Kugelsegments.
Um eine gute Vorwärtsabstrahlcharakteristik des Bauelements
zu erhalten, wird der Radius RE der Emissionszonen möglichst
klein, insbesondere kleiner als 0,2.RK, gewählt und ist der
Abstand der Emissionszonen von dem genannten jeweiligen
Scheitelpunkt in etwa gleich [RK.(1 + nM/nS)].
Um eine möglichst gute Lichtauskopplung unter gleichzeitiger
Erhöhung des Wirkungsgrades gegenüber herkömmlichen derarti
gen Bauelementen zu erreichen, ist der Abstand der Emissions
zonen vom Scheitelpunkt des jeweils zugehörigen Kugelsegments
in etwa gleich dem Radius des zugehörigen Kugelsegments und
ist der Radius der Emissionszonen kleiner oder gleich
RK.nM/nS.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfin
dung weist jedes Strahlungsauskoppelelement im Wesentlichen
die Form einer im Querschnitt rhombischen Säule auf, in der
die Emissionszone angeordnet ist. Diese Ausführungsform hat
den besonderen Vorteil, daß Strahlung, die zunächst ausgehend
von der Emissionzone mit einem Einfallswinkel auf die Grenz
fläche zwischen Strahlungsauskoppelelement und umgebenden Me
dium fällt, der größer ist als der Grenzwinkel der Totalre
flexion, nach ein- oder mehrfacher Reflexion aus dem Bauele
ment auskoppelt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
Bauelements ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Fig. 1 bis 6.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Schnittes durch
ein erstes Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Draufsicht von
oben auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Schnittes durch
ein zweites Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer
Draufsicht von oben auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Schnittes durch
ein drittes Ausführungsbeispiel und
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Draufsicht von
oben auf ein viertes Ausführungsbeispiel.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 und 2 handelt
es sich um einen LED-Chip 20, bei dem auf einem Substrat 1,
das beispielweise aus n-GaAs besteht, eine Bragg-Reflektor-
Schicht 16 aufgebracht ist, auf der sich eine Vielzahl von
nebeneinander angeordneten Strahlungsauskoppelelementen 5 be
findet. Jedes der Strahlungsauskoppelelemente 5 weist die
Form eines Zylinders 6 auf, dessen Längsmittelachse (AZ) par
allel zu einer Hauptabstrahlrichtung 9 des LED-Chips liegt.
Unter Hauptabstrahlrichtung 9 des LED-Chips 20 ist diejenige
Richtung zu verstehen, in der ein Großteil der in dem Chip 20
erzeugten elektromagnetischen Strahlung 3 aus diesem aus
tritt.
In jedem Zylinder 6 ist über der Bragg-Reflektor-Schicht 16
eine aktive Schichtenfolge 2 mit einer Emissionszone 4 ange
ordnet, der in Hauptabstrahlrichtung 9 zunächst eine Strom
aperturschicht 14 mit einer Stromdurchlaßöffnung 15 und dieser
wiederum eine Kontaktschicht 17 nachgeordnet ist.
Die aktive Schichtenfolge 2 weist vorzugsweise etwa auf der
Hälfte der Höhe hZ des Zylinders 6 mindestens einen elektro
lumineszierenden pn-Übergang 21 auf und besteht beispielswei
se aus InGaAlP.
Auf der von der aktiven Schichtenfolge 2 abgewandten Seite
des Substrats 1 ist ganzflächig eine Kontaktmetallisierung 19
aufgebracht.
Die Stromaperturschicht 14 dient dazu, den Stromfluß durch
die aktive Schichtenfolge 2 und damit durch den elektrolumi
neszierenden pn-Übergang 21 auf den Bereich der gewünschten
Emissionszone 4 einzugrenzen. Sie besteht beispielsweise aus
AlAs und ist bis auf die Stromdurchlassöffnung 15 oxidiert,
d. h. elektrisch isolierend, jedoch für die in der Emissions
zone 4 erzeugte Strahlung durchlässig.
Eine andere Art der Realisierung der Stromaperturschicht 14
besteht darin, auf die aktive Schichtenfolge 2 eine Schich
tenfolge mit einem entgegengesetzt zum pn-Übergang 21 der ak
tiven Schichtenfolge 2 gepolten pn-Übergang aufzubringen, in
den im Bereich der vorgesehenen Stromdurchlassöffnung 15 ein
Fenster geätzt ist. Die Schichtenfolge mit dem entgegenge
setzt zum pn-Übergang 21 ist für die im Chip erzeugte Strah
lung durchlässig und besteht beispielsweise aus demselben Ma
terial wie die aktive Schichtenfolge 2.
Eine Stromaperturschicht 14 kann alternativ oder zusätzlich
zwischen der aktiven Schichtenfolge 2 und dem Substrat 1 an
geordnet sein.
Die Bragg-Reflektor-Schicht 16 dient dazu, eine von den Emis
sionszonen 4 zum Substrat 1 hin ausgesandte Strahlung wieder
nach vorne zu reflektieren. Derartige Bragg-Reflektor-
Schichten sind an sich bekannt und werden daher an diese
Stelle nicht weitergehend erläutert.
Die Kontaktschicht 17 besteht beispielsweise wiederum aus In-
GaAlP.
Auf der Deckfläche 10 jedes Zylinders 6 befindet sich ein
Ringkontakt 11, der im Wesentlichen nur denjenigen Bereich
des Zylinders 6 bedeckt, durch den aufgrund Totalreflexion an
der Grenzfläche zwischen Zylinder 6 und dem umgebenden Medium
nur wenig oder gar keine Strahlung ausgekoppelt werden würde.
Die Ringkontakte 11 sind untereinander durch elektrisch lei
tende Stege 12 verbunden und ein zentraler Teil der Vorder
seite des LED-Chips ist mit einem Bondpad 18 bedeckt, der mit
den Ringkontakten 11 elektrisch leitend verbunden ist (vgl.
Fig. 2).
Zwischen den Zylindern 6 ist auf der Bragg-Reflektor-Schicht
16 vorzugsweise eine reflektierende Oberfläche oder Schicht
22 vorgesehen, die zumindest einen Teil einer von den Zylin
dern 6 zum Substrat 1 hin ausgesandten Strahlung wieder zur
Abstrahlrichtung 9 hin reflektiert.
Die Zylinder 6 werden beispielsweise mittels ganzflächigem
epitaktischem Aufbringen der Bragg-Reflektor-Schicht 16, der
aktiven Schichtenfolge 2, der Stromaperturschicht 14 und der
Kontaktschicht 17 auf das Substrat 1 und nachfolgender Foto
lithographie-Technik und Ätzen hergestellt.
Eine andere Methode zur Erzeugung der Zylinder 6 besteht dar
in, daß zunächst auf die Bragg-Reflektor-Schicht 16 eine Mas
kenschicht aufgebracht wird, in die nachfolgend mittels Foto
lithographie-Technik und Ätzen kreisrunde Fenster geätzt wer
den. In diesen Fenstern werden nachfolgend die aktive Schich
tenfolge 2, die Stromaperturschicht 14 und die Kontaktschicht
17 epitaktisch abgeschieden. Die Maskenschicht ist hierbei so
gewählt, daß auf dieser im Wesentlichen keine epitaktische
Abscheidung des Materials der aktiven Schichtenfolge 2, der
Stromaperturschicht 14 und der Kontaktschicht 17 erfolgt. Die
Maskenschicht wird nach dem Abscheiden der Zylinder 6 bei
spielsweise mittels Ätzen entfernt.
Die Stromdurchlassöffnung 15 wird im Falle einer dafür ver
wendeten oxidierbaren Schicht dadurch erzeugt, daß diese oxi
dierbare Schicht nach dem Herstellen der Zylinder 6 mittels
Tempern in einer sauerstoffhaltigen oder feuchten Atmosphäre
von außen nach innen bis auf die gewünschte Stromdurchlass
öffnung 15 oxidiert und damit elektrisch isolierend gemacht
wird.
Im Falle der Verwendung eines entgegengesetzt zum pn-Übergang
21 der aktiven Schichtenfolge 2 gepolten pn-Übergangs für die
Stromaperturschicht 14 wird zum Herstellen der Stromdurchlass
öffnung 15 nach dem Aufwachsen der Schichtenfolge für den
entgegengesetzt gepolten pn-Übergang in diese vor dem Auf
bringen der Kontaktschicht 17 mittels Fotolithographie-
Technik und Ätzen ein Fenster geätzt, das die Stromdurchlass
öffnung 15 definiert.
Bei einer nochmals anderen Ausführungsform, die keine Strom
aperturschicht 14 benötigt, wird der elektrolumineszierende
pn-Übergang nicht ganzflächig über dem Substrat erzeugt, son
dern nur lokal in den Bereichen der vorgesehenen Emissionszo
nen 4, beispielsweise mittels Ionenimplantation in der akti
ven Schichtenfolge 2 ausgebildet. Dazu wird nach dem Aufwach
sen der aktiven Schichtenfolge 2 auf diese eine Maskenschicht
aufgebracht, die Fenster zur Ionenimplantation aufweist.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 und 4 handelt
es sich wieder um einen LED-Chip 20, bei dem auf einem Sub
strat 1, das beispielweise aus n-GaAs besteht, eine Bragg-
Reflektor-Schicht 16 aufgebracht ist. Auf dieser Bragg-
Reflektor-Schicht 16 befindet sich eine aktive Schichtenfolge
2 mit mindestens einem elektrolumineszierenden pn-Übergang 21,
in der eine Mehrzahl von Emissionszonen 4 angeordnet sind.
Der aktiven Schichtenfolge 2 ist in Hauptabstrahlrichtung 9
des Bauelements eine Stromaperturschicht 14 mit einer Mehr
zahl von Stromdurchlassöffnungen 15 nachgeordnet. Die Strom
durchlassöffnungen 15 dienen auch hier dazu, den Stromfluß
durch die aktive Schichtenfolge 2 und damit durch den elek
trolumineszierenden pn-Übergang 21 auf den Bereich der ge
wünschten Emissionszonen 4 einzugrenzen.
Eine derartige Stromaperturschicht 14 kann alternativ oder
zusätzlich zwischen der aktiven Schichtenfolge 2 und dem Sub
strat 1 angeordnet sein.
Weiterhin ist jeder Emissionszone 4 in Hauptabstrahlrichtung
9 des Bauelements ein Strahlungsauskoppelelement 5 nachgeord
net, das die Form eines Kugelsegments 7, hier einer Halbku
gel, aufweist. Zwischen den Kugelsegmenten 7 ist auf der
Stromaperturschicht 14 ein ohmscher Kontakt 23 aufgebracht,
der lediglich die Ränder der Kugelsegmente 7 bedeckt.
In einem Teilbereich der Chip-Vorderseite, die keine Kugel
segmente 7 aufweist, ist auf der Stromaperturschicht 14 ein
Bondpad 18 ausgebildet, der mit dem ohmschen Kontakt 23 elek
trisch leitend verbunden ist (vgl. Fig. 4).
Jede der Emissionszonen 4 weist bevorzugt eine senkrecht zu
einer Abstrahlrichtung des Bauelements liegende Querschnitts
fläche auf, die im Wesentlichen kreisförmig ist und einen Ra
dius RE besitzt, der gleich dem oder kleiner als der Radius
RK des zugehörigen Kugelsegments 7 ist.
Für den Radius RE jeder Emissionszone 4 gilt RE ≦ RK.nM/nS, wo
bei RK den Radius des zugehörigen Kugelsegments 7, nM den Bre
chungsindex des umgebenden Mediums M, z. B. Kunststoff, und
nS den Brechungsindex des Kugelsegmentmaterials darstellen.
Der Mittelpunkt der kreisförmigen Querschnittsfläche der
Emissionszone 4 liegt im Wesentlichen auf der Mittelachse AK
des zugehörigen Kugelsegments 7.
Für den Abstand d der Emissionszonen 4 vom Scheitelpunkt S
des jeweils zugeordneten Kugelsegments 7 gilt vorzugsweise
RK ≦ d ≦ RK.(1 + nM/nS).
Die Stromaperturenschicht 14 besteht beispielsweise aus oxi
dierbarem Halbleitermaterial. Dieses ist bis auf Stromdurch
lassöffnungen 15, die die Größe der Emissionszonen 4 in der
aktiven Schichtenfolge 2 definieren, oxidiert und folglich
elektrisch isolierend aber für die von den Emissionszonen 4
ausgesandte Strahlung durchlässig.
Eine andere Art der Realisierung der Stromaperturschicht 14
besteht darin, auf die aktive Schichtenfolge 2 eine Schich
tenfolge mit einem entgegengesetzt zum pn-Übergang 21 der ak
tiven Schichtenfolge 2 gepolten pn-Übergang aufzubringen, in
den im Bereich der vorgesehenen Stromdurchlassöffnungen 15
Fenster ausgebildet sind.
Die Kugelsegmente 7 bestehen vorzugsweise aus einem Halblei
termaterial, das elektrisch leitend und für die von dem Bau
element ausgesandte elektromagnetische Strahlung 3 durchläs
sig ist. Im Falle einer aktiven Schichtenfolge 2 aus InGaAlP
eignen sich vorzugsweise Kugelsegmente 7 aus leitfähig do
tiertem InGaAlP.
Bei einer ersten Variante zur Herstellung eines Bauelements
gemäß dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 wird nach dem Auf
bringen der aktiven Schichtenfolge 2, die z. B. eine n
dotierte und eine p-dotierte InGaAlP-Schicht aufweist, eine
oxidierbare leitend dotierte Halbleiterschicht aufgebracht,
die beispielsweise aus AlAs besteht. Nachfolgend wird eine
elektrisch leitend dotierte strahlungsdurchlässige Halblei
terschicht, im vorliegenden Beispielfall eine p-dotierte In-
GaAlP-Halbleiterschicht, aufgebracht. In dieser werden dann
mittels Ätzen die Kugelsegmente 7 ausgebildet, derart, daß
zwischen den Kugelsegmenten 7 die oxidierbare Halbleiter
schicht freigelegt ist. In einem Oxidationsprozeß in sauer
stoffhaltiger Atmosphäre wird nachfolgend die oxidierbare
Schicht von außen nach innen bis auf die vorgesehenen Strom
durchlassöffnungen 15 aufoxidiert. Nachfolgend wird der ohm
sche Kontakt 23, z. B. in Form einer bekannten Kontaktmetal
lisierung, aufgebracht, der im Wesentlichen nur die Ränder
der Kugelsegmente 7 bedeckt.
Gemäß einer zweiten Variante zur Herstellung eines Bauele
ments gemäß dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 wird nach dem
Aufbringen der aktiven Schichtenfolge 2, die z. B. eine n
dotierte 26 und eine p-dotierte InGaAlP-Schicht 27 aufweist,
auf dieser eine Schichtenfolge mit einem entgegengesetzt zum
pn-Übergang 21 der aktiven Schichtenfolge 2 gepolten pn-
Übergang aufgebracht. Dazu wird im genannten Beispielfall
vorzugsweise auf der p-InGaAlP-Schicht eine p- und dann eine
n-dotierte InGaAlP-Schicht durch epitaktisches Wachstum auf
gebracht, vorzugsweise ohne die Abscheidung zu unterbrechen.
Anschließend wird nach vorheriger Anwendung einer Fotolitho
graphie-Technik die n-dotierte InGaAlP-Schicht der Schichten
folge mit dem entgegengesetzt gepolten pn-Übergang im Bereich
der gewünschten Stromdurchlassöffnung durch Ätzen entfernt.
Danach wird auf der freigelegten p-InGaAlP-Schicht und auf
der stehengebliebenen n-InGaAlP-Schicht eine p-InGaAlP-
Schicht mit einer Dicke D aufgewachsen. In diese wird nach
folgend eine Mehrzahl von Halbkugeln 7 geätzt, derart, daß
zwischen den Halbkugeln 7 die n-InGaAlP-Schicht freigelegt
ist. Anschließend wird der ohmsche p-Kontakt 23 aufgebracht,
der im Wesentlichen nur die Kugelränder bedeckt. Der Bondpad
18 wird in gleicher Weise wie bei der oben beschriebenen er
sten Variante aufgebracht. Der ohmsche Kontakt 23 und der
Bondpad 18 können unmittelbar auf die n-dotierte InGaAlP-
Sperrschicht aufgebracht werden. Sollte es erforderlich sein,
so kann zum Schutz gegen Durchkontaktieren der Bondpad mit
einem isolierenden Oxid, einem isolierenden Nitrid oder mit
einer protonenimplantierten, isolierenden Schicht unterlegt
sein.
Die Bragg-Reflektor-Schicht 16 ist optional und kann sowohl
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 als auch bei denen
gemäß den Fig. 3 und 5 weggelassen oder bei einem Substrat
1, das für die ausgesandte elektromagnetische Strahlung
durchlässig ist, durch eine reflektierende Rückseite des Sub
strats 1 ersetzt werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von
dem der Fig. 3 im Wesentlichen dadurch, daß an Stelle der
Halbkugeln 7 als Strahlungsauskoppelelemente 5 Kegelstümpfe
oder Polyeder 24 vorgesehen sind.
Zur Herstellung der Kegelstümpfe oder Polyeder 24 wird bei
einem Verfahren der oben beschriebenen zweiten Variante nach
dem Herstellen der Stromaperturschicht 14 auf deren n-
InGaAlP-Schicht eine Oxidmaske 25 aufgebracht, die so struk
turiert und ausgerichtet ist, daß sie um die Stromdurchlaß
öffnung 15 herum eine Fläche ausspart, die im Wesentlichen
der Größe der Grundfläche der vorgesehenen Kegelstümpfe oder
Polyeder 24 entspricht. Durch geeignete Abscheidebedingungen
wird nachfolgend auf dem freigelegten p-InGaAlP-Fleck der
Stromdurchlaßöffnung 15 und auf der nicht von der Oxidmaske
25 bedeckten Fläche der n-InGaAlP-Schicht der Stromapertur
schicht 14 eine p-InGaAlP-Schicht selektiv epitaktisch abge
schieden, was heißt, daß auf der Oxidmaske keine epitaktische
Abscheidung erfolgt. Die Wachstumsbedingungen werden dabei so
gewählt, daß die Kegelstümpfe oder Polyeder 24 entstehen.
Nachfolgend wird zwischen den Kegelstümpfen oder Polyedern 24
auf die Oxidmaske 25 ein ohmscher p-Kontakt 23 aufgebracht,
der im Wesentlichen nur die Ränder der Kegelstümpfe oder Po
lyeder 24 bedeckt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von
dem der Fig. 1 im Wesentlichen dadurch, daß die Strahlungs
auskoppelelemente 5 hier im Wesentlichen jeweils die Form ei
ner im Querschnitt rhombischen Säule aufweisen. Die Vorteile
dieser Ausgestaltung bestehen, wie bereits im allgemeinen
Teil der Beschreibung angeführt, darin, daß Strahlung, die
zunächst ausgehend von der Emissionzone 4 mit einem Einfalls
winkel auf die Grenzfläche zwischen Strahlungsauskoppelele
ment 5 und umgebenden Medium M fällt, der größer ist als der
Grenzwinkel der Totalreflexion, nach ein- oder mehrfacher To
talreflexion letztendlich doch aus dem Bauelement auskoppelt.
Claims (25)
1. Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement, ins
besondere LED-Chip, bei dem
die aktive Schichtenfolge (2) eine Mehrzahl von in Bezug auf die Abstrahlrichtung (9) nebeneinander angeordnete Emissions zonen (4) aufweist und daß die Strahlungsauskoppelschicht (13) für jede dieser Emissionszonen (4) ein dieser zugeordne tes Strahlungsauskoppelelement (5) aufweist, durch das eine in der zugehörigen Emissionszone (4) erzeugte elektromagneti sche Strahlung aus dem Bauelement ausgekoppelt wird.
- - auf einem Substrat (1) eine aktive Schichtenfolge (2) ange ordnet ist, die geeignet ist, bei Stromfluß durch das Bauele ment elektromagnetische Strahlung (3) auszusenden,
- - der aktiven Schichtenfolge (2) in einer Abstrahlrichtung (9) des Bauelements eine Strahlungsauskoppelschicht (13) nachgeordnet ist, durch die zumindest ein Teil der elektroma gnetischen Strahlung aus dem Bauelement ausgekoppelbar ist, und bei dem
- - an die Strahlungsauskoppelschicht (13) ein Medium angrenzt, dessen Brechungsindex (nM) kleiner ist als der Brechungsindex (nS) des Materials der Strahlungsauskoppelschicht (13),
die aktive Schichtenfolge (2) eine Mehrzahl von in Bezug auf die Abstrahlrichtung (9) nebeneinander angeordnete Emissions zonen (4) aufweist und daß die Strahlungsauskoppelschicht (13) für jede dieser Emissionszonen (4) ein dieser zugeordne tes Strahlungsauskoppelelement (5) aufweist, durch das eine in der zugehörigen Emissionszone (4) erzeugte elektromagneti sche Strahlung aus dem Bauelement ausgekoppelt wird.
2. Bauelement gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strahlungsauskoppelelemente (5) jeweils die Form ei nes Zylinders (6) aufweisen, dessen Längsmittelachse (AZ) im Wesentlichen parallel zur Abstrahlrichtung (9) liegt, und
daß die Emissionszonen (4) im jeweils zugeordneten Zylinder (6) oder in Abstrahlrichtung (9) des Bauelements gesehen vor dem jeweils zugeordneten Zylinder (6) angeordnet ist.
daß die Strahlungsauskoppelelemente (5) jeweils die Form ei nes Zylinders (6) aufweisen, dessen Längsmittelachse (AZ) im Wesentlichen parallel zur Abstrahlrichtung (9) liegt, und
daß die Emissionszonen (4) im jeweils zugeordneten Zylinder (6) oder in Abstrahlrichtung (9) des Bauelements gesehen vor dem jeweils zugeordneten Zylinder (6) angeordnet ist.
3. Bauelement gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Emissionszonen (4) jeweils eine senkrecht zur Mittelachse
(AZ) des zugehörigen Zylinders (6) liegende Querschnittsflä
che aufweisen, die im Wesentlichen kreisförmig ist und den
selben oder einen kleineren Durchmesser als der zugehörige
Zylinder (6) aufweist.
4. Bauelement gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Mittelpunkt der kreisförmigen Querschnittsfläche jeder
Emissionszone (4) im Wesentlichen auf der Mittelachse (AZ)
des zugehörigen Zylinders (6) liegt.
5. Bauelement gemäß Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe und Form der Emissionszonen (4) jeweils mittels ei
ner Stromaperturschicht (14) mit einer Stromdurchlassöffnung
(15), die kleiner ist als die Querschnittsfläche des zugehö
rigen Zylinders (5), definiert ist.
6. Bauelement gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
für die Höhe hZ jedes Zylinders (6) gilt:
hZ ≅ 2.tanαG.(RZ + RE)
mit:
αG: Grenzwinkel der Totalreflexion beim Übergang vom Zylinder (6) zum umgebenden Medium (M)
RZ: Radius des Zylinders (6)
RE: Radius der zugehörigen Emissionszone (4)
und daß die Emissionszone (4) im Wesentlichen in halber Höhe (hZ) des zugehörigen Zylinders (6) angeordnet ist.
hZ ≅ 2.tanαG.(RZ + RE)
mit:
αG: Grenzwinkel der Totalreflexion beim Übergang vom Zylinder (6) zum umgebenden Medium (M)
RZ: Radius des Zylinders (6)
RE: Radius der zugehörigen Emissionszone (4)
und daß die Emissionszone (4) im Wesentlichen in halber Höhe (hZ) des zugehörigen Zylinders (6) angeordnet ist.
7. Bauelement gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
für jede Emissionszone (4) gilt:
RE ≦ RZ.nM/nS
wobei:
RE: Radius der Emissionszone (4)
nM: Brechungsindex des umgebenden Mediums (M)
nS: Brechungsindex des Zylindermaterials
RZ: Radius des zugehörigen Zylinders (6).
RE ≦ RZ.nM/nS
wobei:
RE: Radius der Emissionszone (4)
nM: Brechungsindex des umgebenden Mediums (M)
nS: Brechungsindex des Zylindermaterials
RZ: Radius des zugehörigen Zylinders (6).
8. Bauelement gemäß einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf einer Deckfläche (10) eines jeden Zylinders (6) eine ringförmige Kontaktmetallisierung (11) zur Bestromung der zugehörigen Emissionszonen (4) vorgesehen ist, die am Rand der Deckfläche verläuft, und
daß alle Kontaktmetallisierungen (11) untereinander mittels elektrisch leitender Stege (12) verbunden sind.
dadurch gekennzeichnet, daß
auf einer Deckfläche (10) eines jeden Zylinders (6) eine ringförmige Kontaktmetallisierung (11) zur Bestromung der zugehörigen Emissionszonen (4) vorgesehen ist, die am Rand der Deckfläche verläuft, und
daß alle Kontaktmetallisierungen (11) untereinander mittels elektrisch leitender Stege (12) verbunden sind.
9. Bauelement gemäß einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest bei einigen der Zylinder (6) die Kante der
Deckfläche (10) abgeschrägt ist.
10. Bauelement gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Strahlungsauskoppelelement (5) im Wesentlichen die Form eines Kugelsegments (7) aufweist und
daß jede der Emissionszonen (4) einen Abstand (d) von einem Scheitelpunkt (S) des jeweils zugehörigen Strahlungsauskoppel elements (5) aufweist, der gleich dem oder größer als der Radius (RK) des Kugelsegments (7) ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Strahlungsauskoppelelement (5) im Wesentlichen die Form eines Kugelsegments (7) aufweist und
daß jede der Emissionszonen (4) einen Abstand (d) von einem Scheitelpunkt (S) des jeweils zugehörigen Strahlungsauskoppel elements (5) aufweist, der gleich dem oder größer als der Radius (RK) des Kugelsegments (7) ist.
11. Bauelement gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede der Emissionszonen (4) eine senkrecht zu einer Abstrahl
richtung des Bauelements liegende Querschnittsfläche auf
weist, die im Wesentlichen kreisförmig ist und einen Radius
(RE) aufweist, der gleich dem oder kleiner als der Radius
(RK) des zugehörigen Kugelsegments (7) ist.
12. Bauelement gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
für den Radius RE jeder Emissionszone (4) gilt:
RE ≦ RK.nM/nS
wobei:
RK: Radius des zugehörigen Kugelsegments (7)
nM: Brechungsindex des umgebenden Mediums (M)
nS: Brechungsindex des Kugelsegmentmaterials
und daß der Mittelpunkt (ME) der kreisförmigen Querschnitts fläche der Emissionszone (4) im Wesentlichen auf der Mittel achse (AK) des zugehörigen Kugelsegments (7) liegt.
RE ≦ RK.nM/nS
wobei:
RK: Radius des zugehörigen Kugelsegments (7)
nM: Brechungsindex des umgebenden Mediums (M)
nS: Brechungsindex des Kugelsegmentmaterials
und daß der Mittelpunkt (ME) der kreisförmigen Querschnitts fläche der Emissionszone (4) im Wesentlichen auf der Mittel achse (AK) des zugehörigen Kugelsegments (7) liegt.
13. Bauelement gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
für jede Emissionszone (4) gilt:
RK ≦ d ≦ RK.(1 + nM/nS)
mit:
d: Abstand der Emissionszone (4) vom Scheitelpunkt (S) des Kugelsegments (7).
RK ≦ d ≦ RK.(1 + nM/nS)
mit:
d: Abstand der Emissionszone (4) vom Scheitelpunkt (S) des Kugelsegments (7).
14. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Substrat
(1) ganzflächig die aktive Schichtenfolge (2) aufgebracht
ist, die eine elektrolumineszierende Schicht aufweist, daß
über der aktiven Schichtenfolge (2) eine Stromaperturen
schicht (14) aus oxidierbarem Halbleitermaterial angeordnet
ist, die bis auf Stromdurchlassöffnungen (15), die die Größe
der Emissionszonen (4) in der aktiven Schichtenfolge (2) de
finieren, oxidiert und folglich elektrisch isolierend aber
für die von den Emissionszonen (4) ausgesandte Strahlung
durchlässig ist, und
daß über dieser Stromaperturenschicht (14) eine weitere Halb
leiterschicht angeordnet ist, in der die Strahlungsauskoppel
elemente (5) ausgebildet sind.
15. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Substrat
(1) ganzflächig die aktive Schichtenfolge (2) aufgebracht
ist, die eine elektrolumineszierende Schicht aufweist, daß
über der aktiven Schichtenfolge (2) eine Stromaperturen
schicht (14) angeordnet ist, die bis auf Stromdurchlassöff
nungen (15), die die Größe der Emissionszonen (4) in der ak
tiven Schichtenfolge (2) definieren, einen entgegengesetzt
zur Durchlaßrichtung des Bauelements gepolten pn-Übergang
aufweist, und daß über dieser Stromaperturenschicht (14) eine
weitere Halbleiterschicht angeordnet ist, in der die Strah
lungsauskoppelelemente (5) ausgebildet sind.
16. Bauelement gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Strahlungsauskoppelelement (5) im Wesentlichen die
Form einer im Querschnitt rhombischen Säule (8) aufweist.
17. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlungsauskoppelelemente (5) im Wesentlichen aus Halb
leitermaterial bestehen, das für die von dem Bauelement aus
gesandte Strahlung durchlässig ist, und mittels herkömmlicher
naß- oder trockenchemischer Ätzverfahren monolithisch erzeugt
sind.
18. Bauelement nach einem der Ansprüche 2 bis 9 oder 16 oder
17,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine zwischen den Strahlungsauskoppelelementen (5) vorhandene
Oberfläche des Bauelements reflektierend ausgebildet ist.
19. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß einem
der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zylinder (6) mittels ganzflächigem epitaktischem Aufbrin
gen der aktiven Schichtenfolge (2), einer Stromaperturschicht
(14) und einer Kontaktschicht (17) auf das Substrat (1) und
nachfolgender Fotolithographie-Technik und Ätzen hergestellt
werden.
20. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß einem
der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
zunächst auf das Substrat (1) eine Maskenschicht aufgebracht wird, in die nachfolgend mittels Fotolithographie-Technik und Ätzen kreisrunde Fenster geätzt werden,
daß in diesen Fenstern nachfolgend jeweils die aktive Schich tenfolge (2), eine Stromaperturschicht (14) und eine Kontakt schicht (17) epitaktisch abgeschieden werden, wobei die Mas kenschicht hierbei so gewählt wird, daß auf dieser im Wesent lichen keine epitaktische Abscheidung des Materials der akti ven Schichtenfolge (2), der Stromaperturschicht (14) und der Kontaktschicht (17) erfolgt.
zunächst auf das Substrat (1) eine Maskenschicht aufgebracht wird, in die nachfolgend mittels Fotolithographie-Technik und Ätzen kreisrunde Fenster geätzt werden,
daß in diesen Fenstern nachfolgend jeweils die aktive Schich tenfolge (2), eine Stromaperturschicht (14) und eine Kontakt schicht (17) epitaktisch abgeschieden werden, wobei die Mas kenschicht hierbei so gewählt wird, daß auf dieser im Wesent lichen keine epitaktische Abscheidung des Materials der akti ven Schichtenfolge (2), der Stromaperturschicht (14) und der Kontaktschicht (17) erfolgt.
21. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß einem
Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Stromaperturschicht (14) eine oxidierbare Schicht verwen
det wird, die nach dem Herstellen der Zylinder (6) mittels
Tempern in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre von außen nach
innen bis auf die gewünschten Stromdurchlassöffnungen (15)
oxidiert und damit elektrisch isolierend gemacht wird.
22. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß einem
Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die aktive
Schichtenfolge (2) mit dem elektrolumineszierenden pn-
Übergang (21) ein entgegengesetzt zum pn-Übergang (21) der
aktiven Schichtenfolge (2) gepolter pn-Übergang aufgebracht
wird, in den zum Herstellen der Stromdurchlassöffnung (15)
vor dem Aufbringen der Kontaktschicht (17) mittels Fotolitho
graphie-Technik und Ätzen ein Fenster geätzt wird, das die
Stromdurchlassöffnung (15) definiert.
23. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß einem
der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zylinder (6) mittels ganzflächigem epitaktischem Aufbrin
gen der aktiven Schichtenfolge (2), Herstellen der Emissions
zonen (4) in der aktiven Schichtenfolge (2) mittels Ionenim
plantation, Aufbringen einer Kontaktschicht (17) auf das Sub
strat (1) und nachfolgender Fotolithographie- und Ätztechnik
hergestellt werden.
24. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß Anspruch
14,
dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Aufbringen der aktiven Schichtenfolge (2) auf das
Substrat (1) eine oxidierbare leitend dotierte Halbleiter
schicht aufgebracht wird, daß auf diese eine elektrisch lei
tend dotierte strahlungsdurchlässige Halbleiterschicht aufge
bracht wird, daß in dieser mittels Ätzen Kugelsegmente (7)
ausgebildet werden, derart, daß zwischen den Kugelsegmenten
(7) die oxidierbare Halbleiterschicht freigelegt ist, und daß
in einem Oxidationsprozeß in sauerstoffhaltiger Atmosphäre
nachfolgend die oxidierbare Schicht von außen nach innen bis
auf die Stromdurchlassöffnungen (15) aufoxidiert wird.
25. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements gemäß Anspruch
1 und Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Strahlungsauskoppelelemente (5) Kegelstümpfe oder Po
lyeder (24) vorgesehen sind, zu deren Herstellung nach dem
Herstellen der Stromaperturschicht (14) auf dieser eine Oxid
maske (25) aufgebracht wird, die so strukturiert und ausge
richtet wird, daß sie um die Stromdurchlaßöffnungen (15) her
um eine Flächen aussparen, die im Wesentlichen der Größe der
Grundfläche der vorgesehenen Kegelstümpfe oder Polyeder (24)
entsprechen, daß nachfolgend auf der nicht von der Oxidmaske
(25) bedeckten Fläche der Stromaperturschicht (14) unmittel
bar die Kegelstümpfe oder Polyeder (24) selektiv abgeschieden
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19911717A DE19911717A1 (de) | 1999-03-16 | 1999-03-16 | Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement und Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19911717A DE19911717A1 (de) | 1999-03-16 | 1999-03-16 | Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement und Verfahren zu dessen Herstellung |
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|---|---|
| DE19911717A1 true DE19911717A1 (de) | 2000-09-28 |
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ID=7901185
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19911717A Ceased DE19911717A1 (de) | 1999-03-16 | 1999-03-16 | Monolithisches elektrolumineszierendes Bauelement und Verfahren zu dessen Herstellung |
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