DE19911425A1 - Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-Vorschaltgerät - Google Patents
Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-VorschaltgerätInfo
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Abstract
Um Leuchten-Vorschaltgeräte flexibel aber bedienungsfreundlich betreiben zu können, erfolgt die Betriebsvorgabe über einen Steuerungsmodul, an dessen Prozessor - auch individuell über eine Fernsteuerung - manuell zu betätigende und/oder sensorisch betätigte Stellelemente anschließbar sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
In dem Beitrag "Elektronische Vorschaltgeräte sparen kräftig Energie" in der Frankfurter Allge
meinen Zeitung vom 12.10.98 auf Seite 25 ist dargelegt, daß die modernen, von Wirkungsgrad
her gegenüber den herkömmlichen Glühlampen sehr viel effizienteren Leuchtmittel nicht ohne
Vorschaltgerät betreibbar sind. Das ist gewöhnlich in ein Leuchtengehäuse eingebaut und ver
sorgt von dort aus wenigstens ein, oft auch gleich mehrere zusammengeschaltete Leuchtmittel,
bis zu einem ganzen Leuchtenband oder Leuchtenfeld in einem großen Raum. Die Funktion des
Vorschaltgerätes umfaßt gewöhnlich eine Spannungsanpassung samt Zünd- oder Startschaltung
das Leuchtmittel und eine Dimmschaltung in Form einer Phasenanschnittsteuerung. Norma
lerweise ist ein solches, modernes Vorschaltgerät mit der aus dem standardisierten EIB-Buspro
tokoll abgeleiteten, unterdessen weit verbreiteten Schnittstelle "S = 1 . . . 10 Volt" für manuelle
oder sensorische Dimmsteuerung der angeschlossene Leuchtmittel ausgestattet.
Insbesondere wenn erst nachträglich weitere Steuerungsmöglichkeiten eröffnet werden sollen,
etwa das zentrale Ein- und Ausschalten der gesamten Beleuchtung oder nur der Leuchten eines
bestimmten Bereiches, eventuell auch mit reduzierter Helligkeit bei Ansprechen eines Bewe
gungsmelders, oder ein periodisches vorübergehendes Abschalten aus der niedrigsten Hellig
keitsstufe heraus, dann sind regelmäßig - selbst wenn statt individueller Anschlüsse ein Steuer
bus verlegt wird - zeit- und kostenaufwendige Installationsarbeiten durchzuführen, um be
stimmte oder alle betroffenen Vorschaltgeräte für solche weiteren Ansteuerungsmöglichkeiten
zu erfassen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Konzept für auch erst nachträglich und
jedenfalls wesentlich flexibler variierbare Ansteuerungsmöglichkeiten von einzelnen Vorschalt
geräten oder auch von Gruppen aus ihnen anzugeben und dabei noch die Möglichkeit zu eröff
nen, dafür praktisch keiner störenden Installationsarbeiten mehr zu bedürfen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 ein Steuerungsmodul vorgesehen, das ein
gangeseitig für Beaufschlagung mit so unterschiedlichen Eingangsvariablen wie über manuell
betätigbare Schalter, Fernwirkstrecken oder Sensoren vorbereitet ist und ausgangsseitig wenig
stens ein Vorschaltgerät, standardmäßig aber eine größere Abzahl von Vorschaltgeräten für eine
Vielzahl von Leuchtmitteln gleichzeitig und gleichförmig betreibt. Der apparative Aufbau dieses
Steuerungsmoduls weist zweckmäßigerweise im wesentlichen die gleiche schlanke Form wie die
eingeführten Vorschaltgeräte auf und kann deshalb ohne weiteres zusätzlich zum Vorschaltge
rät, parallel dazu oder stirnseitig vor diesem, in ein gestrecktes Leuchtengehäuse eingebaut wer
den, wie es etwa bei Langfeldleuchten anzutreffen ist.
Das Steuerungsmodul ist über eine Signalleitung mit dem wenigstens einen Vorschaltgerät ver
bunden, um darüber den Dimmzustand der nachgeschalteten Leuchtmittel zu steuern, wofür die
Signalleitung ein variables Potential zwischen 1 Volt und 10 Volt Gleichspannung führt. Solch
eine Niederspannungs-Signalleitung ist unauffällig auch nachträglich noch verlegbar, wenn ein
Vorschaltgerät über solches Steuerungsmodul betrieben werden soll, das nicht unmittelbar beim
Vorschaltgerät ins Leuchtengehäuse eingebaut wird.
Ferner liegt das Steuerungsmodul, nämlich mit einem potentialfreien Leistungs-Schaltkontakt
wie demjenigen eines Lastrelais, im Versorgungskreis vom Hausnetz zu den Leuchtmitteln, also
zu deren gemeinsamem Vorschaltgerät, so daß alle diesem Vorschaltgerät zugeordneten
Leuchtmittel gleichzeitig und zentral über das Steuerungsmodul ein- und wieder ausgeschaltet
sowie gedimmt werden können. Das ermöglicht es, mittels des Prozessors im Steuerungsmodul
über eine Abfrage der Ausgabe des niedrigsten Dimmzustandes auf die Signalleitung (also bei
Abgabe von 1 Volt Steuerspannung) den Schaltkontakt aufzusteuern und dadurch alle Leucht
mittel hinter diesem Steuerungsmodul nach Herunterfahren auf niedrigste Dimmung dann
ohmsch vom Netz zu nehmen, also echt abzuschalten und so einen fortdauernden Betrieb mit
Restlicht zu vermeiden.
Wenn mehrere Vorschaltgeräte individuell, also unabhängig von einander, unterschiedlich be
trieben werden sollen, dann können sie parallel zur Dimm-Steuerleitung noch über einen der
gängigen - vorzugsweise über einen seriellen und deshalb als einfache Signalleitung ebenfalls
unproblematisch verlegbaren - Adreßbus an ein gemeinsames Steuerungsmodul mit adressierba
rern Ausgang angeschlossen werden, um über dieses vorzugeben, das Vorschaltgerät mit wel
cher Adresse auf eine bestimmte von momentan anstehenden Steuerungsvorgaben reagieren
soll. Noch unkomplizierter wird aber selbst die nachträgliche Installation für die Ansteuerung
von gruppenweise auswählbaren Vorschaltgeräten (jeweils mit den ihnen nachgeschalteten
Leuchtmitteln), wenn jede Gruppe - zusammengefaßt z. B. nach Maßgabe der Positionierung
vorn Leuchtmitteln in einem Großraum - einem gemeinsamen Steuerungsmodul nachgeschaltet
ist, der mit einem Empfänger für drahtlose Informationsübermittlung ausgestattet wird, welcher
gemäß einem weiteren Aspekt vorliegender Erfindung an einer dafür vorbereiteten Schnittstelle
des Steuerungsmoduls leicht als Steck-Komponente nachrüstbar ist. Der Fernsteuer-Sender ist
zweckmäßigerweise ein Handgerät mit einem Wahlschalter etwa in F arm mehrerer Tastschalter
zum individuellen Ansprechen eines bestimmten Steuerungsmoduls über seinen in Reichweite
des Handsenders liegenden Empfänger und somit zum Ansteuern einer bestimmten Gruppe von
Vorschaltgeräten, also bestimmter Leuchtengruppen. Wenn und solange am Handgerät eine
bestimmte Fernsteuer-Taste betätigt wird, wird über den zugeordneten Steuerungsmodul die
diesem nachgeschaltete Leuchten-Gruppe eingeschaltet und dann zyklisch immer wieder lang
sam nacheinander hoch- und abgedimmt. Der Dimmzustand, bei dem die Taster-Betätigung
beendet wird, wird im Steuerungsmodul abgespeichert und beibehalten, bis wieder eine Änderung eingegeben wird.
Zusätzlich zu den Auswahltastern ist zweckmäßigerweise eine Taste für zentrale AUS-Schaltung
aller über diese Sender-Empfänger-Strecke vom Steuerungsmodul beeinflußten Vorschaltgeräte,
also aller erfaßten Leuchten vorgesehen. So können über die Tasten des Handgerätes fernge
steuert verschiedene Steuerungsmodule (also Leuchtengruppen) unterschiedlich eingestellt wer
den, um etwa in einem Großraumbüro abhängig von den unterschiedlichen Verkehrsflächen ein
bestimmtes Helligkeitsprofil einzustellen. Ein solches Szenario kann ebenso leicht danach wieder
verändert, insbesondere wechselnden, etwa tageslichtabhängigen oder nutzungsabhängigen An
forderungen angepaßt werden. Um jeweils ohne weiteres wieder die selben Einstellungen zu
treffen, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wenigstens ein Speicher für den aktuellen
Ansteuerungszustand von Steuerungsmodulen über ihre Fernsteuer-Auswahltaster vorgesehen.
Das Sender-Handgerät vertilgt dafür zweckmäßigerweise über weitere Schalter zur hier soge
nannten Szenenspeicherung. Bei deren aufeinanderfolgenden Betätigungen wird jeweils die ge
rade über die Gruppe der Steuerungs-Tastschalter vorgegebene Helligkeitsverteilung (d. h. die
Verteilung der Dimmzustände der einzelnen Steuerungsmodule) abgespeichert. So können dann
später die für verschiedene Szenarien einmal ausprobierten und dann jeweils eingespeicherten
Beleuchtungsverhältnisse durch einfachen Speicherabruf wieder hergestellt werden.
Ein besonderes Problem kann es darstellen, nach der Installation der mit den Fernsteuer-Emp
fängern ausgestattetem Steuerungsmodule bestimmte Module bestimmten Tasten eines Handsen
ders zuzuordnen; denn interne Umschaltungen zum Sender-Empfänger-Abgleich auf überein
stimmende Kodierungen sind dem Elektroinstallateur nicht zuzumuten. Diese Zusatzaufgabe ist
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder auf Fernbedienung ausgerüstete Steuerungsmodul
mit einem Zufallsgenerator zur Lieferung einer Zahl (etwa einfach einem willkürlich gestoppten
Zähler) aus einem begrenzten Zahlenumfang (etwa 0 bis 15) ausgerüstet ist. Die im jeweiligen
Modul gefundene Zufallszahl wird als die Identnummer dieses Steuerungsmoduls abgespeichert.
Am Handgerät ist eine weitere Schalterfunktion ausgebildet bei deren Aktivierungen (z. B. Tast
betätigungen) nacheinander eine andere Zahl aus dem erwähnten Zahlenumfang des Nummern
kreises der Identnummer ausgesendet wird. Derjenige Steuerungsmodul, der dabei schließlich
seine Identnummer empfängt, schaltet einen Kodespeicher vorübergehend aufnahmebereit, und
er signalisiert das beispielsweise durch Abschalten oder Intervallansteuerung der seinen Vor
schaltgeräten zugeordneten, bisher voll eingeschalteten Leuchtmittel. Wenn nun am Sender ei
ner der Fernsteuer-Tastschalter betätigt wird, dann bewirkt das die Aussendung eines diesem
Schalter in diesem Handgerät fertigungsseitig individuell zugeordneten Kodes, der im Steuer
rungsmodul empfangen und dort als künftiger Vergleichscode abgespeichert wird; was zur Folge
hat, daß künftig die Betätigung dieses Tastschalters zur Dimmsteuerung über jenen zugeordne
ten Steuerungsmodul führt. Auf die gleiche Weise können Tasten unterschiedlicher Sende-
Handgeräte einem Steuerungsmodul - oder ein Tastschalter mehreren Steuerungsmodulen -
zugeordnet werden, um in den Bedienungsmöglichkeiten flexibler zu sein. Auf gleiche Weise
lassen sich die Steuerungsmodule bedarfsweise später anderen Tastschaltern zuordnen.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß alle Steuerungsmodule die über ihre Vorschaltgeräte
betriebenen Leuchtmittel zunächst einmal auf volle Helligkeit ansteuern, wenn nach der Erstin
stallation (oder nach einer Installationsänderung) erstmals (wieder) das Hausnetz aufgeschaltet
wird. Damit werden die Zufallszahlengeber zur Individualisierung der Steuerungsmodule ge
startet. Wenn dabei zufällig einmal in zwei Steuerungsmodulen dieselbe Identnummer erzeugt
werden sollte, sprechen zwei Leuchtengruppen an, wenn diese Identnummer vom Programmier
schalter aufgerufen wird. Wenn die gleichzeitige und gleichartige Ansteuerung dieser beiden
Module von der selben Taste aus nicht erwünscht ist, werden die Zufallsgeneratoren einfach
noch einmal durch Aus- und wieder Einschalten des Netzes (etwa über die Etagensicherung) in
Wirksamkeit versetzt; Auf die schon kodierten Empfänger ist das nun ohne Auswirkung weil
deren Tasterzuordnung nichtflüchtig gespeichert ist und weiterhin verfügbar bleibt.
So ist eine denkbar einfach handhabbare da zwangsläufig korrekt ablaufende, also wenig erklä
runsbedürftige Sender-Empfänger-Zuordnung realisiert, über die daraufhin grundsätzlich be
liebige Steuerungsvorgaben an bestimmte Steuerungsmodule erfolgen körnen, etwa um Leuch
ten-Vorschaltgeräte gruppenweise zu betreiben. An den Prozessor im Steuerungsmodul sind
auch nachträglich noch in beliebiger Kombination manuell zu betätigende und sensorisch betä
tigte Stellelemente anschließbar. Der Prozessor im Modul ist selbstlernend in dem Sinne ausge
legt, daß er darauf reagiert, welche externen Geber (Schalter und Helligkeits-, Bewegungs- oder
dergleichen Sensoren) gerade angeschlossen sind. Auch Regelparameter etwa für eine sensorge
führte Raumlichtsteuerung lassen sich über die Fernwirkstrecke vorgeben und verändern. Zur
Funktionserweiterung einer Basisausstattung ist das Modul mit Steckplätzen für weitere Funk
tionen und zum Anschluß eines Programmiergerätes auf PC-Basis versehen, so daß sich ein
standardisiert und deshalb in preiswerter Großserie erstelltes Basisgerät sehr vielfältig einsetzen
läßt. So ist es dem Nutzer ermöglicht, eine individuell ortsselektiv (etwa als bestimmte Leuch
tengruppierung) angewählte Raumbeleuchtung auch nachträglich noch wirtschaftlich zu realisie
ren oder geänderten Anforderungen anzupassen, insbesondere ohne dafür eine teure und letzt
lich unflexible nachträgliche Verkabelung zu benötigen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der zeichnerisch veranschaulichten Prinzipdarstellung
für den Sonderfall der Bussteuerung vom Steuerungsmodul aus, ohne näheres Eingehen auf
sämtliche der zuvor angegebenen Betriebsmöglichkeiten, näher erläutert, vgl. ergänzend auch
die Formulierung der Ansprüche. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt stark vereinfacht in
einpoliger Blockschaltbild-Darstellung den individuell ausrüstbaren Steuerungsmodul und eine
Anzahl von ihm nachgeschalteten, mittels Busadressen über diesen Steuerungsmodul individuell
ansteuerbaren Vorschaltgeräten.
An ein Versorgungsnetz 11 ist über einen Hauptschalter 12 (bei dem es sich entgegen der ver
einfachten Prinzipdarstellung um ein Relais im Steuerungsmodul 15 handeln kann) eine Gruppe on Leuchten 13 mit ihren elektronischen Vorschaltgeräten 14 angeschlossen. Die symbolisch
vereinfachte Darstellung soll auch die Variante umfassen, daß jeweils ein einziges Vorschaltge
rät 14 dafür ausgelegt ist, mehrere Leuchten 13 identisch zu betreiben, etwa alle Leuchtstoffröh
ren in einer bestimmten parallel zur Fensterfront eines Raumes verlaufenden Deckenra
ster-Reihe.
Die einzelnen Vorschaltgeräte 14 ihrerseits sind in diesem Beispiel alle über ein gemeinsames
Steuerungsmodul 15 individuell ansteuerbar, nämlich insbesondere mittels eines manuell betä
tigbaren Helligkeitsgebers 16 über eine genormte Schnittstelle S einschaltbar, dimmbar und ab
schaltbar. Zwar kann aus technischen Gründen in der Regel die von der Schnittstelle S ausgege
bene Steuerungsgröße nicht auf Null zurück geführt werden. Aber das erfindungsgemäße Steue
rungsmodul 15 ist mit einem Prozessor 17 ausgestattet, der u. a. dafür programmiert sein kann,
auf länger anstehende minimale Helligkeitsvorgabe schließlich zumindest vorübergehend mit
dem völligen Abschalten des Vorschaltgerätes 14 mittels des Schaltkontaktes 12 zu reagieren,
ohne dafür eigens Netzschalter vorsehen oder betätigen zu müssen. Wenn dann der Prozessor
17 über einen an das Steuerungsmodul 15 anschließbaren Helligkeitssensor 18 zu geringe
fremd- oder außenlichtbedingte Grundhelligkeit an einem repräsentativ-kritischen Ort des mit
den Leuchten 13 ausgestatteten Raumes meldet, wird der am stärksten gedimmte Betriebszu
stand der zugehörigen Leuchte 13 automatisch wieder eingeschaltet.
Auch wenn ein als Steuergeber auf das Modul 15 geführter Ausschalter 19 betätigt wurde, kann
ein dagegen zeitverzögertes Ansprechen eines an das Steuerungsmodul 15 angeschlossenen Be
wegungsmelders 20, dessen externer Anschluß an das Modul 15 ohne sonstige Installationser
fordernisse vom Prozessor 17 automatisch erfaßt wird, zum wenigstens vorübergehenden Wie
der-Einschalten führen. Solch eine Kontrollbeleuchtung braucht aber nicht mit voller Helligkeit
zu erfolgen, weshalb dafür über ein Stellglied 21 etwa in Form einer Gruppe von
DIL-Kippschaltern eine reduzierte oder Grundhelligkeit an das zentrale Steuerungselement in
Form des Prozessors 17 vorgebbar ist. Eine reduzierte Grundhelligkeit ist auch mittels eines
Mehrfunktionen-Schalters 22 vorgebbar, wenn etwa eine Dauer-Sparbeleuchtung gefragt ist.
Mittels des Mehrfunktionen-Schalters 22 und mit dem Stellglied 21 lassen sich auch andere be
triebswesentliche Grundeinstellungen und sonstige Vorgaben an den Prozessor 17 ohne neue
Installationserfordernisse vor Ort einfach und gezielt verändern, wie insbesondere das Regelver
halten einer Sollwertsteuerung bei Mischhelligkeit aus Kunstlicht und Tageslicht.
Das Steuerungsmodul 15 ist mit wenigstens einem ebenfalls an den Prozessor 17 angeschlosse
nen Steckplatz 23 ausgestattet, der mit einen Fernwirk-Aufnehmer 24 (drahtlosem Empfänger)
bestückt werden kann. Dieser ist von einem mobilen oder an andere Orte fest installierten
Fernwirk-Geber 25 (Sender) aus ansteuerbar, welcher mit manuell betätigbaren Stellelementen
wie einem Helligkeitsgeber 16' und/oder einem Ausschalter 19' versehen ist. Während das
Steuerungsmodul 15 vorzugsweise in das Gehäuse einer der Leuchten 13 eingebaut und da
durch nicht ohne weiteres zugänglich ist, ermöglicht die Fernwirkstrecke eine bedienungs
freundliche Eingabe der wichtigsten benutzerdefinierten Betriebsgrößen ohne erneuten unmittel
baren manuellen Zugriff zum einmal über den Programmschalter 22 betriebsfertig eingerichteten
Steuerungsmodul 15.
Der Geber 25 enthält einen hochfrequenten oder optronischen Steuerungssender 26 zum An
steuern des Prozessors 17 für die gewünschte Betriebsweise der Leuchten 13 über einen Steue
rungsempfänger 27 im Steckplatz 23 des Steuerungsmoduls 15. Grundsätzlich kann so die
Strecke 28 zwischen Sender 26 und Empfänger 27 mit Lichtenergie im sichtbaren oder im un
sichtbaren Spektralbereich überbrückt werden. Aber dann müßte für deren Empfang noch ein
Aufnehmer außerhalb desjenigen Leuchtengehäuses installiert werden, in welches das Steue
rungsmodul 15 eingebaut ist, und dennoch können je nach der räumlichen Konstellation im Be
reiche der Strecke 28 sehr leicht unerwartet betriebsstörende Abschattungen der direkten Sicht
linie zwischen Sender 26 und Empfänger 27 auftreten. Zweckmäßiger ist deshalb der Betrieb
der Strecke 28 mit Ultraschall- oder besser noch mit Hoch- oder Höchstfrequenzenergie. Das
ermöglicht die Fernsteuerung sogar von benachbarten Räumen aus, also auch ohne Einsicht
nahmemöglichkeit in den Betriebsraum der Leuchten 13. Dann ist für den Bediener eine Rück
meldung darüber angenehm, daß das Fernsteuerkommando vom Empfänger 27 aufgenommen
und umgesetzt wurde; vielleicht sogar direkt darüber, daß die aktuell vorgegebene Funktion
dann auch über den Prozessor 17 tatsächlich ausgelöst wurde. Um auch nachträglich noch eine
solche Rückmeldung zu realisieren, wird in einem feien Bereich des an den Prozessor 17 ange
schalteten Steckplatzes 23 zusätzlich zum Steuerungsempfänger 27 ein Quittungssender 29 be
trieben und das Fernwirk-Handgerät 25 mit einem Quittungsempfänger 30 zum Ansteuern einer
Quittungsanzeige 31 ausgestattet. Wenn diese nicht in der erwarteten Form anspricht, wird die
Steuerungsvorgabe automatisch wiederholt, bis die dazu erwartete Quittung erscheint.
Im Falle einer einzigen vorhandenen Ausgabeschnittstelle S zur Übertragung der Steuerungs
vorgabe an die Leuchten 13 sind deren Vorschaltgeräte 14 mit ihren Steuereingängen 32 alle
parallel geschaltet. Um dennoch über ein in diesem Beispielsfall einzigen Steuerungsmodul 15
gezielt bestimmte der Vorschaltgeräte 14 betreiben bzw. die Vorschaltgeräte 14 individuell un
terschiedlich betreiben zu können, kann vom Prozessor 17 ein an den Busausgang B des Steue
rungsmoduls 15 angeschlossener und ebenfalls an alle interessierenden Vorschaltgeräte 14 ge
führter Adressier-Bus 33 bedient werden, der hier bidirektional angenommen ist, also mit der
Möglichkeit einer Rückmeldung etwa von Sensorinformationen an das Steuerungsmodul 15.
Die darauf gerade anstehende Adresse öffnet in dem wenigstens einen dieser Adresse zugeord
neten Vorschaltgerät 14 den Steuereingang zur Einwirkung der aktuellen Steuerungsvorgabe für
den Betrieb der diesem Vorschaltgerät 14 zugeordneten wenigstens einen Leuchte 13. So kann
etwa über einen Auswahlschalter 34 bzw. 34' manuell vorgegeben werden, welche Helligkeit in
einen vorgegebenen Bereich des mit den über ihre Vorschaltgeräte 14 individuell betreibbaren
Leuchten 13 bestückten Raumes herrschen soll.
Wenn aber ohne den Bus 33 leuchtenselektiv gearbeitet werden soll, dann sind wie einleitend
dargelegt verschiedenen Vorschaltgeräten 13 Steuerungsmodule 15 individuell zugeordnet und
individuell über die Fernsteuerung ansprechbar.
Claims (10)
1. Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-Vorschaltgerät (14), dadurch gekennzeichnet,
das Vorschaltgerät (14) aber einen Steuerungsmodul (15) betreibbar ist, an dessen Prozes
sor (17) Geberelemente für den Betrieb von Leuchten (13) anschließbar sind.
2. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Geberelemente wenigstens ein Helligkeitsgeber (16), ein Ein-/Ausschalter (19), ein Hel
ligkeitssensor (18) und/oder ein Bewegungsmelder (20) vorgesehen sind.
3. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
das Steuerungsmodul (15) mit einem Stellglied (21) zur Vorgabe von Grundeinstellungen
ausgestattet ist.
4. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) mit einer Schaltung zum zeitverzögerten, jedenfalls vorüberge
henden Abschalten einer Leuchte (13) aus minimalem Dimm-Betrieb heraus ausgestattet ist.
5. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) mit einem Steckplatz (23) für nachrüstbare Ergänzungsfunktio
nen ausgestattet ist.
6. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) mit einem Steckplatz (23) für eine Fernwirkstrecke (28) ausge
stattet ist.
7. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) mit einem Stecklatz (23) für eine Fernwirkstrecke (28) samt
Quittungs-Rückmeldung an einen Fernwirk-Geber (25) mit Quittungsanzeige (31) ausgestattet
ist.
8. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) über seine Ausgangsschnittstelle (S) mehrere Vorschaltgeräte 14
parallel betreibt.
9. Beleuchtungseinrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet,
daß das Steuerungsmodul (15) über einen Busausgang (B) zur individuellen Adressierung gera
de anzusteuernder Vorschaltgeräte (14) ausgestattet ist.
10. Beleuchtungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet,
daß der Prozessor (17) selbstlernend-sensitiv zur Reaktion auf tatsächlich gerade in den Modul
(15) eingebaute oder an ihn angeschlossene Funktionen (Sensoren und manuelle Geber) pro
grammiert ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19911425A DE19911425A1 (de) | 1999-03-05 | 1999-03-05 | Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-Vorschaltgerät |
| DE29908139U DE29908139U1 (de) | 1999-03-05 | 1999-05-10 | Beleuchtungsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19911425A DE19911425A1 (de) | 1999-03-05 | 1999-03-05 | Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-Vorschaltgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19911425A1 true DE19911425A1 (de) | 2000-09-14 |
Family
ID=7900999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19911425A Ceased DE19911425A1 (de) | 1999-03-05 | 1999-03-05 | Beleuchtungsanordnung mit Leuchtmittel-Vorschaltgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19911425A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10163957A1 (de) * | 2001-12-23 | 2003-07-03 | Der Kluth Decke Und Licht Gmbh | Elektronisches Vorschaltgerät |
| DE10163960A1 (de) * | 2001-12-23 | 2003-07-03 | Der Kluth Decke Und Licht Gmbh | Beleuchtungsvorrichtung für die Qualitätskontrolle |
| DE10256383A1 (de) * | 2002-12-02 | 2004-06-09 | Der Kluth: Decke Und Licht Gmbh | Transparente Fläche mit Fluoreszenzmitteln und Beleuchtungsvorrichtung mit einer derartigen Fläche |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19743047A1 (de) * | 1997-09-29 | 1999-04-08 | Zumtobel Staff Gmbh & Co Kg | Leuchte |
-
1999
- 1999-03-05 DE DE19911425A patent/DE19911425A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |