DE19910766A1 - Vorrichtung zur Erzeugung eines feinen Ölnebels - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung eines feinen ÖlnebelsInfo
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Abstract
Dargestellt und beschrieben ist eine Vorrichtung zur Erzeugung eines feinen Ölnebels, insbesondere zur Schmierung von Werkzeugen bei der Zerspanung, umfassend eine Zerstäuberkammer, in die eine Öl und Luft unter Druck führende Zuleitung mündet, eine innerhalb der Zerstäuberkammer angeordnete Zerstäuberdüse am Ende der Zuleitung und eine Ausgangsleitung für den Transport des in der Kammer erzeugten Aerosols zum Ort seiner Applikation. Um eine Verbesserung der Ölnebelerzeugung zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Zerstäuberkammer an einer von der Zerstäuberdüse entfernten Stelle eine Verbindung zu einer zweiten Kammer aufweist und daß die Ausgangsleitung in die zweite Kammer hineingeführt ist und sich annähernd über deren gesamte Länge hinwegerstreckt. Hiermit läßt sich ein Ölnebel mit darin äußerst fein und homogen verteilten Ölpartikeln erzeugen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur
Erzeugung eines feinen Ölnebels, insbesondere zur Schmie
rung von Werkzeugen bei der Zerspanung, umfassend eine
Zerstäuberkammer, in die eine Öl und Luft unter Druck füh
rende Zuleitung mündet, eine innerhalb der Zerstäuberkammer
angeordnete Zerstäuberdüse am Ende der Zuleitung und eine
Ausgangsleitung für den Transport des in der Kammer erzeug
ten Aerosols zum Ort seiner Applikation.
Die Erfindung richtet sich insbesondere auf eine Vor
richtung, mit der ein wie Rauch erscheinender Ölnebel er
zeugt wird, mit dem die sogenannte Minimalschmierung von
Werkzeugen und Werkstücken bei der Bearbeitung letzterer
geschmiert werden. Ein bevorzugter Anwendungsbereich ist
die innere Minimalmengenschmierung durch die Maschinenspin
del von Werkzeugmaschinen.
Bei der Applikation derartiger Ölnebel mit minimalster
Ölkonzentration ist es besonders wichtig, daß das Öl in der
Luft extrem, d. h. mikroskopisch fein verteilt ist. Nur dann
kann zuverlässig gewährleistet werden, daß der Ölnebel zur
Werkstück- und Werkzeugschmierung ausreicht, sich aber
nicht in nachteiliger Weise dort niederschlägt.
Durch offenkundige Vorbenutzung ist eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekanntgeworden. Sie
baut auf einem Öltank auf, in der Weise, daß die Zerstäu
berkammer oberhalb eines Öltanks, mittels eines Trennblechs
von ihm getrennt, angeordnet ist. An der Unterseite des Öl
tanks wird Öl von einer Kolbenpumpe gefördert, die Öl und
Luft über eine konzentrische Doppelschlauchleitung der über
dem Öltank befindlichen Wirbelkammer unter einem Druck von
ca. 6-10 bar zugeführt. Im Innern der Wirbelkammer mündet
die Leitung in eine Zerstäuberdüse mit ca. 1,8 mm Düsen-.
Das unter Einfluß des hohen Luftdrucks zerstäubte Öl ge
langt als Nebel in eine in die Wirbelkammer mündende Aus
gangsleitung und wird über Schlauch- und/oder Rohrleitungen
dem Ort der Applikation, insbesondere an das Werkzeug einer
Werkzeugmaschine, zugeführt.
Das zwischen dem Öltank und der Wirbelkammer angeord
nete Trennblech schließt nicht dicht mit der Wandung des
Systems ab, so daß sich in der Wirbelkammer niedergeschla
gene Tropfen oder ein Ölfilm zur weiteren Verwendung im
darunter befindlichen Öltank wieder sammeln können.
Mit der bekannten Vorrichtung läßt sich ein sehr
feiner Ölnebel unter sparsamer Verwendung von Öl erzeugen,
der für zahlreiche Anwendungsfälle durchaus akzeptabel ist.
Die vorliegende Erfindung strebt jedoch eine weitere
Verbesserung der Ölnebelerzeugung in der Weise an, daß sich
mit noch höherer Sicherheit und Zuverlässigkeit ein Ölnebel
mit darin äußerst fein und homogen verteilten Ölpartikeln
erzeugen läßt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen mit
den Merkmalen des Anspruches 1 und ist dementsprechend
dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberkammer an einer
von der Zerstäuberdüse entfernten Stelle eine Verbindung zu
einer zweiten Kammer aufweist und daß die Ausgangsleitung
in die zweite Kammer hineingeführt ist und sich annähernd
über deren gesamte Länge hinwegerstreckt.
Zweckmäßige Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
und weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Das wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin,
den in der Zerstäuberkammer erzeugten Ölnebel durch eine
zweite Kammer zu schicken, in der die Möglichkeit besteht,
daß die in der Zerstäuberkammer erzeugten kleinen Ölparti
kel noch weiter aufgespalten, d. h. in ihrer Größe verrin
gert werden und daß unerwünscht große Ölpartikel während
der Aufbereitung des Ölnebels mit hoher Zuverlässigkeit
ausgeschieden werden.
Um dies zu erreichen, stellt die zweite, stromabwärts
der Zerstäuberkammer zugeordnete Kammer sicher, daß der in
der Zerstäuberkammer erzeugte Ölnebel nicht sofort in die
Ausgangsleitung eintritt, sondern zunächst die zweite Kam
mer durchlaufen muß. Nur kleine, insbesondere schwebefähige
Ölpartikel können auf diese Weise in die Ausgangsleitung
eintreten, wohingegen sich schwerere Partikel in der zwei
ten Kammer sammeln oder sich an deren Wänden niederschla
gen.
Die der Erfindung entsprechende Vorrichtung läßt sich
außerdem besonders kompakt bauen, womit ein zusätzlicher
Vorteil erzielt ist. Insbesondere ist die Vorrichtung zur
Erzeugung des feinen Ölnebels nicht in körperlich fester
Zuordnung zu einem Öltank und an dessen Dimensionen gebun
den, sondern als selbständige Einheit der Gesamtvorrich
tung, die außer dem Öltank oder Ölvorratsbehälter die zur
Druckerzeugung erforderliche Pumpe sowie die zugehörigen
Schlauch- und/oder Rohrleitungen sowie ein Apparategehäuse
umfaßt.
Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten
anhand der nachfolgenden detaillierten Erläuterung eines in
der anliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiels.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch die Vor
richtung zur Erzeugung eines feinen Ölnebels und ihrer
wesentlichen Teile in etwa natürlichem Maßstab.
Die insgesamt mit 10 bezeichnete Vorrichtung umfaßt
eine erste Kammer 11 und eine fluidleitend damit verbundene
zweite Kammer 12. Beide Kammern 11 und 12 sind langge
streckt und weisen jeweils einen in Relation zu ihrer Länge
relativ kleinen Querschnitt auf.
Die erste Kammer 11 - im nachfolgendes
"Zerstäuberkammer" genannt - dient der Erzeugung eines
Ölnebels 13. An der in der Zeichnung oberen Stirnseite der
Zerstäuberkammer 11 mündet eine mit 14 bezeichnete Zulei
tung, die Öl in geringer Menge und Luft in großer Menge
unter einem relativ hohen Druck von ca. 6-10 bar führt.
Das nicht dargestellte Ende der Zuleitung 14 steht mit
einer Pumpe, z. B. einer frequenz- und hubgesteuerten Kol
benpumpe, in Verbindung, die Luft fördert sowie Öl aus
einem ebenfalls nicht dargestellten Ölvorratsbehälter.
Das wie ersichtlich in die Zerstäuberkammer 11 mün
dende Ende der Zuleitung 14 umfaßt eine Zerstäuberdüse 15.
Entsprechend einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist
diese Zerstäuberdüse 15 eine Vielzahl von Austrittsöffnun
gen bzw. Austrittskanälen - z. B. sechs - sehr geringen
Durchmessers auf.
Mit den in der Zeichnung von Punkten durchsetzten
Schar von Linien soll der unter Druck aus der Zerstäuber
düse 15 austretende Strahl 16 bezeichnet sein, der sich aus
Luft und Öl zusammensetzt, wobei die herausgepreßte Luft
das Öl in möglichst kleine Partikel spaltet, bis im unteren
Bereich der Vorrichtung der mit 13 bezeichnete Ölnebel vor
liegt.
Wie bereits kurz erwähnt, ist die Zerstäuberkammer 11
mit der zweiten Kammer 12 verbunden. Diese Verbindung, z. B.
in Form eines Röhrchens oder zweier miteinander fluchtenden
Bohrungen in den Kammerwandungen, ist in der Zeichnung mit
17 bezeichnet. Diese Verbindung 17 befindet sich nahe an,
jedoch vor dem unteren Ende der Zerstäuberkammer 11. Damit
wird erreicht, daß das feinste Ölpartikel beinhaltende
Aerosol aus der Zerstäuberkammer 11 über die Verbindung 17
in die zweite Kammer 12 eintreten kann - was durch den
gekrümmten Pfeil angedeutet ist - während sich Ölpartikel,
die für einen solchen Transport zu schwer sind oder an den
Wandungen der Zerstäuberkammer 11 anhaftendes Öl weiter
nach unten zum Boden der Zerstäuberkammer 11 hin absetzen
kann, in den eine Ölsammelleitung 18 mündet.
Die Ölsammelleitung 18 dient zugleich als Rückführlei
tung für abgeschiedenes Öl in den nicht dargestellten
Ölvorratsbehälter, aus dem das in die Zuleitung 14 zu för
dernde Öl bevorratet wird.
In die zweite Kammer 12 taucht das z. B. als Röhrchen
ausgeführte Ende einer Ausgangsleitung 19 ein, die dazu
dient, das in ihr geführte Aerosol 20 der Stelle der Appli
kation zuzuführen.
Wie die Zeichnung weiterhin zeigt, durchgreift die
Ausgangsleitung 19 die zweite Kammer 12 fast der gesamten
Länge nach. Dadurch wird erreicht, daß der Ölnebel 13 eben
falls den Weg über die zweite Kammer 12 nehmen muß, ehe er
in die mit 19a bezeichneten Mündung der Ausgangsleitung 19
eintreten kann. Damit wird gewährleistet, daß nochmals eine
Selektion zwischen sehr leichten Ölschwebeteilchen und
schwereren Ölpartikeln erfolgt und nur allerkleinste Ölpar
tikel innerhalb des Ölnebels über die Ausgangsleitung 19
dem Werkstück bzw. Werkzeug zugeführt werden können. Schwe
rere Teilchen oder solche, die bei der Bewegung des Ölne
bels 13 durch die zweite Kammer 12 hindurch keine weitere
Aufspaltung mehr erfahren haben, können sich an den Wänden
der zweiten Kammer 12 niederschlagen oder sich an deren
Boden ansammeln und letztlich über die Verbindung 17 in die
Ölsammel- bzw. Ölrückführleitung 18 zurück gelangen.
Wie die Darstellung des Ausführungsbeispiels weiterhin
zeigt, erstreckt sich die Ausgangsleitung 19 innerhalb der
zweiten Kammer 12 in deren Längsrichtung, und zwar zentral
in der Kammermitte. Daraus resultiert der Vorteil, daß der
die zweite Kammer 12 transportierte Ölnebel mit beachtli
chen Flächen in Berührung gelangen kann, die von der Innen
wand der Kammer 12 und dem Außenmantel der Leitung 19
gebildet werden, so daß die Wahrscheinlichkeit, daß größere
Ölpartikel hier anhaften bleiben, erhöht wird.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß an die
zweite Kammer 12 noch ein Manometer 21 angeschlossen ist,
welches durch Überwachung des Betriebsdrucks eine Kontrolle
über den ordnungsgemäßen Betrieb oder Störungen der Vor
richtung gestattet.
Wie die Figur weiterhin veranschaulicht, sind die bei
den Kammern 11 und 12 gleich groß und unmittelbar nebenein
ander blockartig zu einer kompakten Einheit verbunden.
Die bevorzugte Betriebslage der dargestellten Vorrich
tung entspricht der Zeichnung, d. h., Öl und Luft münden von
oben her in die Zerstäuberkammer 11 ein, und der über die
Verbindung 17 von der Zerstäuberkammer 11 in die zweite
Kammer 12 eintretende Ölnebel 13 steigt in der zweiten Kam
mer 12 von unten nach oben, so daß in gewissem Umfang auch
die Schwerkraft einen positiven Einfluß auf die Erzeugung
höchst fein verteilten Öles im Ölnebel innerhalb der Kammer
12 ausüben kann.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Vorrichtung
auch dann zufriedenstellend arbeitet, wenn sie statt - wie
dargestellt senkrecht - horizontal betrieben wird, insbe
sondere in der Weise, daß die Zerstäuberkammer 11 unterhalb
der zweiten Kammer 12 angeordnet ist. Um in einem solchen
Fall eine sichere Ölabscheidung aus der Zerstäuberkammer 11
zu erhalten, wird dann allerdings die Ölsammelleitung 18
nicht an der schmalen Stirnseite der Zerstäuberkammer 11,
sondern an deren Boden anzuordnen sein, der dann von einer
Längswand definiert ist.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Erzeugung eines feinen Ölnebels,
insbesondere zur Schmierung von Werkzeugen bei der Zerspa
nung, umfassend eine Zerstäuberkammer, in die eine Öl und
Luft unter Druck führende Zuleitung mündet, eine innerhalb
der Zerstäuberkammer angeordnete Zerstäuberdüse am Ende der
Zuleitung und eine Ausgangsleitung für den Transport des in
der Kammer erzeugten Aerosols zum Ort seiner Applikation,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberkammer (11) an
einer von der Zerstäuberdüse (15) entfernten Stelle eine
Verbindung (17) zu einer zweiten Kammer (12) aufweist und
daß die Ausgangsleitung (19) in die zweite Kammer (12) hin
eingeführt ist und sich annähernd über deren gesamte Länge
hinwegerstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Zerstäuberkammer (11) einen im Verhältnis zu
ihrer Länge kleinen Querschnitt aufweist, daß die Zuleitung
(14) im wesentlichen in Längsrichtung der Zerstäuberkammer
(11) in diese mündet und daß die Verbindung (17) mit der
zweiten Kammer (12) nahe dem der Zerstäuberdüse (14) ent
fernten Ende der Zerstäuberkammer (11) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Zerstäuberkammer
(11) eine Ölsammelleitung (18) angeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Kammer (12)
parallel zu der Zerstäuberkammer (11) neben dieser angeord
net ist und daß sich die Ausgangsleitung (19) vom Ende der
zweiten Kammer (12) in Richtung zu der Seite erstreckt, an
der die Zuleitung (14) in die Zerstäuberkammer (11) mündet.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung (14) in die
Zerstäuberkammer (11) einerseits und die Ausgangsleitung
(19) in der zweiten Kammer (12) andererseits im wesentli
chen in der Längsmitte der jeweiligen Kammer (11; 12) ange
ordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der darauf
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (17)
zwischen den beiden Kammern (11; 12) miteinander fluchtende
Bohrungen in angrenzenden Kammerwänden umfaßt.
7. Vorrichtung Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Kammern (11; 12) im wesentlichen von gleicher
Größe sind und deckungsgleich neben- bzw. übereinander lie
gend zu einer kompakten Gesamtvorrichtung (10) zusammenge
faßt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der auf ihn
folgenden, daß die Zerstäuberdüse (15) eine Mehrzahl
kleinstquerschnittiger Düsensöffnungen aufweist.
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